Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sternzauber:
Wieso? Weshalb? Warum? Leuchte und entdecke - Weltraum von Carola von Kessel
Faszinierend, spannend und interaktiv – es gibt so viel zu entdecken!
Wir waren vom ersten Blick an begeistert von diesem Buch und das fing schon bei dem tollen Cover an. „Leuchte & Entdecke – Weltraum“ aus der Wieso?Weshalb?Warum?-Reihe ziert nämlich ein sehr spannendes Titelbild, das gleich Lust macht aufs Entdecken! Es wirkt geheimnisvoll und abenteuerlich, fängt die Dunkelheit der Nacht ein, weckt aber auch großes Interesse durch die Taschenlampe und die ansprechende Gestaltung.
Uns hat es direkt in seinen Bann gezogen und mein Neffe wollte es nicht mehr aus der Hand geben.
Wie auch bei den anderen Titeln der Reihe ist das Buch aus sehr festem Material hergestellt, das viele neugierige Kinderhände gut aushält. Eine Besonderheit, die wir bisher noch nicht kannten, sind jedoch die dunklen Folienseiten auf fast jeder Doppelseite, die durch die Nutzung der „Taschenlampe“ (im Buch enthalten) erhellen lassen. Auch, wenn es natürlich keine echte Taschenlampe ist und die Bildbereiche „nur“ durch das weiße Papier der Papp-Taschenlampe sichtbar werden, ist dieser Effekt wirklich beeindruckend und faszinierend. Er fokussiert die Aufmerksamkeit der Kinder in ganz besonderer Weise und ermöglicht ein sehr reizvolles Entdecken. Er macht zusätzlich neugierig und ist ein echtes Highlight!
Zum Glück fehlen aber auch die altbekannten Klappen auf den Seiten nicht! Sie sind meiner Meinung nach eines der Markenzeichen der „Wieso?Weshalb?Warum?-Bücher und machen uns immer wieder aufs Neue Freude. Ich finde es toll, dass das neue Highlight mit der Taschenlampe in so guten Einklang mit den bekannten Entdecker-Methoden gebracht wurde und das Buch bietet somit wirklich eine Menge Erkundungsspaß!
Die Bilder von Silke Voigt sind wirklich toll! Ich finde sie aber nicht nur ansprechend, sondern sie illustrieren die Informationen, die vermittelt werden sollen, auf wirklich sehr gelungene Art und Weise. Sie sind detailliert, ohne überladen zu wirken und ergänzen die Texte wunderbar. Auch die Farbgebung überzeugt mich und sie fangen den Zauber des Weltalls bei aller Sachlichkeit oft wunderbar ein.
Carola von Kessel hat die Texte dieses Wissensbuches verfasst und meiner Meinung nach ist es ihr sehr gut gelungen, die Informationen interessant aufzuarbeiten. Die Texte sind kurz und auf den Punkt gebracht, wirken aber trotzdem lebendig und holen die Kinder immer wieder in ihrer Lebens- und Interessewelt ab. Eine Besonderheit ist für meinen Neffen das Glühwürmchen, dass immer wieder auf den Seiten zu entdecken ist und das die Kinder direkt anspricht, zusätzliche Informationen beisteuert oder einfach humorige Kommentare abgibt.
Nicht ganz erschließt es sich mir, warum sich die Taschenlampe am Ende des Buches befindet und auch dort die Erklärungen zur Nutzung dieser zu entdecken sind – diese hätten für mich an den Anfang des Buches gehört. Doch dies tut unserer Begeisterung für dieses Buch keinen Abbruch und wir haben schon jetzt wirklich viel Zeit mit ihm verbracht. Immer wieder möchte mein Neffe das Buch noch mal anschauen, geht auf die Suche nach weiteren Details oder sucht erneut nach gezielten Stellen. Ich bin überzeugt davon, dass dieser Titel einen festen Platz im Regal bekommen wird und freue mich auf viele weitere interessant-spannende Momente mit dem Buch und meinem Neffen, denn es regt neben aller Entdeckerfreude auch zu Gesprächen an – einfach wunderbar!
Von uns erhält es eine ganz klare und überzeugte Leseempfehlung für alle kleinen und großen Weltallforscher und wir freuen uns auf weitere Bücher mit Entdecker-Taschenlampe!
Rezensionen von DoraLupin:
Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104 von Susanne Abel
Eine Geschichte die zugleich erschüttert und berührt
Ich höre zurzeit sehr gerne historische Romane, die mich in eine andere Zeit entführen, mit interessanten Charakteren unterhalten und mich gleichzeitig etwas dazulernen lassen. Deshalb war ich auch auf dieses Hörbuch sehr gespannt. Und ich muss sagen, dass ich mehr als erschüttert über diese Geschichte bin – auch, weil ich von den Kriegskindern, die ins Heim gekommen sind bisher wenig wusste.
Die Geschichte dreht sich um das Ende des Zweiten Weltkriegs, mitten in Deutschland wird ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiß. Sein Alter wird geschätzt, er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrscht. Dort lernt er die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen, die ihn schon im Heim zu beschützen versucht. Die beiden werden zu einer unverzichtbaren Stütze füreinander und beschließen, sich nie wieder loszulassen. Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmend ...
In das Hörbch habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist sehr angenehm, deshalb ist es mir nicht schwergefallen mich ganz auf die Geschichte zu konzentrieren und mich darauf einlassen zu können. Jedoch ist es harter Tobak über die Situation der Kriegskinder zu lesen, nicht nur einmal musste ich bei den Schilderungen schlucken. Aber die Autorin schafft es einfühlsam, aber auch ehrlich, das Elend, das diese Kinder erleben mussten, näherzubringen. Da die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielt, erfährt man einmal etwas über die grausame Vergangenheit von Harti und Margret, aber auch von ihren Kindern und Ekeln und wie ihre Geschichte die Generationen nach ihnen auch beeinflusst. Ich war wirklich geschockt wie viel Leid diese Menschen ertragen mussten und mit welchen Folgen sie leben mussten.
Dieses Hörbuch ist lehrreich, unterhaltsam, schwer verdaulich... das Hörbuch wird noch einige Zeit in meinen Gedanken nachhallen. Ich vergebe dafür 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung, aber es ist nichts für schwache Nerven.
Die Sprecherin hat die Geschichte einfühlsam und lebendig gesprochen und ihre Stimme war angenehm. Ich habe ihr gerne zugehört.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Die weiße Nacht von Anne Stern
Ein gelungener Reihenauftakt
Der Winter des Jahres von 1946/47 wird als Hungerwinter in die Geschichte eingehen, in dem Tausende Menschen im zerstörten und von den alliierten besetzten Deutschland infolge von Krankheiten, Hunger und Kälte sterben. Wer keine Habseligkeiten mehr hat, um sie am Schwarzmarkt gegen etwas Essbares zu tauschen, stöbert in den Trümmern nach etwas Brauchbarem.
Die junge Fotografin Lou Faber sucht in den Ruinen von Berlin nach geeigneten Motiven, um die Fotos an Magazine zu verkaufen. Dabei entdeckt sie eine Frauenleiche, deren Hände gefaltet sind. Die herbeigerufene Polizei glaubt zunächst an ein weiteres Kälteopfer, doch mit Hilfe von Lous Foto wird dem ermittelnden Kriminalkommissar Alfred König klar, dass es sich um einen Mord handelt und diese tote Frau wird nicht die einzige Leiche bleiben.
So kurz nach dem Ende des NS-Regimes liegt der Verdacht nahe, dass sich jemand für erlittenes Leid rächen will ...
Meine Meinung:
Dieser Krimi, der in den ersten Nachkriegsjahren in Berlin spielt, ist Auftakt einer neuen historischen Krimireihe von Anne Stern. Nach der Reihe, rund um die Dresdner Oper oder jene um die Hebamme Hulda Gold, bieter diese neue Reihe Spannung und historisches Wissen.
Die Charaktere sind wie immer bei Autorin Anne Stern sorgfältig ausgearbeitet. Sowohl Lou Faber als Kriminalkommissar Alfred König habe ihre Ecken und Kanten, sowie ihre Traumata aus den vergangenen Kriegsjahren. Obwohl die beiden unterschiedlicher nicht sein könnten, haben sie den eisernen Willen den oder die Täter ausfindig zu machen und die Morde aufzuklären.
Auch die Nebenfiguren wie die Jugendlichen Gerti und Justus, die mit allen Wassern gewaschen sind, sind geschickt gezeichnet- Die beiden kennen sich am Schwarzmarkt bestens aus, um überleben zu können und schrecken auch vor kriminellen Handlungen nicht zurück.
Am Silvesterabend 1946 wird der Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Frings in seiner Predigt den Mundraub für den rechtfertigen. Wenig später wird sein Nachname als Synonym für das Organisierens von Nahrung und Kohle - fringsen.
Wie schon die anderen Romane ist auch dieser hier penibel recherchiert und gekonnt erzählt. Das Cover ist sehr gut gelungen, zeigt es doch die in Trümmern liegende Welt durch den Sucher einer Kamera.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem historischen Krimi, der bis zur letzten Seite fesselt, 5 Sterne und eine Lesempfehlung.
Rezensionen von Buchseelensammlerin:
Rabid von Ivy Asher; Raven Kennedy
Werwölfe
Das Cover von Rabid, einem Einzelband, ist schön gestaltet und passt gut zur Geschichte. Es zeigt die natürliche wilde Seite der Werwölfe.
Der Schreibstil der beiden Autorinnen Raven Kennedy und Ivy Asher ist flüssig und bildhaft, so dass man beim lesen die Emotionen und die Intensität spüren kann.
Die Hauptprotagonistin ist mutig, selbstbewusst und stark. Sie ist sehr gut ausgearbeitet, so dass man ihre Verletzlichkeit beim lesen spüren kann. Die Stellen mit ihrer inneren Wölfin haben mir richtig gut gefallen.
Dann ist da noch der Alpha Tyran. Ein toller Charakter der sich im Laufe der Geschichte gut entwickelt, wobei mir ein bisschen die emotionale Tiefe zwischen den beiden Protagonisten gefehlt,
Mir hat Rabid gut gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der gern emotionale Geschichten mit einer starken Protagonistin liest.
Rezensionen von Petra:
Der Weg des ewigen Winters von Niilo Sevänen
Kälte
Die kleine Halla steht allein auf der Welt. In Konstantinopel im Jahr 1007, ihre Eltern sind ermordet und sie hat seltsame Träume. Der Bruder ihrer Pflegemutter versucht sie zu beschützen. Denn es sind viele eigenartige Gestalten hinter ihr her. In ihren Träumen sind es Raben und andere Raubvögel.
Im realen Leben sind es Attentäter und andere Gestalten die anscheinend sehr überzeugende Gründe haben ihrer habhaft zu werden.
Es ist eine Fantasy Geschichte die in der Historie angesiedelt ist. Eine Mischung aus nordischen, griechischen und frühchristlichen Mythen. Eine Welt in der es von Hexen, Geistern und Königen wimmelt.
Mich hat dieses Buch überfordert. Wenn ich mich an ein Setting gewöhnt hatte, kam ein Neues. War ich mit einer Figur vertrauter geworden, starb oder verschwand sie. Ist es eine historische Person passt sie nicht in die Zeit.
Alles ist noch sehr wage dargestellt. Denn anscheinend ist dieses Buch der Anfang einer Trilogie. Klar das man mit der Auflösung bzw. mit den Entdecken von Zusammenhängen noch den zweiten und dritten Band lesen muss.
Aber auch im ersten Band könnte schon etwas mehr Tiefe sein Die Charaktere etwas mehr umrissen und ein paar Erklärungen zu den Geschehnissen. Es sind zu viele verwirrte Fäden, man kann nur hoffen das der Autor es schafft dieses Knäuel zu entwirren.
Rezensionen von clematis:
Wem du traust von Petra Johann
Enge Bande
Eva und Daniel leben zufrieden mit ihrem fünfjährigen Sohn Linus in einer ruhigen Neubausiedlung. Sehr oft ist auch Sofia Gast, die fünfzehnjährige Tochter von Evas bester Freundin Susanne. Nach einem Babysittereinsatz bringt Daniel Sofia nach Hause, allerdings kommt die Jugendliche dort nie an. Ist das eher in sich zurückgezogene Mädchen von daheim ausgerissen oder hat gar Daniel mit ihrem Verschwinden etwas zu tun?
Stete leise Spannung begleitet diesen fesselnden Kriminalroman, wenige, besonders gekonnt gezeichnete Figuren beherrschen die spannende Handlung.
Wir lernen die familiären Beziehungen, Freundschaften und engen Bande zwischen den einzelnen Personen kennen, wagen uns an Bewertungen und müssen diese aufgrund unterschiedlicher Sichtweisen doch wieder verwerfen. Dann kommt noch ein sogenannter Cold Case ins Spiel und mischt die Karten wiederum neu. Interessante und wichtige Themen wie Autismus und häusliche Gewalt finden Eingang ins Geschehen, kursiv gedruckte Abschnitte wecken Neugierde und bringen das Gedankenkarussell beim Leser in Schwung. Schlussendlich bewahrheiten sich meine Vermutungen zum Teil, die Aufklärung des Falles verläuft dennoch anders als erwartet – bestens gelungen!
Ein weiterer logisch aufgebauter Kriminalroman von Petra Johann, der sowohl sprachlich als auch inhaltlich überzeugt und besonders die Tragfähigkeit in Beziehungen auf den Prüfstand stellt. Absolut lesenswert!
Rezensionen von PMelittaM:
Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste von Kelly Mullen
Enttäuschend
Die 77jährige Mimi wohnt auf der idyllischen Insel Mackinac im Lake Huron. Die Insel ist klein, alle Einwohner kennen sich, aber eine sticht besonders heraus, Jane Ireland ist nicht nur sehr reich, sie bewohnt auch ein schlossähnliches Gebäude.
Eines Tages erhält Mimi von Jane eine Einladung zu einer Auktion in ihrem Anwesen, inklusive eines Erpressungsschreibens.
Woher weiß Jane von Mimis Geheimnis? Mimi will unbedingt verhindern, dass davon noch irgendjemand etwas erfährt, und nimmt die Einladung an, bittet aber ihre Enkelin Addie, sie zu begleiten.
Während der Auktion gibt es nicht nur einen Schneesturm, sondern auch eine Leiche. Durch den Sturm kann weder die Polizei kommen, noch eine:r der Teilnehmer:innen das Anwesen verlassen. Mimi und Addie ermitteln.
Warum gerade Mimi und Addie ermitteln? Keine Ahnung, möglicherweise, weil Mimi gerne Kreuzworträtsel löst, und ihr deswegen analytisches Denken unterstellt wird? Vielleicht auch, weil Addie Mitentwicklerin eines Krimi-Games ist? Für mich ergab sich hier schon das erste Fragezeichen, denn nicht nur, dass die beiden offenbar die einzigen sind, die überhaupt Interesse daran zu haben scheinen, wer hier der oder die Mörder:in ist, ihnen wird auch meist freigiebig alles mögliche erzählt, sogar intimste Geheimnisse. Gut, darüber hätte man hinwegsehen können, wenn der Kriminalroman ansonsten spannend und interessant gewesen wäre, und man selbst Lust bekommen hätte, mitzurätseln.
All das ist aber leider nicht der Fall. Das liegt in großem Maße an den Charakteren. Alle blieben für mich blass, obwohl ich zunächst für Mimi ein bisschen Interesse entwickelt hatte, war das leider schnell wieder weg. Der einzige, der mir ein bisschen näher kam, war der Koch, er erschien mir auch die sympathischste Person. So waren mir im Grunde nahezu alle herzlich egal, und ich hatte auch keine große Lust, mitzurätseln.
Als Leser:in ist man ständig bei Mimi und Addie, die anderen Charaktere lernt man nur durch die Dialoge mit ihnen kennen. Daneben nehmen die Probleme, die Mimi und Addie miteinander haben sowie die, die Addie mit ihrem Expartner hat, viel zu viel Raum ein. Alle diese Probleme haben wenig bis gar nichts mit dem Kriminalfall zu tun, und stören eher, als dass sie Interesse wecken.
Es gibt viele Anspielungen auf Agatha-Christie-Romane, doch mit diesen messen kann der Roman sich nicht im geringsten.
Spannung kam leider überhaupt keine auf, irgendwie wollte ich zwar schon wissen, was hinter allem steckt, am Ende empfand ich die diversen Auflösungen aber zum einen recht unspektakulär, zum anderen nur bedingt nachvollziehbar. Insgesamt hat es sich in meinen Augen nicht gelohnt, den Roman zu lesen.
Das Setting ist so weit okay, die Lock-in-Situation ist nachvollziehbar. Das Anwesen hat einiges zu bieten, auch durch seine Hintergrundgeschichte. Schön wäre ein Lageplan gewesen, ich konnte nicht immer nachvollziehen, wo man gerade war. Die Insel gibt es im übrigen wirklich.
Mich konnte der Roman nicht überzeugen, weder der Kriminalfall noch die Charaktere. Einzig das Setting kann ein bisschen punkten. Keine Leseempfehlung!
Rezensionen von Liselottchen:
Vier sind zwei zu viel von Käthe Lachmann
Turbulent und humorvoll, ein wunderbarer Roman über die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben
Evi ist Psychotherapeutin, liebt ihren Job und ist zufrieden mit ihrem Leben, denn sie hat zwei bester Freunde: Maren und Markus. Als jedoch beide in festen Beziehungen liiert sind, wächst auch in ihr der Wunsch nach Liebe und Partnerschaft. Bei einer Fortbildungstagung lernt sie den charismatischen Ben kennen, zu dem sie sich fast sofort hingezogen fühlt.
Er ist aufmerksam und liebevoll, jedoch hat er eine Macke: Er lebt gesund und sein Leben wird bestimmt von gesunder Ernährung und Fitnesstracker. Kann eine Beziehung das auf Dauer aushalten?
Nachdem es im ersten Band um Maren und ihren Ex gegangen ist, steht hier nun Evi im Mittelpunkt. Sie ist eine lebenslustige und tüchtige Frau, in die mich sofort hineinversetzen konnte. Ben nervt mit seinem »Longevity«- Spleen – was in vielen Fällen zu komischen Situationen führt, aber manchmal ein wenig zu viel ausgereizt wird. Gibt es solche Typen wirklich? Auch Markus, der beste Freund, jammert sehr viel über seine Freundin – an vielen Stellen habe ich mich gefragt, warum manchmal Beziehungen nicht eher beendet werden.
Der Schreibstil ist flott, die Dialoge leicht und locker, wie schon bei ersten Teil hätte ich mir an einigen Stellen ein wenig mehr an Tempo gewünscht, Nebenstränge wie die Situation um die Patientin Domdröse, waren für mich etwas zu lang. Trotzdem habe ich die Geschichte gern gelesen, musste an manchen Stellen herzhaft lachen und kann diesen amüsanten Roman gern weiterempfehlen.
Rezensionen von Nora F.:
Vier sind zwei zu viel von Käthe Lachmann
Wird spannend!
Hans Jorda über sein interessantes Leben. Das kann nur superwitzig und cool werden. Heute veröffentlicht, schenke ich mir selbst zu Weihnachten.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nora F.Rezensionen von Bücherfreundin:
Tod zur Teestunde (Susan Ryeland ermittelt 3) von Anthony Horowitz
Großartiger dritter Band der Susan Ryeland-Reihe
"Tod zur Teestunde" ist der neue und voraussichtlich letzte Kriminalroman des britischen Schriftstellers Anthony Horowitz um die Lektorin Susan Ryeland. Das 568 Seiten umfassende Buch knüpft an die 2018 und 2022 erschienenen Vorgängerbände "Die Morde von Rye Hall" und "Der Tote aus Zimmer 12" an.
Es ist sicherlich hilfreich, die beiden ersten Romane der Reihe gelesen zu haben, doch auch ohne dieses Basiswissen findet man sich schnell zurecht, zumal immer wieder Bezug auf Ereignisse der ersten Bände genommen wird.
Die Ich-Erzählerin Susan hat sich von ihrem Freund Andreas getrennt, mit dem sie auf Kreta ein Hotel führte. Als freie Lektorin arbeitete sie auf der Insel als Lektorin und betreute eine Serie von skandinavischen Kriminalromanen. Inzwischen ist sie 55 Jahre alt und kehrt nun nach London zurück. Michael Flynn, ihr Chef und Verleger von Causton Books, plant die Fortsetzung der erfolgreichen Atticus Pünd-Serie. Nach dem Tod von Alan Conway, der durch die Bücher reich und berühmt wurde, soll der junge Autor Eliot Crace, dessen Großmutter Miriam eine erfolgreiche Kinderbuchautorin war, drei Fortsetzungsromane schreiben. Da Susan bereits Alan Convay als Lektorin zur Seite stand, geht ihr Chef davon aus, dass sie auch für Eliot die ideale Lektorin sein wird. Die ersten Kapitel des Manuskripts von "Pünds letzter Fall" gefallen Susan, in der Geschichte geht es um den Tod von Lady Margaret Chalfont, die in ihrem Feriendomizil in Südfrankreich vergiftet wurde. Im Laufe der Lektüre erkennt Susan, dass Eliot in seinem Roman die Geschichte seiner eigenen dysfunktionalen Familie erzählt ...
Wie schon in den vorherigen Susan Ryeland-Büchern gibt es auch hier innerhalb des Buches ein zweites Buch. Beide Geschichten sind meisterhaft und mit viel Raffinesse miteinander verknüpft. Wir folgen Susan im Hier und Jetzt, erleben ihre Zusammenarbeit mit Eliot und begleiten sie bei ihren Ermittlungen, nachdem ein Mord geschehen ist und Susan unter Verdacht gerät. Parallel dazu tauchen wir ein in das Leben von Lady Chalfont und ihrer Familie, die die Sommermonate des Jahres 1955 in Südfrankreich verbringt. Es kommt zu einem Todesfall, bei dessen Aufklärung Atticus Pünd dem französischen Ermittler Frédéric Voltaire zur Seite stehen wird.
"Tod zur Teestunde" hat mir sehr gut gefallen, ich mochte den intelligenten Schreibstil und die schöne Sprache. Das Buch fesselte mich von der ersten Seite an, stetig baut sich mehr Spannung auf und bleibt bis zum Ende auf hohem Niveau. Die Handlung ist gut durchdacht, die Auflösung hat mich überrascht. Es gibt mehrere Tote, viele Verdächtige und Wendungen, es werden Geheimnisse aufgedeckt, und ich habe mich vom Autor auf falsche Fährten locken lassen.
Die Charakterzeichnung seiner Haupt- und Nebenfiguren ist Anthony Horowitz hervorragend gelungen, ich mochte Susan und Atticus Pünd bereits in den beiden ersten Krimis der Reihe und fand es faszinierend, wie sich die zahlreichen Puzzleteile nach und nach zu einem Ganzen zusammenfügten. Das Buch, das neben den beiden Krimihandlungen auch Wortspiele und Anagramme enthält, hat mich absolut begeistert, ich habe mich bestens unterhalten gefühlt.
Leseempfehlung für alle, die ruhige und intelligent geschriebene Krimis ohne blutiges Gemetzel lieben.










