Persönliche Lese- tipps
Robert Renk empfiehlt:
Tod auf Bewährung von Kathrin Schwarzenbacher
Tod auf Bewährung
Wenn der Horror des Lebens gleich doppelt kommt. Mit 27 bekommt Kathrin Schwarzenbacher die Diagnose Krebs. Bösartig. „In diesem Moment wünschte ich mir nichts sehnlicher, als dreißig Jahre alt zu werden.“ Nach mehreren Zyklen aggressiver Chemos stellt sich plötzlich heraus, alles – von Anfanfg an – eine Fehldiagnose!
Schwarzenbacher schreibt sehr persönlich über ihr Schicksal und deckt dabeiTeile des selbst erkrankten Gesundheitssystems auf.
Robert Renk empfiehlt:
Die Reise in den Westen, 2 Bde. von Cheng'en Wu
Die Reise in den Westen
Selten stürzte ein Kunde so freudig in die Buchhandlung: „Er möchte unbedingt das Buch in der Auslage; unglaublich, dass es das nun auf deutsch gibt. Als Kind habe er es verschlungen, nun sollen es seine Kinder auch lesen dürfen“. Seine Kindheit hat er in China verbracht. Dass seine Kinder „Die Reise in den Westen“ auf deutsch lesen können, verdanken wir dem Reclam Verlag.
Das Werk liegt nun illustriert und zweibändig vor. Lies und erkenne die Geschichte Chinas; eine literarisch-kulturelle Empfehlung.
Robert Renk empfiehlt:
BERGmenschen von Michael Ruhland
BERGmenschen
Ein interessantes Potpourri an „Bergmenschen“ hat Michael Ruhland, Chefredakteur von Bergsteiger, in diesem Band versammelt. Dass man hier auf die alten Haudegen Reinhold Messner, Hans Kammerlander oder Gerlinde Kaltenbrunner trifft war klar. Aber auch die Hörbuchstimme der Nation, Rufus Beck, ist wohl ein Bergmensch.
33 Bergmenschen hat Ruhland getroffen und sehr persönliche
Gespräche über ihre Bergsucht geführt. Unterhaltsame
Interviews, bereichert durch außergewöhnliche Porträtfotos von Christoph Jorda.
Mein Leben von Mohandas K. Gandhi
Mein Leben
Bücher über Ghandi gibt es wahrscheinlich hunderte, jetzt ist die Autobiographie des indischen Politikers in neuer Übersetzung erschienen. Spannende Lektüre ist garantiert, zwar ist uns die Vita in groben Zügen bekannt, hier erhalten wir aber Einblicke in Ghandis Leben aus erster Hand. Ghandi legt Rechenschaft über sein Leben ab, gleichzeitig verfasst er mit dieser Autobiographie ein politisches Manifest, das bis heute wirksam ist.
Gerade in "interessanten" Zeiten ein wichtiges Buch.
DRAUSSEN von Klüpfel Volker; Kobr Michael
Draußen
Wir kennen das Duo bereits aus dem Genre „Mord und Totschlag“, aber immer mit einer grandiosen Portion Humor. Jetzt haben die beiden ihren ersten Thriller geschrieben und der ist alles andere als komisch. Die Geschwister Cayenne und ihr Bruder Joschua, leben beide ein Leben außerhalb der Gesellschaft und immer auf dem Sprung.
Die Sehnsucht nach einem normalen Leben ist groß, doch sie ahnen nicht dass die Gefahr schon längst von ihrem Leben Besitz ergriffen hat.
Propaganda von Steffen Kopetzky
Propaganda
Dass Krieg ein kalkuliertes mörderisches Geschäft ist, muss der Deutsch-Amerikaner John Glueck an zwei Fronten erfahren: gegen Deutschland 1944 und zwanzig Jahre später gegen Vietnam. Die Amis sind nicht nur good guys, die Gegner nicht nur bad guys. Alles dazwischen lässt Polit-Propaganda aber (damals wie heute) nicht gelten.
Steffen Kopetzky hat einen packenden Schmöker über Krieg und Lüge geschrieben: beeindruckend recherchiert, spannend fiktionalisiert, brillant geschrieben.
Born to Run von Springsteen Bruce
Born to Run
Es gibt echte hardcore springsteen fans. für genau diese zielgruppe gibt es jetzt ein weiters buch aus dem weeiten feld der bruceologen. eine sammlung ausgewählter springsteen texte, mehr schlecht als recht ins deutsche übersetzt. dazu ein vorwort von ennio morricone. das kann man machen. man kann das buch auch kaufen.
als echter hardcore fan muss man das vielleicht sogar. für alle anderen empfieht es sich, die lieblingsplatte auszupacken. das lohnt sich immer.
Robert Renk empfiehlt:
Quichotte von Salman Rushdie
Quichotte
Das trauen sich nur die Großen. Und die ganz Großen – so wie Salman Rushdie – schaffen es auch. Das meistgelesene Buch Europas Don Quichotte wird behutsam neu geschrieben und dennoch radikal in unsere Zeit transferiert. Dulcinea ist Talkshowmoderatorin, Sancho – der imaginierteSohn am Beifahrersitz und die Reise geht quer durch die U.
S.A.
Da kann es auch vorkommen, dass die Windmühlen echt sind und gelbe Haare tragen. Eine brillante Hommage an Cervantes und ein unverzichtbarer Kommentar zu unseren unsicheren Zeiten.
Die verspielte Welt von Paul Lendvai
Die verspielte Welt
Der Grandseigneur der österreichischen Zeitgeschichte blickt einmal mehr auf sein Leben und seinen reichen Erfahrungsschatz zurück. Es ist erstaunlich, wie er selbst bekannten Geschichten der Weltgeschichte mit seinem immer frischen journalistischen Blick neue Facetten abgewinnt. Viel geht es um den Begriff der Freiheit, die gerade heute durch das Erstarken autokratischer Systeme mehr denn je bedroht ist, wie Lendvai betont.
Brillant auch seine Analyse zu Peter Handkes Serbien-Irrtümern. Lesenswert!
Andrea Scheiber empfiehlt:
Der Wanderer von D'Andrea Luca
Der Wanderer
Als der Autor Tony von der Jungen Sibylle Besuch bekommt, hat er noch keine Ahnung auf was er sich da einlässt. Das junge Mädchen möchte den Mord Ihrer Mutter „die narrische Erika“ aufklären der viele Jahre zuvor als Selbstmord abgelegt wurde. Es spielt auch eine sehr einflussreiche Familie eine Rolle, aber welche? Die Verschwiegenheit im Dorf macht es Ihnen nicht leichter, und wer war damals wirklich dabei.
Sie begeben sich selbst auch bald in Gefahr. Ein gelungener spannungsgeladener Krimi.











