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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PMelittaM:

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Das Gesetz der Orks von Michael Peinkofer

Der Abschlussband der ersten Trilogie

Die Orkbrüder Balbok und Rammar konnten ihre Gier nicht beherrschen und sind von jetzt auf gleich auf einer fremden Insel gelandet. Schnell stellen sie fest, dass es kein guter Ort ist, hier werden Orks versklavt und Elfen sind böse und grausame Herrscher. Das geht natürlich gar nicht, das müssen Balbok und Rammar wieder in die richtigen Bahnen lenken

An dem Ort, von dem die beiden Orks verschwanden, tauchen dafür wie aus dem Nichts mehrere Elfen auf, Elfen, die so gar nicht den Elfen, die man bisher auf Erdwelt kannte, gleichen.

Das müssen auch Alannah und Corwyn bald feststellen. Und diese Elfen, die schnell als Dunkelelfen erkannt werden, sind nicht die einzige Überraschung für die beiden Herrscher, denn es tritt auch ein Zauberer in ihr Leben, der Alannah offenbar von früher kennt, auch wenn sie sich nicht an erinnern kann.

Der Abschlussband der Trilogie bringt eine ganze Reihe Überraschungen mit, und leitet zudem zur nächsten Trilogie des Autors über, in der es um Zauberer geht, und die Jahrhunderte vorher spielt. In diesem Band erhält man schon eine gewisse Ahnung davon, um was es dort gehen könnte. Diese Trilogie ist bereits komplett erschienen. Und auch Rammar und Balbok haben bereits weitere Romane erhalten, es gibt also noch einiges zu lesen.

Wenn Balbok und Rammar mit im Spiel sind, geht es nicht ohne Humor, die beiden, vor allem Rammar, sind einfach zu durchgeknallt. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch sehr spannend werden kann. Denn die beiden, und nicht nur sie, kommen immer wieder in gefährliche Situationen, im Falle der beiden Orks sind diese oft sogar regelrecht wahnwitzig. Ich mag es, auf welche skurrilen Ideen Michael Peinkofer manchmal kommt.

Die Kapitelüberschriften sind, ich mag diese Idee, alle auf Orkisch. Damit man sie, und auch die Wörter, die Balbok und Rammar mitunter benutzen, verstehen kann, findet man im Anhang die Übersetzungen, sowie einiges Wissenswerte über die Sprache der Orks. Man kann aber auch einfach weiterlesen und den Lesefluss ungestört lassen. Balbok und Rammar versteht man in der Regel auch aus dem Kontext. Ebenfalls im Anhang findet man ein Orkisches Rezept, die Zutaten dürften aber eine Herausforderung sein.

Der Abschlussband dieser Trilogie ist noch nicht das Ende der Geschichte der beiden Orks. Mittlerweile sind weitere Bände erschienen. Die Trilogie hat trotzdem einen guten Abschluss erhalten, es werden Geheimnisse gelüftet, Gefahren bestanden, und die Bruderliebe der beiden ist weiterhin besonders … Wer Fantasy mit Humor mag, sollte es einmal mit diesen Orks versuchen.

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Das Gesetz der Orks

Rezensionen von nuean:

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Pearls & Skulls, Band 1 - Unsterblich von Sandra Grauer

Gute Idee, starke Charaktere, trotzdem hat es mich nicht ganz gepackt

Ich habe schon einiges von Sandra Grauer und konnte an dem Cover wieder nicht vorbei. Die Cover sind wirklich immer toll. Auch der Klappentext hat mich neugierig gemacht und Vampirromane habe ich schon länger nicht mehr gelesen.
Paige muss sich als Tochter des Oberhauptes der Bikergang in New Orleans beweisen und als einzige Frau ihren Platz an der Spitze verteidigen.

Sie ist stark und schlagfertig und schützt mit dem Rest der Gang die Stadt vor den Vampiren. Lavaughn ist sehr von sich eingenommen und verfolgt seine Ziele. Beide zusammen sind doch sehr explosiv.
Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker und flüssig. Manchmal doch sehr ausführlich.
Der Einstieg ins Buch war gleich sehr herzzerreißend und spannend. Auch die Einführung in Paige´s und Lavaughn´s Leben hat mir gut gefallen und das Aufeinandertreffen der Beiden hat mir gut gefallen. Da aus beiden Perspektiven erzählt wird erhält man noch mehr Einblicke in die Gefühlswelt der Protagonisten, was ich liebe. Die Idee ist auch wirklich gut nur zwischendrin gab es einige Längen, die mich nicht so mitfiebern lassen haben. Zum Ende hin wird es wieder sehr spannend und es tauchen die Charaktere der anderen Bücher der Autorin auf und es wird nochmal richtig spannend. Ich muss zugegeben, dass ich von den vorangegangenen Büchern immer nur Teil eins gelesen habe, weil ich auch da nicht vollends überzeugt war. Ich bin gespannt, ob ich wenn Teil 2 rauskommt, dazu greifen werde.
Fazit: Tolle Idee mit viel Potential, trotzdem hat es mich nicht umgehauen.

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Pearls & Skulls, Band 1 - Unsterblich

Rezensionen von Lesemama:

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Schule mit Juli von Petra Eimer

Projekttage mit tierischer Unterstützung

Zum Buch:

Kurz vor den Sommerferien sind in Pauls Schule Projekttage zum Thema Tiere. Alle dürfen ihre Haustiere mitbringen, alle, außer Anna und Paul. Pferde seien zu groß.
Dann erfahren Paul und Anna dass Max Versetzung gefährdet ist und Max eine Präsentation halten darf, um seine Note zu verbessern.

Paul, Anna und Max schmieden einen Plan der ganz nebenbei noch viel mehr bewirkt als nur eine Versetzung von Max.

Meine Meinung:

Ich liebe Juli. Schon seit dem ersten Buch von Paul und Juli bin ich ein großer Fan der yReihe. Ich mag die Personen, die in den Büchern eine Rolle spielen und ich mag natürlich Juli und alle anderen tierischen Chatakteren.
Aber auch der Aufbau der Bücher ist toll gemacht, es ist so gemacht, dass es großem Spaß macht, es zu lesen. Verschiedene Schrifttypen lockern auf, dazu noch die wunderbaren Illustrationen, die einfach nur Freude bereiten, gut zu dem Gelesenen passen und auch für jüngere, denen man vielleicht noch vorliest, genug zu entdecken bietet.
Die Geschichte an sich hat mir natürlich auch sehr gut gefallen, ich fand die Idee mit den Projekttagen gut, auch wenn es ein wenig im Chaos endete. Und ich finde den Rektor toll, der so um seine Schule kämpfte.
Auch das Thema Assistenttiere wurde gur aufgegriffen und kindgerecht erklärt,so das sich wohl so einige lesenden Kinder ein paar Therapietiere in der Schule wünschen würden. So eine Juli würde den Schulalltag schon ordentlich spannend machen.
Mir hat es jedenfalls wieder sehr gut gefallen und ich kann es nur weiterempfehlen.

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Schule mit Juli

Rezensionen von clematis:

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Schwestern der Freiheit von Heather Morris

Drei Jahre und sieben Monate

Die japanische Armee übernimmt 1942 Singapur, wer kann, flieht. Auch Musikerin Norah Chambers und Krankenschwester Nesta James (zwei reale Charaktere) begeben sich an Bord der HMS Vyner Brooke und setzen ihre Hoffnung auf eine rechtzeitige Flucht Richtung Australien. Diese wird aber schon bald durch Fliegerbomben zunichte gemacht, die Überlebenden werden auf indonesischen Inseln interniert.

Drei Jahre und sieben Monate dauert das Martyrium unter japanischer Aufsicht.

Chronologisch geht Heather Morris bei ihren detaillierten Beschreibungen vor, lehnt sich dabei sehr genau an Berichte von Überlebenden und deren Angehörigen an. Das brennende Singapur ist Ausgangspunkt, weiter geht es durch verschiedene Lager bis hin zur Befreiung im September 1945. Schnörkellos und mit bedrückender Sachlichkeit erzählt Morris im Präsens, wodurch eine ganz besondere Atmosphäre im Roman entsteht. Obwohl Verletzungen – durch Abseilen vom Schiff, Schwimmen im Mangrovengebiet und später physische und psychische Gewalt durch die Aufseher im Lager – allgegenwärtig sind, findet sich immer irgendwer, der Zuversicht und Trost spendet, auch wenn die Lage hoffnungslos scheint. Insbesondere die Tätigkeit der australischen Krankenschwestern, aber auch aller anderen Kriegsgefangenen wird von unterschiedlichen Seiten beleuchtet. Die Geschichte zeigt einmal mehr, wie groß der Zusammenhalt in einer erzwungenen Gemeinschaft sein kann, wenn jeder aufgrund seiner Fähigkeiten und Stärken seinen Teil beiträgt, wie lindernd die Musik wirkt. Aber auch zu welchen Grausamkeiten Menschen leider fähig sind, wird offenbar. Drei Jahre und sieben Monate unter den beschriebenen Bedingungen sind unvorstellbar, völlig verständlich, dass die vierundzwanzig (von über sechzig) Krankenschwestern bei ihrer Rückkehr nach Perth als Heldinnen gefeiert worden sind.

Ein Roman nach einer wahren Geschichte – unfassbar, was damals passiert ist. Leseempfehlung für all jene, die den Zweiten Weltkrieg nicht nur unter den Gesichtspunkten von Nazis und Konzentrationslagern in Europa näher beleuchten möchten.

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Schwestern der Freiheit

Rezensionen von lectrice:

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Der Absturz von Édouard Louis

Schonungslos

Ich habe bereits "Das Ende von Eddy" des Autors gelesen und die Leseprobe des neuen Buche von Louis hat mich schon tief getroffen und die Lektüre des gesamten Buches ebenso. Schonungslos - das ist der Begriff, der für mich am besten passt für die traurige Geschichte des Halbbruders, von der Louis berichtet.

Zehn Jahre älter als der Autor und es bestand im vergangenen Jahrzehnt kein Kontakt. Trauer stellt sich bei ihm nicht ein, aber er schreibt gewissermaßen eine Reportage über diesen Bruder, der nicht einfach war, dennoch zeigen sich immer wieder einige positive Eigenschaften, wobei Eigenschaften eigentlich zu hoch gegriffen ist.
Der Bruder bleibt ohne Namen, hatte viele Träume, die alle an seiner Herkunft scheitern, stattdessen bestimmt der Alkohol sein Leben. Gegen die Sucht kann er nicht gewinnen, er gerät zunehmend in eine Abwärtsspirale und der Autor stellt sich immer wieder die Frage, ob er ihn hätte retten können.
Sprachlich wieder einmal ein Juwel und eine Geschichte, die aufrüttelt.

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Der Absturz

Rezensionen von Nele33:

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Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104 von Susanne Abel

Jahreshighlight

Das Hörbuch"Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104" der Autorin Susanne Abel eingelesen von Vera Teltz erzählt das Leben von Hardy und Margaret Willeiski, die als Kriegskinder eine unbeschreibliche Zeit erleben mussten. Dies alles im Namen der Kirche und deren Abkömmlingen.

Hardy wird als ca.

4-jähriger Junge mit einem nicht lesbaren Zettel um den Hals in einem Flüchtlingstreck aufgefunden. Sein Alter wird geschätzt und er wird fortan Hartmut genannt. Das Heim, in dem er schließlich Margret begegnet, wird mit unerbittlicher Härte von Nonnen geführt. Die Kinder werden nicht einmal beim Namen genannt, sondern mit Nummern aufgerufen. Die kleinen Seelen, die sämtliche Sicherheit in ihrem Leben verloren haben, haben nur sich selber. Margret wird für Hardy, der nur mit ihr spricht, seine Beschützerin. Als Margret von Verwandten aufgenommen wird, bleibt Hardy zurück. Beide erleben in den darauffolgenden Jahren weiteres Leid, bis Margret Hardy mehr durch Zufall wieder findet und sie sich ein gemeinsames Leben aufbauen. Ein Leben, welches besonders für Margret durch Ängste und starke psychische Beeinträchtigungen geprägt ist. Dennoch versuchen sie nach außen hin ein geregeltes Leben zu zeigen und schweigen auch gegenüber ihren Kindern, Enkeln über ihre Vergangenheit. Emely, ihre Urenkelin, die bei ihnen aufwächst, beginnt eines Tages Fragen zu stellen und weckt dadurch die alten Geister.

Mich hat das Hörbuch sehr bewegt, waren doch auch meine Eltern Kriegskinder, aber auch bei uns wurde nicht darüber gesprochen, geschweige denn aufgearbeitet. Die Autorin versteht es gekonnt, die transgenerationale Weitergabe eines Traumas in einen fesselnden Roman zu verpacken. Vera Teltz als Sprecherin hat wunderbare Arbeit geleistet, die einzelnen Personen werden durch exzellente Betonung mehr als lebendig, wenn das überhaupt möglich ist.

Du musst meine Hand fester halten Nr. 104 hat meine Erwartungen weit übertroffen.

Dieses Hörbuch ist für mich ein absolutes Jahreshighlight und ich kann es nur jedem ans Herz legen.

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Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104

Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:

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Lasst uns reden von Lou Elvarsdóttir; Julia Dibbern

Auch für die Elternarbeit interessant

„Lasst uns reden. Die Familienkonferenz. Wo Klein und Groß zusammen wachsen“ von Julia Dibbern und Lou Elvarsdóttir ist ein praxisnahes Buch, das den Blick auf gelingende Kommunikation zwischen Erwachsenen und Kindern richtet. Besonders wertvoll ist es nicht nur für Eltern, sondern auch für Lehrkräfte oder Lehramtsstudierende, die Anregungen für den Klassenrat oder für die Elternarbeit suchen.

Gerade für Menschen, die selbst (noch) keine Kinder haben, eröffnet es einen Zugang zu Methoden, mit denen demokratische Prozesse und ein respektvolles Miteinander eingeübt werden können. Für den häuslichen Rahmen erscheinen die beiliegenden Arbeitsblätter dagegen eher weniger geeignet.

Ich selbst lebe nach dem Prinzip der „Neuen Autorität“. Dieser Ansatz, geprägt unter anderem von Haim Omer, setzt auf eine Haltung von Präsenz und Stärke ohne Gewalt. Anstelle von Kontrolle und Macht stehen Beziehung, Standhaftigkeit und Selbstkontrolle im Vordergrund. Die sieben Säulen der Neuen Autorität sind: Präsenz, Selbstkontrolle, Unterstützung durch ein Netzwerk, transparente Handlungen, beharrlicher Widerstand, Wiedergutmachung und der Verzicht auf Eskalation. Diese Grundhaltung stärkt die Bindung zwischen Erwachsenen und Kindern und eröffnet neue Wege im Umgang mit Konflikten.

Das Buch von Dibbern und Elvarsdóttir überzeugt durch seine Niedrigschwelligkeit und eignet sich auch für den Direkteinstieg in die Praxis, ohne lange theoretische Vorarbeit leisten zu müssen. Bedauerlich ist allerdings, dass nur eine geringe Anzahl an Handlungsalternativen angeboten wird, wenn die vorgeschlagene Vorgehensweise nicht sofort greift. Hier wäre mehr Vielfalt wünschenswert gewesen, um flexibel auf unterschiedliche Situationen reagieren zu können.

Insgesamt jedoch ein empfehlenswertes Buch, das wichtige Impulse für Schule und Familie gibt. 4/5 Sterne.

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Lasst uns reden

Rezensionen von Miro:

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Im Leben nebenan von Anne Sauer

Was wäre wenn ...

Toni hat das Kleinstadtleben hinter sich gelassen, lebt mit ihrem Hipsterfreund in einer tollen Altbauwohnung und ist erfolgreich in ihrem Job. Doch ihre Freunde ziehen mit Kleinfamilie ins Umland, während Tonis eigener Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Der Druck, den das Umfeld unbeabsichtigt ausübt und die Tatsache, dass Sex keinen Spaß mehr macht, sondern zur Aufgabe wird, lassen sie fast zusammenbrechen.

Doch plötzlich wacht sie in ihrer ehemaligen Heimatstadt auf mit einem Baby und den Mann, den sie zu Schulzeiten liebte, neben sich. Ihre Verwirrung ist groß, das plötzliche Kind überfordert sie und sie versucht anfangs diesem "neuen" Leben zu entfliehen.

Erzählt wird in abwechselnden Abschnitten. Wir lesen von Toni und Antonia. Die eine hat den Absprung geschafft, die andere ist geblieben. Das Szenario ist so nicht ganz unbekannt und die Frage, was wäre wenn, hat sich wohl jede*r schon mal gestellt.

Auch die Problematik des unerfüllten Kinderwunsches ist in unserer Zeit allen ein Begriff. Ich denke, alle Menschen kennen Paare die damit hadern oder den steinigen Weg der künstlichen Befruchtung beschreiten. Mit Antonia zeigt die Autorin auf, dass auch mit Nachwuchs nicht alles eitel Wonne ist. Als Mutter bleibt man anfangs selbst auf der Strecke. Man muss sich in die neue Rolle einleben und sich seine Freiräume schaffen.

Warum ich es so empfinde, dass das "was wäre wenn" hier nicht ganz aufgeht, ist die Tatsache, dass Toni, die in der Großstadt weiter sozialisiert wurde, plötzlich als Antonia wieder Kleinstädterin ist. Doch Antonia ist nie weggezogen, hat nie Großstadtluft geschnuppert und hat nie den Mut bewiesen, ihre eigenen Wege zu beschreiten. Antonia wäre ein komplett anderer Mensch! Sie würde anders denken und handeln. Viele ihrer Zweifel hätte sie nicht, denn sie würde bestimmt weniger hinterfragen. Und die Tatsache, im anderen Leben aufzuwachen, ist ausreichend, um komplett durch den Wind zu sein und als verrückt zu gelten.

Es ist völlig normal, dass Antonia mit dem Baby vorerst nicht zurecht kommt, denn sie hatte keine neun Monate Zeit, sich darauf vorzubereiten, kann sich an keine Geburt erinnern und kennt ihren Mann eigentlich nicht, denn dieser war ein Junge, als sie sich von ihm getrennt hatte.

Also ich würde wahrscheinlich durchdrehen!

Stilistisch ist das Buch wenig aufregend. Es liest sich flott und flüssig, ist nicht zu emotional. Die Sprache ist klar, es gibt nicht zu viele Metaphern und die Trennung der zwei Lebensentwürfe gelingt durch die Verwendung des Kosenamens im ersten Strang problemlos. Die Idee finde ich prinzipiell nicht schlecht, aber die Antonia hier erscheint mir nicht ganz glaubwürdig. Von mir gibt es nur eine bedingte Empfehlung.

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Im Leben nebenan

Rezensionen von Daggy:

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Der Elefantenpups, Direktor Fröhlich und das Zoo-Orchester, m. Audio-CD von Heidi Leenen

Erste Instrumentenvorstellung, sehr gelungen

Schon auf dem Cover machen die Zootiere fröhlich Musik. Wie es dazu kam, davon erzählt dieses musikalische Bilderbuch.
Zu Beginn sehen wir Direktor Fröhlich mit den Händen auf dem Rücken und sein Lieblingslied pfeifend in den Zoo marschieren. Während die Besucher noch ihre Tickets kaufen, strahlen die Tiere Herrn Fröhlich an und bewegen sich zum Takt der Musik.

Doch dann fällt Herr Fröhlich über eine Wurzel und „von diesem Tag an veränderts ich das Leben im Zoo.“ Wieso der Zoodirektor stolpert? Das hat etwas mit dem Titel des Buches zu tun. Ja richtig, der Elefant pupst. Ohne Herrn Fröhlich und seine gute Laune, langweilen sich die Tiere, die Kinder finden den Zoo doof, weil nichts passiert und Tierpfleger Timo merkt, dass da was fehlt. Nämlich die Musik!!! So geht er zu Herrn Klanghuber ins Musikgeschäft und er kann wirklich helfen. Er schickt dem Zoo eine Menge Instrumente und hilft den Tieren sie zu erlernen, was rasant schnell geht. So empfängt den genesenen Herrn Fröhlich ein ganzes Tierorchester.
Neben den sehr schönen Zeichnungen vom Zoo wird eine schöne Geschichte in kurzen verständlichen Texten erzählt. Dazu erfahren wir einiges über die Instrumente, die sie Tiere sich aussuchen. Da macht es Freude zu erfahren, dass „der Löwe sich den Bass schnappt und mit seinen Krallen gekonnt einige Saiten zupft.“
Das Hörspiel mit der Erzählstimme von Knister und den Melodien des Buches kann man mittels CR-Code herunterladen. Der Swing „Musik tut gut“ ist hinten im Buch mit Text und Noten abgedruckt. Dieses wundervolle Buch wird auch immer wieder als Musical weltweit aufgeführt.

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Der Elefantenpups, Direktor Fröhlich und das Zoo-Orchester, m. Audio-CD

Rezensionen von Ruth:

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Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104 von Susanne Abel

Fesselnd und berührend



Susanne Abel hat mit ihren ersten beiden Büchern Bestseller gelandet und auch dieser Roman hat das Zeug dazu. Wieder versteht sie es, mit einer intensiven Familiengeschichte zu fesseln und zu berühren.
Über 300.000 Kinder suchten nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Familie bzw. wurden gesucht. Hardy ist einer von ihnen.

Mit einem Kindertransport aus Danzig kommt er an, ohne Angaben zu seiner Herkunft und seiner Person. Man schätzt ihn auf ca. drei Jahre und gibt ihm den Namen Hartmut. Er kommt, wie viele Kinder mit ähnlichem Schicksal, in ein von Nonnen geleitetes katholisches Kinderheim. Doch von christlicher Nächstenliebe ist nichts zu spüren. Statt Liebe und Zuwendung erfahren die elternlosen Kinder Kälte, Gewalt und Hunger. Hardy verstummt angesichts dessen, wird deshalb als „debil“ eingestuft. Einzig die Fürsorge der 11jährigen Margaret, die wie er alles verloren hat und im Heim lebt, hilft ihm, den schrecklichen Alltag zu ertragen. Sie nennt ihn liebevoll „Hardy“ und beschützt ihn, so gut sie kann.
Obwohl ich schon wusste, welche unmenschlichen Zustände in den Kinderheimen im Nachkriegsdeutschland geherrscht haben, war ich doch schockiert beim Lesen. In vielen eindringlichen Szenen beschreibt die Autorin, wie die Kinder seelisch und körperlich misshandelt wurden.
Doch Susanne Abel geht es mit ihrem Roman um weitaus mehr als um das Schicksal von Heimkindern. Sie will aufzeigen, wie die traumatischen Kindheitserlebnisse sich auswirken auf das gesamte Leben, nicht nur des Einzelnen, sondern über Generationen hinweg. Deshalb schlägt sie auch den Bogen bis in die Gegenwart. Ein zweiter Erzählstrang setzt sechzig Jahre später an; dabei wechselt die Autorin gekonnt zwischen den Zeitebenen. Hardy und Margaret sind ein altes Ehepaar und kümmern sich fürsorglich um ihre Urenkelin Emily. Sie haben das Kind bei sich aufgenommen, weil deren Mutter mit der Erziehungsaufgabe überfordert war. Denn trotz ihrer Liebe und trotz ihren guten Willens schaffen es Margaret und Hardy nicht, ihrer Tochter das zu geben, was sie braucht. Tochter und Enkelin sind beides haltlose Frauen, die dafür ihrer Margaret die Schuld geben. Denn natürlich sind Margaret und Hardy gefangen in ihrer Welt voller Traumata und Dämonen. Sie haben zwar gelernt, damit zu leben, aber nur, indem sie verdrängen. Margaret schafft das aber meist nur mit Hilfe von Psychopharmaka und Hardy verfällt auch im Alter in Verhaltensweisen aus seiner Kindheit. Gerade wenn es auf sein Eingreifen ankäme, ergreift ihn eine Schockstarre, die ihn unfähig macht, richtig zu handeln. Und Margaret hat einen Kontrollzwang, unter dem auch Emily noch leidet. Erst als Jugendliche beginnt Emily sich mit der Vergangenheit ihrer Urgroßeltern auseinanderzusetzen.
Susanne Abel macht hier ganz eindringlich klar, dass Verdrängen und Verschweigen keine Lösung sein können. Doch das war gängige Praxis für diese Generation. Zu sehr war das Erlebte mit Schmerz und Scham verbunden und es galt, den Blick nach vorne zu richten. Wenn wir heutige Leser das Verhalten der Figuren beurteilen, sollten wir immer im Blick behalten, dass damals anders mit Problemen umgegangen wurde als heutzutage.
Die Autorin hat glaubhafte Charaktere geschaffen, deren Verhalten, auch wenn wir es nicht immer billigen, psychologisch nachvollziehbar wird. Als Lesender verfolgt man gespannt deren Lebensweg, leidet mit ihnen und hofft mit ihnen. Vor allem Hardy und die kleine Emily sind mir richtiggehend ans Herz gewachsen. Mag auch das Ende manchen kitschig erscheinen, so braucht man das nach all dem Schrecken. (Eine Wendung dagegen wäre nicht notwendig gewesen.)
Davon abgesehen gab es solche Schicksale, wie hier beschrieben. Die Autorin hat ausführlich recherchiert und belegt dies in ihrem Nachwort mit einer längeren Literatur- und Dokumentationsliste.
„ Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ ist ein zu Herzen gehender und ungemein fesselnder Familienroman, der zugleich einen tiefen Einblick in die Mentalitäts - und Zeitgeschichte liefert. Ein Roman, dem ich sehr viele Leser wünsche, gerade auch in heutigen Zeiten, wo wieder viele Flüchtlinge bei uns stranden.

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Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104