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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von spozal89:

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Botanic Hearts von Melanie Sweeney

zwischen Pflanzen und Büchern

Tatsächlich habe ich ein bisschen länger gebraucht um mit "Botanic Hearts" von Melanie Sweeney fertig zu werden. Zum einen lag das daran, dass mich die gegenderte Schreibweise leider im Lesefluss sehr gestört hat und zum anderen an der eher sehr ruhigen und fast schon poetischen Schreibweise.

Mir hat es aber sehr gefallen, dass die Story ruhig war und die Liebesgeschichte sich sehr langsam entwickelt hat.

In beide Charaktere konnte man sich gut hineinfühlen und ich mochte sowohl Tansy, als auch Jack sehr gerne. Den Storyverlauf fand ich sehr gut. Den doch sehr extremen Hurrikan, dann die Zerstörung der Bibliothek, dann der Umzug in den botanischen Garten und die vielen Probleme und Sorgen, mit denen die Protas zu kämpfen haben, war sehr realistisch beschrieben. Trotz allem kamen dann aber auch die emotionalen, romantischen Gefühle bei mir an.

Das Cover ist genauso ruhig wie die Geschichte selbst und gefällt mir deshalb auch sehr gut.

Alles in allen, ein Buch, welches ins Herz geht und das ich auf jeden Fall empfehlen kann.

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Botanic Hearts

Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

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Slopeside von Runa Elodie Doe

Mega Auftakt

Dies ist mein erstes Buch von Runa Elodie Doe und ich bin sehr neugierig in das Buch gestartet.
Erst einmal möchte ich vorweg nehmen, dass mich der Schreibstil der Autorin direkt angesprochen hat : klar und flüssig hat sie mich ab Seite 1 in ihren Bann gezogen und ich habe mich beim Lesen mit ihrer Geschichte sehr wohl gefühlt.

Die Charaktere des Buches sind sehr ausdrucksstark dargestellt und haben mich einen sehr guten Bezug zu ihnen aufbauen lassen, so dass die Geschichte lebendig wird und das Lesen wirklich Spaß macht – ich hab mich sehr abgeholt gefühlt.
Stimmungen zu beschreiben gelingt der Autorin perfekt – ich konnte die dunkle, faszinierende Atmosphäre gut fühlen und hatte so auch immer ein klares Bild vor Augen. Der Spannungsbogen wird hier bis zum Ende des Buches gehalten, es gibt keine langatmigen Strecken und ich muss sagen, mich hat die Geschichte wirklich sehr gefesselt.
Emotional, fesselnd und düster – so bin ich durch das Buch gekommen und möchte es von Herzen gerne empfehlen. Mir hat das Buch so viel Spaß gemacht, dass ich es nun kaum abwarten kann, den nächsten Teil zu lesen !

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Slopeside

Rezensionen von LeserinLu :

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Slow Dance von Rainbow Rowell

Geheimtipp

„Slow Dance* ist war für mich die perfekte Romcom und ich wundere mich, dass das Buch nicht bekannter ist. Die Geschichte von Shiloh und Cary, die in der Highschool unzertrennlich waren und sich nach vierzehn Jahren Funkstille plötzlich wieder gegenüberstehen, lebt von den sympathischen, komplex gezeichneten Charakteren, die deshalb auch ohne Klischees auskommen.

Shiloh heiratet nach dem College und bekommt Kinder, nach ihrer Scheidung muss sie mit zwei kleinen Kindern zurück zu ihrer Mutter ziehen. Auch Cary tritt nicht als idealisierter Romcom-Held auf, sondern als Mensch mit Vergangenheit, Unsicherheiten und unerledigten Gefühlen. Was mir besonders gefallen hat: Die Anziehung zwischen den beiden entwickelt sich ruhig, aber konstant – ohne aufgesetztes Drama, dafür authentisch und glaubhaft beschrieben.

Neben den romantischen Momenten gibt es viele witzige, geistreiche und zeitgeistige Passagen, die dem Roman Leichtigkeit verleihen. Gerade diese Balance aus Herz, Humor und einfach guter Unterhaltung macht *Slow Dance* für mich zur perfekten Romcom. Die Frage „Kriegen sie sich endlich?“ trägt einen durch das ganze Buch, ohne je ermüdend zu werden. Für mich ist dieser Roman ein echter Geheimtipp: warmherzig, unterhaltsam und überraschend tiefgründig – und ich wundere mich wirklich, dass er nicht viel bekannter ist.

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Slow Dance

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Hoffnung und Skepsis von Jamil Zaki

Es gibt Hoffnung - die Menschen sind besser als gedacht

In den letzten Jahren hört man es überall: die Menschen würden immer weniger sozial werden, immer vereinzelter, immer schlechter. Man könne niemandem mehr vertrauen. Früher - wann auch immer das gewesen sein soll - sei alles besser gewesen. Weit verbreitet scheint eine zynische Haltung gegenüber anderen Menschen zu sein, geprägt von Misstrauen und Angst.

In diesem Buch geht der Autor, ein in der Forschung tätiger Psychologe, erst einmal auf die Definition des modernen Zynismus ein, der sich von den griechischen Kynikern, auf die das Wort zurückgeht, deutlich unterscheidet, und unserer Psyche und dem Kontakt mit anderen Menschen stark schadet. Wer eine zynische Einstellung zu anderen Menschen hat, geht davon aus, dass diese unehrlich und böse seien, und scheut tiefer gehende Verbindungen. Dabei zeigt Mail Zaki in seinem Buch anhand vieler Studienergebnisse auf, dass die Menschen weit besser sind, als sie voneinander annehmen: so wird systematisch stark unterschätzt, wie viele scheinbar verlorene Geldbörsen, in denen sich die Kontaktdaten des Eigentümers befinden, von den Findern an diesen zurückgegeben werden.

Auch gehen Collegestudierende davon aus, dass es sehr schwierig sei, mit anderen Studierenden in Kontakt zu kommen, weil die meisten dafür nicht offen seien - während wiederum fast alle von sich selbst sagen, sich Kontakte mit anderen zu wünschen, und sich auch experimentell zeigt, dass die meisten für Gespräche offen sind. Diese Haltung zeigt sich in vielen Bereichen: Kriminalitätsraten werden etwa stark überschätzt, auch wenn sie tatsächlich in vielen Regionen in den letzten Jahrzehnten deutlich zurückgegangen sind.

Dieser verbreitete Zynismus schadet uns auf vielen Ebenen: er macht die Menschen einsamer, kränker, unverbundener. Leider wird diese Einstellung von vielen Medien noch geschürt, um ihre Auflagen- und Clickzahlen zu erhöhen. Dabei weiß man aus der Forschung, dass die Einstellung, die Menschen entgegen gebracht ist, enorm wichtig für deren Entwicklung und Selbstbild ist. Das gilt für Kinder und Jugendliche genauso wie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen: Menschen, denen misstraut wird, entwickeln sich wesentlich schlechter und verhalten sich deutlich unehrlicher und krimineller, als solche, denen mit einem positiven Menschenbild begegnet wird.

In diesem Buch finden sich also viele Ansätze dafür, wie wir zynische Einstellungen hinterfragen und ein hoffnungsvolleres, und dabei gleichzeitig nicht naives, realistischeres Menschenbild entwickeln und dadurch positive Beziehungen zu unseren Mitmenschen aufbauen können. Es ist möglich, skeptisch und wachsam zu bleiben, ohne dabei zynisch und abwertend zu werden, und insgesamt eine hoffnungsvolle und offene Einstellung zu kultivieren, ohne blinde Naivität. Dafür zeigt dieses inspirierende und interessante Buch viele Beispiele auf.

Besonders schätze ich auch das wissenschaftlich sehr sorgfältige Vorgehen des Autors. Nicht nur beruhen alle seine Aussagen auf wissenschaftlichen Studien, sondern im Anhang findet sich - zusätzlich zu praktischen Anwendungstipps für das persönliche Leben - eine fundierte Einstufung der präsentierten Ergebnisse danach, als wie stark gesichert diese in der Wissenschaft momentan gelten (viele oder weniger Studien, die diese belegen, eindeutige oder eher widersprüchliche Ergebnisse).

Das Buch ist sicher für alle, die sich für Psychologie interessieren und in diesem Bereich Vorwissen haben, besonders interessant, kann aber aufgrund seiner zugänglichen Schreibweise mit vielen Beispielen auch gebildeten Laien empfohlen werden.

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Hoffnung und Skepsis

Rezensionen von Miro:

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Kingdom of crystal Hearts von Sina Brings

Edelsteinmagie

Im Königreich Brillant gibt es unermesslichen Reichtum und unbändige Armut. Der Adel lebt in Saus und Braus völlig auf Kosten des gemeinen Volks, das nie genug zu Essen hat auf gerade mal so ein Dach über dem Kopf.

Die Menschen werden gezwungen in den Minen zu schuften und Bedingungen, die vielen den Tod bringen.

Auch Elodie's Eltern sind in den Minen umgekommen und sie und ihre Schwester konnten bei den Rebellen Unterschlupf finden. Als auch noch Elodie's Schwester spurlos verschwand, begann Elodie aktiv bei den Rebellen mitzuarbeiten. Ein Attentat auf die Königin und den Prinzen war geplant.

Doch alles kam anders. Durch Zufall zeigte sich, dass Elodie Magie wirken kann und das kam der Königin sehr gelegen für ihre Pläne. Elodie sollte ihre Kräfte im geheimen wirken, um die als die Macht des Prinzen auszugeben, denn nur wer Magie wirken kann, kann König werden.

Sina Brings hat hier eine grausame Welt erschaffen, in der die Gegensätze nicht größer sein könnten. Die Reichen leben in Dekadenz und lassen alle unter sich leiden. Es scheint völlig an Mitgefühl zu fehlen. Den Leuten werden Finger abgetrennt, wenn sie Reste "stehen", um nicht zu verhungern. Es wird gefoltert und geköpft, ohne dabei mit der Wimper zu zucken. Doch es ist auch eine magische Welt mit mystischen Landschaften, fantastischen Tierwesen und mythologischen Bräuchen und Ritualen.

Der Schreibstil ist atmosphärisch dicht und die bildhafte Sprache zaubert das Königreich mit seinen Figuren direkt in die Köpfe der Leser*innen. Der Wechsel aus Beschreibungen und Dialogen macht das Lesen flüssig und spannend. Die Geschichte rast nur so dahin und Elodie kämpft sich durch ein Netz aus Intrigen. Es ist häufig schwer zu erkennen, wem sie wirklich trauen kann.

Mich konnte die Autorin mit dieser Geschichte begeistern. Die düstere Stimmung konnte mich wirklich fesseln und auch die emotionale Ebene kommt nicht zu kurz!

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Kingdom of crystal Hearts

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Der Retter der Mütter von Péter Gárdos

Späte Hommage

Heute gilt Ignaz Semmelweis (1818-1865) als Retter der Mütter und ist auf der ganzen Welt bekannt. Doch zu seinen Lebzeiten wurde er angefeindet, seine Hygienevorschriften ab 1847/48, dass Ärzte NACH Obduktionen und VOR Untersuchungen der Patientinnen sich die Hände mit Chlorkalklösung zu desinfizieren, als teure Zeitverschwendung abgetan.

Obwohl er den direkten Zusammenhang, dass die hohe Mortalitätsrate (phasenweise bis zu 30 %) in der I. Geburtshilflichen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses in Wien (in der II. Abteilung, in der fast ausschließlich Hebammen arbeiteten und keine Sektionen vorgenommen worden sind, lag die Mortalitätsrate unter 1%) nach Anwendung der Hygienemaßnahmen auf knappe 1,2% zurückgehen, beweisen konnte, werden seine Anordnungen von Dr. Johann Klein (1788-1856), seinem Vorgesetzten und Abteilungsleiter, bewusst unterlaufen und nach seinem Abgang aus Wien, wieder abgeschafft.

Semmelweis dokumentiert, forscht, fordert und ist unbequem. Leider vergisst er, für seine Änderungsvorschläge Verbündete zu suchen. Er publiziert seine Erkenntnisse spät (1861), nicht ordentlich und stößt selbst jene Kollegen vor den Kopf, die wie der Kieler Arzt Gustav Adolphe Michaelis (1798-1848) seiner Argumentation etwas abgewinnen können. Mit seiner Forderung nach Händedesinfektion war er seiner Zeit – zwei Jahrzehnte vor Entdeckung der Bakterien als Krankheitserreger durch Robert Koch und Louis Pasteur – weit voraus.

Als er seine Stelle im Wiener Allgemeinen Krankenhaus verliert, geht er nach Budapest und führt dort in der Klinik St. Rochus seinen Kampf gegen das Kindbettfieber beinahe schon zwanghaft weiter, zumal die bei seinem Eintreffen vorgefundenen Zustände noch schlimmer als in Wien waren. So gab es für die Patientinnen keine saubere Bettwäsche.

Das Ende des unbeugsamen Arztes liest sich wie eine geheimdienstliche Verschwörung: Semmelweis wird auf Betreiben seiner Frau Maria (1837-1910), mit der er drei Kinder hat und die ihn um 45 Jahre überleben wird, im Juli 1865 in das psychiatrische Krankenhaus in Wien Oberdöbling eingeliefert. Dort stirbt er rund zwei Wochen später unter bis heute nicht geklärten Umständen. Selbst das Todesdatum wird unterschiedlich angegeben. Angeblich ist er bereits mit einer infizierten Wunde, die eine Sepsis verursacht hat und an deren Folge er verstorben ist, worden. Ist es Ironie des Schicksals, dass der Entdecker der Sepsis (nicht anderes ist das Kindbettfieber) an derselben zu Grunde geht? 1963 werden seine sterblichen Überreste exhumiert. Man stellt multiple Knochenbrüche an Armen und Brustkorb fest. Hat man den unbeugsamen Arzt ermordet?

Meine Meinung:

Dieser historische Roman von Péter Gárdos ist nicht mein erstes Buch über Ignaz Semmelweis. Zuvor habe ich schon die 2015 im Residenz-Verlag erschienene Biografie „In den Händen der Ärzte - Ignaz Semmelweis, Pionier der Hygiene“ von Anna Durnová gelesen. Während sich Durnová intensiv dem Krieg zwischen Semmelweis und seinem Vorgesetzten in Wien Dr. Johann Klein widmet, hat Péter Gárdos eher den Menschen Ignaz Semmelweis im Fokus. Gárdos beschäftigt sich auch mit dem Privatleben Semmwelweis‘ und den wenigen Freunden, die er hat. Hier verquickt er geschickt Fakten wie den Tod seines Freundes Jakob Kolletschka (1803-1847) der an einer Sepsis stirbt, mit fiktiven Charakteren.

Über die Änderung in Semmelweis‘ Wesen kann nur spekuliert werden. Die jahrelangen, zermürbenden Kämpfe können durchaus eine schwere Depression verursacht haben, ebenso könnte eine nicht ausgeheilte Syphilis, die ihm kaum körperliche Beschwerden bereitet hat (obwohl man von Juckreiz und häufigen Blutigkratzen lesen kann), aber eine massive Änderung seiner Psyche herbeigeführt haben. Man wird es wohl nie erfahren.

Den Siegeszug der Desinfektion, die vor allem auf den schottischen Chirurgen Joseph Lister (1827-1912) zurückgeführt wird, der aus den Schriften Semmelweis‘ seine Erkenntnisse zieht und ab 1867 mittels Karbollösung desinfiziert, wird Ignaz Semmelweis nicht mehr erleben.

Als Robert Koch 1905 den Nobelpreis für Medizin erhält soll er in seiner Dankesrede gesagt haben:

„Und auf diesem Weg, der uns verbindet, danke ich tief bewegt einem ungarischen Arzt. Ohne Ignaz Semmelweis wäre ich nie soweit gekommen. Ohne Ignaz Semmelweis wäre die Welt nicht so, wie sie ist. Sagen wir es offen: Semmelweis war einer der größten Ärzte der Welt.“ (S. 246)

Ignaz Semmelweis teilt sein Schicksal mit zahlreichen Ärzten und Wissenschaftlern, die zu Lebzeiten angefeindet, verkannt und erst Jahre nach ihrem Tod ihre Würdigung erfahren.

Dieser historische Roman lässt sich gut lesen. Ein wenig Kenntnis der damaligen Zeit ist für das gesellschaftspolitische Umfeld hilfreich. Wir bewegen uns im Kaisertum Österreich, das 1848 von mehreren Revolutionen, einem schwachen Kaiser Ferdinand, dessen Abdankung und dem Beginn der Regentschaft des erst 18-jährigen Kaiser Franz Joseph I. (1830-1916). Von bahnbrechenden wissenschaftlichen Erkenntnissen will man nichts Genaues wissen. Das ist eben, neben Semmelweis‘ Schwäche beim Publizieren seiner Thesen, genau das Dilemma.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen Roman 5 Sterne.

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Der Retter der Mütter

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Steirerzwist von Claudia Rossbacher

Hier ist wenig, wie es scheint

Abteilungsinspektorin Sandra Mohr ist kaum aus ihrem Urlaub zurück, als man eine tote Joggerin, der die Kehle durchschnitten worden ist, aus der Mur geborgen hat. Die Tote entpuppt sich als Direktorin des 5-Sterne Hotels Wagner, die Sandra Mohr flüchtig gekannt hat. Als wenig später, das LKA ist noch dabei das Umfeld der Toten zu durchleuchten, ein toter Obdachloser mit ähnlichen Verletzungen entdeckt wird, liegt die Vermutung nahe, dass die beiden Morde in einem Zusammenhang stehen, nur in welchem? War Frau Wagner das erste Opfer und der Obdachlose Zeuge der Tat, weshalb er beseitigt werden musste? Oder was es genau umgekehrt?

Chefinspektor Sascha Bergmann und Sandra Mohr ermitteln zügig, finden das Arbeitsklima im Hotel nicht gar so prickelnd und entdecken einige Ungereimtheiten im Leben der Hoteldirektorin wie zum Beispiel einen Unbekannten, der während der Beisetzung kürzlich vom verstorbenen Hoteldirektor Wagner in dessen offene Grab gepinkelt hat.

Wer macht so etwas?

Während der Ermittlungsarbeiten erreicht Sandra Mohr, die nun seit kurzem mit Förster Georg eine neue Liebe hat, die Nachricht ihres kriminellen Halbbruders Mike, dass die gemeinsame Mutter verstorben ist. Sofort spulen in Sandra die Erinnerungen an frühere gewalttätige Auseinandersetzungen mit Mike ab. Gleichzeitig erhält sie dieselben Morddrohungen wie die getötete Hoteldirektorin. Wer versetzt die Ermittlerin hier in Angst und Schrecken?

Wird es gelingen, sowohl die Morde an der Hoteldirektorin und am Obdachlosen als auch die Bedrohung für Sandra Mohr aufzuklären?

Meine Meinung:

In diesem 15. Fall wird wieder in der Landeshauptstadt Graz ermittelt, nachdem schon zuvor in allen Bezirke der Steiermark verübte Verbrechen aufgeklärt worden sind. Der Kriminalfall ist komplex, denn das Motiv ist zu Beginn an völlig unklar. Dass der Sohn der Ermordeten, den von seiner Mutter entlassenen Angestellten wieder in seine Funktion einsetzt, ist auch eines der Puzzlesteinchen, die noch an die richtige Stelle gelegt werden müssen, um die Verbrechen aufzuklären.

Dieser Fall für Sandra Mohr und Sascha Bergmann ist voraussichtlich die letzte gemeinsame Ermittlung, wie Autorin Claudia Rossbacher im Nachwort erklärt. Allerdings könnte mit Elena eine neue Kollegin an der Seite von Bergmann ermitteln. Man wird sehen, ob die Reihe irgendwie weitergeht. Für Sandra Mohr scheint die Autorin ein Ausstiegsszenario vorbereitet zu haben. Ich kann das gut verstehen, einerseits muss sie sich gegen den aus Wien zugezogenen Macho Bergmann behaupten, was einiges an Kraft kostet, andererseits ist ihr Privatleben bis jetzt ein stetes auf und ab. Mit Georg scheint es einen Lichtblick zu geben, weshalb sie das zarte Pflänzchen hegen und pflegen möchte. Auch die persönlichen Angriffe, sei es durch ihren kriminellen Halbbruder oder durch anderes Gelichter, nagen an schwer an ihr, daher ist ihr eine Auszeit zu gönnen. Vielleicht kommt sie ja doch wieder zurück. Mich würd’s freuen.

Ich mag es ja, wenn an Orten ermittelt wird, die ich gut kenne. Im April 2025 war ich anlässlich meines Geburtstags eine Woche in Graz und bin, wie Sascha Bergmann, die Stufen auf den Grazer Schlossberg hinauf geschnauft und habe auf die wunderschöne Dachlandschaft der Grazer Altstadt hinuntergeschaut. Zudem verströmt die Stadt mit seinem milderen Klima und ihrer gepflegten Altstadt ein ähnlich südliches Flair wie Meran.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem komplexen Krimi wieder 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Steirerzwist

Rezensionen von brauneye29:

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Kleopatra von Saara El-Arifi

Interessant

Zum Inhalt:
Kleopatra war die letzte altägyptische Königin und Pharaonin, aber sie war auch Ehefrau und Mutter. Und sie war mächtig. Ihr Tod sagenumwoben, ihr Leben unglaublich. Schon mit neunzehn Jahren übernahm sie den Thron ihres Vaters, damals ahnt sie noch nicht, was ihr das alles abverlangen wird.

Meine Meinung:
Was ich an dem Buch so richtig gut fand, war dass man quasi Kleopatra eine Stimme verliehen hat, denn die Geschichte wird aus ihrer Warte geschrieben, ob nun alles stimmt, bleibt dahin gestellt, aber darauf kam es mir auch gar nicht so an. Denn das Buch und Kleopatras Geschichte war einfach gut erzählt. Man bekam einen Einblick wie hart, aber auch wie zerbrechlich sie gewesen sein könnte. Wieviel Schicksale sie ertragen musste, aber auch selbst ausgelöst hat. Kleopatra ist eine faszinierende Gestalt und wird es auch sicher bleiben.
Fazit:
Interessant

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Kleopatra

Rezensionen von Nicole (Abby1810):

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Uns führt der Mut von Sylvia B. Barron

Historisch, kämpferisch, christlich und bewegend

Das ist nun der zweite Roman, welchen ich von Sylvia Barron gelesen habe. Dieser gefällt mir sogar besser als der Erste.

Emma ist eine emanzipierte und tolle junge Frau. Sie ist die Buchhalterin im eigenen Familienunternehmen Otto Kaiser AG. Jedoch geht es der Firma, welche Schokoladenformen herstellt, finanziell nicht gut.

Als das Unternehmen die Vorgaben des Kreditvertrages nicht mehr erfüllen kann, droht die Insolvenz. In Deutschland herrscht allgemein eine finanzielle Krise, denn die Weltwirtschaftskrise von 1929 trifft auch Deutschland. Da trifft Emma auf Franz, dessen Vater ein reicher Fabrikantensohn ist wieder. Er ist charmant und umgarnt Emma. Jedoch sympathisiert er mit den Nazionalsozialisten. Ob Emma sich auch davon überzeugen lässt, dass die NSDAP die bessere Wahl ist?

Als sie eines Tages in der Straßenbahn Max, einen jungen, sympathischen, aber armen Mann kennenlernt, ist Emma verwundert ihn plötzlich in der Fabrik zu sehen. Er hat das Gewisse Etwas, Emma kann nicht konkret sagen was, aber Max scheint jedenfalls im Bereich Marketing sehr talentiert zu sein. Ob Max es schafft Eindruck bei der Tochter seines Chefs zu schinden?

Sylvia Barron schreibt sehr talentiert und gefühlvoll.

Die Autorin schafft es sehr gekonnt die damalige Stimmung der Bevölkerung den Nazionalsozialisten gegenüber zu transportieren. Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit, der Armut und des Hungers, haben sich viele Menschen dazu verleiten lassen, das Kreuz bei der Wahl an der falschen Stelle zu setzen. Sylvia Barron beschreibt die Umstände der Hoffnungslosigkeit und der Kämpfe sehr gut und gefühlsbetont. Dass es dennoch Menschen gab, die sich nicht von der Politik, sondern von Gott- von ihrem Glauben und von ihren Werten führen ließen, entspricht der Wahrheit und das wird hier sehr bildhaft und authentisch beschrieben. Der Glaube an Gott zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch, das hat mir sehr gut gefallen.

Die Protagonisten wirken lebensecht, und ihre Gefühle, Kämpfe und Verzweiflungen sind sehr realistisch nachempfunden. Absolute Leseempfehlung meinerseits und ich kann es kaum erwarten den zweiten Teil dieser hervorragenden Familiensaga zu lesen.

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Uns führt der Mut

Rezensionen von clematis:

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Die Farbe von Schneeflocken von Larissa Schira

Weihnachtszauber

In der Kinderklinik treffen Letti und Matteo aufeinander, allerdings nicht als Patienten, sondern als freiwillige Helfer – wobei Matteo allerdings nicht ganz so freiwillig dabei ist. Mitten in den Vorbereitungen für ein zauberhaftes Weihnachtsfest im Krankenhaus muss die 16jährige Letti erfahren, was der wahre Grund für Matteos Anwesenheit ist, die anfängliche Zuneigung zu dem um ein Jahr älteren Burschen verflüchtigt sich im Nu.

Nicht nur ihre unterschiedlichen Lebenswelten, sondern auch diese Geheimniskrämerei droht alles an den neuen Gefühlen zu zerstören.

Mit wunderbaren Perspektivwechseln zwischen Lettis und Matteos Sicht und hübschen Symbolen zu den Kapitelanfängen weckt Larissa Schira recht schnell die Neugierde auf die Geschehnisse in dieser vorweihnachtlichen Geschichte. Während Letti aus einer scheinbar heilen Familie ausbrechen möchte und daher den Freiwilligendienst in der Kinderklinik antritt, bleibt Matteos Motiv noch unklar. Fest steht jedoch, dass es vielschichtige Spannungsfelder gibt, sei es Lettis Ablehnung jedweden Weihnachtstrubels während Matteo munter Last Christmas vor sich hinträllert, seien es die konträren Herkunftsfamilien, aus welchen die beiden Teenager stammen. Aber nicht nur untereinander, auch innerhalb ihres ganz persönlichen Umfeldes bauen sich die dunkel dräuenden Wolken langsam zu einem Gewitter auf. Ob da der Weihnachtsmann oder das Christkind noch helfen können?

Viele sympathische Figuren müssen (fast zu) viele Probleme auf einmal lösen. Mit einem empathischen und warmherzigen Schreibstil lässt die Autorin Kinderherzen höher schlagen und erwartungsvolle Augen leuchten, nicht nur bittere Medizin, sondern auch Liebe, Zuversicht und Hoffnung können heilen. Ein Roman über Mut und Vertrauen, besonders für junge Leser.

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Die Farbe von Schneeflocken