Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anilam:
Ein Pakt aus Asche und Blut von Sabine Riedel
Zeitsprung mit Sogwirkung
In ''Ein Pakt aus Asche und Blut'' geht es um einen Waldbrand im heutigen Ratingen und einen ziemlich düsteren Fluch aus dem Mittelalter, die irgendwie miteinander verbunden sind. Vergangenheit und Gegenwart greifen total ineinander. Wir lesen von alten Ritualen, Visionen und menschlichen Abgründen - in beiden Zeiten.
Der Schreibstil von Sabine Riedel ist total angenehm. Das Buch vermittelt eine tolle Atmosphäre, was vor allem an der bildhaften Wortwahl liegt. Man ist sofort mitten in der Geschichte und fühlt die düstere und spannende Stimmung, welche sich durchs ganze Buch zieht. Ich mochte außerdem total, wie intensiv und Charakterstark die Figuren im Buch rüberkommen. Das hat einfach richtig Spaß gemacht zu lesen.
Was ich ebenfalls total gut fand war, dass die Kapitel zwischen dem alten Ratingen und dem Ratingen in der heutigen Zeit wechseln und dadurch der ganze Roman, trotz seiner über 500 Seiten eine angenehme Dynamik hatte. Auch die Gestaltung dazu ist sehr gelungen, denn man merkt beim Lesen sofort in welchen Zeitalter man gerade feststeckt. So ist im mittelalterlichen Ratingen der Hintergrund anders gestaltet als im restlichen Buch und fördert bei mir auf jeden Fall den Lesefluss.
Ich würde den Roman jeden empfehlen, der gerne Mystery liest und dabei auch gerne etwas Horror verspüren mag und vielleicht sogar Interesse an historischen Infos hat. Ein ganz toller Roman, mit zwei ganz sympathischen Protagonistinnen.
Rezensionen von Cellissima:
Mr. Saitos reisendes Kino von Annette Bjergfeldt
Hervorragend und herzerwärmend
Lita wurde 1927 auf einer Tanzfläche in Buenos Aires gezeugt. Von Buenos Aires führt der Weg Mutter und Tochter auf eine kanadische Insel, wo sie ein neues Zuhause, Freunde, eine neue Familie, Liebe ... kurz: ein neues Leben finden.
Beim Lesen fühlte ich mich etwas an Isabel Allende erinnert, allerdings im positiven Sinne.
Annette Bjergfeldt schreibt und erzählt diese Geschichte unglaublich gut; sie wird schon dadurch zu einem wahren Erlebnis und lohnt sich schon dadurch absolut.
Auch die Figuren sind absolut gelungen; man schließt sie auf Anhieb ins Herz.
Die Geschichte ist unglaublich bildhaft und atmosphärisch, sodass man gemeinsam mit Lita und Fabiola ankommt, lebt und erlebt. Sehr intensiv. Auch deshalb wird dieses Buch wohl lange in Erinnerung bleiben.
Es sind ungewöhnliche Figuren, es ist eine ungewöhnliche Geschichte ... doch auch das meine ich im positiven Sinne. "Mr. Saitos reisendes Kino" ist erfrischend anders.
Der Titel erklärt sich schnell, Mr. Saito und sein Kino nahmen erst überraschend wenig, dann aber doch mehr Raum ein.
Ich habe diese Insel und ihre Bewohner liebgewonnen und hätte noch weiterlesen können.
Eigentlich hätte dieser Roman 5 Sterne verdient, eigentlich würde ich sie gerne vergeben - allerdings gab es für meinen Geschmack doch immer wieder Längen, die den Gesamteindruck etwas getrübt haben.
Insgesamt habe ich "Mr. Saitos reisendes Kino" aber sehr, sehr gerne gelesen und kann den Roman nur empfehlen.
Es ist das richtige Buch für alle, die eine hervorragend geschriebene und erzählte Geschichte suchen; eine, die anders ist, mit liebenswerten Figuren; eine Geschichte, die sie wirklich mitleben und -erleben können; eine fürs Herz.
"Mr. Saitos reisendes Kino" ist ebenso außergewöhnlich wie gut. Der Roman war völlig zu Recht ein Bestseller in Dänemark.
In der Presse wird das Buch auch für Fans von Isabel Allende empfohlen - das empfand ich beim Lesen genauso, sodass auch ich denke, dass Fans von Isabel Allende Annette Bjergfeldts Werk lieben werden.
Rezensionen von PMelittaM:
Yellowface von R. F. Kuang
Die wilde Buchbranche
Athena Liu und Juniper Hayward kennen sich seit dem ersten Semester ihres Studiums, und haben beide davon geträumt, eine erfolgreiche Schriftstellerin zu werden. Für Athena ging dieser Traum in Erfüllung, während Junipers Debüt keinerlei Aufsehen erregte. Als Athena in Junipers Gegenwart stirbt, nimmt diese deren neuestes Manuskript mit, überarbeitet es, gibt es als ihr Werk aus, und hat endlich den Erfolg, den sie sich gewünscht hat.
Doch Erfolg gebiert auch Neider, wie Juniper eigentlich wissen sollte.
Der Roman wird in Ich-Form komplett aus Junipers Perspektive erzählt. Ich stelle mir vor, dass es gar nicht einfach gewesen sein kann, das zu schreiben. Denn Juniper ist nicht die sympathischste Protagonistin, und sie weiß sich ihre Tat, das Manuskript einer anderen als ihr eigenes auszugeben, gut schönzureden.
Doch der Roman handelt nicht nur davon, denn er nimmt sich die gesamte Buchbranche vor, inklusive der Kritiker:innen. Wie man am Titel schon erkennen kann, steht außerdem die amerikanisch-chinesische Community mit im Fokus, denn Athena Liu war chinesischstämmig, während Juniper weiß ist. Brisanterweise handelt der Roman, den sie nach Athenas Manuskript veröffentlicht von den chinesischen Arbeitern, die im ersten Weltkrieg die Allierten unterstützten, und deren Rassismuserfahrungen. So wird Juniper unter anderem unterstellt, über Erfahrungen mit Rassismus gar nicht authentisch erzählen zu können.
Wie ich schon erwähnte, ist Juniper nicht gerade sympathisch. Trotzdem drückte ich ihr mehr als einmal die Daumen, das hat die Autorin gut hinbekommen, liegt aber womöglich auch daran, dass es auch sonst so gut wie keinen sympathischen Charakter gibt. Sympathien hatte ich am ehesten für Athenas Mutter.
Nachdem mich „Babel“ fasziniert hatte, war ich sehr gespannt auf den nächsten Roman der Autorin. „Yellowface“ ist ganz anders, vor allem gibt es hier keine phantastische Komponente, auch wenn es gegen Ende fast so scheint, als wäre es anders. Aber auch dieser Roman hat mich gefesselt, auf andere Weise zwar, aber ich war mehr als gespannt, wie es sich am Ende auflösen würde. Leider fand ich den Roman gegen Ende zu überzogen, auch wegen dieses möglichen phantastischen Einbezuges, den ich kein bisschen ernst nehmen konnte. Insgesamt fand ich den Roman auch etwas zu langatmig, und das, obwohl er keine 400 Seiten hat. Etwas geraffter hätte er mich sicher mehr überzeugt.
„Yellowface“ ist ganz anders als „Babel“, was ich sehr interessant finde, auch in Bezug auf die weiteren Romane der Autorin. Leider ist er etwas zu langatmig geraten, und erschien mir gegen Ende zu überzogen. Gut gelungen ist der Autorin, mir die eher unsympathische Protagonistin doch auf gewisse Weise nahezubringen, so dass ich öfter mit ihr mitfühlen konnte. Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.
Rezensionen von Anilam:
SPUNKIFEX erfindet Tiere von Birgit Fuchs
Spunkifex, der Dings-Erfinder
Spunkifex ist ein kleiner Erfinder, der zu Hause auf seinem Dach liegt und überlegt was er heute machen kann. Dabei kommt ihn die Idee den Erfinderknopf auf seinen Bauch zu drücken und so können wir Spukifex dabei begleiten, wie er viele spannende Sachen macht.
Ich liebe es, dass das Buch in Reimen geschrieben ist.
Das liest sich leicht, man hat einen wunderbaren Lesefluss und macht gleichzeitig noch so viel Spaß beim Vorlesen. Gerade durch die sich immer wiederholenden Anfänge kommt man irgendwann in einen Rhythmus, dass das Kind richtig Lust mitzusprechen. Spunkifex eignet sich also ideal auch zur Sprachförderung von Kindern - da man durch die Reime animiert wird mitzumachen. Gleichzeitig wird dadurch natürlich auch die Kreativität gefördert und das liegt nicht ausschließlich an den Reimen, sondern auch an der schönen Gestaltung. Dadurch das im Buch auch ganz normale Bilder abgedruckt sind, auf denen gemalte erfundene Tiere zu sehen sind, bringt das wirklich mal eine tolle Abwechslung in ein Kinderbuch.
Ich würde Spunkifex jeden empfehlen, der Reimbücher mag und auch deren daraus entstehenden Lernerfolg zu schätzen weiß.
Rezensionen von Anilam:
DER SCHWARZE OKTOPUS von Hanna von Feilitzsch
Spannung unter griechischer Sonne
Der schwarze Oktopus von Hanna von Feilitzsch ist ein ziemlich spannender Krimi, der einen richtig angenehmen Griechenland-Vibe vermittelt. Der Roman spielt auf einer griechischen Insel, wo unter der sonnigen Oberfläche deutlich mehr los ist, als man zu Anfang erahnt. Im Mittelpunkt steht die Ermittlerin Christina, die beruflich und emotional immer tiefer in den Fall gezogen wird.
Ich fand toll, dass Christina keine unfehlbare Heldin spielt, sondern ihren Bauchgefühl folgt und manchmal auch Fehler macht. Das machte für mich die Figur sehr authentisch und sympathisch.
Die Handlung entwickelt sich langsam, aber stetig. Im letzten Drittel nimmt das Tempo deutlich zu und die ganze Auflösung kommt schneller als gedacht und ist dementsprechend actionreich. Nicht alle Fragen wurden zum Schluss vollständig beantwortet, was definitiv Lust auf den nächsten Band macht.
Der schwarze Oktopus ist ein toller Krimi, mit wirklich angenehmer Atmosphäre, sehr starken Charakteren und einen sehr überzeugenden Schauplatz. Wer also Krimis mag, die auch ein kleines Urlaubsfeeling mitbringen, komplexe Verstrickungen haben und dazu noch eine sympathische Ermittlern mit sich bringt, wird hier bestens unterhalten.
Rezensionen von ichliebebücher:
Ein Sommer von Peter Schnaubelt
Sommerroman
Ein Sommer, so heiß und lang, wie man ihn wohl nur in der Erinnerung an die Kindheit erlebt. Mit viel Gefühl, einem Schuss Melancholie und leisem Humor beschreibt der Autor Peter Schnaubelt die Freundschaft zwischen zwei Buben: Peter, der sich aus seiner Einsamkeit in die Welt von alten Horrorstreifen flüchtet, und Gernot, der vor seiner gewalttätigen Mutter ein sichers Heim bei seinem Onkel, dem Besitzer des Kinos der kleinen Stadt findet.
Zusammen erleben sie einen Sommer voller Geheimnisse und Entdeckungen, der ersten Schritte in die Sexualität und der Einsicht, dass zum Erwachsenwerden auch gehört, Verantwortung zu übernehmen. Ein Roman für Jugendliche und Erwachsene, der seine Welt liebevoll und mit außergewöhnlichem sprachlichem Feingefühl beschreibt. Ein wunderschönes Buch mit einem ausnehmend gelungenen Cover.
Rezensionen von Petra:
Mathilde und Marie von Torsten Woywod
Keine Poesie sonder Pathos
Marie flüchtet aus Paris, einfach nur weg, wohin egal. im Zug trifft sie Jonina eine ältere Frau die sie einläd sie in ihr Dorf zu begleiten. Ein Dorf anscheinend am Ende der Welt außerhalb der Zeit. Ein Ort in einer wunderschönen landschaftlichen Umgebung und was für mich ausschlaggebend war, ein Dorf voller Bücher.
Wenn es um Bücher geht bin ich auf einem Auge blind. Denn die Leseprobe war schon von der Sprache her eigenartig. Da habe ich noch gedacht es läge an der Figur Jonina und es würde mit den anderen Figuren besser werden.
Leider war es ein Irrtum. Die Schreibweise war voller Pathos, übertriebener Lobpreisungen auf die Natur. Die Losgelöstheit des Ortes und die dadurch entstandene verschworene Gemeinschaft hatte etwas Sektenartiges.
Die ganze Geschichte wurde einfach zu glatt erzählt. Probleme, Verunsicherungen, Ängste und Sorgen lösten sich innerhalb kurzer Zeit in Luft auf.
Der Autor ist Marketingfachmann, vielleicht schreibt er deshalb anders als andere Schriftstellter, aber allein mit vielen schönen Worten wird es kein guter Roman.
Rezensionen von Lesemama:
Don't love the Quarterback von Fallon Brooks
Der Ex der Schwester
Bewertet mit 2,5 Sternen
Zum Buch:
Ausgerechnet mit Scott, dem Starquarterback der Uni, muss Bree eine Liebesszene einstudiert. Beide brauchen das Theater, im wichtige Credits für ihr Studium zu sammeln. Nur, Scott ist der Ex von Brees Schwester, hat sie betrogen und Bree hasst ihn, meistens zumindest .
Meine Meinung:
Bree ist neu auf der Uni, Scott ist genauso wie Brees Schwester Carly schon im letzten Jahr. Bree schwärmt schon eigentlich schon lange für Scott, aber das darf nicht sein, denn ihre Familie hasst ihn und so kann sie unmöglich etwas mit Ihm anfangen. Aber die Gefühle sind stärker, bei beiden. Und Scott hat nicht nur ein Geheimnis.
Sagen wir mal so, Scotts verhalten konnte ich meistens nachvollziehen, Brees nicht wirklich. Aber am schlimmsten fand ich tatsächlich Brees Eltern und ihr Verhalten ihren Töchtern gegenüber und auch für Scott.
Ich fand die Story tatsächlich stellenweise echt daneben und die Charaktere sehr kindisch. Was Carly erlebte, ist natürlich schrecklich und wie schon erwähnt, konnte ich Scott viel besser verstehen als Bree und vor allem ihre Familie. Vor allem das letzte Drittel war dann extrem an den Haaren herbeigezogen. Ich las schon bessere Sportromance.
Rezensionen von peedee:
Bächle, Gässle, Rache von Ute Wehrle
Vom Affen gebissen?
Katharina Müller & Jürgen Weber, Band 7: Die Arbeit geht Hauptkommissar Jürgen Weber nicht aus, denn in kurzer Zeit gibt es zwei Tote im Mooswald, zudem wird ein Hund entführt, ein Panther gesichtet, eine Schule Kois gemeuchelt, und eine Horde Affen treibt ihr Unwesen. Wie bitte? Was ist da in Freiburg los? Katharina Müller, ihres Zeichens engagierte Journalistin, will der Sache ebenfalls auf den Grund gehen.
Gibt es Verbindungen zwischen diesen Fällen?
Erster Eindruck: Das Cover fügt sich sehr gut in die Reihe der anderen Bände ein.
Dies ist Band 7 der Reihe, kann aber unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Bei mir ist die Lektüre von Band 6 erst ein paar Tage her, daher war ich noch ganz im Umfeld drin.
Zuerst wird ein toter Jäger im Wald gemeldet, kurz darauf ein zweiter Todesfall. Wie sich herausstellt, war dies eine eben erst als vermisst gemeldete Lehrerin. Gibt es zwischen diesen beiden Fällen Verbindungen? Was hat es mit den „Bösen Bambis“ auf sich? Eine Gruppierung, die gegen die Jagd ist? Oder Extrem-Veganer? Klimaschützer? Das Team um Jürgen Weber steht vor grossen Rätseln. Katharina Müller ist selbstverständlich auch aktiv. Es liegt in ihrer Natur, zu recherchieren. Das weiss ihr bester Freund Jürgen nur zu gut. Jürgen tut mir immer leid, wenn er zur Obduktion muss. Ihm wird stets übel – und dabei plaudert die Gerichtsmedizinerin munter drauf los, wie wenn nichts wäre. Schluck. Das wäre so gar nicht meins. Aber auch Katharina hat Probleme: Ihr Redaktionsleiter wird pensioniert – wie wird die Arbeit mit der Nachfolge sein?
Schule, Fotografie, Journalismus, exotische Tiere, „böse Bambis“: Es war wieder einiges los in Freiburg. Die Geschichte hat sich flüssig lesen lassen und im Nu war das Buch zu Ende – alle Rätsel gelöst (mit interessanten Auflösungen!). Von mir gibt es 4 Sterne.
Rezensionen von brauneye29:
Die Magnolientochter von Tessa Collins
Sehr schöne Geschichte
Zum Inhalt:
Als Magnolia nach dem Tod der Großmutter Unterlagen findet, die nach Neuseeland verweisen ist sie verwirrt. Was hatte ihre Großmutter mit Neuseeland zu tun, dem Heimatland ihrer Mutter, über das immer geschwiegen wurde? Sie muss das herausfinden und macht sich auf den Weg in das ferne Neuseeland.
Das Land fasziniert sie, doch zunächst ist jeder Hinweis eine Sackgasse.
Meine Meinung:
Ich habe bisher jeden Teil der Serie gelesen und freue mich auch jetzt schon auf den leider letzten Teil. Ich glaube tatsächlich, dass mir dieser Band am besten gefallen hat. Die Landschaft wurde so eindringlich und vorstellbar beschrieben. Die Geschichte der Amiri fand ich tief berührend, besonderes ab dem Zeitpunkt als Magnolia sie gefunden hatte. Auch wenn ich nicht so der Fan von Liebesgeschichten bin, die hier natürlich auch vorkommt, fand ich das hier sehr gut gelöst und nicht zu übertrieben, weder die Geschichte der Vergangenheit noch der Gegenwart. Den Schreibstil fand ich gut und ich habe das Buch förmlich verschlungen.
Fazit:
Sehr schöne Geschichte











