Kunden em pfehlungen
Rezensionen von reimon:
Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten von Anna Maschik
Mit archaischer Wucht und spielerisch leicht erzählt
Der Titel ist keine Metapher: Es beginnt mit einem heimlich geschlachteten Schaf. Wie derzeit sehr viele AutorInnen gibt Anna Maschik einen Einblick ins Innere einer Familie. Tüchtige und skurrile Familienmitglieder kommen uns unter. Die Familiengeschichte beginnt mit der Kriegsgeneration der Groß- und Urgroßeltern, erzählt von Urenkelin Alma.
Oft erst aus der Sicht der Nachkommen erklären sich Aktivitäten und Verhalten der Vorfahren. Und wir erkennen auch, wie sich deren Erlebnisse, Zwänge und Lösungen auf die späteren Generationen auswirken. Kann man der Vorbestimmung entkommen? Davon erzählt das Buch in sehr verdichteter und mitreißender Form. Maschik versteht es, manchmal in einem Satz eine ganze Geschichte zu vermitteln. Viele Kapitel sind nicht einmal eine halbe Seite lang. Hier genügt das auch. Ein grandioses Buch!
Rezensionen von DoraLupin:
Das Geheimnis vergangener Tage von Norma Curtis
Dramatisches und mitreißendes Hörbuch
Bereits der Klappentext hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht, denn ich mag Geschichten sehr, die auf zwei Zeitebenen spielen und nach und nach ein Familiengeheimnis offenbaren. Und was soll ich sagen? Ich habe das Hörbuch regelrecht verschlungen, denn von der Handlung wurde ich mehr als mitgerissen.
Die Geschichte spielt im Jahr 1945: Hedi Fischer wird aus dem Zug gestoßen und durch die Tore eines Konzentrationslagers getrieben. Verzweifelt sucht sie nach einem vertrauten Gesicht – nach jemandem, der ihr das Gefühl gibt, nicht völlig allein zu sein. Doch in einer Welt, in der das Überleben vom bloßen Zufall abhängt, bleibt ihr nur ihr Verstand. In der Gegenwart: Thea hat ihre Großmutter nie kennengelernt – bis sie plötzlich die eigenwillige 90-Jährige bei sich aufnehmen soll. Und das ausgerechnet jetzt, wo sie ihren Job in der Stadt überstürzt gekündigt hat und sich in ein abgelegenes Cottage zurückziehen wollte. Hedi schweigt über ihre Vergangenheit, über den tiefen Riss, der sie und Theas Mutter seit Jahrzehnten trennt. Doch als Thea ihren alten, abgewetzten Koffer entdeckt, kann sie nicht widerstehen. Was sie darin findet, ist schmerzhafter, als sie es je erwartet hätte – und stellt alles infrage, was sie über ihre Familie zu wissen glaubte.
In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist dabei zackig, ohne viel Geschnörkel, aber auch bildlich. Es ist zwar ein anderer Schreibstil, als ich ihn von anderen historischen Romanen kenne, aber er hat mich trotzdem mitgerissen und er war ehrlich und direkt. Zudem ist ein wunderbarer Hörfluss gegeben, so dass die Minuten nur so dahingeflogen sind.
Die Geschichte um Thea war interessant, aber die Geschichte in der Vergangenheit hat mich am Meisten mitgerissen. Es gab ehrliche und heftige Passagen, die mir das Grauen der Zeit nach der Auflösung der Lager sehr nahe gebracht und mich einiges dazulernen gelassen haben. Das das Leiden zum Beispiel nach der Befreiung der Lager noch ein wenig weiter ging, war mir so nicht bewusst. Die Liebesgeschichte war einfach nur sehr emotional und ergreifend. Überhaupt blieb die Geschichte die ganze Zeit über spannend und mitreißend. Ein tolles Hörbuch, das ich regelrecht verschlungen habe. Ich vergebe hierfür gute 4,5 von 5 Sternen.
Rezensionen von DoraLupin:
Welcome Home - Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?,1 Audio-CD, 1 MP3 von Arno Strobel
Wiedermal spannend und mitreißend
Ich bin ein großer Fan der Bücher von Arno Strobel und ich verschlinge diese regelrecht. Natürlich war ich deshalb sehr gespannt auf das neue Buch mit dem Titel „Welcome Home".
Die Handlung dreht sich um Ines und Marco Winkler, diese können ihr Glück kaum fassen, als sie den Schlüssel zu ihrem ersten eigenen Haus in Händen halten.
Sofort nach dem Einzug mit ihrer kleinen Tochter Emilia wissen sie: Jetzt sind wir als Familie angekommen. Hier, in unserem kleinen Reich, in der neu gebauten Siedlung »Auf Mons« im beschaulichen Spessart. Auch in der Nachbarschaft finden die Winklers schnell Anschluss, vor allem das Ehepaar Mannstein freundet sich mit der jungen Familie an und schließt ihre Tochter sofort ins Herz. Doch dann hat Ines eines Nachts das Gefühl, im Schlaf beobachtet zu werden. Als sie die Augen aufreißt, ist da niemand. Auch als sie aufsteht und im Haus nachsieht, kann sie nichts entdecken, was auf einen Einbrecher deuten könnte. Als sie kurz darauf im noch leerstehenden Nachbarhaus einen Schatten zu sehen glaubt, versucht sie sich zu beruhigen. Wahrscheinlich hat der Umzug sie mehr gestresst als sie dachte. Bestimmt hat sie sich getäuscht. Bis sie am nächsten Morgen begreift: Sie hat ganz richtig gesehen. Es war jemand im Nachbarhaus. Und sie weiß jetzt auch, was er dort wollte. Einen Menschen töten. Mit einem Mal herrscht Panik in der Siedlung. Wer geht um Auf Mons? Wer ist noch sicher? Und wer stirbt als Nächstes?
In die Geschichte habe ich wieder ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist direkt, trotzdem bildlich und es ist ein toller Lesefluss gegeben, so dass ich mal wieder in wenigen Tagen durch das Hörbuch geflogen bin. Die Handlung selbst blieb die ganze Zeit über spannend und die Geschichte wird aus Sicht von Marco erzählt, so konnte ich mich mit seinem Denken und Handeln gut identifizieren. Die ganze Zeit habe ich mitgerätselt, aber auf diese überraschende Auflösung am Ende wäre ich nicht gekommen. Aber genau das macht die Bücher des Autors aus, denn man wird immer am Ende überrascht und fiebert mit. Ich wurde sehr gut unterhalten von dem Hörbuch und vergebe die volle Punktzahl.
Der Sprecher hat wirklich fantastisch gelesen und war voller Emotionen. Das Hörbuch ist dadurch noch lebendiger geworden und ich wollte in jeder freien Minute weiter hören. Die Stimme war angenehm und er hat es zu einem tollen Hörerlebnis gemacht.
Rezensionen von Anndlich:
Copenhagen Cinnamon 1. Delicate von Stefanie Neeb
Einfach nur hygge!
Jonna hat sich selbst noch nicht gefunden und bekommt nun auch noch von außen Druck. Als sie sich in der Früh nur einen Coffee-To-Go aus einem kleinen Café holen möchte, findet sie sich plötzlich hinter der Theke wieder. Was nur eine kurze Aushilfe werden sollte, wird zu ihrem Wohlfühlort und dann ist da auch noch ihr Chef Mads, für den sie mehr Gefühle hegt als sie sollte.
Jonnas Privatleben gerät immer mehr aus den Fugen und Mads bietet ihr sein altes Hausboot an, um dort übergangsweise zu wohnen. Bald muss Jonna erkennen, dass Mads nicht nur viele Päckchen zu tragen hat, sondern dass auch ihre Vergangenheit eine Verbindung besitzt.
Copenhagen Cinnamon 1. Delicate von Stefanie Neeb ist die perfekte Romance Geschichte, um voller Vorfreude in den Herbst zu starten. Die Autorin erschafft nicht nur eine unfassbar hygge Atmosphäre, sondern auch die Lust auf einen Herbst in Kopenhagen. Die Ortschaften sind unglaublich schön umschrieben und besonders der Tivoli hat meine Sehnsucht wachsen lassen. Neben der tollen Atmosphäre und dem wunderschönen Setting, überzeugen aber auch sämtliche Charaktere.
Jonna durch ihre ehrliche Art und eine ganz besondere Energie, besonders gefallen hat mir aber ihre Entwicklung und die Erkenntnisse, die sie im Laufe der Geschichte gewinnt und die sie immer sympathischer wirken lassen. Jonnas Perspektive war besonders im Hinblick auf die Umgebung ihres Vaters interessant, weil sie deutlich gemacht hat, dass auch der Blickwinkel auf eine Person über Sympathien entscheidet.
Mads hatte mich direkt für sich gewonnen. Seine kaputte Seele, die sich irgendwie über Wasser halten möchte und die Freundlichkeit nie verloren hat. Die Aufarbeitung seiner Vergangenheit erweckt viele Emotionen.
Aber auch die meisten Nebencharaktere wuchsen mir unfassbar schnell ans Herz. Egal ob Mads Opa Knud, der durch seine grummelige Art immer wieder für ein Schmunzeln sorgt, Jonnas beste Freundin Freja oder die Angestellten Rasmus und Maja (…), alle machen das Buch zu einer tollen Lektüre.
Besonders gefallen hat mir jedoch der Aufbruch von Schwarz und Weiß, die Erkenntnis, dass die eigene Wahrnehmung nicht immer etwas mit der Realität zu tun hat und Dinge Missverstanden werden können. Dabei kommt das Buch aber ganz ohne das große Drama daher, alle Missverständnisse werden unfassbar reflektiert und kommunikativ geklärt. Die Figuren schaffen es in ihrer Verletzung auch den Gegenüber und seine Handlungsweise zu verstehen, auch diese reflektiere Art mit Auseinandersetzungen umzugehen, sorgt dafür, dass das Buch nie die gemütliche Stimmung verliert.
Rezensionen von DoraLupin:
KUNO KLAPPER hat nicht alle Knochen beisammen von Tina Schilp
Ein tolles Kinderbuch- nur zu empfehlen
Da mein Sohn mittlerweile eine echte Leseratte ist und sich über neue, gut geschriebene Bücher freut, sind wir auf dieses Buch hier aufmerksam geworden, denn das Cover und der Klappentext hat sich schon einmal sehr gut angehört. Enttäuscht worden sind wir nicht – im Gegenteil, denn wir haben eine richtig tolle, leicht gruelige Story gelesen, die optimal in die Herbst- und Halloween- Zeit passt!
Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Kuno Klapper, das kleine Skelett, hat nicht mehr alle Knochen beisammen – seine linke Ferse ist weg! Und das ausgerechnet an seinem 100.
Geburtstag, an dem nicht das kleinste Knöchelchen fehlen darf. Er ist wirklich ein Ober-Schussel. Doch dann melden auch andere Skelette Verluste. Geht etwa ein Knochendieb in Torfingen um? Zusammen mit dem geheimnisvollen Zombiemädchen Amy, dem nervigen Jonas und Schattenschurke Valentin beginnt eine abenteuerliche Suche im Reich der Untoten.
In die Geschichte findet man sehr gut hinein. Zudem ist der Schreibstil absolut altersgerecht und schön flüssig. Mein Sohn hatte mit seinen acht Jahren keine Probleme der Geschichte zu folgen. Außerdem gefallen ihm die Illustrationen und auch das Coverbild sehr gut. Ein echter Hingucker!
Die Geschichte selbst ist sehr liebevoll geschrieben, aber hat auh Tiefgang. Freundschaft und Zusammenhalt untereinander ist ein zentraleres Thema, was sehr gut und altersgerecht behandelt wird. Das Ende ist sehr schön geschrieben und in meinen Augen ein wirklich schönes Happy-End für Jeden.
Meinem Sohn und auch mir (obwohl ich nicht die eigentliche Zielgruppe bin) hat das Buch sehr gut gefallen. Es handelt von Freundschaft, Zusammenhalt sowie schaurig-gruseligen (aber immer altersgerechten) Fantasy-Elementen und dazu gibt es hin und wieder auch noch eine schöne Portion Spannung und ein bisschen Humor. Wirklich gelungen und absolut altersgerecht geschrieben! Wir können das Buch somit weiterempfehlen und vergeben 5 von 5 Sternen!
Rezensionen von clematis:
Mehr Lametta für Oma von Regine Kölpin
Weihnachten allein
Feline lebt noch nicht lange in Tjarkswarf an der Nordsee, zudem kleidet sie sich bunt, hat orangerot gefärbte Haare und spricht mit Wildtieren, wie zum Beispiel mit Rehbock Martin, den sie gesundgepflegt hat. Hinter vorgehaltener Hand wird sie gar als Hexe bezeichnet. Der Einzige, der gerne mit ihr plaudert, ist der Postbote Hajo, aber auch der verhält sich eigenartig und sieht ob seines langen Bartes wie der Weihnachtsmann aus.
Jedenfalls steht beiden ein Weihnachtsfest ganz allein bevor. Doch da lernen die achtjährigen Zwillinge Jelda und Jonte Feline näher kennen und schmieden einen Plan.
Heiter geht es ins Friesenland, detailliert gezeichnete Figuren sorgen für beste Unterhaltung und eine entzückende Geschichte in der aufregenden Weihnachtszeit. Auch wenn Feline und Hajo Außenseiter sind, schließt man sie rasch ins Herz, so wie es auch die neugierigen Zwillinge tun. Während Feline dem Leser bald eröffnet, warum sie so einsam und zurückgezogen lebt, wahrt Hajo sein Geheimnis länger und bietet somit Platz für Spekulationen. Von dicken Schneeflocken und einer ausgelassenen Rodelpartie geht es auch schon ins erste Adventwochenende und zu einem liebevoll gestalteten Nikolaussackerl. Bis hin zum Weihnachtsfest ist viel zu tun, Regine Kölpin erzählt die Tage bis zum 24. Dezember voller Witz und Humor, welche auch schwerwiegende Probleme in einem anderen Licht darstellen und Lösungen gar nicht mehr unmöglich erscheinen lassen. Mensch und Tier, Alt und Jung bekommen eine Stimme und vielleicht wird sogar ein Weihnachtswunder wahr?
Stimmungsvolle Unterhaltung und ernsthafte Themen werden bestens zu einer entzückenden Weihnachtsgeschichte komponiert, die sich zum Selberlesen ebenso eignet wie als schönes Geschenk. Lesenswert!
Rezensionen von jori1020:
Der Absturz von Édouard Louis
Ein berührendes und schonungsloses Portrait
„Der Absturz“ ist ein berührendes Porträt von Édouard Louis’ Bruder, einem tragischen Träumer, der sein Leben lang nach Größe strebt: nach beruflichem Erfolg, nach Liebe, nach Anerkennung. Doch seine Realität ist geprägt von Armut, Alkoholismus und Gewalt und er vermag es nicht, sich aus den Fesseln seiner sozialen Herkunft zu befreien.
Louis zeichnet die prägenden Stationen dieses Lebens nach – von der vaterlosen Kindheit über jugendliche Delinquenz bis hin zum endgültigen Absturz, der mit dem frühen Tod im Alter von nur achtunddreißig Jahren endet. Mit nüchterner, zugleich kraftvoller Sprache nimmt er die Leser*innen mit an den Rand der Gesellschaft, hinein in eine schonungslose Wirklichkeit, die aufrüttelt und nachhallt.
Typisch für Louis ist die fragmentarische Erzählweise, in der sich Erinnerungen, Gespräche mit ehemaligen Partnerinnen des Bruders und essayartige Kommentare des Autors miteinander verweben. So entsteht ein vielstimmiges, bewegendes Bild eines Mannes, der an seinen Träumen und an der gesellschaftlichen Enge zugleich zerbricht.
Ein intensiver und lesenswerter Abschluss von Louis’ autobiografisch geprägtem Familienfresko.
Rezensionen von F.H.:
Goldrichtig von Nora Imlau
Ein ganz besonderes Buch
Nora Imlau schafft es wie kaum eine andere Autorin, Familien- und Bindungsthemen mit den richtigen Worten genau auf den Punkt zu bringen. In diesem besonderen Buch schreibt sie in Essays über Bindung und gibt auch Einblick in ihr Familienleben.
Die tollen Illustrationen untermalen die schönen Texte.
Ich habe das Buch jetzt schon mehrere Male gelesen. Goldrichtig ist ein Buch, das mir in manchen Bereichen eine andere Sicht auf die Dinge ermöglicht. Nach einem anstrengenden Tag ist es genau die richtige Lektüre, die Erleichterung schafft und sich wie eine warme, kuschelige Decke anfühlt. Wie in vielen anderen Büchern von Nora Imlau schafft sie es auch in diesem Buch, neue und genau passende Worte zu kreieren und tolle bildliche Vergleiche zu zeichnen. Danke, liebe Nora Imlau, ich kann dieses Buch nur allen Familien in ihrer Bibliothek empfehlen. Denn im trubeligen Familienalltag ist es genau das, was man braucht: Ein bestärkendes und entlastendes Buch für Eltern.
Rezensionen von DoraLupin:
Das vergessene Museum von Andreas Suchanek
Das Museum der magischen Artefakte
Ich kenne bereits schon einige Kinder- und Jugendbücher des Autors und wurde von den Geschichten immer wieder gut unterhalten. Deshalb war ich sehr gespannt auf mein erstes Erwachsenen-Buch, das zugleich eine neue Reihe startet. Und ich muss sagen, dass ich wieder absolut gut von Anfang bis zum Ende unterhalten wurde und schon neugierig auf den zweiten Teil der Reihe bin!
Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Liam, dieser hat es nicht leicht.
Aufgewachsen in eher ärmlichen Verhältnissen, hält er sich in London als Fahrradkurier über Wasser. Als er ein Paket zu einem Privatmuseum liefert, wird er dort Zeuge eines Überfalls. Er kann nichts mehr für den sterbenden Kurator tun, doch dieser überträgt ihm ein Symbol aus schwarzer Tinte auf seine Haut – und macht ihn somit zum neuen Siegelwahrer des Museums. Liam wird in die Welt eines international agierenden Museumsnetzwerks katapultiert, welches magische Artefakte sicher verwahrt – denn mit diesen lassen sich gefährliche Kräfte kanalisieren. Doch die Museen werden von einem gefährlichen Gegner bedroht und schnell wird klar: Liams eigene Vergangenheit ist eng mit den Geschehnissen verknüpft.
In die Handlung habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist gewohnt bildlich, locker-leicht und es hat sich ein toller Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Ich liebe es generell, wie der Autor auch immer mal wieder humorvolle Passagen einfließen lässt, aber ansonsten geht es meist spannend und actionreich zu.
Die verschiedenen Charaktere sind mir richtig ans Herz gewachsen. Ob Liam, Harry, Mr. Bradford oder der süße Hund – ich habe richtig mit ihnen allen mitgefiebert und finde Jeden davon einfach nur sympathisch. Die Geschichte selbst blieb auch immer spannend und mitreißend. Ich habe mich richtig in diese Fantasywelt mit Museen und magischen Artefakten hineinkatapultieren lassen, auch wenn ich sagen muss, dass die Magie schon komplexer ist als vermutet. Besonders gut haben mir die Geschichten zu den einzelnen Artefakten gefallen, wirklich toll gemacht. Zum Ende hin gibt es noch ein paar Fragen und ich kann es deshalb nicht abwarten, dass die Fortsetzung erscheint. Von mir erhält das Auftaktbuch gute 4,5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für Fans des Autors und Liebhaber von Fantasy und alten Artefakten!
Rezensionen von liesmal:
Apfelzeit am Deich von Frieda Lamberti
Familiengeheimnisse vor zauberhafter Kulisse
Das Cover mit dem alten Apfelhof strahlt Wärme aus. Den Duft der Äpfel in den Körben und Kästen kann ich förmlich riechen. Die Apfelbäume sind wunderschön und das Alte Land lädt ein zum Glücklichsein. Doch auch im Alten Land ist nicht alles so harmonisch, wie es auf dem Bild scheint.
Falsche Einschätzungen, gegenseitige Anschuldigungen, aufklärende Gespräche, die nicht stattgefunden haben und Konflikte, die nie gelöst worden sind: All das sind die Gründe für eine zerbrochene Familie aus drei Generationen.
Grete lebt inzwischen ganz allein auf dem Apfelhof. Sie ist alt geworden und bräuchte Hilfe, die sie von ihren Angehörigen allerdings nicht bekommt. Ihre Enkelin Merle ist die Einzige, die Kontakt zu ihr hält.
Merle lebt zusammen mit Falk, aber ich spüre ihre großen Beziehungsängste. Wahrscheinlich hat sie die Trennung ihrer Eltern – sie selbst war damals erst zwölf Jahre alt – nicht verarbeiten können.
Grete merkt, dass sie die Einzige ist, die versuchen kann, die Scherben der Vergangenheit zu beseitigen. Es gibt so viele Geheimnisse und Missverständnisse, nicht nur zwischen ihr und ihrem Sohn, sondern auch Funkstille zwischen Merle und ihrem Vater, der nach der Trennung eine neue Familie gegründet hat.
Frieda Lamberti hat vor dem Hintergrund einer zauberhaften Landschaft, die so eindrucksvoll beschrieben ist, dass ich mich sofort auf den Weg dorthin machen möchte, eine traurige und dramatisch Familiengeschichte erzählt, für die ich gern eine Leseempfehlung gebe.











