Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tara:
Die Spur der Vertrauten von Christelle Dabos
Komplex & tiefgründig
„Die Spur der Vertrauten“ ist ein dystopischer Roman der Autorin Christelle Dabos.
Claire und Goliath leben in einer Welt, in dem Individualität verboten ist. Alles ist dem WIR untergeordnet. Die Menschen werden durch verschiedene Instinkte geleitet, die immer der Allgemeinheit dienen. Wer sich nicht unterordnet oder keinen Instinkt besitzt, lebt gefährlich.
Die Handlung wird im Wechsel aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellt. Meist sind es die Protagonisten Goliath und Claire, aber auch andere Charaktere, die ich nicht direkt zuordnen konnte, berichten. Mir fiel es schwer Zugang zu den Charakteren zu finden, sie wirkten auf mich kalt und distanziert. Dies wiederum passte zu einer Gesellschaft, in der alle nur automatisiert ihre Instinkte ausleben.
Unklar blieb für mich in welcher Zeit die Handlung angesiedelt ist. Zwischendurch gab es kleine Hinweise, die allerdings nicht stringent waren. Im Grunde ist das bei einem Fantasy-Roman egal. Da ich mich allerdings in der durchaus spannenden Handlung ein wenig verloren fühlte, hätte ich gerne etwas Greifbares gehabt.
Es ist ein forderndes Buch, das Konzentration benötigt, da zahlreiche Fragen aufgeworfen werden und es einige Zeit dauert, bis man Antworten bekommt. Dass es sich hier um ein Jugendbuch ab 14 Jahren handelt, erscheint mir fragwürdig. Es mag sie geben, aber ich kenne nicht viele 14-jährige, die Spaß an so einem komplexen Buch haben.
Ich muss gestehen, dass ich froh war als ich das Buch beendet hatte. Was zurückbleibt ist aber durchaus positiv. Es regt zum Nachdenken über Individualität, Allgemeinwohl, Gesellschaftssysteme, Kontrolle, Vertrauen, Widerspruch und Freundschaft an. Von daher hat sich das Lesen für mich trotz einiger Kritikpunkte gelohnt.
Rezensionen von Sophie H.:
Escape-Adventskalender - Die Maske des Toten von Andreas Uhlenbrock
Spannung pur
Alex hat viele Jahre nichts von seinem Onkel gehört, bis seine Leiche auftaucht. Mit ihr eine Nachricht, die für Alex sehr herausfordernd wird. Sein Onkel war einer Gruppe auf der Spur, die dem Okkultismus anhing und Kinder geopfert hat. Alex hat bis Weihnachten Zeit, um einen weiteren Mord zu verhindern.
Die Spuren führen ihn nach Skandinavien. Kann Alex den Mord verhindern und so das Werk seines Onkels weiterführen?
Wer sich mit Rätseln die Adventszeit versüßen will, ist mit diesem Escape-Adventskalender bestens bedient. Jeden Tag darf man ein Türchen – oder besser gesagt eine Doppelseite – öffnen. Dahinter verbirgt sich eine spannende Geschichte, die die Handlung vorantreibt und ein dazu passendes Rätsel. Löst man das Rätsel, weiß man, welche Doppelseite am nächsten Tag aufgetrennt werden darf. Die Aufgaben, die gelöst werden müssen, sind ganz unterschiedlich angelegt und auch der Schwierigkeitsgrad ist unterschiedlich. Doch keine Angst: Wenn man wirklich mal nicht weiterweiß, kann man sich einen Tipp geben lassen. Hilft auch der nicht, kann man bei den Lösungen nachsehen. Sehr gut hat mir in diesem Zusammenhang gefallen, dass die Lösungen nicht alle hintereinander abgedruckt werden, sondern auf drei Lösungspäckchen verteilt werden. So sieht man nicht zwangsläufig auch schon die Lösung für den nächsten Tag. Die stimmungsvollen Fotos untermalen nicht nur die Geschichte, sondern sind auch Teil der Rätsel.
Das Buch sticht durch eine hochwertige Aufmachung hervor. Das Papier ist sehr dick gewählt und die Seiten lassen sich sehr leicht auftrennen. Das geht auch mit dem Finger, wenn man sonst nichts zur Hand hat. Durch die Dicke des Papiers reißt dabei auch nicht die Seite ein.
Die Geschichte, die mit dem Kalender erzählt wird, ist hochspannend und hat so manch unerwartete Wendungen parat. Erst im Epilog offenbart sich, wie alles zusammenhängt.
Dieser Kalender ist ein Must-have für alle Rätselfreunde!
Rezensionen von PMelittaM:
Die Spur der Vertrauten von Christelle Dabos
Sehr komplex
Stell dir vor, du lebst in einer Welt, in der jeder Mensch einen sogenannten Instinkt hat, dem er vollkommen unterworfen ist. Dieser Instinkt hat eine bestimmte Reichweite, innerhalb der du deinen Instinkt ausführen musst. Nehmen wir an, dein Instinkt ist Reparieren, und deine Reichweite 5 m, dann musst du alles, was in diesem Umkreis um dich herum kaputt geht, reparieren, ob du willst, oder nicht, du kannst deinem Instinkt nicht entkommen.
Du kannst ihn aber auch nicht ewig umgehen, denn wenn du ihn längere Zeit nicht ausführst, bekommt dir das gesundheitlich nicht. Alles, was getan wird, dient dabei dem Wir, Individualiät ist verpönt.
In dieser Welt leben die Charaktere dieses Romans. Einige von ihnen lernt man näher kennen, vor allem die drei Protagonist:innen. Claire ist eine sogenannte Vertraute, der dazugehörige Instinkt ist zuhören. Da meistens jemand um einen herum redet, ist es den Vertrauten gestattet, Kopfhörer zu tragen, um sich zu schützen. Claire trägt aber auch ein Geheimnis in sich, das sehr gefährlich werden könnte.
Goliath ist ein Schützer, ein sehr gefährlicher Instinkt, denn der Schutz der anderen ist wichtiger als der eigene, und so hat Goliath bereits Extremitäten verloren. Als eines Tages mehrere Schüler verschiedener Schulen spurlos verschwinden, sieht er seine Chance, einen oder mehrere zu finden und dadurch deren Leben zu retten, was ihm einen Platz im Turm der Erhabenen sichern würde, das er schon lange anstrebt. Dabei trifft er auf Claire, und die beiden tun sich für die Suche zusammen.
Über den dritten Protagonisten möchte ich wenig sagen. Sein erster Auftritt hat mich die Luft anhalten lassen.
Neben den Perspektiven dieser Drei gibt es noch weitere, die allerdings oft nur ein oder zwei Kapitel ausmachen. Nicht nur die der drei Protagonist:innen werden in Ich-Form erzählt, aber nicht alle.
Die Geschichte ist sehr komplex, zunächst hat man viele Fragen, manche werden nach und nach beantwortet, manche bleiben auch am Ende offen. Für mich ergab sich die Spannung in der ersten Hälfte des Romans vor allem aus diesen Fragen, und ich habe fleißig spekuliert. In der zweiten Hälfte hat mich der Roman etwas verloren, ich mochte die Entwicklung nicht so recht. Es gab weitere, neue Fragen, und manches erschien mir mittlerweile nicht mehr so ganz logisch. Auch mit dem Ende habe ich etwas gehadert, nicht nur, weil nicht alle Fragen beantwortet wurden, sondern auch, wie die Geschichte sich entwickelte. Andererseits bietet es, wie auch der Rest des Romans einiges zum Nachdenken, was ich im Grunde gut finde. So war ich am Ende eher zwiegespalten.
Ob der Roman, wie angegeben, ab 14 gelesen werden sollte, bin ich wegen der Komplexität und des Themas nicht sicher. Geübten Leser:innen in dem Alter kann man es vielleicht schon zutrauen, ansonsten würde ich zu einem späteren Alter raten. Auch für Erwachsene ist der Roman eine gewisse Herausforderung.
Der Roman ist sehr komplex und daher nicht immer einfach zu lesen, nach und nach werden die Hintergründe klarer, doch alle Fragen sind am Ende nicht gelöst. Ich finde das nicht schlimm, denn ich habe sowieso von Anfang bis Ende viel über das Geschehen nachdenken müssen. Dennoch war ich am Ende zwiegespalten, die Entwicklung des Romans in der zweiten Hälfte mochte ich nicht ganz so gerne, während ich in der ersten Hälfte sehr begeistert war. So ist eine Bewertung für mich nicht ganz einfach, doch ich möchte 3,5 Sterne vergeben, die ich, wo nötig, aufrunde. Ich empfehle den Roman auf Grund der Komplexität und des Themas eher für erwachsene Leser:innen, sowie sich auf ihn einzulassen.
Rezensionen von Harakiri:
Lügennebel von Viveca Sten
wow
Bücher von Viveca Sten sind per se schon ein Spannungsgarant, aber Lügennebel toppt das alles.
6 Jugendliche im schwedischen Bergorf Are. 6 Studenten verbringen ihre Skiferien im Ferienhaus eines Kommilitonen. Sie feiern ausgelassen – bis am Morgen eine junge Frau aus der Gruppe tot im Schnee liegt.
Hanna Ahlander, glücklich in ihrer neuen Beziehung, beginnt zu ermitteln. War es Mord? Ein Unfall? Immer tiefer dringt sie in die Geheimnisse der Jugendlichen vor
Der Band, 4. Teil ihrer erfolgreichen Åre-Krimireihe, entführt die Leser in die raue, winterliche Landschaft Schwedens – ein perfekter Schauplatz für Lügen, Geheimnisse und menschlichen Spannungen.
Der Kriminalfall selbst ist sehr gut aufgebaut: Jede neue Spur, jedes aufgedeckte Geheimnis wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet – bis sich am Ende alles zu einem schlüssigen, überraschenden Ganzen fügt. Sprachlich überzeugt Sten durch ihre lockere und authentische Erzählweise, die von Beginn an Spannung erzeugt.
Fazit: wenn mich einer fragen würde, wie mir das Buch gefallen hat, kann ich nur sagen: super!
Rezensionen von Annaja:
Der Scherbenpalast von Annette Mierswa
Ein schwieriger Neubeginn
Umzug, in eine andere Stadt ziehen, das ist für niemanden ganz einfach, schon gar nicht für eine Jugendliche. Lou, die Protagonistin dieses Jugendromans zieht mit ihren Eltern von Hamburg nach Mannheim. Dort angekommen ist alles anders und alles andere als einfach. Die Freunde fehlen, auch der angebetete Schulfreund ist zu weit entfernt und die neue Umgebung ist fremd.
Sie protestiert zuerst einmal ordentlich. Doch das, was sich nun für sie verändert hat, so stellt Lou bald darauf fest, muss nicht schlimm sein, denn ein Neubeginn birgt neue Möglichkeiten und Chancen und so lässt sie sich schlussendlich darauf ein. Das pralle Leben erwartet sie.
Ein tolles, offenes und so lebendig geschriebenes Jugendbuch, das zeigt, dass es sich lohnt, näher hinzusehen und mutig aus der Situation zu schöpfen, seine Ängste und Zweifel überwinden. Aktivitäten zur Rettung der Umwelt, Erwachsenwerden, Loslassen, alle diese Themen werden behutsam in moderner, junger Sprache behandelt.
Ein wunderbares Buch für junge Menschen in einem wichtigen Lebensabschnitt.
Rezensionen von begine:
Adama von Lavie Tidhar
Starkes Buch
Adama ist ein Krimi, ein Familienroman und ein Politthriller von dem israelischen Schriftsteller Lavie Tidhara.
Er spielt in der Zeit von 1945 b9s 2009 in Israel.
Es gibt verschiedene Abschnitte, die in den Zeiten hin und her gehen.
Das ist interessant gemacht, fordert aber die Konzentration.
Ruth lebt in einem Kibbuz und kämpft für Israel. Sie schmuggelt Waffen.
Wir hören von den Auswanderungsbooten, die oft von den Engländern aufgegriffen werden und die Personen kommen in Lager.
Ruth hofft das ihre Schwester auch kommt, die war in einem deutschen Lager, lebt aber noch.
Die Geschichte beginnt mit Ruths Enkel, der den Tod seines Freundes rächen, will, egal ob er dabei umkommt. Der Teil ist ziemlich brutal. Auch sonnst wird das Recht oft in die eigene Hand genommen.
Der Autor versteht es gut die Geschichte durch die politischen Wirren ins Bild zu setzen.
Der Roman ist hoch brisant, denn da hat sich nicht viel geändert.
Der Roman berührt und lässt mich nicht so schnell los.
Rezensionen von brauneye29:
Adama von Lavie Tidhar
Interessant
Zum Inhalt:
Die junge Ruth beginnt sich 1946 in Palästina ein neues Leben aufzubauen, in einem Land, dass ihr als ungarischen Zionistin eher feindlich begegnet. Dennoch wird sie Eibe Art Herz des Kibbzz Trashim, für sie ist der Kibbuz heiligen und seine Existenz ist ihre Lebensaufgabe auch wenn dafür harte Entscheidungen nötig sind.
Meine Meinung:
Was für eine fremde Welt begegnet einem in diesem Buch. Und durch die Jahre erleben wir die vielen dramatischen Ereignisse von Israel und Palästina und Konflikte, die bis heute andauern, dadurch ist das Buch aktueller denn je. Aber es ist auch die Geschichte einer wirklich starken Frau, die durch vielen Ereignisse eher immer stärker wird. So als Europäer hat man ja auch nicht wirklich eine Ahnung wie ein Leben im Kibbuz ist, auch das fand ich interessant zu lesen. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und gut lesbar.
Fazit:
Interessant
Rezensionen von dosi80:
Die drei Leben der Cate Kay von Kate Fagan
Nichts für mich
Das Buch der Autorin Kate Fagan erzählt von Cate Kay, einer Schriftstellerin mit mehreren Identitäten. In ihren Erinnerungen blickt sie auf ihr Leben zurück.
Die Idee des Buches ist eigentlich gut, die Geschichte in verschiedenen Sichten der Personen zu erzählen. Manche Szenen sind gut, anderen Szenen konnte ich nichts positives abgewinnen und dies erschwerte mir das Lesen manchmal sehr.
Auch die drei „Leben“ von Cate sind nicht immer klar voneinander zu unterscheiden, was das Lesen stellenweise verwirrend macht. Es gibt auch manchmal „Fußnoten“ der Cate, mit denen ich nichts anfangen konnte.
Zwischendurch verliert die Handlung etwas an Tempo und man muss sich mit dem Lesen „zwingen“.
Dieses Buch ist nichts für mich, deshalb habe ich nach gut 150 Seiten damit aufgehört.
Wie gesagt, interessante Idee, aber nichts für meinen Geschmack.
Rezensionen von verhei:
Schwanentage von Zhang Yueran
Gesellschaftskritik und Loyalitätsfrage
Yu Ling ist Kindermädchen bei einer reichen und politisch einflussreichen chinesischen Familie. Eines Tages plant sie mit ihrem Freund den Jungen Kuan Kuan zu entführen, um Lösegeld zu erpressen, um unter anderem auch Schulden zu bezahlen. Doch am Tag der geplanten Entführung, für den Jungen als Frühjahrsausflug getarnt, überschlagen sich die Ereignisse.
Der Großvater und der Vater des Jungen werden festgenommen, da sie unter Korruptionsverdacht stehen. Auch seine Mutter ist nicht mehr erreichbar.
Sehr viel wird in diesem Buch gestreift, ein bisschen Krimi, ein bisschen Satire und der Gesellschaftsroman. Insgesamt steht über allem eine kritische Betrachtung der chinesischen Gesellschaft. Es geht um das Verständnis von Klassenunterschieden, politischen Absprachen und Korruption, die Rolle der Frau und der chinesischen Partei. Eliten teilen sich die Macht und schanzen sich gegenseitig Geld und Aufträge zu. Im Gegensatz dazu die anderen, Wanderarbeiter, einfache Personen und speziell die Landbevölkerung die abschätzig behandelt wird.
Der Roman schildert die Geschehnisse aus der Sicht von Yu Ling. Man folgt ihr durch den Alltag der paar Wochen der Geschichte und bekommt all die angesprochenen Themen durch Rückblicke Yus und im Gespräch Yus mit anderen mit. Über weite Strecken plätschert die Geschichte dahin und es wird vor allem die die Beziehungen von Kuan Kuans Eltern zu deren Sohn und Yu geschildert. Über allem schwebt die Frage, wie loyal Yu sein muss oder sein will und was mit dem Jungen geschehen soll. Im letzten Teil kommt es dann doch eher unerwartet zu einem Spannungsgipfel. Das Ende bleibt in gewisser Weise offen.
Definitiv zu empfehlen, wenn man ein Buch aus der chinesischen Literaturwelt lesen möchte, zumal ich die Charaktere sehr schön gestaltet fand.
Rezensionen von LeserinLu :
Einmal Zukunft und zurück von Christoph Drösser
Gute Gesprächsanlässe
Wie wird die Welt in der Zukunft aussehen? Werden Autos endlich fliegen und werden Kinder überhaupt noch in Schulen gehen? In „Einmal Zukunft und zurück“ beantwortet ZEIT-Experte Christoph Drösser diese und viele weitere typische Kinderfragen zur Zukunft. Besonders gelungen ist dabei aus meiner Sicht, dass Drösser sowohl die Fragen aufgreift, die Kinder wirklich stellen, als auch weiterführende Fragen, die unsere Zukunft maßgeblich bestimmen werden.
Es geht deshalb nicht nur um technische Innovationen, sondern auch um Themen wie Klima, Umweltverschmutzung und gesellschaftliches Zusammenleben.
Die Gestaltung ist ansprechend und klar strukturiert: Illustrationen sorgen dafür, dass komplexe Themen leicht verständlich bleiben. Besonders gut gefallen hat mir die Skala, die anzeigt, wie wahrscheinlich eine bestimmte Entwicklung wirklich ist – leider gibt es sie nicht für jede Frage. Auch sprachlich ist das Buch sehr zugänglich. Drösser schafft es, wissenschaftliche Zusammenhänge präzise, aber nie belehrend zu erklären. So wird Zukunftsforschung zu einem tollen Gesprächsanlass für Zuhause und die Schule! Ich denke, man kann anknüpfend an das Kinderbuch auch tolle, weiterführende Projekte mit Kindern entwickeln.










