Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Harakiri:
Der Handsammler von Elias Haller
etwas wirr zu Beginn, spannend am Ende
Eine Aussteigertruppe, die Suche nach einer vermissten Frau und jede Menge Tote prägen das Bild des neuen Thrillers von Elias Haller.
Die Geschichte startet spannend. Allerdings lässt die Spannung dann relativ schnell nach. Zu viele Schauplätze und Personen tauchen auf, die Story wird etwas wirr erzählt und die vielen religiösen Einschübe fand ich auch nur so semi-gut.
Zudem gab es einen Mordversuch, der Täter wird am Schauplatz gestellt und es erfolgt keinerlei Bestrafung. Sorry, aber das geht gar nicht.
Der Plot ist dann wieder sehr gut gelungen und auch das Ende ist mega-spannend. Die Kronberg-Reihe ist im Gegensatz zur Stille-Reihe brutaler und blutiger. Das muss man sich bewusst sein.
Hallers Schreibstil ist anschaulich und menschlich. Seine Charaktere sind gut nachvollziehbar und haben Ecken und Kanten und Gabriel hat mich in diesem Buch mehr als einmal überrascht.
Das Buch ist in sich abgeschlossen, besser ist es aber, wenn man die Vorgängerbände kennt.
Fazit: für mich nicht das beste Buch der Reihe, weil es teilweise stark vor sich hinplätschert.
Rezensionen von Shilo:
Schwestern. Trotz allem von Max Moor
Die drei Knöpfe der Erinnerung
In diesem Buch geht es um drei Schwestern, die nach dem Krieg getrennt werden und später ganz unterschiedliche Wege gehen. Gerti bleibt bei den Großeltern, während Rudi und Hansi in verschiedene Richtungen geschickt werden. Trotzdem verlieren sie einander nie ganz aus dem Blick. Die drei Knöpfe, die Gerti als Erinnerung an ihre Schwestern aufbewahrt, begleiten sie durch ihr ganzes Leben.
Dieses kleine Detail hat sich mir beim Lesen besonders eingeprägt.
Gertis Leben ist von Anfang an nicht einfach. Sie verliert ihre Eltern und muss auch ihre Schwestern gehen lassen. Später verliebt sie sich in Albert, obwohl diese Beziehung viele Schwierigkeiten mit sich bringt. Er kommt und geht, während Gerti versucht, ihren Alltag zu bewältigen und ihre beiden Kinder allein großzuziehen. Dabei muss sie sich gegen Vorurteile und manche Widrigkeiten behaupten. Ihre Sturheit war für mich nicht immer leicht nachzuvollziehen. Gleichzeitig konnte ich verstehen, warum sie so sehr an ihrem Wunsch nach einer eigenen Familie festhält.
Auch Rudi und Hansi werden mit ihren eigenen Lebenswegen gezeigt. Rudi sucht immer wieder nach Liebe und Anerkennung und versucht, ihre Kindheit im Heim hinter sich zu lassen. Hansi dagegen möchte unabhängig bleiben und ihr Leben selbst bestimmen. Sie macht beruflich ihren Weg, merkt aber trotzdem irgendwann, dass ihr etwas fehlt. Gerade diese Unterschiede zwischen den drei Frauen fand ich interessant.
Beim Lesen wird deutlich, wie stark die Erfahrungen aus der Kindheit die drei Schwestern prägen. Jede geht anders mit dem um, was sie erlebt hat. Manche Entscheidungen konnte ich gut verstehen, bei anderen hätte ich mich wahrscheinlich anders entschieden. Gerade dadurch wirkten die drei Frauen auf mich sehr unterschiedlich und trotzdem miteinander verbunden.
Die Geschichte umfasst mehrere Jahrzehnte und gibt Einblicke in die Lebenswelt der drei Frauen. Manche Abschnitte waren für mich etwas ausführlicher, wodurch das Lesen stellenweise langsamer wurde. Trotzdem wollte ich wissen, wie es mit den einzelnen Schwestern weitergeht und ob sie irgendwann wieder zueinanderfinden.
Mich hat vor allem beschäftigt, was von einer Familie bleibt, wenn Menschen durch äußere Umstände getrennt werden. Trotz aller Unterschiede verlieren die drei Frauen ihre Verbindung nie ganz. Dieser Gedanke hat mich beim Lesen begleitet.
Insgesamt habe ich die Lebenswege von Gerti, Rudi und Hansi gern verfolgt. Es geht um Verlust, Liebe, Familie und darum, wie unterschiedlich Menschen mit dem umgehen, was ihnen im Leben widerfährt. Für mich war es ein lesenswerter Roman, dem ich 4 Sterne gebe.
Rezensionen von Anno:
Schule, aber stabil von Gina Waibel
Klare Worte
Gina Waibel setzt sich für Chancengleichheit und gegen Rassismus in Schulen ein und findet hierfür deutliche Worte. Ihre Lösung dafür ist eine persönlichen Sensibilisierung. Ideen für weiterreichende schulische Änderungen, kann aber auch sie leider nicht bieten.
Und trotzdem ist dieses Buch besonders für Menschen, die solche Benachteiligungen im Alltag normalerweise nicht selbst zu spüren bekommen und gewillt sind, dem Thema offen zu begegnen, wahnsinnig interessant und lehrreich.
Hier im Buch trifft man auf Situationen, die man sonst vielleicht gar nicht so hinterfragt hätte, oder selbst erst nicht als rassistisch oder abwertend wahrgenommen hätte. Und genau das macht das Ganze ja so tückisch. Die eigene Motivation und wie diese vom Gegenüber wahrgenommen wird, muss nicht zwangsläufig übereinstimmen. Das auch wahr- und anzunehmen ist heute dringender denn je.
‚Schule, Aber stabil‘ legt den Finger in die Wunde, ist auch immer wieder ein Anstoß sein eigenes Handeln und Denken zu überdenken und mal über den Tellerrand zu blicken. Ob im Umfeld Schule oder auch im Alltag.
In ihrer Mission tritt Frau Waibel aber auch recht bestimmt auf, findet klare Worte, wiederholt sich jedoch auch in ihren Aussagen immer wieder inhaltlich. Mich hat dies aber nicht weiter gestört. Ich fand eher, dass das ihr Herzblut an diesem Thema gut unterstreicht und ihren Worten noch mehr Ausdruck verleiht. Doch, dass manche Sachverhalte vereinfacht dargestellt oder nicht weiter gedacht wurden, schmälert das Gelesene dann doch etwas.
Rezensionen von anushka:
Maja & Natascha von Elyse Durham
Vielschichtiger Roman um Geschwisterliebe im sowjetischen Ballett während des Kalten Krieges
Während der Belagerung Leningrads durch die Nazis im Jahr 1941 werden die Schwestern Maja und Natascha geboren. Jetzt, im Jahr 1958, sind sie unzertrennlich und an einem Ballettinternat. Ihr großes Ziel ist es, es in die Besetzung des Kirow-Ensembles zu schaffen und mit ihm zu Auftritten in die USA zu reisen.
Doch ein neues Gesetz soll verhindern, dass Russen bei Auslandsaufenthalten abtrünnig werden, und so darf zukünftig nur noch ein Familienmitglied ins Ausland reisen. Aus innigen Schwestern werden Konkurrentinnen.
Ich finde den Titel "Maja & Natascha" wenig aussagekräftig, insbesondere für diese reichhaltige Geschichte. Die Autorin hat hier eine sehr intensive und bildreiche Geschichte über die Welt des Balletts, Geschwisterrivalität und die Zeit des Kalten Krieges geschrieben. Maja und Natascha genießen als (angehende) Tänzerinnen, die die russische Kultur im Ausland vertreten sollen, zahlreiche Privilegien und doch ist das Leben hart und entbehrungsreich. Während sie in ihrer Kindheit und Jugend nur ans Tanzen denken, merken sie im Erwachsenenalter bald die politischen Repressionen. Die Förderung und Privilegien sind mit hohen Erwartungen und großem Druck verbunden, die die verschiedenen Figuren an ihre moralischen Grenzen bringen. Mit diesem Buch habe ich eine tiegründigere Geschichte bekommen als ich anfangs erwartet hatte. Nicht nur kann man hier tief in die Welt des Balletts eintauchen, sondern die Autorin versteht es auch, diese fiktive Schwesterngeschichte in politische instabile Zeiten einzubetten und mit historischen Ereignissen zu verknüpfen. Dabei erzählt sie gekonnt vom Leben der Menschen, die zwischen zwei Großmächten und ihrem Kräftemessen gefangen sind. Ein Aufstieg in ein besseres Leben scheint nur möglich, wenn die Figuren ihre Moral über Bord werfen. Doch das ist besonders zerstörerisch, wenn es sich um geliebte Menschen handelt. Mich hat dieser Roman sehr gefesselt und durch seine Tragik emotional berührt. Die Figuren sind alle gut ausgearbeitet mit ihren jeweils eigenen Dämonen und die Handlung ist glaubhaft. Die Details und Hintergründe wirken gut recherchiert und überzeugend. Man taucht tief in diese vielschichtige Geschichte ein und hat beim Auftauchen das Gefühl, eine ganz eigene Welt und Zeit erlebt zu haben.
Rezensionen von anushka:
Das Jahr der Wale von Kelly Anderson
Eine Geschichte zwischen Naturverbundenheit und Mystik
Annie MacLeod ist wortwörtlich ins Meer geboren. Viele Jahre ihres Lebens hat sie auf einem Segelboot verbracht, denn ihre Mutter erträgt das Leben unter Menschen und ohne das Meer nicht. Doch Annies Großmutter lebt an Land in einem kleinen Ort namens Hale's Landing an der Westküste Kanadas und Annie verbringt regelmäßig Zeit mit ihr.
So lernt sie Evan kennen und über die Jahre hinweg entwickelt sich aus der Kinderfreundschaft eine tiefe Verbundenheit, sodass Annie Evan im Alter von 19 Jahren zu einer Party begleitet und dadurch an Land und nicht bei ihren Eltern auf dem Boot ist, als ein Tsunami die Küste trifft. Während Annie versucht zu begreifen, was mit ihren Eltern passiert ist und der Ort sich seinen Verlusten stellt, erscheint am Strand ein unbekannter seltsamer junger Mann, der zunächst nicht spricht, zu dem Annie jedoch von Anfang eine Verbundenheit spürt, die aus ihrem tiefsten Inneren zu kommen scheint: Walker ist mysteriös und hütet seinen eigenen Geheimnisse.
Was jetzt nach einem Liebesroman mit Dreiecksbeziehung klingt, ist jedoch etwas ganz anderes. Natürlich geht es in der Geschichte auch um Liebe, aber teilweise auf einer gänzlich anderen Ebene. Es geht nicht vordergründig um Intimität und Rivalität, sondern im gegenseitiges Verständnis und den eigenen Platz im Leben und der menschlichen Gesellschaft. Auch Annie hat das Gefühl, nicht dazu zu gehören und nicht akzeptiert zu werden. Gleichzeitig zerrt eine unbändige Sehnsucht nach dem Meer an ihr. Ihre Geschichte handelt von Naturverbundenheit, Sehnsucht und einem auslaugenden Leben, das in der heutigen Zeit so oft den Alltag beherrscht. Dementsprechend haben mich viele Szenen sehr entspannt, die Naturbeschreibungen haben oft friedvolle Bilder hervorgerufen und die Schönheit und Verletzlichkeit der Natur bewusst gemacht. Gleichzeitig ist die Geschichte sehr offen für Deutungen. Sie ist das, was man darin lesen möchte. Sie spielt mit Andeutungen, wirkt mystisch, verweist mitunter auf Sagen, aber sie verlässt selten den Bereich des Realistischen. Das Buch handelt von Menschen, die eine tiefe Verbundenheit zur Natur spüren, teilweise so weit, dass sie von der Gesellschaft ausgegrenzt und für verrückt erklärt werden. Und es liefert mit dieser Geschichte eine Art von Theorie, warum das so sein könnte. Natürlich eine literarische Idee, eine mystische Möglichkeit und keinesfalls eine wissenschaftliche oder logische Erklärung. Doch in die Umgebung, die die Autorin mit Hale's Landing und der kanadischen Westküste geschaffen hat, passt diese Möglichkeit unglaublich gut hinein.
Dieses Mystische hat mir gut gefallen und mich fasziniert. Noch schöner hätte ich es gefunden, hier Anknüpfungspunkte mit den First Nations (den indigenen Völkern Kanadas) zu finden. Auch gibt es zwischendurch immer wieder einmal Längen und die Geschichte tritt das ein oder andere Mal etwas länger auf der Stelle. Zudem finde ich den englischen Titel ("The Wild Beneath", zu deutsch "Die Wildnis darunter") und das Cover der englischen Ausgabe deutlich passender. Ich finde es etwas schade, dass man hier auf den Zug der Bücher mit Tiertiteln aufspringen wollte.
Insgesamt hat mich das Buch glaubhaft an die kanadische Westküste versetzt, mich die Magie der Natur spüren und die Sehnsucht nach dem Meer nachfühlen lassen. Es hat mich emotional sehr berührt. "Das Jahr der Wale" ist ein ungewöhnliches Buch, das mich noch lange begleiten wird.
Rezensionen von Snookie:
Tokyo Seasons von Anne Pätzold
Atmosphärisch, warmherzig und gefühlvoll
In „Tokyo Season“ geht es um Caitlyn, die auf einer Geschäftsreise in Japan ist. Eines Abends landet sie auf einer Dating-App, die anders funktioniert als andere Dating-Apps, nämlich ohne Fotos, sondern nur mit einer Antwort auf eine Frage. Danach muss jede Nachricht mindestens 75 Wörter umfassen.
Auf diesem Weg lernt sie Jude und seine Freunde Emma und Will kennen. Caitlyn begibt sich außerdem auf die Suche nach ihrem Vater, der in Japan lebt und zu dem der Kontakt vor 10 Jahren abgebrochen ist. Auf diesem Weg wird sie von Jude begleitet.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Man verfolgt in diesem Buch nicht nur die Handlung, sondern taucht auch richtig in die Atmosphäre ein. Die Beschreibungen der verschiedenen Stadtviertel, der winterlichen Beleuchtungen, kleiner Dekorationen, japanischer Speisen und alltäglicher Gepflogenheiten haben bei mir sofort ein richtiges Tokio-Gefühl ausgelöst. Ich konnte mir die Schauplätze wunderbar vorstellen und hatte beim Lesen immer wieder das Gefühl, selbst ein kleines Stück durch Japan zu reisen. Gut gefallen hat mir dabei, dass Tokio nicht einfach nur eine Kulisse für die Geschichte ist. Die Stadt und das japanische Leben werden zu einem wichtigen Teil der Atmosphäre und verleihen dem Roman etwas ganz Besonderes.
Die Charaktere haben mir auch sehr gut gefallen. Sie waren sehr vielschichtig und authentisch. Besonders gefallen hat mir Caitlyn. Sie wirkte auf mich sehr nahbar und ihre Gedanken und Gefühlswelt waren sehr gut beschrieben, sodass ich einen direkten Bezug zu ihr hatte und ihre Entscheidungen nachvollziehbar waren. Auch die Beziehung zwischen Caitlyn und Jude hat mir unglaublich gut gefallen. Ihre Begegnung entwickelt sich auf eine ruhige und für mich sehr schöne Art und Weise. Zwischen den beiden stehen vor allem Respekt, gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis im Mittelpunkt. Ich mochte sehr, dass sie einander auf Augenhöhe begegnen und sich nicht einfach von überstürzten Gefühlen alles andere ausblenden lassen. Stattdessen lernen sie sich nach und nach kennen, öffnen sich füreinander und geben sich gegenseitig den Raum, den sie brauchen.
Eine Liebesgeschichte steht hier keinesfalls im Mittelpunkt. Für mich ging es im Wesentlichen um Stärke, Mut, Vertrauen und Freundschaft. Um den Mut, sich seinen Ängsten und seiner Vergangenheit zu stellen. Um die Stärke, seinen eigenen Weg zu suchen, auch wenn man noch gar nicht weiß, wohin dieser führt. Und um Menschen, die einem das Gefühl geben, nicht allein zu sein.
Gerade hier wird gezeigt, dass Freundschaft unter anderem durch Zusammenhalt geprägt wird und dass Familie nicht immer nur durch Verwandtschaft definiert wird. Manche Menschen werden zu einem Zuhause, obwohl man sie ursprünglich gar nicht gesucht hat.
Gleichzeitig mochte ich die Geschichte rund um die Suche nach ihrem Vater und Caitlyns eigener Identität. Ihre Reise nach Tokio ist dadurch nicht nur eine Reise an einen anderen Ort, sondern auch eine Reise zu sich selbst. Die Suche nach Antworten verbindet sich mit der Frage, wer man eigentlich sein möchte und wo man hingehört.
Insgesamt ist das Buch für mich eine warmherzige Geschichte mit viel Gefühl, einer wunderschönen Tokio-Atmosphäre und großartigen Charakteren. Für mich eine rundum gelungene Geschichte, die mich berührt und mit einem warmen Gefühl zurückgelassen hat.
Rezensionen von M:
Ella, die schlaue Kuh von Marc-Uwe Kling; Astrid Henn
Nicht so unseres
Ella ist eine schlaue Kuh mit Mut und Durchsetzungsvermögen und erreicht auch gegen die Meinung der anderen Tiere, das was sie möchte, nämlich ein Erklärbär bzw. eine Erklärkuh, d.h. eine TierLehrerin zu werden. Dieser Teil des Buchs hat uns mit seiner Botschaft , Du kannst alles schaffen was Du willst, gut gefallen.
Nicht so gut haben uns im Gegensatz zu Marc Uwe Kling und Astrid Henns Bücher über Tiffany und ihre Familie die Zeichnungen gefallen. Die Vorschulkinder fanden Ella sei nicht klar als Kuh zu erkennen und auch die anderen Tiere nicht so deutlich. Auch der gereimte Text war an mehreren Stellen holperig und nicht so einfach vorzulesen. Der Witz des Buchs wurde von den Kleinen nicht gut verstanden, wohingegen unsere 12 jährige das Buch sehr amüsant fand. Aber es soll ja ein Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahre sein.unser Fazit, Wir haben schon schönere Bücher von dem Duo gelesen.
Rezensionen von Katja K.:
The New Love Times, Band 1 - Written into my Heart von Saskia Louis
Witzige RomCom fürs Herz
Ich habe schon so viel von der Autorin gehört, dass ich dieses Buch unbedingt lesen wollte und ich wurde nicht enttäuscht.
Stella und Rowan haben mir leichte und humorvolle Stunden beschert mit ihren schlagfertigen Dialogen, witzigen Gemeinheiten und schließlich auch mit ihrer warmherzig erzählten Liebesgeschichte.
Es war nicht so, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, aber ich habe immer gerne weitergelesen und musste an vielen Stellen schmunzeln und lachen.
Sowohl Stella als auch Rowan sind ganz liebevoll gezeichnete Charaktere, die sich ein bisschen klischeehaft durch ihre Gegensätze ergänzen und mit ihrem ständigen Schlagabtausch Spannung entstehen lassen.
Etwas tiefgründigere Lektionen zum Thema Selbstliebe und Leben im Hier und Jetzt waren auch zu finden und insgesamt hatte ich nach der Lektüre einfach ein richtig schönes warmes und wohliges Gefühl. Ich freue mich schon riesig auf den zweiten Band!
Große Empfehlung für alle Fans von leichten, gut geschriebenen und witzigen RomComs!
Rezensionen von Tara:
Niemals geht man so ganz von Andreas Izquierdo
Erfrischender Krimi mit Herz und Humor
„Niemals geht man so ganz“ ist nach „Über die Toten nur Gutes“ der zweite Band mit dem Trauerredner Mads Madsen des Schriftstellers und Drehbuchautors Andreas Izquierdo. Das Buch kann unabhängig vom ersten Band der Reihe gelesen werden, aber da es auch Spaß macht die Entwicklung der Protagonisten zu verfolgen, ist es nicht verkehrt, diesen zuerst zu lesen.
Die Handlung beginnt in Glücksburg an der Ostsee. Am Ende eines Stegs entdeckt der Trauerredner Mads Madsen eine Frau, die er vorsichtig anspricht. Dennoch kann er nicht verhindern, dass sie sich ins Wasser stürzt. Zuvor hat sie Mads eine undurchsichtige Nachricht für ihre neunjährige Tochter Tilly hinterlassen. Da Mads zu genau weiß, wie es ist, wenn man in jungen Jahren plötzlich seine Mutter verliert, sucht er sie auf und stößt dabei auf einige Rätsel, die es zu lösen gilt.
Der Schreibstil des Autors ist lebendig und frisch. Mit seinen Dialogen zwischen Mads und seinem Vater Frietjof bringt er eine Menge Humor in die Handlung.
Mads ist ein einfühlsamer und sympathischer Protagonist, der das Herz am rechten Fleck hat. Sein Vater Frietjof hat mich mehrfach zum Lachen gebracht, allerdings ist der alte Herr auch ein wenig anstrengend.
Die Charaktere werden hier allesamt gut gezeichnet, da bleibt keiner blass, der ein oder andere wirkt eher ein wenig skurril.
Der Handlungsstrang um Tilly und ihre ertrunkene Mutter bringt Spannung und Überraschungen mit sich. Die Nebenstränge dienen der Auflockerung und sind ausgesprochen unterhaltsam.
Das Buch bietet eine gute Mischung aus Spannung, Humor und Tiefgang und hat mich damit ausgesprochen gut unterhalten, so dass ich mich schon auf das nächste Treffen mit Mads freue.
Rezensionen von ReiShimura:
Der Briefladen, in dem ich dich fand von Baek Seungyeon
Ein leiser Roman, der Zeit braucht
Auf den Erscheinungstermin dieses Buches habe ich mich sehr gefreut, da ich den ersten Teil wirklich geliebt habe. Daher habe ich mich mit Feuereifer auf das Buch gestürzt. Leider kam zuerst große Enttäuschung und Ernüchterung. Doch glücklicherweise hat sich am Ende alles zum Guten gekehrt.
Dieses Buch schließt mit etwas zeitlichem Abstand an die Ereignisse aus dem Buch „Der Briefladen, in dem die Zeit stillstand“ an.
Ich denke, dass man beide Bücher unabhängig voneinander lesen kann, da die Autorin alle relevanten Informationen aus dem ersten Buch im zweiten erwähnt. Dennoch würde ich empfehlen, beide Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um in den vollständigen Genuss der Atmosphäre zu kommen.
Die Optik und Haptik des Buches sind wieder sehr ansprechend. Vor allem das Coverbild gefällt mir sehr gut. Positiv finde ich auch, dass die beiden Bücher ein einheitliches Erscheinungsbild haben. Leider ist dies auch bei Reihen nicht immer der Fall. Auch dieses Mal hat man sich wieder für einen rauen Buchschnitt entschieden. Dies war einer meiner Kritikpunkte beim ersten Buch. Mittlerweile habe ich mich damit angefreundet und empfinde es nicht mehr als störend, sondern als herausstechendes Merkmal des Buches.
Gerade bei Büchern, die Teil einer Reihe sind, ist es immer schwierig, das Buch als alleinstehendes Werk zu beurteilen. Die Vergleiche mit den vorhergehenden Büchern drängen sich quasi auf. So auch in diesem Fall.
Auffallend für mich war, dass der Briefladen in diesem Buch deutlich weniger Raum einnimmt als im ersten Teil. Dies empfand ich als großen Verlust, denn gerade die Ruhe des Briefladens hat für mich den besonderen Charme des ersten Teils ausgemacht. Stattdessen rückt Hyoyeongs Liebesleben stärker in den Mittelpunkt und erhält wesentlich mehr Gewicht, als ich erwartet hatte. Dies hat auch zu meiner anfänglichen Enttäuschung geführt.
Es hat ein wenig gedauert, bis ich dies akzeptieren konnte und mich auch voll auf die Geschichte einlassen konnte. Erst dann konnte ich die ruhige, sanftmütige, liebevolle und teilweise poetische Schreibweise der Autorin wirklich wertschätzen. Dieses Buch versprüht so viele Emotionen, gibt unglaublich viel Stoff zum Nachdenken und Reflektieren und zeigt, wie vielfältig Liebe aussehen kann.
Dieser gefühlvolle, inspirierende Roman ist wirklich ein Leseerlebnis der besonderen Art über Liebe, Wünsche, Träume und Hoffnungen. Es ist eine Einladung zum Innehalten und eine Auszeit vom Alltag. Dieser Roman ist perfekt für alle, die auch die leisen Töne zu schätzen wissen.











