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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gavroche:

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Das Buch der gefallenen Blätter von A. S. Tamaki

Komplexe High-Fantasy

Ich habe mich mal wieder auf eine komplexe High-Fantasy gefreut und die habe ich hier auch bekommen. Man muss schon aufmerksam lesen, es gibt viele Handlungsstränge und die Welt baut sich langsam auf, aber es lohnt sich hier dran zu bleiben, denn diese Welt ist so vielfältig und überraschend. Angelehnt ist das Werk an eine asiatisch oder vielleicht auch nur japanisch inspirierte mythologische Welt.

Eine düstere und komplexe Welt, die nach und nach erklärt wird.
Es geht um Kriege, Clans, Götter, Dämonen, um Ehre in einer feindliche Welt und in dieser Welt Sen und Rui, zwei Menschen. Zu Beginn war ich etwas überfordert mit den vielen Clans und Namen, wechselnden Perspektiven etc., aber das hat sich später dann gegeben. Hilfreich fand ich das Personenregister am Ende des Buches, da konnte ich häufiger noch einmal nachschlagen, um mich zu erinnern.
Ein Fantasy-Abenteuer, für das man Zeit braucht, aber durchhalten lohnt sich. Mir hat die Geschichte um Rui und Sen gefallen.

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Das Buch der gefallenen Blätter

Rezensionen von Ulgu1978:

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Gnadenopfer von Viveca Sten

Todesengel

Todesengel
Hanna wird auf den plötzlichen Tod eines alten Herrn aufmerksam gemacht und gebeten, die Todesursache nachzuprüfen. Zunächst scheint alles seine Richtigkeit zu haben: der Verstorbene war bereits über 90 Jahre alt, krank, einsam und wurde von einem Pflegedienst betreut. Als Hanna von weiteren unvorhersehbaren Todesfällen von Pflegebedürftigen erfährt, wird sie aufmerksam und begibt sich auf Spurensuche.

Zu ihren Zweifeln, ob ihre Vermutung richtig ist, kommt ein Streit mit Daniel hinzu, der sie sehr belastet. Mit ihm hätte sie sich gerne zu diesem Fall ausgetauscht.
Viveca Sten beschreibt in diesem Buch sehr anschaulich wie alte Menschen vereinsamen können, weil sie aufgrund ihres Alters und ihrer Krankheit kaum noch das Haus verlassen. Oft sind die Mitarbeiter/innen eines Pflegedienstes der einzige Kontakt zur Außenwelt.
Die Spannung kommt auch diesmal wieder nicht zu kurz, da es im Laufe der Geschichte immer mehr verdächtige Personen gibt, die für die Morde "aus Barmherzigkeit" in Frage kommen.
Auch über das Privatleben der Protagonisten erfährt die Leserschaft vieles. Anton und Carl bereiten ihre Hochzeit vor. Leider ist das Verhalten von Antons Vater der Wermutstropfen bei den Vorbereitungen. Daniel lernt Clara kennen und hat doch nur seine Gedanken bei Hanna. Durch diese privaten Einblicke wird das Buch nicht langweilig, im Gegenteil, es erhöht oftmals fie Spannung.
Das fünfte Buch mit Hanna Ahlander ist für mich ein Pageturner. Ich habe es in zwei Tagen durchgelesen, weil ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte.

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Gnadenopfer

Rezensionen von AndilesOnaut:

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Natur und Technik - Das Duden Kinderlexikon von Anke Peterson; Svenja Ernsten

Ein Lexikon zum Stöbern und Entdecken

Bei Kinderlexika finde ich es immer wichtig, dass sie nicht wie ein trockenes Nachschlagewerk wirken. Dieses Duden Kinderlexikon schafft für mich genau den richtigen Spagat zwischen Wissen und Unterhaltung.

Schon beim ersten Durchblättern fällt auf, wie abwechslungsreich das Buch gestaltet ist.

Die vielen farbigen Bilder machen richtig Lust, sich die einzelnen Seiten genauer anzuschauen. Dazu kommen jede Menge Themen aus Natur und Technik, die alphabetisch sortiert sind. Von einfachen Begriffen aus dem Alltag bis zu Dingen, über die man vielleicht selbst noch nicht so viel weiß, ist einiges dabei.

Die Erklärungen sind angenehm kurz gehalten und trotzdem verständlich. Gerade bei einem Kinderlexikon finde ich das wichtig, denn seitenlange Texte würden wahrscheinlich schnell langweilig werden. Hier kann man sich stattdessen Stück für Stück ein Thema herauspicken und anschließend einfach weitermachen.

Gut gefallen haben mir auch die zusätzlichen Informationen und die Querverweise. Dadurch bleibt es selten bei einem einzigen Begriff. Man entdeckt etwas Interessantes und wird direkt auf ein anderes passendes Thema aufmerksam gemacht. So kann aus „Ich schaue nur kurz nach“ schnell eine längere Entdeckungsrunde durch das Buch werden.

Auch die Aufteilung ist sehr übersichtlich. Die Buchstaben am Seitenrand helfen beim Orientieren und über das Register lassen sich bestimmte Begriffe schnell wiederfinden. Besonders schön finde ich die größeren und einfacher aufgebauten Seiten für erste Leseversuche. Dadurch eignet sich das Buch nicht nur zum gemeinsamen Vorlesen, sondern kann später auch immer mehr selbstständig genutzt werden.

Für mich ist das ein Buch, das nicht nach einmaligem Lesen langweilig wird. Je älter die Kinder werden, desto mehr können sie vermutlich mit den Informationen anfangen und immer wieder neue Themen entdecken.

Insgesamt gefällt mir das Kinderlexikon richtig gut. Es ist abwechslungsreich, verständlich und vor allem so gestaltet, dass man gerne darin herumblättert. Für kleine Wissensfans ist es deshalb eine schöne Ergänzung im Kinderzimmer.

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Natur und Technik - Das Duden Kinderlexikon

Rezensionen von Tintenteufel:

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Heulen bringt dich auch nicht weiter! von Caroline Philipp

Instagramm-Girl auf Mindset-Suche

Caroline Ferreira Santos Philipp überzeugt uns auf den ersten Seiten von ihrem Temperament und ihrer humorvollen Erzählkunst! Sie beschönigt nichts und lässt uns gleichzeitig an ihrem unerschütterlichen Optimismus teilhaben!

Sie teilt mit ihren Leserinnen, wie sich auf die neue Lebenssituation angepasst und das passende Mindset entwickelt hat, um das unweigerlich entstehende Chaos nicht nur zu überleben, sondern Perfektion durch Lebensfreude zu ersetzen.

In Caros Conclusion am Ende jedes Kapitels fasst sie daher ihre Lehren zusammen, die sie aus ihren ganz persönlichen Erfahrungen gezogen hat. Hierbei beginnt sie nicht erst mit der Geburt der Drillinge, sondern betrachtet retrospektiv auch wilde Jugendjahre, Partnerwahl und vieles mehr. Der Bogen reicht umfasst nicht nur Kinder- und Familienthemen, sondern auch Mode, Lifestyle und Jetset, obwohl die Autorin doch immer bemüht ist zu betonen, wie bodenständig sie spätestens seit den Kindern ist.

Wer zu ihren Followern auf Instagramm gehört, wird sich über dieses ausführliche Backgroundwissen freuen, ich persönlich hätte lieber mehr aus dem Alltag einer Mehrlingsmutter gelesen, vielleicht chronologisch, auf jeden Fall aber konkreter und alltagsnäher. Diese eher assoziative Ansammlung von Lebensweisheiten und Küchenpsychologie, nicht selten etwas überdreht und eher umgangssprachlich zu Papier gebracht, konnte mich nicht begeistern. Ihre Co-Autorin Ulrike Zeitlinger wird nur in der Danksagung erwähnt und arbeitete nach eigener Aussage nach dem Prinzip ‚Du schnackst, ich schreibe‘. Ein wenig kritisches und ordnendes Lektorat hätte dem Buch gutgetan.

Schade, ich wollte eine leichte Lektüre, aber dieses Buch hat mich trotzdem enttäuscht: Etwas weniger Instagramm-Glamourgirl Caroline Ferreira Santos Philipp und etwas mehr Drillingsalltag und Baby-Chaos hätten mir mehr Lesefreude bereitet.

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Heulen bringt dich auch nicht weiter!

Rezensionen von Claudia R.:

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Lucy Hell von Britta Sabbag

teuflisch gut

Klappentext / Inhalt:

Gute Mädchen kommen in den Himmel, starke Mädchen kommen überallhin!
Bei Lucy Hell, Tochter des Teufels, stehen die Zeichen auf Alarm: Sie darf seine Nachfolge auf dem Höllenthron nicht antreten, WEIL. SIE. EIN. MÄDCHEN. IST!
Um dem Höllenvorstand und ihrem Vater zu beweisen, dass sie sich falsch entschieden haben, wandert Lucy auf die Erde aus.

Wenn die Höllenherren sehen, wie böse sie den Chaosplaneten im Griff hat, müssen sie einfach zugeben, dass Lucy die geborene Teufelin ist! Womit Lucy allerdings nicht gerechnet hat: Dass es ihr auf der Erde so höllisch gut gefallen könnte …
Der Auftakt einer lustig-frechen Girl-Power-Reihe für höllisch gute Mädchen ab 8 Jahren

Cover:

Höllisch komisch wirkt schon das Cover des Buches. Ein Mädchen macht es sich auf dem höllischen Thron gemütlich und sprayt dort ihren Namen drauf. Gruselig schaurige aber auch humorvolle Atmosphäre kommt hier bereits auf dem Cover auf. Die dunklen Farben sind passend gewählt, aber auch die lila Töne bringen den weiblichen Touch mit hinein. Ein höllisch gut gelungnes Cobver, welches gut zum Titel passt.

Meinung:

Höllisch gute Unterhaltung wird hier geboten. Lucy Hell ist die Tochter des Teufels. Mit ihrer frechen und teuflischen Art bringt sie Schwung in das Ganze und sorgt für höllisch gute Unterhaltung.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist locker und lässt sich angenehm und flüssig lesen. Schnell ist man in der Geschichte und auch die Charaktere sind einen bald vertraut. Teuflisch gut und humorvoll ist das Ganze umgesetzt. Die einzelnen Kapitel haben eine gute und angenehme Länge. Die Anfänge sind gut und deutlich erkennbar. Die Überschriften sind passend gewählt, ohne zu viel zu verraten. Die Bildchen, Symbole und Illustrationen lockern das Ganze sehr schön auf und runden es im Gesamten sehr gut ab. Die Illustrationen sind toll umgesetzt und passen gut dazu.

Die Geschichte ist spannend und humorvoll umgesetzt und sorgt für gute Unterhaltung. Schnell und gut kommt man hier voran. Es lässt sich locker leicht lesen.

Gliederung und Gestaltung haben mir hier sehr gut gefallen.

Fazit:

Teuflisch gute Unterhaltung und auch der Humor kommt nicht zu kurz.

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Lucy Hell

Rezensionen von Tintenteufel:

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Monofuturis von Konstantin Schamber

Komplex und anspruchsvoll

Konstantin Schambers Buch Monofuturis ist eine komplexe und anspruchsvolle Analyse der Fragestellungen rund um die Möglichkeiten durch technischen Fortschritt, aber auch um die Determination unseres Denkens durch diesen. Nachdem ich recherchiert hatte, dass Ulrich Beck Schambers Doktorvater war, stieg mein Erwartungsniveau, und ich wurde nicht enttäuscht!

Gleichermaßen systematisch wie detailliert und ausgewogen lotet Schamber die verschiedenen Möglichkeiten aus, beschreibt vergangene gesellschaftliche Veränderungen durch technischen Fortschritt gleichermaßen wie sich abzeichnende Einflüsse von KI auf unser Denken und unsere Arbeit.

Er verfällt weder einem technischen Machbarkeitsoptimismus noch zeichnet er das Schreckensszenario einer gesellschaftlichen Dystrophie, sondern bietet eine kritisch-reflektierte Analyse und bietet Denkansätze, um den eigenen Blick zu schärfen für Möglichkeiten und Risiken, Komplexität und Unsicherheit einer immer schneller werdenden Innovationswelle.

Die Lektüre ist anspruchsvoll, wird aber durch eine eingangs vorgestellte ‚Landkarte des Buches‘ erleichtert, zu welcher der Leser jederzeit zurückblättern kann, droht er in der Komplexität von Darstellung und Analyse den Überblick zu verlieren. Wer sich für Technikfolgenabschätzung und Soziologie interessiert, sollte sich unbedingt die Zeit für dieses Buch und fürs eigene Denken nehmen!

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Monofuturis

Rezensionen von Tintenteufel:

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Die Rückkehr der Hoffnung von Rutger Bregman

Provokation und Pathos

Im Rahmen der BBC Reith Lectures hielt der Historiker Rutger Bregmann vier Vorträge über die Rückkehr der Moral, die in diesem 90-Seiten-Büchlein abgedruckt wurden: Bregman beginnt mit der Diagnose der Gegenwart als Überleben der Schamlosen, beschäftigt sich dann mit moralischen Revolutionen der Vergangenheit (wie etwa den Abolitionisten und den Suffragetten) sowie der erfolgreichen Verschwörung der Fabianer, um dann von einem friedlichen Kampf für Menschlichkeit im Zeitalter der Maschine zu träumen.

Doch seine Forderung, sich die Utopie anzueignen, „nicht als naive Fantasievorstellung, sondern als Bezugspunkt für die Erneuerung“ (S.65) ist vielleicht wohlklingend, aber leider ohne jede praktische Tragweite! Ich finde in dem Büchlein keine Ansätze, den Worten Taten folgen zu lassen. Es genügt nicht, andere wegen ihrer Gewinnorientierung und ihrer Bullshit-Jobs zu kritisieren, und selbst im Elfenbeinturm den eigenen jugendlichen Träumen von Utopie und friedlicher Weltverbesserung nachzuhängen. Von Abolitionisten, Suffragetten und Bürgerrechtlern zu erzählen, bringt die Welt keinen Schritt weiter.

Vielleicht ist Bregman hier auch Opfer seines Faches, denn im Anschluss an seine Analysen fehlt ein Konzept für die Zukunft, etwa ein ethisch-philosophisches Nachdenken über Maximen des Handelns, die er zwar manchmal am Rand andeutet, aber nie wirklich durchdenkt. Ebenso fehlt eine soziologische, politologische oder medienwissenschaftliche Betrachtung darüber, wie es zurzeit Populisten an den Rändern des politischen Spektrums schaffen, Leute zu begeistern und mitzunehmen, was der politischen Mitte gerade so gar nicht gelingen will. Die Bedingungen für die Mobilisierung von Bevölkerungsgruppen sind heute nun mal andere als im 19. und 20. Jahrhundert. Daher bleibt die Frage unbeantwortet, wie es gelingen kann, Menschen in der Gegenwart für eine friedliche moralische Erneuerung zu gewinnen.

Schade, nach dem starken und provokanten Einstieg ins Thema hatte ich mir mehr Konsequenz und innovatives Potential bei der Skizzierung eines Konzepts für eine bessere Zukunft erhofft. Ich habe Bregmans (oft genug von ihm erwähnten) Bücher bislang noch nicht gelesen, werde es aber nach dieser Lektüre aber wohl auch nicht mehr tun.

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Die Rückkehr der Hoffnung

Rezensionen von Tintenteufel:

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Red Star Down von D. B. John

Spannend und erschreckend realitätsnah

D.B. John gelingt es, in ‚Red Star Down‘ reale Figuren und Ereignisse aus dem Zeitraum zwischen Donald Trumps erster Amtseinführung als Präsident der Vereinigten Staaten 2017 und den beiden erstaunlichen Gipfeltreffen mit dem Obersten Führer von Nordkorea und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im folgenden Jahr mir fiktiven Elementen zu einem spannenden und erschreckend realitätsnahen Thriller zu verbinden!

Gerade durch das Einflechten historischer Ereignisse kann sich der Leser nie entspannt zurücklehnen, weil er sich ständig dessen bewusst bleiben muss, dass das Geschilderte möglich und keineswegs unwahrscheinlich ist.

Die Hauptprotagonistin Jenna, eine CIA-Agentin mit nordkoreanischen Wurzeln, ist authentisch und sympathisch und vermittelt uns Lesern einen packenden Einblick in ihren nervenaufreibenden Alltag, den sie nur mit äußerster Disziplin und Belastbarkeit überleben kann und in den sie infolge dramatischer biographischer Erlebnisse geschleudert wurde. Gegenspieler Eric, nordkoreanischer Spion im Weißen Haus, wird uns als Opfer seiner Herkunft und seiner Faszination für Machtmenschen auch so lebensnah geschildert, dass wir zwar keine Sympathie, aber doch fast Mitleid mit ihm empfinden.

Diese Kombination aus Spannung, historisch verankerter Realitätsnähe, präzise recherchierten Arbeitsweisen der verschiedenen Geheimdienste und und brillianter psychologischer Menschenschilderung lässt einen Thriller entstehen, der einen ganz gefangen nimmt und den man kaum aus der Hand legen kann.

Meine absolute Leseempfehlung für alle Liebhaber politischer Thriller!

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Red Star Down

Rezensionen von lectrice:

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Chimaira: Malin & Maira von Sabine Giebken

Außergewöhnlich

Ich glaube, als Kind habe ich mal ein Wendebuch gelesen, das war aber viel kürzer und längst nicht so komplex und umfassend wie dieses Buch. Hier ist allein die Aufmachung schon wunderschön. Es gibt gleich zwei Cover, je nachdem, mit welcher Perspektive man beginnen möchten. Und hey, das ist gar nicht so einfach, hier eine Entscheidung zu treffen.

Auch im Inneren wird die Trennung in den Illustrationen konsequent weiter geführt. Es ist vom Design her absolut wunderbar.
Aber nicht nur das, denn es geht hier ja um den Roman und der ist auch toll. Die Geschichten der beiden Mädchen Malin und Maira könnten unterschiedlicher nicht sein. Das liegt nun aber auch daran, dass Malin ein typisches Mädchen ist mit all den Komplexen, die allzu bekannt sind. Aber Maira ist eben magisch und mystisch und anders. Der Pakt, den die beiden schließen, wird hier spannend umgesetzt.
Nach einer kurzen Einführung geht die jeweilige Geschichte los und es gibt jede Menge Themen, die für die Zielgruppe ansprechend und wichtig sind. Sich verlieben, Unsicherheiten, sich hinterfragen, Freundschaft und vieles mehr.
Der Roman hat viel Tiefgang und der Schreibstil hat mir auch sehr gefallen.

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Chimaira: Malin & Maira

Rezensionen von Tintenteufel:

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Die Träume, die wir hatten von Christiane Hoffmann

Roman und beeindruckendes Zeitzeugnis

Christine Hoffmann hat in ihrem Roman die interessante Idee, drei Themen miteinander zu verweben: zum einen das Schicksal einer Frauenfreundschaft, die durch den Suizid einer Beteiligten ein Ende findet, zum anderen die politischen Ereignisse in der Sowjetunion und der Ukraine vom Ende der Achtziger Jahre bis heute.

Ihr gelingt eine tolle, atmosphärisch dichte Erzählung von der politischen und gesellschaftlichen Stimmung im Deutschland des Mauerfalls, der unabhängig werdenden Ukraine, des sich im Zusammenhang von Glasnost und Perestroika nach Westen öffnenden Russlands bis hin zum Wiedererstarken der autoritären Strukturen in Russland, dem Verlust der gewonnenen Freiheiten und dem gewalttätigen Angriff auf die Ukraine im Glauben, sie wieder in ein groß-russisches Reich integrieren zu können.

Christin Hoffmanns Studium der Slawistik und osteuropäischer Geschichte spiegelt sich in den kenntnisreichen und authentischen Schilderungen der gesellschaftlichen und politischen Umwälzungen vom ungläubigen, aber hoffnungsvollen Austesten der neuen Freiheiten in der erwachenden Demokratie in der Ukraine bis zum Scheitern aller politischen Bemühungen, den Einmarsch Russlands in die Ukraine zu verhindern.
Die passend ausgewählten und eingeflochtenen Gedichte von Anna Achmatowa und anderen Autoren Osteuropas unterstreichen die Atmosphäre und bringen eine zusätzliche kulturelle Tiefe in den Roman

So weit bin ich wirklich begeistert von dem umfassenden und berührenden Einblick in diese Zeiten des permanenten Umbruchs, des Wechsels von Hoffnung und Enttäuschung!

Allerdings sind mir die Kapitel viel zu lang und wirken oft unstrukturiert, Der Leser gewinnt den Eindruck, die Ich-Erzählerin müsse ihre Gedankenflut noch bewältigen. Dies ist angesichts des Erlebten zwar authentisch und glaubwürdig, liest sich aber doch auf die Dauer anstrengend. Außerdem nehmen die (gesellschafts-)politischen Umstände einen zunehmend großen Raum ein, während die verstorbene Freundin für die Ich-Erzählerin zwar ein wichtiges Thema bleibt, aber seltsam unnahbar bleibt. Offensichtlich ringt die Protagonistin darum, sie posthum zu verstehen, (und schließt sogar eine familiäre Disposition zum Suizid nicht aus), doch dieses Ringen um Verständnis macht es dem Leser nicht leichter. Ich hätte auf diesen Erzählstrang durchaus gerne verzichtet und ein realistisches Zeitzeugnis vom Leben der Freundinnen unter den wechselnden politischen Bedingungen gelesen. Die Idee, eine Parallele im Erwachen und wieder Zugrundegehen der Demokratie in Russland und dem hoffnungsvoll begonnenen und im Suizid endenden Leben zu ziehen, konnte mich in der Umsetzung letztlich nicht ganz überzeugen.

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Die Träume, die wir hatten