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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Schlafmurmel:

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Er lügt von Rebecca Taylor McKay

Traumkulisse mit dunklen Geheimnissen – leider mit enttäuschendem Finale

Schon das Cover hat mich sofort angesprochen. Auf den ersten Blick wirkt es eher wie ein Roman als ein Thriller – mit dem Meer, der Brücke und dem gelben Flitzer. Doch der Riss im Titel und der geheimnisvolle Klappentext machen neugierig und lassen vermuten, dass sich hinter der idyllischen Fassade weit mehr verbirgt.

Die Geschichte beginnt ruhig und entwickelt sich zunächst langsam. Im Mittelpunkt steht die zweijährige Ehefrau Clara, die nach einer längeren Krankheit gemeinsam mit ihrem frisch angetrauten Ehemann Spencer die Flitterwochen an der traumhaften Amalfiküste verbringt. Eigentlich sollte sie glücklich sein – doch schnell kommen Zweifel auf. Spencer verhält sich merkwürdig, wirkt verschlossen und scheint ihr wichtige Dinge zu verheimlichen. Als Clara schließlich die anonyme Botschaft „Er lügt“ erhält, wächst ihr Misstrauen immer mehr.
Auch das andere Ehepaar im Hotel, Vivian und Fred, trägt zur geheimnisvollen Atmosphäre bei. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, fast so, als wäre alles sorgfältig geplant. Warum war die Hochzeit mit Clara so überstürzt? Was verschweigt Spencer? Und wer spielt hier tatsächlich ein falsches Spiel? Mit jeder Seite entstehen neue Fragen, während hinter der perfekten Fassade immer mehr dunkle Geheimnisse zum Vorschein kommen.
Die Geschichte konnte mich mit ihrer unterschwelligen Spannung und den vielen offenen Fragen lange bei der Stange halten. Ich wollte unbedingt wissen, was wirklich hinter allem steckt. Umso enttäuschter war ich allerdings vom Ende, das meine Erwartungen leider nicht erfüllen konnte und für mich zu wenig Wirkung hatte.

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Er lügt

Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

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Das Waldhotel der Tiere von Elise Schröder

Ein wunderschönes Kinderbuch

Schon der erste Anblick des Covers ist ein optisches Highlight : wunderschöne Illustrationen und auch der Einband ist fest und hochwertig, da können kleine Kinderhände auch mal zupacken.
Das Waldhotel der Tiere ist ein so süß geschriebenes Buch, das uns von einem Waldhotel erzählt, in dem jedes Tier Platz findet und wie dort gemeinsam der Alltag und auch ein paar Abenteuer bestritten werden.

Wunderschön illustriert und in Reimen, werden die einzelnen Tiere gezeigt, welche Aufgabe sie haben, was sie zusammen machen. Die Reime sind sehr schön und lädt dazu ein, mitzusprechen, wenn man das Buch ein paar Mal vorgelesen hat – für die Kinder wirklich sehr schön.
Ganz toll finde ich auch die Haptik des Buches : da es einen festen Einband hat, geht es auch nicht so schnell kaputt.
Das Thema und der Hintergrund des Buches, nämlich, wie toll man alles zusammen machen kann und wie egal es ist, wer zu welcher Tierrasse gehört ist für mich richtig mega umgesetzt. Kinder lernen hier, wie schön die Gemeinschaft ist und dass es völlig egal ist, wer woher kommt – für mich richtig toll und kindgerecht umgesetzt.
Ein absolut tolles Kinderbuch, welches man auch sehr schön verschenken kann und den Kleinen ganz viel Spaß macht ! Dafür gibt es von mir eine ganz klare Empfehlung !

Das Buch „Das Waldhotel der Tiere“ von Elise Schröder ist am 03. Juni 2026 im Verlagshaus Schlosser erschienen.

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Das Waldhotel der Tiere

Rezensionen von rewareni:

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Der Fotograf der Kaiserin - Funke einer neuen Zeit von Tom Sacher

Liesel und der Fotograf

Als am 8. Dezember 1881 in Wien am Ringtheater ein verheerendes Feuer ausbricht, das viele Menschenleben fordert, gelingt es Ludwig Ganghofer gerade noch rechtzeitig die Schauspielerin Lolo von Trotta zu retten. Ihre Karriere ist zerstört und ihr Ruf seit einem skandalträchtigen Treffen mit dem hawaiianischen König sowieso längst ruiniert.

Als einige Zeit später eine Tänzerin aus dem Gefolge der Schwester des Königs stirbt, stellt sich die Frage, ob es eine Verbindung zu Lolo gibt. Kaiserin Sisi schickt ihre Kammerdienerin Liesel und den Hoffotograf Angerer in einer geheimen Mission nach Brünn und Prag, wo die beiden schon bald auf zwielichtige Gestalten treffen. Dass die beiden auch immer wieder in gefährliche Situationen geraten, macht es ihnen nicht leicht mit ihren Ermittlungen, wo es sogar auch einige Tote gibt. Zurück in Wien weiß Liesel, dass ihr nur wenig Zeit bleibt, um einen weiteren Mord zu verhindern.
Der Autor Tom Sacher, den man auch als Michael Seitz kennt, hat mit seinem historischen Roman ,,Der Fotograf der Kaiserin - Funke einer neuen Zeit“ eine spannende, informative und vor allem eine humorvolle Geschichte geschrieben rund um Liesel und dem Fotografen zur Zeit am Hof von Kaiserin Sisi.
Auch wenn man den ersten Teil nicht kennt, kann man problemlos der neuen Geschichte folgen. Der Autor verbindet in seinem Roman tatsächliche Ereignisse, sowie historische Personen mit einer fiktiven Geschichte. Zu Beginn im Namensregister sind historisch verbürgte Personen mit einen Sternchen gekennzeichnet, wo man als Leser eine große Hilfe bekommt.
Da war es manchmal trotzdem nicht immer leicht alle auseinander zu halten, wo so mancher Protagonist unter einem falschen Namen sein Unwesen getrieben hat.
Wie der Autor dabei die Kaiserin mit ihren bekannten Spleens beschrieben hat, hat mir gut gefallen. Das Thema zwischen der Gas Lobby und der neuen Errungenschaften der Elektrizität zieht sich durch die ganze Geschichte, wo diese wichtig für die Handlung ist, weil es dabei immer wieder zu spannenden und auch gefährlichen Szenen gekommen ist.
Liesel als Protagonistin ist einfach herrlich, die als Analphabetin und einfache Kammerdienerin mehr Menschenverstand und Herz besitzt, als so manch Adeliger. Sie kann schnell kombinieren, wie bei den Erklärungen wie Elektrizität funktioniert, welche Gefahren dabei entstehen können, und hatte dabei einen besseren Durchblick als ich zeitweise.
Die Szenen wo sie von einem Fettnäpfchen ins andere tappt und sie mit ihrem losen Mundwerk immer wieder an einer Bestrafung durch die Kaiserin entgeht, sind einfach köstlich. Auch im wienerischen Dialekt gesprochene Dialoge, passen gut in die Geschichte hinein. Mit dem Fotografen hat Liesel einen kongenialen Partner, der stets an ihrer Seite ist.
Sehr gut hat der Autor auch herausgearbeitet, die damaligen Standesdünkel die in adeligen Kreisen geherrscht haben, wo auch der Besuch der hawaiianischen Familie bei vielen ein Skandal war.
Man taucht gut in die damalige Zeit ein, wo der Humor nicht zu kurz kommt und wo dieser mit einer spannenden Geschichte, vielen Morden und Reisen durch Brünn, Prag und Wien einen lesenswerten und unterhaltsamen Roman bietet.

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Der Fotograf der Kaiserin - Funke einer neuen Zeit

Rezensionen von gerlisch:

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Beth is dead von Katie Bernet

YA-Thriller

Beth March wird tot aufgefunden und plötzlich geraten ihre eigenen Familienangehörigen unter Verdacht. Mit diesem starken Ausgangspunkt und mit der Ankündigung Murder Mystery Sensation des Jahres habe ich mich auf einen spannenden und fesselnden YA Thriller gefreut.
Die Geschichte wird aus vier Perspektiven der Schwestern erzählt und zusätzlich mit Rückblenden in die Vergangenheit verknüpft.

Diese immer wiederkehrenden Wechsel haben es mir anfangs schwer gemacht, in den Leseflow zu finden. Ich musste häufig überlegen, wer gerade erzählt.
Was mich überzeugt hat, war die familiäre Atmosphäre. Die Schwesternliebe, die unterschiedlichen Charaktere und die vielschichtigen Beziehungen. Hier zeigt der Roman meiner Meinung nach seine größte Stärke, die Dynamik innerhalb der Familie wirkt glaubwürdig und emotional.
Obwohl die Figuren gut angelegt sind, konnte ich keine echte Verbindung zu ihnen aufbauen. Ich hatte selten ein klares Bild vor Augen. Außerdem hat mich die Auflösung des Falls leider enttäuscht, es war für mich unglaubwürdig und vorhersehbar.
Die Story bietet dunkle Geheimnisse, toxische Beziehungen, überraschende Enthüllungen und lädt definitiv zum Miträtseln ein. Trotzdem verliert der Plot durch viele leere Dialoge an Tempo. Einige Szenen wirken unnötig in die Länge gezogen, wodurch die Spannung immer wieder abfällt.

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Beth is dead

Rezensionen von begine:

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All die Farben, all das Licht von Cora Wucherer

Schwestern



Der Roman „All die Farben all das Licht“ ist das Debüt von Cora Wucherer.
Die Autorin schreibt mit faszinierendem Stil einen Roman, aus dem Leben gegriffen.
Es geht um zwei Schwestern, Luna 17 Jahre alt und Martha 14 Jahre. Bei Marthas Geburt ist die Mutter gestorben. Der Vater ist Pfleger im Krankenhaus.

Er erzieht seine Töchter allein.
Bei June ist Schwerhörigkeit testatiert worden und jetzt dauert es nicht mehr lange und sie erblindet. Sie hat das Ascher Syndrom, dadurch hat der Vater mehr auf Juna geachtet. Martha fühlte sich unsichtbar. Der Altersunterschied ist Schuld an der Spannung zwischen ihnen, das ist normal. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Später werden sie dann bestimmt Freundinnen. Das Ende kam etwas abrupt, aber es ist gut so.
Die Autorin hat abwechselnd June und Martha erzählen lassen. So ist das ein packender Roman geworden.

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All die Farben, all das Licht

Rezensionen von Danshi:

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Building Trust von April Dawson

Gefühlschaos mit Tiefgang

Was für ein wunderschönes Buch! Ich habe mich direkt in das Cover verliebt, das im Regal mit seinem optionalen Farbschnitt ein absoluter Blickfang ist und optisch perfekt zur emotionalen Geschichte passt. April Dawson entführt uns hier in die Welt von Josephine, genannt Phyn, die als Buchbloggerin arbeitet und an ihrem eigenen Roman schreibt.

Ihr Leben ist allerdings alles andere als leicht, da ihre Mutter als Senatorin mitten im Wahlkampf steckt und immensen Druck auf sie ausübt. Um den Erwartungen gerecht zu werden, nimmt Phyn ein Projekt im Familienunternehmen an und hofft auf die Nähe zu ihrem Jugendschwarm Gideon. Stattdessen wird ihr dessen Bruder Adric zugeteilt, der als Bad Boy gilt. Die beiden gehen ein Fake-Dating-Abkommen ein, um Adrics Ruf zu retten und Phyn Gideon näherzubringen. Doch Adric hat mich völlig überrascht. Hinter seiner Fassade steckt ein extrem feinfühliger, aufmerksamer Mann, der Phyn genau den Freiraum gibt, den sie braucht. Phyns langsame, glaubwürdige Entwicklung zu mehr Mut und das leise Umschwenken ihrer Gefühle haben mich tief berührt. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, bildhaft und angenehm leicht zu lesen. Besonders das realistische Ende, das zeigt, dass manche Konflikte Zeit brauchen, hat mich überzeugt.
Für mich ist dieser zweite Band, den man problemlos ohne Vorkenntnisse lesen kann, ein absolutes Wohlfühlbuch mit einer herrlich tiefgründigen Slow-Burn-Romance geworden.

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Building Trust

Rezensionen von jayjay20240906:

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Hase Hibiskus und die Herbstsause von Andreas König

Ein so tolles Buch

Ich habe das Buch gemeinsam mit meiner Tochter gelesen. Nicht nur sie hatte große Freude an dem Buch. Ich hatte sie auch. Ich musste mehr als nur einmal schmunzeln. "Hase Hibiskus und die Herbstsause" ist so ein toll geschriebenes und schön illustriertes Kinderbuch. Der Schreibstil ist einfach gehalten, sodass ihn auch die Kleinsten verstehen.

Zum ersten Selberlesen eignet sich das Buch aber auch prima. Das Buchcover ist schon so schön gestaltet und auch die Bilder im Inneren unterstützen das geschriebene Wort toll.
Kurz zum Inhalt: Die 3 Freunde Hase Hibiskus, Tom Bär und Maxi Maus haben sich für die große Herbstsause ganz schön was aufgeschultert. Sie wollen aktiv an den Vorbereitungen für das Fest helfen, aber immer kommt irgendwas dazwischen und sie kommen gar nicht dazu ihre Aufgaben zu erledigen. Ob sich die Freunde doch noch was einfallen lassen und ob die Herbstsause wirklich das Beste aller Feste wird, das erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest. Es ist wirklich absolut empfehlenswert. Wir werden uns jetzt noch die anderen Bücher aus der "Hase Hibiskus"-Reihe zulegen, weil wir es einfach so toll fanden.

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Hase Hibiskus und die Herbstsause

Rezensionen von Igela:

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Mirabellentage von Martina Bogdahn

Authentisch und einfach

Nachdem Anna Nass sehr lange als Pfarrhaushälterin tätig war, erschüttert sie das Ableben von ihrem Vorgesetzten sehr.

Pfarrer Josef Heubeck, den sie seit der Kindheit kannte, ist überraschend verstorben. Sein Nachfolger noch jung und unerfahren.

Anna muss den jungen Geistlichen Friedtjof nicht nur in die Gemeinde einführen, sondern sich auch an eine neue Routine gewöhnen.

Doch das ist nicht das Einzige, was Anna in Blumfeld beschäftigt. Sie nimmt Fahrstunden und träumt davon wegzufahren. Denn sie hat eine Mission zu erledigen. Etwas, was sie ihrem verstorbenen Freund und Arbeitgeber zu Lebzeiten versprochen hatte.


Nachdem ich das Buch "Mühlesommer", das ebenfalls in Blumfeld handelt, gelesen hatte, freute ich mich sehr auf dieses Buch. Inhaltlich völlig unabhängig von "Mühlesommer" erzählt Martina Bogdahn hier die Geschichte der Pfarrhaushälterin Anna.

Die 54-jährige Anna hat den Haushalt des Pfarrers fest im Griff und sieht diesen als Lebensinhalt an. Denn neben dieser Arbeit und der Freundschaft mit ihrem Chef hat sie keine näheren Beziehungen. Sie ist zwar stark verwurzelt in dem kleinen Ort, dort ist sie aufgewachsen und wird wohl auch dort sterben. Jedoch tiefer gehende Beziehungen oder Freundschaften hat Anna nicht wirklich. Sie organisiert Pfadfindergruppe, Gesangsrunde und Kindermesse und nun ist ihr bester Freund, Pfarrer Josef, tot.

Authentisch und einfach ist Annas Leben. Damit zeichnet die Autorin das etwas klischeehafte Bild einer Pfarrangestellten von früher. Tatsächlich hätte die Geschichte sich vor rund 40 Jahren genauso abspielen können. Es geht sehr ländlich und einfach zu und her. Da werden selbst gepflückte Wiesensträusse in Fahrradkörben transportiert und der Herr Pfarrer schreibt seine Predigt im Büro von Hand.

Für Würze sorgen Klatsch und Tratsch und der oft humorvolle Schreibstil. Mit ab und zu hervorblitzendem Wortwitz ist die Erzählung, die vorwiegend in Ich Perspektive Annas gehalten ist, einfach und gradlinig. Humorvolles, wie ein Pfarrer, der den Leichenbestatter mit Details aus dem Beichtstuhl erpresst, muss man mögen. In Sachen Glaubwürdigkeit musste ich sicher ab und zu ein Auge zudrücken. Denn manchmal werden einzelne Handlungsansätze überzogen beschrieben. Interessant fand ich die gedanklichen Rückblicke Annas an ihre Jugend und Lehrzeit.

Mich hat "Mirabellentage" gut unterhalten, obwohl ich es etwas weniger fesselnd fand als "Mühlesommer".

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Mirabellentage

Rezensionen von Danshi:

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Tilda fühlt viel von Sanna Sofia Vuori

Wenn Gefühle plötzlich Tiger, Einhörner oder Stachelschweine werden

Mit Tilda erleben Kinder drei alltagsnahe Geschichten, in denen große Gefühle im Mittelpunkt stehen. Die Situationen wirken vertraut und greifen Erlebnisse auf, die viele Kinder aus ihrem eigenen Alltag kennen. Besonders schön ist die Idee, Gefühle durch Tiere sichtbar zu machen. So bekommen Wut, Angst oder Überforderung ein Gesicht und werden leichter verständlich.

Manche Bilder brauchen beim Vorlesen zwar etwas Erklärung, bieten dafür aber viele schöne Gesprächsanlässe zwischen Kindern und Erwachsenen. Der Schreibstil ist angenehm und leicht verständlich. Erzählt wird nah an Tildas Sichtweise, wodurch ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehbar werden. Die Illustrationen sind farbenfroh, warm und voller kleiner Details, die es immer wieder neu zu entdecken gibt. Besonders die ausdrucksstarken Gesichter und die liebevoll gestalteten Gefühlstiere haben mir sehr gefallen. Das Cover macht sofort neugierig und vermittelt bereits den fantasievollen Charakter des Buches. Es wirkt freundlich und lädt direkt zum gemeinsamen Lesen ein. Einige Szenen hätten für meinen Geschmack etwas ausführlicher sein dürfen, dennoch bleibt die Botschaft jederzeit klar und einfühlsam.
Ich habe das Buch sehr gern gelesen. Es regt dazu an, mit Kindern über Gefühle zu sprechen und ihre Wahrnehmung ernst zu nehmen. Für Familien mit Kindergartenkindern ist es ein liebevoll gestalteter Begleiter, den ich gern weiterempfehle.

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Tilda fühlt viel

Rezensionen von lese maus:

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Die Träume, die wir hatten von Christiane Hoffmann

hat mich bewegt

Christiane Hoffmanns Roman „Die Träume, die wir hatten. Meine Freundin, Russland, die Ukraine und ich“ hat mich bewegt und aufgewühlt.
Ende der achtziger Jahre: eine Gruppe von jungen Frauen studiert Russisch. Sie lesen Dostojewski, trinken Wodka und reisen durch die Sowjetunion, die sich gerade auflöst.

Es ist eine Zeit des Aufbruchs, der Hoffnungen und Träume von einem demokratischen Russland und einem friedlichen Europa. Jahrzehnte später nimmt sich eine von ihnen das Leben. Es ist die Woche, in der Russland die Ukraine überfällt.
Für mich ist ein kein Unterhaltungsroman. Ich fand den Roman leise und tiefgründing. Der klare und flüssige Schreibstil hat sich sehr angenehm lesen lassen.
Auch empfand ich den Roman nicht vordergründig politisch, man erfährt dennoch recht viel Historisches im Roman und er regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Man sollte sich aber auch darauf einlassen können und dem Roman Platz lassen.

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Die Träume, die wir hatten