Kunden em pfehlungen
Rezensionen von ms.write:
Nächstes Mal für immer von Lucien Marant
Netter Roman – für mich zu viele überraschende Wendungen
Gleich zu Beginn erleben wir die Ankunft der Protagonistin Mona in Paris sowie ihre ersten, für den weiteren Verlauf unerheblichen Begegnungen mit zufälligen Passanten und Plätzen. Was manch einer vielleicht als etwas langatmig und oberflächlich empfinden mag, hat mich persönlich sehr an meine eigenen Anfänge in Paris erinnert – dieses erste, unvermeidliche Scannen einer fremden, eleganten Umgebung.
Dennoch hätte es der Geschichte gutgetan, wenn diese flüchtigen Eindrücke noch etwas stärker mit Monas Innenleben verknüpft worden wären, um den Szenen mehr Bedeutung zu verleihen.
Sehr gelungen fand ich das Verweben der zwei Zeitebenen: Die Jahre 1999 und 2019, die Monas Entwicklung von der Studentin zur Journalistin aufzeigen, wechseln sich im Verlauf des Romanes organisch ab.
Mich hat allerdings gestört, dass der Plot im späteren Teil auf künstlich konstruierten Wendungen beruht und plötzliche, dramatische Richtungswechsel durch zuvor zurückgehaltene Informationen erfolgen. Das fühlte sich für mich etwas konstruiert an und warf mich beim Lesen kurz aus der Bahn. Zudem wirkten manche Nebenepisoden in ihrer Abfolge auf mich nicht authentisch.
Ein schöner Bonus ist dafür die beigefügte Playlist. Leider wurde hier die Chance auf ein echtes, simultanes Lese- und Hörerlebnis meist vertan – die Musik bleibt häufig nur lose Untermalung im Hintergrund.
Versöhnt wurde ich dagegen durch die gelungene Rahmenhandlung : Die gespiegelten Bahnhofsszenen am Gare de l’Est am Anfang und am Ende verknüpft mit den weisagenden Worten einer alten Dame, geben dem Roman einen handwerklich runden Abschluss.
Kein Meisterwerk der Tiefe, aber eine solide, flüssig zu lesende Urlaubslektüre. Das bunt, heiter und ästhetisch ansprechend gestaltete Cover passt dabei gut zum sommerlichen Paris-Flair.
Rezensionen von Harakiri:
Stille von Ragnar Jónasson
Pageturner
Eine berühmte Krimiautorin verschwindet spurlos. Keiner ihrer Freunde hat sie in den letzten beiden Wochen gesehen. Normalerweise kein Fall für Kommissar Helgi Reykdal, aber sein Chef will den besten Mann der Polizei aufbieten, weil er sonst Gerede befürchtet. Aber Helgi ist gerade etwas abgelenkt: seine Ex-Freundin terrorisiert und stalkt.
Alles andere als leichte Voraussetzungen.
Das Buch spielt auf mehreren Ebenen: 1965, 1975-1978, 2005 und 2012. Erst einmal stellt das den Leser vor eine Herausforderung: alle Stränge zu jonglieren und dabei nicht verloren zu gehen. Aber wenn der Autor das schafft, dann auch der Leser. Und tatsächlich führen die Fäden am Ende auch passend zusammen. Respekt – ich hätte mir nicht vorstellen können, wie Jonasson das gelingt.
Auch ein Wiedersehen mit Hulda gibt es. Vermutlich mag der Autor doch nicht ganz von ihr lassen, was ich verstehen kann. Helgi weiß um das Verschwinden von Hulda und hofft, dies nebenbei aufklären zu können. Besonders schön finde ich auch seine Liebe zu Büchern.
Jonassons Schreibstil ist gewohnt unaufgeregt und dennoch fesselnd. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen.
Das Ende hat mir dann glatt die Sprache verschlagen (wobei ich böse Vorahnungen hatte) und ich hoffe, dass wir nicht lange auf den nächsten Band der Reihe warten müssen.
Fazit: wieder ein toller Plot, wie ihn nur Jonasson kann. Und: Wer die Hulda-Trilogie gelesen hat, weiß mehr während des Lesens. Also unbedingt vorher lesen.
Rezensionen von Frechdachs:
Die Insel der Schimpansen von John Ironmonger
Alles andere als ein Affentheater - Eine Hommage an Jane Goodall
Vielleicht gleich eines vorweg.
Wer die bisherigen Werke von John Ironmonger verschlungen hat, wird auch diesen Roman lieben.
Als Wildlife- sowie Natur- und Tierdoku-Nerd war ich bereits alleine nur vom Klappentext zum aktuellen Roman "Die Insel der Schimpansen" her geflasht. Ich hatte sofort Jane Goodall-Vibes, die sich so auch beim Lesen dann bestätigten.
Die vielleicht bekannteste Primatenforscherin verstarb erst letztes Jahr. Man kann nun trefflich spekulieren, ob dieses Buch nun eine Hommage und vielleicht auch Ode an Goodall ist, die Zeit ihres langen Lebens immer ihre bedeutende Stimme für Natur- und Artenschutz erhob.
Mir fielen dann doch immer wieder Parallelen auf, die sich wie ein roter Faden durch die Story zogen, auch wenn die Schimpansen im Buch nicht im Gombe-Stream-Nationalpark heimisch sind, sondern ihr Habitat auf einer abgelegenen Insel Tansanias haben, die ganz besondere Begehrlichkeiten weckt.
Ironmonger hält uns hier meiner Meinung nach sehr schön den Spiegel vor. Hier liegt alles offen auf dem Tisch, was uns Menschen ins unserem Wirken ausmacht. Auch unsere hässlichen Fratzen bekommen entsprechendes Gewicht und werden nicht ausgespart.
Die Erzählung rund um unsere nächsten Verwandten setzt Ironmonger gekonnt in Szene. Genau wie ich es erwartet hatte und ich es auch bereits von seinen vorherigen Werken gewohnt war, geht es hier um eine tiefgründige Story, die viel mehr auch mit uns selbst zu tun hat, als uns auf den ersten Blick vielleicht lieb ist.
Der Autor gibt mit der empathisch und emotionalen Storyline den Schwächsten in unserer Gesellschaft, den wildlebenden Tieren, eine gewichtige Stimme. Auge in Auge verfolgen wir dabei die Entwicklung dieser Schimpansengruppe auf Samaki Island.
Im Alltag sehen wir häufig die kleinen Wunder der Natur direkt vor unseren Augen leider nicht mehr. John Ironmonger lässt uns genau diese Magie wieder neu spüren und auch die Zerbrechlichkeit dieser Ökosysteme erleben.
Alles in allem wieder ein echter Ironmonger, der genau meine tiefsten verborgenen Saiten erneut zum Klingen brachte. Ein echtes Meisterwerk seines ganz eigenen Genres.
Schließen möchte ich mit einem Zitat von Jane Goodall.
"Schimpansen haben uns mehr als jedes andere lebende Wesen dabei geholfen zu verstehen, dass es zwischen Mensch und Tierreich keine scharfe Grenze gibt. Diese Grenze ist undeutlich und sie wird immer nur undeutlicher."
Rezensionen von Snookie:
Four Heads Missing von Thorsten Schleif
Spannender Kriminalfall mit historischem Hintergrund
In Four Head Missing geht es um den Torso-Mörder, der die Köpfe seiner Opfer entfernt und die anderen Körperteile entsorgt. So taucht auch eines Tages ein Torso im sich im Bau befindlichen neuen Hauptquartier der Metropolitan Police in London auf. Bald geschehen auch noch weitere Morde. Nachdem Will Berger der Polizei schon im Fall von Jack the Ripper geholfen hat, wendet diese sich nun wieder an ihn.
Irene Adams geht zunächst selbst auf Spurensuche und tut sich dann mit Will zusammen, um zu ermitteln. Es handelt sich hier um einen historischen Kriminalroman, der teilweise auf Tatsachen beruht.
Als kleinen Hinweis vorab: Ich habe den ersten Band nicht gelesen und kenne daher die Personen und Hintergründe nicht.
Zunächst hatte ich Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Man wird direkt in mehrere Szenarien hineingeworfen und kann das Ganze am Anfang nicht so richtig zuordnen. Auch mit den vielen Charakteren hatte ich zunächst ziemliche Schwierigkeiten. Am Anfang des Buches gibt es zwar eine Liste der vorkommenden Personen, allerdings war es gerade beim E-Book stellenweise mühselig, immer wieder dorthin zurückzublättern. Dadurch bin ich auch immer wieder aus dem Lesefluss geraten. Als ich schließlich bei den Personen durchgestiegen war und in die Geschichte hineingefunden hatte, hat sie mir dann doch ganz gut gefallen.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, wodurch man Einblicke in unterschiedliche Perspektiven und Handlungsstränge bekommt. Die Perspektivwechsel haben dabei auch die Spannung gesteigert. Besonders gut gefallen haben mir die kurzen Kapitel, durch die sich der Roman insgesamt recht kurzweilig lesen ließ. Auch der Schreib- und Erzählstil haben mir prinzipiell gut gefallen. Der Schreibstil war flüssig und gut verständlich.
Will Berger fand ich als Charakter besonders spannend. Ich mochte den Ermittler und seine Handlungsweise. Auch Irene und Will ergänzen sich durch ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten gut, wodurch ihre Zusammenarbeit interessant ist. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden, die zum Glück nicht allzu sehr im Fokus steht, hätte es für mich allerdings nicht unbedingt gebraucht. Sie wirkte auf mich eher etwas unpassend und konnte mich nicht wirklich überzeugen.
Spannend fand ich, dass der Fall auf wahren Begebenheiten beruht, während die Geschichte drumherum erfunden ist. Dadurch bekommt das Ganze noch einmal einen besonderen Reiz.
Auch die Atmosphäre hat mir gut gefallen. Sie wirkte teilweise düster, mysteriös und authentisch. Allerdings hat mir die Atmosphäre des viktorianischen Zeitalters etwas gefehlt. Hier hätte ich mir stellenweise noch mehr dieses typische Zeitgefühl gewünscht.
Insgesamt eine sehr spannende Geschichte, die mich trotz der anfänglichen Schwierigkeiten abholen konnte. Eine Empfehlung für alle, die gerne historische Kriminalromane lesen und Interesse an Fällen haben, die auf wahren Begebenheiten beruhen. Wer außerdem düstere und mysteriöse Ermittlergeschichten mit verschiedenen Perspektiven mag, könnte hier durchaus auf seine Kosten kommen.
Rezensionen von brauneye29:
Und mittendrin der Birnbaum von Ute Mank
Berührende Geschichte
Zum Inhalt:
Stundenlang wandert Dora nach vielen Jahrzehnten wieder durch ihren Heimatort ihres. Irgendwie vertraut und doch fremd. Auch ihr Elternhaus und das Haus, in dem ihre beste Freundin damals wohnte. Dort findet sie auch Stolpersteine, doch dort liegen nur 4 Steine, eigentlich müssten es fünf Steine sein.
Denn der Stein für ihre Freundin Fanny fehlt, was ist mit ihr passiert.
Meine Meinung:
Die Geschichte erzählt von einer Zeit, die auch die Protagonistin Dora in schmerzhafte Erinnerung zurück führt. Als Gegenpol gibt es die junge Pina, die relativ unbeschwert nach der Vergangenheit ihres Elternhauses sucht und manchmal unbewusst in alte Wunden von Dora sticht. Der Schreibstil ist sehr angenehm, die kurzen Kapitel verführen einen immer weiter zu lesen, denn man möchte einfach wissen, was mit Fanny passiert ist. Zudem erfährt man mehr über die Zeit der Judenverfolgung. Vieles im Buch berührt einen sehr und ich finde, daß Buch erzählt eine wichtige Geschichte.
Fazit:
Berührende Geschichte
Rezensionen von Igela:
Gnadenopfer von Sten Viveca
Düster und empfehlenswert
August Ekman - Karl-Axel Svensson - Ing-Marie Watts. Drei tote Menschen in Are, einem Bergdorf im Norden von Schweden, beschäftigen die örtliche Polizei. Die drei Toten waren alle betagt und Patienten des Pflegedienstes Stjärnan. Dort heisst es, dass man in dem hohen Alter mit dem Tod rechnen müsse.
Kommissarin Hanna Ahlander wird jedoch das Gefühl nicht los, dass drei Tote innerhalb von ein paar Monaten etwas zu viel an Zufall sind. Doch mit dieser Meinung steht sie vorerst alleine da, da ihr Arbeitskollege und Vertrauter, Daniel Lindskog, einen Groll gegen sie hegt.
Als erneut ein alter Mensch stirbt, muss sie den Streit aus der Welt schaffen. Denn schliesslich gilt es nun in erster Linie die alten Menschen zu schützen.
Hier ist er also, der von mir heiss erwartete, fünfte Band der Reihe. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Bücher werden immer besser. Wie auch in den vorderen Bänden hat die Autorin genau die richtige Mischung zwischen der Krimihandlung und den privaten Geschichten der Ermittler erwischt.
Auf der kriminalistischen Seite, in "Gnadenopfer", schleicht ein sogenannter Gnadenengel durch die Seiten. Er tötet betagte Menschen unter dem Deckmantel der Erlösung. In kurzen, regelmässig eingesetzten Kapiteln liest man die krude Denkweise des Täters. Das hat bei mir sehr oft für Gänsehaut gesorgt, trifft es doch die Verletzlichsten in ihrem Zuhause.
Nebenbei zeigt die Autorin auch die Situation von älteren Menschen, die auf einen Pflegedienst angewiesen sind. Sie erklärt dazu im Nachwort, dass die Geschichte auch ein Beitrag zur Debatte darüber ist, wie wir mit unseren älteren Menschen umgehen. Einige Erfahrungen, die sie selbst durch ihre betagten Eltern damit gemacht hat, könnten sich in die Handlung eingeschlichen haben...
Ich habe regelrecht mitgefiebert und auch ordentlich gerätselt, wer denn da diese Menschen tötet. Verschiedene falsche Spuren hat die Autorin sehr gut eingesetzt und zeitweise war ich so was von auf der falschen Spur. Gut, ehrlich gesagt, bis zur Auflösung habe ich falsch gelegen.
Dieser Krimi ist düster, es ist kalt und Nebel hängt vor den Fenstern. Mit dieser dunklen Atmosphäre schaudert es einem noch mal mehr.
Hanna Ahlander, die mit einem Millionär verbandelt ist, aber eigentlich einen anderen liebt, hat mich wieder überzeugt. Sie ermittelt mit viel Einfühlungsvermögen, ist sympathisch und clever. Ihr Kollege Daniel Lindskog ist knurrig und zeigt Hanna, dass sie ihn nervt. Weshalb, das lasse ich hier offen. Diese Nebenhandlung ist jedoch fast ein Krimi für sich.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung für Band fünf der Reihe.
Rezensionen von ReiShimura:
Vegetarisch express von GU
Ideal für Einsteiger, für erfahrene Köche wenig Neues
Unglaublich, dass es die goldenen von GU bereits seit 15 Jahren gibt. Natürlich ist die Reihe innerhalb dieser Zeit stark gewachsen und immer mehr Titel sind erschienen. Mit Vegetarisch express orientiert sich der Verlag an dem heutigen Lebensstil: Wenig Fleisch und Fisch und wenig Zeit zum Kochen.
Wie nicht anders erwartet, ist auch dieses Kochbuch wieder sehr übersichtlich gestaltet und man findet sich schnell zu recht.
Die einzelnen Rezepte sind klar strukturiert und man sieht auf einen Blick die Zutatenliste und alle anderen wichtigen Informationen die man benötigt. Leider wurde auch in diesem Buch wieder einmal auf eine ausführliche Angabe der Makronährstoffe verzichtet.
Die Bilder zu den Rezepten sind sehr gelungen und lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. So weit ich es überblicken konnte, ist auch wirklich jedes Rezept mit einem Foto ausgestattet.
Der wichtigste Punkt bei einem Kochbuch ist aber natürlich die enthaltenen Rezepte. Diese konnten mich leider nicht auf ganzer Linie überzeugen. Dies liegt aber vor allem daran, dass ich bereits einige vegetarische Kochbücher besitze und mich schon seit langer Zeit mit der vegetarischen Küche auseinandersetze. Daher benötige ich weder ein Rezept für Spaghetti aglio e olio noch das tausendste Hummus-Rezept. Auch wenn es sich in diesem Fall nicht um den klassischen Hummus, sondern um eine spicy Variante handelt.
Wie bei einem express Kochbuch nicht anders zu erwarten, kommen natürlich auch diverse Fertigprodukte aus dem Supermarkt zum Einsatz. Ansonsten könnten einige in der vorgegebenen Zeit kaum zubereitet werden. Dies ist für mich durchaus verständlich. Dennoch benötige ich, als erfahrene Köchin kein Rezept für fertige Maultaschen mit Spinat.
Dieses Buch ist eine umfangreiche Sammlung von Klassikern, Basis- und Lieblingsrezepten aus der vegetarischen Küche. Es eignet sich sehr gut für Neulinge in diesem Bereich oder Personen, die ihre umfangreiche Kochbuchsammlung deutlich verschlanken möchten.
Rezensionen von ReiShimura:
Vegetarisch express von GU
Ideal für Einsteiger, für erfahrene Köche wenig Neues
Unglaublich, dass es die goldenen von GU bereits seit 15 Jahren gibt. Natürlich ist die Reihe innerhalb dieser Zeit stark gewachsen und immer mehr Titel sind erschienen. Mit Vegetarisch express orientiert sich der Verlag an dem heutigen Lebensstil: Wenig Fleisch und Fisch und wenig Zeit zum Kochen.
Wie nicht anders erwartet, ist auch dieses Kochbuch wieder sehr übersichtlich gestaltet und man findet sich schnell zu recht.
Die einzelnen Rezepte sind klar strukturiert und man sieht auf einen Blick die Zutatenliste und alle anderen wichtigen Informationen die man benötigt. Leider wurde auch in diesem Buch wieder einmal auf eine ausführliche Angabe der Makronährstoffe verzichtet.
Die Bilder zu den Rezepten sind sehr gelungen und lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. So weit ich es überblicken konnte, ist auch wirklich jedes Rezept mit einem Foto ausgestattet.
Der wichtigste Punkt bei einem Kochbuch ist aber natürlich die enthaltenen Rezepte. Diese konnten mich leider nicht auf ganzer Linie überzeugen. Dies liegt aber vor allem daran, dass ich bereits einige vegetarische Kochbücher besitze und mich schon seit langer Zeit mit der vegetarischen Küche auseinandersetze. Daher benötige ich weder ein Rezept für Spaghetti aglio e olio noch das tausendste Hummus-Rezept. Auch wenn es sich in diesem Fall nicht um den klassischen Hummus, sondern um eine spicy Variante handelt.
Wie bei einem express Kochbuch nicht anders zu erwarten, kommen natürlich auch diverse Fertigprodukte aus dem Supermarkt zum Einsatz. Ansonsten könnten einige in der vorgegebenen Zeit kaum zubereitet werden. Dies ist für mich durchaus verständlich. Dennoch benötige ich, als erfahrene Köchin kein Rezept für fertige Maultaschen mit Spinat.
Dieses Buch ist eine umfangreiche Sammlung von Klassikern, Basis- und Lieblingsrezepten aus der vegetarischen Küche. Es eignet sich sehr gut für Neulinge in diesem Bereich oder Personen, die ihre umfangreiche Kochbuchsammlung deutlich verschlanken möchten.
Rezensionen von F.H.:
Koch! Mich! Jetzt! von Leon Schreiber
Super zum Nachkochen
Das Kochbuch von Leon Schreiber hält, was es verspricht: Einfache Rezepte zum Nachkochen, die richtig schnell zubereitet sind. Mit meiner Familie habe ich schon einige seiner Rezepte ausprobiert und sie haben alle toll geschmeckt. An der einen oder anderen Stelle habe ich beim zweiten Mal kochen etwas nachjustiert.
Geschmeckt hat es immer allen - egal ob Kind oder Erwachsener. Besonders toll finde ich die Kapitel mit Rezepten aus dem Ofen und Bowls. Das sind genau die Gerichte, die bei meiner Familie und mir richtig gut angekommen sind. Auch die Ideen zum Mealprep sind sehr praktisch. Desserts müssen wir erst noch testen, aber wenn sie genauso gut schmecken wie der Rest, dann bleiben bei diesem Kochbuch absolut keine Wünsche offen. Klare Empfehlung für alle Leute, die auf der Suche nach schnellen und leckeren Rezepten sind.
Rezensionen von Annabell95:
Totensee von Sophie Czerny
Verzweifelte Suche
Die suspendierte Ermittlerin Ada Sabel sucht seit Monaten verzweifelt nach ihrer verschwundenen Tochter Mara. Als eine verstümmelte Leiche mit einer Botschaft an sie gefunden wird, glaubt Ada, endlich eine Spur zum Entführer zu haben. Doch ihre Suche führt sie nicht nur zur Wahrheit, sondern auch zu den dunklen Kapiteln ihrer eigenen Vergangenheit.
Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven erzählt. Dabei sind die Kapitel sehr kurz gehalten. Dadurch wird ein enormes Tempo erzeugt und es sorgt dafür, dass man ständig denkt: "nur noch ein Kapitel..." Gleichzeitig treiben zahlreiche überraschende Wendungen die Handlung voran und halten die Spannung durchgehend hoch. Die Rückblicke in die Vergangenheit fügen sich gut in die Story ein und enthüllen nach und nach weitere Puzzleteile. Allerdings sind die Perspektivwechsel zu abrupt und zu oft schnell hintereinander. Das reißt einen ein bisschen aus dem Lesefluss, weil man sich dann erst wieder neu einfinden muss.
Im Mittelpunkt steht Ada Sabel, die verzweifelt nach ihrer Tochter sucht. Ada ist eine interessante und greifbare Protagonistin. Ihre Verzweiflung und ihre Entschlossenheit machen sie authentisch, dennoch hatte ich manchmal Schwierigkeiten, ihre Handlungen nachzuvollziehen. Um ihre Ziele zu erreichen, greift sie häufig zu Gewalt und überschreitet Grenzen, was sie stellenweise eher unsympathisch machte. Trotzdem fühlt man irgendwie mit ihr mit.
Der Thriller hat eine düstere Atmosphäre nicht nur durch die Jahreszeit, sondern viel mehr durch das zentrale Thema. Hier wird der Missbrauch von Kindern in Kinderheimen thematisiert und ist erschreckend und verstörend dargestellt. Das wirkt besonders auf einen ein.
Mein Fazit:
Ein temporeicher Thriller mit kurzen Kapiteln, überraschenden Wendungen und einer beklemmenden Atmosphäre. Die häufigen Perspektivwechsel haben meinen Lesefluss zwar etwas gestört, dennoch konnte mich die Geschichte durch ihre Spannung und ihr erschütterndes Thema fesseln. Vergebe gerne eine klare Leseempfehlung.










