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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von bine525:

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Plant Lady von Minyoung Kang

Morbide amüsante koreanische Rachestory

Die koreanische Frau Yu-Hee ist unzufrieden im Job und entscheidet sich deshalb einen Pflanzenladen zu eröffnen und ihr Leben umzukrempeln. Doch nicht nur ihren Pflanzen gegenüber kümmert sie sich hingebungsvoll, sondern sie ist auch ihren Kundinnen gegenüber eine aufmerksame Zuhörerin und löst deren Männerprobleme.

Allerdings bemerkt bald ein Polizist, dass bei den verschwundenen Männern auch immer ein Blumenladen im Fokus ist.

Die koreanische Rachestory einer selbstbewussten modernen Frau mit eigenem schlechten Männererfahrungen, passt in die heutige Zeit von mutigen Zeiten und Feminismus.
Mit nur gut 200 Seiten zum Lesen zieht sich das Buch nicht in die Länge und war sehr unterhaltsam und amüsant. Ideal für ein verregnete Wochenende oder wenn man aus Gründen wie auch immer einen schlechten Tag mit der Männerwelt hat.

Das erhobene glänzende Cover mit einer fleischfressenden Pflanze passt perfekt zum Inhalt dieses Buches und fällt farblich definitiv auf.

Als kleines Hilfsmittel für die für mich schwierig zu merkenden koreanischen Namen habe ich mir schon zu Beginn des Buches Notizen gemacht, um besser den Überblick behalten zu können. Das hat mir sehr geholfen und garantierte mir einen perfekten Lesefluss.

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Plant Lady

Rezensionen von Miro:

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Bestie von Joana June

Selbstreflexionen

Delia fühlt sich auf voller Länge gescheitert - der Freund ist weg, das Studium geschmissen. Als Lilly will sie sich neu erfinden und in Hamburg völlig neu durchstarten.

Anouk ist Influencerin. Ihre Themen sind ganz klassisch Beauty, Lifestyle und Fitness. Mit ihren Kooperationen finanziert sie ihren kostspieligen Lebensstil.

Ihre Reichweite ist schon ganz gut. Ihre besten Freundinnen sind ebenfalls im Geschäft und gut vernetzt. Vieles ist allerdings nur Schein und so braucht sie doch wieder eine Mitbewohnerin um sich die monatliche Wohnkosten zu teilen.

Als sich Lilly bei ihr vorstellt wirkt sie schüchtern und leicht beeinflussbar, was Anouk ganz praktisch erscheint. Außerdem hat sie einen berühmten Vater. Doch das war leider eine kleine Lüge, die Lilly nicht korrigiert hat.

In den Welt des schönen Scheins dauert es eine Weile, bis sich die beiden jungen Frauen tatsächlich näher kommen und auch als Leser*innen lernen wir Seiten an ihnen kennen, die wir ihnen vielleicht nicht zugtraut hätten. Doch die Fassaden beginnen zu bröckeln. Delia/Lilly beginnt sich in ihren Rollen zu verlieren und ihrem Netz aus Lügen zu verheddern. Und Anouk wird Zentrum eines Shitstorms, der sie ihre Existenz hinterfragen lässt.

Mit diesem Roman zeigt die Autorin wie schwierig Selbstverwirklichung immer noch ist. Trotz vieler Möglichkeiten sind Menschen gefangen in ihren Geschichten, ihrem Umfeld, den eigenen Erwartungen, und den Erwartungen Anderer und den Türen, die sich manchmal einfach nicht öffnen wollen.

Mir hat hier gut gefallen, dass beide Charaktere über sich hinaus wachsen, ihre Möglichkeiten erweitern und ungewohnte Wege gehen. Sie könnten dabei wirklich gute Freundinnen werden. Besties eben. :)

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Bestie

Rezensionen von Sophie H.:

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Thea Magica, Band 1 - Das Geheimnis von Port Mint von Vivien Verley

Voller Magie

Robin und ihre kleinere Schwester müssen zusammen mit ihrer alleinerziehenden Mutter zur Oma noch Port Mint ziehen. Für Robin ist das der wahre Albtraum. Sie wäre viel lieber in ihrer alten Heimat bei ihrer besten Freundin geblieben. Noch dazu, wo Robin doch am ersten Schultag des neuen Schuljahres erstmalig vom magischen Tee trinken darf.

Dieser magische Tee offenbart, welche magische Kraft Robin von ihren Eltern geerbt hat. Dass sie nicht die magische Kraft der Mathematik von ihrer Mutter geerbt hat, war Robin auch schon vorher klar. Die Wahrscheinlichkeit war groß, dass sie die Magie ihres Vaters geerbt hatte. Doch wer ist ihr Vater? Als Robin dann bemerkt, dass sie die verbotene Kraft des Gedankenlesens geerbt hat, kommt das einer Vollkatastrophe gleich. Niemand darf bemerken, dass sie über diese Kraft verfügt. Was Robin nicht weiß: Sie ist schon längst im Visier eines Mannes, der ihr diese Kraft abknöpfen will.

Beim Lesen des Buches taucht man im Nu in die magische Welt von Port Mint ein. Vivien Verley versteht es, so spannend zu schreiben, dass man das Gefühl hat, den magischen Tee zu riechen. Der Sprachstil ist gut lesbar und altersgerecht. Am Ende eines jeden Kapitels wird so viel Spannung aufgebaut, dass ich das Buch kaum beiseitelegen konnte. Ein Buch über Magie, Freundschaft, Zusammenhalt und über die Frage: Was mache ich mit meinen Fähigkeiten, die ich mir eigentlich nicht gewünscht habe?
Ganz begeistert bin ich auch von der Gestaltung des Buches. Das Cover fängt den Inhalt des Buches ganz toll ein. Ein farbenfrohes Bild wird von einem goldenen Rahmen ummantelt. Dieser Rahmen findet sich auf jeder Seite des Buches wieder, wenn auch in schwarz-weiß. Und auch der Farbschnitt verleiht dem Buch etwas Besonderes.
Ein toller Auftakt für eine neue Kinderbuchreihe!

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Thea Magica, Band 1 - Das Geheimnis von Port Mint

Rezensionen von Lese:

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Goldrichtig von Nora Imlau

Bestärkung für den Familienalltag

„Goldrichtig“ ist ein liebevoll gestaltetes und illustriertes Bilderbuch für Erwachsene über die Höhen und Tiefen des Familienlebens.
Mir gefällt das Thema des Buches sehr gut. Es zeigt, dass Familienleben nicht perfekt sein muss und dass Nähe, Vertrauen und Gelassenheit wichtig sind.

Man bekommt ehrliche und authentische Einblicke in das Familienleben der Autorin. Die Botschaften und Gedanken sind ermutigend und alltagsnah, regen zum Nachdenken an und bestärken einen in der eigenen Rolle.

Die Illustrationen und Schriftzüge gefallen mir ebenfalls sehr gut. Sie sind bunt, warmherzig und in schönen Aquarelltönen gehalten. Sie passen hervorragend zur positiven Botschaft des Buches. Dadurch wirkt das Ganze lebendig und modern und macht beim Durchblättern Spaß.

Es ist gut geeignet, um es sich selbst oder guten Freunden mit Kindern zu schenken. Ein kleines Manko ist für manche vielleicht der relativ hohe Preis – dafür kann man es aber immer wieder zur Hand nehmen und anschauen.

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Goldrichtig

Rezensionen von lesen=liebe:

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Das Lexikon gruseliger Tiere von Philip Bunting

Ein Lexikon das Spaß macht

Meine Kinder sind seit jeher fasziniert von gefährlichen und vor allem giftigen Tieren. Sie kennen die Top 10 der giftigsten Tiere ganz genau. Entsprechend groß war die Freude über dieses Buch. Beim ersten Aufschlagen war die Begeisterung jedoch etwas gedämpft – echte Fotografien hätten ihnen besser gefallen.

Die kleine Enttäuschung war aber schnell vergessen, denn es gibt so viel Spannendes zu entdecken und zahlreiche faszinierende Tiere. Besonders gut gefallen uns die humorvollen Beschreibungen – so lassen sich die Fakten viel leichter merken. Ein Lexikon, das richtig Spaß macht.

Ein kleiner Wermutstropfen kommt allerdings noch von meiner Seite: Es wäre wirklich hilfreich gewesen, wenn bei jedem Tier angegeben worden wäre, in welcher Region der Erde es lebt. So bleibt der Griff zum Handy nicht aus, wenn die Kinder ganz entsetzt fragen: „Gibt es dieses Tier auch bei uns?“ Da sie das Buch aber wirklich lieben, ziehen wir dafür keine Punkte ab.

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Das Lexikon gruseliger Tiere

Rezensionen von Lena:

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Protokoll eines Verschwindens von Alexander Rupflin

Mehr als True Crime - ein Blick in Abgründe und Gefühle

Das Buch erzählt die Geschichte von Gabriel, der aus Brasilien nach Deutschland kommt, um dort ein neues Leben zu beginnen. Doch dann verschwindet er spurlos. Seine Schwester Isabella kämpft darum, die Wahrheit herauszufinden – in einem Land, das ihr fremd bleibt und in dem sie immer wieder an Grenzen stößt.

Parallel dazu begleitet man Fabio, der in Hamburg lebt und auf erschütternde Weise in den Fall verwickelt wird.

Ich lese leidenschaftlich gerne True Crime und bin ein großer Fan von Zeit Verbrechen. Schon Artikel von Alexander Rupflin haben mich beeindruckt, aber dieses Buch hat alles übertroffen. Es ist mit einer Intensität und Genauigkeit geschrieben, die mich tief berührt hat. Besonders stark fand ich, dass der Autor es schafft, alle Seiten sichtbar zu machen: nicht nur die psychologische Dimension des Täters, sondern auch die Gefühle der Hinterbliebenen. Das macht das Buch so vielschichtig und emotional. Ich war oft gefesselt, manchmal angeekelt, aber immer tief betroffen. Man merkt, mit wie viel Herzblut Rupflin recherchiert und geschrieben hat. Seine Sprache ist klar, aber niemals sensationslüstern. Das Buch geht unter die Haut und zeigt, wie real und brutal das Verschwinden eines Menschen für alle Beteiligten ist.

„Protokoll eines Verschwindens“ ist kein leichter Stoff, aber genau das macht es so wertvoll. Es ist spannend, aufwühlend und menschlich. Für mich eines der besten True-Crime-Bücher der letzten Zeit – ein Werk, das noch lange nachhallt. Absolute Empfehlung!

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Protokoll eines Verschwindens

Rezensionen von DoraLupin:

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Das Grab des Piraten von Gerhard Wegner

Weckt die Lust auf ein Abenteuer

Als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe war ich gleich Feuer und Flamme dafür, denn ich liebe Archäologie und Abenteuer und tauche sehr gerne in Erzählungen mit spannenden Personen ab, die wirklich einmal existiert haben. Deshalb war ich auf dieses Buch auch sehr gespannt und kann nach dem lesen sagen, dass ich innerhalb eines Tages durch die Seiten geflogen bin und ich wirklich gut davon unterhalten wurde.

Inhaltlich geht es um das ODYSSEE-Bergungsteam unter Führung des erfolgreichen Archäologen Dr. Michel (Mitch) Thromberg erhält von höchster politischer Stelle den Auftrag, das Grab des Nationalhelden zu finden und seine Überreste nach Hause zu holen. Nach über 400 Jahren und etlichen in der Vergangenheit missglückten Suchexpeditionen - eine schier unlösbare Aufgabe. Doch nicht für die Spezialisten des DYSSEE-Teams. Auf dem Weg zum Grab müssen sie jahrhundertelang verborgene Geheimnisse entschlüsseln und unzählige Abenteuer bestehen. Dabei werden sie zum Ziel von Terroristen, die ihre Mission vereiteln wollen, müssen gegen die kolumbianische Mafia kämpfen und die geheimnisvolle Führerin der Kunas, eines indigenen Volkes, als Verbündete gewinnen.

In das Buch habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist sehr angenehm, bildlich und es ist ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Ich hatte alles sehr gut vor Augen und vorallem meine Lust auf ein Abenteuer ist auf jeden Fall gleich geweckt worden. Ich hatte schnell viel Spaß mit dem Team virtuell auf Schatzsuche zu gehen und die Rätsel zu entschlüsseln. Dabei wurde es auch teilweise zu einem richtigen Thriller, womit ich nicht gerechnet habe. Es gibt im Buch einige brenzlige Situationen und jede Menge Action, teils war mir das sogar etwas zu viel, aber das ist natürlich auch immer Geschmackssache und jammern auf hohem Niveau. Generell bleibt die Geschichte von Anfang bis zum Ende spannend und ich wurde davon wirklich gut unterhalten und vor allem der Genre-Mix aus Thriller und Abenteuerroman, der hier gegeben ist, hat mir sehr gefallen. Besonders interessant fand ich auch die letzten paar Seiten, indenen erklärt wurde was an diesem Buch Wahrheit und was Fiktion ist. Ich vergebe gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Fans von Archäologie und solche die mehr über Sir Francis Drake lernen wollen.

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Das Grab des Piraten

Rezensionen von morlin:

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Gym von Verena Keßler

Ungewöhnlich

Das war auf jeden Fall ein ungewöhnliches Buch. Es fing schon beim Cover an. Eigentlich ein Cover, dass mir zunächst so überhaupt nicht gefallen hat. Aber je öfter ich es betrachtet habe, umso neugieriger wurde ich auf das Buch. So neugierig, dass es am Ende auf meinem Lesestapel gelandet ist.
Und der Anfang war auch wirklich interessant.

Eine Frau ist in einem Bewerbungsgespräch für einen Job im Fitnessstudio. Körperlich passt sie dort aber nicht wirklich rein. Also lügt sie spontan und behauptet, die hätte gerade entbunden und ist nun alleinerziehend und braucht dringend eine Anstellung. Aus Mitleid des Betreibers bekommt sie den Job und wird bald zum absoluten Glücksgewinn für das Studio. Trotzdem hält sie an der Lüge fest und muss einiges an Kreativität aufbringen, um alle im Glauben zu lassen, sie hätte ein Baby zu Hause.
Soweit, so gut. Auch die weitere Entwicklung der Protagonistin war für mich zunächst nachvollziehbar. Nur gegen Ende wurde es für meinen Geschmack etwas zu abgedreht. Eben eine ungewöhnliche Geschickte, auf die man sich einlassen muss. Für mich war es insgesamt ein gutes vier Sterne Buch.

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Gym

Rezensionen von Claudia H.:

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Copenhagen Cinnamon 1. Delicate von Stefanie Neeb

Schatten der Vergangenheit

Worum es geht:
Jonna ist in betuchten und behüteten Verhältnissen aufgewachsen. Nach dem Abi weiß sie nun leider nicht so genau, was sie nun machen soll. Ihr Vater hat ihr auch einige Monate gegeben, um genau dies herauszufinden. Ihr neuste Idee ist es, in die Lehre bei einem Schreiner zu gehen. Dabei hat ihr Vater immer gehofft, dass sie mal, genau wie er, Jura studieren wird.

Um sein Töchterchen auf den Fußboden der Tatsachen zurückzubringen, dreht er ihr ab sofort den Geldhahn zu. Als sie auf den Schreck in einem Café eine Latte trinken möchte, verletzt sich der Besitzer und sie springt spontan für ihn ein. Nichts ahnend, das dies ihr und das Leben von dem total süßen Besitzer Mads für immer verändern wird.

Mein Fazit:
Jonna und Mads sind beide echt süß und mir gleich ans Herz gewachsen. Die Story wird abwechselnd aus der Sicht der beiden erzählt. Und beide haben so ihr Päckchen mit sich zu tragen. Was genau, das erfährt man so nach und nach, wodurch die Story die ganze Zeit über interessant und spannend bleibt. Da der Roman vom Sommer in den Herbst hinein erzählt wird, handelt es sich um einen schönen Roman, der einen in Herbstlaune versetzt. Eine sehr schöne Lovestory mit spannendem Inhalt. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil, wobei die Lovestory von Joanna und Mads in diesem Teil eine abgeschlossene Geschichte ist.

Von mir gibt es für diese interessante herbstliche Lovestory eine klare Leseempfehlung und ich vergebe gerne 4 Sterne.

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Copenhagen Cinnamon 1. Delicate

Rezensionen von Gaby 2707:

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Mörder unter uns von Hariett Drack

Auf der Anklagebank

Autorin Hariett Drack ist Gerichtsreporterin und nimmt mich in diesem Buch mit zu den bizarrsten und spektakulärsten Kriminalfällen aus dem Kölner Landgericht. Sie beschreibt aber auch Fälle, bei denen ich immer wieder den Kopf geschüttelt habe. Soviel Dummheit bzw. soviel Kleinkram mit denen sich die Gerichte beschäftigen müssen.

Da sind z.B. die beiden Männer, die eine Psychologin entführen; ein Mann, der in einem abgehörten Selbstgespräch den Mord an seiner Frau zugibt, aber nicht belangt werden kann; eine Mutter, die keinen anderen Ausweg sieht, als sich und ihr Baby umzubringen oder eine Frau, die gleich zweimal versucht ihre Mutter aus Mitleid zu töten.
Alle diese Fälle sind so verstörend, haben mich so mitgenommen, dass ich nach jeder Geschichte erst mal eine kleine Pause einlegen musste, um das Gelesene zu verdauen.
Es gibt aber auch die anderen Fälle. Da ist z.B. der total uneinsichtige Vater, der weder Unterhalt zahlt, noch sich an das Kontaktverbot hält; eine Influencerin, die auf ihrer Suche nach einer schnellen Story mit vielen Likes das Persönlichkeitsrecht zweier Ordnungshüter verletzt; eine Hundehalterin, die für ihren Rottweiler eine aufwendige Rehabehandlung erstreiten will oder ein junger Kassierer, der an der Kasse eines Supermarktes auf das unmoralische Angebot eines Harzt-VI-Empfänger eingeht.
An diesen und 20 weiteren teils kuriosen, teils schwer zu ertragenden Fällen lässt mich die Autorin teilhaben und tief in die Psyche der Menschen auf der Anklagebank blicken. Sie erzählt sachlich und eindringlich von den Menschen, die hinter den Fällen stehen und ich bin hier und da geneigt, sogar Mitleid zu empfinden.

Ein Buch mit Fällen, die mich erschüttert und gefesselt haben. Über andere konnte ich sogar ein bisserl schmunzeln. Fälle, bei denen ich mir auch die Frage nach der Schuld und der Verantwortlichkeit der Angeklagten gestellt habe. Ein Buch, das mich trotz aller Schrecklichkeiten auch sehr gut unterhalten hat.

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Mörder unter uns