Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gerlisch:
Der Trailer von Linus Geschke
Düsterer Auftakt der Donkerbloem-Trilogie
Die Studentin Lisa Martin verschwand spurlos vor 15 Jahren auf dem abgelegenen Campingplatz Donkerbloem in den Ardennen. Der Fall blieb ungelöst, bis die Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke ihn in einem True-Crime-Podcast wieder ins Licht holt. Doch damit bringt sie einige Steine ins Rollen. Als sie dann einen anonymen Hinweis nachgeht, trifft sie auf den zwielichtigen Barbesitzer Wout Meertens, der mehr über den Fall weiß.
Schon das Cover verspricht eine geheimnisvolle Atmosphäre und die Beschreibung des Settings, ein alter Campingplatz in düsteren Wäldern gibt den Rahmen für beklemmende Szenen.
Besonders hervorzuheben sind die packenden Dialoge. Sie treiben die Handlung voran, lassen die Figuren lebendig werden und sorgen für Spannung.
Mit Frida Stahnke hat Linus Geschke eine Ermittlerin geschaffen, die bei mir leider kühl und unsympathisch ankam. Ihre distanzierte Art hat es mir schwer gemacht, eine emotionale Bindung zu ihr aufzubauen. Vielleicht hat der Autor das so gewollt, sie wirkt wie eine Person, die sich aufgrund ihrer Vergangenheit selbst schützt. Die weiteren Figuren wirken stellenweise etwas überzeichnet, fast als sollen sie in bestimmte Rollen gedrängt werden.
Der Trailer ist ein atmosphärisch dichter, teilweise brutaler Thriller der mit seiner Handlung unter die Haut geht. Eine Perspektive wurde noch nicht vollständig auserzählt, man merkt, dass noch etwas im Verborgenen liegt, dies macht neugierig auf den zweiten Band.
Rezensionen von Julia:
Sündiges Blut (Thriller) von Gunnar Schwarz
Fesselnd bis zum Schluss
Ich kenne bereits einige Bücher des Autors und war bei den letzten Werken meist ein wenig enttäuscht, da mir der gewohnte Nervenkitzel gefehlt hat. Doch mit diesem Buch hat er all das endlich wieder fantastisch umgesetzt!
Es handelt sich um den zweiten Band rund um das Ermittlerduo Jana und Oliver.
Auch wenn sich die Bücher grundsätzlich unabhängig voneinander lesen lassen, lohnt es sich, den ersten Band zuvor zu lesen. Man bekommt dadurch ein besseres Gefühl dafür, wie die beiden ticken und wie ihre Beziehung zueinander ist. Außerdem sind die beiden so sympathisch, dass sich die Lektüre auf jeden Fall lohnt.
In diesem Band wird die Leiche einer Frau mit mysteriösen Symbolen gefunden. Während die Ermittler noch nach den Zusammenhängen suchen, wird schnell klar, dass sie es mit einem Serientäter zu tun haben. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt – einer, der auch an den Nerven der Ermittler zehrt.
Der Schreibstil ist bildhaft und spannend, und dennoch gelingt es Gunnar Schwarz immer wieder, ein paar lockere Momente in die Geschichte einzubauen.
Ich habe lange mitgerätselt und verschiedene Theorien aufgestellt, wer der Täter sein könnte – doch auf die richtige Lösung bin selbst ich nicht gekommen. Am Ende fällt die Auflösung des Tatmotivs zwar etwas knapp aus, und mir ist ein kleiner Logikfehler aufgefallen, der nicht ganz aufgeklärt wurde. Das hat dem Gesamtbild jedoch keinen Abbruch getan – die Spannung blieb bis zum Schluss durchgehend hoch.
Wer spannende Thriller liebt, aber auch damit leben kann, dass das Privatleben der Ermittler eine Rolle spielt, ist mit diesem Buch bestens bedient.
Rezensionen von Daggy:
Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat von Marc-Uwe Kling; Astrid Henn
Liebswert witzig
Da sitzt die ganze Familie von Tiffany gemeinsam im Auto uns fährt zur vierten Hochzeit von Tante Ilse nach Wuppertal. Die vertrauten witzigen Zeichnungen lassen mich sofort eintauchen in diese liebenswerte irre Familie.
Wie schon auf dem Cover zu lesen ist, erwähnt Opa mehrfach, dass man die Bahn hätte nehmen sollen und natürlich gibt es den ersten Zwischenfall schon, kaum dass die Reise losging.
Denn Max hat am Vorabend mit seinen Freunden den „Kleinen Feigling“ kennengelernt. Papa trägt, wie bei jeder Urlaubsfahr, seine ACDC-Kappe und Tiffany macht sich so ihre Gedanken ob nicht was falsch gelaufen ist. Oma sucht ihr Handy, dass sie nur bei solchen Reisen nutzt. Papa und Luisa klugscheißen um die Wetter, es ist also alles wie ich es kennen und liebe. Und dass am Ende alles doch noch anders kommt und alle sich doch sehr mögen in dieser Familie, das erwarte ich auch irgendwie.
Es ist wieder mal eine Geschichte voller Humor und witzigen Ideen, auch wenn mit diese K-Wörter etwas auf die Nerven gehen. Als Kind gab es bei mir keine Auto- oder Straßenbahnfahrt, die ohne solche Zwischenfälle auskam, deshalb ist mir das Thema durchaus vertraut und deshalb finde ich es gut, wenn es auch mal anderen passiert.
Wenn man hinten aufs Cover schaut, dann ist da der Bräutigam Friedrich zu sehen und irgendwie kommt der mir bekannt vor?
Rezensionen von Julia:
The Pairing von Casey McQuiston
Anstrengender Schreibstil
Ich glaube, für dieses Buch war ich leider nicht die richtige Zielgruppe. Ich hatte erwartet, eine entspannte, queere Lovestory zu lesen – mit der ein oder anderen witzigen Situation, in der die beiden versuchen, ihre Wette zu erfüllen und den Reiseleiter zu verführen. Letztendlich war es für mich dann einfach zu viel „Wette“, bei der nicht nur der Reiseleiter verführt wurde, sondern gefühlt jede Person, der sie begegnet sind.
Dafür gab es mir zu wenig Love-Story und zu wenig Reise-Feeling.
Das Buch und die Reise sind in zwei Hälften aufgeteilt. Der erste Teil wird aus Theos Sicht in der Ich-Perspektive erzählt, der zweite dann aus Kits Sicht. Der Schreibstil konnte mich nur stellenweise fesseln – nämlich dann, wenn es tatsächlich um die Reise ging oder die beiden eine Interaktion hatten, die nicht im Bett geendet ist.
In meinen Augen entwickelte sich die Geschichte sehr schleppend. Ich hätte nicht auf gefühlt jeder dritten Seite den Höhepunkt eines Charakters miterleben müssen – stattdessen hätte ich mir mehr über die Orte und die Reise selbst gewünscht. Ich bin mir sicher, dass die Geschichte anderen durchaus gefallen kann, aber mein Fall war sie leider nicht.
Rezensionen von manu63:
Infernas 1: King of Ash von Melanie Lane
Viele Dialoge
King of Ash ist der erste Band der Infernas Reihe der Autorin Melanie Lane.
Everly hat vor sieben Jahren einen Pakt mit dem Daimon Dante geschlossen. Nun verlangt er die Einlösung und Everly soll ihm nach Infernas begleiten, einem Land in dem ihren Glauben nach Hexen nicht überleben können.
Die Geschichte ist flüssig lesbar und wird beherrscht von vielen Dialogen zwischen Everly und Dante, welche teilweise recht ähnlich ablaufen.
Wer lieber eine rasante Handlung mag wird davon nicht angesprochen werden und sich schnell langweilen. Wer es mag das sich die Charaktere in vielen Dialogen annähern wird das Buch eher mögen. Kampfgeschehen ist fast gar nicht vorhanden.
Auch Infernas wird nach und nach vorgestellt und erweist sich für Everly ganz anders als sie es sich vorgestellt hat bzw. wie es ihr in der Hexenwelt erzählt wurde.
Es gibt einige explizite Stellen die durchaus ausführlich beschrieben werden. Das hätte für mich weniger deutlich und weniger häufig ausfallen können.
Der Cliffhanger am Ende des Buches ist nicht so heftig wenn man den Klappentext des zweiten Bandes kennt.
Insgesamt fand ich die Geschichte gut lesbar und unterhaltsam.
Rezensionen von Claudia R.:
Kingdom of Crows von Olivia Wildenstein
gelungene Fortsetzung
Klappentext / Inhalt:
Ich wollte das Herz des Prinzen erobern … und habe am Ende das eines Königs bekommen.
Mein Wunsch, auf Lucins Thron zu sitzen, brachte mich dazu, einen geflügelten Monarchen aus früheren Zeiten wieder zum Leben zu erwecken - einen, den ich für einen Freund hielt, bis dieser Freund mich hinterging und einsperrte.
Lorcan behauptet, er halte mich zu meiner eigenen Sicherheit gefangen, aber dann behauptet er auch, ich gehöre ihm. Fünf Jahrhunderte des Dahindämmerns haben dem Crow-König offenbar schwere Wahnvorstellungen beschert.
Wir teilen vielleicht eine bedauerliche Gedankenverbindung, aber wir sind immer noch Meister unseres eigenen Schicksals, und ich habe vor, meins vom Himmelreich und seinen Prophezeiungen fernzuhalten ... fern von ihm.
Schnell stelle ich jedoch fest, dem besitzergreifenden Mann kann ich nicht entkommen. Und ehrlich gesagt bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich das will.
Ein Muss für Fans von Sarah J. Maas und Jennifer L. Armentrout.“ – G.K. DEROSA, Autor von Darkblood Academy
*Enthält Inhalt für Erwachsene. Empfohlen ab 18 Jahre
Cover:
Das Cover ist sehr schön und ausdrucksstark gestaltet. Die Verzierungen sind toll gewählt und auch optisch und farblich ist es ansprechend umgesetzt. Ein Wiedererkennungseffekt zu den anderen Bänden ist hier erkennbar.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um den zweiten Band der Reihe und da dieses direkt an die Ereignisse des ersten Bandes anknüpft empfehle ich hier sehr, den ersten Band zuvor gelesen zu haben. Denn ohne Vorkenntnisse ist das Verständnis und die Zusammenhänge sicherlich schwer greifbar.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Detailverliebter und wortgewandter Schreibstil führen zu Bildern im Kopf und lassen einen in eine andere Welt gleiten. Emotionen und Gedanken sind nah spürbar. In die Charaktere findet man sich wieder sehr gut hinein. Fallon lernt man Gleichzeit lieben und hassen und könnte sie so manche mal am liebsten schütteln und dann auch wieder in den Arm nehmen.
Die Kapitel sind recht unterschiedlich von der Länge, manche umfassen nur zwei Seiten und andere sind dann doch um so einiges umfangreicher und dennoch finde ich die Kapitel sehr gut und angemessen von der Länge. Die teils recht kurzen Kapitel ermöglichen einen guten und rasanten Lesefluss. Schnell findet man sich in alles hinein und schnell geht es auch emotional voran.
Die Kapitelanfänge mit der Symbolik sind sehr schön gestaltet und so auch gut ersichtlich. Die Kapitel sind einfach durchnummeriert. Gestaltung und Gliederung haben mir sehr gut gefallen. Auch die Karte am Beginn ist ein sehr schönes Detail.
Die Ich-Perspektive bringt auch hier wieder mehr Emotionen hinein und das Verständnis für die Charaktere wird so tiefer möglich. Man kommt dem Ganzen so auch sehr nah, was mir sehr gut gefällt.
Die Geschichte selbst wird spannend und fantasievoll fortgesetzt. Lebendig wirkt das komplexe Magiesystem, die Welt der Krähen, Fae und Shabbins … all das ist wundervoll umgesetzt und durchdacht.
Auch bei der Fortsetzung wurde ich wieder sehr gut unterhalten, manchmal war mit Fallons Art aber zu naiv und zu gekünstelt. Das ist aber natürlich nur Ansichtssache. Bei Band 1 ist mir dies noch nicht so stark ins Gewicht gefallen, hier war es mir manchmal drüber. Dennoch bin ich sehr auf den nächsten Band gespannt und schon sehr neugierig darauf.
Humorvoll, emotionsreich und leidenschaftlich bringt diese Fortsetzung das Ganze weiter voran. Ich wurde auch hier wieder gut unterhalten und bin auf mehr gespannt.
Fazit:
Humorvoll, emotionsreich und leidenschaftlich bringt diese Fortsetzung das Ganze weiter voran.
Rezensionen von Daggy:
Die Währung und andere Merkwürdigkeiten aus der Welt der Wirtschaft! von Grzegorz Kasdepke
Nicht immer korrekt
In diesem Buch werden 51 Begriffe aus der Wirtschaft erklärt und sollen so kinderleicht zu verstehen sein. Zur Rahmenhandlung gibt es viele fantasievoll gezeichnete Illustrationen.
Zunächst lernen wir Herrn Richard, den Chef des Zoos bzw. Zirkus kennen, dann den dicklichen Wachmann und den dürren Kartenverkäufer.
Wie in der Wirtschaft üblich wurde die Praktikumsstelle mit einer jungen Frau besetzt. Und dann betreten wir den „Zoo der seltsamen Kreaturen“ hier wimmelt es von eigenartigen „Tieren“. Zunächst sehen wir die noch junge“ Investition“, die noch viel Futter benötigt. In einem Extrafeld lesen wir den Sachtext zu diesem Fachbegriff. Das Wichtigste ist angemarkert. „Arbeitslosigkeit“ betrifft einen rundlichen Herrn, der dann als Wachmann eingestellt wird. Der erklärende Text benötigt schon eine ganze Seite und enthält die Weisheit „Arbeitslosigkeit ist meistens ein sehr unangenehmer Zustand.“
Über 200 Seiten fasst das Buch und ich weiß nicht, wie oft der Direktor seinen Pony gerichtet hat. Manko, Fiskus, Marge, Monopol, Rezession (die zum Glück normalerweise nicht sehr lange dauert), Dumping und Defizit sind nur einige Begriffe, die den meisten Erwachsenen auch nicht viel sagen. Viel Begriffe sind sehr umständlich und ungenau erklärt, manchmal ist auch der Satzbau etwas eigenwillig, wobei ich nicht weiß, ob es an der Übersetzung liegt oder ob der Originaltext auch so ist. Der fachliche Berater ist ein polnischer Ökonom und ich denke, der müsste wissen, dass Rentenfonds nicht nur für die Rente gedacht sind, sondern durchaus auch als verzinste Anlage genutzt wird. „Fonds kaufen in unserem Namen ein – für unser Geld, unsere Aktien, Anleihen und Einlagen.“ Die, die da kaufen heißen Gesellschaften und wir, als Kunden kaufen Anteile an einem von der Gesellschaft zusammengestellten Fond.
Mein Fazit ist, dass die Rahmengeschichte durchaus einen gewissen Charme hat und sie mit viel Fantasie zusammengestellt wurde. Die wirtschaftlichen Fachbegriffe hätten einfacher und besser strukturiert erklärt werden müssen, zudem gab es Fehler, die mich erschreckt haben.
Rezensionen von nessabo:
Deep Cuts von Holly Brickley
Leider eine sehr ernüchternde Lektüre
Ich fand das Cover dieses Romans sehr besonders und seine Idee innovativ. Deshalb bin ich neugierig in die Lektüre gestartet, wurde aber relativ schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Holly Brickley hat sich sicherlich zu einem gewissen Maß selbst in ihren Roman eingeschrieben. Umso schwerer finde ich es, ihn zu kritisieren.
Aber doch finde ich leider wenig Positives in dieser Geschichte, was teilweise an ihr selbst und teilweise an mir als Zielgruppenperson liegt.
Das Buch lässt sich okay flüssig lesen. Es ist sprachlich für mich nichts besonderes, phasenweise war das Eintauchen in Musikanalyse aber recht interessant. Manche Elemente waren humorvoll, andere angenehm gesellschaftskritisch. Woran es für mich jedoch klar scheitert, ist die Figurenzeichnung. Percy als Protagonistin bleibt mir bis auf ihre Liebe zu Musik und ihr Händchen für Musikanalyse bis zum Ende fremd. Ich kann ihre Verlorenheit und ihre Emotionen einfach nicht greifen. Und was bei ihr schon nicht zufriedenstellend geschrieben ist, trifft auf die Nebenfiguren erst recht zu. Da wäre meiner Meinung nach so viel mehr Tiefe möglich gewesen, doch aus irgendeinem Grund hat die Autorin darauf verzichtet.
Dann geht es für mich weiter mit der Liebesgeschichte, mit welcher das Buch schließlich beworben wird. Die habe ich von Beginn an so gar nicht gefühlt und das hat sich auch bis zum Ende nicht verändert. Ich fand diese Beziehung eher ziemlich toxisch und bin mit dem Schluss völlig unzufrieden. Weder erscheint er mir logisch bei allem, was davor passiert ist, noch finde ich ihn für Percy als Figur zufriedenstellen. Sie beginnt innerhalb der Handlung nämlich, sich von einigen ungesunden Mustern zu befreien, was ich gern gelesen habe. Doch so richtig zu Ende gedacht fand ich die Entwicklung dann nicht.
Und nicht zuletzt hatte ich riesige Schwierigkeiten mit der Musik. Ich bin Anfang der 90er geboren und dachte, dass ich einigen bekannten Stücken begegnen werde, denn zumindest die 00er haben mich dahingehend sehr geprägt. Dem war überhaupt nicht so! Ich kannte vielleicht 2-3 Lieder und viele sind auch einfach deutlich älter. Auch das „Lebensgefühl der 2000er Jahre“ begrenzt sich schon sehr auf die USA oder noch konkreter New York. Für Menschen, die zu dieser Zeit dort gelebt haben, ist das Buch vielleicht auch deutlich greifbarer. Mir wiederum war fast alles fremd, sodass ich zunehmend genervt war beim Lesen.
Grundlegend fand ich die Musikanalyse reizvoll und phasenweise war sie interessant beschrieben. Viel zu oft habe ich mich aber der Handlung und dem generellen Vibe fremd gefühlt. Wenn dazu noch die Figuren oberflächlich und unpersönlich bleiben, ist die Geschichte für mich leider verloren. An einigen Stellen hätte ich lieber abgebrochen, wollte dann aber den Ausgang schon noch lesen. Rückblickend hätte ich es lieber gelassen, denn die zunehmend zusammenhangslosen Schnipsel haben mich wirklich frustriert.
1,5 Sterne
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Albert & Einstein, Band 2 - Der total verrückte Weltraum-Wahnsinn von Tim Collins
Kombiniert Lesen mit Mathematik
Das Buch "Der total verrückte Weltram-Wahnsinn" aus der Serie Albert&Einstein ist der zweite Band der Buchreihe. Den ersten Band kenne ich nicht und bin daher direkt damit in die Reihe eingestiegen.
Schon in der Leseprobe ist mir aufgefallen, dass die Rätsel SEHR schwierig sind, besonders für Kinder ab 8 Jahren.
In dieser Altersgruppe (Anfang 3. Schulstufe) wird im Zahlenraum 100 gerechnet. Ich beziehe mich jetzt auf den österreichischen Lehrplan für die weiteren Inhalte, die sehr kurz erklärt werden, mit dieser Erklärung schafft es aber nur ein mathematisch begabtes Kind, die Aufgaben eigenständig zu lösen, wenn das nicht bereits in der Schule erarbeitet wurde. Die Einführung von Diagrammen und Gradeinteilung erfolgt in der 5. Schulstufe, Primzahlen und Dreiecke in der 6. Schulstufe. Der Comicstil lockert die Textlänge sehr gut auf und zielt damit auch auf naturwissenschaftlich interessierte Kinder ab, die nicht so gerne lange Texte lesen.
Die Rätsel sind aber ohnehin nur eine nette Draufgabe, denn die Geschichte kann auch gelesen werden, wenn man selbst kein Rätsel lösen will (oder kann). Bei einer Aufgabe beim Vergleichen von Bildern hätte ich die richtige Lösung auch nicht zuordnen können, da erkenne ich zwischen zwei Abbildungen keinen Unterschied und werde den Verlag anschreiben und um eine Erklärung bitten, denn im Lösungsteil befindet sich leider nur die richtige Lösung und nicht die "Fehler" anhand man die falschen Lösungen erkennen könnte.
Mit 8,30 Euro in Österreich liegt das Taschenbuch auch preislich sehr günstig und noch klar unter der 10 Euro Schranke, dafür bekommt ein Kind stundenlanges Lese- und Rätselvergnügen.
Besonders gut gefällt mir der inklusive Charakter des Buches, Mädchen, Buben, unterschiedliche Hautfarben, Tiere, Erwachsene, einfach alle arbeiten zusammen. Noch besser hätte es mir gefallen, wenn ein Kind davon eine (sichtbare) Behinderung oder eine andere Auffälligkeit hätte. Zum Beispiel würde, meiner Meinung nach, gerade im technischen Bereich ein autistisches Kind sehr gut passen, da diese Kinder besonders genau, zuverlässig und gewissenhaft arbeiten und sich von den Emotionen des Umfelds nicht so leicht ablenken lassen. Ich hoffe, dass dieses Thema in den Folgebänden noch aufgegriffen wird.
In Summe finde ich das Buch toll und empfehlenswert, jedoch sollte man die Altersangabe nicht zu ernst nehmen. Ein Kind zwischen 10 und 12 Jahren kann ich mir mit diesem Buch besser vorstellen als die meisten Kinder mit 8 oder 9 Jahen, denn auch Wörter wie "Machenschaften" und "sabotiert" z.B. finde ich für Kinder der Primarstufe im Allgemeinen zu schwer. Für gute Leser:innen, Mathegenies und Motivierte oder zum Lesen mit den Eltern auch schon in der Primarstufe geeignet.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Ein Winter in Schweden - Weihnachten in Småland von Miriam Schaps
Großartiges und sehr liebevoll gestaltetes Kinderbuch
Der Verlag Biber & Butzemann hat mit "Ein Winter in Schweden" Miriam Schaps' Fortsetzung von "Ein Sommer in Schweden" veröffentlicht. In dem ganz wunderbar gestalteten und sehr hochwertigen Kinderbuch dreht sich wieder alles um Ole, Lotta und Alfred, die mit ihren Eltern die Winterferien im Gästehaus der Johanssons verbringen.
Sie freuen sich sehr darauf, ihre Freunde Alva und William wiederzusehen. Es werden ereignisreiche Ferien, denn die Kinder lernen nicht nur schwedische Weihnachtstraditionen kennen, sondern erleben auch wieder spannende Abenteuer. Ole ist nicht erfreut darüber, dass Finn, der anscheinend ein Freund von Alva ist, nun ständig dabei ist. Als ein Nikolausstiefel und die Satellitenschüssel verschwinden und sogar ein Autoreifen zerstochen wird, gerät Alfreds Wichtelfreund Nisse unter Verdacht. Die Vasa-Elche beschließen, in der Sache zu ermitteln ....
Das Buch mit dem liebevoll gestalteten Cover ist in 17 Kapitel auf 119 Seiten unterteilt und hat ein praktisches Lesebändchen. Es richtet sich an Kinder ab etwa 8 Jahren und ist in altersgerechter Sprache erzählt. Die Texte der Autorin sind durch eine Vielzahl zauberhafter und farbenfroher Illustrationen von Uta Polster ergänzt.
Ich fand es für den Einstieg sehr hilfreich, dass auf den ersten beiden Seiten alle Mitglieder der Familien Sander und Johansson vorgestellt werden. Ganz am Ende befindet sich ein kleines Verzeichnis mit schwedischen, weihnachtstypischen Wörtern nebst deutscher Übersetzung - eine gute Idee!
Es hat mir sehr gut gefallen, dass die Autorin eine packend aufgebaute Detektivgeschichte erzählt und dabei den Aufenthalt in Schweden mit den schwedischen Sitten und Bräuchen zur Weihnachtszeit verknüpft. Ole, Lotta und Alfred essen nicht nur die hier bereits als Zimtschnecken bekannten Kanelbullar, sie lernen auch Lussekatter und Pepparkakor kennen. Der Julkalender im Fernsehen ist fesselnd, sie feiern das Lucia-Fest, genießen das tolle Weihnachtsbuffet, freuen sich über ihre Geschenke und toben im Schnee.
Die Kinder und die übrigen Familienmitglieder sind sehr sympathisch dargestellt, ganz besonders der kleine Alfred, den ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Es hat mir gut gefallen, dass die Kapitel eher kurz gehalten sind, die Geschichte eignet sich dadurch auch sehr gut zum Vorlesen.
Absolute Leseempfehlung für dieses wunderschöne Kinderbuch über Familie und Freundschaft, das Lust auf Weihnachten - und auch auf einen Urlaub im winterlichen Schweden - macht!











