Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bekenner:
Lunabel - Das Lesemonster und Nia: Als der Himmel einen Stern erhielt von Sabrina Vandijck
Ein tolles Buch für Generationen
Es gibt Bücher, die begleiten uns über das Lesen hinaus. Sie öffnen Türen zu Gesprächen, die wir sonst vielleicht nie geführt hätten.
„Das Lesemonster und Nia“ ist für mich genau so ein Buch. Ich habe die Geschichte mit meinen Enkelinnen gelesen und ich war beeindruckt, wie still es plötzlich wurde.
Ihre Augen hingen an jedem Satz, und ich spürte, dass sie nicht nur zuhörten, sondern fühlten. „Opa, das Lesemonster, die Lunabel, ist ja gar nicht böse. Es ist traurig“, sagte eines der Kinder am leise. In diesem Moment wusste ich, dass dieses Buch etwas ganz Besonderes ist. Sabrina Vandijck gelingt es, über Verlust, Angst und Neubeginn so zu schreiben, dass Kinder sich verstanden fühlen und Erwachsene innehalten. Ihre Worte sind sanft, ehrlich und voller Mitgefühl. Sie schafft einen Raum, in dem man über das sprechen kann, was oft unausgesprochen bleibt. Sie spricht über Trauer, Hoffnung und die Kraft, weiterzugehen. Man spürt, dass die Autorin selbst durch tiefe Täler gegangen ist. Der Verlust ihrer Eltern, der Wiederaufbau nach der Flut, ihr Weg als Friseurmeisterin, Ausbilderin und angehende Sozialarbeiterin, all das fließt spürbar in ihre Sprache ein. Doch anstatt in der Dunkelheit zu verweilen, zeigt sie den Weg zum Licht. „Das Lesemonster und Nia“ ist nicht einfach ein Kinderbuch. Es ist eine Einladung, gemeinsam zu fühlen, zu fragen und zu wachsen. Es erinnert uns daran, dass Mut manchmal leise ist und dass jedes Kind das Recht hat, seine eigenen Fragen zu stellen. Ein Buch, das nicht nur Kinderherzen berührt, sondern ganze Familien zusammenbringt.
Rezensionen von Anjulia :
Heaven's Gate von Daniel Faßbender
Schattenseiten eines tropischen Paradieses
Der ehemalige Surfprofi Caruso, chronisch pleite und dem Alkohol zugetan, schlägt sich auf der philippinischen Insel Surogao als Surflehrer und Privatdetektiv durch. Die attraktive und reiche Spanierin Angel bietet Caruso einen lukrativen Auftrag an. Ihr erwachsener Sohn ist seit Wochen spurlos verschwunden.
Caruso beginnt zu ermitteln und stößt auf ein Geflecht aus Gewalt, Drogen und Korruption.
Heaven's Gate von Daniel Faßbender ist ein ungewöhnlicher Krimi, der mich sofort fesseln konnte. Der Autor stellt seine Figuren und das Setting der tropischen Insel mit Urlaubsflair ganz klar in den Vordergrund. Es geht hier mehr um die hintergründigen kriminellen Machenschaften, die im Schatten der Postkartenidylle verborgen sind, als um den Kriminalfall selbst. Durch den lebendigen Schreibstil taucht man komplett in Carusos Surogao ein, surft durch die Tubes und erlebt das Nachtleben. Es gibt noch einen zweiten Handlungsstrang, rund um den ehemaligen Drogenboss Diego, der erst kürzlich aus einer zwanzigjährigen Haft entlassen wurde und von einem Buchvertrag träumt. Sowohl Caruso als auch Diego sind ungewöhnliche Charaktere mit Ecken und Kanten, die mir im Gedächtnis bleiben werden. Die Handlung wird im Verlauf schon düster und ist für mein Empfinden auch nicht frei von Klischees. Caruso kommt nicht ohne körperliche und emotionale Verletzungen davon. Tatsächlich würde mich am Ende des Buches interessieren, wie es mit Caruso weitergeht. Vier Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die Spannung, exotisches Setting und unkonventionelle Antihelden mögen.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Die Zeit-Agenten 3. Jagd um den Eiffelturm von S. J. King
Testleser ADAM, Tyrolia Fililale Innsbruck (10 Jahre, Imst)
Testleser ADAM, Tyrolia Fililale Innsbruck (10 Jahre, Imst)
Die Geschichte handelt von den beiden Zeitagenten Hanna und Alex. Sie werden in das Jahr 1889 nach Paris zurückgeschickt, um die Weltausstellung zu retten. Anlass für ihren Auftrag ist die Absicht des Zeitdiebes Mora, der die Pläne für den Eiffelturm stehlen möchte.
Ohne die Pläne, könnte der Eiffelturm nicht rechtzeitig für die Ausstellung fertiggestellt werden.
Vom Cover des Buches mit dem grünen, technisch aussehenden Kreis mit dem Eiffelturm in der Mitte bin ich begeistert. Die Schriftgröße im Text ist mir dann fast etwas zu groß, dadurch sind die 114 Seiten sehr schnell zu lesen. Die Bilder, die zwischendurch immer wieder auftauchen, können helfen, sich die Geschichte besser vorzustellen.
Da ich mich sehr für die Geschichte Europas interessiere, finde ich die vielen Infos rund um den Eiffelturm in dieser Zeit sehr spannend. Deshalb dürfte die Geschichte ruhig etwas länger ausfallen – die abschließenden Quizfragen zum Inhalt braucht es meiner Ansicht nicht. Dennoch würde ich dieses Buch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal lesen.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Die Hochhaus-Detektive (Die Hochhaus-Detektive Band 1) von Johanna Lindemann
Testleser VALENTIN, Tyrolia-Filiale Innsbruck (8 Jahre, Telfs)
Testleser VALENTIN, Tyrolia-Filiale Innsbruck (8 Jahre, Telfs)
In dem Buch "Die Hochhaus-Detektive" von Johanna Lindemann geht es um die drei Kinder Anton, Isha und Mesut. Sie wohnen im gleichen Hochhaus und gründen einen eigenen Detektivklub - Hd 42. Sie lösen die Fälle mit viel Geschick und Cleverness.
Das Buch war sehr witzig, spannend und interessant. Es war gut und einfach zu lesen. Am besten war das Ende, weil man nicht mit so einem Schluss gerechnet hat.
Testleser ADAM, Tyrolia-Filiale Innsbruck (10 Jahre, Imst)
Dieses Buch finde ich spannend, da es von drei Kindern handelt, die sich in ihrem Wohnblock kennenlernen. Schnell freunden sie sich an und gründen die „Hochhaus Detektive“. Lange Zeit sitzen die Kinder auf dem Dach ihres Hochhauses und suchen mit einem Fernglas nach etwas Verdächtigem, bis sie einen Räuber auf frischer Tat ertappen. Es stellt sich heraus, dass es sich um einen Serientäter handelt. Anton, Isha und Mesut nehmen die Spur auf und es beginnt ein spannendes Abenteuer.
Es handelt hierbei sich um einen guten Krimi. Im Laufe der Geschichte kommen immer wieder die gleichen Personen vor, was mich etwas langweilt. Auch fehlt für mich eine weitere Geschichte im Hintergrund oder eine zusätzliche Tat, die die Geschichte etwas interessanter werden lassen. Die Schrift ist in einer sehr guten Größe, das Buch lässt sich leicht lesen. Ich bezeichne es als Einsteiger - Krimi für Detektivgeschichtenleser.
Rezensionen von Marie aus E.:
Minnesota von Jo Nesbø
Zäher Start, rasanter Abschluss
Ein neuer Nesbø, ein Stand-Alone und mal nicht eingebettet in eine Reihe. Zumindest nach derzeitigem Stand, wer weiß. Lust hätte ich ja schon, den Ermittler Bob noch ein wenig weiterzuverfolgen.
Das Buch spielt in zwei Zeitebenen und das hat mir das Ankommen im Buch auch etwas erschwert, ich habe mich mit der Zuordnung anfangs schwergetan und auch nach Abschluss des Buches ist mir nicht klar, wozu es die Gegenwartsschiene gebraucht hat.
Ort der Geschehnisse ist Minnesota im Jahr 2016 und passender hätte die Ortswahl gar nicht sein können. Minnesota ist auch aktuell wieder in den Schlagzeilen, leider mit keinen fiktiven Geschehnissen wie hier im Buch.
:Skandinavisch verlässlich hat Ermittler Bob Oz natürlich ein schweres Paket zu tragen. Seine kleine Tochter ist gestorben und Bob kommt (verständlicherweise) nicht damit klar.
Alleine seine Arbeit gibt ihm nach einen kleinen Resthalt, doch auch da sieht es nach einer Suspendierung schlecht aus.
Auch wiederum thriller-klischee-typisch lässt Bob sich davon natürlich nicht abhalten, sondern ermittelt einsam trotzdem vor sich hin. Und wer hätte es gedacht, natürlich versorgen ihn die Kollegen auch weiterhin mit Infos.
Soweit, so routiniert und leider auch wenig einfallsreich plätschert es ein wenig vor sich hin.
Mich hat das Buch bis etwa zur Hälfte leider nicht wirklich abgeholt. Es war nicht schlecht, aber hat sich aus der Thrillermasse nicht herausgehoben und hat mich nicht wirklich gepackt.
Dann hat es aber an Fahrt aufgenommen und die Auflösung und das Ende hat mich sehr mit der anfänglichen Flaute versöhnt. Das war spitze!
Insgesamt also doch wieder ein guter Nesbø.
Rezensionen von Pusteblümchen:
The Exes von Leodora Darlington
Überraschend vielschichtig
Ich habe ein wenig gebraucht, um in die Handlung hineinzufinden, da sie zwischen „Jetzt“ und „Damals“ hin- und herspringt, ohne dass sich mir die Zusammenhänge erschlossen haben. Nachdem ich dann einzelne Puzzleteile für mich zusammenfügen konnte, hat mich das Buch gepackt.
Natalie denkt, dass sie mit James endlich den Mann für`s Leben gefunden hat.
Drei ihrer Männer sind bereits tot, genauere Informationen erhält man zunächst nicht. Da bleibt einiges offen. Es fiel mir schwer ein Bild von Natalie zu bekommen. Sie ist ein durchaus interessante Protagonistin, aber einordnen konnte ich sie nicht und begegnen möchte ich ihr eigentlich erst recht nicht. Neben ihr und James ist ihre Schwester ein weiterer interessanter Charakter.
Die Handlung steckt voller Geheimnisse, Lügen, menschlichen Abgründen und unerwarteten Wendungen. Dabei kann sich jeder für sich Fragen, wie weit er gehen würde, um sich und seien Familie zu schützen. Trotz Spannung gibt es auch humorvolle Momente. Diese Kombination mag ich und hat für mich den schwierigen Einstieg wieder wett gemacht.
Rezensionen von manu63:
A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren von Hazel McBride
Unerwartete Wendungen
A fate forget in fire ist der erste Band der Bonded to the beast Dilogie der Autorin Hazel McBride.
Sie erzählt die Geschichte von Aemyra, welche eine große Feuermagie in sich birgt und mit dieser Hilfe das alte Matriarchat wieder an die Macht bringen möchte. Bei diesem Versuch gerät Aemyra in einen großen Wirbel politischer und religiöser Interessen.
Sie sieht ihre Chancen steigen in dem sie eine Bündnisehe mit Prinz Fiorean eingeht.
Die Autorin erzählt die Geschichte mit teilweisen Längen und Wiederholungen, da hätte ich mir an einigen Stellen eine straffere Erzählweise gewünscht.
Gerade zum Anfang der Geschichte konnte ich mit den Charakteren und vor allen Dingen Aemyra nicht warm werden. Ihre Art fand ich eher nervig und sie selber als arrogant und teilweise ohne Verstand agierend. Sie ließ sich immer wieder von ihren Wut-und Rachegefühlen leiten und geriet dadurch in gefährliche Situationen. Das ist dem Verlauf der Geschichte geschuldet, aber weniger wäre für mich da mehr gewesen.
Etwa zur Hälfte der Geschichte wurde Aemyra mir sympathischer weil ich fand das sie zum Spielball der einzelnen Gegner wurde und ihre Lage immer wieder ausgenutzt wurde.
Es gab etliche unerwartete Wendungen und das Ende des ersten Teils fand ich sehr interessant geschrieben. Es gibt nun etliche Fäden wie die Geschichte weiter gehen kann und das macht mich neugierig auf den Finalband den ich sicherlich lesen werde.
Ich habe der Geschichte eine Chance gegeben und war im Endeffekt zum Schluss nicht enttäuscht sondern gut unterhalten.
Rezensionen von gerlisch:
Dann ruhest auch du (Ein Fall für Maya Topelius 3) von Sandra Åslund
Morde auf Öland
Die übel zugerichtete Leiche einer Journalistin wird in einer Schlossruine auf Öland gefunden. In ihrem dritten Fall bekommt es Maya hier mit erschütternden Morden zu tun, die ihr alles abverlangen.
Nachdem mir der zweite Teil dieser Reihe nicht so gut gefallen hat wie der Reihenauftakt, muss ich sagen, dass auch das Finale dieser Trilogie spannungstechnisch nicht an den ersten Teil heranreicht.
Die Charakter sind lebensnah beschrieben und gewinnen durch ihre persönliche Entwicklung immer mehr an Tiefe. Die Ermittlungsarbeit verbunden mit privaten Handlungen hat mir sehr gut gefallen. Immer wieder wird durch Rückblicke in die Vergangenheit die Spannung gut gehalten.
Die Autorin hat in diesem Buch inmitten der schwedischen Idylle ein atmosphärisches Setting geschaffen. Mit wunderschönen Landschaften vor Augen wird der Leser aber mit dem Thema Rechtsradikalismus in menschliche Abgründe geschubst.
Aufgrund des eingängigen Schreibstils habe ich die Story sehr gern gelesen, auch wenn die Handlungen streckenweise etwas langatmig waren. Mit der Auflösung zum Schluss hadere ich ein bisschen, sie erschien mir irgendwie unfertig.
Wer gerne Krimis mit nordischer Atmosphäre liest, dem kann ich diese Trilogie mit der sympathischen Ermittlerin Maya Topelius sehr empfehlen.
Rezensionen von Ele:
Der Retter der Mütter von Péter Gárdos
Kampf gegen Windmühlen
Der Retter der Mütter, historischer Roman von Péter Gárdos, Ebook, Hoffmann & Campe-Verlag.
20 Kapitel zum Teil mit Ortsangaben und Jahreszahlen.
Ignaz Semmelweis (1818 – 1865), praktizierte als Gynäkologe und Geburtshelfer in der 1. Geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses in Wien.
Dort starben viele Mütter nach der Entbindung an Kindbettfieber. Semmelweis hat sich zur Aufgabe gemacht, die Gründe für diese schreckliche todbringende Krankheit zu suchen. Erst als ein befreundeter Arzt sich bei einer Obduktion in den Finger schneidet und letztendlich an den gleichen Symptomen, wie die betroffenen Mütter stirbt, ahnt er, dass hier ein Zusammenhang bestehen muss. Er vermutet Leichengift, denn das Wissen um Bakterien gab es noch nicht. Erschreckend wird ihm bewusst, dass die Ärzte selbst mit ihren eigenen Händen den Tod zu den Müttern bringen. Er veranlasst sofortige Desinfektion mit Chlorkalklösung. Doch neidische und missgünstige Kollegen zweifeln seine Theorien an. Die unangenehmen Waschungen setzen sich nicht durch, obwohl doch diese Hygienemaßnahmen für sich sprechen. Über dieses Anrennen gegen Windmühlen, und die Selbstverherrlichung vieler Kollegen, verliert Semmelweis schließlich den Verstand. Diesem Umstand ist auch sein nicht genau geklärter, früher Tod zuzuschreiben. Erst posthum wurde ihm die Würdigung und Anerkennung seiner Theorie zuteil, er gilt heute als Pionier der antiseptischen Medizin und wird verdient als „Retter der Mütter“ bezeichnet.
Ich fand dieses Buch sehr fesselnd. Medizingeschichte kann mich immer begeistern. Anfangs fand ich Semmelweis sympathisch und strebsam, leider konnte er sich nicht durchsetzen. Seine Theorie konnte er einfach nicht überzeugend darlegen. Die Überheblichkeit der Ärzte, weil sie eine andere Meinung nicht akzeptieren können, die ihrer eigenen Überzeugung widerspricht, dass sie die Schilderungen oder Symptome von Patienten nicht akzeptieren wollen, dieses „Halbgott in Weiß- Gehabe“ ist hier hervorragend beschrieben. Der spätere Semmelweis mit seinen seltsamen Launen, hat mich enttäuscht, leider. Warum Stolz so einen abgrundtiefen Hass auf Semmelweis hatte, wurde mir auch gar nicht so richtig klar, ich vermute, dass es hauptsächlich der blanke Neid war. Semmelweis‘ Ende wird im Roman etwas anders dargestellt als bisher beschrieben, da hätte mich schon interessiert ob Gárdos bei seinen Nachforschungen auf nähere Hinweise gestoßen ist. Eine gründliche Recherche von ihm, ist nicht von der Hand zu weisen. Der Autor hat sich gut in die medizinischen Fakten und historischen Zusammenhänge eingearbeitet und hat es hervorragend geschafft, sie auch für Laien verständlich darzulegen.
Die Figuren sind lebensecht charakterisiert, Gefühle werden glaubhaft und nachvollziehbar geschildert. Das Buch hat mich sehr bewegt. Wer mehr über den Vater der Hygiene auf unterhaltsame Art herausfinden will, sollte dieses Buch lesen.
Von mir 5 Sterne
Rezensionen von Lilli33:
Das Signal von Ursula Poznanski
Total spannend
Total spannend
„Das Signal“ ist beileibe nicht mein erstes Buch von Ursula Poznanski. Sie ist eine der wenigen Autor*innen, deren Bücher ich blind kaufen würde, denn sie versteht es, mich immer wieder komplett zu fesseln und mir so spannende Lesestunden zu bereiten. Auch ihr neuestes Werk ist in dieser Hinsicht ein Volltreffer und Pageturner.
Als die junge Innenarchitektin Viola im Krankenhaus aufwacht, fehlen ihr die Erinnerungen und ihr linkes Bein. Sie erfährt, dass der baufällige Weinkeller ihres alten Hauses über ihr zusammengebrochen ist. Doch Viola fällt einfach kein Grund ein, warum sie überhaupt in den Keller gegangen sein sollte. Er war das Terrain ihres Ehemannes Adam. Während Viola sich eine schnelle Genesung wünscht, scheint Adam genau diese hinauszögern zu wollen und sie zu boykottieren. Stattdessen engagiert er eine unfreundliche Pflegerin, die man eher für eine Gefängniswärterin halten könnte. Je länger Viola im Erdgeschoss ihres Hauses zur Untätigkeit verurteilt ist, desto mehr grübelt sie über Adams Beweggründe nach. Hängt alles mit einem Fehler zusammen, den Viola vor etlichen Jahren gemacht hat?
Von der ersten Seite an war ich total gebannt von dieser Story. Sie ist psychologisch wahnsinnig dicht. Die Atmosphäre in dem alten, einsam gelegenen Haus mit der gefühlskalten Pflegerin lässt einen schaudern, und der Schnee und die eisige Kälte draußen tragen auch mit dazu bei. Es verschwinden Dinge aus Violas Zimmer, die angeblich keiner gesehen hat. Und Adam sagt sehr oft nicht die Wahrheit, wie Viola erkennen muss. Doch in ihr reift eine unglaubliche Entschlossenheit, sich trotz ihres Handicaps nicht unterkriegen zu lassen. Ihre besonderen Probleme werden dabei empathisch und realistisch beschrieben. Auch ihre Gedanken und Gefühle sind gut nachvollziehbar, ist man beim Lesen doch ganz nah an der Ich-Erzählerin Viola dran.
„Das Signal“ ist ein klug ausgearbeiteter, spannender Thriller, der praktisch ohne Blut auskommt und trotzdem an den Nerven zehrt. Ein Katz- und Maus-Spiel, bei dem nicht immer klar ist, wer Katze und wer Maus ist …











