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Rezensionen von buchina:

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To Cage a Wild Bird von Brooke Fast

Spannende Dystopie mit etwas Luft nach oben

Endlich mal wieder eine Dystopie. Vor einigen Jahren gab es einen richtigen Hype, der aber nachgelassen hatte. Vielleicht geht es jetzt wieder los.
Die Autorin hat eine Welt geschaffen, bei der nach einer großen Katastrophe die Menschen sich neu orientieren mussten und ein stark hierarchischer Stadtstaat geschaffen haben.

Die Spaltung zwischen Arm und Reich ist enorm, was zu Konflikten führt. Offiziell zur Abschreckung gibt es eine Gefängnisanlage namens Endlock (wie passend), bei der die Menschen nicht einfach nur eingesperrt werden, sondern sie dürfen auf einer dafür vorgesehenen Anlage gejagt werden, gegen ein üppiges Entgelt natürlich. Perfektes System in einer kapitalistischen Gesellschaft, wo das einzelne Leben nichts zählt.
In dieser Gesellschaft wächst Raven auf. Seit dem Tod ihrer Eltern kümmert sie sich um ihren jüngeren Bruder und arbeitet als Kopfgeldjägerin. Als ihr Bruder festgenommen wird und nach Endlock kommt. Versucht Raven auch ins Gefängnis zu kommen, um ihren Bruder zu retten. Dabei muss sie sich auf die Rebellen verlassen und einem Menschen vertrauen, der eigentlich auf der anderen Seite steht.
Brooke Fast ist eine sehr spannende Dystopie gelungen, die zum Teil sehr grausame und menschenverachtende Gesellschaft aufzeigt. Die Szenen im Gefängnis sind sehr realistisch beschrieben. Es war manchmal keine leichte Kost. Die Liebesgeschichte empfand ich persönlich als eher störend und sie hat mich auch nicht so sehr berührt. Ich hätte es spannender gefunden die Dynamik zwischen den Gefangenen stattdessen noch mehr in den Blick zu nehmen und auch Ravens Bruder mehr Raum zu geben. Denn er blieb die ganze Zeit eher blass. Raven dagegen ist ein gut ausgearbeiteter Charakter, in die ich mich gut hineinfühlen konnte. Auch das Setting ist gut gelungen.
Bei der geplanten Flucht gab es für mich ein paar Ungereimtheiten, aber insgesamt war die Story logisch aufgebaut. Der Roman liest sich gut, vor allem der Spannungsaufbau ist gelungen. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und hoffe auf ein wenig mehr Infos zur Gesellschaft und den Rebellen.

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To Cage a Wild Bird

Rezensionen von gabiliest:

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Wolfskälte von Laura McCluskey

Menschenjagd

Die australische Autorin Laura McCluskey hat mit “Wolfskälte” ihren ersten Roman, einen Krimi, vorgelegt. Das gelungene, stimmungsvolle Cover entführt die Lesenden nach Eilean Eadar, eine einsame Insel vor der Westküste Schottlands.

Ein Todesfall ist ungeklärt, Verbrechen oder Selbstmord? Der achtzehn Jahre alte Alan ist vom Leuchtturm der Insel gestürzt.

Die Detective Inspectors Georgina - genannt George- Lennox und Richard Steward, die aus Glasgow vom Festland kommen, sollen die Umstände aufklären. Auf dieser einsamen Insel toben Stürme, die Bewohner sind auf sich selbst und einander angewiesen, vom Festland kommt keine Unterstützung. Alles erscheint wie in alter Zeit.

George und Richard werden von den Inselbewohnern vordergründig höflich aufgenommen, dennoch ist eine starke Abneigung gegen sie spürbar; es kommt zu Verwünschungen und sogar Tätlichkeiten. Dabei hat George genug mit sich selbst zu tun: Bei einem Einsatz vor einigen Monaten wurde sie schwer verletzt und hat jetzt noch an den Folgen zu tragen. Doch sie verbirgt ihre Schmerzen, auch vor ihrem Kollegen, der ihre Dienstfähigkeit mehr und mehr in Zweifel zieht. Verdächtig und verschlossen sind die Inselbewohner, die den Priester, Pater Ross, zu fürchten scheinen. Er tritt als moralische Autorität auf, gibt sich sehr um seine Gemeindemitglieder bemüht, dennoch bleibt seine Rolle undurchsichtig.

Laura McClusky beschreibt eindringlich die düstere und unheilschwangere Atmosphäre auf der abgeschotteten Insel, die von Unwettern heimgesucht wird. Der dort ohne Schule, Arzt und gängige Technik lebende Menschenschlag ist argwöhnisch und hat seine eigenen, uralten Bräuche, die den Priester nicht zu stören scheinen. Als George und Richard versuchen, den Tod von Alan aufzuklären, stoßen sie neben vielen Sagen und Legenden, denen die Dorfbewohner anhängen, auch auf das weit zurück liegende Verschwinden von drei Leuchtturmwärtern. Was ist damals geschehen? Hängt dieses in der Vergangenheit liegende Geheimnis mit Alans Tod zusammen?

“Wolfskälte” ist geprägt von ausgezeichneten Charakterschilderungen der einzelnen Protagonisten. Sowohl die Inspektoren als auch die Dorfbewohner in ihrem mittelalterlichen Aberglauben, ihrer Furcht und ihrer zusammengeschweißten Gemeinschaft, die nach archaischen Regeln lebt, werden realitätsnah dargestellt. Die Lesenden werden schnell in das Geschehen involviert, dennoch erscheint es lange unmöglich, die begangenen Verbrechen aufzuklären.

Vor allem das Verhalten von George steht im Vordergrund, die verbissen darum kämpft, nach ihrer schweren Verletzung im Außendienst zu bestehen. Sie ist ungeheuer willensstark, neigt aber immer wieder zu Alleingängen und bringt sich dadurch oft in Gefahr. Erst spät erkennt George, was der Mensch mit der Wolfsmaske, der sie durch ein Fenster beobachtet, ihr zeigen will. Dann jedoch werden ihre schlimmsten Befürchtungen und Vorstellungen durch die Realität übertroffen. Was bleibt, ist Entsetzen!

Ihr Partner Richard ist als ihr Vorgesetzter älter und gelassener. Er hat die Gabe, Menschen ins Gespräch zu ziehen, doch er ahnt nicht, was wirklich hinter den mysteriösen Todesfällen steckt. Er versucht, Georges Alleingänge zu verhindern, was allerdings nicht gelingen will. So ist es letztlich doch George, die das furchtbare Geheimnis dieser entlegenen Insel und ihrer nach alten Traditionen und Wertesystemen lebenden Bewohner entschlüsselt.

Laura McClusky beschreibt in mitreißendem Erzählstil die Engstirnigkeit und Angst der Inselbewohner sehr plastisch, es gelingt ihr hervorragend, eine beklemmende Atmosphäre zu schaffen. Man wird von Kapitel zu Kapitel neugieriger auf die Auflösung dieser verworrenen Geschehnisse. Der Roman hält den Spannungsbogen bis zum Schluss und bietet eine unerwartete, jedoch glaubhafte Auflösung des Geschehens. Mir hat dieses Buch, das durchaus auch Thrillermomente zu bieten hat, sehr gut gefallen und ich empfehle es allen Krimi- und Thrillerfans gerne weiter.

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Wolfskälte

Rezensionen von Havers:

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Down Cemetery Road von Mick Herron

Hohe Erwartungen...leider nicht erfüllt

Als „Die Hard Fan“ der auf das Abstellgleis Slough House verfrachteten „Slow Horses“ habe ich mich sehr auf „Down Cemetery Road“ gefreut, dabei aber leider außer Acht gelassen, dass dies der allererste Roman von Mick Herron war.

Im Vergleich schneidet dieser Reihenauftakt wesentlich schlechter ab, was definitiv dem gesamten Aufbau geschuldet ist.

Und wenn wir schon dabei sind, angeblich ermittelt, so man dem Untertitel Glauben schenken kann, Zoë Boehm in Oxford. Leider ist von der besonderen Atmosphäre dieser alten Universitätsstadt genauso wenig zu spüren wie von der Gegenwart der genannten Ermittlerin, die erstmalig im letzten Viertel des Romans aktiv ins Geschehen eingreift.

Der Großteil der Handlung kreist um Sarah Tucker, Teilzeit-Restauratorin und Hausfrau, die mit ihrem ereignislosen Leben höchst unzufrieden ist. Das ändert sich, als bei einer Dinner-Einladung das Nachbarhaus explodiert. Einzig das Kleinkind mit den gelben Gummistiefeln überlebt, wird aber in der offiziellen Berichterstattung nicht mehr erwähnt. Ein Umstand, der nicht nur Sarahs Misstrauen weckt, sondern auch dazu führt, dass sie mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln den Verbleib des Kindes herausfinden möchte. Die Behörden geben keine Auskunft, die Nachforschungen des von ihr beauftragten Privatdetektivs führen zu dessen Tod. Und seine Gattin, besagte Zoë Boehm, hat außer flapsigen Bemerkungen auch herzlich wenig zur Klärung beizutragen. Unterstützung erhält Sarah Tucker durch einen vom Tod gezeichneten Ex-Militär, dessen schockierende Informationen Hinweise darauf geben, worum es in diesem Fall eigentlich geht. Und die zahlreichen bösen Buben, die auf der Payroll der Regierung stehen und unmittelbar darauf die Bühne betreten, wollen und sollen mit aller Macht verhindern, dass die Schweinereien der Regierung ans Licht kommen. Auch wenn das die Leben von Unbeteiligten kostet.

Sarah Tucker wirkt unglaubwürdig, ist nervig und agiert planlos, stolpert ohne Sinn und Verstand durch eine Handlung, die sich über weite Strecken im Kreis dreht und mit Nebensächlichkeiten und ständigem Hin und Her künstlich aufgebläht wird. Und das ändert sich auch kaum, als endlich Zoë Boehm, eine zutiefst unsympathische Person, ins Geschehen eingreift. Qualifikation für den Job? Keine. Und der Showdown? Ach ja, da war doch was. Konnte aber auch nicht überzeugen.

Natürlich darf man die Erwartungen bei einem Debüt nicht zu hoch schrauben, wer aber hofft, zumindest ansatzweise eine gut geplottete Story in der Qualität der Slough House-Reihe zu bekommen, wird enttäuscht sein, denn nur in ganz wenigen Passagen blitzt der Herron‘sche Sarkasmus auf, der diese Reihe so lesenswert macht.

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Down Cemetery Road

Rezensionen von liesmal:

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Italien - Das große Ausmalbuch nach Zahlen von Caroline Drogo

Italien wird farbig

30 Blatt festen weißen Papiers mit feinen Linien und Zahlen laden ein, kreativ zu werden und dabei bunte Bilder entstehen zu lassen und Italien ganz nah zu sein.
Malen nach Zahlen ist eine entspannende Freizeitbeschäftigung. Gut gefällt mir, dass die einzelnen Seiten einfach herauszutrennen sind.

Zu jedem Blatt ist am Ende des Buches eine Vorlage in Farbe zu sehen, an der man sich bei Bedarf orientieren kann.
Ich habe mich für Buntstifte entschieden. Man kann allerdings auch mit Aquarellfarben, mit Filz- oder Wachsmalstiften arbeiten.
Ganz viel Spaß bereitet mir das Malen in einer Gruppe, wobei ganz unterschiedlichen Bildern nach und nach Farbe eingehaucht wird.
Die Bilder haben ein Format von 23 x 30 cm. Das bedeutet Beschäftigung für längere Zeit. Auf der Rückseite der Bilder sind kurze erklärende Texte abgedruckt. Außerdem ist im Buch noch ein Poster in doppelter Größe. Das werde ich erst am Schluss bemalen.
Ich empfehle das große Ausmalbuch nach Zahlen ITALIEN gern weiter. Schon jetzt freue ich mich auf weitere Bücher dieser Art, die der Verlag Dumont auch noch anbietet für die Länder USA und Japan.

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Italien - Das große Ausmalbuch nach Zahlen

Rezensionen von MarcoL:

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Cumulus 2161 von Jan Off

Intensive Dystopie wozu ein Mensch alles fähig sein kann.

Im Jahr 2161 hat sich auf unserem Planeten so einiges geändert. Es leben nur mehr dreißig Millionen Menschen, es gibt eine rigorose Geburtenkontrolle, und die Kinder/Jugendliche wachsen in einem gesteuerten Umfeld, im Safe Space, auf. Es gibt keinen Besitz mehr, keine Aggressionen, Gewalt, Neid, Eifersucht, usw.

Alles ist zum Wohle der Bewohner geregelt. Erst an der Schwelle zum Erwachsenenalter dürfen sie, sobald das System glaubt, sie sind reif dazu, ihr Camp verlassen und in einem benachbarten Ressort eine Familie zwecks Erhaltung der Spezies Mensch gründen.
Die Schlafenszeiten sind fix geregelt, quasi auf „Knopfdruck“. Doch Tristan wacht eines Nachts unvermutet auf. Und nicht nur einmal. Er steht auf, obwohl er das nicht dürfte, und geht auf kleine Erkundungsreisen.
Seine Neugier siegt über seine Furcht, entdeckt zu werden. Er schafft es über den Zaun in den Bereich der Familien – ein Ort, der wie ein Dauerparadies gehandelt wird. Doch drüben scheint es anders zu sein, wie erzählt wird. Viel anders. Und er wird entdeckt.
Er kommt in ein neues Lager. Plötzlich muss er sich beweisen, zur Ergötzung anderer … und das Thema Gewalt bekommt ein neue Dimension.
Mehr kann und will ich nicht verraten – denn das würde den Appetit auf das, was dann tatsächlich alles passiert, nehmen.
Diese Dystopie zeigt unmissverständlich auf, zu was der Mensch alles fähig wird (oder sein muss), wenn es um die eigenen Vorteile geht. Wie schnell die indoktrinierten Verhaltensweisen und Denkmuster ad acta gelegt werden, Skrupel verschwinden, und die Macht über andere dominiert.
Parallelen zu „Die Welle“ sind vorhanden – doch hier in diesem Roman wird noch ein Scherflein daraufgelegt – und entlässt die Leser*innen mit offenem Mund.
Die Sprache ist direkt, knapp und treibt einen durch die Seiten – Pageturner ist da das richtige Wort.
Ganz große Leseempfehlung für diesen dystopischen Ausflug in die Zukunft und in die psychologischen Grundsätze des Objekts Mensch.

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Cumulus 2161

Rezensionen von liesmal:

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LONELY PLANET Bildband Toiletten der Welt von

Tolle Deko für die Gästetoilette

Ganz ehrlich: Als ich das Buch entdeckt habe, das übrigens 2025 in einer neuen Ausgabe als zweiter Band bei lonely planet erschienen ist, habe ich noch gar nicht gewusst, wie gut ich es gebrauchen kann.
Nach eingehender Betrachtung hat das Buch einen Ehrenplatz in der Gästetoilette gefunden. Wer also gern an einem stillen Örtchen liest, kann sich hier bestens unterhalten.

Toiletten aus aller Welt in allen erdenklichen Arten, aber auch in Formen, die man sich kaum vorstellen kann, sind mit Foto, Hinweis auf Standort und einem kurzen Text zu sehen. Man kann sie bewundern, staunen oder manchmal auch einfach nur mit den Ohren schlackern.
Dort, wo die Texte stehen, ist oft eine freie weiße Fläche, die mich auf die Idee gebracht hat, einen Stift zum Buch zu legen, damit es als Gästebuch dienen kann.
In einem kleinen Toiletten-Vokabular findet man, wie Toiletten in aller Welt bezeichnet werden. Und die Liste mit der Frage in unterschiedlichen Sprachen, wo eine Toilette sei, könnte vielleicht lebenswichtig sein.
Interessant ist für mich die Toiletten-Zeitleiste, die bereits 3000 Jahre v. Chr. beginnt und bis in die Gegenwart führt.
Sehr gern gebe ich eine Leseempfehlung für ein Buch, das mich nicht nur zum Schmunzeln bringt, sondern auch viele Aha!-Momente zu bieten hat.

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LONELY PLANET Bildband Toiletten der Welt

Rezensionen von Shilo:

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Ransom Canyon von Jodi Thomas

Eine Geschichte über Familie und Verantwortung

Die Geschichte spielt in einer kleinen Gemeinschaft in Texas. Auf der Ranch geht es um harte Arbeit, Familie und alte Beziehungen. Viele kennen sich schon lange. Entscheidungen aus der Vergangenheit beeinflussen das Leben der Figuren bis heute.
Ein großer Teil der Geschichte dreht sich um die Ranch und die Verantwortung, die damit verbunden ist.

Es geht um Verlust, Trauer und darum, wieder einen Platz im Leben zu finden. Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam. Nähe entsteht Schritt für Schritt. Zweifel gehören dazu und machen die Beziehung realistisch.
Das Leben in Ransom Canyon ist ruhig, aber nicht ohne Konflikte. Alte Spannungen und unterschiedliche Vorstellungen sorgen für kleine Reibungen. Es passiert nichts Spektakuläres, aber alles fühlt sich wirklich an.
Beim Lesen ist die Stimmung ruhig und nachdenklich. Die Handlung nimmt sich Zeit. Manche Entwicklungen lassen sich früh erahnen. Wichtig ist das Zusammenspiel der Menschen und ihr Alltag.
Ransom Canyon erzählt von Zusammenhalt, Verantwortung und vorsichtigen Neuanfängen. Ein einfaches Buch, das bodenständig ist und beim Lesen angenehm bleibt.
3 Sterne.

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Ransom Canyon

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Risorgimento! Italiens Kampf um die Einheit im 19. Jahrhundert von Klaus-Jürgen Bremm

Wie Italien von einer geografischen Bezeichnung zum Staat wurde

Klaus-Jürgen Bremm, Militärhistoriker und Autor zahlreicher Sachbücher, schildert in diesem neuen Buch in elf Kapiteln die dramatischen Ereignisse, die aus den zahlreichen Fürstentümern, Stadtstaaten und Republiken auf der Apennin-Halbinsel den Nationalstaat Italien werden ließen. So erleben wir Garibaldis »Zug der Tausend« von 1860, die unzähligen Schlachten vornehmlich gegen die Truppen des österreichischen Kaiserreichs bis hin zur Einnahme Roms 1870 sowie die Entmachtung des Papstes als weltlichen Herrscher.

Zudem zeigt er auf, warum nur Rom die Hauptstadt des neuen Königreichs Italien sein konnte.

1. Italiens heitere Schönheit darf nicht gestört werden. Die Anfänge des Risorgimento 1815-1848
2. Ein hoffnungsvoller Prolog - Die italienischen Revokutionen von 1848
3. Le cinque giornate - Die fünf großen Tage von Mailand und Radetzkys Rückzug
4. „L‘Italia farà da sé“ - Italien schafft es nicht aus eigener Kraft
5. „Wo immer wir hingehen, wird Rom sein“ - Die ewige Stadt wird wieder Republik
6. Zwei Spieler auf dem Hochseil - Napoleon III, Benso di Cavour und der italienische Krieg von 1859
7. Solferino 1859 - Ein lombardisches Städtchen geht in die Geschichte ein
8. Italien schafft es doch allein - Giuseppe Garibaldi und der Zug der Tausend
9. 1866 - Italiens großes Katastrophenjahr
10. Rom oder Tod - Das lange Ringen um Italiens neue Hauptstadt 1861 - 1870
11. Fazit: Die Transformation des Risorgimento zum Faschismus

Sowohl die Einigung der deutschen Fürstentümer unter Vorherrschaft Preußens zum deutschen Kaiserreich als auch die Staatswerdung Italiens sind direkte Auswirkungen der Napoleonischen Kriege, die Europa zwanzig Jahre in Atem gehalten haben, auch wenn diese Einigung erst zwischen 1848 und 1870 vollzogen worden ist. Während Deutschland unter Bismarck relativ friedlich geeint worden ist, muss Italien nicht nur gegen die österreichischen Armeen kämpfen, sondern auch gegen den Papst Pius IX., der seine Gebietsansprüche nicht aufgeben wollte.

Interessant ist das letzte Kapitel in dem Klaus-Jürgen Bremm erklärt, wie das Risorgimento nahezu direkt in den Faschismus führt.

Fazit:

Eine kompakte Darstellung der Einigung Italiens, der ich gerne 5 Sterne gebe.

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Risorgimento! Italiens Kampf um die Einheit im 19. Jahrhundert

Rezensionen von Claudia H.:

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Rückkehr nach Oxford von Clare Ashton

Wenn das Herz in Oxford geblieben ist

Worum es geht:
Charlotte hat die Chance, Seniorpartnerin einer der angesehensten Kanzleien Oxfords zu werden. Dafür ist sie nach 10 Jahren nun noch Oxford zurückgekehrt. Was sie nicht weiß, ihre beste Freundin aus der Studienzeit ist ebenfalls wieder in Oxford. Doch bald schon treffen Milli und Charlotte aufeinander und beide sehnen sich nach der alten und tiefen Freundschaft, die sie einst verbunden hat.

Leider stehen da ein paar alte Geschichten zwischen ihnen. Ob sie die überwinden können?

Mein Fazit:
Zunächst habe ich mich sehr über einen neuen Roman von Clare Ashton gefreut, denn sie war die erste lesbische Schriftstellerin, die ich gelesen habe und sie hat mich auf den Geschmack gebracht. Deshalb ist sie etwas ganz Besonderes für mich. Zum Buch: Charlotte und Milli sind mir auf Anhieb sympathisch gewesen. Charlotte ist eine sehr herzliche Person und eher der zurückhaltende Typ. Milli dagegen und forsch und frei Schnauze, was mir sehr gut gefallen hat. Die Beiden verbindet eine tolle Freundschaft, die mir sehr gut gefallen hat. Außerdem fand ich die Story sehr realistisch. Zwischendurch war es mal ein bisschen langweilig, weshalb ich einen Stern abziehe. Sehr interessant dagegen fand ich die Story rund um die Anwaltskanzlei und wie Charlotte sich dort behaupten musste.
Insgesamt eine gelungene Second Chance Loverstory, die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann und für die ich gerne 4 Sterne vergebe.

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Rückkehr nach Oxford

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Bread of Angels von Patti Smith

Eine Leseempfehlung

Patti Smith, Universalkünstlerin und Ikone des Rock-and-Rolls, präsentiert hier ein interessantes Memoire. Sie schildert darin detailreich ihre Kindheit, ihre Beziehung zu Eltern und Geschwistern. Patti Smith ist ein typisches Kind der Nachkriegszeit in den USA. Geboren 1947 als Tochter eines ehemaligen US-Soldaten, der im Zweiten Weltkrieg unter anderem in Japan eingesetzt, entsprechend traumatisiert ist und in einer Fabrik arbeitet.

Die Mutter verdient ihr Geld als Kellnerin. Patti und ihre Geschwister sind sich häufig selbst überlassen. Patti Smith ist häufig krank, überlebt eine Polio-Infektion ohne nennenswerte Spätfolgen und flüchtet während ihrer Krankheiten in das Reich der Fantasie. Die Familie wird in Pattis Kindheit elf Mal umziehen, weshalb Patti kaum Freunde hat. Sie ist und bleibt eine Außenseiterin.

Eine Zeit lang findet sie Rückhalt in der Religion, wird Zeugin Jehovas, bis die bildende Kunst ihr einen neue Welt öffnet. Das steht im Widerspruch mit der strengen religiösen Ausrichtung der Zeugen Jehovas, für die Kunst keinen Platz im Königreich Jesu hat. Sie kehrt den Zeugen den Rücken, wird aber zeitlebens religiös bleiben.

Sie löst sich vom Elternhaus als mit 19 schwanger wird, das Kind zur Adoption freigibt und ihren eigenen weg sucht. Dieser Teil ihres Lebens ist nicht ganz so detailreich beschrieben wie die prägende Kindheit.

Es folgen die weiteren Jahre, in denen sie auch zahlreiche Verluste hinnehmen muss. Es ist die Zeit als Aids die ersten Opfer fordert. Erst spät entdeckt sie, dass der Mann, der für sie ihr geliebter Vater ist, nicht ihr leiblicher ist.

Patti Smith erzählt von ihren Erfolgen und Misserfolgen als Musikerin, vom Bühnenunfall, der sie monatelang ans Bett fesselt, ihrem Mann und ihren Kindern.

Nicht immer ist dieses Memoire chronologisch. Immer wieder schweift sie ein wenig in die Vergangenheit ab, was aber den Eindruck erweckt, sie sitze einem gegenüber und erzählt. Einige Fotos ergänzen ihre Lebensgeschichte.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Memoire 4 Sterne.

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Bread of Angels