Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Katja K.:
In Stormy Weather von Chelsea Curto
Stormy weather, random lovestory
Ich muss ehrlich sagen, bei diesem Buch hat für mich eindeutig das Setting die Liebesgeschichte in den Schatten gestellt. Die Meteorologie, die Begeisterung von sowohl Quincy als auch Sebastian für Wetterphänomene und ihre Aktivitäten in diesem Bereich fand ich wirklich spannend und gut gelungen, ebenso die Schilderung der Herausforderungen für Frauen in der Wissenschaft.
Das hat mich so ein bisschen bei Laune gehalten, denn die Liebesgeschichte fand ich nicht besonders spektakulär. Ich konnte die Anziehungskraft erst gegen Ende ein wenig spüren und auch die Charaktere fand ich, obwohl sie durchaus sympathisch dargestellt wurden, doch irgendwie etwas blass und wenig greifbar. Hier hat es mir deutlich an Tiefe gefehlt. Auch die Spice-Szenen fand ich größtenteils langweilig. Es war definitiv kein Buch, bei dem ich durch die Seiten geflogen bin.
Positiv hervorheben möchte ich den flüssigen, humorvollen Schreibstil, der mir gut gefallen hat. Und auch der Freundeskreis der beiden war sehr liebenswert und hat ein bisschen Found Family Vibes verströmt. Man kann auch schon ahnen, um wen es im nächsten Band gehen wird.
Mein Fazit: Wer sich für Wetterphänomene und wissenschaftliche Begeisterung interessiert, wird hier durchaus auf seine Kosten kommen, ansonsten würde ich sagen: Kann man lesen, muss man aber nicht.
Rezensionen von marli_04:
Lotta liebt den Wald von Sandra Grimm
Gemeinsam den Wald entdecken
Das Cover hat mir direkt gut gefallen. Lotta mit ihrem Hund mitten im Wald passt sehr schön zum Thema und die warme, freundliche Gestaltung macht neugierig auf die Geschichten.
Auch im Buch selbst gefällt mir die Gestaltung sehr. Die Waldlandschaften sind detailreich gestaltet und Lotta, ihre Familie und die Tiere liebevoll gezeichnet.
Auf den Seiten kann man deshalb auch neben den Geschichten immer wieder etwas entdecken.
In elf Geschichten begleitet man Lotta durch die verschiedenen Jahreszeiten und erlebt mit ihr kleine Abenteuer im Wald. Dabei trifft sie unter anderem auf ein Rehkitz und kleine Füchse und lernt ganz nebenbei einiges über Tiere, Bäume und Pflanzen. Besonders gut gefallen haben mir die zusätzlichen kleinen Wissenskästen. Sie greifen einzelne Dinge aus den Geschichten auf und erklären sie noch etwas genauer.
Schön finde ich auch, wie selbstverständlich der richtige Umgang mit der Natur vermittelt wird. Als Lotta beispielsweise ein Rehkitz entdeckt und ihm helfen möchte, erfährt sie, warum sie es in Ruhe lassen und auf die Rückkehr seiner Mutter warten sollte.
Lediglich die Altersempfehlung ab zwei Jahren finde ich etwas niedrig angesetzt, da einige der Texte für so kleine Kinder schon recht lang sind. Man kann dann aber zunächst einzelne Geschichten auswählen oder gemeinsam die vielen Details auf den Seiten entdecken. So dürfte das Buch auch über einen längeren Zeitraum interessant bleiben.
Mir hat die Verbindung aus kleinen Geschichten, Naturwissen und liebevoller Gestaltung sehr gut gefallen. Ein schönes Buch, das neugierig auf den Wald macht und Lust darauf weckt, beim nächsten Spaziergang selbst genauer hinzuschauen.
Rezensionen von Katja K.:
Red Star Rebels von Amie Kaufman
Anfangs holprig, dann ging es ab!
Huiii, was für ein Tempo! Nachdem ich anfangs ein bisschen Probleme hatte, in die Story hineinzufinden, habe ich schließlich 80% des Buches an einem Tag verschlungen, an dem ich insgesamt eigentlich gar nicht so viel lesen konnte.
Schwierig war es für mich anfangs, weil ich teilweise die deutsche Übersetzung etwas ungeschickt fand und es mir sprachlich nicht gefallen hat, dass derzeit moderne englische Worte wie "weird" und "rich boy" in diesem Setting der Zukunft verwendet wurden.
Außerdem habe ich ein bisschen Zeit gebraucht, um mit den Charakteren warm zu werden.
Aber dann hat mich wirklich eine fesselnde, fast paced Story voller Spannung in einem tollen Setting erwartet. Die ganze Handlung spielt sich in einem Zeitrahmen von knapp acht Stunden ab. Dass vor diesem Hintergrund die Charaktere und die Liebesgeschichte nicht in vollkommener Tiefe ausgearbeitet werden konnten, ist klar, und ich finde, dass beides trotzdem wirklich gut gelungen ist.
Auch die Haupt-Storyline fand ich packend und originell und es gibt sogar Plottwists. Ich denke, dies wird nicht mein letztes Buch von der Autorin sein!
Mein Fazit: Eine spannende und originelle Story, bei der ich nach ein paar Anlaufschwierigkeiten nur so durch die Seiten geflogen bin.
Rezensionen von Daggy:
Mit Maus in den Bergen von Alice Melvin
Eine herrliche Wanderung durch eine wunderschöne Bergwelt
Nachdem Maus auf dem Fluss und am Strand unterwegs war, führt sie uns diesmal in die Berge. Auf dem Cover sehen wir sie mit Wanderkleidung, Rucksack und einer Wanderkarte. Zuerst muss sie eine Fahrkarte kaufen und mit dem Zug im Schlafabteil Richtung Berge starten. Wir begleiten sie auf der Reise und können im Buch einige Klappen öffnen und so ins Abteil und ins Bahnwärterhäuschen schauen.
Detailliert ist alles genau gezeichnet. Vorbei am kleinen Café geht Maus dann los. Von Weitem sieht sie den Zug fahren und die Berge tauchen hinter dem Nebel auf. Übernachtet wird in einer Berghütte, dann führt der Weg zu einem Wasserfall. Mutig springt Maus in den Bergsee.
Die Wanderung zeigt uns die Flora und Fauna sehr genau und am Ende haben wir einen freien Blick auf die Landschaft und können vorher besuchte Plätze entdecken. Am Ende des Buches gibt es noch einige Sachinformationen.
Der gereimte Text liest sich manchmal etwas holprig, er erzählt aber sehr schön die Geschichte zu den wundervollen Illustrationen. Hier kann man vor und nach dem Urlaub in der herrlichen Natur schwelgen.
Rezensionen von verhei:
Der Clan – Die Straße von Pascal Engman
realistisch, hart und gesellschaftskritisch
In einem Vorort von Stockholm hat der Clan der Familie Mansour das Sagen – man kontrolliert Geschäfte, Straßen und die Einwohner. Polizist Hjalmar sieht welchen Einfluss der Clan in seiner Stadt schon hat. Josef lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter Fatima in eher ärmlichen Verhältnissen in einem vom Clan kontrollierten Wohnblock.
Während seine Mutter schon durch die Trennung vom Kindsvater versucht ihn vom kriminellen Leben fernzuhalten, gerät er dennoch ins Netz des Clans. Und dann ist da noch Antonia, am selben Tag geboren wie Josef, aber in reichern Verhältnissen. Doch auf Grund ihrer Mutter, die auf Äußerlichkeiten bedacht ist, hat auch sie es nicht leicht und auch sie möchte dem Ort entkommen. Wie schafft man es gegen den Clan anzukommen?
Eines vorneweg, so schön das Buch auch gestaltet ist, ist es dennoch keine einfache Kost. Das Buch ist umfangreich und versucht viele Themen zu verpacken – neben der Clanthematik, die zeigt, wie rasch so manche staatliche Struktur unterwandert ist und wie schwer es ist gegen solche Strukturen vorzugehen. Es zeigt, wie leicht man in diese Strukturen gezogen wird. Auch der Umgang mit Frauen – der nicht gerade freundlich ist-, Mobbing, Anpassungsdruck und Stalking werden verarbeitet. Also wie ich finde doch sehr viel für ein Buch, und weit mehr als ein Thriller – ja eher ein kritischer Gesellschaftsroman.
Der Schreibstil ist ungeschönt, rasant und klar. Häufig kommt es zu Szenen- und Perspektivenwechseln: man folgt Josef, Antonia und dem Polizisten Hjalmar. All dieses erlaubt einen tiefen Einblick und ein durchwegs hohes Tempo, erfordert aber durch die zusätzlichen Charaktere, die jeweils präsentiert werden, durchwegs Konzentration. So manche Gewaltszene wird sehr ungeschönt präsentiert.
Gelungen und glaubhaft fand ich die gewählten Charaktere, präsentieren sie doch mit ihren unterschiedlichen Positionen auch verschiedene Blickwinkel. Sie agieren für ihren Charakter glaubwürdig und erscheinen nicht platt nichts ist rein schwarz oder weiß. Man spürt den Zwiespalt Loyalität, Herkunft und der Wunsch dazuzugehören im Vergleich zu Angst und dem Wunsch sich aus solchen Strukturen zu lösen.
Ein Buch, das die Bandenproblematik und andere gesellschaftlich relevante Themen gut einfängt. Ich bin gespannt, wie die weiteren Bände der Reihe sein werden.
Rezensionen von Daggy:
Emma glaubt nicht an Feen von Cornelia Funke
Voller Zauber, Fantasie und Abenteuer
Emmas Mama hat ihrer Tochter eine Menge über die Natur beigebracht und sie auch gelehrt achtsam mit allem umzugehen. Sie selbst lässt „Unkraut“ in ihrem Garten wachsen, worüber sich ein Nachbar sehr aufgeregt hat.
Als Emma noch die kurze Zeit bis zum Essen im Garten verbringen wollte, findet sie zwei Schnecken, die sie hinter dem Garten in den verwilderten Park bringen will.
Doch hier taucht vor ihren Augen eine Hummel auf, die ein richtiges Gesicht hat. Verwundert krabbelt Emma durch die Brombeerhecke, um dem Tier zu folgen. Leider wird sie angegriffen und etwas trifft ihre Stirn. Da passiert das Ungewöhnliche, Emme schrumpft auf die Größe einer Maus. Jetzt trauen sich ungewöhnliche Wesen in Emmas Nähe und obwohl sie nicht an Feen glaubt, stellt es sich heraus, dass es hier hinter der Brombeerhecke in einer anderen Welt einige davon gibt.
Für Emma ist es nicht ganz leicht in dieser anderen Welt, denn ihre Größe macht sie zum Fressen für viele Tiere und die Wächterinnen wünschen ihr sogar, dass der Fuchs sie frisst. Zum Glück gibt es auch Feen, die Emma retten wollen, aber das ist nicht so einfach, denn seit einiger Zeit treibt sich der Trampler hier herum und er vernichtet die Pflanzen. Deshalb sind auch die Pflanzen Emma nicht wohlgesonnen.
Eine fantastische Geschichte voller Abenteuer mit vielen großformatigen poetischen Zeichnungen.
Rezensionen von Krani:
Das Jahr der Wale von Kelly Anderson
Magisch
Annie hat ihre Kindheit auf dem Meer verbracht. Nun sind ihre Eltern mit dem Boot verunglückt, und sie zieht zu ihrer Großmutter.
Dieses Buch ist ungewöhnlich geschrieben und auch die Geschichte ist außergewöhnlich. Auf die fast magische Erzählweise muss man sich schon einlassen, aber dann lässt es sich gut lesen.
Die Atmosphäre des kleinen Küstenortes, nah am Meer gelegen und vom Meer lebend, steht im Mittelpunkt.
Annie ist auf der Suche. Sie hat ungewöhnliche Wahrnehmungen. Als sie erwachsen wird, steht sie zwischen zwei Männern: Evan kennt sie schon lange, Walker kommt aus dem Meer. Auch Annies Mutter sagt man nach, dass sie aus dem Meer kommt.
Nicht immer ist das alles logisch und verständlich. Menschen sind keine Fische oder Wale, die im Wasser leben oder dort entstehen könnten. Es wird auch kein Bezug auf Fabelwesen genommen, nur auf die Sage im Ort „wir bestehen aus Meerwasser und können uns zurückverwandeln“. Was nicht so weit hergeholt scheint, denn der menschliche Körper besteht zu 60 Prozent aus Wasser. Wo also gehört Annie hin, wenn schon ihre Mutter aus dem Meer kam?
Wir erleben es mit. Das ist magisch, spannend und sehr emotional dargestellt. Eigenwillig, aber mir hat es gefallen.
Rezensionen von Norbi_liest:
Koch! Mich! Jetzt! von Leon Schreiber
Praktische Ideen für die schnelle Küche
Nach einem langen Tag möchte ich nicht erst eine Stunde in der Küche stehen, deshalb hat mich das Konzept dieses Kochbuchs direkt angesprochen. Die rund 80 Rezepte sind auf verschiedene Bereiche verteilt und reichen von schnellen 15 Minuten Gerichten über Ofenrezepte und One Pot Gerichte bis zu Bowls, Meal Prep und Süßem.
Schon zu Beginn gibt es einige nützliche Hinweise zum Vorratsschrank, zur Küchenausstattung und zu Gewürzmischungen. Das ist vor allem für Kochanfänger praktisch, kann aber auch erfahrenen Hobbyköchen die eine oder andere Anregung geben.
Die Rezepte selbst sind übersichtlich aufgebaut und die einzelnen Schritte verständlich erklärt. Besonders gefällt mir, dass viele Zutaten ohne lange Suche zu bekommen sind und man für die meisten Gerichte keinen großen Aufwand betreiben muss. Die Fotos sind ansprechend und geben einen guten Eindruck davon, wie die Gerichte aussehen. Auch die Auswahl finde ich abwechslungsreich genug, um immer wieder etwas Neues auszuprobieren. Wer allerdings schon sehr viel und gerne aufwendig kocht, wird hier vermutlich nicht vor große Herausforderungen gestellt. Genau das ist aber auch nicht der Anspruch des Buches.
Mit der sehr modernen Gestaltung und den vielen Emojis kann ich persönlich etwas weniger anfangen. Außerdem hätte ich Nährwertangaben bei den Rezepten durchaus hilfreich gefunden. Beides schmälert für mich aber nicht den praktischen Nutzen des Buches. Ich habe einige Gerichte entdeckt, die ich gern ausprobieren möchte, und kann mir gut vorstellen, gerade unter der Woche öfter darin nach einer schnellen Idee zu suchen. Für mich ist es ein unkompliziertes und alltagstaugliches Kochbuch, das hält, was es grundsätzlich verspricht.
Rezensionen von Manfred Fischer, Journalist u. Historiker:
Hexen vor Gericht! von Kai Lehmann
Hexenverfolgung – Lesenswerte Analyse
Der Historiker und Museumsdirektor Kai Lehmann ist auf Alltagsgeschichte sowie auf Zeugnisse und Kirchenbücher der einfachen Bevölkerung spezialisiert. In diesem Buch untersucht er die Ursachen der Hexenverfolgung im christlichen Europa vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Schätzungsweise 40.000 bis 60.
000 Menschen fielen ihr zum Opfer; rund 80 Prozent davon waren Frauen.
Anhand zahlreicher Einzelfälle, unter anderem aus Gerichtsakten, zeigt Lehmann, wie zunächst unerklärliche Krankheiten und Viehseuchen, aber auch Neid, Habgier, Hass, Missgunst und Rache zu Anschuldigungen wegen Hexerei führten.
Rückenschmerzen und Lähmungserscheinungen, die nach heutigem Wissen durch Bandscheibenvorfälle verursacht werden können, galten damals als unerklärlich und wurden Hexen zugeschrieben. Noch heute bezeichnet der Begriff „Hexenschuss“ solche plötzlich auftretenden Rückenschmerzen.
Die großen Wellen der Hexenverfolgung um 1570/80 wurden durch eine Klimaverschlechterung begünstigt. Die sogenannte „Kleine Eiszeit“ brachte niedrigere Temperaturen und schlechte Ernten mit sich, die wiederum Hungerkrisen auslösten. Auch dafür machte man Hexen und Zauberer verantwortlich.
Hinzu kam im 16. Jahrhundert die Erfindung der Druckerpresse: Flugschriften mit häufig zweifelhaften Informationen konnten nun massenhaft verbreitet werden. In diesem Zusammenhang lässt sich von medial inszenierten Massenhysterien sprechen.
Es ist faszinierend, der Argumentation des Autors durch die Jahrhunderte zu folgen. Ein lesenswertes Buch.
Rezensionen von Daggy:
Wölkchen ist weg! von Daniela Kulot
Wundervolle Bilder und eine Geschichte über Freundschaft und Annäherung
Als ich das Cover sah, bekam ich Sternchen in meinen Augen und wollte sofort ans Meer fahren. Leuchtturm, Segelboot, ein reetgedecktes Haus und eine Herde Schafe, am Himmel eine Schar Möwen, genau so muss es aussehen.
Wir hören von den Schafen, wie sie über die Möwen denken und auf der nächsten Seite erfahren wir die Gedanken, die sich Möwen über Schafe machen.
Leider sprechen beide nicht gut übereinander. Nur das kleine Schaf Wölkchen und die jungen Möwe Mio interessieren diese Gespräche nicht. Doch dann taucht Björn Schaf auf und er fragt nach Wölkchen und so macht sich die ganze Herde auf um wohl organisiert nach dem Schäfchen zu suchen. Doch Wölkchen hat es sich in einem Strandkorb gemütlich gemacht und es freut sich, dass Mio sich dazusetzt. Die beiden sind nicht der Meinung der alten Tieren, sie sind neugierig auf die anderen und bewundern sie sogar. Zusammen machen sich die beiden auf den Heimweg, immer den kleinen Schafskötteln nach.
Vorurteile überwinden und Freundschaft zu schließen ist ein wichtiges Thema in diesem wundervollen Bilderbuch. Am Ende, wenn die Sonne ins glitzernde Meer taucht, sind alle Tiere näher zusammengerückt. Die Illustrationen zeigen genau die Küstenlandschaft, die gerade wir Ruhries lieben.











