Icon Kontrast wechseln
Logo Wagnersche Buchhandlung

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Thaliomee:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Das White Octopus Hotel von Alexandra Bell

Magisch

Dieses Buch hat mich gefesselt und irgendwann nicht mehr losgelassen. Es beginnt mit Eve, die eigentlich keine anderen Menschen mag und sich von niemandem verstanden fühlt. Dass sie ein Tattoo hat, dass sich selbstständig bewegt und über ihren Körper wandert hilft dabei nicht gerade, normal auf andere zu wirken.

Sie hat eine tragische Geschichte hinter sich, als sie noch ein Kind war starb ihre Schwester bei einem Unfall. Eve gibt sich selbst die Schuld daran.
Eines Tages bekommt sie Besuch von einem alten Mann, der – wie ihr Lieblingskomponist – Max heißt. Max stirbt direkt nach dem Besuch, bittet sie aber ins White Octopus Hotel zurück zu kehren. Das seltsame ist, dass Eve Max weder kennt noch jemals in diesem Hotel war. Eine kurze Recherche ergibt, dass es das Hotel zwar wirklich gab, es aber schon vor ihrer Geburt geschlossen wurde.
Aber ist das immer wiederkehrende Motiv des Oktopus nur ein Zufall? Eve hört Gerüchte über magische Gegenstände aus dem Hotel und sucht schließlich die Ruine auf. Von da an wird es Stück für Stück immer verwirrender, denn in diesem Hotel sind Zeitreisen möglich. Man kann also in einer Vergangenheit, an die man sich nicht erinnert, Dinge ändern, die in der Zukunft passieren. Da Menschen altern, aber in der Zeit zurück reisen können sind die Personen dabei irritierenderweise in der Vergangenheit manchmal älter als in der Gegenwart.
Parallel erfahren wir mehr über Max, dessen Jugend ebenfalls von einem harten Schicksal geprägt war. Er musste im Krieg kämpfen und hat viele Freunde im Schützengraben verloren. Auch er gibt sich an einigen Ereignissen die Schuld. Nicht zuletzt daran, dass er überlebt hat.
Es ist also nicht nur ein magisches Fantasy-Buch, sondern auch stellenweise eine traurige und erdrückende Geschichte. Insgesamt aber eine perfekte Mischung, die Autorin Alexandra Bell hat so plastisch und phantasievoll geschrieben, dass es einfach nur Spaß macht, Eve ins White Octopus Hotel zu begleiten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Thaliomee
Das White Octopus Hotel

Rezensionen von Gavroche:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Der Schrein der Könige von Sabine Weiß

Nicolaus von Verdun

Goldschmied Nicolaus verlässt nach einem schweren Schicksalsschlag mit seinen drei Kindern Louis, Anne und dem kleinen Bastien seine Heimat Verdun, um in Köln einen Schrein für die Gebeine der Heiligen Drei Könige anzufertigen. Angekommen in Köln wird er jedoch nicht bereits freudig erwartet, sondern muss sich den Auftrag erkämpfen.

Wichtig ist dabei die Figur des Jilles, ein Geistlicher, der dem Erzbischof direkt unterstellt ist.
Über den Erschaffer des Schreins ist nicht viel mehr als sein Name bekannt, so dass die Autorin hier freie Hand hatte und geschickt Fiktion und historische Fakten miteinander verbunden hat. So hat sie uns auch das alltägliche Leben in Köln an der Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert näher gebracht, aber auch die Politik des Reiches, Kreuzzüge und die Bedeutung von Reliquien. Und immer wieder auch die Goldschmiedearbeiten.
Lebendige Geschichte und ich habe nun Lust bekommen, mal wieder nach Köln zu fahren, um mir den Schrein - nun mit anderen Augen - anzusehen.
Lediglich am Ende haben sich meiner Meinung nach die Ereignisse überstürzt, hier hätte ich mir anderes gewünscht, aber insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich habe es gerne gelesen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gavroche
Der Schrein der Könige

Rezensionen von verhei:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Trügerisches La Rochelle von Jean-Claude Vinet

Turbulenzen im Offshore-Windpark

Auf der Baustelle eines Offshore-Windparks nahe Rochelle wird ein Toter gefunden – Unfall, Selbstmord, Mord es ist nicht ganz klar. Commissaire Chevalier wird von seiner beschaulichen Arbeit mit seinem Schwager zum Einsatz auf dem Installationsschiff gerufen. Hier begegneter er einer eingeschworenen Crew, die durch die Distanz zum Festland isoliert ist, ist man doch einige Wochen am Stück auf dem Installationsschiff – ohne Empfang.

Bald ist klar, dass es kein Unfall sein kann- trotz stürmischer See. Doch wer ist der Täter, er muss sich doch noch auf dem Schiff befinden.

Die Erzählung folgt dem klassischen Whodunit Prinzip der Kriminalromane: Ermittlungen des Teams um Commissaire Chevalier verlaufen in klassischer Polizeimanier. Man verfolgt Spuren, sucht Motive, landet in Sackgassen und wird durch so manche Entwicklung überrascht. Besonders spannend ist dabei die Tatsache, dass sich der Täter an Bord dieses Installationsschiffes befinden muss.

Neben der Hauptermittlung taucht man auch in einem gewissen Maße in das Privatleben des Ermittlerteams ein. Man lernt einerseits ein doch entspannteres Privatleben des Commissaires kennen, andererseits aber auch private Ermittlungen in der eigenen Familiengeschichte. Damit lernt man den Ermittler auch von einer anderen Seite kennen und lernt ihn sehr zu schätzen.

Der Schreibstil des Autors ist angenehm und auch sehr bildhaft. Man nimmt die geschilderte Atmosphäre in der wundervollen Stadt Rochelle gut war, ein maritimes Lebensgefühl, dass gleich Urlaubslüste weckt. Aber auch der Windpark und die technischen Details sind detailliert, aber auch verständlich dargestellt, so dass man auch gleich etwas fürs Leben lernt. Gelungen fand ich, wie das alles miteinander verknüpft wurde.

Für mich war dies der erste Roman aus dieser Krimiserie. Auch wenn dieser ohne Probleme für sich alleine gelesen werden konnte, werde ich bei Gelegenheit die restlichen Bände ansehen, um besser in die Geschichte um den Commissaire einzutauchen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von verhei
Trügerisches La Rochelle

Rezensionen von Gavroche:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Die Rätsel meines Großvaters von Masateru Konishi

Literarische Kriminalfälle

Leider kenne ich den ersten Teil dieses so charmanten Buches nicht, aber ich glaube, das muss ich unbedingt bald ändern. Einiges wird zwar in diesem Buch angesprochen, aber nicht so viel.
Kaede ist bei ihren Großeltern aufgewachsen, die Großmutter ist mittlerweile verstorben und der Großvater ist dement, hat aber noch ausreichend wache Momente, in denen er mit großem Scharfsinn Kriminalfälle löst.

Und das Besondere an diesem Buch ist, dass es sich eben um „literarische“ Fälle geht. Besonders gut haben mir die Verweise auf Hitchcock gefallen; da waren es aber vor allem die auf die Verfilmungen, aber es gibt auch Hinweise auf Bücher.
Kaede ist ein liebevoller Charakter; sie macht sich viele Gedanken und achtet die Freundschaft hoch.
Die Fälle betreffen manchmal sie und ihre Freunde, manchmal nicht. Es gibt abgeschlossene Teile, andere sind es nicht.
Ein ganz charmanter, aus meiner Sicht typisch japanischer Erzählstil und Einblicke in den Alltag runden die Geschichte(n) ab.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gavroche
Die Rätsel meines Großvaters

Rezensionen von Claudia R.:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Das Leben fing im Sommer an von Christoph Kramer

leicht und locker

Klappentext / Inhalt:

Weltmeister, TV-Liebling und jetzt auch SPIEGEL-Bestsellerautor
Fußballweltmeister Christoph Kramer schreibt über einen Sommer, der alles verändert. Sein erstes Buch ist ein nostalgischer, vibrierender Coming-of-Age-Roman über Freundschaft, das Gefühl von Freiheit – und darüber, wie man zum ersten Mal spürt: Das hier ist mein Leben.

Es ist der Sommer 2006, ein Hitzerekord jagt den nächsten, die WM verändert das Land, Deutschland ist im Fußballfieber. Der 15-jährige Chris verbringt die Abende mit seinen Freunden auf dem Dach der alten Scheune und verschläft die heißen Tage im Freibad. Er will Fußballprofi werden, aber vor allem will er eins: endlich cool sein. Chris ist ein Teenager wie jeder andere auch, auf der Suche nach sich selbst.
Dann passiert das Unfassbare. Debbie, das schönste Mädchen der Schule, interessiert sich ausgerechnet für ihn. Es beginnt eine emotionale Achterbahnfahrt, bei der Chris alles wagt und doch nie vergisst, was eigentlich wichtig ist: Freundschaft und die Gewissheit, wirklich zu leben.

Cover:

Das Cover finde ich von der Farbgebung und Umsetzung sehr interessant gestaltet und hat so auch meine Interne und Aufmerksamkeit erweckt. Man erkennt eine Silhouette auf einem Sprungturm und der Titel bzw. das Ganzen ist einen großen Glanz, was vermutlich die Sonne oder den Mond darstellen soll, gehüllt. Einerseits ist es recht einfach gehalten und andererseits macht es zugleich auch neugierig und die Umsetzung weckt auf jeden Fall die Neugier. Man kann so einiges hinein interpretieren und auf jeden Fall finde ich das Cover interessant und auch farblich recht gut abgestimmt.

Meinung:

Leicht und locker, zuweil kurzweilig lesbar und einfach gut für Zwischendurch. Christoph Kramer war mir nur wenig ein Begriff, da ich es mit Fußballer Namen nicht so habe, aber bei der Recherche konnte ich dann so einiges verbinden und so erklärte sich dann hier so einiges. Man bekommt Einblicke in die Zeit und das Leben von Chris 2006. Fußball, Liebe und damals schien alles möglich. Mit einer Leichtigkeit erzählt Chris davon und man bekommt so einige Einblicke. Was genau sich so zugetragen hat und was fantasievoll hinzugefügt wurde ist nicht ganz klar, denn es handelt sich hier keineswegs um eine Biografie, sondern den ersten Debütroman von Christoph Kramer und so liegt es im Auge des Betrachters, das Ganze einzuordnen.

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich mit genaueren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist gut und flüssig und schnell findet man sich hinein. Die Ich-Perspektive macht es nah und spürbar. Manche,al fehlt mir jedoch ein wenig die Tiefe und die Emotionen. Die Beschreibungen sind detailreich und bildlich und auch die verschiedenen Szenen werden gut beschrieben. Ein Blick in einen besonderen Sommer für Chris.

Leicht und locker lesbar und man erhält sehr schöne Vibes. Es lässt sich kurzweilig lesen und ist gut für Zwischendurch, einfach zum Abschalten.

Die einzelnen Abschnitte sind zum Teil etwas länger. Die Anfänge aber gut erkennbar und auch von sich recht gut strukturiert. Gliederung und Gestaltung sind gut. Alles in allem ein schönes und einfaches Buch für Zwischendurch. Mir hat es gut gefallen.

Fazit:

Leicht und locker, zuweil kurzweilig lesbar und einfach gut für Zwischendurch.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia R.
Das Leben fing im Sommer an

Rezensionen von Claudia R.:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

DAS VERMÄCHTNIS von Uwe Rademacher

bewegender Krimi

Klappentext / Inhalt:

Ein packender Thriller, der die NS-Zeit und die Gegenwart in einem tödlichen Geheimnis vereint.
Ein toter Priester in Duisburg, ein geschändetes Grab und ein mysteriöser Koffer aus dem Jahr 1944 – BKA-Ermittler Jonathan Dawson und seine Kollegin Sascha Brinkmann stehen vor einem Rätsel, das seine Wurzeln in den dunkelsten Kapiteln deutscher Geschichte hat.

Als sich Vatikan, BND und unbekannte Killer in die Ermittlungen einmischen, wird klar: Hier geht es um weit mehr als einen Mordfall.
Während die Ermittler einer Spur von Leichen folgen, führt sie die Suche nach dem verschollenen Koffer zu einem geheimen Nazi-Forschungsprojekt und einem vergessenen Konzentrationslager in Duisburg. In einem Wettlauf gegen die Zeit müssen Dawson und Brinkmann herausfinden, wer in den eigenen Reihen ein doppeltes Spiel treibt und welches tödliche Vermächtnis aus der NS-Zeit zu schützen ist.
Für Fans von Volker Kutscher und Sebastian Fitzek – ein fesselnder Thriller, der meisterhaft historische Fakten mit einer atemlosen Gegenwartsjagd verknüpft und die Frage stellt: Was geschieht, wenn die Vergangenheit niemals ruht?

Cover:

Das Cover zeigt einen alten Cover, der huntergund ansonsten wirkt eher zerknittert und einzig die hell lila Schrift des Titels sticht hervor. Ehrlich gesagt hätte ich hier eher eine andere Farbe gewählt und finde hell lila recht gewagt, aber dies ist ja durchaus Ansichtssache. Ich bin eigentlich ein ziemlicher Cover Käufer und dieses hier wäre vom Cover her, nicht unbedingt meine erste Wahl, da ich den Autor aber bereits kannte, war ich auf diesen Krimi gespannt und wurde nicht enttäuscht.

Meinung:

Es handelt sich hierbei bereits um den dritten Fall auf der Duisburg Krimi Reihe. Diese war mir zuvor nicht bekannt, aber auch ohne Vorkenntnisse kam ich sehr schnell und gut in alles hinein. Die Fälle sind unabhängig voneinander und daher die Bücher auch durchaus gut einzeln lesbar.

Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu bedeckt.

Der Schreibstil ist angenehm, bildlich und sehr gut und flüssig lesbar. Schnell findet man sich in Ereignisse und Charaktere hinein. Der Wechsel zwischen den Perspektiven und Zeiten ist gut gelungen und sowohl die Gegenwart, wie auch die Vergangenheit gut umgesetzt. Die Perspektiven sind gut greifbar und auch in die Charaktere findet man sich sehr gut hinein. Diese sind sehr vielschichtig angelegt und so manche Wendung und Überraschung ist auch hier vorhanden.

Die Kapitel sind teils recht kurz und umfassen nur wenige Seiten, was es sehr spannend und temporeich macht. Die Anfänge sind sehr gut erkennbar und gut herausgearbeitet, durch die Silhouette der Skyline oder einer anderen Symbolik. Auch die Orts- und Zeitangaben sind sehr hilfreich für die Zuordnung. Vorn ist im Inhaltsverzeichnis bzw. Register aller sehr gut verfasst und dieses sehr schön und übersichtlich umgesetzt.

Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen und wurden toll umgesetzt.

Die Geschichte selbst ist sehr spannend und interessant gehalten. Man wird von den Geschehnissen mitgenommen und der Krimi ist sehr nah spürbar. Man ermittelt und erlebt das Ganze förmlich mit und ist an der Seite der Ermittler und der Geschehnisse mit dabei.

Fazit:

Ein spannender und bewegender Krimi, der einen mit nimmt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia R.
DAS VERMÄCHTNIS

Rezensionen von F.H.:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Eine Maus namens Merlin von Simon Van Booy

Geschichte entfaltet sich schön

Es handelt sich hier um ein ganz besonderes Buch. Anfangs lernt man Helen und ihren recht überschaubaren Alltag kennen. Sie erwartet sich nicht mehr viel von ihrem Leben. Sehr gerne hätte ich als Leserin mehr über ihren Mann und ihren Sohn erfahren. Zwar wird schon das eine oder andere Detail preisgegeben und Helen erinnert sich auch an einige Situationen zurück.

Aber mir haben trotzdem noch mehr Infos gefehlt, um ein rundes Gesamtbild der Familie zu haben. Die Geschichte entfaltet sich sehr schön und Merlin hilft Helen dabei, neue Menschen kennen zu lernen. Die Personen sind alle toll beschrieben, man lernt sie gleich gut kennen und sie wachsen einem auch ans Herz: Cecil, Dr. Jamal, die Bibliothekarin und ihr Sohn. Das letzte Drittel des Buches hat mir eindeutig besser gefallen und dass am Ende sogar noch der Nachbar auftaucht, hat mich wirklich überrascht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von F.H.
Eine Maus namens Merlin

Rezensionen von nanu?!:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Lady Grace Mysteries: Giftmord von Grace Cavendish

Mord am Hofe der Königin

Der Königin liegt Lady Grace' Wohlergehen besonders am Herzen und sie findet, es sei nun langsam Zeit, dass die Lady sich verlobt.
Zu diesem Zwecke wird extra ein Fest abgehalten, wobei Lady Grace sich die drei in Frage kommenden Heiratskandidaten anschauen soll. Am Schluss soll sie der Königin ihre Entscheidung verkünden.

Doch bevor Grace dies tun kann, wird einer der Kandidaten ermordet aufgefunden. Ein Täter ist schnell gefunden, doch Grace ist überhaupt nicht von dessen Schuld überzeugt und beginnt Ermittlungen anzustellen.

Es gibt Nachwuchs am Junge-Detektivinnen-Himmel, wobei mir hier diesmal besonders das Setting gefällt.
Lady Grace ist Königin Elisabeth I liebste Hofjungfer. Aus Gründen, die noch näher beleuchtet werden, fühlt sich die Königin für Grace besonders verantwortlich.
So lernt der Leser das Leben am Hofe und die Pflichten einer Hofjungfer kennen. Womit Grace sich die Zeit vertreibt, was ihre Aufgaben als enge Vertraute der Königin sind und überhaupt.
Aber eigentlich ist Lady Grace keine sehr gehorsame Hofjungfer und gerne stiehlt sie sich davon, um interessantere Dinge zu tun.
Schnell begreift Lady Grace, dass irgendwas mit dem Toten nicht stimmen kann. Auf die Hilfe ihrer besten Freunde, dem Dienstmädchen Ellie und dem Akrobaten Masou, kann sie sich verlassen. Die beiden haben Zugang zu den Diensträumen des Hofes und sind sowieso zu jeder Schandtat bereit.
Zusammen werden sie so manches Geheimnis lüften.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Wie auf den Buchdeckeln unschwer zu erkennen ist, hat Lady Grace höchstpersönlich das Buch geschrieben. Hierbei handelt es sich nämlich um ihr Tagebuch, welches sie heimlich unter der Bettdecke schreibt.
Es wird also immer aus Grace Sicht geschrieben, und das oft brühwarm und atemlos, denn sie befürchtet sonst, wichtige Details zu vergessen, wenn sie sie nicht sofort aufschreibt.
Manchmal spricht sie den Leser direkt an und überhaupt, schreibt sie sehr frei und wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Dabei zeigt sich auch ein gewisser Sinn für Humor.
Das Buch wird allen Kindern ab 12 empfohlen.
Ob Lady Grace nun einen dieser schrecklichen Kerle heiraten muss oder nicht, muss jeder selbst herausfinden. Abenteuerlich wird es aber auf jeden Fall und ich freue mich schon, im Sommer, den nächsten Band zu lesen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nanu?!
Lady Grace Mysteries: Giftmord

Rezensionen von Rebecca:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Lightfall 1: Das verlorene Licht von Tim Probert

Neuer Lieblingscomic

Ein wundervolles, fesselndes Fantasy-Abenteuer in Comic-Form. Der Zeichenstil hat mich sofort angesprochen. Besonders gut gefällt mir, wie der Zeichner das Gefühl Angst bei Bea umgesetzt hat. Ich mag die Charaktere - insbesondere unsere Hauptfiguren Bea und Cad - und bin richtig froh, dass der zweite Band schon im Sommer erscheint.

Für Fans von DnD-ähnlichen Abenteuern.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Rebecca
Lightfall 1: Das verlorene Licht

Rezensionen von Tara:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Ultramarin von Ann-Christin Kumm

Atmosphärisch & düster – sehr intensiv

„Ultramarin“ ist das Debüt der in Berlin lebenden Autorin Ann-Christin Kumm.

Wäre da nicht der dramatische Prolog könnte man meinen, dass es sich um einen sommerlichen Urlaubsroman handelt. Aber durch den düsteren Einstieg hatte ich von Beginn an ein ungutes Gefühl.

Die Ereignisse werden aus der Perspektive von Lou geschildert.

Lou, Raf und Nora sind auf dem Weg nach Dänemark. Sie wollen dort ein paar Tage in einem Ferienhaus in den Dünen verbringen. Geplant war ein Urlaub zu viert, aber Sophie sagt kurzfristig ab.
Die Atmosphäre ist angespannt. Während Lou alles versucht um Raf zu gefallen, sich ihm regelrecht unterwirft, geht Raf auf Abstand, verhält sich regelrecht grausam und dass Nora Gefühle für Lou hat, macht die Situation noch komplizierter.

Ann-Christin Kumm beschreibt ihre Charaktere vielschichtig, das ändert aber nichts daran, dass ich sie für mich nicht einfach zu greifen waren. Lous unterwürfiges Verhalten gegenüber Raf war für mich nur schwer nachvollziehbar und Rafs Verhalten - seine Anspruchshaltung und Neigung zur Gewalt gegenüber Lou - habe ich schon beim Lesen als unangenehm und abstoßend empfunden.

Die sommerliche Atmosphäre, das wundervolle Setting am Meer in Dänemark und die damit verbundene Leichtigkeit stehen in einem starken Kontrast zu der anspannten Atmosphäre zwischen den Charakteren. Vieles wird nur angedeutet, wodurch sich die Spannung erhöht.

Obwohl mir einiges nicht aus erzählt erschien und es Brüche in der Handlung gab, hat mich die Mischung aus Melancholie, Manipulation, Begehren und subtiler Spannung überrascht und gefesselt, so dass ich gespannt auf weitere Bücher der Autorin bin.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tara
Ultramarin