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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Leseratte1604:

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Happy Head von Josh Silver

toller Jugendthriller

Beginnen wir mit dem Cover - es ist einfach absolut gelungen mit dem Smiley hinter dem ein Totenkopf "versteckt" ist, mit bunte "glückliche" Farben auf schwarzem Hintergrund und dann noch einem Farbschnitt, der aussieht als würde eine schleimige zähflüssige Masse herauslaufen.

Selten habe ich ein Cover gesehen, welches den Inhalt des Buches so wiederspiegelt.
John Silver ist es gelungen ein wahnsinnig spannendes Szenario zu schaffen mit zwei tollen Protagonisten Seb (Sebastian) und Finn (Finneas) - es ist so geschrieben, dass es die jugendlichen Leser anspricht und die Beziehung, die sich zwischen den beiden entwickelt, wirkt auch nicht störend, sondern unterstützt die eigentliche Handlung nur noch ein wenig. Hauptfokus liegt wirklich auf dem Programm "Happy Head", in das die beiden und weitere 98 Jugendliche geraten sind. Was geht hier vor sich, es passieren immer mehr Dinge, die einfach nicht zum "nur Happysein" passen - hier wird sortiert bzw. aussortiert, hier werden Challenges abgehalten, die mehr als grenzwertig sind und alles unter dem Deckmantel, dass man starke, selbstbewusste und nicht depressive Teenager aus ihnen machen möchte, die für das "echte" Leben (Erwachsenenleben) gut vorbereitet werden und das in sehr kurzer Zeit.
Allerdings habe ich nun ein Problem - nachdem ich das Buch in nur 1 1/2 Tagen durchgelesen habe, bin ich zu einem sehr offenen Ende gekommen und muss nun bis Herbst warten bis Band 2 erscheint. Wem das Warten also genauso schwer fällt wie mir, sollte sich den ersten Band vielleicht erst im Spätsommer holen....nach diesem Buch will man einfach wissen, wie es mit Finn, Seb, Eleanor, Mark, Dr. Stone ,...weitergeht und was sich noch alles hinter "Happy Head" verbirgt!

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Happy Head

Rezensionen von Sternzauber:

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Das gute Leben von Nadine Schneider

Mütter und Töchter

„Das gute Leben“ von Nadine Schneider wird von einem Cover geziert, das mir sehr gut gefällt. Wenn man die Geschichte gelesen hat, weiß man, warum, die Weinblätter wunderbar zum Buchinhalt passen und ich bin sehr fasziniert von der Verflechtung dieser mit den Buchstaben des Titels, die für mich ein wunderschönes Bild ergeben.

Und auch die Farbgestaltung ist für meinen Geschmack sehr gelungen.

Die Geschichte erzählt von Christina, die das Haus ihrer Großmutter erbt und so an den Ort zurück kommt, an dem sie aufgewachsen ist. Eigentlich möchte sie das Haus ausräumen, kann sich jedoch nicht dazu überwinden und taucht stattdessen in das Leben der Frauen ihrer Familie zwischen Rumänien und Deutschland ein.

Nadine Schneider schreibt diese Geschichte in gut lesbarer und flüssiger Sprache, ich muss jedoch leider gestehen, dass mich ihre Art der Erzählung zum Großteil nicht so wirklich berührt hat. Irgendwie bleibt die Handlung für mich in weiten Teilen auf Distanz und als Leserin war ich oft nur unbeteiligte Zuschauerin. Das ist wirklich schade, denn die Geschichte hat an sich viel Potenzial und auch wirklich gute Momente.

So richtig nah ist mir keine der vier Frauen während der Lektüre gekommen und doch haben mich die unterschiedlichen Leben - von der Urgroßmutter bis zur Enkelin – sehr interessiert. Nadine Schneider webt ein fein verknüpftes Bild der familiären und emotionalen Bindungen dieser Frauen und auch, wenn diese stark problembehaftet und wenig liebevoll sind, spürt man doch, wie sehr diese an den Protagonistinnen ziehen und zerren und wie sehr sich alle 4 nach Unterstützung, Verständnis, Zugehörigkeit und Liebe sehnen. In diesen Punkten hat es die Geschichte dann doch geschafft mich zeitweise zu erreichen.

Das Hauptthema ist sicherlich die Beziehung zwischen den verschiedenen Frauen einer Familie und dazu gehören hier auch Verlust (der eigenen Identität) und Zurücklassen, Trauer, Unzufriedenheit, fehlende Liebe und Zuneigung, Sprachlosigkeit, Orientierungslosigkeit, Sehnsucht und viele andere Gefühle. Die Geschichte ist sehr melancholisch und geprägt von der Verlorenheit der Figuren, was für mich im Rahmen der Handlung ein stimmiges Bild ergibt. Und ich mag es auch sehr, dass die Geschichte auf verschiedenen Zeitebenen spielt, die wirklich gelungen miteinander verbunden sind.

Wie auch bei anderen Punkten, habe ich das Ende als ambivalent empfunden. Auf der einen Seite passt es gut zur Geschichte und endet mit einem passend gesetzten Punkt, auf der anderen Seite lässt es mich doch mit vielen Fragen zurück. Mein Empfinden zu diesem Buch ist für mich selber nicht leicht einzuordnen und irgendwie zwiespältig: Ich habe es einerseits gerne gelesen, würde es aber momentan nicht erneut zur Hand nehmen und fühle mich andererseits in einigen Punkten nicht so wirklich wohl damit… Daher vergebe ich 3,5 Sterne und wünsche euch viel Freude beim eigenen Entdecken!

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Das gute Leben

Rezensionen von Julchentim:

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Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel von Alena Schröder

Ein Abschluss

Ich habe die Geschichte von Evelyn und Silvia schon sehr gern gelesen. Deshalb war ich neugierig auf Hannah. Und ich war sofort wieder drin.

Der Roman springt zwischen 1945, 1989 und 2023. Das funktioniert erstaunlich gut. Ich mochte vor allem die Gegenwartsebene mit Hannah. Ihre Auseinandersetzung mit dem Vater hat für mich die größte Kraft.

Diese Mischung aus Wut, Neugier und alter Sehnsucht hat mich sehr beschäftigt. Ich konnte Hannah gut verstehen, auch wenn ich sie manchmal gern geschüttelt hätte.
Die Vergangenheit ist stark erzählt, hätte an manchen Stellen für meinen Geschmack noch mehr Tiefe vertragen. Die Szenen im Forsthaus mit der Malerin Wilma und der eigenwilligen Haushälterin haben mich besonders berührt. Das Leben in der frühen DDR, die Enge, die politischen Erwartungen, der Wunsch nach eigener Kunst, das alles wirkt erstaunlich greifbar.

Das verschwundene Bild, das sich durch alle drei Bücher zieht, spielt hier eine leisere Rolle, als ich erwartet hatte. Das fand ich dann doch etwas schade. Trotzdem hat mich die Geschichte gepackt. Ich habe viele Passagen einfach in einem Rutsch gelesen.

Für mich ein stimmiger Abschluss dieser Familiengeschichte, wenn auch nicht ganz so eindringlich wie der erste Band, aber nah dran.

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Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Der Fluss der Zeit von Pascal Mercier

Tiefgründige philosophische Kurzgeschichten

Der Schweizer Philosoph, Autor und langjährige Universitätsprofessor Peter Bieri hat unter dem Künstlernamen Pascal Mercier umfangreiche und tiefgründige Romane wie "Nachtzug nach Lissabon", "Perlmanns Schweigen" oder "Das Gewicht der Worte" veröffentlicht. Nach seinem Tod im Jahr 2023 wurden in seinem Nachlass noch einige unveröffentliche Kurzgeschichten gefunden, die der Hanser Verlag nun in diesem Sammelband herausgegeben hat.

Die Geschichten sind jeweils aus der Sicht verschiedener, nicht mehr ganz junger Männer, geschrieben und es geht um Themen wie Erinnerung, Vergänglichkeit, Rückschau auf das eigene Leben, Freundschaften auf Augenhöhe, Abschied nehmen und Wandel.

Sehr berührend wird zum Beispiel geschildert, wie ein Mann nach vielen Jahren von einem Haus, das ein Jahrhundert im Familienbesitz war, Abschied nehmen muss, als er es an ein jüngeres Paar verkauft hat, und wie das Paar genau spürt, wie schwer ihm das fällt:

"Er berührte jeden Schlüssel kurz mit dem Zeigefinger, dabei verrutschte einer, und er schob ihn sachte zurück. "Liebevoll", sagte Anna später darüber, "es lag seine ganze Liebe zu dem Haus in der Bewegung, ich musste schlucken". Prager sah unsere Blicke. "Es sind halt meine Schlüssel", sagte er. "Oder waren es". (S. 10)

In einer weiteren Geschichte geht es um ungleiche Freundschaften und darum, was es mit uns macht, wenn ein Freund dem anderen ein großes Geschenk macht - eine komplette Eigentumswohnung - für das sich der andere nicht in gleichem Ausmaß revanchieren kann. Hier sehen wir, wie an vielen weiteren Stellen, wie der Autor komplexe philosophische und psychologische Gedankengänge geschickt und allgemeinverständlich in seine Geschichten eingebaut hat:

"Er machte eine Pause und wir spürten, dass nun etwas kam, ein Gedanke, den er sich langsam und mühsam erobert hatte: "In der ersten Zeit dachte ich und wachte mit dem Gefühl auf: Das ist die Freiheit. Ich ging in der Wohnung herum und pfiff. Doch in den letzten Wochen habe ich verstanden: Es ist nicht die richtige Art von Freiheit. Ich lege es mir so zurecht: Es gibt die Freiheit von außen: Die Wohnung gehört mir, niemand kann mich verjagen. Und es gibt die Freiheit von innen: Ich muss niemandem dankbar sein. Ich will die eigene Freiheit zurück." (S. 32)

Dann gibt es in einer weiteren Erzählung einen älteren Mann, der auf den entscheidenden Befund wartet, der ihm mitteilen wird, ob er an einer schweren Krankheit leidet oder doch gesund ist. Einen weiteren Mann, der sehr lärmempfindlich ist, mit seinem Stiefsohn einen unerbitterlichen Machtkampf austrägt und es am Ende nicht mehr aushält. Und schließlich ein Mann, der nach 40 Jahre in die Gegend seiner Studentenzeit zurückkehrt und in Erinnerungen schwelgt.

Im Vordergrund stehen also ältere Männer und ihre Lebensthemen. Diese werden vom Autor psychologisch äußerst treffend und sensibel dargestellt, sodass man tief in die Seele der Charaktere hineinblicken kann, sich verbunden fühlt und selbst beginnt, über tiefsinnige Themen des eigenen Lebens nachzudenken.

Dramaturgisch sind die Erzählungen ebenfalls von hoher Qualität, ziehen die Leserinnen und Leser sofort in ihren Bann und sind spannend und berührend erzählt, ohne ein überzähliges Wort.

Dieser Erzählband beweist, dass es sich beim Autor um einen herausragenden Schriftsteller handelt. Ich empfehle ihn, neben allen bisherigen Fans seiner Bücher, auch allen, die noch nichts von diesem Autor gelesen haben: das kleine, kurze Büchlein ist ein sehr guter Einstieg in sein Werk, um beurteilen zu können, ob man mehr von ihm lesen möchte. Ich werde das jedenfalls tun.

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Der Fluss der Zeit

Rezensionen von Bockonia:

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Tage des Lichts von Megan Hunter

Sechs Sequenzen aus einem langen Leben und sie erzählen so viel

Sechs Tage, eine kurze Zeit, wenn man auf ein langes Leben zurückblickt, doch hier erzählen sie so viel. Die 19-jährige Ivy, so voller Lust auf das Leben, wohin es gehen soll, weiß sie noch nicht, aber das Aufwachsen in einer Künstlerfamilie gibt ihr das Gefühl von grenzenloser Freiheit und alles ist möglich.

Doch dann kommt der Tag, der alles verändert. Ihr großer Bruder, den sie über alles liebt, stirbt bei einem Badeunfall. Der Schock, die Realität dieses Todes, machen ihr Angst und sie heiratet, mit dem tiefen Bedürfnis nach Sicherheit, einen älteren Freund und bekommt Kinder. Dann der zweite Tag des Lichts, Jahre später, eingezwängt in diese Ehe, trifft sie auf die damalige Freundin ihres Bruders und es entwickelt sich ein tiefe Beziehung. Es steht eine Entscheidung im Raum, doch es fehlt der Mut und die Verpflichtung siegt. Weitere Tage folgen und eine lange Zeit bleibt die Sehnsucht, den eigenen Bedürfnissen einen Weg zu bahnen, ohne Widerhall, bei sich selbst oder ihrem Gegenüber.
Dieses Geschichte, wir Leser begleiten sie, begleiten diesen Menschen, Ivy, berührend, verzweifelt, mutig und irgendwann doch mit der richtigen Entscheidung, wenn der Moment gegeben ist. Und es ist die poetische, leicht melancholische Sprache, die einem ihr Fühlen so nahe bringt. Man hofft, wartet, trauert mit, bis zum Ende.
Ein Erleben, das sich Zeit lässt. Und es ist besonders und ein wirkliches Leseerlebnis.

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Tage des Lichts

Rezensionen von Shilo:

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Sehnsucht nach Neubeginn von Elisa Rimpach

Zwischen Verlust und Neubeginn

Im Verlauf der Geschichte rücken die beiden Geschwister immer stärker ins Zentrum. Hilde wirkt stark und verletzlich zugleich. Der Wunsch nach einem Neuanfang ist spürbar, doch er verlangt viel Kraft. Die Rückkehr nach München fühlt sich nicht wie ein Heimkommen an, sondern wie ein neuer Prüfstein.

Die Sorgen um Arbeit und Familie wiegen schwer, und die Zweifel begleiten sie auf jedem Schritt.
Hermann steht vor einer Reihe von Verlusten, die ihn fast aus der Bahn werfen. Die Verantwortung für seine Tochter lastet spürbar auf ihm, und jede Entscheidung fällt schwer. Die Mischung aus Musik, persönlichen Rückschlägen und familiärer Pflicht wird glaubwürdig erzählt und berührt leise.
Die späten zwanziger Jahre sind in jedem Kapitel spürbar. Wirtschaftliche Not und politische Spannungen bilden einen Schatten, der die Entscheidungen der Figuren noch deutlicher macht. Doch die Geschichte bleibt nah an den Menschen, an ihren Ängsten, ihren kleinen Erfolgen und dem Mut, weiterzugehen.
Dieser siebte Band der großen München-Saga zeigt die Stärke von Zusammenhalt, Hoffnung und Mut in schwierigen Zeiten.
Beim Lesen entsteht ein leiser Eindruck von Verbundenheit. Es sind die kleinen Entscheidungen und stillen Opfer, die die Geschichte tragen. Alles wirkt authentisch und bleibt im Kopf, ohne dass große Gesten nötig sind. 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Sehnsucht nach Neubeginn

Rezensionen von Paul Kretzschmar:

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TINTE und SCHWERT (1) – Verwandlung von Matthias Soeder

Jacob Wolffen und die göttliche Rache

Mit "Tinte und Schwert - Verwandlung" dem 1. Teil einer historischen Trilogie über den 30-jährigen Krieg, hat der Autor Matthias Soeder ein Meisterwerk geschaffen, dass den Leser mitten in das grausame Geschehen jener Zeit führt. Hochspannend und mit viel Detailliebe gelingt es ihm, historische Realität und fesselnde Fiction authentisch zu verbinden.

Der Priesteranwärter Jacob Wollfen, muss die Ermordung seiner ganzen Familie durch gnadenlose Söldner erleben und wird in die Armee gezwungen. Er leistet Gott gegenüber ein unerschütterliches Rachegelübde an den sadistischen Mördern. Dafür muss er seine friedfertige Seele abstreifen und den Weg der Todsünden beschreiten.
Nur mit Hilfe der Heilerin Anna Dillenberger kann er sein inneres Dilemma besiegen und zum Racheengel reifen.
Ungeschönt werden die Schrecken des Krieges in bildhaften Schlachtszenen vermittelt, die mitunter für sensible Leser verstörend sein könnten.
Mich hat die packende Handlung, der man nur atemlos folgen konnte, begeistert zurückgelassen und lässt mich der Fortsetzung entgegenfiebern.
Eine unbedingte Leseempfehlung ist selbstverständlich!

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TINTE und SCHWERT (1) – Verwandlung

Rezensionen von Ryria:

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Das Buch der verlorenen Stunden von Hayley Gelfuso

Leben in Erinnerungen

Eine Bibliothek der Erinnerungen und zwei Mädchen, die zu unterschiedlichen Zeiten dort zu Zeithütern werden. Diese entscheiden, welche Erinnerungen im Gedächtnis der Menschheit bestehen bleiben, eine ebenso faszinierende wie gefährliche Fähigkeit. Was folgt ist ein schöner Mix aus Ausflügen in vergangene Epochen, viel Fantasie und Emotionen, Politik und Spionage und zuletzt auch ein wenig Liebe.

Für mich lag die Stärke dieses Buches hauptsächlich in seiner Grundidee sowie der geschaffenen Atmosphäre. Es wird alles eher ruhig erzählt ohne "klassische" Spannung, mit einem leicht poetischen Schreibstil. Man kann gut in diese Welt der Erinnerungen und Bücher eintauchen, verliert dabei aber auch nie den Bezug zu der Realität und den uns bekannten historischen Ereignissen.
Dies führt jedoch auch dazu, dass manche Passagen dann doch etwas langsam erscheinen, dies hat mich jedoch nicht übermäßig gestört.

Das Grundkonzept war schön umgesetzt, allerdings war nicht immer alles sehr eindeutig, besonders hinsichtlich der magischen Elemente. Dies war vor allem zu Beginn des Buches manchmal noch etwas verwirrend und beim Lesen ging es mehr um die hervorgerufene Stimmung als um das komplette Verstehen.
Dafür hat die Geschichte gut zum Nachdenken angeregt, man konnte immer wieder mal innehalten und die Worte auf sich wirken lassen.
Eine schöne und interessante Geschichte, der jedoch noch das gewisse Etwas fehlt.

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Das Buch der verlorenen Stunden

Rezensionen von clematis:

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Ein Sommer mit Goethe von Gustav Seibt

50 Mal Goethe

In 50 kurzen Episoden stellt der Historiker und Literaturkritiker Gustav Seibt den bekannten Weimarer Dichter Johann Wolfgang von Goethe und sein Werk vor. In abwechslungsreichen Essays zu höchst unterschiedlichen Themen kommen sowohl Goethe selbst als auch seine Wegbegleiter zu Wort, Gustav Seibt erläutert die Originaltexte auf anschauliche Weise.

Vielfältige Themenbereiche stehen in diesem übersichtlich gegliederten Büchlein zur Wahl, die für Goethe selbst charakteristische Kürze und gleichzeitig hohe Aussagekraft spiegelt sich in den einzelnen Kapiteln perfekt wider. Durch die variablen Textformen – Erzählungen, Biografisches, Balladen, Dramen – streifen wir das gesamte Werk des Dichters auf spielerische Weise und bekommen einen interessanten Ein- und Überblick über Goethes beeindruckendes Schaffen. Der Künstler, welcher selbst überaus diszipliniert gearbeitet und gelebt hat, begibt sich im Alter von sechzehn Jahren zum Studieren nach Leipzig, beschäftigt sich mit der Götterwelt ebenso wie mit der aktuellen Herrenmode. Auf seine beeindruckende Italienreise begleiten wir ihn bevor wir über Napoleon und Despotismus nachsinnen, Natur und menschliches Glück sind weitere Teile der spannenden Betrachtungen in diesem lehrreichen Sommer. Ausgewählte Bilder - von der Titelseite weg – illustrieren das Gesagte auf harmonische Weise und ergeben einen vorzüglichen Gesamteindruck. „Gedichte sind gemalte Fensterscheiben.“ [kindle, Pos. 2987] Ähnlich verhält es sich mit Gustav Seibts Text und Bildkomposition, gemeinsam erstrahlen sie in hellem Glanz.

Egal, ob man Goethe schon gelesen hat oder als vollkommener Neuling auf diese eloquent verfasste Reise mit dem Weimarer Dichter stößt, die Lektüre ist höchst vergnüglich und eignet sich besonders, jeden Tag ein Stückchen davon zu genießen – 50 Tage – 50 Mal Goethe – einem spannenden Sommer steht nichts im Wege!

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Ein Sommer mit Goethe

Rezensionen von Pusteblümchen:

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Lesen. Schreiben. Ein Plädoyer für ein besseres Miteinander. von Bob Blume

Die Kraft der Worte richtig nutzen

In dem Buch geht es um Verständnis und Verstehen, dafür müssen wir schreiben und lesen können. Beides bezeichnet der Autor als Superkraft und das erscheint mir absolut treffend.
Für ein verständnisvolles und gutes Miteinander ist nichts wichtiger als Kommunikation.
Lesen bedeutet andere Meinungen wahrzunehmen, sich in andere hineinzuversetzen, zu reflektieren und sich auszutauschen.

Dabei eröffnet das gemeinsame Lesen oftmals noch mehr neue Perspektiven.
Es geht um Kommunikation, Austausch und Verständnis. Das alles ist möglich, wenn wir lesen, schreiben und sprechen, wobei nicht jedes Gespräch zum Austausch führt. Diesen Gedanken fand ich sehr treffend und werde in Zukunft echte Gesprächspartner wieder bewusster wahrnehmen und mehr schätzen.
Das Buch ist dünn, viel mehr ist es ein Büchlein, aber sehr gehaltvoll und ich kann nur empfehlen es zu lesen, um in Zukunft noch bewusster die hier genannten Superkräfte einzusetzen und wahrzunehmen.

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Lesen. Schreiben. Ein Plädoyer für ein besseres Miteinander.