Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Schatten der Vergangenheit von Kathrin Winter
Unglaublich emotional
Dieses Buch ist sehr emotional und hat mich tief berührt – gerade weil es um ein Thema geht, das ganz oft totgeschwiegen wird : Missbrauch.
Was das über viele Jahre mit der Seele macht und wieviel Kämpfe die Opfer kämpfen müssen, das wird hier in dem Buch von Kathrin Winter sehr real und authentisch beschrieben.
Lena ist von ihrem Vater missbraucht worden und ein Brief von der Polizei öffnet die Pforten der Vergangenheit, in der sie glaubt, ihre Erinnerungen eingefroren zu haben. Alles kommt wieder hoch und reißt Lena in ein tiefes Loch. Als sie versucht, die Wahrheit ans Licht zu bringen, muss sie unglaubliche Dinge erleben und sich erklären, denn der Missbrauch wird ihr nicht von jedem geglaubt. Heilung und Aufarbeitung sind für Lena eine jahrelange Arbeit und bis zum Licht am Ende des Tunnels dauert es eine lange Zeit.
Dieses Buch ist „keine leichte Kost“, nichts, was man einfach so nebenbei lesen kann. Genau das finde ich wichtig und richtig und so wird hier aufgezeigt, dass man mit viel Mut und Kraft einen Weg finden kann, mit dem Erlebten umzugehen.
Ein absolut emotionales und berührendes Buch !
Das Buch ist am 05. Dezember beim Verlagshaus Schlosser erschienen, bei denen ich mich für das Rezensionsexemplar bedanke. Dies hat meine Meinung natürlich nicht beeinflusst.
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber
Jahreshighlight
"Da, wo ich dich sehen kann" ist das erste Buch, das ich von Autorin Jasmin Schreiber gelesen habe. Es wird defintiv nicht das letzte sein.
Die Thematik des Buches ist sicherlich nichts für zwischendurch: Femizide und ihr Nachhall.
Dabei wird die Handlung rund um den Mord an Emma, bzw. die Zeit danach aus verschiedenen Perspektiven erzählt: von ihrer Tochter, ihrer besten Freundin, ihren Eltern.
Aber auch Emmas Perspektive selbst und einige andere kommen zur Sprache. Diese Vielschichtigkeit habe ich in diesem Buch sehr positiv wahrgenommen, schafft sie doch eine breite Sprach- und Fassungslosigkeit, zeitgleich einen Blick auf verschiedene Verarbeitungswege einer solchen Gewalttat. Feinfühlig zeigt Schreiber Umgangswege, aber auch strukturelles Versagen und Schwierigkeiten auf. Dabei trifft das Thema eine gesellschaftliche Aktualität, ohne zu verzerren oder polemisch zu sein. Tatsächlich wirkt die Auseinandersetzung beinahe nüchtern, dennoch voller Emotion. Eine für mich sehr gelungene, respektvolle und angenehme Art.
Dabei haben mir vor allem auch die Einschübe, wie Skizzen, Aktenvermerke, Behördenschreiben gefallen, die die erzählerische Handlung wunderbar ergänzt haben. Immer wieder fragen sich die Protagonisten, ob sie etwas hätten merken, hätten eingreifen sollen. Mögliche Wendepunkte werden im Print-Buch auch durch geschicktes Layout und eine hervorragende Gestaltung stilistisch sichtbar. Diese Kapitel phantasieren, geben hypothetische Möglichkeiten - und doch ändern sie nichts an der Realität der Charaktere.
Bei diesem Buch spielen eine gelungene und emotional packende Geschichte, sowie durchdachte Gestaltung des Buches Hand in Hand und fügen sich zu einem absoluten Highlight zusammen. Mich hat dieses Buch sehr berührt und nachdenklich gemacht, ich kann es jeder Person empfehlen!
Rezensionen von div:
Wieso? Weshalb? Warum? junior Stickerheft - Dinosaurier von Warnecke Ruby
Dino Sticker Spaß
Dino Sticker Spaß
Ein Wieso Weshalb Warum Stickerbuch, das ist ja mal etwas ganz neues, zumindest für uns, wir kennen die anderen WWW Bücher, aber ein Stickerbuch noch nicht. Das Junior Stickerheft über Dinosaurier von Wieso? Weshalb? Warum? beinhaltet über 150 Sticker und eine Ausklappseite.
Das Cover und auch die Illustrationen im Buchinneren sind gelungen, die Sticker wirklich optisch hervorragend, und auch für kleine Hände geeignet. Auch die verschiedenen Landschaften sind künstlerisch super gestaltet.
Das Buch verspricht auf jeden Fall eine unterhaltsame und informative Beschäftigung zum Thema Dinosaurier. Die kurzen Texte sind kindgerecht, leicht verständlich und geben einen ersten Eindruck von Dinosauriern.
Die Altersangabe mit ab 2 Jahren finde ich jedoch fast etwas zu niedrig, ich glaube ab 3 Jahren wäre es besser geeignet.
Von uns gibt es eine Empfehlung.
Rezensionen von yellowdog:
Schatten der Gondeln von John Banville
John Banville, der große Stilist
Banville gelingt es sofort, mit dem Icherzähler eine außergewöhnliche Erzählstimme zu finden. Sie erinnert mich latent an die des Protagonisten aus Banvilles Meisterwerk Der Unberührbare.
Schatten der Gondeln handelt um die Jahrhundertwende und hat auch deswegen eine eigentümliche Atmosphäre.
Dazu noch Venedig als Schauplatz und John Banville beschreibt viele Details. Das ist exquisit.
Es gibt einiges geheimnisvolles, obwohl man als Leser schon bald etwas ahnt. Andere Banvilles waren noch raffinierter, aber doch bleibt man vom Plot gefesselt.
Banvilles Talent Stimmungen zu erzeugen ist nach wie vor in hohen Maße vorhanden.
Rezensionen von Piet1990:
Eisnebel von Kate Alice Marshall
Soooo fesselnd!!
„Eisnebel“ hat mich vor allem durch seine dichte, kalte Atmosphäre überzeugt. Schon nach wenigen Seiten war klar, dass hier weniger auf Action gesetzt wird, sondern auf Spannung, Stimmung und psychologische Tiefe. Die Geschichte entfaltet sich ruhig, fast bedrückend, und genau das passt sehr gut zum winterlichen Setting und zum Titel.
Der Schreibstil ist klar und schnörkellos, gleichzeitig aber sehr bildhaft. Man spürt die Kälte, die Einsamkeit und das Unbehagen – nicht nur in der Landschaft, sondern auch in den Figuren. Besonders gut gefallen hat mir, dass vieles subtil erzählt wird. Die Spannung entsteht eher zwischen den Zeilen als durch spektakuläre Wendungen.
Die Figuren wirken glaubwürdig und nicht überzeichnet. Vor allem die innere Zerrissenheit der Hauptfigur ist gut nachvollziehbar dargestellt. Einige Nebenfiguren bleiben zwar etwas im Hintergrund, doch das hat mich nicht gestört, da der Fokus klar auf der psychologischen Entwicklung liegt.
An manchen Stellen hätte das Tempo für meinen Geschmack etwas straffer sein können, da sich einzelne Passagen leicht ziehen. Trotzdem blieb die Geschichte für mich durchgehend fesselnd, weil Atmosphäre und Grundspannung konstant hoch sind.
Fazit:
Ein ruhiger, düsterer Thriller, der vor allem über Stimmung und psychologische Tiefe funktioniert. „Eisnebel“ ist ideal für alle, die keine reißerische Spannung suchen, sondern eine beklemmende Geschichte, die langsam unter die Haut geht. Eine klare Empfehlung für Fans atmosphärischer Krimis.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Verhängnisvoller Champagner von Tom Hillenbrand
Eine gelungene Fortsetzung
Auf einer Veranstaltung trifft Xavier Kieffer seinen Kollegen Luc Reiser, den er seit Jahren nicht mehr gesehen hat, aber mit dem ihm einige Abenteuer und Frauengeschichten verbinden. Xavier kommt wenige Tage Lucs spontaner Einladung, ihn und seine Frau Fabienne, auf dem Weingut in der Champagne zu besuchen nach.
Doch aus einem fröhlichen Wiedersehen wird nichts, denn Xavier findet Luc tödlich verletzt in seinem Weinkeller vor. Aus Lucs letzten Worten schließt er, dass auf dem Weingut zu einige Ungereimtheiten gekommen sind. Auch Fabienne, in die Xavier einst verliebt war, bittet ihn, zusätzlich zur Polizei, eigene Recherchen anzustellen, denn - so hat es den Anschein - die Polizei ermittle nicht ordentlich.
Dass dem nicht so ist, muss Xavier Kieffer am eigenen Leib erfahren, denn er gerät, nachdem es einen zweiten Toten gibt, in das Visier der Ermittler - Hausdurchsuchung in Wohnung und Restaurant inklusive. Es scheint, als hätte Xavier von den dubiosen Geschäfte in die Luc verstrickt gewesen sein soll, gewusst.
Meine Meinung:
In diesem Krimi nimmt sich Autor Tom Hillenbrand wieder des interessanten Themas Produktpiraterie an. Diesmal ist es der Champagner, der ge- und verfälscht wird, da hier hohe Gewinnmargen zu erzielen sind. Es dauert eine geraume Zeit, bis bei Kieffer der Groschen fällt, da er von den eigentlichen Drahtziehern mehrmals auf den Holzweg geschickt wird. Ja, okay, er ist kein gelernter Ermittler sondern (Sterne)Koch. Aber in seinem 8. Fall hätte er schon ein wenig vorsichtiger agieren sollen und sich selbst die übliche Frage der Kriminalisten „Cui bono - wem nützt der Tod von Luc am meisten?“ stellen sollen.
Wir erfahren in den Rückblicken in die 1980er-Jahre wie die Beziehungen sich zwischen Xavier, Luc, Leo und Fabienne entwickelt haben. Hier lassen sich schon einige Hinweise ableiten.
Ich persönlich habe ja immer ein Problem damit, wenn sich ein Person, die ich zwanzig oder dreißig Jahre nicht gesehen habe, sich plötzlich bei mir meldet und mich einlädt.
Schmunzeln musste ich über Xaviers Erinnerungen an jene Tage, wo man statt Prosecco noch Asti Spumanti gesagt hat und die sich auch mit meinen eigenen decken: Schädelweh am nächsten Morgen.
Für diejenigen von uns, die Sekt oder Champagner nicht nur genießen wollen, sondern sich auch für dessen Herstellung interessieren, gibt es eine ausführliche in die Kellereiarbeit. Ich durfte die Arbeitsschritte der „Méthode traditionelle“ wie das Rütteln der Flaschen (händisch oder automatisch in den französischen Giro Palettes), das Gegorgieren sowie die anschließende Dosage in einer bekannten Sektkellerei in Wien kennenlernen.
Wieder mit dabei sind Xaviers Freundin Valerie, sein argentinischer Freund und Restaurantbesitzer Leo soewi der trinkfeste Finne Pekka Vatanen.
Der Ausflug in die Familiengeschichte von Xavier Kieffer habe ich fast spannender gefunden, als die Auflösung des Krimis.
Der Schreibstil ist flüssig. Das letzebergische (=Luxemburgisch) Lokalkolorit und die Kulinarik kommen nicht zu kurz.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Cozy-Krimi 4 Sterne.
Rezensionen von Allesleser:
Nur Gundula gärtnerte giftiger von Dany R. Wood
Alfred und die Gartenzwerge
Wer Familie Bakes einmal kennengelernt hat, der kommt an keiner neuen Geschichte von ihnen vorbei!!!
Der Dorfbulle Jupp, der sich auch hier wieder in einen neuen Fall hineinkniet und alles gibt, um ihn zu lösen, hat jede Menge um die Ohren. Er muss nicht nur einen vermeintlichen Mörder entlarven, er muss sich auch mit seiner Familie auseinandersetzen.
Oma Käthe ist im Anmarsch sein hochbegabter neuer "Enkel" treibt ihn in den Wahnsinn und seine bessere Hälfte Inge versteht die Welt nicht mehr.
Wer hat den Alfred auf dem Gewissen? Verdächtige gibt es einige, denn seine Frau hat es sich mit allen Nachbarn verscherzt. Aber warum wurde sie dann nicht zur Zielscheibe?
Ein Krimi, der einen direkt mitreißt, der lustig ist, aber auch seine spannenden Seiten hat. Die Charaktere, wiederkehrende und neue sind alle einzigartig und auf ihre Weise interessant. Jupp ist nicht auf den Mund gefallen und gibt gerne seine Meinung kund. Manchmal etwas...speziell.
Mit jeder Menge Wortwitz und Situationskomik geht es durchs Buch, herrlicher Lesespaß, der für jede Menge Humor sorgt. Wenn Jupp ermittelt, analysiert, forscht, kontert oder Vermutungen aufstellt, dann ist Lachen vorprogrammiert.
Für mich war Band 7 ein Zufallsfund, aber schon nach einem Teil war ich ein Fan dieser Krimireihe und freue mich über jeden neuen Band, der in mein Bücherregal einzieht.
Von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung!!!
Rezensionen von Gute_Laune:
Herrlich einfach – himmlisch lecker | Steffis Foodblog "Gaumenfreundin" von Steffi Sinzenich
Alltagstauglich, lecker, super!
Mir sind Bücher immer lieber als Blogs und ich gestehe, dass ich die meisten Blogger gar nicht kenne. Von der Gaumenfreundin hab ich aber tatsächlich schon Rezepte vor dem Buch gekannt, weil ich trotz enormer Rezeptsammlung hin und wieder auch mal ein Rezept ergoogle. Als ich dann sah, dass sie ein Buch veröffentlicht hat, musste es doch natürlich auch zu mir!
Und ich muss sagen, das lohnt sich definitiv! Ja, es sind viele Gerichte darin enthalten, die man schon kennt, wenn man schon länger kocht und backt.
Aber eine dezente Erinnerung an in Vergessenheit geratene Rezepte tut auch mal gut. Und Küchen-Neulinge werden dieses Buch sowieso lieben! Doch auch wer schon länger kocht und backt und in Übung ist, findet hier Anregungen und tolle Ideen. Es muss nicht immer hochkompliziert sein, um zu schmecken. Im Gegenteil, in der Einfachheit liegt oft das größte Geschmacks-Geheimnis!
Die Gestaltung des Buches ist wunderschön. Auf der rechten Seite ist zu jedem Rezept ein tolles Foto abgebildet. Mir persönlich ist das total wichtig, denn erfahrungsgemäß koche und backe ich nur Rezepte nach, von denen ich weiß, wie das Ergebnis aussehen soll. Der obere Teil der linken Seite ist für den Rezept-Namen, einem Zusatz, ein paar Sätzen dazu, die Zubereitungszeit und die Portionsanzahl reserviert. Darunter teilt sich die Seite dann auf in die Zutatenliste und die Zubereitungsschritte. Gelegentlich findet sich noch ein Tipp dazu oder ein QR-Code zu einem weiteren, zusätzlichen Rezept, beispielsweise für Quiche-Teig, wenn im Rezept Kühlregal-Ware steht.
Das angefügte Register ist schlau gestaltet. Es führt sowohl die Zutaten in alphabetischer Reihenfolge auf, die in den Rezepten dann verwendet werden, als auch Rezepte. So findet man unter A beispielweise Äpfel, als auch den Käsesalat mit Gurken, denn da werden eben auch Äpfel verwendet. Vorne im Buch ist das Inhaltsverzeichnis, das in die Kapitel Snacks; Salate; Suppen & Eintöpfe; Vegetarisches; Fleisch & Fisch und Süßes unterteilt ist. Steffis Vorwort fällt erfreulich kurz, dafür umso sympathischer aus.
Die Rezepte selbst sind abwechslungsreich und halten, was der Buchtitel verspricht. Dabei kann man auch getrost von internationaler Küche sprechen. Die Zubereitung ist immer knapp, aber verständlich und gut erklärt gehalten. Die Zutaten sind gut erhältlich, also definitiv nicht exotisch. Auch wenn Geschmäcker verschieden sind, findet hier jeder etwas, das ihn begeistert. Bei mir sind es sehr viele Rezepte. Ganz besonders mag ich aber die Zwiebelkuchen-Muffins, auch wenn ich kein Schweinefleisch esse und den Speck von daher durch Hähnchenbrust ersetze.
Kurz und knapp, ich bin begeistert und drücke das gerne in den vollen fünf Sternen aus.
Rezensionen von Gaby 2707:
Schuld Aussee von Katja Reiland
Manche Schuld vergisst man nie
Bei einer Wanderung zur Tressensteinwarte stoßen Bezirksinspektor Andi Berner und seine Freundin Marie Haslinger auf einen Toten. Wurde Pfarrer Johannes Seewald über die Brüstung gestoßen oder war es Selbstmord? Dieser Frage gehen Andi und seine neue Kollegin Felicitas Gruber vom LKA in Graz nach als sich heraus stellt, dass der Herr Pfarrer nicht so unschuldig war, wie er seine Schäfchen glauben lassen wollte.
Marie versucht ihrerseits einen neuen Auftrag als Illustratorin an Land zu ziehen. Und sie versucht ihrer neuen Freundin Jenny zu helfen, die sich in eine brenzlige Lage gebracht hat. Als Andi beginnt ihre neue Auftraggeberin und deren Mann als Beschuldigte zu sehen, kann sie sich natürlich nicht aus dem Fall heraus halten und so beginnt sie wieder mit ihren eigenen Ermittlungen.
Es ist nun schon das dritte mal, dass ich in Bad Aussee im schönen Salzkammergut zusammen mit Andi und Marie, die ich schon bei meinen ersten beiden Aufenthalten ins Herz geschlossen habe, ermittle. Auch, dass ich Maries Wiener Nachbarin Paula, die immer ihr Sackerl mit Tarotkarten bei sich hat, hier wieder getroffen habe, hat mich sehr gefreut und ich habe mich gleich wieder heimisch gefühlt. Aber auch bei den anderen Menschen, die ich hier neu kennengelernt habe, habe ich meine Sympathien und Antipathien durch die bildhaften und detaillierten Beschreibungen sehr schnell vergeben können.
Autorin Katja Reiland hat mich auch diesmal mit ihrem leichten, unterhaltsamen und trotzdem spannenden Erzählstil sofort in die Geschichte hinein gezogen. Sie nimmt mich wieder mit auf Spaziergänge zusammen mit Marie, bei denen ich die Natur und einiges Sehenswerte rund um Bad Aussee noch besser kennenlerne. Auch wird wieder manches Regionale gegessen und getrunken. Ich habe richtig Appetit auf die ein oder andere Köstlichkeit bekommen, mit der die neue Sekretärin der Polizeistation Andi verwöhnt.
Der Fall an sich ist ganz schön knifflig, da es nicht gerade wenige Menschen gibt, denen Andi und seine Kollegen diese Tat, die sich schnell als Mord herausstellt, zutrauen. Aber Kommissar Zufall hat hier seine Finger im Spiel und ich war erstaunt, als sich der Mörder quasi selbst entlarvt. Ihn hatte ich absolut nicht auf meiner Täterliste.
Mehr wird aber jetzt nicht verraten.
Für diejenigen, die der österreichischen Sprache nicht ganz so mächtig sind, gibt es nach der Auflösung des Falles ein Glossar mit den wichtigsten Worten, die hier immer wieder vorkommen.
Mir hat auch dieser Ausflug ins Salzkammergut mit dem romantischen Cosy-Wohlfühl-Krimi sehr gut gefallen. Und ich komme sehr gerne wieder um zu lesen, wie es mit Marie und Andi weitergeht. Denn eine kurze Vorschau lässt auf ganz viel Unvorhergesehenes schließen.
Rezensionen von Lulu24:
Maris Märchen von Shari Dietz; André Dietz
Inklusive Märchen
Shari und André Dietz erzählen bekannte Märchen aus neuer, inklusiver Perspektive. Downröschen ist der Intoleranz ihrer Zeit entflohen, um viele Jahre später aufzuwachen, in der Hoffnung, dass die Menschen nun besser mit ihrer Andersartigkeit umzugehen wissen. Humpelstilzchen hat zwar ein zu kurzes Bein, aber ein großes Herz und beweist viel Mut, als er das Baby der Königin rettet.
Alle fantasievoll umgeschriebenen Märchen fordern dazu auf, Menschen nicht auf Ihre Behinderung zu reduzieren, sondern ihre besonderen Qualitäten wahrzunehmen und zu schätzen. So können wir miterleben, wie Mari zwar nicht sprechen, aber mit ihrem ansteckenden Lachen und ihrer Furchtlosigkeit Grenzen überwinden und Sympathien gewinnen kann.
Den Autoren gelingt es, ernste gesellschaftliche Fragen rund um Behinderung, Vorurteile und Akzeptanz mit Leichtigkeit und Witz zu verbinden. So stehen nicht nur die menschlichen Protagonisten im Mittelpunkt, sondern auch der böse Wolf bekommt seinen Auftritt als liebenswerter Charakter mit fürsorglichen Qualitäten.
Die Märchen zeigen überraschende Wendungen und versuchen auch schwer Vorstellbares abzubilden, wie etwa Maris Eigenwahrnehmung eines epileptischen Anfalls. Durch die märchenhafte Verkleidung wird den Themen das Angsteinflößende genommen, ohne zu sehr zu bagatellisieren.
Ich denke, das Buch kann zu einer Beschäftigung mit dem Thema Behinderung einladen, die Lektüre sollte aber unbedingt durch Eltern oder Erzieher begleitet werden, zumal die klassischen Märchen bei den Kindern auch nicht mehr als selbstverständlich bekannt vorausgesetzt werden können.











