Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gavroche:
Betreutes Morden von Fergus Craig
Serienmörderin im Ruhestand
Sheldon Oaks, ein edles Seniorenheim in Hampstead Heath, London. Für Carol beginnt hier ein ganz neues Leben. Sie zieht nur mit einem Rollkoffer ein, denn mehr besitzt sie nicht mehr, nachdem sie über 30 Jahren im Gefängnis gesessen hat und ihre Strafe als Serienmörderin verbüßt hat. Aber das gehört jetzt der Vergangenheit an; sie ist im Ruhestand und möchte das Leben in vollen Zügen genießen.
Solange sie unerkannt bleibt, ist das auch kein Problem. Sie schließt sich der Backgruppe an und genießt die Ausblick von ihrem Balkon. Leider fällt von oben vom Dach ein Mensch an ihr vorbei und als er unten aufkommt, ist er tot. Natürlich wird Carol verdächtigt und deshalb muss sie sich darum kümmern, den Mord aufzuklären.
Bissiger, schwarzer, britischer Humor, natürlich übertrieben, aber herrlich komisch. Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven und es bleibt bis zum Schluss ein Rätselraten. Es gibt auch einen Verweis auf Richard Osman und dass es sich hier eben nicht um so etwas wie den Donnerstagsmordclub handelt, denn in Sheld0n Oaks sind erstaunlich viele ehemalige Polizistin, Pathologen etc. Ein Krimi, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt.
Mir hat die Lektüre viel Spaß gemacht und die Seiten sind nur so geflogen.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Moosland von Katrin Zipse
Berührende Geschichte
In ihrem Debütroman "Moosland" erzählt Katrin Zipse die Geschichte der jungen Elsa, die 1949 gemeinsam mit ihrer Freundin Gerda als eine von knapp 300 Frauen nach Island gekommen ist. Die beiden sind einem Aufruf der Isländischen Bauernpartei gefolgt, um für die Dauer eines Jahres auf isländischen Bauernhöfen zu arbeiten.
Viele junge Leute sind in die Städte abgewandert, und die Bauern hoffen nicht nur auf Arbeitskräfte, sondern auch auf Heiratskandidatinnen.
Elsa ist total erschöpft von ihrer langen Reise, als sie mit nur einem Rucksack als Gepäck vom Knecht der Bauernfamilie an der Küste abgeholt wird. Der Bauernhof liegt abseits, der Weg dorthin ist nur mühsam zu bewältigen. Die junge Frau wird von nun an bei einer Familie leben und arbeiten, die aus dem Bauern Jón, seiner Frau Ingibjörg und den beiden Söhnen Ólafur und Skúli besteht. Die Eingewöhnung fällt ihr sehr schwer, die Verständigung ist ein großes Problem, da Elsa nach erlittenen Kriegstraumata nicht mehr spricht und die isländische Sprache nicht versteht.
Wir begleiten Elsa für die Dauer eines Jahres und erleben ihren harten Alltag mit den vielen Pflichten im Haushalt, auf dem Hof und den Feldern. Sie ist in tiefer Trauer um ihre Familie und ihre beste Freundin Sola, und doch gelingt es ihr nach und nach, ihren Platz in der Familie zu finden. Viel Unterstützung findet sie in dem Knecht Halldór, der ihr die fremde Sprache nahezubringen versucht.
"Moosland" hat mir sehr gut gefallen, ich mochte die ruhige Erzählweise und die schöne Sprache der Autorin. Die Charaktere sind authentisch und mit viel Empathie gezeichnet, ich konnte mich sehr gut in Elsas Gefühls- und Gedankenwelt hineinversetzen und ihren Kummer nachempfinden. Die Geschichte, in der es neben Heimat, Verlust und Neuanfang auch um ein Familiengeheimnis und einen Bruderzwist geht, hat mich bis zu ihrem stimmigen Ende gefesselt und tief berührt.
Ich fand die intensive Beschreibung der Landschaft mit ihrer Kargheit und der rauen Natur sowie des extremen Klimas, das seinen Bewohnern so viel abverlangt, faszinierend. Entbehrungen und harte Arbeit gehören für die Menschen auf den Höfen zum normalen Leben, in den wenigen Sommermonaten arbeiten sie fast rund um die Uhr, um für die langen und eisigen Wintermonate genügend Vorräte für Mensch und Tier anzulegen. Katrin Zipse bringt dem Leser den täglichen Überlebenskampf der Bauern überzeugend nahe und vermittelt ein beeindruckendes Bild der damaligen isländischen Verhältnisse.
Absolute Leseempfehlung für diesen großartigen Roman!
Rezensionen von Gavroche:
Die Tote von Nazaré von Miguel Silva
Neue Reihe
Die Kommissarin der Kölner Polizei Maren Berger wurde bei einem Banküberfall angeschossen und hat nur knapp überlebt. Allerdings leidet sie immer noch an einer partiellen Amnesie. Das erste, woran sie nach dem Koma dachte, war eine große Welle und so fliegt sie nach Portugal, nach Nazaré, wo ihre Freundin sich mit einem Reiterhof niedergelassen hat.
Sie möchte einfach Abstand haben, auch zu ihrem Freund Peer, von dem sie sich zunehmend entfremdet. Doch dann findet sie an ihrem ersten Morgen eine Leiche neben der berühmten Surferstatue mit dem Hirschkopf. Ihr Handy liegt in der Pension und bis die Polizei kommt, ist die Leiche der Frau verschwunden.
Als kurz darauf noch ein Kollege von ihr ausgerechnet in Nazaré tot aufgefunden wird, beginnt Maren zu ermitteln und trifft dabei auf João Ferreira, dem Kommissar aus Leiria, der mal in Köln studiert hat und gut deutsch spricht.
Es wird immer klarer, dass die Todesfälle mit Maren in einem Zusammenhang stehen, aber welche Verbindung gibt es? Wenn sie sich doch nur erinnern könnte...
Eine wunderbare neue Krimireihe, mit ganz viel Flair und Portugal-Stimmung. Passend spielt der Krimi auch Ende Januar. Maren und João werden differenziert dargestellt und auch der Fall hat es in sich. Ich hoffe, die Reihe wird bald weiter geführt.
Rezensionen von Ameland:
Schattenmädchen von Frida Skybäck
Nicht so spannend wie die vorherigen Bände
Dies ist Frida Skybäcks dritter Krimi mit den Ermittlern Fredrika Storm und Henry Calment. Da ich die ersten beiden Bände nahezu verschlungen habe, war ich sehr gespannt wie mir Schattenmädchen gefallen würde.
Leider hat mich diese Fortsetzung enttäuscht. Die Grundidee finde ich gar nicht mal so schlecht, aber es hat ziemlich lange gedauert bis der Fall fahrt aufnimmt.
Wahrscheinlich ist es ziemlich realistisch, dass Ermittler lange im Dunkeln tappen, weil es kaum oder gar keine handfesten Beweise gibt. Daher fand ich gerade Fredrikas Herangehensweise ziemlich unprofessionell. Sie hat sich ziemlich früh ohne verwertbare Beweise auf einen Verdächtigen eingeschossen, ohne andere Optionen zu prüfen.
Grundsätzlich mag ich es, wenn auch das Privatleben der Ermittler eine Rolle spielt, denn sie sind schließlich nicht nur Kommissare, sondern auch Menschen. Hier wurde es mir aber wirklich zu viel. Den Problemen von Fredrika und Henry wurde zu viel Raum gegeben. Die Ausflüge auf den elterlichen Hof von Fredrika und das Wolfthema hatten keinerlei Relevanz, haben mich aber aus der Geschichte gerissen.
Obwohl das Ende mich wirklich überraschen konnte, gibt es von mir dieses Mal nur drei Sterne.
Rezensionen von qq:
Zugwind von Iryna Fingerova
hat mich tief berührt
hat mich tief berührt
"Zugwind" von Autorin Iryna Fingerova ist ein sehr eindringliches und tiefgreifendes Buch, welches mich vollkommen eingenommen hat beim Lesen. Der Titel ist absolut passend gewählt für das Buch, so auch das Cover.
Identität, Verlust, Entfremdung und dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit werden in diesem Roman thematisiert.
Auf eine sehr ehrliche, emotionale und warme Art und Weise werden diese Themen angesprochen, und dadurch berühren sie einem gleich noch mehr.
Mira Zehmann, Hausärztin in Deutschland ist die Protagonistin - eine Frau und Mutter, die einst Odessa verlassen hat. Der Kriegsbeginn in der Ukraine hat dann Spuren bei ihr hinterlassen. Sie ist zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen innerem Rückzug und äußerem Druck gefangen.
Von mir gibt es eine Empfehlung - der Schreibstil macht dieses Buch zu etwas ganz besonderem - sehr ergreifend.
Rezensionen von Anndlich:
Willkommen bei den Grauses 3: Der normale Schulwahnsinn von Sabine Bohlmann
Normal ist anders!
Muh und Wolfi dürfen endlich auf eine ganz normale Schule. Doch die Vorfreude auf ihren ersten Schultag und ihr erstes Schuljahr verfliegt rasend schnell, denn Muh und Wolfi fallen schnell auf und die Familienliste füllt sich mit grauen Punkten. Und auch Ottilie verhält sich auf einmal ganz anders und muss erkennen, was Freunde und Freundschaft wirklich ausmacht.
Der normale Schulwahnsinn von Sabine Bohlmann ist der dritte Teil der Willkommen bei den Grauses-Reihe, die sich um die urkomische Familie Grause dreht. Familie Grause, das sind der Dilldapp Muh, die Werwölfin Wolfi, die Felfe Holger, der Dschinn Olga und der Schrat Fladimir. Alle sechs haben eins gemeinsam: sie kommen ursprünglich vom Institut für andersartige Wesen und das Leben in der Sackgasse 13 ist für sie weiterhin alles andere als normal.
Die sechs Mitglieder der Familie Grause sind nicht nur sechs ganz unterschiedliche Charaktere, sondern auch sechs unterschiedliche Wesen. Diese Wesen lassen sich auch aufgrund ihres Auftretens, ihrer Handlungen und ihrer Sprechweise unterscheiden und jeder Charakter ist auf seine Weise eine tolle Figur. Nicht nur die mitsenden Kinder, sondern auch ich mit Mitte 20 saß lachend vor dem Buch, weil einzelne Szenen urkomisch gestaltet sind.
Die Familie Grause wird im ‚Normalsein‘ von Ottilie Schmidt unterstützt, die kaum Freunde hat und bisher nur durch ihr ‚anders sein‘ aufgefallen ist.
Untermalt wird die Geschichte durch die wunderschönen Illustrationen von Daniel Steudtner, die das Buch zu einem perfekten Lesevergnügen machen!
Der Klappentext suggeriert, dass der Fokus dieses Mal auf die Schule mit Wolfi und Muh gelegt wird. Das empfanden wir während des Lesens allerdings als weniger präsent, weiterhin geht es vor allem um Familie Grause und jedes Mitglied, das sich in ihrem neuen Leben einfinden muss. Der Schulfokus legt sich daher sehr schnell und ist zwischenzeitlich kaum präsent. Das fanden wir etwas schade, weil sich in der Schule immer viel Lustiges abgespielt hat und wir gerne mehr davon miterlebt hätten. Gestutzt wurde hier auch bei der Erwähnung von ‚alle fünf‘ oder ‚fünf Anhänger‘, während bei der Aufzählung dann immer sechs Namen oder Dinge genannt wurden.
Das ist aber nur eine kleine Kritik an dem ansonsten wieder sehr tollen Werk, das unglaublich schöne Momente hat. Nicht nur der Humor ist perfekt, sondern auch die Botschaften, welche die Familie Grause und die Nachbarn übermitteln. Am Ende zählt nicht, was man sagt, sondern wie man handelt! Und auch Freundschaft wird wieder ganz groß geschrieben.
Rezensionen von Sago:
Vesselless - Mein verräterisches Herz von Cortney L. Winn
Vessel und Deathwalker
"Von meiner Geistform in die menschliche Gestalt zu wechseln ist immer mit Schmerzen verbunden. Es ist wie das Gegenteil von gevierteilt zu werden: als würde ich Stück für Stück mit einer Nadel aus Eis und einem Faden aus Elend zusammengenäht."
Dagen ist ein Deathwalker, der ermordete König von Zarr, Nizara ausgerechnet die Tochter des neuen Herrschers.
Sie trägt eine magische Vessel, die sie bereits an einen Geist bindet. Doch um einem grausamen Kampf zu überleben, ist das nicht genug, sie braucht die Verbindung zu Dagen. Sie ahnt nicht, dass Dagen dem Gott des Todes etwas schuldet und ganz eigene Pläne verfolgt...
Wie wunderbar düster! Endlich mal wieder Dark Fantasy, ganz nach meinem Geschmack, nicht weichgespült und dabei fantasiereich. Ein ausgeklügeltes Magiesystem, ein bildhafter Erzählstil und dazu noch ein Paar mit dem ich wirklich mitfiebern konnte. Der geheimnisvolle Dagen konnte mich unglaublich faszinierend, er ist einfach meilenweit entfernt von den stereotypen Helden mancher Romantasy-Romane. Nizzara ebenso, sie ist stark und dursetzungsfähig, so dass ihr Aufeinandertreffen und ihre Dialoge mit Dagen den Roman zu einem Highlight machen. Ich freue mich so auf die Fortsetzung!
Rezensionen von qq:
Gemüsepower von Lucia Schauerhammer
praxisnaher Ratgeber
praxisnaher Ratgeber
Mit "Gemüsepower" legt Autorin Lucia Schauerhammer einen motivierenden, alltagstauglichen und praxisnahen Ratgeber für alle vor, die auch auf kleiner Fläche reichlich eigenes Gemüse ernten möchten. Das Buch richtet sich besonders an HobbygärtnerInnen mit wenig Platz – sei es im kleinen Garten, im Hinterhof oder sogar im Hochbeet auf der Terrasse oder Balkon.
Der Schwerpunkt liegt auf Anbaumethoden, guter Planung und cleverer Nutzung der begrenzten Flächen auf zb Balkonen oder Terrassen. Man erfährt, wie durch geschickte Planung der Beete und Flächen, doch recht beachtliche Ernteergebnisse ermöglicht werden.
Ich bin gespannt, ob es bei mir dieses Jahr auch so klappen wird, wie es das Buch verspricht.
Das Buch ist gut strukturiert und gibt viele Tipps, jedoch gänzlich neue Dinge gibt es nicht - es gibt bereits zahlreiche Ratgeber zu diesen Themen.
Rezensionen von Gute_Laune:
Eine Oma für alle Fälle von Christian Wichmann
Jeder ist besonders!
Edgar hat Ferien, ist aber fast den ganzen Tag allein zu Hause, weil die Eltern beruflich gerade ein wichtiges Projekt haben. Für Edgar ist das kein Problem, dennoch ist es spannend, als eine neue Bewohnerin ins Mietshaus einzieht. Sie ist ganz eindeutig das ganze Gegenteil von Edgar. Er liebt Ordnung und gesunde Ernährung, sie liebt das Chaos und Süßigkeiten.
Doch die beiden werden blitzschnell zu besten Freunden.
Ich finde das Buch einfach entzückend, bezaubernd, liebenswert! Jede Figur ist hier auffallend auf eigene Weise. So hat Edgar für jeden Wochentag eine Farbe, die er in der Kleidung ausdrückt. Außerdem trägt er immer Krawatte! Frau Koschitz hängt alle Bilder verkehrtherum auf. Es macht Freude und Spaß und Mut und zeigt, dass jeder auf seine eigene Art besonders ist und das gut und richtig ist. Frau Manteufel, die ebenfalls im Haus wohnt, ist eine Paragrafenreiterin und immer schlecht gelaunt. Bisher hat Edgar sich davon einschüchtern lassen, doch Frau Koschitz zeigt ihm, dass er das gar nicht muss. Die beiden erleben herrliche Abenteuer, haben Spaß und zeigen Groß und Klein, wie wichtig es ist, Freude zu haben und Freude zu geben, jeden zu akzeptieren, denn Edgar macht am Ende etwas sehr Liebes.
Man könnte sich jetzt daran aufhängen, dass man 8jährige Kinder nicht alleine zu Hause lässt und es ganz schrecklich ist, wenn sie zu Fremden in die Wohnung gehen. Ich denke aber, dass die Realität manchmal eben nicht perfekt ist und man auch 8jährigen ein gewisses Maß an Urteilsvermögen zutrauen darf. Edgar hat das meiner Meinung nach großartig gelöst. Und die Eltern können beim Vorlesen ja auch darauf hinweisen, das Kind fragen, wie klug es ist, ohne Bescheid zu geben, zu jemandem zu gehen. Für mich ist dies also kein schwerwiegender Kritikpunkt.
Die Illustrationen von Julia Christians sind perfekt! Sie hat es geschafft, die Figuren perfekt zu treffen, lebendig zu machen und die Texte damit noch lebendiger zu machen. Ich hätte sogar gern noch mehr davon im Buch gefunden. Die Länge der einzelnen Kapitel ist gut gelungen. Es gibt Kapitel mit viel Witz und welche mit Spannung. Eine sehr schöne Mischung. Die Altersangabe ab 6 Jahren finde ich stimmig.
Für mich ein tolles Kinderbuch zum Vorlesen und später selbst lesen. Fünf Sterne!
Rezensionen von brauneye29:
Spielverderberin von Marie Menke
Interessant
Zum Inhalt:
Lotte und Sophie stammen aus der gleichen Bauernschaft und kennen sich seit Kindesbeinen auf. In der Oberstufe stößt die Städterin Romy dazu. Sie ist unkonventionellen, aber auch unzuverlässigen. Die Dreierfreundschaft ist geprägt von einer gewissen Faszination. Als Romy plötzlich verschwindet, reißen alte Wunden auf, denn in der Vergangenheit lag auch eine Nacht, an die eine nicht erinnert werden darf.
Meine Meinung:
Das Buch hat eine ungeheure Sogwirkung auf mich ausgeübt. Ich wollte immer weiterlesen, weil mich die Geschichte der drei Freundinnen ungeheuer fasziniert hat. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, die dann nach und nach auch die Vergangenheit der Mädchen etwas klarer werden lässt. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, denn das Buch liest sich enorm gut. Das Cover hätte mich im Geschäft vermutlich eher nicht angesprochen.
Fazit:
Interessant











