Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gavroche:
Real Americans von Rachel Khong
Identität
Lily Chen arbeitet als unbezahlte Praktikantin in einem Medienunternehmen und trifft auf der Weihnachtsfeier auf Matthew, den Sohn eines superreichen Pharmaunternehmers, der ein ganzes Imperium an Firmen besitzt. Aber ist sie käuflich? Soll sie sich auf ihn einlassen?
Interessanterweise gibt es bereits eine Verbindung zur Familie von Matthew.
Der zweite Teil spielt Jahre später und wird aus Sicht von Nick, Lilys Sohn erzählt. Er ist bei seiner Mutter aufgewachsen, kennt seinen Vater nicht. Nick jobbt auf einer Austernfarm und die Auster auf dem Titelbild kommt immer wieder in dem Roman vor, auch wenn sie dann doch eher eine Nebenrolle spielt.
Lily ist in den USA geboren, ihre Eltern haben ihr kein Chinesisch beigebracht, Nick hat aus anderen Gründen keine Verbindung zu China - um es mal so kryptisch auszudrücken.
Der dritte Teil ist aus einer weiteren Perspektive geschrieben.
Es geht unter Anderem um Genetik, Heimat, Familie und auch ein klein wenig Mystik, die Geschichte (chinesischer) Einwanderer, die USA und so viel mehr.
Mir hat das Buch gut gefallen, die Familiengeschichte steht nicht im Zentrum und wird auch am Ende nicht konsequent zu Ende erzählt. Weitere Themen kann ich schlecht ohne Spoiler nennen.
Der Schreibstil gefiel mir gut und der Roman hat mir so einige Denkanstöße gegeben.
Rezensionen von Anno:
Lutz Geißlers Almbackbuch von Lutz Geißler
Beseelt von Brot und Alm
Von Lutz Geißler stehen bei mir schon zwei Brotbackbücher und beide liebe ich. Aber an dieses Almbackbuch reichen sie trotzdem nicht heran. Es scheint mir als wäre dieses Lutz Geißlers Meisterwerk- ein dicker schwerer Wälzer, unhandlich aber voller Wissen, Lebensfreude und Herzblut, ursprünglich und ehrlich.
Genau wie die über 120 abgedruckten Rezepte darin.
Die Mehltypen scheinen bewusst überschaubar gehalten worden zu sein, die Vielfalt aber begrenzt dies beileibe nicht. Man findet darin Sauerteig- und Hefe-Rezepte, die unterschiedlichsten Brote, regionale, wie auch welche aus anderen Ländern, Kleingebäck, Feingebäck und auch vereinzelt Gerichte, wie Pizza, Dinnete und Kaspressknödel.
Der Aufbau der Rezepte ist ungeheuer durchdacht gestaltet. Sie beinhalten neben der üblichen Zutatenübersicht immer auch eine Infoleiste mit Daten zum Brot, sowie ein Planungsbeispiel samt Urzeiten, die mir die Vorbereitungen enorm erleichtert haben. Die Teige werden lang geführt, es wird mit Vorteigen gearbeitet, manchmal sogar mit Autolyse, Brühstück, Quellstück oder in zweistufiger Teigführung.
Die einzelnen Schritte sind logisch und übersichtlich gestaltet und werden treffend erklärt. Alle Brote gelangen mir damit auf Anhieb. Nur der Dinkelseelenteig, geriet mir etwas zu weich. Für solche Fälle oder für Ideen zur Abwandlung wurde im Buch sogar oft Platz für entsprechende Notizen gelassen. Ist das nicht toll?!
Ein einleitender Text berichtet von Eigenschaften, Besonderheiten oder der Entstehungsgeschichte des jeweiligen Backwerks und stimmt gut auf das daraufhin folgende Rezept ein. Ob das aber die Auswahl erleichtert? Ja und nein. Man kann den Charakter des Brotes dadurch gut einschätzen, daher ja, aber die Texte klingen auch oft so gut, dass man sich schwer für ein Rezept entscheiden kann. Ich jedenfalls habe in der Zeit in der ich dieses Buch jetzt schon habe, so viel gebacken wie glaube ich, noch nie zuvor.
Doch auch wenn die Rezepten den größten Teil des Buches einnehmen, man lernt in ihm auch die Menschen hinter den Rezepten sehr gut kennen- nicht nur Lutz Geißler, sondern z.B. auch Roswitha Huber, Lehrerin, Kursleiterin und Inhaberin der Kalchkendlalm. Man erfährt von Werdegängen und Plänen, sogar etwas über Weltanschauungen, über Geologie und von Traditionen wie dem Bau eines Holzofen. Und immer wieder begegnet man auch der beeindruckenden Natur dieser Gegend- sei es in Form von beeindruckenden Aufnahmen oder in den herzlichen Worten des Autors.
Am liebsten würde ich jetzt sofort zu dieser Alm reisen, die dortige Natur erleben, den Menschen begegnen, teil ihrer Gemeinschaft sein, gemeinsam Brot backen und vielen weiteren ihrer Geschichten lauschen.
Rezensionen von Ameland:
Wer hat den Teufel an die Wand gemalt? von Rolf-Bernhard Essig
Wenn ich das mal wüsste
Die Benutzung von Redensarten im täglichen Leben ist so selbstverständlich wie das Atmen. Oft fällt es einem gar nicht auf, geschweige denn macht man sich Gedanken dazu woher diese Redensart kommt.
Ich finde so etwas ja total spannend. Wer hätte gedacht, dass der Spruch Blut ist dicker als Wasser durch Wilhelm II.
im Jahr 1896 populär gemacht wurde als er sich auf die verwandtschaftlichen Beziehungen der Throne von Deutschland und Großbritannien bezog. Mit jemandem quitt sein war sogar schon im 13. Jahrhundert in der deutschen Kaufmannssprache üblich. Mir ist beim Durchblättern des Öfteren ein „ach, sieh da“ entschlüpft.
Dieses Buch aus dem Dudenverlag geht mehr als 700 Redensarten auf den Grund und beschäftigt sich mit Herkunft und Bedeutung. Nicht bei allen Redewendungen konnte heute noch der Ursprung ermittelt werden.
Ich werde in Zukunft wohl öfters eine von mir benutzte Redensart nachschlagen.
Rezensionen von Piet1990:
Judiths kleine Farm, Band 3, von Judith Rakers
Wiedersehen auf der Farm
Mit „Judiths kleine Farm – Band 3“ kehrt man noch einmal auf die kleine Farm zurück und begleitet Judith auf ihrem weiteren Weg. Wie schon in den vorherigen Bänden stehen das Leben auf dem Land, die Tiere und die kleinen Herausforderungen des Alltags im Mittelpunkt.
Der Roman lebt vor allem von seiner warmen, ruhigen Atmosphäre.
Man merkt, wie viel Herz in der Geschichte steckt, und gerade das macht den Reiz der Reihe aus. Die Figuren sind vertraut, und man verfolgt gerne, wie sich Judiths Leben weiterentwickelt.
Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen. Es ist keine besonders dramatische Geschichte, sondern eher eine ruhige, entspannte Lektüre mit viel Gefühl für das Landleben.
Fazit:
Ein schöner Abschluss der Reihe, der vor allem Fans der vorherigen Bände gefallen wird. Wer Geschichten über das Leben auf dem Land, Tiere und einen Neuanfang mag, wird hier wieder gerne auf Judiths kleine Farm zurückkehren.
Rezensionen von Tara:
Der Stoff, aus dem die Dinge sind von Jonathan Drori
Wertvolles Wissen wundervoll illustriert
„Der Stoff, aus dem die Dinge sind: Was wir aus Pflanzen machen“ ist ein sorgfältig recherchiertes Sachbuch für junge Leser ab acht Jahren des britischen Autors, Filmemachers und Naturschützers Jonathan Drori.
Jedem ist klar, dass Pflanzen zur Grundlage unseres Lebens gehören. Wir sind auf sie angewiesen, um uns zu ernähren und sie spielen eine entscheidende Rolle bei der Klimaregulierung.
Aber wie vielfältig sie sind und in wie vielen Produkten, die wir tagtäglich verwenden sie stecken, das ist vermutlich nur den wenigsten bewusst.
Hier hat der Autor 30 recht bekannte Pflanzen herausgegriffen und jeder von ihnen einen Doppelseite gewidmet. Auf dieser gibt es zahlreiche Informationen mit historischen Details, ihrer Verwendung in den unterschiedlichsten Bereichen wie Kleidung, Technologie, Lebensmittel, Fahrzeuge, Farbstoffe, Pflegeprodukte und vieles mehr. Auch über die Pflanzen selbst – Frucht, Blüte, Wurzel, Blätter – gibt es zahlreiche interessante Details.
Jede der Seiten wurde von Illustratoren Raxenne Maniquiz und Jiatong Liu liebevoll gestaltet und es gibt eine Menge zu entdecken. Auch das Buchcover ist hier ein Highlight, da es nicht nur optisch ein Eyecatcher ist, sondern auch haptisch ein Erlebnis, so dass wir das Buch gerne immer wieder gerne zur Hand nehmen.
Ich kann dieses gut recherchierte, interessante Buch über Pflanzen und unsere Natur nur empfehlen.
Rezensionen von Piet1990:
Melken von Sanna Samuelsson
Rau, ungewöhnlich und eindringlich
„Melken“ ist ein Roman, den ich nicht ganz so leicht einordnen kann, wenn ich ehrlich bin. Die Geschichte wirkt roh und direkt, manchmal fast sperrig. Genau das macht dann aber einen großen Teil ihrer Wirkung aus. Statt einer klassischen Handlung steht vor allem das Leben der Figuren und ihr Umfeld im Mittelpunkt.
Der Schreibstil ist reduziert und nüchtern. Vieles bleibt zwischen den Zeilen, was das Lesen für mich stellenweise herausfordernd gemacht hat.
Die Figuren wirken außerdem widersprüchlich, aber dadurch auch irgendwie doch sehr real. Nicht jede Passage hat mich gleich stark in ihren Bann gezogen, trotzdem bleibt das Buch durch seine eigene Tonlage und Perspektive im Gedächtnis.
Fazit:
Ein doch eher eigenwilliger Roman mit rauer Sprache und starken Figuren. Keine leichte Lektüre, aber eine, die durch ihre besondere Atmosphäre lange nachwirkt.
Rezensionen von peppi:
Die Rätsel meines Großvaters von Masateru Konishi
Hat mich nicht überzeugt
Dieser Roman hat mich leider nicht erreicht.
Dazu muss ich sagen, dass ich den ersten Band nicht gelesen habe. Obwohl die Figuren kurz eingeführt werden, konnte ich keine Beziehung zu ihnen aufbauen. Auch die Beziehung zwischen Kaede und ihrem Großvater war für mich nicht richtig greifbar.
Die einzelnen Fälle wirkten episodenhaft und wenig fesselnd. Es gab keinen Spannungsbogen, sondern eine Aneinanderreihung von Rätseln, die mich emotional nicht abgeholt haben.
Auch die Darstellung der Demenz fand ich zu weich gezeichnet. Die emotionale Wucht, die Betroffene und Angehörige erreicht wurde dadurch nicht deutlich.
Dennoch fand ich den Schreibstil des Autors angenehm klar und sehr gut lesbar. Gut haben mir auch die Stellen gefallen, an denen der Großvater seine literarischen Bezüge einbringt.
Ich hoffe, dass Fans des ersten Bandes hier mehr entdecken können als ich.
Rezensionen von barbara.liest:
Und alles zerbricht (Paper Hearts 1) von Maxine Reuker
(Selbst)LIebe gesucht
Mila lebt ein herrliches Leben, ein großes Haus direkt am See, ihre beste Freundin Juno lebt gleich im Nachbarhaus, Mama verdient viel Geld, Papa kümmert sich um Haus, Hund und Mila und die Party zum 16. Geburtstag soll mega werden - doch dann kommt alles ganz anders.
Mama will auf der Karriereleiter aufsteigen und dafür ist ein Umzug in die Schweiz geplant.
Mila muss mitkommen, sich von ihrer besten Freundin trennen und sich in einer neuen Schule eingewöhnen. Dies ist sehr schwierig für sie. Sie vermisst Berlin, Juno und ihr altes Haus. Die Mitschüler:innen sind nicht nett zu ihr, nur Linh und Boris freunden sich ein wenig mit ihr an.
Nicht nur Mila ist einsam, auch ihr Papa und er greift immer öfter zur Weinflasche und vergisst darüber hinaus alles rundherum.
Mila tröstet sich mit Essen in Unmengen bis zu dem Tag an dem ihr das Spiegelbild sagt, dass sie zu dick ist. Auf der Suche nach Abnehmtipps stoßt sie im Internet auf Ana - und damit beginnt eine dramatische Abwärtsspirale.
Ein Aufenthalt in der Klinik, die erste große Liebe und ein harter Weg zurück ins Leben warten noch auf Mila.
Ein trauriger und ergreifender Roman über Freundschaften, Liebe und Süchte.
Rezensionen von KersG:
Limerence von H. C. Dolores
Spiel mit dem Feuer
Dieses Buch hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Auf der einen Seite, total spannend und voller Geheimnisse. Auf der anderen Seite fehlen mit hier etwas die Dark-Romance Elemente. Da bewegt es sich eher auf seichtem Gebiet.
Das Cover ist einfach ein echter Hingucker. Es hat direkt meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Klasse finde ich, dass die Story gleich loslegt. Man wird direkt in die Geschichte geworfen und schon auf den ersten Seiten werden wir mit einer Leiche konfrontiert. Und das am Elite-Internat Lionswood Prep. Eine Elite Schule, die nach Außen hin perfekt scheint. Doch was spielt sich hinter den Mauern ab? Ist alles hier doch mehr Schein als Sein?
Poppy, Stipendiatin an der Lionswood, glaubt nicht an einen Unfall. Sie setzt alles daran, die Wahrheit herauszufinden und gerät in einen Strudel aus Geheimnisse und Intrigen. Außerdem werden ihre Gefühle ordentlich durcheinander gewirbelt.
Poppys Gedanken mitzuverfolgen ist einfach klasse! Ihr Sarkasmus aber auch ihre Sichtweise auf die Dinge, die um sie herum geschehen.
Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. In diese Angst, vor allem in finanzieller Hinsicht, wo sie doch hier an der Schule von Reichtum und Luxus umgeben ist. Aber auch die Angst, ihr Stipendium zu verlieren und zu versagen.
Es werden schwierige Themen angesprochen, die nicht gerade leicht zu verdauen sind.
Der Anfang hat mich total gefesselt. Immer wieder neue Fragen tauchen auf, die die Spannung hoch halten. Leider flacht die Geschichte im letzten Drittel ab und es wurde etwas zäh zu lesen. Auch fehlen mir insgesamt entscheidende Elemente, die für mich eine richtige Dark-Romance ausmachen. Vielleicht kommt hier in Band 2 noch mehr.
Ich bin trotz allem schon sehrt gespannt auf die Fortsetzung.
Rezensionen von Anndlich:
Die Märchenponys, Band 1 - Schneewittchen hat jetzt vier Hufe von Nicole Roling-Brügging; Nadine Schreiber
Schneewittchens gute Tat
Was haben Aschenputtel, Dornröschen, der Froschkönig, Hans im Glück, die Meerjungfrau, Rapunzel und Schneewittchen gemeinsam? Sie alle wurden verzaubert und verbringen ihre Zeit nun als Pony auf dem Reiterhof und dürfen erst zurück, wenn sie alle eine gute Tag vollbracht haben. Auf dem Reiterhof freunden sich die sieben Ponys schnell mit Jonna an und als ihre Freundin Mila Hilfe benötigt, scheint die erste gute Tat in greifbarer Nähe, denn Schneewittchen hat einen Plan.
Schneewittchen hat jetzt vier Hufe ist der erste Teil der Die-Märchenponys-Reihe von Nicole Roling-Brügging und Nadine Schreiber. Das Buch ist durch kurze Kapitel, eine einfache Satzstruktur und kurze Sätze bestens für Leseanfänger geeignet, aber auch zum Vorlesen eignet sich bestens. Der Einstieg fiel hier etwas schwer, weil die entsprechenden Märchenfiguren erstmal aus diesem genommen und in dieses Buch gedacht werden mussten, aber als das gelang kam die Idee großartig an und der Lesespaß stieg ordentlich an.
Die Geschichte ist eher ruhig, was für die Selbstleserin manchmal zu wenig Action war, während die Jüngere die Geschichte genau in dem Tempo sehr gemocht hat und vor allem wenn die Kinder pferdebegeistert sind, werden sie diese märchenhafte Geschichte lieben.











