Kunden em pfehlungen
Rezensionen von April1985:
Ring the Bells von C. K. McDonnell
Bad Santa is calling
Ich bin seit Band 1 ein riesiger Fan von Bancroft und seinem Team der Stranger Times. 'Ring the Bells' war daher ein absolutes Must Read für mich. Und ich muss schon sagen, dass es die perfekte vorweihnachtliche Lektüre war. Ein Buch, das mich wunderbar vom Weihnachtsstress abgeholt und mich bestens unterhalten hat.
Dieses Mal muss sich das Team der Stranger Times mit einem besonders perfiden Hacker, einem selbsternannten Hexenzirkel, und einem dämonischen Weihnachtsmann auseinander setzen. Mit dabei natürlich auch DI Sturgess, dem die seltsamen Vorfälle längst nicht mehr wundern. Und man trifft auf einige lieb gewonne Sidekicks und Nebencharaktere wie Zeke und John Mór. Ich empfehle daher unbedingt die Bücher davor auch zu lesen. Vorallem weil auch die Geschichten der Protagonisten weiter erzählt werden und so manches Geheimnis aus derem Leben gelüftet wird. In diesem Fall haben wir mehr von Stella und Manny erfahren. Es gibt einige berührende Momente, die in starkem Kontrast zu dem sonst so skurillen und überzogenen Humor stehen. Wobei genau dieser der Grund ist, warum ich die Bücher so mag. Ich liebe und feiere den bitterbösen Humor des Autors einfach, der auch im Deutschen nicht verloren geht. André Mumot hat großartige Übersetzungsarbeit geleistet.
Fazit:
Ein unglaublich unterhaltsamer neuer Band der Stranger Times, der mir die Adventszeit mit bitterbösem Humor versüßt hat. Vielleicht hätte es der eine oder andere Handlungsstrang weniger sein können. Trotzdem große Empfehlung!
Rezensionen von Der blaue Mond:
Tod zur Teestunde (Susan Ryeland ermittelt 3) von Anthony Horowitz
verschachtelte Spannung
Das ist meine erste Berührung mit Susan Ryeland. Es fängt ziemlich harmlos an, Susan fühlt sich auf Kreta persönlich nicht wohl und es zieht sie zurück in die englische Heimat, London. Als Lektorin wird ihr ein neues Buch angeboten, das ziemlich interessant klingt. Also greift sie zu und das Drama gewinnt an Fahrt.
Trotz der beinahe 600 Seiten wird es nicht langweilig, im Gegenteil, nach und nach baut sich ein zweiter Fall auf, verschachtelt Buch im Buch. Immer wieder überschneiden sich die Stränge, Personen und Geschehnisse. Susan wird immer mehr hineingezogen in beide Fälle. Ich liebe die Anagramme und die doppelten Charaktere. Es ist eine gute Mischung aus Sherlock Holmes und Escape Rätseln. Mit durchweg britischem Understatement und Humor, ich fühlte mich bestens unterhalten. Also bestens geeignet für Leser, die die guten alten Krimis lieben und sicherlich auch eine prima Filmvorlage.
Rezensionen von April1985 :
Ring the Bells von C. K. McDonnell
Bad Santa is calling
Ich bin seit Band 1 ein riesiger Fan von Bancroft und seinem Team der Stranger Times. 'Ring the Bells' war daher ein absolutes Must Read für mich. Und ich muss schon sagen, dass es die perfekte vorweihnachtliche Lektüre war. Ein Buch, das mich wunderbar vom Weihnachtsstress abgeholt und mich bestens unterhalten hat.
Dieses Mal muss sich das Team der Stranger Times mit einem besonders perfiden Hacker, einem selbsternannten Hexenzirkel, und einem dämonischen Weihnachtsmann auseinander setzen. Mit dabei natürlich auch DI Sturgess, dem die seltsamen Vorfälle längst nicht mehr wundern. Und man trifft auf einige lieb gewonne Sidekicks und Nebencharaktere wie Zeke und John Mór. Ich empfehle daher unbedingt die Bücher davor auch zu lesen. Vorallem weil auch die Geschichten der Protagonisten weiter erzählt werden und so manches Geheimnis aus derem Leben gelüftet wird. In diesem Fall haben wir mehr von Stella und Manny erfahren. Es gibt einige berührende Momente, die in starkem Kontrast zu dem sonst so skurillen und überzogenen Humor stehen. Wobei genau dieser der Grund ist, warum ich die Bücher so mag. Ich liebe und feiere den bitterbösen Humor des Autors einfach, der auch im Deutschen nicht verloren geht. André Mumot hat großartige Übersetzungsarbeit geleistet.
Fazit:
Ein unglaublich unterhaltsamer neuer Band der Stranger Times, der mir die Adventszeit mit bitterbösem Humor versüßt hat. Vielleicht hätte es der eine oder andere Handlungsstrang weniger sein können. Trotzdem große Empfehlung!
Rezensionen von nil_liest:
Mr. Saitos reisendes Kino von Annette Bjergfeldt
Zwischen Tango und Projektorlicht – Litas Reise ins Herz der Geschichten
Lita wächst in einem Leben auf, das vom ersten Atemzug an aus dem Takt der gewöhnlichen Welt fällt. Ihre Mutter Fabiola – eine Frau, die den Tango nicht nur tanzt, sondern im Blut trägt – wirbelt sie durch eine Kindheit, die von Leidenschaft, Chaos und plötzlichen Wendungen bestimmt ist. Als die politischen Verhältnisse ihrer Heimat ihnen den Boden unter den Füßen wegziehen, geraten Mutter und Tochter auf eine abgelegene Insel vor Neufundland: ein Ort, an dem der Wind Geschichten erzählt und die Menschen eher dem Meer vertrauen als ihrem eigenen Glück.
In einem alten Seemannsheim, bevölkert von schrägen, aber herzoffenen Gestalten, findet Lita eine neue Welt, die langsam – völlig unerwartet – zu ihrem Zuhause wird. Dort begegnet sie Oona, der gehörlosen Tochter der Gastgeber, deren stille Stärke mehr sagt als jedes Wort. Und eines Tages rollt ein Mann namens Mr. Saito seinen Projektor aus, spannt ein Laken in die salzige Luft und bringt Bilder, Hoffnung und Veränderung auf diese windumpeitschte Insel. Seine Ankunft bleibt nicht ohne Folgen: Für die Bewohner, für Fabiola – und vor allem für Lita.
Was Annette Bjergfeldt daraus formt, ist ein Roman, der weniger eine Geschichte erzählt als ein Leben einatmet. Ihre Sprache hat eine Musikalität, die spürbar macht, dass sie nicht nur Autorin, sondern auch Musikerin ist. Jeder Satz wirkt rhythmisch gesetzt, jede Szene wie ein leuchtendes Bild, das langsam in die nächste überblendet. Man liest und hat das Gefühl, der Roman sei selbst eine Art Wanderkino: lichtdurchflutet, melancholisch, manchmal flackernd, aber immer mit Wärme und stiller Kraft.
Stark ist vor allem die Art, wie Bjergfeldt Emotionen nie breit ausmalt, sondern sie in kleinen, präzisen Momenten aufflammen lässt. Wenn die Inselbewohner in Mr. Saitos Filmen Dinge erkennen, die sie sich selbst nicht zu sagen trauen – unerfüllte Wünsche, verlorene Träume, heimliche Hoffnungen –, dann spürt man, dass Kino hier mehr ist als Unterhaltung: Es ist ein Spiegel, eine Rettungsleine, ein geheimer Raum. Besonders Lita findet im Licht des Projektors etwas, das ihr Leben neu ausrichtet – nicht wie ein Paukenschlag, sondern wie ein langsames, inneres Aufleuchten.
Die Erzählstruktur, die sich in sieben „Wellen“ gliedert, spiegelt nicht nur das Auf und Ab von Litas Lebensreise, sondern schenkt dem Roman einen ruhigen, fließenden Rhythmus. Manche Passagen wirken beinahe träumerisch, als würde man im Gleichklang mit der Brandung lesen. Wer rasante Handlung sucht, könnte hier ungeduldig werden – aber wer sich gerne in atmosphärische Welten fallen lässt, wird sich in diesem Tempo verlieren wie in einem langen Kinonachmittag, der im Dämmerlicht endet.
Was jedoch am stärksten nachhallt, ist dieses Gefühl, dass Familie nicht immer die ist, in die man hineingeboren wird, sondern jene, die einen auffängt, wenn man aufs offene Meer hinaustreibt. Die Freundschaft zwischen Lita und Oona, die exzentrischen Seemänner, der wortkarge Mr. Saito – sie alle werden zu Ankern in einem Leben, das von Anfang an auf Bewegung eingestellt war.
Mr. Saitos reisendes Kino ist ein Roman voller Zwischentöne: melancholisch, warm, humorvoll, poetisch. Ein Buch, das nicht laut ruft, sondern leise bleibt – und gerade deshalb lange im Herzen vibrierend zurückbleibt. Ein großes, stilles Kino, das zeigt, wie sehr Geschichten verändern können. Und wie manchmal schon ein flackerndes Bild auf einem weißen Laken reicht, um ein Leben ins richtige Licht zu rücken.
Rezensionen von nil_liest:
Lass uns noch bleiben von Saskia Luka
Wie findet man zurück ins Leben, wenn alles verschwunden scheint?
Manchmal reicht schon ein einziger Straßenzug in Kreuzberg, um ein Gefühl von Zuhause wachzurufen – genau so erging es mir mit diesem Buch. Saskia Luka fängt diese besondere Mischung aus urbanem Chaos und stillen Rückzugsorten so zart ein, dass ich mich sofort wieder zwischen Mehringdamm und Planufer wähnte.
Und mittendrin Anna, deren kleines Pflanzenrefugium wie ein grünes Herz im Asphalt schlägt.
Ihr Leben ist ins Wanken geraten, seit ihre Freundin einfach verschwunden ist – ohne Nachricht, ohne Anker, ohne Erklärung. Während draußen das Kiezleben weiterflirrt, zieht Anna sich zurück in ihr Grün, in Töpfe und Triebe, in dieses sanfte Chaos aus Erde und Hoffnung. Es ist ein stilles, verletzliches Anfangskapitel, das wunderbar zeigt, wie man sich an die Dinge klammert, die noch nicht zerbrochen sind.
Was mich sofort berührt hat, war diese liebevolle Nachbarschaftsdynamik. Henning mit seinem Antiquariat – ein Mann, der alte Bücher behandelt, als wären sie scheue Tiere – bietet eine Wärme, die nicht künstlich wirkt, sondern wie echter Kiezalltag: Menschen, die sich nicht aufdrängen und doch da sind, wenn’s dunkel wird.
Und dann wirbelt Alex hinein, so spontan, lebendig und herrlich unberechenbar, dass Anna gar nicht anders kann, als ein kleines Stück aufzutauen. Die beiden brechen schließlich gemeinsam auf, um nach der verschwundenen Freundin zu suchen – eine Reise, die ich viel sanfter, überraschender und emotionaler fand, als ich es erwartet hätte. Kein Roadmovie, eher ein vorsichtiges Wieder-zum-Leben-Finden.
Was diesen Roman für mich so besonders macht, ist seine stille Kraft. Die Geschichte rauscht nicht, sie drängt nicht – sie tastet sich vorwärts. Manchmal langsam, fast zögerlich, aber immer poetisch, warm und mit einem Blick für die kleinen Momente, die man im echten Leben so oft übersieht. Wer Tempo und Drama sucht, landet hier vermutlich nicht im richtigen Regal. Wer aber Geschichten mag, die einen leise anschubsen, statt laut zu rütteln, wird sich wunderbar aufgehoben fühlen.
Für mich ist Lass uns noch bleiben ein Buch, das wie ein Nachmittag auf einem Kreuzberger Balkon wirkt: Ganz unspektakulär – und trotzdem bleibt etwas im Herzen hängen. Eine sanfte Geschichte über Verlust, neue Wege und darüber, wie ein einzelner Mensch reichen kann, um wieder Licht ins eigene Leben zu tragen.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
50 Fragen, die das Leben leichter machen von Karin Kuschik
Mein täglicher Begleiter
„Sie müssen nicht mutig sein, um die Fragen aus dem Buch anzuwenden. Sie werden mutig, indem Sie sie anwenden.“
Ich mag das Tempo und die einfache Strukturierung des Buches. Es ist ein toller Begleiter, in dem ich nach Lust und Laune ein Kapitel lesen kann und ins Tun komme, weil ich ganz von selbst nach Möglichkeiten zum Üben Ausschau halte.
Dazu der lockere Plauderton, der ermutigt und für Klarheit sorgt. Ich nehme es auch gern zur Hand, wenn der Tag schwierig war, als Hilfe zur Selbstführung, Trost und Reminder. Mir gefällt das Konzept der Fragen sogar besser als die Antworten, denn sie sind „eine der effektivsten Drama-Bremsen.“ Und es schadet nicht, „ein paar verbale Notbremsen zu kennen, um miteinander zurechtzukommen.“
Ich finde es übrigens toll, dass die Autorin sogar berücksichtigt, dass man in den Kapiteln hüpft und sie nicht in der Reihenfolge liest, was ich ganz gern mache. So erklärt sie die Bedeutung „Arschengel“ eben noch mal…
Fazit: Lesevergnügen plus Mehrwert. Mir gefällt dieses gelungene Konzept.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Drei Tage im Schnee von Ina Bhatter
Drei Tage, die alles verändern
Hannah geht es mental immer schlechter. Instinktiv mietet sie für ein langes Wochenende ein kleines Holzhaus am See, um neue Kraft zu tanken und ganz für sich zu sein. Als Leiterin einer Pressstelle hat sie einen stressigen Job, aber dahinter steckt so viel mehr. Hannah beobachtet draußen ein Mädchen, das ganz im Schneeengelmachen versunken ist und sichtlich Spaß hat.
Daraufhin denkt Hannah darüber nach, wann sie selbst zuletzt in einer Sache so aufgegangen ist, dass sie die Zeit vergessen hat.
Damit beginnt ihre Reise der Selbstreflexion. Drei Tage, in denen sie ihren Gedanken nachgeht und die Begegnung mit der kleinen Sophie sie anregen, sich zu erinnern, wie es war ein Kind zu sein. Es ist nicht nur für Hannah eine Auszeit, auch beim Lesen entsteht eine Wohlfühl-Atmosphäre und man wäre selbst gern in diesem kleinen Haus am See, am Ofen sitzend, mit einer heißen Schokolade in der Hand. Hannas Gedankengängen kann man gut folgen. So taucht man in Themen wie Lebenszeit, Einsamkeit, Konsum und Leichtigkeit ein, die hinterfragt werden. Es gibt Denkanstöße zum inneren Kritiker und Angstgefühlen, die Hannas Leben in den letzten Jahren dominiert haben. Die Botschaften sind direkt vermittelt und die Sprache präsentiert sich durch eine gute Beobachtungsgabe, der schließlich auch die kleinen Freuden nicht entgehen. Hannas Umdenken greift schnell und nach drei Tagen hat sich viel verändert. Das mag, für diesen kurzen Zeitraum nicht realistisch sein, aber funktioniert zumindest im Rahmen der kurzen Geschichte.
«Drei Tage im Schnee» regt dazu an, die eigenen Wünsche nicht aus den Augen zu verlieren und zeigt, was im Leben wirklich zählt - die großen Steine nämlich, um in der imaginären Einweckglas-Metapher zu bleiben, die im Buch aufgegriffen wird. Gute Impulse für jene unglücklich Gestressten, die sich von ihren Wünschen entfremdet fühlen und alle, die in ihrer lesenden Auszeit gern in andere Perspektiven schlüpfen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Ein Herz aus Papier und Sternen von Cecelia Ahern
Nimmt nur langsam Fahrt auf
"Ein Herz aus Papier und Sternen" von Cecelia Ahern ist als Hörbuch von Sandra Voss eingelesen. Im Zentrum stehen Pip, ihre Tochter Bella, die von Pips Mutter gegen ihren Wunsch als Isabella eingetragen wurde, Pips Jugendliebe und Bellas Vater Jamie, der Astronom Io sowie Pips Eltern Josephine und Philip.
Als langjährige Leserin der Autorin bin ich mit hohen Erwartungen in diese Geschichte gestartet, die zunächst stark auf familiäre Enge, übergriffige Elternstrukturen und eine Protagonistin setzt, die sich selbst klein hält. Diese Ausgangslage passt grundsätzlich zu Aherns emotionalem Themenfeld, wirkte für mich im ersten Drittel aber zu schematisch: Die Figuren erschienen stereotyp, Pip in ihrer Passivität schwer greifbar, und die Handlung schien eher zu treiben als zu bauen. Das machte das Zuhören stellenweise zäh, trotz des grundsätzlich zugänglichen, gefühligen Erzähltons, den man von der Autorin kennt. Vor allem bei den Motiven von Josephine tappe ich im Dunkeln, denn die Erklärung für ihr Verhalten finde ich sehr oberflächlich abgehandelt.
Erst im letzten Drittel gewinnt der Roman für mich deutlich an Spannung und Relevanz. Mehrere gesellschaftliche Themen werden enger miteinander verwoben, wodurch die Geschichte an Gewicht und Dringlichkeit gewinnt. Einige Entwicklungen wirkten dabei allerdings konstruiert, insbesondere die neue Frau an der Seite einer zentralen Figur, deren sehr frühe, auffallend aktive Präsenz in einem entscheidenden Kontext für mich psychologisch nicht ganz stimmig war. Am meisten fasziniert hat mich Io: eine Figur mit besonderer Ausstrahlung, deren Motive jedoch bis zum Schluss für mich eher rätselhaft blieben, was einerseits reizvoll, andererseits auch unbefriedigend sein kann.
Der große Pluspunkt des Hörbuchs ist die Interpretation von Sandra Voss. Sie trägt die emotionalen Schattierungen souverän, hält die inneren Spannungen von Pip glaubwürdig zusammen und verleiht auch den leiseren Passagen eine angenehme Präsenz.
Fazit: Insgesamt ist es für mich bislang das Werk von Ahern, das mich am wenigsten begeistert hat, auch wenn das starke Finale und die sehr gelungene Sprecherleistung den Gesamteindruck merklich verbessern.
Rezensionen von La Calavera Catrina:
Love, Mom von Iliana Xander
Dunkle Geheimnisse
Die legendäre Autorin E. V. Renge stirbt bei einem Unfall und ihre Tochter Mackenzie erhält plötzlich Briefe, geschrieben von ihrer Mutter, die unglaubliche Geheimnisse ans Licht befördern.
Schon bei den ersten Kapiteln merkte man, hier war nichts harmonisch: eine talentierte Autorin, deren Tochter in ihrem Schatten lebt.
Eine verkorkste Beziehung ohne Liebe, weshalb auch niemand auf der Beerdigung eine Träne verdrückt hat. Noch dazu hatte sie viele Geheimnisse und lebte zurückgezogen. Mackenzie und ihr bester Freund EJ versuchen herauszufinden, was es mit den Briefen auf sich hat und was mit Mackenzie Mutter passiert ist.
Es ist ein zunehmend spannender Thriller, der Perspektiven wechselt und in die Vergangenheit springt, um davon zu erzählen, was man einem Menschen alles nehmen kann. Es ist wirklich erschütternd und berührend. Ein durchaus fesselndes Thrillererlebnis, wobei sich gerade der Mittelteil (zweite Teil) für mich langatmig angefühlt hat und es dann erst so richtig Fahrt aufnahm. Mir haben besonders die ausführlichen Briefe und Mackenzies detektivisches Gespür gefallen. Das Ende war für mich keine völlige Überraschung, aber gelungen. Vor allem das letzte Kapitel hat mir nochmal gut gefallen.
Fazit: Eine unglaublich erschütternde Geschichte, die zunehmend zu fesseln weiß. Der Titel passt perfekt! Dranbleiben lohnt sich.
Rezensionen von evaki:
Der Tote im Kamin von Denzil Meyrick
Spannende Vorweihnachtszeit im verschneiten Yorshire
Wir befinden uns im Jahr 1952 im verschneiten Yorkshire und begleiten Inspector Frank Grasby in das verschlafene Elderby. Alles spielt kurz vor Weihnachten und ist weiß überzuckert, könnte also zusammen mit Creamtea eine wirklich romantische Geschichte werden. Tatsächlich trifft Frank allerdings auf so viele unerwartete mysteriöse Vorfälle, daß man auch als Leser kaum zu Atem kommt.
Eine kleine Romantik könnte sich mit der jungen Praktikantin im Polizeirevier, Mrs. Daisy Dean, oder liebevoll Deedee ergeben, mit der, der Inspektor in der gleichen Pension wohnt. Wer denkt, das sich das Buch zu einer "Schnulze" entwickelt, der liegt weit daneben. Der Roman ist tatsächlich super spannend und noch dazu politisch aktuell! Mehr will ich gar nicht verraten!










