Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Patricya :
Nebelbeute von Benjamin Cors
Spannender Fall im verschneiten Bergdorf
Dies ist für mich der erste Teil dieser Reihe, daher kannte ich die Vorgeschichte der Gruppe 4 rund um Jakob Krogh nicht. An der ein oder anderen Stelle wäre etwas Hintergrundwissen bestimmt hilfreich gewesen, der Teil konnte aber durchaus für sich gelesen werden.
Die Geschichte beginnt mit Mila Weiss und ihrer persönlichen Aufarbeitung eines alten Falls.
Um Johannes Toblach zu finden, einen Serienmörder, welcher Mila in der Vergangenheit entwischt ist, und somit den Aufenthaltsort zweier verschwundener Mädchen zu erfahren, reist sie in ein abgelegenes Bergdorf. Kaum ist Mila dort angekommen, wird auch schon die erste Leiche gefunden. Im weiteren Verlauf verschwindet Mila und das gesamte Team rückt an um sie zu finden.
Im Verlauf der Geschichte gibt es immer wieder diverse Wendungen, welche die Story spannend gestalten. Der Schreibstil ist flüssig und ganz besonders hat mir das düstere Setting rund um das verschneite Bergdorf mit seinen schrulligen Einwohnern gefallen. Das Ende war für mich dann tatsächlich nochmal sehr überraschend und ich habe mich von diesem Thriller durchgehend unterhalten gefühlt.
Rezensionen von ekiam:
Ein rasantes Wimmel-Abenteuer in einer Stadt voller Geschichten von Christoph Steyer; Franka Biederstädt
Tolles Konzept mit kleinen Schwächen in der Umsetzung
Schon der Klappentext hat mich sofort angesprochen. Ein Wimmel- und Suchbuch, das sich nicht an Kleinkinder richtet, sondern gezielt Kinder ab fünf Jahren anspricht, findet man eher selten. Die Idee, eine kleine Geschichte mit Wimmelseiten und Suchaufgaben zu verbinden, fand ich deshalb richtig spannend.
Im Buch wechseln sich Erzählseiten und große Wimmelbilder mit Suchaufträgen ab. Unter jedem Wimmelbild befindet sich eine Suchleiste mit verschiedenen Aufgaben, darunter Zählaufgaben und das Finden bestimmter Gegenstände. Positiv ist dabei, dass die Aufgaben die Zielgruppe durchaus fordern. Manche waren auch für mich nicht auf Anhieb zu lösen und bieten Kindern damit eine schöne Herausforderung.
Leider hat genau dieser Punkt bei uns aber auch für etwas Frust gesorgt. Einige Gegenstände waren wirklich schwer zu finden und bei den Zählaufgaben fehlt leider eine Lösung. Dadurch waren wir uns teilweise gar nicht sicher, ob wir richtig gezählt hatten. Gerade bei anspruchsvolleren Aufgaben hätte ich mir hier eine Auflösung am Ende des Buches gewünscht.
Zusätzlich ziehen sich zwei Suchaufträge durch das gesamte Buch. Das Sammeln der Roboterteile hat uns gut gefallen und war motivierend (auch wenn auf einer der fünf Wimmelseiten gar kein Teil mehr gesucht werden muss, weil der fertige Roboter bereits zu sehen ist). Schwieriger war dagegen die zweite Aufgabe: Hinweise auf die fehlenden Buchstaben der Lieblingskekse der Protagonistin zu finden, war für mein Kind teilweise zu abstrakt und führte eher zu Frust als zu Spaß. Immerhin gibt es für beide Aufgaben am Ende des Buches die Lösungen.
Die Texte sind dagegen durchweg altersgerecht, leicht verständlich und führen angenehm durch die Geschichte.
Auch die Illustrationen haben mir insgesamt gut gefallen. Auf den ersten Blick wirken die Wimmelseiten zwar beinahe überwältigend, doch genau darin liegt auch ihr Reiz. Nimmt man sich Zeit, entdeckt man immer neue kleine Details, lustige Szenen und Zusammenhänge, sodass sich ein erneutes Anschauen auf jeden Fall lohnt.
Insgesamt hat Ein rasantes Wimmel-Abenteuer in einer Stadt voller Geschichten eine tolle Grundidee und richtet sich erfreulicherweise an etwas ältere Wimmelbuch-Fans. Die teilweise sehr anspruchsvollen Suchaufgaben haben den Spielspaß bei uns zwar etwas gebremst, trotzdem hatten wir insgesamt viel Freude daran und würden das Buch besonders Kindern empfehlen, die gerne knifflige Suchbilder lösen.
Rezensionen von ekiam:
Eine Tür für den Pomps von Judith Spörl
Jedes Kind braucht einen Pomps
Eine Tür für den Pomps ist ein Kinderbuch, das schon auf den ersten Seiten zeigt, wie viel Liebe in ihm steckt. Die Idee einer Kinderbuchwerkstatt, in der Figuren, Schreiblinge und Farbklecksis zusammenleben, ist wunderbar kreativ und macht sofort neugierig.
Das absolute Highlight sind für mich die Illustrationen.
Sie sind unglaublich detailreich, humorvoll und mit viel Herz gestaltet. Dabei bleibt das Buch abwechslungsreich: Mal finden sich kleine Zeichnungen am Seitenrand oder um einzelne Wörter herum, dann wieder seitenfüllende Illustrationen oder kleine Comics, die direkt in die Geschichte eingebunden sind.
Gerade diese Comic-Elemente fand ich besonders gelungen. Der Wechsel zwischen Fließtext und Comics führt Kinder ganz spielerisch an ein Genre heran, das anders erzählt als klassische Bücher. Comics leben davon, Mimik, Gestik und Situationen selbst zu deuten. Eine Tür für den Pomps lässt junge Leserinnen und Leser mit dieser Aufgabe aber nicht allein. Durch den begleitenden Fließtext entsteht genügend Orientierung, sodass Kinder erste Erfahrungen mit dem Medium Comic sammeln können, ohne überfordert zu werden. Diesen Ansatz fand ich wirklich spannend.
Besonders ans Herz gewachsen ist mir Marie. Gerade zu Beginn tat sie mir leid, weil sie in ihrer eigenen Geschichte gefühlt nur eine kleine Nebenrolle spielt. Sowohl die Figuren als auch die Autorin scheinen sie zunächst kaum wahrzunehmen, wodurch sie fast ein Schattendasein führt. Umso schöner ist es zu erleben, wie Pomps sie nach und nach dazu ermutigt, mutiger zu werden und über sich selbst hinauszuwachsen.
Und Pomps? Den muss man einfach mögen. Er war mir von der ersten Seite an sympathisch. In anderen Genres würde man wahrscheinlich sagen, er ist eine absolute Green Flag – und das hier sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Er steht Marie loyal zur Seite, nimmt ihr aber nicht alles ab, sondern fordert sie immer wieder heraus, an sich zu glauben und sich weiterzuentwickeln. So einen Pomps sollte wirklich jedes Kind an seiner Seite haben.
Auch die Botschaft des Buches hat mir gut gefallen. Die Geschichte macht Lust darauf, selbst kreativ zu werden und eigene Geschichten zu erfinden. Leider hat sie für mich insbesondere im letzten Drittel etwas an Tempo verloren. Gerade als Marie beginnt, mutiger zu werden und ihre Geschichte für Pomps schreibt, also an einem der wichtigsten Punkte des Buches, zog sich die Handlung für meinen Geschmack etwas zu sehr. Das hat den ansonsten großartigen Eindruck leider ein wenig geschmälert.
Trotz dieses kleinen Kritikpunkts ist Eine Tür für den Pomps ein warmherziges, originelles Kinderbuch mit einer wunderbaren Botschaft, außergewöhnlichen Illustrationen und einer Hauptfigur, die man so schnell nicht wieder vergisst.
Rezensionen von Alais:
Die Träume, die wir hatten von Christiane Hoffmann
Berührend, bereichernd und wunderschön geschrieben
Christiane Hoffmann hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der von Schönheit und Klarheit geprägt ist und mich von der ersten Zeile an verzauberte. Auch mochte ich, dass sie beim Erzählen so nah am Menschen bleibt, dabei stets respekt- und liebevoll ist.
Es ist ein sehr persönliches Buch, in dem sie sich behutsam ihrer verstorbenen Freundin annähert und auf ihre Erlebnisse und Lebensträume zurückblickt.
Beide einte eine Liebe und Faszination für die russische Kultur, die auch ihr Studium und ihren weiteren beruflichen wie privaten Lebensweg prägten.
Ein gewisses Interesse für Politik und Zeitgeschehen ist daher bei dieser Lektüre sicherlich von Vorteil, aber ich würde auch Menschen, die sich ansonsten nicht für Politik interessieren, empfehlen, sich auf diese Lektüre einzulassen. Ich fand es zumindest sowohl sehr spannend, einen neuen Blick auf eine Zeit zu erhalten, die ich als Kind erlebt hatte und in der ich nicht alles mitbekommen hatte, als auch bereichernd, weitere Einblicke und Einsichten zum aktuelleren Zeitgeschehen zu bekommen, die die Autorin aufgrund ihrer journalistischen Tätigkeit und ihrer Zeit als stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung bieten kann. Von der hoffnungsreichen Zeit Gorbatschows mit ihrer Aufbruchstimmung über herausfordernde Jahre, während derer nur oberflächlich alles in Ordnung scheint, bis hin zum Schock über Putins Überfall auf die Ukraine, erscheinen die Ereignisse rund um Russland auch fast schon wie ein Spiegelbild für den Lebensweg der Freundin.
Durch das eindrucksvolle Porträt, das die Autorin von ihrer so klugen wie liebevollen und eigentlich doch so starken Freundin zeichnet, berührte mich diese Lektüre tief. Bei aller Traurigkeit finde ich es aber auch einfach schön, dass die Freundin und ihr Wirken in der Welt, darunter all das Gute, das sie ihrem Mann während seiner Krankheit zukommen ließ, durch dieses Buch eine Würdigung erfahren.
Rezensionen von Miro:
Ein Riesenspaß für die ganze Familie von Jennifer E. Smith
Die außergewöhnlichen Endicotts
Drei Jahre habe die Geschwister Endicott nicht miteinander geredet, als alle von Jude, der Jüngsten, eine Nachricht mit der Bitte um ein Treffen erhalten. Und natürlich machen sich alle drei auf den Weg. Denn eigentlich waren sie mal unzertrennlich und wenn sie gebraucht werden, sind sie auch heute noch zur Stelle.
Was die Geschwister damals getrennt hatte, erfahren wir aus Rückblenden. Der Aufbau des Buches ist ziemlich spannend gestaltet. Wir lesen Kapitel aus der Sicht der einzelnen Geschwister und immer wieder Rückblenden, die uns ihre spezielle Kindheit näher bringen.
Auch die Gegenwart ist interessant, denn alle vier stehen an einem Wendepunkt. Sie kämpfen mit unerfüllten Träumen, beruflichen Krisen und dem üblichen Beziehungskram. Durch das Wiedersehen werden sie mit lang vergrabenen Wahrheiten konfrontiert und müssen sich gezwungenermaßen ihren verdrängten Traumata stellen.
Und dann hat Jude noch ein paar ganz spezielle Wahrheiten für ihre Geschwister, die die neu entstandene Nähe auf eine harte Probe stellen. Doch es sind die außergewöhnlichen Endicotts, die schon viel mehr meistern mussten. Ihre Leben waren immer turbulent.
Jennifer E. Smith konnte mich mit diesem Familienroman richtig begeistern. Die Geschwister sind mir ans Herz gewachsen mit ihren Ecken und Kanten. Die Charaktere sind liebevoll, aber auch schonungslos gezeichnet und die Rollen, wie in Familien meistens, klar vergeben.
Besonders gelungen finde ich den Aufbau des Buches. Durch die Rückblenden setzt sich die Geschichte wie ein Puzzle zusammen und aus den anfänglichen Verwirrung wird ein stimmiges Bild. Das weckt die Neugierde und baut Spannung auf. So war es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Der Stil ist zugänglich, manchmal humorvoll und manchmal sehr einfühlsam. Für mich war das Buch ein echtes Highlight!
Rezensionen von Philiene :
Und der Wind steht still von Astrid Lehmann
Schicksal
Und der Wind steht still erzählt die Geschichte von Else, einer jungen Frau die während des zweiten Weltkrieges im Schwarzwald lebt. Ihre Gesc5könnte wohl die von vielen Frauen sein, die damals lebten. Sie heiratet einen Mann den sie kaum kennt und der gleich nach der Hochzeit zurück in den Krieg zieht.
Sie muss mit seiner Schwester klar kommen, verkraften das er nach dem Krieg vermisst wird und mit den Besatzern die nach dem Krieg in das Dorf kommen. Sie scheint endlich ihr Glück zu finden, ausgerechnet mit einem französischen Soldaten, doch ist das von Dauer?
In einem zweiten Erzählstrang lernen wir Alice kennen die ihren Lebrnsabend in Frankreich verbringt und sich auf die Suche nach den Spuren ihrer Vergangenheit macht.
Mich hat vor allen Elses Geschichte tief bewegt, sie war eine Frau die sich eigentlich nur nach einem ruhigen und sicheren Leben gesehnt hat und dafür wohl in der falschen Zeit gelebt hat. Mit ruhigen Worten erzählt die Autorin eine emotionale Geschichte die mich komplett in die damalige Zeit versetzt hat.
Dazwischen dann Alice Spurensuche die in der heutigen Zeit spielt aber nicht weniger interessant war.
Eine sehr emotionale Zeitreise.
Rezensionen von PMelittaM:
The Boys - Gnadenlos-Edition, Band 6 von Garth Ennis
Gelungener Abschlussband
Es ist soweit, die letzte Schlacht gegen die Supies steht bevor, und Butcher kann sich hoffentlich endlich an Homelander rächen. Doch auch danach ist die Sache für Billy Butcher noch nicht beendet.
Der letzte Band geht noch einmal aufs Ganze und bringt auch ein paar Überraschungen mit sich. Mich hat am meisten überrascht, dass der Band zwei Teile hat und es nach dem Kampf gegen die Supermenschen noch nicht vorbei ist.
Doch auch das passt zur Geschichte, und auch, wenn ich mit dem, was dann noch geschieht nicht wirklich glücklich bin, ist es ein gelungener Abschluss dieser nicht alltäglichen und, ich kann es gar nicht oft genug betonen, nur für Erwachsene gedachten Geschichte.
Der letzte Band rundet die Geschichte gut ab, man sollte die Reihe aber unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen!
Rezensionen von Philiene :
Ferne Heimat Altmontal von Michael Riepl
Dieses Buch regt zum Nachdenken an
Ferne Heimat Altmontal basiert auf der Lebensgeschichte der Großmutter des Autors und seiner eigenen Reise in die Ukraine in der Zeit des heutigen Krieges.
Seine Großmutter wurde im Altmontal geboren, als Tochter von deutschen Einwanderern. Der Ort liegt in der heutigen Ukraine. Anhand ihrer Geschichte wird die Geschichte eines Landes erzählt in dem man eigentlich nie wirklich frei leben konnte.
Immer wieder müssen die Menschen unter anderen Besatzern leiden. Sie leben in der Kornkammer Europas und doch oder gerade deswegen verhungern sie in Massen zur Zeiten der Sowjetunion.
Der Autor schafft es die Geschichte eines Landes bishin zu den heutigen Konflikten wieder zu geben. Er erzählt von den Menschen die dort leben, von den Schwierigkeiten die sie haben und gleichzeitig vom Leben seiner Großmutter die früh lernen musste was es heißt zu hungern.
Ein wirklich gut geschriebenes und sehr interessantes Buch über ein Lsnd über das immer noch viel zu wenig geschrieben wird. Ja sicher wir alle wissen von dem Krieg der dort heute herrscht, aber die Geschichte dieses Lsndes ist viel mehr und von so viel Leid bestimmt das es einfach erzählt werden muss.
Dieses Buch hat mich lange nachdenklich zurück gelassen.
Rezensionen von Annabell95:
Wer blind vertraut von Tessa Duncan
Blindes Vertrauen
Lily Brown gerät in ihrem neuen therapeutischen Fall in einen Strudel aus emotionaler Belastung und realer Gefahr. Eine Patientin ringt mit der quälenden Frage, was mit ihrer seit Jahren verschwundenen Tochter geschehen ist. Gleichzeitig kämpft Lily darum, einen skrupellosen Heiratsschwindler zu stoppen, der eine andere Klientin finanziell ausgenommen hat und möglicherweise zu weit mehr fähig ist als Betrug.
Zwei düstere Fälle, die Lily an ihre Grenzen bringen.
"Wer blind vertraut" ist der dritte Band der Canterbury-Serie mit der Psychotherapeutin Lily Brown. Der Fall selbst ist in sich abgeschlossen und lässt sich auch ohne Vorkenntnisse lesen. Jedoch empfiehlt es sich für die Charakterentwicklung der Protagonisten auch die Vorgänger der Reihe zu kennen.
Der flüssige und bildhafte Schreibstil hat dafür gesorgt, dass ich sofort in den Bann gezogen worden sind. Da mir die Vorgänger bereits bekannt sind, konnte ich auch sehr schnell wieder eine Bindung zu den beiden Hauptprotagonisten Lily und Dan aufbauen. Ihre persönliche Geschichte ist präsent, aber nie überladen, sodass der Fall selbst weiterhin im Vordergrund steht. Die Geschichte und die Beziehung zueinander wurde sehr schön weiterentwickelt. Das macht die beiden so emotional greifbar und ihre Geschichte macht die komplette Buchreihe aus.
Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven (Lily, Dan, Mary-Ann, Caroline und einer geheimnisvollen unbekannten Person) erzählt. Die Perspektive der unbekannten Person ist sehr rätselhaft und man fragt sich wer genau dahintersteckt und rätselt beim Lesen mit. Diese Struktur mit den wechselnden Perspektiven sorgt für Dynamik, Abwechslung, aber auch für psychologische Spannung.
Der Roman arbeitet mit drei Handlungssträngen, die zunächst völlig unabhängig wirken. Genau das erzeugt den Reiz. Man fragt sich ununterbrochen, wie diese Fälle zusammenhängen könnten, und fiebert mit jeder neuen Szene mit. Die Auflösung ist am Ende schlüssig und logisch. Alle losen Enden und offenen Fragen werden aufgeklärt.
Die Thematik in diesem Roman rund um das Messie‑Syndrom ist sensibel und realitätsnah eingebettet. Sie verleiht dem Thriller zusätzliche Tiefe und zeigt, wie psychologische Faktoren Ermittlungen beeinflussen können.
Mein Fazit:
Ein sehr schöner Spannungsroman mit einer psychologischen Spannung, der aber auch ohne großartige Gänsehautmomente auskommt. Die Protagonisten sind sehr lebendig und authentisch gezeichnet, was den ganzen Roman greifbarer macht. Ich hoffe auf eine Fortsetzung und gebe diesem Roman eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von Annaja:
Luft nach unten von Tamara Štajner
Mutter-Tochter Beziehung
Die Protagonistin Iva fährt zur Beerdigung ihrer Bezugsperson Marija, nach Ohrid in Nordmazedonien, wo sie selbst aufgewachsen ist und ihre Eltern leben. Sie ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Heimat, der Familie, die dort lebt und dem jetzigen Leben in Wien als Geigerin, verheiratet mit Felix, einem Schauspieler.
Beide versuchen seit einiger Zeit, ein Kind zu bekommen, was nicht gleich zu klappen scheint. Iva vergleicht sich unentwegt mit ihrer Mutter, verachtet diese, erkennt in ihr aber auch den gleichen, impulsiven, zerstörerischen Charakter. Die Konflikte zwischen Mutter und Tochter, die ungelöst bleiben, Hass und Liebe, intensiv und so nah beieinander.
Iva liebt ihren Mann Felix, ist jedoch gleichzeitig auch die Geliebte eines verheirateten Mannes, sie kann nichts loslassen.
Als sie ein kleines Mädchen, die Enkelin einer Bekannten aus Ohridsee bei sich in Wien aufnimmt, öffnet sich ihr Herz.
Der Roman ist so facettenreich und der Schreibstil dieser Autorin liest sich angenehm, leicht und verständlich, man kann die Gefühle und diese Zerrissenheit der Hauptfiguren sehr gut spüren.











