Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lilli33:
Palace of Ink & Illusions, Band 1 - Der Kuss der Muse von Sabine Schoder
Mythologie, Magie und Romantik
Mythologie, Magie und Romantik
Meine Meinung:
Ich habe nun schon etliche Bücher von Sabine Schoder gelesen, angefangen bei ihrem Debütroman „Liebe ist was für Idioten. Wie mich.“ bis hin zur Trilogie „The Romeo & Juliet Society“. Ich finde ihren jugendlich-erfrischenden Schreibstil einfach klasse und bin immer wieder von ihren Büchern begeistert.
Auch „Der Kuss der Muse“ hat mir ein paar wunderschöne Lesestunden beschert. Es ist eine gelungene Mischung von griechischer Mythologie, Magie, Romantik und Spannung, garniert mit der ein oder anderen Prise Spice.
Ich durfte die 18-jährige Liv nach Korfu begleiten, wo sie an einem Autorenwettbewerb teilnimmt - nicht um zu gewinnen, sondern nur um Werbung für ihren Webtoon zu machen. Doch schnell stellt sich heraus, dass es bei dem Wettbewerb nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Teilnehmer müssen verschiedene Prüfungen auf Leben und Tod absolvieren. Wer überleben will, muss gewinnen. Was aber, wenn man sich mit den Konkurrenten angefreundet oder sich gar verliebt hat? Kann Liv sich trotzdem gegen sie durchsetzen in dem Wissen, dass sie ihnen damit schadet? Das geht der sympathischen Protagonistin total gegen den Strich! Zum Glück ist sie sehr kreativ und weiß sich in vielen Situationen gegen die Konkurrenten sowie die Veranstalter zur Wehr zu setzen.
Nicht nur Liv, sondern auch der mysteriöse Flame ist eine gelungene Figur. Ich liebe die knisternde Spannung zwischen den beiden und ihre frechen Dialoge. Dass es eine verbotene Liebe ist, macht die Sache nur umso interessanter.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich: Es gibt frappierende Parallelen zur Romeo & Juliet Society-Trilogie. Dafür ziehe ich einen halben Stern ab, bleiben aufgerundet aber immer noch 5. ;-)
Die Reihe:
1. Der Kuss der Muse
2. Die Nacht des Verrats (erscheint voraussichtlich im April 2026)
Rezensionen von Lesemama:
Die Kinder von Birkby. Schlittenfahrt mit Ziege von Barbara Rose
Winter in Birkby
Zum Buch:
Jette und Emilia sind zum ersten Mal dieses Winter auf dem Weihnachtsmarkt. Als es anfängt zu schneien steht schnell fest, zusammen mit den anderen Tierrettern Benno, Paul und Pommes, dem Hund, geht es zur Fischerhütte, den Schnee genießen. Dort machen sie einen seltsamen Fund. Eine Ziege steht im Garten.
Wem die wohl gehört?
Meine Meinung:
Schlittenfahrt mit Ziege ist das zweite Abenteuer der Tierretter. Diese sind Emilia und ihr kleiner Bruder Benno, Jette, Emilias beste Freundin und Paul mit seinem Hund Pommes. Wie Pommes zu ihnen kam, kann man in der ersten Geschichte von Die Kinder von Birkby lesen, aber auch ohne das erste Buch zu kennen, kann man die Wintergeschichte gut lesen.
Es geht lustig zu bei den Freunden, aber auch spannend, denn für die Ziege Tante Gertrud soll der Besitzer gefunden werden. Und bei der Suche erleben die Freunde ein Abenteuer und haben außerdem viel Spaß.
Kurze Kapitel, tolle Illustrationen, mal klein, mal Ganzseitig, machen aus dem Vorlesebuch ein Lesehighlight. Ich mag das Setting in Birkby und ich mag den Zusammenhalt der Freunde. Und ein bisschen Weihnachtsstimmung kommt auch schon auf.
Eine schöne Vorlesegeschichte für die Vorweihnachtszeit. Hat viel Spaß gemacht.
Rezensionen von PeLi:
Cozy baking time von Theresa Haubs
mein neues Lieblingsbackbuch
Wenn es draußen kalt, grau und ungemütlich wird, sorgt Cozy Baking Time von Theresa Haubs für echte Wohlfühlmomente in der Küche. Das liebevoll gestaltete Backbuch ist perfekt für alle, die es sich in der dunklen Jahreszeit mit einem duftenden Kuchen, Kerzenlicht und einer heißen Tasse Tee gemütlich machen möchten.
Schon im Vorwort merkt man die Leidenschaft der Autorin fürs Backen. Theresa Haubs gibt einen sehr persönlichen Einblick in ihre Backroutine und teilt dabei ihre besten Tipps und Tricks. Von einfachen Back-Hacks über kreative Rezept-Upgrades bis hin zu praktischen Hinweisen, wie man viele Rezepte vegan abwandeln kann, ist alles dabei.
Besonders gelungen ist auch der Abschnitt zur Pannenhilfe, in dem erklärt wird, was man tun kann, wenn der Kuchen zerfällt, oder sich gar nicht aus der Form löst, eine tolle Unterstützung, vor allem für weniger geübte Bäckerinnen und Bäcker.
Der anschließende Rezeptteil ist übersichtlich aufgebaut und reich bebildert. Jedes Rezept wird von ansprechenden Fotos begleitet, die sofort Lust aufs Nachbacken machen. Die Bandbreite reicht von einfachen Alltagsrezepten über saisonale Lieblingsstücke bis hin zu klassischen Weihnachtsleckereien, alles mit einer modernen, liebevollen Note.
Besonders schön ist, dass die Zutaten leicht erhältlich sind und die Anleitungen unkompliziert beschrieben werden. So kann wirklich jeder ohne großen Aufwand köstliche Ergebnisse erzielen.
Ob Pistazienmuffins, Nussecken oder Schokoladenkuchen , in diesem Buch steckt jede Menge Inspiration für gemütliche Nachmittage und süße Genussmomente.
Rezensionen von greenpanda:
Lügennebel von Viveca Sten
Zwischen Schneesturm und Schädelrätsel
"Lügennebel" ist ein atmosphärisch dichter und psychologisch spannender Kriminalroman, der besonders durch sein Setting und seine glaubwürdigen Figuren punktet. Viveca Sten versteht es meisterhaft, die verschneite Bergwelt rund um das schwedische Åre nicht nur als Kulisse, sondern fast als Mitspieler in die Handlung einzubinden.
Der titelgebende Nebel zieht sich dabei wie ein Sinnbild durch die Geschichte – für das Unausgesprochene, Verdrängte und die verschwommenen Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge.
Die Stärke des Romans liegt vor allem in der feinfühligen Darstellung zwischenmenschlicher Dynamiken – sowohl innerhalb der jungen Studentengruppe, in deren Kreis sich der Todesfall ereignet, als auch im Ermittlerteam selbst. Hanna Ahlander und Daniel Lindskog sind keine makellosen Helden, sondern komplexe, nahbare Figuren mit Ecken und Kanten. Ihre persönliche Entwicklung läuft parallel zur Aufklärung des Falls, ohne die Krimihandlung zu dominieren.
Die Spannung baut sich langsam, aber kontinuierlich auf. Statt eines reißerischen Thrillers bietet Sten einen eher leisen, psychologisch geprägten Krimi, der seine Kraft aus Stimmungen, Verdächtigungen und zwischenmenschlichen Brüchen zieht. Zwar flacht das Tempo im Mittelteil etwas ab, doch die finalen Kapitel belohnen mit einer überraschenden, wenn auch etwas abrupten Auflösung.
Was bleibt, ist der Eindruck eines durchdachten, stimmungsvoll erzählten Romans, der sich bewusst Zeit nimmt – für seine Charaktere, für seine Atmosphäre, für die feinen Risse in der Fassade scheinbar harmloser Figuren. Lügennebel richtet sich an Leser*innen, die Krimis mit Tiefe, Emotion und einem Hauch Melancholie zu schätzen wissen – weniger an jene, die auf Action und rasante Wendungen hoffen.
Unterm Strich ein starker skandinavischer Krimi mit viel Atmosphäre, realistischen Figuren und einem Fall, der lange nachhallt – aber mit kleinen Schwächen im Erzähltempo und der finalen Zuspitzung. Deshalb: stabile 4 von 5 Sternen und eine klare Empfehlung für Fans nordischer Spannungsliteratur.
Rezensionen von greenpanda:
Aufstand der Fabelwesen von Florian Schäfer
Zwischen Fabel und Fakten – wenn Sagengestalten Geschichte schreiben
Aufstand der Fabelwesen ist ein außergewöhnliches Werk, das sich durch seine originelle Erzählform, seine visuelle Gestaltung und die durchdachte Verbindung von Mythos und Realität deutlich von klassischer Fantasy-Literatur abhebt. Florian Schäfer und Elif Siebenpfeiffer gelingt es, eine faszinierende Welt zu erschaffen, in der europäische Sagenwesen nicht nur als fantastische Elemente dienen, sondern eine zentrale Rolle in einem größeren gesellschaftlichen Konflikt übernehmen.
Die Geschichte berührt dabei auf subtile Weise auch aktuelle Themen wie Ausgrenzung, Fortschritt und das Spannungsverhältnis zwischen Natur und Zivilisation – und bleibt dennoch ein Abenteuer, das Spaß macht.
Besonders gelungen ist die Kombination aus erzähltem Text und visuellen Elementen: Die Illustrationen wirken nie bloß dekorativ, sondern erweitern die Geschichte, ergänzen sie atmosphärisch und laden zum Verweilen ein. Das Buch ist nicht nur ein Roman, sondern fast ein Gesamtkunstwerk – eine Art fiktives Reisetagebuch, das man nicht nur liest, sondern regelrecht durchblättert und erkundet.
Trotz dieser Stärken gibt es auch kleinere Schwächen. So hätten manche Figuren mehr Tiefe vertragen können, um emotional noch stärker zu berühren. Auch das Erzähltempo schwankt gelegentlich – manche Passagen sind informationsreich, aber dadurch etwas zäh. Und wer die vorigen Bände nicht kennt, könnte an einigen Stellen das Gefühl haben, nicht die ganze emotionale Tragweite der Handlung erfassen zu können.
Nichtsdestotrotz ist Aufstand der Fabelwesen ein beeindruckender Abschluss der Reihe, der mit Fantasie, Detailreichtum und Stil überzeugt. Es ist ein Buch, das Leser*innen mit Sinn für das Magische, das Künstlerische und das Erzählerische begeistert zurücklässt – und definitiv Lust macht, auch die vorherigen Bände kennenzulernen oder erneut zur Hand zu nehmen.
Eine klare Empfehlung für alle, die Geschichten lieben, die sich jenseits ausgetretener Fantasy-Pfade bewegen – fantasievoll, tiefgründig und wunderschön gestaltet.
Rezensionen von greenpanda:
Die 1-Minuten-Strategie gegen mentale Erschöpfung von Cordula Nussbaum
Inspirierend
"Die 1-Minuten-Strategie gegen mentale Erschöpfung" ist ein kleines, feines Büchlein, das ich erst kürzlich durchgearbeitet und seitdem immer wieder zur Hand genommen habe. Stressige Phasen haben sich in meinem Leben seit einer langen Zeit leider ziemlich hartnäckig eingenistet, sodass die Tipps und Anwendungen aus diesem Buch tatsächlich zur rechten Zeit kamen.
Die Autorin bringt die kritischen Punkte in den einzelnen Kapitel sehr verständlich auf den Punkt und die vorgeschlagenen Herangehensweisen werden sehr gut erklärt. Sie sind leicht anzuwenden und auch in den Alltag zu integrieren.
Spannend waren daneben auch die Exkurse in die neuronale Welt, die, ebenfalls verständlich aufbereitet waren und die Strategien in ein interessantes Licht gerückt haben.
Eine klare Empfehlung von meiner Seite, weil es neue Denkanstöße liefert und man sich während des Lesens durch die Anregungen immer gut begleitet fühlt.
Rezensionen von lesen=liebe:
Der Bär hat heute Lust zu feiern - Today, The Bear Wants to Party von Ingo Blum
Today, The Bear Wants to Party – und wir feiern mit!
Today, The Bear Wants to Party! oder auch Der Bär hat heute Lust zu feiern! ist bereits unser viertes zweisprachiges Buch von Ingo Blum und dem Kleine Leute Verlag. Meine Kinder besuchen eine zweisprachige Volksschule – und diese Bücher sind für uns einfach ideal.
Die Geschichte rund um die Geburtstagsparty gefällt uns ausgesprochen gut.
Dabei lernen wir viele neue Tiernamen und Alltagsbegriffe, und auch, wie man Gefühle auf Deutsch und Englisch ausdrücken kann. Die Illustrationen sind wunderschön, farbenfroh und laden zum Entdecken ein.
Wie bei jedem neuen Buch habe ich die Geschichte zunächst nur auf Deutsch vorgelesen, damit die Kinder den Inhalt verstehen. Im zweiten Schritt lesen wir abwechselnd auf Deutsch und Englisch. Ich weiß, im Buch wird ein Wechsel der Sprachen eigentlich nicht empfohlen, aber für uns hat sich diese Methode sehr bewährt – vor allem, weil die deutschen Texte recht wortgetreu übersetzt wurden.
Wenn wir die Geschichte dann schon mehrfach gelesen haben, folgt der dritte Schritt: Wir lesen nur noch die englische Version. Mein älterer Sohn kann die englischen Texte inzwischen sehr gut lesen und hat ein gutes Gefühl für die Aussprache entwickelt. Für Anfang 3. Klasse finde ich das wirklich bemerkenswert.
Die Hörspiele hören wir eigentlich nicht – sie würden das Buch unserer Meinung nach etwas in den Hintergrund rücken. Wenn man selbst nicht so sicher im Englischen ist, sind sie jedoch eine große Hilfe, insbesondere was die Aussprache betrifft.
Einziger Wermutstropfen bei dieser Ausgabe: Es gibt kein Lied. Meine Kinder lieben die Songs aus den anderen Büchern. Sie sind bei uns bereits fester Bestandteil des Abendrituals. Nach dem Lesen hören wir die Lieder vom Hedgehog, vom Lion und von Fluffy. Spätestens beim Wuschelmonster schlafen alle ein.
Ich wünsche mir sehr, dass diese Bücher noch mehr Bekanntheit erlangen. Ich kann sie wirklich jedem wärmstens empfehlen.
Rezensionen von nuean:
Cozy baking time von Theresa Haubs
Das etwas andere Backbuch
Ich lieb Koch- und Backbücher und probiere gern neues aus. Ein Backbuch mit Farbschnitt ist mir auch noch nicht untergekommen, aber ich finde es toll und auch das Cover überzeugt mich mit der Liebe zum Detail. Ich kenne Theresa Haubs wenn nur als Gesicht und Sidekick einer Autorin, die ich gern mag.
Dass sie backt, hatte ich nicht auf dem Schirm.
Es startet mit einem Vorwort, danach kommen Back-Hacks, Rezept-Upgrades und Pannenhilfe. Die folgende Back-Playlist hat mich etwas überfordert, aber ich bin generell kein Fan von Playlists in Büchern.
Die Rezepte gefallen mir sehr gut und auch die Bezeichnungen finde ich witzig. Die Fotos sind sehr gut gelungen und machen Lust aufs Nachbacken. Schon das Vorwort und auch die Backanleitungen sind sehr jugendlich gehalten und zielen eher auf ein junges Publikum ab. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich es cool finde oder etwas drüber. Auf jeden Fall hebt es sich von anderen Backbüchern nicht nur optisch ab.
Fazit: Das etwas andere Backbuch mit interessanten Rezepten.
Rezensionen von nessabo:
Botanik des Wahnsinns von Leon Engler
Stilistisch und sprachlich nicht ganz meins, inhaltlich aber ergreifend
Der Roman hat in meinem Umfeld wirklich viel Begeisterung erfahren, außerdem ist das Cover ein optischer Traum und so war ich sehr neugierig auf das Debüt Leon Englers. Und ich bleibe so fasziniert wie unschlüssig zurück.
Johannes Nussbaum hat das Hörbuch wirklich fantastisch umgesetzt. Ich kannte den Autor bislang gar nicht und hatte doch beim Hören das Gefühl, er liest die Geschichte selbst vor.
Ein Perfect Match von Sprecher und meiner Vorstellung der Autorenstimme! Da doch einige Fachbegriffe und spezifische Autor*innen sowie deren Werke referenziert werden, war das Hörverständnis manchmal erschwert. Gleichzeitig bin ich mir sicher, dass ich beim Lesen aus anderen Gründen mehr Schwierigkeiten gehabt hätte, sodass für mich das Hörbuch die richtige Wahl war.
Denn stilistisch und literarisch hat mir „Botanik des Wahnsinns“ weniger gut gefallen. Ich kann objektiv nachvollziehen, warum es dahingehend begeistert, aber ich habe immer meine Schwierigkeiten mit einer eher distanzierten, abgehackten Erzählweise. Die vielen Referenzen zu Philosoph*innen waren mir zu trocken, die geschichtlichen Hintergründe im Bereich Psychiatrie fand ich wiederum äußerst lehrreich.
Rein literarisch wäre es für mich eher ein 3-Sterne-Buch. Doch Leon Engler schreibt, wenn auch distanziert, so greifbar und menschlich über psychische Erkrankungen, dass es mich wirklich ergriffen hat. Der Autor kritisiert subtil, aber doch deutlich das aktuelle Psychiatrie-System, ohne dabei den darin tätigen Menschen die Schuld daran zu geben. Er wirft Fragen zu einer gesellschaftlich markierten Normalität und zu Heilung auf, die mich regelrecht aus der Fassung gebracht haben.
„Es gibt keine Erlösung, keine Vergebung, nur die Akzeptanz dessen, was ist“
Und während mir die vielen zeitlichen Sprünge und der wechselnde Fokus auf verschiedene Familienmitglieder zu wild waren, blitzt doch immer wieder durch, mit wie viel Respekt Engler diese Personen ansieht. Das zeigt sich auch in seinen Gesprächen mit Patient*innen und ich wünsche mir mehr Therapeut*innen wie ihn. Das Buch erscheint mir, nach Lektüre seiner Biografie, mindestens autofiktional. An sich ist das auch egal, aber es lässt mich wirklich den Hut ziehen vor diesem Autor. Diese Sezierung vererbter Traumata und Erkrankungen ist mutig, anders kann ich es nicht sagen. Und dass Engler dabei so verständnisvoll bleibt, obwohl auch Wut über die eigene Situation angemessen gewesen wäre, beeindruckt mich sehr.
Ein Buch, das mich zwar literarisch nicht so sehr abgeholt, dafür aber emotional trotzdem nachhaltig bewegt hat. Es wirft Fragen auf, die nachhallen und die bestenfalls eine öffentliche Debatte über Psychiatrie und den Umgang mit Erkrankten anstoßen.
Rezensionen von peedee:
The Love Experiment von Stephanie Perkins
Schön, aber zu lang
Ingrid ist 29 Jahre alt, Bibliothekarin in Ridgetop, und schon seit elf Jahren mit Cory zusammen. Eine Hochzeit war nie ein Thema, aber dadurch, dass Ingrids jüngere Schwester heiraten wird, kam die Frage nach ihrer gemeinsamen Zukunft auf: ebenfalls heiraten? Wie sieht es mit Kindern aus? Eigentlich wäre das ja die „normale“ Fortsetzung der Beziehung, oder? Eigentlich… Sie waren nie in anderen Beziehungen; haben sie vielleicht etwas verpasst? Das Projekt „Love Experiment“ ist geboren: Ihre Beziehung wird für einen Monat auf Eis gelegt und sie daten andere – danach wird geheiratet.
Ingrid will unbedingt Macon daten, ihren langjährigen Bibliothekarskollegen. Die Tage verstreichen und der Monat ist um. War das Experiment ein Erfolg?
Erster Eindruck: Das Cover ist von der Gestaltung her auffällig. Aktuell scheint es in zu sein, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen – das mag ich nicht. Und für mich zudem merkwürdig, wenn nicht einmal der englische Originaltitel verwendet wird.
Als ich die Inhaltsbeschreibung gelesen habe, dachte ich nur, dass das ja wohl niemals-nie-unter-keinen-Umständen gutgehen kann. Elf Jahre zusammen und nun eine kurze Pause in der Beziehung, um ein paar Dates bzw. One-Night-Stands zu erleben? Sorry, das ist völlig absurd, aber für eine Geschichte selbstverständlich unterhaltsam.
Ingrid war mir gleich sehr sympathisch, sie liebt und lebt für Bücher. Ihr Kollege Macon ist – von Berufes wegen – auch buchverrückt, sonst würde er nicht als Bibliothekar arbeiten. Während sie eher Typ Sonnenschein ist, ist er grummelig. Aber sie ergänzen sich beruflich wunderbar. Und Ingrid will, dass es auch privat zu einem wunderbaren Match kommt. Nur muss sie davon Macon überzeugen. Das wird nicht einfach. Ganz und gar nicht!
Das Buch hat 560 Seiten – aus meiner Sicht viel zu lang, obwohl es sich flüssig hat lesen lassen. Ungefähr die ersten 30 Prozent ging es um das „Love Experiment“. Und für mich war das auch gerade der Tiefpunkt. Ich dachte, wenn das so weitergehen würde, würde mich das nur zunehmend nerven und langweilen. Glücklicherweise kam dann aber die Wende – worüber ich natürlich nichts verrate. Buchliebe, Beziehungen, psychische Erkrankung, Familie, Angst, Renovierung, Neuorientierung, Freundschaft – dies sind einige der behandelten Stichworte. Für mich war es übrigens das erste Buch, in dem zünftig gegendert wurde (they, them, their oder auch Freunde*); sehr ungewohnt. Von mir gibt es 4 Sterne.










