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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Claudia R.:

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Coconanza und der gestohlene Prinz von Liz Baffoe; Robert-Michael Wortmann

Niedlich umgesetzt

Klappentext / Inhalt:

Coconanza ist klein, mutig und hat ganz besondere Zauberkräfte:

Wenn die Spinne einmal hickst, bleibt die Welt stehen – und bei zwei Hicksern tanzt alles um sie herum! Als Tierfänger den Affenprinz Adiko von Ghana nach Köln verschleppen, macht sich die Spinne auf zu einer großen Rettungsmission.

Und sie findet schnell Verbündete in Deutschland. Mit der frechen Katze Columbus, dem furchtlosen Wildschwein Freddie, dem klugen Waschbären Einstein und dem Raben Rufus erlebt sie das Abenteuer ihres Lebens – voller Witz, Magie und Freundschaft!



Cover:

Auf dem Cover ist eine niedliche kleine Spinne und einige Personen erkennbar und das Ganze ist kindlich angepasst. Farblich ist das Cover hell und freundlich umgesetzt. Das Cover wirkt ansprechend und passt gut zur Geschichte.



Meinung:

Ein magisch witziges Abenteuer sorgt für gute Unterhaltung. Eine kleine Spinne sorgt für Begeisterung. Denn durch ihr Hicksen passieren magische Dinge und dies sorgt für lustige Momente.



Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel erzählen und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.



Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und angenehm lesen. Schnell kommt man in Geschichte und Geschehnisse hinein. Spannung kommt mehr und mehr auf. Die Geschichte ist unterhaltsam und toll umgesetzt. Die Abschnitte sind teils recht lang, aber dennoch gut zu lesen. Die Länge des Buches und auch die Leseabschnitte sind schon etwas anspruchsvoller, aber es ist alles in sich stimmig und passt gut zusammen.



Die Kapitelanfänge sind gut erkennbar und gut hervorgehoben. Die Überschriften sind passend gewählt, ohne zu viel zu verraten. Gliederung und Gestaltung haben mir gut gefallen.



Die Geschichte wird liebevoll erzählt. Schnell ist man mitten im Geschehen. Die kleine Spinne ist mutig und stark und man findet schnell und gut in alles hinein. Die Charaktere sind sympathisch und man kann dem Ganzen sehr gut folgen. Freundschaft und Zusammenhalt sind ein wichtiges gut, dies und mehr vermittelt dieses Kinderbuch.



Fazit:

Wundervolles witziges Kinderbuch über eine mutige Spinne, Freundschaft und Zusammenhalt.

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Coconanza und der gestohlene Prinz

Rezensionen von yellowdog:

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Annie Robot von Sierra Greer

Die Entscheidung einer Androidin

Sierra Greer hat mit diesem Roman den Arthur C.Clarke Award 2025 gewonnen. Es ist ein bemerkenswerter Roman um Annie, einem Roboter. Sie ist Eigentum und praktisch Sklavin von Doug, der sie rücksichtslos behandelt. Es gibt verstörende Passagen. Schließlich ist sie für ihn nur eine Maschine.
Die Beziehung ist problematisch
Sie suchen sogar die Hilfe einer Psychologin für eine Therapie auf.

Doch mit Hilfe von KI verändert Annie sich. Es ist eine Art Entwicklungsroman.
Und am Ende stellt sich die Frage für Annie, ob sie Doug lieben kann, oder ob sie gehen soll.

Ob man es als feministisches Buch oder als Science Fiction liest, bleibt die Entscheidung des Lesers.

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Annie Robot

Rezensionen von libraryoflaura:

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Düster von Ivar Leon Menger

Erst "Finster". Jetzt "Düster". Und es wird nicht heller.

WORUM GEHT ES?
Stell dir vor, du buchst einen exklusiven Luxusurlaub in einem abgelegenen Grandhotel auf einer stürmischen Nordseeinsel, um endlich mal abzuschalten, und landest stattdessen mitten in deinem schlimmsten Albtraum.
Eigentlich wollte Ex-Kommissar Hans J. Stahl seiner Lebensgefährtin Geli nur eine romantische Auszeit gönnen.

Doch die Erholung auf der Insel Liekenoog ist schlagartig vorbei, als eine junge Angestellte spurlos verschwindet und eine grausam entstellte Leiche am Leuchtturm aufgefunden wird.
Plötzlich verwandelt sich das idyllische Eiland in das Jagdrevier eines skrupellosen Serienkillers, der Stahl dazu zwingt die Ermittlungen aufzunehmen.
Auf dieser isolierten Insel gibt es plötzlich mehr Verdächtige, als man zählen kann, und die Frage ist nicht nur, wer der Täter ist, sondern wer als Nächstes ins Visier gerät.

WAS MIR GUT GEFIEL:
- Geniales 80er-Jahre-Setting: Die Zeitreise in das Jahr 1987 ist absolut meisterhaft gelungen. Ohne Smartphones oder Social Media entsteht eine erfrischend entschleunigte, aber genau dadurch umso beklemmendere Atmosphäre, in der die Ermittlungen noch echtes Handwerk sind.
- Dynamische Perspektiven & mitreißender Stil: Genau wie im Vorgänger nutzt Ivar Leon Menger wieder verschiedene Perspektiven und knackig kurze Kapitel. Die Seiten fliegen nur so dahin, und man kann sich durch die lebendige Ausdrucksweise sofort in die einzelnen Inselbewohner hineinversetzen.
- Suchtpotenzial beim Mitraten: Liekenoog steht dem Dorf Katzenbrunn in nichts nach, das Grandhotel ist voller Geheimnisse und zwielichtiger Figuren. Jeder macht sich verdächtig, man entwickelt ständig neue Theorien und fiebert bis zur letzten Seite ununterbrochen mit.
- Starke Figurenentwicklung: Das Zusammenspiel zwischen dem erfahrenen, angenehm kantigen Stahl und dem noch unsicheren Inselkommissar Böhm bringt eine tolle Dynamik in die Story, während die Beziehung zu Geli für die perfekte Prise Tiefgang sorgt.

FAZIT:
"Düster" ist ein absolut packender, atmosphärisch dichter Pageturner, der seinem Namen alle Ehrre macht und eine absolut würdige Fortsetzung liefert, auch wenn Stahl dieses Mal in einer völlig neuen Umgebung ermittelt.
Das Buch ist eine absolute Empfehlung für alle Fans von intelligenten Psychothrillern, die eine unheimliche Kulisse und unvorhersehbare Wendungen lieben.
Ein echtes Highlight, das man übrigens auch ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes problemlos verschlingen könnte, aber ich empfehle trotzdem, die Reihe von Anfang an zu lesen, denn zwei gute Bücher sind schließlich immer besser als eins.

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Düster

Rezensionen von Marie aus E.:

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Geschwister von Moa Herngren

Toxische Familie

Drei Geschwister - alle längst Erwachsene - feiern den Geburtstag der Mutter in ihrem Elternhaus. Der Vater ist vor nicht allzu langer Zeit verstorben und die seit der Kindheit bestehenden Muster sind so verfahren wie nie.

Da ist Andrea, das mittlere Kind der drei Geschwister und aus ihrer Sicht wird der erste Part im Buch erzählt.

Sie ist definitiv ein Papa-Kind und liebte ihren Vater sehr. In die enge Beziehung zwischen ihrer Mutter und der ältesten Schwester kam sie jedoch nie wirklich hinein.
Andrea kümmert sich um alles, während ihre Geschwister sie eher lethargisch machen lassen. Alles bleibt an Andrea hängen, obwohl sie es es gerade mit Job und ihrer Tochter ohnehin schon sehr schwer hat.
Ich konnte mich gut in Andreas latente Wut darüber einfühlen - und ihre Macherinnen-Art wurde sehr schön beschrieben.

Im zweiten Abschnitt geht es um Ulrika, das älteste Kind. Und es war sehr interessant, was es mit mir beim Lesen machte, als ich ihre Perspektive auf die innerfamiliären Beziehungsgeflechte einnehmen konnte.
Ulrike steht der Mutter besonders nahe - und hat im Leben schon einiges mitgemacht. Zudem kämpft sie alleinerziehend immer ums finanzielle Überleben.

Der jüngste Sproß ist Rasmus, der innerhalb der Familie und auch im Buch am wenigsten Aufmerksamkeit bekommt und mir in der Gesamtschau so leid getan hat.

Die Kindheit der drei Geschwister ist von einem ständig abwesenden Vater und einer Mutter, die all ihre Aufmerksamkeit auf Mann und Hunde richtete, geprägt. Aber nicht nur das, die toxische Ehe und was sie ihren Kindern zugemutet haben, prägt die Drei bis heute und so steuert alles auf eine gewaltig Explosion hin.

Ich fand das Buch herausragend - die Schilderung aus den drei unterschiedlichen Perspektiven zeigt, wie wenig man sich auf eine einzelne Sicht verlassen kann.
Ich fand alle drei Geschwister so realistisch beschrieben, genauso wie die Dynamik, die durch Zurücksetzungen einen immer übleren Verlauf bekommt.

Als Einzelkind wird man wahrscheinlich die Geschwisterdynamiken nur schwer nachvollziehen können, aber mit Geschwistern bestimmt. Wer wird mehr geliebt? Wer bekommt wie viel Aufmerksamkeit? Und wie wird Materielles aufgeteilt?
All das ist auch Thema - und so viel sei schon mal vorweggenommen, die Eltern hier im Buch haben sich nicht mit Ruhm bekleckert.

Unbedingt lesen!

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Geschwister

Rezensionen von Ulgu1978:

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Sturmland von Miriam Georg

1860


1860, Cora, eine junge Frau, versucht aus den Engen der damaligen Zeit auszubrechen und flüchtet aus Hamburg, um als Hauslehrerin ein junges Mädchen, Emmi, zu unterrichten. Emmi leidet an Tuberkulose und reist mit ihrem Vater nach Norderney und Cora ist es sehr recht, Hamburg den Rücken kehren zu können.

Dort lernt sie Onnen kennen, der ihr als Aufpasser zur Seite gestellt wird. Nach anfänglichem gegenseitigem Misstrauen kommen sich beide mit der Zeit näher.
Der Grund für Coras Flucht liegt in der Vergangenheit, die in Rückblicken erzählt wird. Das gleiche gilt für Onnen, auch hier erfährt man nach und nach, was in seiner Vergangenheit passiert ist.
Interessant fand ich wie es sich Mitte des 19. Jahrhunderts in Deutschland und besonders auf den Inseln Norderney und Borkum lebte. Erschreckend war für mich, wie sehr die Rechte der Frauen damals eingeschränkt waren. Besonders beeindruckt haben mich die Beschreibungen über die medizinische Versorgung - vor allem auf den Inseln -, die Anfänge des Tourismus und die Bildung einer Gesellschaft zur Rettung von Schiffbrüchigen.
Hier hat Miriam Georg meiner Meinung nach gut recherchiert. Sie berichtet über ihre Nachforschungen auch in ihrem Nachwort.
Trotz allem Positiven hatte ich ein wenig Mühe in die Geschichte hineinzufinden, und doch kann ich allen Leser/innen, die sich für diese Zeit interessieren, dieses Buch empfehlen.

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Sturmland

Rezensionen von PMelittaM:

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Der Tote im Eisfach von Colin Cotterill

Dr. Siri und die Hmong - ein lesenswerter fünfter Band

Laos, 1977: Dr. Siri Paiboun ist zu einer Parteiveranstaltung in den Norden des Landes gereist. Dort wird er von einer Gruppe Hmong entführt, die seine Hilfe benötigt. In Vientiane bekommen es seine Mitarbieter:innen Dtui, mittlerweile verheiratet und schwanger, und Geung derweil mit einem Toten zu tun, der erst versehentlich eingefroren wird, und dann auch noch eine Bombe beherbergt, die zum Glück rechtzeitig entdeckt wird.

Doch, wer wollte Siri oder seinem Team an den Kragen?

Siri Paiboun ist nicht nur mit seinen über 70 Jahren nicht nur der älteste sondern auch der einzige Leichenbeschauer des Landes. Immer wieder bekommt er es mit schwierigen Leichen aber auch mit mystischen Gegebenheiten zu tun, beides ist auch hier wieder der Fall. Mir gefällt gut, dass der kulturelle, politische, gesellschaftliche und mythologische Hintergrund des Landes in dieser Reihe immer wieder eine goße Rolle spielt. In diesem Band sind es die Hmong, ein indigenes Bergvolk, das dieses Thema zum großen Teil ausfüllt.

Dr. Siri ist ein liebenswerter aber auch recht skurriler Protagonist, was man im wesentlichen auch von seinen Freund:innen sagen kann. Skurril sind oft auch andere Charaktere sowie das Geschehen selbst. Genau deswegen mag ich diese Reihe auch so sehr.. Dass Siri, und nicht nur er, es faustdick hinter den Ohren hat, kann man auch hier wieder bewundern.

Erzählt wird humorvoll und dennoch spannend und atmosphärisch, Es macht einfach Spaß, die Reihe zu lesen. Dieses ist der fünfte Band, doch es gibt bereits eine Reihe weiterer Bände, auf die ich mich schon sehr freue.

Die Reihe um Dr. Siri ist spannend und unterhaltsam, die Protagonist:innen liebenswert, die Krimifälle interessant und immer etwas skurril, dass man auch noch einiges über Laos, seine Geschichte und Kultur, erfährt, macht sie zusätzlich lesenswert.

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Der Tote im Eisfach

Rezensionen von Petra:

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Der Betrachter von Judith Fanto

Besondere Freundaschaften

Herman kommt nach dem Tod seiner Mutter nach Wien, vorher in Harlem NL hatte er eine schöne behütete Kindheit. Bei seiner Tante ist er nur geduldet und ist einsam. Durch seinen Lehrer findet er Freunde gemeinsam gehen die Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft durch dick und dünn. Sie sind echte Freunde.

Sie erleben die politischen Zustände in Wien nach dem 1, Weltkrieg, den Straßenkampf Sozialisten gegen die aufkommenden Nazis.
Hermann ist der Beobachter des Geschehens, er sieht und hört alles, kommentiert es nur in seinen Gedanken, selten mal gegenüber seinen Freunden. Diese Freundschaften ersetzen ihm die Familie, ist ist für ihn über lebenswichtig. Auch seine Freunde fühlen ähnlich.
Gleichzeitig sind sie Juden, Sozialisten, zukünftige Fabrikbesitzer, Anhänger der Nationalsozialisten, homosexuell, das alles ist für ihre Beziehung nicht wichtig., . Trotzdem ändert sich mit dem Anschluss auch für diese Gruppe alles.
Dieses Betrachten zeigt sich auch in dem ruhigen Schreibstil. Schreckliche Ereignisse werden durch die Augen des Protagonisten fast intensiver wahrgenommen als wenn es aus dem Geschehen heraus erzählt wird. Die Intensität nimmt zu, weil der Betrachter immer die Gefahr für die anderen sieht, mehr als sie selbst. Er sorgt sich, ist aber so dicht am Geschehen das er auch eine Art Scheuklappen trägt. Als er sie verliert, verliert auch seine Welt einen wichtigen Halt.
Wir Leser erleben durch Hermanns Augen eine schreckliche Zeit und gleichzeitig auch eine besondere Freundschaft.
Gleichzeitig haben wir durch unser Wissen eine eigene Sichtweise, ein teilweise anderes Verständnis, dadurch entstehen während des Lesens spannende Vergleiche.
Eine gelungene Aufforderung sich mal wieder mit dem Thema "Wie konnte es dazu kommen" zu beschäftigen.

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Der Betrachter

Rezensionen von Lydia_Te:

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Wildboden von Constantin Lieb

Zu gleichen Teilen interessant und traurig

"Wildboden" von Constantin Lieb liefert bereits mit der Covergestaltung eine passende Atmosphäre für das Buch. Passend zum Inhalt ist das Cover in expressiven Farben gestaltet und könnte tatsächlich ein Gemälde vom Künstler Ernst Ludwig Kirchner sein, dem Protagonisten. Zu sehen ist ein Teil des Hauses in dem die beiden Protagonisten leben, dem Haus auf dem Wildboden.

Das Thema hat mich als kunstinteressierte Person besonders angesprochen, es handelt vom Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner und seiner Lebensgefährtin, oder Kameradin wie er so schön sagt, Erna Schilling. Gemeinsam leben sie in der Schweiz am Wildboden. Teils Auszüge aus den hinterbliebenen Briefen, teils Fiktion, entwickelt sich das Buch zu einem spannenden und geladenen Roman. Mich stiftet das direkt an, mehr über Kirchner und Schilling herauszufinden und was faktenbasiert ist und was erfunden.
Der Roman ist spannend und tragisch zugleich, als außenstehende Leserin ist es fast schmerzhaft, mit anzusehen bzw. zu lesen, was passiert. Dieses Vorwissen schadet dem Spannungsaufbau aber keineswegs, es regt an weiter zu lesen.
Alles in Allem kann ich den Roman nur weiterempfehlen, auch an Personen die mit Kunst nichts am Hut haben.

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Wildboden

Rezensionen von DoraLupin:

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Verstand und Gefühl von Jane Austen; Claudia Kühn

Wunderschöne Zeichnungen und ein Klassiker im neuen Gewand

Wer kennt den Klassiker von Jane Austen "Verstand und Gefühl" nicht? Es gab schon Verfilmungen von dieser wunderbaren Geschichte und nun ist ganz neu auch die Graphic Novel erschienen und präsentiert den Klassiker nochmals in einem ganz anderen Gewand! Ich finde es wunderschön wie detailgenau dieser Comic gezeichnet wurde, mit sehr viel Liebe zum Detail, manchmal hat es mich sogar an den gleichnamigen Film mit Emma Thompson und Kate Winslet erinnert.

Noch bevor wir in die Geschichte einsteigen, werden die verschiedenen Personen der Geschichte mit Bild präsentiert, dies hat mir schon sehr gut gefallen. So können auch jüngere Leser ganz einfach in die Welt des Klassikers einsteigen.

Die Geschichte dreht sich um die Familie Dashwood, die nach dem Tod des Ehemanns und Vater in ein kleines Cottage auf dem Land ziehen muss. Viel Geld ist nicht da, dennoch verlieren beide älteren Dashwood- Schwestern ihr Herz, jede auf ganz unterschiedliche weise. Während die ältere Schwester Elinor mehr auf ihren Verstand hört und sich die Gefühle nicht erlaubt, stürzt sich die jüngere Schwester Marianne mit Feuer und Flamme in eine Liebe! Welches ist der richtige Weg für das Herz und werden beide am Ende glücklich sein?

Der Comic ist wirklich ganz besonders gut gelungen, in wenigen Worten aber mit ganz vielen wunderbaren Zeichnungen wird dieser Klassiker nacherzählt und macht sehr großen Spaß! Mit viel Liebe zum Detail entstehen prächtige Herrenhäuser, blühende Gärten und Parks und rauschende Bälle auf den Seiten. Aber auch die Personen sind sehr liebevoll und wunderschön gezeichnet und vorallem die Gefühle und Gesichtszüge werden mit vielen Emotionen gezeichnet, sodass es manchmal gar keiner Worte bedarf um den Gemütszustand der Personen zu verstehen.

Einzig eine Kleinigkeit habe ich als etwas irritierend empfunden, so sind die Haare von Elinore im Comic als Kurzhaarfrisur gezeichnet. Anfangs fällt es nicht so auf und ich dachte die Haare wären hochgesteckt, und von vorne sieht man es nicht so, aber von der Seite ist es öfters zu sehen. Für eine Frau Anfangs der 19. Jahrhunderts finde ich das doch etwas modern.

Ansonsten aber ein wirklich tolles, hochwertiges Buch. Es eignet sich ideal als Geschenk für Fans des Klassikers, aber auch für jüngere Leser die einen Klassiker auf diese Weise entdecken möchten. Ich empfehle es auf jeden Fall wärmstens weiter und gebe 4,5 von 5 Sternen.

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Verstand und Gefühl

Rezensionen von S.:

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Frieda von Geraldine Oetken

Spurensuche

Spurensuche
Geraldine Oetkens Urgroßtante Frieda ist 1941 in einer Anstalt für Menschen mit Behinderungen gestorben. Viel mehr weiß man nicht über sie. Die Autorin will es herausfinden, ihre Verwandte aus dem Vergessen befreien. Wie packt sie das an? Was kann sie überhaupt noch finden?
Sie lässt den Leser an ihren Gedanken und ihren Vorstellungen teilhaben.

Wie könnte es gewesen sein, wie haben ihre Urgroßeltern die NS- Zeit erlebt? Antworten kann oder wollen ihre Verwandten kaum geben. Das verurteilt sie heftig. Auch scheint sie ständig genervt. Sie intensiviert ihre Spurensuche. Recherchelücken füllt sie mit eigenen emotionalen Vermutungen und Spekulationen. Zu Frieda gibt es nur wenige, meist bürokratische Hinweise. Geraldine Oetken weitet ihre Untersuchungen aus, befasst sich mit Orten, die mit weggesperrten Menschen in Zusammenhang stehen.
Auch mit dem NS- Gesundheitssystem. Hungerkostenerlass, strukturelle Vernachlässigung, Bestrafungen und abwertende Beurteilungen sind an der Tagesordnung. Fakten werden benannt. Frau Oetken recherchiert gründlich. Aus den aus vielen Unterlagen bekannten Anmerkungen kommt sie zu Vorstellungen, wie Frieda und andere Insassen der Anstalten gelebt, nein, vegetiert haben.
Nicht ausgedacht ist: ihr Leben jetzt, die Verwurzelung in der eigenen Familie, in der es viele Spuren am Mittun der Vorfahren gibt.
Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Geschichte.

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Frieda