Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ameland:
Venusmuscheln in Venedig von Dorothe Zürcher
Endlich angekommen
Nach Bittermandeln aus Byzanz und Anisbrot in Antiochia ist Venusmuscheln in Venedig bereits der dritte und letzte Teil dieser Reihe und damit geht eine lange Reise zu Ende. Auch wenn es zu Beginn einen kurzen Überblich über das, was bisher geschah, gibt, empfehle ich mit Band 1 zu beginnen.
Ich lese sehr gerne historische Romane und solche mit starken Frauen.
Hier wurde mir beides geboten. Alkmene ist ein toller Charakter. Ich habe ihren Mut, ihren Pragmatismus und ihre Findigkeit bewundert. Sie ergibt sich nicht einfach in ihr Schicksal und das meint es nicht immer gut mit ihr und wirft ihr oft genug Knüppel zwischen die Beine, sondern versucht immer die Lage zu verbessern. Dabei denkt sie auch an die Menschen, die ihr etwas bedeuten. Besonders ihre Kochkünste haben ihr öfters geholfen. Ihre Erfahrungen und ihre Intuition für Zusammenstellungen und Verbesserungen von Speisen waren ein Garant für ihr Überleben.
Auch Kreuzritter Diethelm fand ich gut dargestellt. Seine Entwicklung zu einem liebevollen Vater und einem Beschützer, der ihm anvertrauten bzw. vertrauenden Personen konnte mich überzeugen, genau wie weitere Figuren.
Dorothe Zürcher schreibt anschaulich und bildgewaltig. Oft genug hörte ich das Geschrei auf dem Schlachtfeld, das Klirren der Waffen, das Getrampel der Pferdehufe auf dem Boden, aber auch den Hunger, die Sorgen und die Angst der Menschen konnte ich spüren. Gefreut habe ich mich über die kleinen schönen Auszeiten, wenn Diethelm zum Beispiel seine Tochter Sophia im Arm hielt und bewunderte.
Die Landkarte, das Personenverzeichnis, die Worterklärungen und der Zeitstrahl am Ende sind eine super Ergänzung der Geschichte. Ein gut recherchierter und informativer historischer Roman, bei dem ich einen Blick auf die Kreuzzüge Ende des 12. Jahrhunderts aus der Sicht einer Frau werfen konnte.
Rezensionen von Havers:
Lebensbande von Mechtild Borrmann
Historie light
Mechtild Borrmann bleibt auch in „Lebensbande“ ihrem Stil und der zeitlichen Einordnung treu. Rund um den Zweiten Weltkrieg bis zu Beginn der neunziger Jahre lässt sie ihre Leserinnen an Leben, Lieben und Leiden dreier Frauen - Lene, Lieselotte und Nora - teilhaben. Verbindendes Element sind hier die Tagebuch-Aufzeichnungen der ehemaligen Krankenschwester Nora.
Und ja, da Borrmann das Buch für die weibliche Leserschaft geschrieben hat (man schaue sich nur das misslungene Cover an), darf natürlich auch eine zarte Lovestory nicht fehlen.
Im Zentrum stehen jedoch Lene und deren Sohn Leo, der nach Komplikationen bei der Geburt gehandicapt ist, bei Schuleintritt auf den Radar des NS-Regimes gerät und mit dem Stempel „unwertes Leben“ und „Reichsausschusskind“ versehen wird. Und wie mit diesen Kindern verfahren wurde, sollte uns allen bekannt sein. Zusätzlich zur Euthanasie packt die Autorin aber auch noch Zwangsarbeiter in der Landwirtschaft, Einmarsch der Russen, Vergewaltigung, Verschleppung gen Osten in einen Gulag etc. in ihre Geschichte ein.
Allerdings werden die meisten dieser Themen nur en passant und mit abgeschliffenen Kanten angerissen. Das große Mank dieses Romans. Alles sehr oberflächlich, weichgespült und leicht lesbar. Aber wahrscheinlich war das die Intention der Autorin, um Schockeffekte für die Leserschaft zu vermeiden. Was allerdings auffallend ist, im persönlichen Umfeld der Protagonistinnen gab es keine Sympathisanten, keine Mitläufer, keine Funktionsträger, keinerlei Anhänger der NS-Ideologie. Sehr verwunderlich.
Eigentlich reicht es schon, wenn man nur den Klappentext liest, denn der Roman hat kaum mehr als diese Zusammenfassung zu bieten, ist nicht mehr als Historie light, und konnte meine Erwartungen noch nicht einmal in Ansätzen erfüllen. Sehr enttäuschend.
Rezensionen von Nele33:
Nemec & Wachtveitl: Das Münchner Kult-Duo von Stefanie Thyssen
super unterhaltsam
Als absoluter Tatort Fan der ersten Folge, war es klar, dass ich das Buch über die beiden Münchner Kult Kommissare lesen muss. Früher war Sonntagabend immer um 20.15 Uhr Tatort Zeit, heute im Zeitalter des Streamings verschiebt es sich dann doch mehr auf andere Wochentage.
Die Aufmachung des Buches ist sehr ansprechend und würdevoll gestaltet.
Die beiden Schauspieler kommen ausreichend zu Wort und erzählen herzlich Anekdoten über einzelne Folgen. Folgen, die manchmal beim Publikum auch hohe Wellen schlagen konnten oder leider gar nicht ankamen.
Die Tatortlandschaft hat sich mit den Jahren verändert, doch das Münchner Team war für mich immer eine große Konstante für qualitativ hochwertige Folgen und Fälle. Umso interessanter waren dann die Einblicke in die Hintergründe, die Zusammenarbeit mit der Polizei und die Meinungen der Schauspieler selber zu ihrem Kultstatus unter den Ermittlerteams.
Besonders gefällt mir der Aufbau des Buches, die Mischung aus Professionalität und privatem, welches die Autorin Stefanie Thyssen durch private aufnahmen der Schauspieler einfließen lassen hat.
Ein Buch nicht nur für Fans des Kult-Duos, sondern auch für Menschen, die sich für die Krimi-Reihe interessieren und ein wenig hinter die Kulissen schauen wollen.
Habe das Buch schon zu Weihnachten verschenkt und es kam sehr gut an. Klare Empfehlung.
Rezensionen von Lesebegeisterte:
Der Trip - Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand. von Arno Strobel
Tödlicher Campingurlaub
Also nach diesem Thriller würde ich sicher keinen Campingurlaub machen, ohne ein ungutes Gefühl zu haben ????
Evelyns Bruder Fabian ist vor zwei Jahren während eines Campingurlaubs mit seiner Frau spurlos verschwunden. Der Fall konnte nie aufgeklärt werden. Evelyn, die forensische Psychologin ist, kämpft noch immer unter diesen Verlust.
Doch plötzlich schöpf sie wieder Hoffnung. Denn, es treibt ein Serienmörder sein Unwesen auf Campingplätzen. Der Mörder tötet scheinbar ohne Muster. Als es ein Phantombild gibt, entdeckt Evelyn starke Ähnlichkeiten mit ihrem Bruder. Doch wie kann das sein? Ist ihr Bruder wirklich zu einem Monster geworden? Zusammen mit dem leitenden Ermittler begeben sie sich auf die Spur.
Wie immer ein sehr nervenaufreibender und gruseliger Thriller. Arno Strobl schafft es immer wieder, mich zu schocken und zu fesseln. Hatte das Buch an einem Wochenende durch. Da es abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven geschrieben ist, entsteht meiner Meinung nach noch mehr Spannung. Oft führt der Autor die Leser auf eine falsche Fährte ???? Fazit: Sehr spannender Psychothriller.
Rezensionen von Lesebegeisterte:
One of the Girls von Lucy Clarke
„Traumurlaub endet fatal!“
Es soll ein unvergesslicher Junggesellinnabschied auf einer griechischen Insel werden.
Lexi reist mit ihren fünf Freundinnen nach Griechenland, eine Villa mit Meerblick nur für die Mädels alleine. Alles scheint perfekt zu sein, doch jede von ihnen hat ein Geheimnis. Kapitel für Kapitel zerbröckelt die heile Welt…
Wie ein super spannender und nervenaufreibender Thriller.
Die Autorin schafft es, die Spannung konsequent zu halten und der Showdown am Ende des Buches hat es in sich. Die Ereignisse überschlagen sich von Seite zu Seite. Ich hätte ja mit vielen gerechnet, aber dass der Roman dann so endet, hat mich sehr überrascht.
Toller flüssiger Schreibstil, der packt und nicht mehr loslässt. Dass der Thriller aus der Sicht der jeweiligen Protagonisten geschrieben wird, trägt zur Spannung zusätzlich bei. Man kann sich gut in den verschiedenen Charakteren hineinversetzten, fühlt jeweils mit ihnen mit. Ich bin ein großer Fan von Lucy Clarke und habe bis jetzt alle Bücher von ihr gelesen. Wie immer ein absolut toller Thriller, der leider wieder viel zu schnell gelesen war ????
Rezensionen von Lesebegeisterte:
Die Deutschlehrerin von Judith W. Taschler
Klare Empfehlung
Als Mathilda von ihrer große Liebe Xaver verlassen wird, bricht eine Welt zusammen, sie erleidet einen Nervenzusammenbruch.
Jahre später, führ sie ein geregeltes Leben und ist Deutschlehrerin. Sie trifft auf Xaver, der nun ein Autor ist. Xavers Sohn wurde damals entführt, gibt es einen Zusammenhang? Hat Mathilda damit zu tun, oder gar Xaver selbst?
Nach dem Roman Sommer wie Winter mein zweites Buch von der österreichischen Autorin.
Wieder hat sie es geschafft, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Kapitel für Kapitel ist man sich nicht sicher, was jetzt wirklich passiert ist und wem man glauben kann. Ein packender Psychothriller den ich an einem Wochenende verschlungen habe.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Rebel Witch. Der rote Nachtfalter, Band 2 von Kristen Ciccarelli
Toller Band 2
Mit **Rebel Witch. Der rote Nachtfalter** liefert Kristen Ciccarelli eine Fortsetzung, die emotionaler, komplexer und mitreißender kaum sein könnte. Als zweiter Band der Reihe setzt die Geschichte konsequent auf dem bereits bekannten Fundament aus Band 1 auf – und genau das macht den Reiz aus: Man wird nicht an die Hand genommen, sondern direkt zurück in eine Welt gestoßen, in der Vertrauen ein Luxus und Liebe ein Risiko ist.
Rune ist auf der Flucht. Ihre enttarnte Identität als Hexe macht sie zur Gejagten, und der Verrat durch Gideon – den Hexenjäger, der ihr Herz erobert hat – schmerzt mehr als jede offene Feindschaft. Dass ausgerechnet er den Auftrag erhält, sie zu töten, verleiht der Handlung eine bittersüße Spannung, die sich durch das gesamte Buch zieht. Nichts ist schwarz oder weiß, und genau das spielt Ciccarelli meisterhaft aus.
Besonders spannend: Seit Band 1 ist Zeit vergangen, und Rune hat sich verändert. In ihrem Leben gibt es einen neuen Mann – sogar einen Prinzen namens **S∅ren**. Doch neue Gefühle können alte Wunden nicht einfach auslöschen. Während Rune und Gideon gezwungen sind, erneut zusammenzuarbeiten, beginnt alles zu wanken, was man über Loyalität, Feindschaft und Wahrheit zu wissen glaubte. Gideon muss erkennen, dass nicht alles so ist, wie es scheint – und als Leser:in geht man diesen Weg voller Zweifel und innerer Konflikte mit ihm.
Der zweite Band besticht durch eine enorme Gefühlsdichte und zahlreiche Plot-Twists. Mehr als einmal habe ich mitten im Geschehen kurz den Überblick verloren, welcher Charakter nun auf welcher Seite steht – allerdings nicht im negativen Sinne, sondern weil die Figuren so vielschichtig und die Intrigen so geschickt gesponnen sind. Offene Fragen aus Band 1 werden konsequent und zufriedenstellend aufgearbeitet, ohne dass die Geschichte an Dynamik verliert.
Besonders positiv hervorzuheben ist das Ende: Es entspricht genau dem, was man sich erhofft – emotional stimmig, verdient und dennoch nicht banal. Ich habe das Buch mit einem zufriedenen Lächeln geschlossen und dem Gefühl, vollständig in diese Geschichte eingetaucht gewesen zu sein.
Fazit:
Eine fesselnde, gefühlvolle und überraschende Fortsetzung, die mich voll und ganz in ihren Bann gezogen hat.
**5 von 5 Sternen – ein absolutes Highlight für Romantasy-Fans!**
Rezensionen von Lesebegeisterte:
Im Labyrinth der Furcht von Ethan Cross
Ein neuer Fall mit Francis Ackerman jr.
Francis Ackerman jr., der ja für jene die ihn noch nicht kennen (…. wenn es solche Leser:innen noch gibt, ihr habt definitiv was verpasst), vom Serienkiller zum FBI-Mitarbeiter wurde. Er wird von einem Mann der sich der Hüter nennt gefangen gehalten, mit ihm seine Geschwister und noch ein paar schwere Fälle in aus der Unterwelt.
Der Hüter will Ackerman „erforschen“ und stellt ihn vor echt spektakulären Aufgaben.
Ackermans Kollegin FBI Special Agent Nadia ist währenddessen mit einem Serienkiller beschäftig und macht sich natürlich große Sorgen um Francis, ist er doch mehr für sie als nur ein Kollege. Sie schwebt aber bald selber in großer Gefahr.
Wir es Francis schaffen, den Hüter zu entkommen? Wird Nadia den Serienkiller finden und Franics?
Man wird über Ackerman jr. Vergangenheit aufgeklärt, finde ich toll, falls der letzte Teil schon etwas zurück liegt, oder man Quereinsteiger in diese Serie ist, somit kann man den Thriller auch ohne Vorkenntnisse lesen.
Spannend fand ich auch die Dialoge zwischen Francis und seinen Geschwistern, auf die verschiedenen Charaktere wird näher eingegangen und es wird beschrieben, was sie in der Vergangenheit alles erlebt haben. Grausame Dinge, die man sich gar nicht näher bildlich vorstellen mag.
Das Grande Finale war spannend und das Ende lässt hoffen, dass es bald einen dritten Teil von dieser abgefahrenen Story gibt. Bin schon gespannt, wie es weiter geht.
Es ist schon schräg, wenn einem ein ehemaliger Serienkiller sympathisch ist, aber Ackermann schafft das mit Bravour. Es ist witzig, brutal aber auch irrsinnig gewieft.
Fazit: Ein stellenweise brachialer Thriller für Fans von diesem Genre, all jene die eher zartbesaitet sind, sollten die Finger davonlassen. Der Schreibstil hat mich gepackt, leider aber nicht sooooo gepackt, wie bei den anderen Büchern von diesem Autor.
Da die vorigen Bücher meiner Meinung nach um einen Tick spannender waren als dieses, darum auch nur 4 Sterne. Ich hätte mir das Ende etwas spektakulärer vorgestellt, ist man das ja auch so gewohnt. Aber vielleicht ist man schon ein bisserl zu verwöhnt, was dies betrifft.
Mir hat „Im Labyrinth der Furcht“ gut gefallen, fand den Thriller abgründig, überraschend und natürlich spannend.
Rezensionen von nessabo:
Ein Weihnachtswunder für uns von Lizzie Huxley-Jones
Eine weihnachtlicher, queerer Safer Space voller Warmherzigkeit
Ich mochte schon die vorangegangene Weihnachtsgeschichte von Lizzie Huxley-Jones sehr gern, weil sie (abgesehen von den ständigen Beschreibungen tierlicher Ausbeutungsprodukte, die unbedingt verzehrt werden müssen) ein echter Safer Space in Romanform war. Auch dieses Buch konnte meine entsprechenden Erwartungen wieder erfüllen.
Enemies-to-Lovers ist nicht mein liebster Trope und ich würde auch sowieso nicht von einer echten Feindschaft sprechen, aber Huxley-Jones hat das wirklich gut gemacht. Es ist einfach spürbar, dass they einen hohen Anspruch an die Inklusivität der Geschichte hat. Nicht nur ist Nash ein transmännlicher Protagonist, er hat auch eine Behinderung - beide Elemente seiner Lebensrealität werden gleichermaßen respektvoll wie unaufgeregt thematisiert. Die Kommunikation zwischen den Protagonisten hätte für meinen Geschmack zwar gern etwas direkter sein dürfen, aber ich drücke hier ein Auge zu, weil ich die beiden einfach lieb und unterhaltsam fand.
Nebenbei ist das Setting ganz toll! Zum einen finde ich lobenswert, wie hier walisische Sprache und Kultur zumindest ein bisschen Präsenz bekommt. Zum anderen liebe ich die dörfliche, manchmal etwas raue, aber im Endeffekt doch einander zugewandte Atmosphäre sehr. Die Dorfmenschen sind stellenweise reserviert und ruppig, aber in letzter Konsequenz solidarisch und warmherzig. Damit hat Huxley-Jones erneut einen Ort geschaffen, an dem Weihnachten ein angenehmes Fest für alle sein kann. Auch das Nachwort bzgl. der Beschreibung von trans* Körpern sowie dem realen transfeindlichen Klima fand ich wichtig.
Positiv aufgefallen ist mir zudem, dass der Geschichte zwar immer noch speziesistisches Gedankengut zugrundeliegt (wo dem Kätzchen geholfen wird, wird das Lamm gegessen), aber zumindest vegane Optionen beim Essen thematisiert werden. Vielleicht kommen wir irgendwann dahin, dass wir auch Tiere in unserem Kampf gegen Diskriminierung mitdenken. Trotz dieses erneuten Wermutstropfens empfehle ich den Roman gern für alle, die sich beim Lesen eines Weihnachtsromans sicher oder sogar gesehen fühlen wollen.
4,5 Sterne
Rezensionen von clematis:
Naughty Little Christmas von Lili Valente
Enges Korsett
Aufgrund familiärer Umstände muss sich Macy früh um sich und ihre jüngere Schwester kümmern, gleichzeitig erlebt sie mit Dean aus der Nachbarschaft ihre erste große Liebe. Nach einem Verrat verlässt sie Lover´s Leap und kehrt erst zehn Jahre später als 25jährige wieder in die Kleinstadt zurück, wo sie bemerkt, dass ihre Empfindungen für Dean noch immer nicht verschwunden sind.
Und auch Dean lässt das unerwartete Wiedersehen nicht kalt.
Die Geschichte rund um Macy und Dean beginnt gefühlvoll und weckt Empathie mit der tapferen 15jährigen, alsbald aber wechselt die Handlung auf das Geschehen zehn Jahre später, wo sich die Ereignisse fast selbst überholen. Rasch werden mögliche tiefergehende Themen abgehandelt, die Szenen in ein enges Korsett gepackt, so wie der sexy Weihnachtsmann in sein glänzendes Kostüm, welches keinen Raum für Phantasien lässt. Peinliche Vergleiche und kindische Anspielungen sollen wohl die „naughty“ Atmosphäre widerspiegeln, löschen aber gleichzeitig jeglichen Hauch von Romantik im Ansatz aus, sodass kaum etwas von der angekündigten weihnachtlichen Stimmung und dem Kleinstadtcharme übrig bleibt. Das Ende kommt ebenso schnell daher wie die Karotte vom Osterhasen und lässt das Weihnachtswunder recht blass zurück.
Aufgrund des Titelbildes und des Klappentextes habe ich mir deutlicher charakterisierte Figuren erwartet, wer eher flott im Geschehen voranschreiten möchte, wird aber durchaus sein Vergnügen in diesem Buch finden.











