Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anjulia :
Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross
Hazels Nein und seine Folgen
Die achtzehnjährige Hazel ist mit ihrer Familie in die Kleinstadt Riverburg, Maine, gezogen. Am ersten Schultag im letzten Jahr der neuen High School wird sie vom Direktor ihrer Schule dazu aufgefordert eine sexuelle Beziehung mit ihm einzugehen. Doch Hazel hat den Mut Nein zu sagen. Ein Nein, das für sie und ihre Familie noch weitere Auswirkungen hat.
Hazel sagt Nein von Jessica Berger Gross ist ein sehr amerikanischer Roman über das Thema "#MeToo", also sexueller Nötigung und Machtmissbrauch. Das Buch greift daneben viele weitere Thematiken auf, wie zum Beispiel die Midlife-Crisis der Eltern, das kostspielige Collage-System, den Kontrast zwischen New York City und Provinz, ohne das eigentlichen Thema aus den Augen zu verlieren. Allerdings hatte ich manchmal das Gefühl, dass die Autorin hier vielleicht zu viel unterbringen will. Interessant ist, dass gerade bis zur Mitte und am Ende, die Geschichte nicht nur aus Hazels Blickwinkel erzählt wird, sondern auch aus dem ihrer Familienmitglieder. Gerade Hazels Entwicklung, die zunächst in ein mentales Tief fällt, dann aber zu sich zurück findet und für sich kämpft, hat mir gut gefallen. Sprachlich liest sich das Buch leicht, wenn auch oft eine gewisse Anspannung zu spüren ist.
Fazit: Lesenswertes Familien -Gesellschaftsportrait mit wichtigem Thema.
Rezensionen von Petra:
Rostiges Grab von Anders de la Motte
Der dritte Fall für Leo Asker und ihr Team der Verlorenen
Leo Asker bekommt zufällig einen neue Fall. Das Graumädchen zumindestens ein Teil davon taucht auf. Ein Cold Case an dem sich schon ein anderes Team die Zähne ausgebissen hat. An einem unheimlichen Ort um den sich Sagen und Mythen spinnen gerät sie genau wie Martin Hill in gefährliche Situationen.
Dabei hat Leo eine Beförderung in Aussicht wenn sie in der nächsten Zeit niemand auf die Füße tritt.i
Die Intrigen im Polizeipräsidium sind genau so gefährlich wie der Wald Rostskogen. Trotzdem gibt sich Leos Abteilung alle Mühe und kratzt auch noch die letzten Reserven zusammen um diesem Fall Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
Es ist spannend beschrieben wie Leo es schafft ihr Team zu motivieren und die Abgeschobenen und wie ich denke Schwer Gemobbten wieder mit Selbstbewusstsein zu stabilisieren und ihnen den Glauben an ihre Fähigkeiten wieder zu geben.
In Rückblenden werdetn die Gedanken des Graumädchens erzählt und auch ihre Erlebnisse. Wer ist das Graumädchen, eine Moorleiche oder eine der Protagonisten die Schreckliches erlebt hat. Im Laufe der Geschichte lichtet sich der Nebel nicht nur über diesen unheimlichen Wald..
Als Leser erlebt man das Grauen fast hautnah mit, ermittelt mit Leo und begleitet Martin Hill auf seine Epeditonen zu Lost Places. Faszienierendes Thema aber auch nicht ganz ungefährlich besonders wenn man Verbrechern in die Quere kommt
Der dritte Band um Leo Asker ist wieder ein spannender Krimi mit Ausflügen zu den Preppern und den Lost Places. Alle Figuren ob sympathisch ( nur ein paar ) oder gefährlich / unsympathisch haben ausführlich beschriebene Charaktereigenschaften man muss sie nicht mögen aber sie sind faszinierend. Der Stoff aus dem Kinofilme gemacht werden. Man denke nur an Hannibal Lecter.
Ich glaube nicht das Ähnlichkeiten mit Derzernat Q zufällig sind. Ich denke jede Direktion hat so eine Abteilung nur wie sie geführt wird, macht einen großen Unterschied. Genau so scheint es in diesen beiden Krimi Reihen zu sein.
Rezensionen von LeserinLu :
Alexander von Ferdinand von Schirach
Lehrreich
Wie können Menschen friedlich zusammenleben? Und was braucht es, damit Macht nicht missbraucht wird? Mit „Alexander“ versucht sich Ferdinand von Schirach an einem Kinderbuch über gerechte Gesetze. Im Mittelpunkt steht der Junge Alexander aus der antiken Stadt Kaliste. Nachdem seine Heimat eine Tyrannei überstanden hat, soll er als unvoreingenommenes Kind gerechte Gesetze finden.
Er bricht auf eine Reise auf, sammelt Ideen für gängige Grundrechte und diskutiert sie mit Bürger:innen.
Mir hat die Machart der Geschichte gefallen: In einfachen, klaren Sätzen erzählt Schirach eine märchenhafte Geschichte, die dennoch anspruchsvolle Gedanken transportiert. Das Buch versucht demokratische Prinzipien nicht belehrend, sondern über Gespräche, Bilder und Fragen, die zum Weiterdenken anregen, zu erklären, auch wenn es insgesamt trotzdem etwas moralisierend wirken könnte. Gerade deshalb eignet sich „Alexander“ aus meiner Sicht sehr gut zum Vorlesen. In (Klein-)Gruppen oder im Familienkontext können sich gut Gespräche an die einzelnen Kapitel anschließen, sodass die unterschiedlichen Perspektiven und Ideen mit Leben gefüllt und diskutiert werden können. Außerdem können so einzelne Wörter noch einmal geklärt werden.
Auch die gesamte Gestaltung des Buchs mit Zeichnungen des Autors wirkt wertig und durchdacht. Eine schöne Ergänzung für das Bücherregal aller Menschen, die mit Kindern arbeiten!
Rezensionen von Nicole (Abby1810):
Kopf hoch, Kasimir! von Rebecca Martin
Freundschaft, Liebe und Versöhnung
Bereits das Cover dieses wertvollen Buches sieht richtig schön aus. Der Fuchs Kasimir sieht neugierig, frech und süß aus. Aber auch die anderen Waldbewohner sind dem Illustrator sehr gut gelungen.
Dieses Kinderbuch handelt um Annahme, Freundschaft, Ablehnung und Versöhnung. Das sind tatsächlich Themen, mit denen bereits die Kinder im Kindergarten zu kämpfen haben.
Gerade deshalb finde ich persönlich dieses Buch besonders wertvoll und auch hilfreich.
Kasimir ist ein süßer, schlauer und besonders lauter Fuchs. Als er eines Tages bei seinen Freunden erscheint, ist er besonders laut dabei. So laut, dass er die anderen Tiere verschreckt. Da kommt Eichhörnchen Lotti und erklärt ihm, dass er zu wild ist und die anderen Tiere sich erschreckt haben. Der kleine Hase Fridolin sagt:" Wir wollen dich nicht mehr dabei haben."
Kasimir verliert seine fröhliche Art und sein Lächeln. Er wird traurig und deprimiert. Langsam trottet er durch den Wald. Da kommt plötzlich der Igel Isidor und möchte sein Freund sein. Außerdem möchte Isidor, Kasimir helfen sein Lachen wiederzufinden. Es entwickelt sich eine schöne und wertvolle Freundschaft zwischen den beiden Waldbewohnern. Und als die anderen Tiere der Meinung sind, dass ein Fuchs und ein Igel ja gar nicht zusammenpassen, da bleiben sie dennoch Freunde. Eines Tages ergibt sich eine Situation, in der Kasimir helfen kann. Doch wird er sich trauen? Und erkennen die anderen Tiere seine Einzigartigkeit und sein liebevolles Wesen?
Das Buch beinhaltet nicht nur eine wunderbare Botschaft, sondern auch wunderschöne und ausdrucksstarke Illustrationen von Bernd Lehmann.
Rebecca Martin ist ein sehr kindgerechters Buch gegen Mobbing und für Freundschaft und Zusammenhalt gelungen. Unbedingte Leseempfehlung meinerseits!
Rezensionen von PMelittaM:
Sandman - Der Comic zur Netflix-Serie von Neil Gaiman; J. H. Williams III
Absolut wow!
Ein verrückt gewordener Stern führt das Ende der Welt herbei. Dream von den Ewigen, der daran nicht ganz unschuldig ist, versucht dem Untergang zuvor zu kommen.
Dieser Band ist ein Prequel zur Sandman-Reihe, der lange vorher spielt, aber erst nach Ende der Reihe erschienen ist. Passend zur ziemlich abgefahrenen Geschichte gibt es sehr fantastische Zeichnungen J.
H. Williams III, oft, aber nicht nur, sehr bunt, manchmal fast psychedelisch, aber immer wunderschön.
Mich hat dieser Comicband absolut geflasht. Wer die Sandman-Reihe noch nicht kennt, sollte diesen Band erst nach der Reihe lesen, es wäre sonst wahrscheinlich zu verwirrend. Man sollte Dream und die anderen Ewigen, aber auch einige Inhalte der zehn Bände der Reihe kennen.
Wunderbar fantastischer Prequel-Einzelband zur Sandman-Reihe, den man nicht auslassen, aber erst im Anschluss an die Reihe lesen sollte.
Rezensionen von clematis:
Schatten der Gondeln von John Banville
Unheilschwangere Lagunenstadt
Mit der Aussicht auf ein beträchtliches Erbe heiratet der Schriftsteller Evelyn Dolman Laura Rensselaer. Allerdings kommt es zum Streit zwischen der Ölmagnatentochter und deren Vater. Unglücklich geht die Reise zum Jahreswechsel 1899/1900 nach Venedig, wobei die unheilschwangere Lagunenstadt Evelyn fast um den Verstand bringt.
Als großer Monolog angelegt, erfährt der Leser ausschließlich Evelyn Dolmans Sichtweise auf das Geschehen, wodurch die nebulösen und undurchschaubaren Machenschaften so mancher einflussreichen Person auch für uns Außenstehende geheimnisvoll bleiben. Viele Gedanken und Erinnerungen Dolmans beherrschen die Handlung, nur wenige Szenen mit Dialogen bringen Lebendigkeit in die Tage am Meer. Dadurch wirkt das Ganze bisweilen ein wenig erschöpfend, andererseits wächst doch immer wieder die Neugierde, was hinter dem geheimnisvollen Verschwinden der Ehefrau steckt und was es mit den Fremden im Lokal auf sich hat, die Evelyn zu kennen vorgibt. Wer hütet das größte Geheimnis, wer leidet an Fieberträumen und was von allen Schilderungen entspricht tatsächlich der Wahrheit? Auf beeindruckende Weise spielt John Banville mit der Atmosphäre der Lagunenstadt, bedient sich bei seiner Erzählung einer geschliffenen und verführerischen Sprachmelodie. Werden sich die Nebel lichten?
Ein spannender Ausflug ins historische Venedig ist garantiert, auch wenn bei mir nicht alle Puzzelstücke an den rechten Platz gefallen sind, so haben sich doch interessante Lesestunden ergeben, welche die Phantasie beflügeln.
Rezensionen von Nicole (Abby1810):
Immer locker bleiben, Berti! von Jane Chapman
Ein lustiges Kinderbuch mit einer positiven Botschaft
Zuerst einmal möchte ich erwähnen wie entzückend und schön ich das Cover finde. Es begeistert beim Hinsehen.
Der Bär Berti und sein Freund Hase Hugo, möchten gerne den perfekten Campingausflug erleben. Dafür hat Berti auch einen Plan erstellt. Damit auch ja alles gut läuft und sie nichts verpassen, hat er sich vorab schon mal Gedanken darüber gemacht.
Sie möchten gerne einen Sonnenuntergang sehen, heiße Schokolade trinken und in einer Hängematte das Leben genießen.
Allerdings läuft nichts alles nach Plan, und die beiden müssen sich damit auseinandersetzen, dass das Leben nicht planbar ist. Zuerst lesen sie die Wegbeschreibung falsch herum, und landen wieder am Ausgangspunkt, dann kommen sie zu spät am Campingplatz an, so dass sie den Sonnenuntergang verpassen. "Ich glaub der Sonnenaufgang wird viel schöner werden", meint Hugo, und tröstet damit Berti.
Die zwei verstehen es, in jeder Situation das Positive zu erkennen und sich gegenseitig zu trösten. Die Botschaft des positiven Denkens, und nicht Aufgebens ist hier sehr zentral und gefällt mir sehr gut. Die zwei sind sympathisch und sehr entzückend. Zusammen mit den wunderschönen Illustrationen und den bunten Farben, werden die Kinder vom ersten Augenblick an gefesselt zuhören. Absolute Leseempfehlung meinerseits!
Rezensionen von Lesemama:
Die wundersame Weihnachtsbande von Andrea Martin
Wo ist Salander
Zum Buch:
Salander ist ein Spielzeugmacher. Jedes Kind drückt sich seine Nase am Schaufenster platt er darf sogar die Spielzeug für die Königin machen. Am Abend vor dem Weihnachtsfest wollte er eigentlich fünf Kuscheltiere fertig machen, aber Salander kam einfach nicht in die Werkstatt hinter dem Laden.
Für die Fünf ist klar, Salander muß was passiert sein.
Meine Meinung:
Ich mag Adventskalenderbücher, also Bücher die in 24 Kapitel eine Geschichte erzählen, so das jeden Tag ein Kapitel (Vor)gelesen werden kann. In diesem Buch sind es sogar 24 ½ Kapitel, man kann an Heiligabend entweder zwei lesen oder eines am 25.
Nun zu meiner Meinung. Mich sprach schon das Cover sehr an. Und die Illustrationen im Buch, auch die Kapitelanfänge, sind wunderschön gestaltet. Bunt und ansprechend. Die fünf Kuscheltiere haben alle noch ein Handycap. Dem Wal fehlt die Füllung, dem Fuchs ist der Mund noch verschlossen die Katze hat noch keine Augen und die Eule nur ein amgeheftetes Ohr. Nur die Schnecke scheint schon fertig zu sein. Aber die fünf ergänzen sich ganz prima und machen sich gemeinsam auf den abenteuerlichen Weg, den Spielzeugmacher Salander zu suchen. Es ist spannend, es ist kurzweilig und es machte Spaß. So verkürzt man gerne die Zeit bis Weihnachten, denn am Ende ist natürlich alles gut.
Eine schöne Adventskalendergeschichte, eine Alternative zu Schoki und für zauberhafte, gemeinsame (Vor)Lesestunden. Kann ich sehr empfehlen.
Rezensionen von Lesemama:
Winterträume in der kleinen Pension am Meer von Julia Rogasch
Hatte mehr erhofft
Zum Buch:
Kurz vor Weihnachten steht es nicht so gut für die Pension von Clara und ihrer Mama. Die Buchungen bleiben aus. Dann kommt ein männlicher Langzeitgast, zu dem sich Clara sehr hingezogen fühlt, bis sie ihn zusammen mit der neuen Chefin eines großen Hotels sieht. Auf einmal stellt sie alles in Frage, wie es mit Pension und Geschenkeladen weitergehen soll im neuen Jahr.
Meine Meinung:
Ich las schon einige Romane von Julia Rogasch, auch schon welche, die zur Weihnachtszeit spielen, aber dieses Mal sprang einfach der Funke nicht über. Ich wurde mit Clara und auch mit ihrer Mama nicht warm, mir fehlte das weihnachtliche..Lediglich das Setting hat mich von Beginn an mitgenommen, ich konnte den Sand fast spüren.
Am Ende überschlugen sich die Ereignisse dann dermaßen und auf einmal war alles so perfekt, so überdeckend, das es mir echt zuviel war. Es blieb nette Unterhaltung für kurzweilige Lesestunden ohne große Überraschung. Beim nächsten Mal wird es sicher wieder besser für mich. Diesmal hat es nicht so gepasst.
Rezensionen von readpassion9:
Rostiges Grab von Anders de la Motte
das Graumädchen
"Rostiges Grab" ist der dritte Fall für Leo Asker und ihre Abteilung der verlorenen Seelen. Worum geht es diesmal? Zwei Urban Explorer machen eine Exkursion zu einer lange brachliegenden Torffabrik im Roskogen, einem Waldgebiet. Dort wurde vor 10 Jahren eine Frau ermordet aufgefunden, einer ihrer Finger war abgetrennt und nicht auffindbar.
Genau wie bei dem sogenannten Graumädchen, einer uralten Moorleiche aus dem Roskogen. Die Urban Explorer sind zu Tode erschrocken, als plötzlich eine Frau vor Ihnen erscheint und ihnen einen abgetrennten Finger präsentiert. Ein perfekter Fall für Leo Asker und ihr Team.
Anders de la Motte würzt seine Story mit viel einer dichten, düsteren und unheimlichen Atmosphäre, die Gänsehaut beschert. Die Szenerie im Roskogen mit einem alten, teils überwucherten Autofriedhof mitten im Wald ist unheimlich und perfekt eingefangen, ich hatte Kopfkino.
Leo Asker ermittelt mit ihrem Team in dem Fall, wobei jemand es darauf angelegt hat, ihre Karriere endgültig zu beenden. Ihr Jugendfreund Martin Hill stellt unabhängig von Leo Nachforschungen an, die Zusammenarbeit der beiden ist diesmal problematisch.
Ich fand die Geschichte spannend, es gibt einige Überraschungen und einen Twist am Ende, der mich kalt erwischt hat. Ein Cliffhanger, so dass ich die Fortsetzung kaum erwarten kann.
Fazit: Sehr genialer Teil der Reihe, der mit viel Atmosphäre und Spannung punktet. Verdiente 5 Sterne.










