Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Eternal-Hope:
Moskaus westliche Rivalen von Oliver Jens Schmitt
Sehr detailliert, aber interessant
Die Geschichte der Region zwischen Nordkap und schwarzem Meer ist vielen Menschen in Mitteleuropa eher unbekannt, wird oft im Geschichtsunterricht kaum behandelt und kommt auch sonst in der öffentlichen Wahrnehmung wenig vor. Mit dem Ukrainekrieg ist sichtbar geworden, dass sowohl die skandinavischen Länder, als auch das Baltikum, Polen und einige weitere Regionen diese Bedrohung noch einmal stärker und unmittelbarer wahrnehmen als westeuropäische Länder.
Das hat auch viel mit der geografischen Nähe zu Russland und mit den geschichtlichen Erfahrungen mit diesem Nachbarn zu tun.
In diesem sehr umfangreichen und detaillierten, aber interessant erzählten und gut recherchierten Werk hat sich der Autor die Mühe gemacht, zeitlich bis ins Mittelalter zurückzugehen und von den ersten Ursprüngen der Kyjiver Rus' bis in die Gegenwart die Geschichte des moskauzentrierten Russlands und sein Verhältnis zu den nördlichen und westlichen Nachbarn darzulegen.
Ich habe in dem Buch viel Neues gelernt: etwa, dass Litauen einmal eine Großmacht war, warum Russland eine Hauptstadt hat, die so weit weg von der Mitte des riesigen Landes ist (weil in das entlegene, nordwestlich weitab der freien Steppen gelegene Moskau, damals Vladimir genannt, die aus dem asiatischen Osten kommenden bedrohlichen mongolischen Angreifer nicht so leicht hingekommen sind und dieser Ort deshalb relativ geschützt war), aber auch darüber, dass so manche Schachzüge, die das moderne Russland im Ukrainekrieg eingesetzt hat, eine jahrhundertealte Tradition haben (z.B. erst einmal mit kleinen Angriffen beginnen, zu denen man sich offiziell gar nicht bekennt, tarnen, täuschen, verschleiern und lügen als bewehrte Kriegsstrategie).
Wer dieses Buch lesen will, braucht viel Zeit, Energie und Interesse. Es ist eben kein grober Überblick, sondern ein äußerst detailliertes Werk, das sich große Mühe gibt, alle relevanten Informationen zu erfassen und in einen Sinnzusammenhang zu bringen. Für alle, die nur mal schnell ein paar Informationen über die Region haben möchten, ist es nicht zu empfehlen. Wer sich aber wirklich tiefgehend für die Geschichte dieser Region interessiert und die Wurzeln des heutigen Ukrainekonfliktes, aber auch generell die historische Entwicklung der russischen Föderation und sein Verhältnis zu den Nachbarn näher verstehen möchte und bereit ist, sich darauf tief einzulassen, dem kann ich dieses fundierte und interessante Werk auf jeden Fall empfehlen.
Rezensionen von Dorsay:
Lügennebel von Viveca Sten
Eisige Temperaturen
Im Skiparadies Åre machen 6 Studenten aus Uppsala Skiurlaub. Ihr Freund William Löwengren, dessen Eltern ein Luxusferiendomizil in dem Bergen besitzen, hat sie dazu eingeladen. Die jungen Leute feiern eine wilde, ausgelassene Party bis tief in die Nacht hinein, in der Alkohol und Drogen nicht zu knapp im Spiel sind.
Am nächsten Morgen wird die 19-jährige Studentin Fanny nur spärlich bekleidet und barfuß, nur ein paar Meter von dem Luxusanwesen entfernt, erfroren aufgefunden. Wurde sie ermordet? Eindeutig ein brisanter Fall für die beiden sympathischen Ermittler Hanna Ahlander und Daniel Lindskog.
Die Autorin Viveca Sten fasziniert immer wieder mit ihrem klaren Schreibstil, den präzisen ausgearbeiteten Charakteren, wirklichkeitsnahen Schilderungen und kurzen Kapiteln. In diesem Krimi ist alles vereint, knisternde Spannung, ein bisschen Liebe, etwas Eifersucht, zwischenmenschliche Beziehungen und Abgründe, hier kommt es schon mal vor, dass man nicht mehr zum Lesen aufhören kann. Achtung Suchtgefahr!
Rezensionen von rewareni:
Zwielicht 22 von Algernon Blackwood
Gruseliger Lesespaß
Zwielicht 22, das Magazin für Horror und unheimliche Phantastik bietet dieses Mal 22 Geschichten, wo man sich in gewohnter Manier gruseln und auch schmunzeln kann.
Es gibt auch wieder einige Geschichten, die sehr berührend sind und betroffen machen und es ist interessant dabei, wie man daraus eine spannende oder unheimliche Geschichte schaffen kann.
Mir gefallen dabei immer wieder die unterschiedlichen Ideen, egal ob ein Saugroboter nicht immer das tut, was er soll oder ob eine alte Frau ihre Urenkelin immer wieder vor einem Unheil warnt, es ist immer etwas dabei, das für gute Unterhaltung sorgt.
Schön ist auch, wenn man Geschichten präsentiert bekommt von Autoren, die schon lange verstorben sind, so wie Algernon Blackwood oder Rober F. Young die es schaffen mit ihren Themen auch noch heute, den Zahn der Zeit treffen. Egal ob über andere getratscht und gespottet wird oder ob Menschen durch Werbung manipuliert werden, beide Inhalte werden atmosphärisch dicht beschrieben und sind nicht nur berührend, sondern auch gut erzählt.
Ein interessanter und ein extrem berührender Artikel von Karin Reddemann am Ende runden die Ausgabe wieder perfekt ab.
Die Innenillustrationen sind von Adrian van Schwamen, der auch eine unheimliche Geschichte von einer Gliederpuppe beigesteuert hat.
Wer also gruselige, humorvolle, blutige und geisterhafte Kurzgeschichten mag, wird mit Zwielicht 22 seine Freude haben.
Rezensionen von Dorsay:
Lügennebel von Viveca Sten
Eisige Temperaturen
Im Skiparadies Åre machen 6 Studenten aus Uppsala Skiurlaub. Ihr Freund William Löwengren, dessen Eltern ein Luxusferiendomizil in dem Bergen besitzen, hat sie dazu eingeladen. Die jungen Leute feiern eine wilde, ausgelassene Party bis tief in die Nacht hinein, in der Alkohol und Drogen nicht zu knapp im Spiel sind.
Am nächsten Morgen wird die 19-jährige Studentin Fanny nur spärlich bekleidet und barfuß, nur ein paar Meter von dem Luxusanwesen entfernt, erfroren aufgefunden. Wurde sie ermordet? Eindeutig ein brisanter Fall für die beiden sympathischen Ermittler Hanna Ahlander und Daniel Lindskog.
Die Autorin Viveca Sten fasziniert immer wieder mit ihrem klaren Schreibstil, den präzisen ausgearbeiteten Charakteren, wirklichkeitsnahen Schilderungen und kurzen Kapiteln. In diesem Krimi ist alles vereint, knisternde Spannung, ein bisschen Liebe, etwas Eifersucht, zwischenmenschliche Beziehungen und Abgründe, hier kommt es schon mal vor, dass man nicht mehr zum Lesen aufhören kann. Achtung Suchtgefahr!
Rezensionen von Schlafmurmel:
Der fremde Ehemann von Jane E. James
– ein ungewöhnlicher Thriller
Das Cover wirkt zunächst eher unscheinbar – ein Haus mit einem erleuchteten Fenster, dahinter eine Frau, die hinausblickt. Doch der Titel „Der fremde Ehemann“ hat mich sofort neugierig gemacht. Er klang geheimnisvoll und versprach Spannung – und genau das bekam ich, wenn auch auf etwas andere Weise als erwartet.
Die Geschichte handelt von Linda, einer angeblich trauernden Witwe, die ein düsteres Geheimnis mit sich trägt: Sie soll am Tod ihres zweiten Ehemannes schuld sein. Von Schuldgefühlen geplagt, lebt sie zurückgezogen, bis sie sich eines Tages bei einer Dating-App anmeldet – und dort das Unfassbare erlebt: Ihr verstorbener Mann scheint wieder mit ihr Kontakt aufzunehmen.
Ab diesem Moment gerät ihr Leben völlig aus den Fugen. Wem kann sie noch trauen – Freunden, Familie, oder überhaupt jemandem? Der Anfang war spannend, in der Mitte flachte es für mich etwas ab, aber das Ende war wieder richtig packend und voller überraschender Wendungen.
Ein ungewöhnlicher Thriller, der Elemente eines Romans in sich trägt, aber mit seiner Atmosphäre und der psychologischen Tiefe überzeugen kann.
Ich vergebe 4 Sterne!
Rezensionen von Bibibabby:
The Pumpkin Spice Latte Disaster von Kyra Groh
Eine süße, herzzerreißende Geschichte
Die Geschichte ist unterhaltsam und wird abwechselnd aus der Sicht von James und Jude erzählt. Ich fand es erfrischend, eine "Manic Pixie Dream Girl"-Geschichte aus der Perspektive der Frau zu lesen. Sie ist chaotisch, witzig und emotional nicht verfügbar. Der Schreibstil ist unterhaltsam und lebendig, und das Geplänkel zwischen Jude und James erinnert an Gilmore Girls und macht einfach richtig Spaß.
Die Handlung fühlt sich ein bisschen wie ein "Hallmark Film" an: Kleinstadt, heimlich reicher oder berühmter Protagonist, unterdrückte Gefühle, missed Opportunities.
Die Liebesgeschichte bleibt jedoch emotional eher oberflächlich. Es gibt einige gute Momente, wo es herzzerreißend wird, aber insgesamt habe ich leider nicht allzu viele tiefe Emotionen gespürt.
Auch die "Grumpy meets Sunshine"- bzw. "Enemies to Lovers"-Tropes finde ich nicht ganz überzeugend: James Grummeligkeit wirkt auf mich etwas gezwungen. Mein persönliches "pet peeve" ist, wenn ein Protagonist den anderen angeblich nicht mag, aber ständig betont, wie heiß er oder sie ist, was hier bei James der Fall ist.
Die Spicy-Szenen sind dagegen richtig gut geschrieben: Heiß, aber zugleich einfühlsam. Durch die wechselnden Perspektiven erlebt der Leser das Spice aus beiden Seiten, was richtig Spaß macht.
Rezensionen von Dorsay:
Lügennebel von Viveca Sten
Eisige Temperaturen
Im Skiparadies Åre machen 6 Studenten aus Uppsala Skiurlaub. Ihr Freund William Löwengren, dessen Eltern ein Luxusferiendomizil in dem Bergen besitzen, hat sie dazu eingeladen. Die jungen Leute feiern eine wilde, ausgelassene Party bis tief in die Nacht hinein, in der Alkohol und Drogen nicht zu knapp im Spiel sind.
Am nächsten Morgen wird die 19-jährige Studentin Fanny nur spärlich bekleidet und barfuß, nur ein paar Meter von dem Luxusanwesen entfernt, erfroren aufgefunden. Wurde sie ermordet? Eindeutig ein brisanter Fall für die beiden sympathischen Ermittler Hanna Ahlander und Daniel Lindskog.
Die Autorin Viveca Sten fasziniert immer wieder mit ihrem klaren Schreibstil, den präzisen ausgearbeiteten Charakteren, wirklichkeitsnahen Schilderungen und kurzen Kapiteln. In diesem Krimi ist alles vereint, knisternde Spannung, ein bisschen Liebe, etwas Eifersucht, zwischenmenschliche Beziehungen und Abgründe, hier kommt es schon mal vor, dass man nicht mehr zum Lesen aufhören kann. Achtung Suchtgefahr!
Rezensionen von Anndlich:
Albert & Einstein, Band 2 - Der total verrückte Weltraum-Wahnsinn von Tim Collins
Weltraumabenteuer
Ein riesiger Asteroid droht auf der Erde einzuschlagen. Ein Fall für den Hobbywissenschaftler Albert und seine Hündin Einstein, die beiden setzen alles daran, um den Asteroiden aufzuhalten. Doch die beiden haben nicht mit der jungen Astronautin Venus und ihrem Kater Mars gerechnet.
Der total verrückte Weltraum-Wahnsinn ist der zweite Band aus der Albert & Einstein Reihe von Tim Collins.
Die Geschichte wechselt zwischen Fließtext und Comic und gewinnt dadurch an Tempo. Außerdem wird das Buch mit über 40 Knobelaufgaben ausgeschmückt, den meisten Kindern im Alter von acht Jahren (Altersempfehlungen) dürften diese teilweise zu schwer sein. Durch einen Hinweis zu Beginn des Buches wird den Leser:innen jedoch der Druck genommen, dass alle Aufgaben gelöst werden müssen, dennoch werde einige Kinder möglicherweise den Anspruch haben und könnten dann enttäuscht sein. Dennoch machen die Aufgaben auch Spaß und geben neues Wissen mit.
Der Zeichenstil des Comics und der Illustratorin Louise Forshaw bereiten Freude und sind schön anzuschauen. Die Geschichte ist interessant und zeigt, dass man erfolgreicher ist, wenn zusammen und nicht gegeneinander arbeitet.
Rezensionen von Streiflicht:
Robin the Hood - Wie klaut man eine Stadt? von Rüdiger Bertram
Witziges Abenteuer
Da ich von diesem Autor bereits mit großer Begeisterung das Buch "Jo und die eiligen drei Könige" gelesen habe, war ich natürlich neugierig auf das neue Buch. Es ist ganz anders - klar, es geht ja auch um völlig andere Figuren in einer spannenden Geschichte - und gleichzeitig genauso gut, witzig und unterhaltsam.
Nicht nur für Kinder, sondern auch für "große Leser".
Man wird gleich am Anfang mitten in die Geschichte reingeworfen und das macht großen Spaß. Nach und nach erfährt man mehr über Robin und seine ungewöhnliche Familie. Er war mir sofort sympathisch und die Lektüre hat mich gut unterhalten. Er läuft in eine Falle und muss dann dem Geheimdienst helfen. Gleichzeitig trifft er auf Mary, die HAND, eine Superagentin, und ein Schaf. Gemeinsam erleben sie ein verrücktes Abenteuer, das nach mehr schreit! Deswegen kommt auch schon in einem halben der zweite Teile diese Action-Abenteuers heraus. Ich freu mich drauf!
Rezensionen von Gaby 2707:
Die stille Heldin von Hera Lind
Was ein Mensch alles aushält
Helene Schönherr ist gerade mal 16 Jahre alt, als sie von ihren Eltern gezwungen wird, den Großbauern Otto Öllermann zu heiraten. Einen Mann voller Aggressionen, Machtüberschätzung, narzisstischem Größenwahn und unfassbarer Eitelkeit, der sie wie eine Leibeigene behandelt. Mit dieser Hochzeit endet ihre unbeschwerte, wenn auch ärmliche Kindheit abrupt.
Mit ihm bekommt sie 5 Kinder, alles Jungs, und fühlt sich erst wieder frei und wohl in ihrer Haut, als er in den Krieg zieht. Mit 25 Jahren ist sie schon Witwe. Sie lernt den Tagelöhner Hans kennen und bekommt mit ihm das 6. Kind, ein Mädchen. Etwas später tritt Grenzsoldat Ewald Lembke in ihr Leben. Mit ihm erlebt sie ihre große Liebe, findet das Glück ihres Lebens und bekommt mit ihm weitere 6 Kinder. Durch den 2. Weltkrieg verliert sie fünf ihrer Söhne und ihr Weg ist gepflastert mit Tod, Trauer, Verlusten und immer wieder auch einem Neubeginn. Ihr großes Herz und ihre Liebe zu ihrem Mann und den Kindern hat sie aber nie verloren.
Ich liebe die wahren Geschichten, die Autorin Hera Lind in der ihr so eigenen ruhigen Sprache an ihre Leser heran trägt. Und auch hier habe ich mit Helene, der Hauptperson der Geschichte, gebangt, geliebt, getrauert und mich mit ihr auf immer neue Wege begeben. Es ist eine sehr emotionale Geschichte, die ich hier zu lesen bekomme. Und immer wieder wird mir bewusst, was ein Mensch im Stande ist alles zu erleiden und auszuhalten. Ich habe Helene zutiefst bewundert, für das, was sie alles auf sich nimmt, erduldet und erleidet. Ohne zu klagen, nur um ihren Kindern eine gute Mutter und ihrem Mann eine treu sorgende Frau zu sein.
Ein Buch, das ich, als ich es angefangen hatte, nicht mehr aus der Hand legen konnte. So sehr hat mich das Schicksal dieser starken, tapferen Frau bewegt und mitgenommen. Es gab mehr als einen Moment, wo ich Tränen in den Augen hatte. Es ist aber keine durch und durch traurige und tragische Geschichte. Es gibt auch immer wieder schöne Momente, die ich mit Helene und ihrer Familie genießen konnte. Es ist ein bedeutsames Zeugnis einer Zeit, die wir nie wieder erleben wollen.
Sehr gut gefällt mir hier, dass ich erfahre, was aus den Kindern geworden ist. Und auch die Nachworte von Katharina Lembke und Hera Lind fand ich sehr aufschlussreich und interessant.
Ein weiterer Tatsachenroman, den ich sehr gerne gelesen habe und der mich noch lange beschäftigen wird.









