Persönliche Lese- tipps
Andrea Scheiber empfiehlt:
Agalstra von Herzog Anna
Agalstra
Merle und Felix sind Gewinner eines Theater-Workshops und landen auf einer alten Burg, die viel Unheimliches verbirgt in ihren alten Mauern. Und auch der Burgherr macht ihnen Angst. Ihre Aufgabe wird es, ein Stück zu schreiben, das später aufgeführt werden sollte, eine nicht so einfache Sache. In dem alten Gemäuer finden sie eine Truhe mit Kostümen und auf einmal ist das Theaterstück nicht mehr steuerbar.
Ein wirklich sehr lyrischer und detailreicher Roman für junge Leser ab 12 mit Anspruch.
Andrea Scheiber empfiehlt:
Die Abenteuer des Apollo 2: Die dunkle Prophezeiung von Rick Riordan
Apollo - Die dunkle Prophezeiung
Wieder einmal muss sich Apollo den unterschiedlichsten Gefahren stellen. Als Sterblicher mit dem Namen Lester ist er unterwegs und muss alle alten Orakel aufsuchen, damit er wieder Gott werden kann. Er begegnet auch komischen Wesen, seinen Gegnern, die dem Triumvirat angehören und ihn daran hindern wollen.
Wird es Apollo mit seinen Freunden schaffen? Der unvergleichliche Stil von Rick Riordan macht auch diesen Band zu einem wahrhaftigen Lesegenuss.
Die Fortsetzung von Die Abenteuer des Apollo: Das verborgene Orakel
The Hills von Faldbakken Matias
The Hills
Matias Faldbakken hat ein herzzerreißend langsames Buch geschrieben. The Hills heißt das Buch und das Wiener Café in Oslo, in dem sich absolut nichts tut. Der Autor ist bildender Künstler und sein zwänglerischer Ich-Erzähler beschreibt Gäste und Inventar mit perfekter Präzision. Jeder Tag verläuft gleich, bis eine schöne, junge Frau das Café betritt und den immer gleichen Rhythmus stört.
Ein Buch für Menschen mit schwachen Nerven, für jene, die beim Lesen ab und zu die Augen schließen, um selbst Bilder im Kopf zu malen.
NSA - Nationales Sicherheits-Amt von Eschbach Andreas
NSA
Stell dir vor, die Nazis hätten schon Komputer, bewegliche Telefonie, Weltnetz, Datensilos, Plastikgeld etc. gehabt ... Andreas Eschbach stellt sich dies bis zum bitteren Ende vor, lässt die Programmstrickerin Helene einen Deserteur lieben und verstecken, gleichzeitig aber auch Software entwickeln, um untergetauchte Juden zu finden; lässt Eugen, Mitarbeiter im Nationalen Sicherheits-Amt, Daten für seine Rachefeldzüge missbrauchen.
Grauenvolle Zwangslektüre für IT-Nerds und digitale Nackerbatzln, spannende Bestätigung für Weltverschwörungsfans.
Wendemanöver von Franziska Krafft
Wendemanöver
Was macht man als Mutter, wenn der eigene Sohn drogenabhängig wird? In ihrem Buch schildert Franziska Kraft die Verzweiflung und den Mut einer Mutter, ihren Teenager zu retten. Wie alles begann und die Suche nach einer Lösung all der Probleme. Die alleinerziehende Mutter von drei Kindern begibt sich dafür auf eine abenteuerliche Reise, allein mit ihren Kindern besegelt sie die Nordsee.
Spannend und ehrlich wird die Geschichte dieser kleinen Familie geschildert.
Andrea Scheiber empfiehlt:
DORK Diaries, Band 12: Nikkis (nicht ganz so) heimliches Herzklopfen von Rachel Renée Russell
Dork diaries - Nikkis (nicht ganz so) heimliches Herzklopfen
Im 12. Band von Dork diaries leidet Nikki under Verknallitis. Mit Brandon läuft alles super, dann wird sie als Schülerpate auserkoren und freut sich auf die Austausch-Schülerin Andrea, die sich als Typ, nämlich Andre, entpuppt und ein supersüßer Junge ist. Nikkis Welt steht Kopf, dann tauchen auch noch falsche Fotos von ihr mit Andre im Internet auf, was zur Folge hat, dass Brandon stinksauer wird, was ja auch was Süßes hat.
So ein Knuddelmuddel, aber Nikki hat nicht nur diese Probleme zu bewältigen.
Robert Renk empfiehlt:
Die Hungrigen und die Satten von Vermes Timur
Die Hungrigen und die Satten
Was nützt alle Politik, ob sie Mauern baut oder "Wir schaffen das" ruft, wenn 150.000 Flüchtlinge sich zu Fuß aufmachen? Eine Idee des jungen Lionel, der schon viel zu lange im größten Lager jenseits der Sahara festsitzt. Als Starmoderatorin Nadeche Hackenbusch das Lager besucht, erkennt er die einmalige Gelegenheit, nutzt die Aufmerksamkeit und macht sich mit 150.
000 Flüchtlingen auf den Weg, begleitet von Kameras. Die Schöne und die Flüchtlinge werden zum Quotenhit. Vermes fängt dort an, wo der Spaß aufhört.
Schattenfroh von Michael Lentz
Schattenfroh
"Schattenfroh" klingt nach Emo-Band. Der Untertitel verspricht "Ein Requiem". Es wird also abgesungen und zwar alles (auf 1008 Seiten). ein Buch über das Schreiben, über das Anfangen, über Erwartungen, über das Aufhören und über den Über-Vater. Das Ich der Niemand. Schattenfroh der, der das Sagen hat.
Es gilt, die Seele zu verschriftlichen. Es geht auch um Schrift an sich, um die Niederschrift der Wahrheit und das Austropfen des Gedächtnisses. Eine Seelentransferierung in Buchform.
Siebeneinhalb Leben von Peter Henisch
Siebeneinhalb Leben
Leben und Literatur, Fakten und Fiktion - gibt es jemand, der das aktuell schöner ineinander verwebt als Peter Henisch? Neuestes literarisches Verwirrspiel: Paul Spielmann, Autor des Romans Steins Paranoia (so hieß auch ein Buch von Peter Henisch aus dem Jahr 1988 ...), sitzt im Türkenschanzpark auf einer Bank, Max Stein, Protagonist ebendieses Romans, setzt sich dazu und begehrt gegen seinen Autor auf.
Witzig, klug, poetisch und politisch - Lesegenuss nicht nur für Henisch-Fans.
Als die Kirche den Fluss überquerte von Didi Drobna
Als die Kirche den Fluss überquerte
Didi Drobna hat schon mit ihrem ersten Buch - Zwischen Schaumstoff - die Latte hochgesetzt. Auch in ihrem zweiten Roman hat sie die Gabe, gesellschaftliche Tabus so zu thematisieren, dass sie gar nicht als verwerflich wirken.
Hauptprotagonist Daniel ist um die zwanzig, seine Eltern scheiden sich, er hasst den Vater und ist verliebt in seine Schwester.
Plötzlich geht es drunter und drüber in der heilen Familienwelt.
Drobna macht mit einer klaren Bildsprache auch diesen Roman zu einem absoluten Genuss.











