Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Die Spinatwachtel von Cora Gofferjé
Wie die Laune wieder gut wird
Bunt ist das Cover und das Gesicht des Mädchens ist wie der Titel es schon sagt spinatgrün. Mama bringt Holly in die WaldKiga, doch Holly ist mit dem „Schlechte-Laune-Mach-Fuß“ aufgestanden und schlecht gelaunt. Nun sind im Kindergarten Glückswochen und jedes Kind bekommt einen Beutel, selbstgebastelte Glückstaschen, in die Dinge kommen sollen, die glücklich machen.
Während alle Kinder begeistert nach dem Glück suchen, versteckt sich Holly in einem kleinen Zelt und will hierbleiben, denn sie hat keine Lust“ mit den anderen zu spielen. Und da sehen es auch die anderen Kinder, dass Holly „vor schlechter Laune schon wieder ganz grün im Gesicht ist“. Bei Steine bemalen reicht es dann nur für einen grünen Strich, doch der immer fröhliche Mika erkennt darin den Stängel für seine Blüte. Holly will auch nicht die Pusteblume als fliegende Wünsche nutzen, die nennt sie Unkraut. Deshalb rufen ihr die Kinder „Spinatwachtel!“ hinterher.
Zum Glück verliert Holly am Ende ihre spinatgrüne Farbe und möchte „Jeden Tag ein Glücksgefühl finden!“
Schlechte Laune haben wir ja alle einmal und oft ohne einen besonderen Gund. Wie schön, wenn dann einen Freund hat, der uns einen Glückskäfer schenkt und uns damit aus der schlechten Laune holt. Mika muss aber auch schon sehr beharrlich bleiben, denn Holly ist schon ein besonders schwerer Fall.
Die stupsnasige Holly mit den großen Augen ist trotz des grünen Gesichts ein niedliches Mädchen, sie und die anderen Kita-Kinder sind sehr schön gezeichnet und geben der Geschichte die nötige Dynamik. Der Szenen sind so oder so ähnlich jeden (Kind) vertraut. Deshalb sollten wir alle mal die Schirmchen einer Pusteblume als fliegende Wünsche in die Luft pusten.
Rezensionen von Anilam:
Der Morgen nach dem Regen von Melanie Levensohn
Ein leiser und bewegender Roman
„Der Morgen nach dem Regen“ ist ein stiller und sehr emotionaler Roman, der mich von Anfang an nachdenklich gemacht hat. Im Mittelpunkt stehen Johanna und ihre Tochter Elsa, die sich über die Jahre entfremdet haben. Als Johanna das Haus ihrer Tante Toni am Rhein erbt, treffen die beiden nach langer Zeit wieder aufeinander und plötzlich kommt vieles ans Licht, das lange ungesagt blieb.
Ich fand total toll, wie feinfühlig Melanie Levensohn die Beziehung zwischen Mutter und Tochter beschreibt. Es sind oft die kleinen Gesten, unausgesprochenen Worte und Erinnerungen, die hier mehr sagen als jede große Szene. Man spürt, wie viel Verletzung, Liebe und Sehnsucht zwischen den Zeilen liegen.
Auch sprachlich ist das Buch wunderschön – ruhig, klar und manchmal fast poetisch. Für mich war es kein Roman, den ich einfach so weggelesen habe, sondern einer, der Zeit brauchte. An manchen Stellen fand ich das Tempo etwas langsam, aber genau das passt zu der nachdenklichen, melancholischen Stimmung.
Der Morgen nach dem Regen ist für mich ein Buch über Versöhnung, über das Älterwerden und darüber, wie schwer und gleichzeitig befreiend es sein kann, ehrlich zu sich selbst und zu anderen zu sein. Eine ruhige, gefühlvolle Geschichte, die mich noch lange beschäftigt hat.
Rezensionen von Daggy:
Einsam von Britta Teckentrup
Das Gefühl der Einsamkeit greifbar gemacht
Schon das in dunklen Farben gehaltene Cover lässt und die Verlorenheit des Kindes spüren. So sehen wir das Mädchen durch die fallenden Schneeflocken nur im Kleid und mit nackten Füssen laufen. „Ich bin ganz allein“ lässt sie uns wissen. Obwohl sie glaubt, ganz allein im Wald zu sein, sehen wir einen Wolf durch die Bäume streichen.
„Werde ich für immer so einsam sein?“ fragt sich das Mädchen und er Wolf kommt ihr dabei näher. Auf der nächsten Seite gibt es nur graue Buchstaben auf grauem Hintergrund, „es bleibt alles grau.“ Der Wolf, den sie dann umarmt ist die Einsamkeit, ihr einziger Begleiter. Noch eine Textseite, die die Einsamkeit beschreibt. Die beiden heulen zum Mond und es gibt viel Fragen, die sich das Mädchen stellt „Und wird alles gut?“ Doch dann keimt auch etwas Hoffnung auf und das Mädchen fasst Mut und hofft auf einen Menschen, der ihr vertraut. Da tauchen noch andere Kinder auf, die auch mit Waldtieren unterwegs sind. So wir am Ende aus der Einsamkeit eine Zweisamkeit.
Ich weiß, dass ich dieses Buch meiner Enkelin nicht vorlesen werden, denn sie wird die Trauer in Tränen verwandeln. Der Text ist so traurig und verzweifelt, dass sie es nicht ertragen könnte. Die Bilder sind poetisch und eindringlich, die Farben bleiben dunkel und trostlos, erst die allerletzten Seiten sind hell und hoffnungsvoll. Es wird viel mir der Größe der Buchstaben gespielt, auf einigen Seiten gibt es keine Bilder, da steht die Schrift für sich. Nach der Verlorenheit gibt es zum Glück am Ende die Freundschaft der beiden Kinder.
Rezensionen von cosmea:
Sonnenaufgang Nr. 5 von Carsten Sebastian Henn
Vom Erinnern und Verdrängen
Der 19jährige Jonas Engelbaum hat sein Germanistikstudium abgebrochen und möchte als Ghostwriter die Lebensgeschichte anderer Leute aufschreiben, obwohl sein Vater in seinem Restaurant dringend die Hilfe des Sohnes gebrauchen könnte. Die ehemalige Diva Stella Dor sieht seine Anzeige und engagiert ihn.
Sie lebt in einem herunterbekommenen Strandpavillon. Jonas mietet ein Zimmer bei den Schwestern Britta und Imke Roose, die große Bewunderer der Diva sind. In Stellas Haus gibt es eine Unmenge von Biografien und Hunderte von Notizzetteln, auf denen sie Ereignisse aus ihrem Leben notiert hat. Die Zusammenarbeit von Stella und Jonas gestaltet sich anfangs schwierig, weil Stella nur das mitteilt, was sie preisgeben will und keine Rückfragen zulässt. Schon bald merkt Jonas, dass sie ihm eine geschönte Version ihres Lebens mitteilt. Als er später mit Menschen aus ihrem Umfeld spricht, z.B. mit ihrem Mann Philip oder einer ehemaligen Kollegin, zeigt sich, dass sie ihm über viele Dinge in ihrem Leben die Unwahrheit sagt. Diese Erkenntnis führt dazu, dass Jonas zwei Biografien schreibt, die Version der Diva von einem durchweg glücklichen erfolgreichen Leben und die andere, die er auf der Basis seiner Recherchen verfasst, in der es auch um Tod und Trauer und andere sehr schlimme Erfahrungen geht.
Neben Stella Dors Lebensgeschichte spielen noch andere Begegnungen vor Ort eine Rolle, z.B. mit der jungen Nessa, mit Stellas Verehrer Paul und seinem treuen Hund Guter Junge, mit dem Maler Geraldo und der Witwe Bentje von der Bushaltestelle, der Jonas freundschaftlich begegnet. Im Lauf der Geschichte zeigt sich, dass es im Leben eines jeden - auch in dem von Jonas - schmerzliche Erfahrungen von Verlust und Trauer gibt, die verdrängt werden, weil sich die Menschen ihnen nicht stellen wollen. Hinzukommt, dass Erinnerungen unzuverlässig sind, weil man sich jeweils an die vorige Erinnerung erinnert und nicht an das eigentliche Ereignis. Nur wenn man sich der Vergangenheit stellt, kann man ein sinnvolles und sogar glückliches Leben führen.
Mir hat diese warmherzige, mit viel Empathie erzählte Geschichte gut gefallen. Am Ende könnte man sich fragen, wie man selbst sein Leben erzählen würde.
Rezensionen von Sago:
The Witch Collector von Charissa Weaks
Schatten, Seelen und Sünde
"Ein Mann, der aus Schatten, Seelen und Sünde besteht."
Raina Bloodgood will sich am Frostkönig und dessen Hexensammler Alexis Thibault rächen, haben diese doch vor Jahren ihre Schwester entführt. Doch als der nächste "Tag der Ernte" naht und Raina ihr Messer schärft, kommt alles ganz anders.
Krieger des Ostens überfallen Rainas Dorf und plötzlich findet sie sich auf derselben Seite wieder wie ihr Feind Alexis. Schon bald ändern sich Rainas Gefühle für Alexis und das bleibt nicht die einzige Überraschung...
Story und Worldbuilding haben viel Potenzial, das in diesem ersten Teil bisher nur teilweise genutzt wurde. Dass Raina eine Protagonistin ist, die sich mit Gebärden verständigen muss, sie aber trotzdem jeder versteht, blieb für mich rätselhaft und wie ein Fremdkörper. Weder Raina noch Alexis haben mich völlig zum Mitfiebern gebracht, obwohl sich die Handlung lange auf ihre Verbindung fokussiert. Immerhin nahm die Story im zweiten Teil des Buches einiges an Fahrt auf und bot ein paar Wendungen. Ich bin gespannt, wie sie im nächsten Teil weitergehen wird.
Rezensionen von cosmea:
Dius von Stefan Hertmans
Eine ungewöhnliche Freundschaft
Anton ist Kunstprofessor, Aegidius de Blaeser genannt Dius ein ungewöhnlich talentierter Student. Eines Tages steht Dius vor seiner Tür und bittet ihn um seine Freundschaft. Er bietet ihm an, in seinem Dorfhaus in Ganzevliet in den Poldern im nördlichen Teil Belgiens in Ruhe an seiner Dissertation zu arbeiten.
Anton geht auf den Vorschlag ein. Es entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen Anton, Anfang 30 und dem etwa 10 Jahre jüngeren Dius. Sie arbeiten im Dorfhaus, machen lange Spaziergänge in der wunderschönen Natur und diskutieren über Kunst, Philosophie und Musik. Anton verliebt sich in die verheiratete Fotografin Lys, doch eine Lüge von Dius zerstört für lange Zeit die Beziehung mit Antons großer Liebe und die Freundschaft der beiden Männer.
Erzählt wird die Geschichte über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren auf zwei Zeitebenen. Anton blickt von der Erzählgegenwart zurück auf vergangene Ereignisse. Es geht um Liebe und Freundschaft, um die Wirkung großer Kunst auf den Betrachter, um die Wirkung klassischer Musik auf den Zuhörer, aber auch um die Zerstörung der Natur durch den Menschen. Antons Einsicht, dass die Jahre mit Dius seine glücklichsten waren und er es – anders als Dius – nie geschafft hat, seine Wünsche und Vorstellungen aktiv in die Tat umzusetzen, kommt spät. Wird er es schaffen, über den schmerzlichen Verlust seines Freundes hinwegzukommen und ein neues, glücklicheres Leben zu beginnen?
Mir hat der Roman gut gefallen, auch wenn die detailverliebten Ausführungen über Kunst, Philosophie und Musik und die daraus resultierende Handlungsarmut für mich etwas gewöhnungsbedürftig waren. Dennoch sehr empfehlenswert.
Rezensionen von Harakiri:
Dunkler Sog von Leo Born
Salus I
Ein neuer Fall für die Krähe
Und wer Mara Billinsky kennt, weiß, dass ihre Fälle anders ablaufen als in normalen Krimis. Aber das ist beileibe kein Fehler. Im Gegenteil. Ein Buch von Leo Born in der Hand zu halten ist immer wie eine tickende Zeitbombe. Man weiß nie, was einen erwartet. Und weglegen kann man die Bücher eh nicht.
Maras Partner wurde auf eigenen Wunsch in die Recherche-Abteilung versetzt und so braucht Mara einen neuen Partner. In Tobias scheint der gefunden. Allerdings kommen die beiden anfangs kaum klar miteinander. Ist ja klar – mit der Krähe ist es nicht einfach. Dennoch habe ich sie in mein Herz geschlossen. Denn Mara ist tough. Und löst ihre Fälle auf ihre Art.
In ihrem neuen Fall hat sie es mit einem mehr als ebenbürtigen Gegner zu tun und Mara verzweifelt fast. Mehr als einmal ist sie nahe davor, ihn zu stellen – aber er entkommt jedes Mal. Und die Zeugen schweigen aus Angst. Was Mara dann aufdeckt hat es wirklich in sich. Die Lösung liegt tief verborgen in der DDR-Vergangenheit.
Ich habe das Buch wieder an einem Tag durchgesuchtet, weil ich immer noch wissen wollte, wie es weitergeht. Die Kapitelenden sind Pageturner und Born macht noch neugierig auf Klimmts Krankheit. Sowieso wird meist erst im übernächsten Kapitel dann aufgelöst, wer überlebt. Das sorgt für ein wahnsinnig hohes Tempo.
Fazit: einmal begonnen, nicht wieder aufgehört. Spricht für Born – und die Krähe.
Rezensionen von nanu?!:
Meine Sticker + Karten + Box - Gruselspaß, m. 1 Beilage von
Gruseliger Stickerspaß
Nachdem der Sechsjährigen die Osterbox schon so gut gefallen hatte, musste nun eine neue Box her.
Auch diese Box zum Thema "Halloween" kam super beim Kind an, es wurde gleich losgebastelt. Der große Bruder wollte auch wieder mithelfen, auch wenn er "offiziell" schon viel zu groß fürs Stickern ist.
Das Highlight dieser Boxen sind wie immer die vielen bunten Sticker, von denen es gleich satte 150 Stück gibt.
Die kann man auf Karten mit verschiedenen Hintergründen kleben, auf vorgezeichnete Aussparungen oder man muss Dinge vervollständigen.
Auch gibt es wieder Aufgaben zu lösen wie verwunschene Labyrinthe oder Bilder zum Ausmalen.
Die Motive sind wirklich liebevoll gestaltet worden und passen ganz wunderbar zum Thema. Es gibt Geister und Hexen, Fledermäuse und Kürbisgesichter, Spinnen und Monster, alles ein bisschen gruselig, aber auch ein bisschen süß, damit sich kein Kind ernsthaft fürchten muss.
Insgesamt gibt es 30 Karten aus relativ stabilen Papier. Auf jeder Karte kann auf der Rückseite ein Empfänger notiert werden, so sind sie ideal zum Verschenken und Verschicken.
Die Box ist super für lange Autofahrten oder superlangweilige Abende geeignet.
Eine tolle Beschäftigung für alle Kinder ab 6 Jahren.
Rezensionen von Minangel:
Der Weihnachtssee von Angelika Schwarzhuber
Weihnachtsfeeling vom Feinsten
Meine Meinung: Angelika Schwarzhuber trifft genau meinen Geschmack, wie ich einen Weihnachtsroman mag.
Dieses Mal verschlägt es Jana in einen Schneesturm und auch weitere Menschen finden sich am Haus am See ein, um dort ungewollt die Tage vor dem Heiligen Abend auszuharren, bis die Straße wieder frei ist.
Im Haus am See ist der Verlust der geliebten Mutter von Finn und Schwester von Toni spürbar. Unterschiedliche Lebensgeschichten und Schicksale treffen aufeinander und alle gemeinsam dürfen sich aneinander reiben und dann wachsen und es darf auch wieder an Wunder geglaubt werden.
Ich mag das Setting, sowie die einzelnen Protagonisten, ich mag die genauen Erzählungen des gemeinsamen Schmückens und Essens und auch die zwischenmenschlichen Emotionen und Gefühle. Alte Geschichten und Versprechen werden aufgewühlt, Geheimnisse werden gelüftet und auch verwundete Seelen dürfen schön langsam beginnen zu heilen.
Gerne hätte es ruhig mehr „Lovestory“ sein dürfen, doch es hat mich rundum glücklich gemacht, dieses Buch zu lesen. Daher gibt es von mir 5 zauberhafte Schneesterne mit Extraglitzer.
Rezensionen von begine:
Der fünfte Advent von Blanca Imboden
Adventszeit in Luzern
Den Roman, Der fünfte Advent, von Blanca Imboden, hätte ich fast übersehen, das wäre schade gewesen.
Sie schreibt herzlich und ich kann mich bei dieser Lektüre richtig erholen..
Doris und ihr 85jährige Vater führen einen Souvenirladen in Luzern. Das hat die Autorin so schön erzählt, das ich gerne mal Luzern besuchen möchte.
Die Idee, das sich Wegmitbewohner nach 40 Jahren wieder treffen fand ich witzig.
Die Weihnachtszeit wurde toll beschrieben und ich war von der Geschichte gefesselt.











