Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Wolle:
Das White Octopus Hotel von Alexandra Bell
Reise durch die Zeit
Eve Shaw leidet unter einem schrecklichen Ereignis, das sich in ihrer frühesten Kindheit zugetragen hat. Sie ließ an ihrer Geburtstagsfeier das Tor offenstehen, so dass ihre kleine Schwester auf die Straße rannte und überfahren wurde. In der Folge zerbrach ihre heile Familie und somit ihre ganze Welt.
Die Mutter gab ihr die Schuld und konnte ihr nie verzeihen.
Als Erwachsene besitzt Eve ein Tattoo mit einem Octopus, der sich auf magische Weise über ihren Körper bewegen kann und Tinte absondert. Außerdem bewundert Eve die Musik des früheren Komponisten Max Everly. Als plötzlich ein alter Herr auftaucht, der verblüffende Ähnlichkeit mit dem Musiker aus dem letzten Jahrhundert hat, beginnt ein spannendes Abenteuer zu einem abgelegenen Hotel in der Schweitzer Alpen und durch die Zeiten.
Der Roman ist zwar nicht besonders tiefgründig aber durchaus unterhaltsam und spannend. Gut gefallen hat mir die fantasievolle Einarbeitung des Octopusthemas. Auch das Cover ist sehr schön gestaltet.
Rezensionen von Wolle:
Die Geister von La Spezia von Oliver Plaschka
Konnte mich nicht überzeugen
Mary Shellys Mann ist bei einer Schiffsreise ums Leben gekommen. Angeblich war es ein Unfall. Doch der Vater des Verstorbenen verdächtig Mary des Mordes. Die Privatermittlerin und übernatürlich begabte Pat soll den Fall aufklären.
In dem Roman werden wahre historische Begebenheiten und Fantasie miteinander verwoben.
Leider ist dem Autor dies aus meiner Sicht nicht besonders gut gelungen. Gleich im Teil ein, nach Abschluss der Rahmenhandlung werden eine Vielzahl von Personen eingeführt, von denen man nicht weiß wer sie sind. Dieses Kapitel war sehr undurchsichtig und anstrengen. Ab dem zweiten Kapitel wird die Handlung dann wieder etwas übersichtlicher, bis dahin muss man sich aber erst mal durchquälen. Sehr seltsam kam mir auch Gus vor, der durch verschiedene Tiere spricht sowie das alternative Ich. Auch dass Pat in den Erinnerungen Marys wie eine ganz normale Person in der Handlung teilnimmt, obwohl sie ursprünglich doch gar nicht dabei war, ist merkwürdig.
Insgesamt kam mir die ganze Handlung sehr konstruiert, stellenweise auch schwer verständlich und langatmig vor. Aus dem Potenzial der Geschichte hätte man sicher mehr machen können. Leider konnte mich der Roman aber nicht wirklich überzeugen. Das Cover hat mir hingegen gut gefallen, anhand des Titelbildes hätte ich mir einen spannenden Abenteuerroman vorgestellt.
Rezensionen von Katzenmicha:
Fäden des Glücks von Marit Warncke
Gelungene Geschichte über einen Neuanfang
Karla,kehrt nach vielen Jahren in ihr Heimatdorf in Mecklenburg-Vorpommern zurück.Sie will das Gutshaus renovieren und verkaufen.Doch schnell wird Karla klar, das mit der Rückkehr die alten Erinnerungen,die Gefühle und ungelöste Konflikte wieder präsend sind.Zumal ihre Jugendliebe Rasmus -ihr beim renovieren des Gutshauses hilft.
Karla enddeckt ihre Leidenschaft fürs Nähen wieder,es scheint als wenn das Gutshaus Karla halten wollte und die nicht mehr in das Großstadt gehen lassen möchte…..
Die Autorin Marit Warncke hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Es machte viel Freude an Karlas Seite alles zu erleben.Das Cover mit der Nähmaschine passt super zu der Geschichte,es sieht so heimelig und frisch aus.Man taucht ab in dieGeschichte und erlebt Karlas Neuanfang sehr gerne 5 Sterne
Rezensionen von LeserinLu :
Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo
Doch keine Satire
Der Roman „Einatmen. Ausatmen.“ beginnt mit einer eher satirischen Ausgangslage: Marlene Buchholz, fachlich brillant, menschlich jedoch schwierig, soll Vorstandsvorsitzende eines großen Konzerns werden und wird dafür in ein Coaching auf ein abgelegenes Schloss geschickt. Dort trifft sie auf Alex Grow, einen gehypten Coach, dessen Methoden für ihn selbst aber so gar nicht funktionieren.
Gerade dieser Einstieg hat mir gut gefallen. Die ganze Coaching-Welt wird zunächst mit Witz betrachtet, die Figuren wirken bewusst überzeichnet und sie treten in unterhaltsame Fettnäpfchen.
Im Verlauf entwickelt sich die Geschichte allerdings in eine andere Richtung, als ich nach der Leseprobe erwartet hatte. Aus der bissigen Satire wird zunehmend ein ernsthafterer Roman über persönliche Entwicklung, Selbstreflexion und die Frage, was im Leben wirklich zählt. Das hat durchaus seinen Reiz, auch wenn ich es etwas schade fand, dass die anfängliche kritische Auseinandersetzung mit der Coaching-Welt im weiteren Verlauf in den Hintergrund tritt. Der Roman liest sich allerdings insgesamt flüssig, die kurzen Kapitel und viele kleine, oft humorvolle Einfälle machen das Lesen angenehm leicht.
Insgesamt ist „Einatmen. Ausatmen.“ eine leichte, unterhaltsame Lektüre, die sich schnell wegliest und mit charmanten, teils skurrilen Episoden punktet. Auch wenn der Roman nicht ganz die satirische Schärfe beibehält, die er zu Beginn andeutet, bleibt er bis zum Schluss eine angenehme und durchaus berührende Geschichte.
Rezensionen von LeserinLu :
Fake Date Me. Neun Hochzeiten zum Verlieben von Michaela Tiedemann
Lockerleicht
Der Roman „Fake Date Me. Neun Hochzeiten zum Verlieben“ ist genau das, was der Klappentext verspricht: eine lockerleichte Romcom mit Witz, viel Tempo und kreativen Einfällen.
Im Mittelpunkt steht Lily, die sich in einem Hochzeitsmarathon wiederfindet. Während ihre Freund:innen als reiche Erben von Event zu Event jetten, kämpft sie mit ihrem im Vergleich knappen Gehalt in München und versucht, irgendwie mitzuhalten.
Durch die immer wieder eingestreuten, ironisch kommentierten Kostenaufstellungen nach den einzelnen Hochzeiten wird schnell deutlich, wie absurd die Kosten der Hochzeiten eigentlich sind. Das hat mich ein bisschen an die Shopaholic-Reihe von Sophie Kinsella erinnert und war für mich eines der unterhaltsamsten Elemente des Romans.
Als Lily auf Thomas von Sternenfels trifft, der nach einem öffentlichen Beziehungsskandal dringend eine Begleitung für die anstehenden Hochzeiten braucht, stellen sie Regeln für ihre vorgetäuschte Beziehung auf. Die Fake-Dating-Prämisse funktioniert hier wunderbar: Die Dynamik zwischen den beiden ist lebendig, die Dialoge sind spritzig, und natürlich stellt sich schnell die Frage, ob aus dem Deal nicht doch echte Gefühle entstehen.
Besonders gefallen hat mir, dass Lily als Figur trotz aller chaotischen Umstände eigenständig bleibt. Sie ist sympathisch, manchmal etwas überfordert, aber immer nahbar und authentisch. Auch die Hochzeitssettings sorgen für viel Abwechslung. Inhaltlich erfindet der Roman das Genre zwar nicht neu, bewegt sich aber sehr sicher innerhalb der bekannten Romcom-Strukturen. Wer überraschende Wendungen sucht, wird sie hier eher weniger finden, dafür aber eine Geschichte, die einfach Spaß macht und sich sehr flüssig liest.
Rezensionen von peppi:
Zeit für meine Träume von Tessa Randau
Zweite Chancen
Es ist eine ruhige, hoffnungsvolle Geschichte über Neuanfang und die Suche nach Vertrauen.
Eine Frau, Ende dreißig , deren Lebensträume nach einer Trennung wie ein Kartenhaus zusammenfallen, trifft auf ein Seniorentrio, das ihr neue Perspektiven eröffnet.
Für mich blieb die Figurenzeichnung zu oberflächlich.
Die Charaktere wirkten eher wie Träger bestimmter Lebensbotschaften. Mir fehlten die Tiefe und die Widersprüche echter Menschen. Besonders die Senioren Lotte, Anita und Johann hätten mehr individuelle Konturen verdient.
Obwohl nach meinem Empfinden das Buch bei der Figurenzeichnung hinter seinen Möglichkeiten blieb, hat es eine Wirkung, die tröstlich ist. Es ist eine Erzählung die Mut machen will. Es regt an selbst Innezuhalten und sich vielleicht auch zu fragen, welche Türen man selbst wieder öffnen möchte.
Rezensionen von clematis:
Wer hat den Teufel an die Wand gemalt? von Rolf-Bernhard Essig
Von A (und O) bis Z wie Zwickmühle
Heute kann ich aus dem Nähkästchen plaudern, denn ich habe ein großartiges Werk aus dem Verlag Duden in Händen, ein ebenso informatives wie spannendes und unterhaltsames Buch über Redensarten, deren Bedeutung und Herkunft – Wer hat den Teufel an die Wand gemalt?
In wunderschönen Farben - Schwarz, Weiß, Grün - gehalten, präsentiert sich dieser 288 Seiten starke Ratgeber, welcher über 700 Einzelnachweise liefert.
Wie es sich für einen Duden gehört, erfolgt die Reihung der Redensarten alphabetisch, wobei jedem Buchstaben ein eigenes toll illustriertes Deckblatt vorangestellt ist. Auch sonst weisen grüne Lettern und ein passender Seitenrand dem Leser den Weg, um bei einer gezielten Suche rasch fündig zu werden. Zwischen den einzelnen überaus informativen Artikeln sind außerdem noch Anekdoten eingestreut, die etwa biblische oder mittelalterliche Wendungen erläutern, nicht zuletzt geht es um den Einfluss des Englischen oder um Tierisches. Die Gesamtgestaltung besticht durch Übersichtlichkeit und präzise Darstellung, sodass man das Buch sehr gerne von A bis Z durchkostet, ebenso gut eignet sich der grüne Teufel an der Wand aber auch als Nachschlagewerk, wenn einem einmal eine Wendung nicht geläufig ist. Ab sofort kann hier jederzeit Abhilfe geschaffen werden.
Egal, ob man sich einfach gerne mit Sprache beschäftigt oder ob man schlagfertig mit passenden Redensarten punkten will, hier entdeckt wohl jeder Leser Altbekanntes aus einem vielleicht anderen Blickwinkel oder völlig Neues, das einen überraschen kann. Jedenfalls muss sich dieses Buch nicht mit fremden Federn schmücken, sondern ist sehr gelungen, so, wie es ist!
Rezensionen von Julchentim:
Dire Bound von Sable Sorensen
Zwischen Macht, Geheimnissen und Verrat
Das Buch hat mich von Anfang an sehr schnell reingezogen. Der Schreibstil ist flüssig, leicht zu lesen und sorgt dafür, dass man zügig durch die Seiten kommt. Gerade in der zweiten Hälfte entwickelt sich ein starker Lesesog, weil die Handlung immer weiter an Tempo zunimmt.
Inhaltlich bewegt sich die Geschichte klar im Romantasy-Bereich und greift einige bekannte Elemente auf.
Vieles war für mich früh absehbar, besonders bestimmte Entwicklungen rund um die Figuren und ihre Rollen. Das hat mich aber weniger gestört als gedacht, weil die Umsetzung größtenteils stimmig ist und gut funktioniert.
Was mir gut gefallen hat, ist, dass die Handlung über die reine Liebesgeschichte hinausgeht. Es geht auch um Macht, Herkunft, politische Strukturen und ein größeres Mysterium, das sich nach und nach aufbaut. Dadurch entsteht mehr Tiefe und man bekommt das Gefühl, dass im Hintergrund noch deutlich mehr passiert.
Bei den Figuren bin ich etwas zwiegespalten. Die Protagonistin macht eine klare Entwicklung durch und wächst im Laufe der Geschichte in ihre Rolle hinein, auch wenn mir einige Schritte etwas zu schnell gingen. Besonders ihre Sturheit und Entscheidungen haben mich zwischendurch genervt, gleichzeitig sind sie aber auch nachvollziehbar.
Die Dynamik zwischen den Figuren ist unterschiedlich stark ausgearbeitet. Einige Beziehungen entwickeln sich sehr interessant, vor allem dort, wo Vertrauen und Zusammenarbeit im Vordergrund stehen. Andere wirken dagegen phasenweise zu stark von körperlicher Anziehung oder äußeren Umständen geprägt. Gerade im Romance-Anteil waren mir manche Szenen zu häufig und haben eher den Spannungsaufbau unterbrochen, als ihn zu unterstützen.
Ein Punkt, der mir ebenfalls aufgefallen ist, ist das Tempo. Gerade im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse teilweise. Das sorgt zwar für Spannung, lässt aber wenig Raum, um einzelne Entwicklungen wirklich wirken zu lassen. Hier hätte ich mir stellenweise etwas mehr Zeit gewünscht.
Positiv hervorheben möchte ich die vielen Hinweise und kleinen Details, die im Verlauf der Geschichte gestreut werden. Auch wenn man einiges früh ahnt, ergibt sich am Ende ein rundes Gesamtbild.
Insgesamt hat mich das Buch trotz einiger Schwächen gut unterhalten. Es liest sich schnell, bleibt durchgehend spannend und bietet genug offene Fragen, um neugierig auf die Fortsetzung zu machen. Ich bin aktuell etwas zwiegespalten, weil sich die Geschichte teilweise in eine recht klassische Richtung bewegt, möchte aber trotzdem wissen, wie es weitergeht.
Rezensionen von Philiene :
Reigen in Triest von Günter Neuwirth
Sommerfrische
Einmal mehr geht es in das Triest der Kaiserzeit. Zurück zu Bruno Zabini.
Diesesmal verbringt er zusammen mit seiner Freundin Louise und zwei befreundeten Paaren ein paar Tage in Louises Landhaus. Die drei Paare verbringen ein paar unbeschwerte Tage und merken dabei nicht das sie beobachtet werden.
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Dieses Buch unterscheidet sich ein wenig von den Vorhergegangen. Es geht diesesmal sehr ins Private und ich würde es fast als sinnlich bezeichnen. Die eigentlich komplizierte Kombination ist wunderbar beschrieben und die ganze Atmosphäre hat mir gut gefallen.
Günter Neuwirth hat mich mit auf eine Reise 7n die Vergangenheit genommen und dabei eine Mischung aus einer knisternden Urlaubsgeschichte und einem spannenden Roman geschrieben der mich wieder einmal überzeugt hat. Ein toller Schauplatz und originelle Charakter, ein Polizist außerhalb der Norm und Frauen die ihrer Zeit weit voraus sind.
Sehr zu empfehlen.
Rezensionen von Emmmbeee:
Unter Wasser von Tara Menon
Freundinnen am und im Wasser
Wenn jemand so wie ich ohne jedes Vorwissen die Seiten dieses Buches zu lesen beginnt, tappt er zuerst im Dunkeln. Andeutungen tun sich hier und da erhellend auf, bis man ahnt, worum sich die Ereignisse drehen. Erst da habe ich auf das genaue Datum geachtet, und der Roman gewann mit einem Mal zusätzlich an Hochspannung.
Auf zwei Zeit- und Ortsebenen, aber durchwoben von Erinnerungen an die Freundin Arielle, die nichts so sehr liebte wie das Wasser, das Meer, das gemeinsame Element der beiden. Es geht dabei um zwei Naturkatastrophen, welche 2004 und 2012 die ganze Welt in Atem hielten und in Trauer stürzten.
Während in den Thailand-Kapiteln nur von Arielle und der Erzählerin Marissa die Rede ist, taucht die verstorbene Arielle auch in jedem New York-Teil auf. So sehr ist sie zu einem Stück ihrer Freundin geworden, dass sie beinahe materiell zugegen ist und Marissa sich ständig fragt: Was hätte SIE in dieser Situation gemacht oder gesagt? Auf den Wirbelsturm Sandy mit seinen Folgen wird nicht weiter eingegangen, aber das ist auch nicht nötig, diese Seite der Story ist viel bekannter als der Tsunami im fernen Osten.
Fast unerträglich spannend wird der Lesestoff, und zum Glück ist das Buch schmal, denn ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Die Sprache ist voller Bilder und Sinneseindrücke, besonders deutlich, wenn der Verzehr von Chilischoten beschrieben wird. Da ist mir selbst fast die Nase ins Rinnen gekommen. Dann wieder erzählt Menon voller Zurückhaltung, wie aus Ehrfurcht vor der Trauer der Hinterbliebenen. Hier ist der Autorin Tara Menon ein großer Wurf gelungen. Bitte, mehr!
Das Coverbild mit seinem Wasserstrudel versinnbildlicht nicht nur eine gewisse Leichtigkeit, Geheimnisse unter Wasser oder auch ein Schwimmvergnügen, sondern ebenfalls die Gefahr, die zu diesem Element gehört. Andrerseits deutet sie das Leben, die Wiedergeburt durch das Wasser in zarter Weise an. Nicht zuletzt ist dieser Roman ein Appell an alle Menschen, sich um unsere Erde und unseren Lebensraum in noch stärkerem Maß zu bemühen.











