Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Pusteblümchen:
Ein ganz normales Wunder von Woody Brown
Interessante Einblicke
Walter ist nichtsprechender Autist. Seine Eltern wollen sich nicht einfach damit abfinden und sorgen dafür, dass er sich über eine Buchstabiertafel ausdrücken kann. Nach dem frühen Tod seines Vaters bleibt Walter mit seiner Mutter alleine. Sie kümmert sich wirklich aufopferungsvoll um ihn, muss aber auch arbeiten und deswegen kommt Walter nach „Upward Bound“ einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung.
Hier berichtet er nun über seine Beobachtungen, erzählt aus dem Leben der „Insassen“ und den Pflegern.
Dabei gibt er ganz unterschiedliche Einblicke in das Tagesgeschehen mit Momenten, die berühren, die schockieren oder auch einfach nur verwundern. Diese Sorgen für einen ganz neuen Blickwinkel auf die Bewohner der Tagesstätte, sorgen für Verständnis und zeigen die Fehlbarkeiten des Systems bzw. unserer Gesellschaft auf.
Ich hoffe, dass das Buch ein breites Publikum erreicht, da die fehlende Kommunikation der betroffenen leider auch schnell zur Unsichtbarkeit in der Gesellschaft führt und dadurch auch die entsprechenden Mittel zur Unterstützung fehlen.
Rezensionen von div:
Nach der Sonne schauen von Martina Hefter
ruhige Geschichte
ruhige Geschichte
„Nach der Sonne schauen“ ist kein Buch, das man einfach nebenbei liest - es ist ruhig, aber durch die vielen Beobachtungen hat es einen besonderen Tiefgang und hallt nach. Besonders die Stimmung rund um Iona und die ungewöhnliche Landschaft finde ich gelungen.
Das Buch einige interessante Fragen auf: Wie wollen wir eigentlich leben? Wie viel Nähe brauchen wir und wann wird uns die Welt um uns herum zu viel?
Iona ist eine interessante Hauptfigur.
Sie lebt sehr zurückgezogen und hat sich auf ihre ganz eigene Art eingerichtet. Durch Bella und Nova wird dieses Leben zunehmend durcheinandergebracht. Besonders die Beziehungen zwischen den drei Frauen fand ich interessant, weil sie nicht einfach nur harmonisch dargestellt werden.
Der Schreibstil ist stellenweise etwas eigenwillig und hat bei mir ein wenig gebraucht, bis ich richtig hineingefunden habe. Danach konnte ich mich aber immer besser darauf einlassen. Insgesamt ein leiser, atmosphärischer Roman, der eher zum Nachdenken anregt, als mit einer großen Handlung zu überraschen.
Von mir gibt es eine Empfehlung.
Rezensionen von PucKker:
Koch! Mich! Jetzt! von Leon Schreiber
Eher etwas für Küchenneulinge
In diesem Kochbuch finden sich 83 Rezepte für die schnelle Küche. Denn wer kennt es nicht: Erschöpft hängt man auf dem Sofa und hat Hunger, aber eben keine Energie mehr zum Kochen. Dafür ist dieses Buch eigentlich genau gedacht. Besonders gespannt bin ich noch auf Rezepte wie Apfel-Zimt-Quesadillas, panierten Käse oder Pfannen-Bananenbrot.
Ein paar herzhafte und süße Rezepte habe ich ausprobiert und wirklich unzufrieden war ich mit keinem davon. Begeistert war ich allerdings auch nie. Es sind sehr einfache Gerichte, die in einem durchschnittlichen Haushalt problemlos auf den Tisch kommen.
Da ich keine Kochanfängerin bin, vermag mich das Buch deshalb nicht wirklich abzuholen. Außerdem fehlen mir Nährwertangaben und Informationen zu Ernährungsformen. Oft sind mir die Rezepte zu kohlenhydratlastig oder zu süß und gleichzeitig zu gemüse- bzw. obstarm. Das lässt sich zwar leicht ändern, ist aber trotzdem etwas unpraktisch. So musste ich eigentlich jedes Rezept nachwürzen oder mit zusätzlichen Zutaten aufpeppen, damit es für mich spannender wird.
Insofern bietet das Buch vor allem simple Alltagsküche für unerfahrene Köchinnen und Köche. Für Küchenneulinge vermutlich deutlich interessanter als für mich.
Rezensionen von Emmmbeee:
Die zweitgrößte Liebe von Ruth-Maria Thomas
Selbstständig oder Sicherheit?
Sicherheit in der Unsicherheit oder eher Unsicherheit in einer dauerhaften, haltbaren und liebevollen Beziehung, das ist es, was die junge Protagonistin in ihrem Dasein sieht. Denn Michelle traut dem Burgfrieden ihrer Beziehung nicht, je länger diese andauert. Sie fühlt sich zwar wohl bei Henry, der sie zweifellos treu und beständig liebt, ihr ein Leben frei von Existenzängsten bietet, sie heiraten, ihr ermöglichen will, sich ganz ihrer Gold- und Silberschmiedekunst zu widmen.
Doch da funkt ihr immer wieder ein Ur-Misstrauen dazwischen, denn sie ist im Osten Deutschland und in sehr kleinen Verhältnissen aufgewachsen, während Henry im Westen vieles in den Schoß gefallen ist und er sich bisher um nichts Sorgen machen musste.
Dass die beiden Welten wohl nie ganz kompatibel sind, zeigt Michelle schon dadurch, dass sie zwar von ihrer Familie erzählt, Henry aber nie mit ihrem Bruder Maurice zusammenbringen will. Auch scheut sie sofort zurück, als Henry ihr den Verlobungsring überreichen will. Ihr Freund wiederum möchte lange nicht deutlich machen, dass er selbst nicht jeden Cent dreimal umdrehen muss, auch er spürt das Stören seines bisherigen Lebensstandards, des Klassenunterschieds.
Ich kann Michelle gut verstehen, denn auch ich war nie mit Gütern gesegnet und gleichwohl mehrere Jahre meines Lebens mit einem Multimillionär zusammen. Dennoch hätte ich ihr wahrscheinlich dazu geraten, die Sicherheit vorzuziehen, denn das Schicksal bringt noch genug schlimme Überraschungen. Doch ich kann auch ihre Entscheidung gut nachvollziehen, in der Selbständigkeit die Unsicherheit in Kauf zu nehmen.
Es ist bereits der zweite Roman von Ruth-Maria Thomas, und ich mag ihren Schreibstil sehr. Mir gefällt an ihrer Sprache, dass sie mit wenigen Worten Bilder zaubern, eine Atmosphäre schaffen, mehrschichtige Problemsituationen aufzeigen kann. Die beiden Figuren Michelle und Henry waren mir bis zum Schluss sympathisch, auch Henrys Familie und Michelles Bruder. Dennoch blieb beim Lesen immer ein gewisses Bauchweh, ein unbestimmtes negatives Gesamtgefühl. Das kann ich leider nicht besser ausdrücken. Es hat die Spannung erhöht, aber die Lesefreude etwas getrübt. Denn ich wünschte mir so sehr, dass diese Liebesbeziehung hält.
Rezensionen von Chris:
Und mittendrin der Birnbaum von Ute Mank
Gefühlvoll und eindringlich
Ein absolut berührender Roman, der mich lange nicht losgelassen hat. Man beginnt unwillkürlich, über die eigene Familie nachzudenken – und über sich selbst. Wie haben die eigenen Großeltern den Krieg erlebt? Wo haben sie vielleicht weggeschaut? Und vor allem: Wie würde ich mich in einer solchen Situation verhalten?
Ute Mank schreibt unglaublich gefühlvoll und sensibel.
Es ist zutiefst bewegend, Dora auf ihrem Weg in die Vergangenheit zu begleiten. Als sie nach vielen Jahrzehnten in ihren Heimatort Hausen zurückkehrt und vor dem ehemaligen Haus ihrer besten Freundin Fanny Stolpersteine entdeckt, wird ihr schmerzlich bewusst, dass einer fehlt – der für Fanny. Was damals mit ihr geschehen ist, wird nach und nach enthüllt, und es ist absolut verständlich, dass Dora sich dafür schämt.
Die Dorfgemeinschaft in Zeiten der Judenverfolgung wird hier auf eine neue, eindringliche Weise beleuchtet. Emotional, glänzend recherchiert und mitreißend erzählt – ein wunderbares Buch, das im Kopf und im Herzen bleibt.
Rezensionen von Claudia R.:
Klar kann ich das! Zauberwürfel lösen für Kinder: Ohne Formeln, ohne Frust - von Ellie Hoffmann
Zauberwürfelgeschichten
Klappentext / Inhalt:
Einen Zauberwürfel lösen? Klar kann dein Kind das!
Dein Kind möchte endlich einen Zauberwürfel lösen, aber normale Anleitungen sind viel zu kompliziert?
Buchstabencodes, Formeln und endlose Zugfolgen können einem den Spaß schnell verderben. Dieses Buch macht es anders.
Hier wird der Zauberwürfel zu einer kleinen Insel mit sechs Königreichen. Dort thronen Könige, tapfere Ritter halten Wache und verplante Hunde landen schon mal im falschen Körbchen.
Und genau ihre Geschichten zeigen deinem Kind, was es mit dem Würfel tun muss.
Keine Formeln. Keine Buchstabencodes. Kein stures Auswendiglernen.
Dein Kind merkt sich einfach, was die Könige, Ritter und Hunde erleben. Und wer die Geschichte kennt, weiß auch beim nächsten Mal noch, wie der Würfel weitergedreht wird.
So wird die Lösung nicht auswendig gelernt. Sie bleibt als Geschichte im Kopf.
Viele große Farbbilder zeigen Schritt für Schritt, wie der Würfel aussehen soll. Zusätzliche Erklärvideos helfen überall dort weiter, wo man eine Bewegung lieber noch einmal direkt sehen möchte.
Vom ersten Gänseblümchen über das weiße Kreuz bis zum vollständig gelösten Würfel geht es in kleinen, verständlichen Etappen voran.
Und plötzlich wird aus „Das schaffe ich nie!“ ein „Ich kann das wirklich!“
Genau darin liegt der besondere Reiz dieses Buches: Kinder lösen nicht nur einen Zauberwürfel. Sie erleben, dass etwas, das zuerst unglaublich schwierig aussieht, machbar wird, wenn man es Schritt für Schritt angeht.
Und dann kommt der Moment, auf den alles hinausläuft:
Der Würfel ist gelöst. Ganz allein.
Ein Erfolgserlebnis, auf das man ziemlich stolz sein kann.
Ideal für Kinder ab 8 Jahren. Gemeinsam mit einem Erwachsenen auch schon ab 6 Jahren.
Cover:
Ein König, eine Ritter und ein Zauberwürfel sind hier erkennbar. Diese Mischung aus Geschichtsfiguren und dem Würfel ist interessant und weckt so das Interesse. Das Cover ist niedlich und kindgerecht gezeichnet und umgesetzt und erreicht so seine Zielgruppe.
Meinung:
Was haben ein König, ein Ritter und ein Zauberwürfel gemeinsam? Das erfahrt ihr ihn dieser Geschichte, denn hier wird nicht stur gelernt, wie man einen Zauberwürfel löst, sondern in Geschichten eingebettet erlebt man mit dem König und dem Ritter zauberhafte Abenteuer und kommt so dem Lösen des Würfels Schritt für Schritt näher.
Wie genau es funktioniert wird hier aber nicht verraten, Badefür müsst ihr schon ins Buch schauen und die spannende Geschichte lesen.
Zu Beginn gibt es eine Einführung und auch die QR Codes mit den Videos sind hier sehr hilfreich. Die Geschichte ist spannend umgesetzt und erklärt neben bei wie man weiter beim Lösen des Würfels vorankommt und was man beachten muss, auch hier gibt es einige Hilfen und Videos, die sehr hilfreich sind. Die Schritt für Schritt Erklärungen sind gut verständlich und mit der Geschichte verbunden lässt es sich noch einfacher nachvollziehen und merken.
Eine wirklich tolle Idee. So macht das Zauberwürfel lösen gleich noch mehr Spaß und es wird kinderleicht und gut verständlich erklärt und umgesetzt.
Die Idee finde ich toll und auch die Umsetzung finde ich sehr gut gelungen. Die Gestaltung ist sehr schön gemacht und auch die Bilder und Illustrationen runden das Gesamte perfekt ab.
Zauberwürfel lösen verpackt in Geschichten ist eine tolle Idee und macht extrem viel Spaß. So lernt und versteht man spielerisch, wie das Ganze funktioniert.
Fazit:
Zauberwürfel lösen kinderleicht gemacht durch Schritt für Schrittanleitungen mit Geschichten.
Rezensionen von Claudia R.:
Bär und ich von Jan Jutte
Erlebnis-Bilder-Buch
Klappentext / Inhalt:
Bär wird wach. Bär rennt. Bär malt ... Und was Bär tut, das kann ich auch! Vom Wach werden bis zum Schlafengehen begleiten wir Bär und Kind durch einen aufregenden Tag voller gemeinsamer Erlebnisse, in denen sich nicht nur Kinder wiederfinden werden. In humorvollen, ausdrucksstarken Bildern erzählt Jan Jutte von Freundschaft, vom Voneinanderlernen und Miteinanders
pielen.
Ein Buch, das zur Interaktion und zum gemeinsamen Betrachten, Nachspielen und Erzählen einlädt und Sozialkompetenz, Motorik und Sprachentwicklung spielerisch fördert.
Cover:
Das Cover zeigt ein eine Kind, was gerade versucht einen Handstand zu machen. dahinter ist die Silhouette eines Bären, der einen Handstand macht. Das Kind ist in schwarz-weiß gehalten und der Bär dahinter in Blau. der Hintergrund ist rot und diese Farbkombination ist schon recht eigenwillig und zieht so die Aufmerksamkeit auf sich. Die Thematik und der Titel wird hier durch das Cover sehr gut umgesetzt.
Meinung:
Eine bunte und vielfältige Geschichte, die zeigt, was man alles erlebt und was einem alltäglich vorkommt und man es doch farbenfroh und humorvoll umsetzen kann. Man begleitet Bär und Kind durch den Tag. Bär macht etwas und Kind macht es nach. So zieht sich dies durch das Buch und zeigt, wie einfach es ist Dinge nachzumachen und das auch Kind Dinge kann, die der Bär vormacht.
Kurze Texte, farbenprächtige Illustrationen laden hier zum Staunen und betrachten ein. Die Situationen werden auf den Bildern sehr gut wiedergegeben. Die Bilder selbst sind sehr farbenfroh und beeindruckend umgesetzt. Jede Seite ist bunt und anders gestaltet. Auf jeder Seite machen Bär und das Kind etwas anderes, was man zugleich entdecken und erleben kann. Eine große Vielfalt wird hier geboten und so fängt es mit Aufstehen und Zähne putzen an, geht über Tanzen und Springen, aber auch Emotionen werden hier veranschaulicht, wie weinen und dann endet der tag auch schon mit schlafen oder nicht?
Das Ganze ist sehr schön bebildert und leicht erzählt und man kann dem gut folgen. Das beeindruckende hier sind aber vor allem die Illustrationen, die einem im Gedächtnis bleiben und noch nachwirken. Ein kunterbuntes Bilderbuch, mit Dingen die man nachmachen kann.
Fazit:
Ein tolles buntes Erlebnis-Bilder-Buch.
Rezensionen von Claudia R.:
Simon - nach rechts von Nicole van Brummelen
Richtungssuche
Klappentext / Inhalt:
Simon ist eine Möwe, die den Unterschied zwischen links und rechts nicht kennt. Er verliert deshalb die anderen Möwen und bittet eine Gruppe Pinguine um Hilfe. Die aber schicken ihn nach Australien: «Blättere drei Mal nach rechts und frag das Känguru.» Immer wieder wird Simon an ein anderes Tier verwiesen.
Gelingt es ihm dennoch, den Möwenschwarm wiederzufinden? Die Autorin und Illustratorin Nicole van Brummelen verirrt sich immer wieder. Weil es manchmal praktisch ist,
doch sein Ziel zu erreichen, hat sie sich dieses Bilderbuch ausgedacht, in dem man mal nach links und mal nach rechts blättern musst. Bereit für dieses Abenteuer?
Cover:
Das Cover ist sehr niedlich umgesetzt. Eine Möwe ist darauf erkennbar und dahinter einige andere Möwen, die genau in die andere Richtung fliegen. Die Möwe ist toll gezeichnet und das Cover selbst macht einen wundervollen und liebevollen Eindruck. das Cover ist ähnlich zum Cover des ersten Bandes und ein Wiedererkennungseffekt ist hier auf jeden Fall erkennbar.
Meinung:
Das ist das zweite Simon Buch und auch dieses ist wieder wundervoll umgesetzt. Die Möwe war mir bereits bekannt, aber man muss das erste Buch hier keineswegs kennen, auch ohne das vorherige Buch, kann man dieses hier geheißen. Die Bücher sind völlig unabhängig voneinander lesbar.
Simon ist ein wenig chaotisch und rechts und links ist nicht immer seine Stärke. Schnell hat er die anderen Möwen verloren. Ob er sie wohl wiederfindet? Begleite ihn bei seiner Suche durch das Buch und verlier dabei selbst nicht den Überblick.
Dieses Mitmachbuch lernt links und rechts zu unterscheiden, denn der Geschichte kann man nur folgen, wenn man die Angaben zum Blättern nach links und rechts richtig folge leistet. Schaffst du das?
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht mehr verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen zum Buch zurück.
Der Schreibstil ist locker und leicht lesbar. Kurze Geschichte und Aufforderungen, denen man folgt begleiten durch diese Geschichte. Die Geschichte und der Hintergrund ist dabei leicht und schnell erzählt. Es geht hierbei mehr um die Suche nach den anderen Möwen und dem was Simon dabei erlebt. Dabei folgt man den Angaben auf den Seiten und blättert entsprechend in die richtige Richtung und wird so durch die Geschichte geführt. Es ist lustig und liebevoll umgesetzt und diese Suche macht echt viel Spaß. Dabei lernt man gleich noch die Richtungsangaben und wird zudem sehr gut unterhalten.
Fazit:
Wer Links und Rechts nicht unterscheiden kann sollte sich hier auf eine spannende Suche begeben und dies dabei hoffentlich lernen.
Rezensionen von Baerbel82:
Der Clan – Die Straße von Pascal Engman
Episch
Seit 2019 und „Der Patriot“ bin ich ein großer Fan von Pascal Engman. „Der Clan - Die Straße“ ist der Auftakt einer neuen Trilogie, die in einem Vorort Stockholms verortet ist. Es geht um Clankriminalität, wie Banden entstehen und Fuß fassen.
Im Mittelpunkt stehen Josef und Antonia. Sie sind am selben Tag, im selben Jahr geboren.
Josef ist der Sohn einer alleinerziehenden Mutter mit ausländischen Wurzeln, der von Anfang an mit anpacken muss. Antonia wächst behütet in einer bürgerlichen Familie auf, scheinbar in Sicherheit.
Während Josef in den Sog des Mansour-Clans gerät und mit Drogen dealt, um seine Schulden und die seiner Mutter zu bezahlen, wird Antonia gemobbt und von einem Stalker bedroht.
Und dann ist da noch der Polizist Hjalmar, der mit anschauen muss, wie die Gewalt mit jedem Tag eskaliert. Immer mehr Kriminelle, die Drogen nehmen: „Wandelnde Zombies mit Waffen in der Hand.“
„Der Clan“ ist hart und brutal, herausfordernd und anspruchsvoll. Dennoch hochspannend. Ein Epos über die zunehmende Bandenkriminalität in Schweden im 21. Jahrhundert.
Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven. „Der Clan“ ist auch ein Buch, das Ehrenmorde, familiäre Beziehungen, persönliche Lebensumstände und die Liebe thematisiert.
Ich bin sehr gespannt, wie es mit Josef, Antonia und der Familie Mansour weitergeht. Und so freue ich mich schon auf die Fortsetzung, „Der Clan - Die Regeln“, die Anfang 2027 erscheinen soll.
Fazit: Packender Auftakt einer Thriller-Trilogie. Brandaktuell, realistisch und beklemmend.
Rezensionen von Claudia R.:
Was ist los, Joschi Bär? von Brigitte Endres
Mut gegen Missbrauch
Klappentext / Inhalt:
Joschi Bär lebt in einer gemütlichen Bärenhöhle. Er hat eine Mama, einen Papa und eine Babyschwester. In der Nachbarhöhle wohnt Herr Bruse. Alle mögen ihn. Joschi hat auch einen besten Freund, den Toni. Die beiden spielen fast jeden Tag miteinander. Seit einiger Zeit zieht Toni sich aber immer mehr zurück.
Er hat ein Geheimnis, das er nicht verraten
darf. Joschi will wissen, was dahintersteckt. Durch seine Neugier bringt er sich in eine brenzlige Situation und muss erfahren, dass Herr Bruse alles andere als nett ist. Zum Glück hat Joschi Eltern, denen er sich anvertrauen kann …
Cover:
Das Cover zeigt einen kleinen Bären mit einem großen Rucksack und einer schweren Last auf seinen Schultern und im Hintergrund ist ein weiterer älterer Bär vor seiner Höhle erkennbar. Etwas beschämt sieht der kleinere Bär im Vordergrund aus, so als würde ihn etwas belasten. Das Cover ist passend zur Thematik umgesetzt und gibt diese recht gut wieder.
Meinung:
Joschis Freund Toni verbirgt etwas, doch zu schnell findet Joshi heraus, was das Geheimnis ist. Doch verbirgt sich dahinter nichts gutes und eigentlich soll er das Geheimnis für sich behalten, doch zum Glück besitzt er den Mut sich seinen Eltern anzuvertrauen.
Ein Buch über die Thematik des Missbrauches wird hier sehr feinfühlig umgesetzt, dennoch ist zu empfehlen dies gemeinsam mit den Kindern zu lesen, da sich sicherlich einige Fragen ergeben werden und so die Thematik auch gleichzeitig nachmal aufgegriffen und gemeinsam besprochen werden kann. Ich fand das ganze sehr gut umgesetzt und die Thematik auch sehr gut und verständlich angesprochen und gleichzeitig nicht zu hart, aber nachvollziehbar. Die Geschichte wird verständlich erzählt. Auch die Textlänge ist dabei gut gewählt und die Bilder geben das Ganze sehr gut wieder und veranschaulichen dies sehr gut. Die Thematik wird sehr gut angerissen und angesprochen und dabei aber nicht zu sehr vertieft, um nicht zu verstörend zu sein, aber doch bringt es das ganze sehr gut auf den Punkt.
Eine Geschichte zu einem schwierigen Thema, welche feinfühlig, informativ und doch auch sehr lehrreich angegangen wird. Es zeigt, wie mutig es ist, sich diesen Dingen zu stellen und bei eigenen Erlebnissen, diese auch richtig anzugehen und sich Hilfe zu suchen, denn bei negativen Geheimnissen sollte man sich auch anvertrauen und nicht das Böse schützen.
Ein liebevolles und lehrreiches Kinderbuch mit heftigem Hintergrund und schwerer Thematik. Missbrauch ist nichts geheimnisvolles, sondern sollte immer mit Mut und Anzeige geahndet werden. Dies wird hier feinfühlig und kindgerecht verpackt und umgesetzt.
Fazit:
Feinfühlig und kindgerecht wird hier die Thematik des Missbrauches angegangen und der Umgang damit erklärt.











