Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manuela Meierhofer:
Amon von Jennifer Teege; Nikola Sellmair
Erschütternd
Was macht es mit einem, wenn man durch Zufall entdeckt, dass der eigene Großvater der KZ-Kommandant Amon Göth war? Was hat ihre geliebte Großmutter von den Taten ihres Mannes gewusst? Hatte ihre Mutter sie deswegen zur Adoption freigegeben?
Jennifer Teege spürt all diesen (und noch unzähligen anderen) Fragen nach.
Versucht, sich der Vergangenheit anzunähern, eine Verbindung zu ihrer Mutter aufzubauen.
Ein Buch, das tief unter die Haut geht. Erschütternd, bestürzend. Weil es leider keine unterhaltende Fiktion ist.
Lesen!!!
Rezensionen von Claudia R.:
Metzina von Rebekka Salm
historisch, fantasievoll
Klappentext / Inhalt: Olten im 14. Jahrhundert. Metzina kennt die Kräuter, hilft Kinder auf die Welt zu bringen und weiß um die Kräfte des Wetters. Wenn Fieber die Körper schüttelt oder die Nächte von bösen Träumen heimgesucht werden, suchen die Menschen ihren Rat – noch. Als feindliche Truppen vor den Stadttoren stehen, bricht über Olten ein gewaltiges Unwetter herein.
Blitze zerreißen den Himmel, der Fluss tritt über die Ufer, und im Chaos des Sturms wendet sich das Kriegsglück. Zufall oder Zauberei? Während die siegreichen Kyburger eine Erklärung für den ihnen in den Schoß gefallenen Triumph suchen, brauchen die Solothurner jemanden, der für ihre Niederlage verantwortlich ist. In beiden Lagern fällt der Verdacht auf Metzina. Sie flieht, wird gefasst und in den krummen Turm geworfen. Der Scheiterhaufen wird aufgeschichtet. Bald soll sie als Hexe brennen. In der Dunkelheit des Gefängnisses verliert Metzina ihre Kräfte, die Hoffnung und beinahe den Verstand. Was ihr bleibt, ist die Stimme. Sie beginnt zu erzählen. Vom Leben als Frau und als Fremde. Von ihrer Kindheit in der Klus, von Krieg und Flucht. Vom tragischen Tod ihres Sohnes und von einer Welt, in der Wahrheit weniger zählt als das, was den Herrschenden nützt. Sie erzählt gegen das Vergehen der Zeit an – und gegen ihr eigenes. Solange Metzina erzählt, ist sie noch. Metzina ist eine eindringliche historische Erzählung über eine unbequeme, kluge und widerständige Frau aus dem 14. Jahrhundert. Gekonnt verknüpft die Autorin historische Überlieferungen und Fiktionalität zu einem besonderen Lesevergnügen. Cover: Im Dunst des Rauches ist eine Frau dahinter erkennbar, welche die Räucherware in den Händen hält. Optisch ist es nicht unbedingt mein bevorzugtesThema und ich würde auch nicht direkt angesprochen. werden und dennoch liegt eine gewisse Faszination darin, die Interesse geweckt hat. Das Cover selbst wirkt recht dunkel und bringt etwas geheimnisvolles mit sich. Meinung: Historische Geschichte über eine Frau,. die mehr weiß und kann als andere und so als Sündenbock und Hexerei bezichtigte hinhalten muss. Metzina kennt Kräuter und kann diese hilfreich anwenden und sieht Dinge, die andere nicht erkennen, nützliches, was Wert geschützt wird, aber auch gefürchtet ist. Eine Geschichte, die mitreißt und die Zeit des 14 Jahrhunderts aufleben lässt. Inhaltlich möchte ich hier nicht zuviel vorweg nehmen und halte mich daher mit inhaltlichen Details und Informationen dazu zurück. Die Geschichte einer Frau im Dorf Olten um 1383 wird hier aufgegriffen und gut recherchiert wieder gegeben. In die Zeit und die damaligen Gegebenheiten findet man sich gut hinein und auch der Schreibstil und die Erzählweise greift die Epoche und Zeit auf und setzt diese gut um. Auch in Charaktere und Hintergründe findet man sich sehr gut hinein. Die Mischung aus historischen Gegebenheiten und spannender Geschichte sind hier sehr gut vereint und lassen einen tief in Geschehnisse und Geschichte eintauchen. Der Schreibstil ist passend gewählt und setzt das Ganze sehr gut um. Abschnitte und Passagen haben eine angenehme Länge. Die Anfänge mit Ort und Zeitangaben sind gut gewählt und gut erkennbar. Gliederung und Gestaltung haben mir gut gefallen. Alles in allem fand ich es interessant umgesetzt. Eine Geschichte, die einen in die Zeit des 14 Jahrhunderts versetzt und dabei eine faszinierende Geschichte näher beleuchtet und verschiedenen Ansätze sehr interessant angeht und umsetzt. Fazit: Eine gelungene Mischung aus historischer Geschichte und fantasievoller Erzählung.
Rezensionen von Shilo:
Sturmtage von Sibel Daniel
Ein bewegender Abschluss
Johanna möchte ihrer Tochter Leah im neutralen Schweden ein sicheres Leben ermöglichen. Nach allem, was hinter ihr liegt, konnte ich gut verstehen, dass sie nicht noch einmal alles aufs Spiel setzen möchte. Doch dann steht plötzlich Ruth vor ihr, die Johanna für tot gehalten hat. Damit wird ihre bisherige Entscheidung auf einmal infrage gestellt.
Diese Situation hat mich beim Lesen beschäftigt. Johanna weiß, was sie in Berlin erwartet, und trotzdem macht sie sich auf den Weg. Man merkt, wie viel Mut sie dafür braucht und wie wichtig ihr die Menschen sind, für die sie diese Gefahr auf sich nimmt. Gleichzeitig war für mich nachvollziehbar, dass sie dabei auch Angst und Zweifel hat.
Die Rückkehr ins zerstörte Berlin vermittelt einen guten Eindruck von der damaligen Zeit. Überall lauert Gefahr und Johanna muss sehr vorsichtig sein. Trotzdem wird die Handlung nicht unnötig dramatisch erzählt. Auch Karls Kampf gegen die Nazis und die schwierige Aufgabe, bei der Johanna helfen soll, fügen sich gut in die Geschichte ein.
Ruths Auftauchen bringt noch einmal eine ganz neue Seite in die Handlung. Einige Dinge sieht man dadurch plötzlich anders. Auch die Begegnung mit dem Mann, dessen Verrat Johanna nicht vergessen kann, hat mich fasziniert. Gerade hier war ich gespannt, wie Johanna mit dieser schwierigen Situation umgehen wird.
Beim Lesen wird deutlich, wie eng die historischen Ereignisse mit den persönlichen Schicksalen verbunden sind. Es geht um Widerstand und Krieg, aber auch um Vertrauen, Familie, Liebe und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Diese Mischung hat die Geschichte für mich abwechslungsreich gemacht.
Als Abschluss der Reihe hat mich dieser Band überzeugt. Johanna ist eine Figur, deren Weg ich gerne verfolgt habe. Nicht jede ihrer Entscheidungen war für mich einfach nachzuvollziehen, aber gerade das machte sie für mich glaubwürdig. Das Ende hat gut zu ihrer Geschichte gepasst.
Für mich ist es ein bewegender Abschluss der historischen Saga. Die Geschichte zeigt, wie viel Kraft Menschen entwickeln können, wenn sie trotz Angst und großer Gefahr nicht aufgeben.
5 Sterne.
Rezensionen von Christina:
Hinaus in den Wind,1 Audio-CD, 1 MP3 von Trude Teige
Es geht weiter mit der Schifferin Kristiane
Es geht endlich weiter mit dem Leben der Schifferin Kristiane. Nach dem Gesang der See kommt nun mit Hinaus in den Wind , der zweite Band der Reihe aus der Feder Trude Taige Ich habe mich gefreut das wir wieder nach Norwegen an die Westküste reisen. Zuerst ist mir das Cover aufgefallen und dachte mir endlich gibt es eine Fortsetzung.
Die Cover sind ähnlich und haben so einen hohen Wiedererkennungswert. Das finde ich klasse. Diesesmal habe ich das Hörbuch gewählt und wurde nicht enttäuscht, den die Sprecherin Yara Blümel gefällt mir sehr mit ihrer Stimme und hatte so viel Freude beim lauschen. Es geht um Mut einer jungen Frau , die ihren Weg geht. Bis ein trauriger Fall ihr Leben erschüttert. Das Leben zur damaligen Zeit wird detailreich beschrieben und ist so gut nachvollziehbar. Es ist eine spannende und interessante Geschichte mit Tiefgang , den auch Gewalt und Familiengeheimnisse spielen eine große Rolle. Ich mag wie Trude Taige ihrer Geschichten erzählt und man beim hören oder lesen in die Geschichte abtaucht. Klare Hörempfehlung.
Rezensionen von Christina :
Hinaus in den Wind,1 Audio-CD, 1 MP3 von Trude Teige
Es geht weiter mit der Schifferin Kristiane
Es geht endlich weiter mit dem Leben der Schifferin Kristiane. Nach dem Gesang der See kommt nun mit Hinaus in den Wind , der zweite Band der Reihe aus der Feder Trude Taige Ich habe mich gefreut das wir wieder nach Norwegen an die Westküste reisen. Zuerst ist mir das Cover aufgefallen und dachte mir endlich gibt es eine Fortsetzung.
Die Cover sind ähnlich und haben so einen hohen Wiedererkennungswert. Das finde ich klasse. Diesesmal habe ich das Hörbuch gewählt und wurde nicht enttäuscht, den die Sprecherin Yara Blümel gefällt mir sehr mit ihrer Stimme und hatte so viel Freude beim lauschen. Es geht um Mut einer jungen Frau , die ihren Weg geht. Bis ein trauriger Fall ihr Leben erschüttert. Das Leben zur damaligen Zeit wird detailreich beschrieben und ist so gut nachvollziehbar. Es ist eine spannende und interessante Geschichte mit Tiefgang , den auch Gewalt und Familiengeheimnisse spielen eine große Rolle. Ich mag wie Trude Taige ihrer Geschichten erzählt und man beim hören oder lesen in die Geschichte abtaucht. Klare Hörempfehlung.
Rezensionen von Annabell95:
Septembermord von Chris Chibnall
Mysteriöser Tod
Im beschaulichen Dorf Fleetcombe wird die Ruhe abrupt zerstört, als der Betreiber des Pubs „White Hart“ ermordet aufgefunden wird. Die Leiche wurde auf erschreckende Weise zur Schau gestellt. Für Detective Nicola Bridge, die nach langer Zeit in ihre Heimat zurückkehrt, ist dieser Fall eine große Herausforderung.
Gemeinsam mit ihrem Kollegen Harry Ward beginnt sie zu ermitteln. Doch je tiefer sie in den Fall eintauchen, desto mehr Geheimnisse kommen ans Licht. Die Dorfbewohner halten sich bedeckt, Aussagen widersprechen sich, und hinter der idyllischen Fassade verbergen sich zahlreiche Lügen.
"Septembermord" ist der Auftakt in eine neue Serie mit dem Ermittlerduo Bridge & Ward.
Der Einstieg in die Story hat mir ganz gut gefallen. Der rätselhafte Mordfall und das kleine Dorf Fleetcombe haben mich direkt in die Geschichte gezogen und dafür gesorgt, dass ich unbedingt wissen wollte, was hinter allem steckt. Doch nach dem gelungegen Einstieg verlor die Handlung an Tempo. Trotz vieler verdächtigen Personen und immer neuen Hinweisen, kam die Ermittlungsarbeit nicht so wirklich voran und wurde zu langweilig. Es entstand das Gefühl, dass die Story über weite Strecken eher vor sich hinplätschert, anstatt die Spannung kontinuierlich zu steigern. Die Auflösung am Ende fand ich sehr vorhersehbar und es gab keinen Überraschungsmoment, wie man ihn meistens bei Krimis erwartet.
Das Ermittlerduo Nicola Bridge und Harry Ward konnte mich nicht vollständig erreichen. Beide sind grundsätzlich sympathisch, bleiben aber recht oberflächlich. Besonders schade fand ich, dass ich keine wirkliche emotionale Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Mit Nicolas Ehekrise wird zwar versucht, ihrer Figur mehr Tiefe zu verleihen, doch dieser Aspekt blieb für mich ebenfalls zu oberflächlich, um wirklich berühren oder interessieren zu können.
Der Schreibstil war gut zu lesen, aber hatte dennoch nichts Fesselndes an sich. Das Setting mit dem Dorf "Fleetcombe" konnte mich dafür überzeugen. Es wirkt düster, bedrückend und voller Geheimnisse. Die Dorfbewohner erscheinen verschlossen, jeder scheint etwas zu verbergen zu haben. Das hat zumindest für einen kleinen Teil an Spannung gesorgt.
Mein Fazit:
Ein Krimi mit einem atmosphärischen Dorfsetting, einem starken Beginn und einer geheimnisvollen Grundstimmung. Leider verliert die Geschichte im Verlauf deutlich an Spannung, die Figuren bleiben blass und die vorhersehbare Auflösung konnte mich nicht überzeugen. Es hatte durchaus Potenzial, was aber leider nicht ausreichend genutzt worden ist.
Rezensionen von Schlafmurmel:
Die Bestatterin von Kalima Pine
Nichts ist, wie es scheint – ein Psychothriller mit Gänsehautfaktor
Das Cover von „Die Bestatterin“ von Kalimina Pine sieht auf den ersten Blick gar nicht nach einem Thriller aus. Die Holzhütte an der Waldlichtung wirkt eher wie das Cover eines Romans, hat mich aber gerade deshalb angesprochen. Auch der Klappentext konnte mich neugierig machen, sodass ich mich für das Buch beworben habe – und zum Glück auch ein Exemplar bekommen habe.
„Die Bestatterin“ erschien 2026 im dp Verlag und umfasst 399 Seiten. Und ich muss sagen: Ich habe es absolut nicht bereut! Der Psychothriller hat mich von Anfang an richtig gut unterhalten und ich konnte meinen Reader kaum aus der Hand legen. Denn hier ist wirklich nichts so, wie es zunächst scheint.
Im Mittelpunkt steht Maria Moretti, die das Bestattungsunternehmen ihres verstorbenen Vaters übernommen hat. Schon seit längerer Zeit ist sie Single, doch bei einem Abend mit ihrer Freundin Dani lernt sie den Kinderchirurgen Matteo Schönfeld kennen. Zwischen den beiden entwickelt sich schnell mehr und es scheint, als würde sich Marias Leben endlich zum Guten wenden.
Doch dann wird eine grausam verstümmelte Leiche gefunden – ausgerechnet im Grab eines anderen Menschen. Der Leiche wurden professionell Organe entnommen. Gleichzeitig häufen sich Vermisstenfälle mit ähnlichen Hintergründen. Schon bald führen viele Spuren zu Marias Bestattungsunternehmen. Aber hat Maria tatsächlich etwas damit zu tun?
Als sie in den Unterlagen ihres verstorbenen Vaters ein Notizbuch findet, beginnt für Maria ein wahrer Albtraum. Ihr Vater war einem illegalen Organhandelsring auf der Spur und musste dafür mit seinem Leben bezahlen. Und plötzlich könnte Maria dem Täter näher sein, als ihr lieb ist.
Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, wodurch man immer wieder neue Einblicke bekommt. Besonders die beiden Kommissare haben mir gefallen, allen voran Natascha, die mit Maria befreundet ist. Auch Marias Mitarbeiter Toni und dessen vorbestrafter Bruder geraten immer stärker in den Fokus der Ermittlungen. Man sollte beim Lesen wirklich aufmerksam sein, denn überall verstecken sich kleine Hinweise. Ich habe versucht, Zusammenhänge zu erkennen und Verdächtige auszumachen, wurde aber immer wieder überrascht. Die düstere Atmosphäre, die unerwarteten Wendungen und das psychologische Katz-und-Maus-Spiel haben die Spannung bis zum Schluss aufrechterhalten.
Für mich war „Die Bestatterin“ ein richtig fesselnder Psychothriller, der mich bestens unterhalten hat und mich auch nach dem Ende noch beschäftigt hat. Kalimina Pine werde ich mir auf jeden Fall merken und ich kann das Buch Thriller-Fans nur weiterempfehlen.
Rezensionen von Claudia R.:
Das zweite Gesicht der Anjes Kowalsky von David Weber
gewaltig
Klappentext / Inhalt:
David Weber greift ein drängendes Thema auf: Gewalt an Frauen. Er wirkt in diesem Roman als stiller Beobachter und Chronist, der die Sprachnachrichten der Hauptprotagonistin niederschreibt. Das tut er in einer stringenten und packenden Sprache. Der Autor lässt offen, ob diese Anjes Kowalsky (ihr Name ist ein Pseudonym) tatsächlich existiert.
Anjes Kowalsky diktiert ihm ihre Geschichte. Als junge Schauspielerin hat sie ihren Theaterjob, ihr Selbstwertgefühl und ihren Glauben verloren. Schuld ist ein Mann, der sie missbraucht und gedemütigt hat. In ihrer Verzweiflung sucht sie Hilfe bei einer Psychotherapeutin. Diese führt sie schrittweise aus ihrer Ohnmacht hin zu einer neuen Lebensaufgabe. Sie soll Frauen von ihren gewalttätigen Männern befreien. Was als Spiel beginnt, wird unversehens ernst, als sie selbst zur Gejagten wird. Überlegt und berechnend lässt sie den Verfolger in die eigene Falle tappen. Die Tat, getarnt als tödlicher Unfall, stürzt sie nicht in Gewissenskonflikte, im Gegenteil, sie schöpft Energie daraus. Jetzt wartet sie ungeduldig auf neue Aufgaben ihrer Psychotherapeutin. Zu spät realisiert sie, dass ihre Mentorin sie manipuliert und eigene Ziele verfolgt. Anjes ist süchtig nach dem Adrenalinkick dieses letzten Augenblicks, wenn die Männer verwundert feststellen, dass ihr Leben an ihnen vorbeizieht.
Cover:
Verborgen hinter einer Maske und nur teils erkennbar ist hier eine Frau angedeutet. Der Hintergrund uns das Drumherum ist starr in zwei verschiedenen grün Tönen umgesetzt, das Cover selbst wirkt recht gediegen und die Anziehung ist für mich hier leider nicht so stark gegeben. Allein vom Cover würde ich persönlich nicht direkt zum Buch greifen.
Meinung:
Ein heftiges und sehr ergreifendes Thema wird hier thematisiert und aufgegriffen. Gewalt und Missbrauch an Frauen wird hier thematisiert. Die junge Schauspielerin Anjes Kowalsky wird von einem Mann missbraucht und verliert dadurch an Selbstwert und Kraft. Diese Demütigung macht ihr zu schaffen und man merkt ihre innere Zerrissenheit und das Gleichgewicht, was so aus den Figen geraten ist.
Auf den Inhalt möchte ich hier gar nicht weiter und nicht zu tief eingehen. Weiteres liest man am Besten selbst im Buch.
Der Schreibstil ist direkt und ergreifend. In Charaktere findet man sich schnell hinein. Besonders die Sicht von Anjes ist sehr greifbar. Es wird aus der beobachtenden Perspektive geschrieben und zugleich die Ich-Perspektive von Anjes aufgegriffen und wiedergegeben. Etwas philosophisches und sehr poetisches, sowie emotionales liegt daraus. Schweren Themen, wie Missbrauch und Verlust des Selbstwertgefühles werden hier aufgegriffen und emotional, sowie feinfühlig behandelt und umgesetzt. In Gedanken und Emotionen findet man gut hinein. Die Themen verleihen dem Ganzen sehr viel Tiefe und man wird von der Geschichte ergriffen und mitgenommen. Kein ganz leichtes Buch und auch die Geschichte wirkt im Nachhinein noch nach.
Eine starre Gliederung gibt es hier nicht, die Geschichte zieht sich so furch, was es mir nicht immer einfach machte, da ich schon klare Strukturen, Gliederungen und Einteilungen mag.
Eine Geschichte, die es durchaus in sich hat und durch Tiefe noch im Nachhinein nachhallt. Ich fand es auf jeden Fall sehr interessant und ergreifend. Gewalt und Missbrauch werden hier aufgegriffen und sehr stark thematisiert, aber auch der Umgang in den Fokus gelegt und die Zerrissenheit und die Leere die dann folgt. Man merkt und bekommt aufgezeigt, was so etwas mit einen macht und wie es verändert. Eine Geschichte, die nachdenklich stimmt und die Seiten der Veränderung aufweist und aufzeigt. Gewalt bewirkt gewaltiges, was vielen nicht bewusst ist.
Fazit:
Eine Geschichte, die es durchaus in sich hat und durch Tiefe noch im Nachhinein nachhallt.
Rezensionen von ravenmoon:
Graceless Heart von Isabel Ibañez
Eine faszinierende Reise ins magische Florenz
Ich hatte das große Glück, -Graceless Heart- bereits im englischen Original lesen zu können – und schon dort hat mich die Geschichte vollkommen in ihren Bann gezogen. Umso schöner ist es, nun auch die deutsche Ausgabe in den Händen zu halten, denn Ravensburger hat daraus nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch ein echtes Schmuckstück gemacht.
Die Übersetzung von Dr. Maria Zettner gefällt mir ausgesprochen gut. Was ich bisher auf Deutsch gelesen habe, wirkt flüssig, stimmig und angenehm zu lesen. Die Geschichte selbst kenne ich bereits aus dem englischen Original, sodass ich ihren Inhalt unabhängig davon beurteilen kann. Und der bekommt von mir ganz klar 5 von 5 Sternen.
Besonders begeistert haben mich die beiden Hauptfiguren. -Ravenna- ist klug, entschlossen und wunderbar schlagfertig. Selbst wenn sie Angst hat, lässt sie sich nicht einfach aus den Ränkespielen der mächtigen Männer verdrängen. Sie denkt mit, kontert und versucht immer wieder, ihren eigenen Weg zu finden. -Saturnino- steht ihr dabei in Sachen Strategie und Gerissenheit kaum nach. Zwischen den beiden entwickelt sich eine herrlich bissige Dynamik, bei der man nie genau weiß, wer gerade wen auszutricksen versucht. Ihre Wortgefechte und die spürbare Chemie zwischen ihnen haben mir unglaublich viel Spaß gemacht.
Überhaupt ist das Setting ein großes Highlight. -Florenz zur Zeit der Renaissance-, prachtvolle Gewänder, mächtige Familien, politische Intrigen und die Auseinandersetzungen rund um die Medici und den Papst treffen hier auf ein eigenes Magiesystem. Diese Verbindung aus historischer Atmosphäre und Fantasy funktioniert für mich hervorragend. Und dann begegnet einem sogar Leonardo da Vinci in einer kleinen Nebenrolle – ein wunderbares Detail!
Ein paar Dinge hätten für mich allerdings noch etwas mehr Raum bekommen dürfen. Über die Fae erfährt man vergleichsweise wenig, obwohl eine von ihnen eine wichtige Rolle spielt. Auch Ravennas Magie hätte ich gerne noch ausführlicher kennengelernt und ihre Entwicklung stärker verfolgt. Gerade weil mich diese Elemente so neugierig gemacht haben, hätte ich davon einfach gerne noch mehr gelesen.
Auch die Romance verläuft nicht geradlinig, sondern ist immer wieder von Annäherung und Rückzug geprägt. Gerade bei Saturnino spürt man seinen inneren Konflikt zwischen seiner Anziehung zu Ravenna und dem Schicksal, das er für sich akzeptiert zu haben glaubt. Für mich hat gerade dieses Hin und Her die Beziehung interessant gemacht.
Und dann wäre da noch die wunderschöne Aufmachung der deutschen Ausgabe. Das Cover ist schon ein Blickfang, aber der -dunkelblaue Farbschnitt mit Mond und Sternen und den gelben Akzenten- ist für mich das absolute Highlight. Zusammen mit der Gestaltung des Aufklapp-Covers entsteht eine Ausgabe, die dem fantastischen Charakter der Geschichte wunderbar gerecht wird.
-Graceless Heart- ist für mich eine gelungene Mischung aus -Renaissance, Fantasy, Magie, Intrigen und einer knisternden Liebesgeschichte-. Eine Geschichte mit starken Figuren, einer außergewöhnlichen Atmosphäre und genau der richtigen Portion Geheimnisse, bei der ich mich gerne noch länger in dieser Welt aufgehalten hätte.
Von mir gibt es also auch für die Deutsche Ausgabe ganz klar 5 von 5 Sternen.
Vielen Dank an vorablesen.de und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Rezension wurde dadurch nicht beeinflusst und gibt ausschließlich meine persönliche Meinung wieder.
Rezensionen von Francesca :
Unshame von Louisa Dellert
Ein Buch, das zum Nachdenken anregt
Ich lese eigentlich kaum Sachbücher, aber bei Unshame hat mich das Thema einfach interessiert und ich wurde wirklich positiv überrascht. Luisa Dellert behandelt unglaublich viele verschiedene Themen rund um den weiblichen Körper, das Frausein, Schönheitsideale, Schönheits-OPs und das soziale Miteinander.
Besonders schön fand ich dabei die sehr persönlichen Einblicke, weil dadurch eine gewisse Nähe zu den Themen entstanden ist und man vieles nochmal aus einer anderen Perspektive betrachten konnte.
Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat: Nach jedem Kapitel gibt es eine Art kleines „Unshame“-To-do. Man wird nicht nur dazu angeregt, sich selbst mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen, sondern auch das eigene Verhalten gegenüber anderen zu hinterfragen. Gerade bei Themen wie Körperbewertung oder Kommentaren über das Äußere fand ich das sehr gelungen, weil man sich dadurch auch mal selbst ein bisschen ertappt fühlt.
Ein kleiner Kritikpunkt war für mich das Ende. Zum Schluss hatte ich das Gefühl, dass noch ein paar Themen offen bzw. nicht angesprochen wurden, die ich gerne noch gehört hätte. Dadurch kam das Ende für mich etwas abrupt und nicht ganz rund.
Insgesamt aber wirklich ein sehr gelungenes Sachbuch mit wichtigen Themen, persönlichen Einblicken und vielen Denkanstößen. Gerade weil ich sonst kaum Sachbücher lese, hat mich Unshame positiv überrascht. Sachbücher zu bewerten finde ich ehrlich gesagt etwas schwieriger, da ich in dem Genre noch nicht so viel gelesen habe, aber für mich liegt Unshame definitiv irgendwo bei 4 bis 4,5 Sternen.










