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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von liesmal:

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Apfelzeit am Deich von Frieda Lamberti

Familiengeheimnisse vor zauberhafter Kulisse

Das Cover mit dem alten Apfelhof strahlt Wärme aus. Den Duft der Äpfel in den Körben und Kästen kann ich förmlich riechen. Die Apfelbäume sind wunderschön und das Alte Land lädt ein zum Glücklichsein. Doch auch im Alten Land ist nicht alles so harmonisch, wie es auf dem Bild scheint.
Falsche Einschätzungen, gegenseitige Anschuldigungen, aufklärende Gespräche, die nicht stattgefunden haben und Konflikte, die nie gelöst worden sind: All das sind die Gründe für eine zerbrochene Familie aus drei Generationen.

Grete lebt inzwischen ganz allein auf dem Apfelhof. Sie ist alt geworden und bräuchte Hilfe, die sie von ihren Angehörigen allerdings nicht bekommt. Ihre Enkelin Merle ist die Einzige, die Kontakt zu ihr hält.
Merle lebt zusammen mit Falk, aber ich spüre ihre großen Beziehungsängste. Wahrscheinlich hat sie die Trennung ihrer Eltern – sie selbst war damals erst zwölf Jahre alt – nicht verarbeiten können.
Grete merkt, dass sie die Einzige ist, die versuchen kann, die Scherben der Vergangenheit zu beseitigen. Es gibt so viele Geheimnisse und Missverständnisse, nicht nur zwischen ihr und ihrem Sohn, sondern auch Funkstille zwischen Merle und ihrem Vater, der nach der Trennung eine neue Familie gegründet hat.
Frieda Lamberti hat vor dem Hintergrund einer zauberhaften Landschaft, die so eindrucksvoll beschrieben ist, dass ich mich sofort auf den Weg dorthin machen möchte, eine traurige und dramatisch Familiengeschichte erzählt, für die ich gern eine Leseempfehlung gebe.

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Apfelzeit am Deich

Rezensionen von Lesemama:

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Honeybridge. All Mine von Pippa Nixon

Neuanfang in Honeybridge

Zum Buch:

Isabella erfüllt sich neun Monate nach ihrer Scheidung einen Traum. Sie hat ein Gebäude in Honeybridge gekauft und dort will sie ein Restaurant eröffnen und das schon in drei Monaten. Denn genau ein Jahr nach ihrer Scheidung will sie endlich einen Neuanfang nach ihrem Willen.
Dann lernt sie ihren Nachbarn Etienne kennen, er hat ein Bistro und ist höllisch heiß.

Aber Isabella plant nicht nur ihren beruflichen Neuanfang, sie hat auch den Männern für ein Jahr abgeschworen. Etienne macht es ihr aber sehr schwer, ihren Pakt zu halten.


Meine Meinung:

Ich fand Klappentext und auch Cover sehr ansprechend, ich liebe Smalltownromance. Erzählt wird abwechselnd aus Sicht von Isabella und Etienne, so das man beide Seiten kennenlernt. Etienne hat zu Beginn ein Geheimnis, das nach und nach ans Licht kommt und am Ende für ordentlich Spannung sorgt.
Aber nicht alles in der Geschichte hat mir gefallen. So fand ich die Einwohner von Honeybridge teilweise schon fast übergriffig, ich stelle mich vor, bringe eine Flasche Wein mit und bin ab sofort die beste Freundin fand ich schon etwas unglaubwürdig und auch zu kitschig. Auch konnte mich die Story zwischen Isabella und Etienne nicht wirklich berühren. Es gab zwar immer wieder Momente, die ganz nett und auch ein wenig romantisch waren, aber meistens war es mir zu viel, zu schnell, einfach zu gewollt.
Wir haben in diesem Teil auch viele neue Menschen kennengelernt und auch wenn es mich nicht zu hundertprozent überzeugen konnte, möchte ich gerne mehr über die Kleinstadt und die Bewohner erfahren. Denn alleine schon das Setting ist es wert.
War nette, kurzweilige Unterhaltung.

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Honeybridge. All Mine

Rezensionen von Allie:

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tiptoi® Wieso? Weshalb? Warum? - Tiere im Zoo von Friese Inka

Gewohnt informativ und vielseitig

Das neue Buch aus der TipToi Reihe “Tiere im Zoo” kommt in gewohnt guter Qualität daher.
Besonders gefällt mir ja immer die Spiralbindung, was es den großen und kleinen Lesern erlaubt, das Buch flach auf den Tisch zu legen und mit dem Stift auf Entdeckungsreise zu gehen.
Die Texte und Tierstimmen sind informativ und vielfältig, wenn man sie denn anhört - gleichermaßen kann man auch genauso viel Spaß haben, mit dem Stift die verschiedenen Audiobeiträge zu entdecken und immer wieder abzuspielen ;-).

Auch ohne Stift kommt das Buch als liebevoll gestaltetes Bilderbuch daher. Die Illustrationen sind realistisch und wunderschön detailliert und laden auch so schon zum Entdecken ein.
Ich finde es sehr gut, dass das Thema Artenschutz und Vielfalt des Lebensraums so herausgearbeitet wird. Ich weiß, dass der Zoo an sich ein kontroverses Thema ist, aber meiner Meinung nach ist es immer noch eine prima Gelegenheit, den Tieren einmal etwas näher zu kommen. Wir sind jedenfalls große Zoo-Fans und deswegen gibt es von uns auch 5 Sterne!

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tiptoi® Wieso? Weshalb? Warum? - Tiere im Zoo

Rezensionen von nessabo:

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Die Ferien von Weike Wang

Vielschichtige Gesellschaftssatire einer literarisch talentierten Autorin

Weike Wang hat hier ein ehrliches Porträt über langjährige romantische Beziehungen geschrieben und verknüpft sie wie eine Art Kammerspiel intelligent mit gesellschaftlichen Ambivalenzen sowie Differenzen. Keru, amerikanische Chinesin aus einem wohlhabenderen Akademikerhaushalt, und Nate, weißer Erstakademiker, machen Urlaub mit ihren beiden Eltern.

Zeitlich getrennt - aus Gründen, wie sich im Laufe der Handlung herausstellt.

Der Culture Clash ist dabei ebenso fein konstruiert wie die Figuren selbst. Wang schafft es auf beeindruckende Art, Stereotype irgendwie gleichzeitig zu bedienen und nicht zu bedienen. Die Charaktere sind vielschichtig und reflektieren über bestimmte eigene Stereotype. So verhandelt die Autorin Fragen zu Verantwortung ebenso wie zu Selbstakzeptanz und Identitätsfindung.

Das ewige People Pleasing Kerus lässt sich damit erklären, dass ihre Eltern sie genau so sozialisiert haben - die in einer rassistischen Gesellschaft wiederum ihre Gründe dafür hatten. Nate kommt aus einer weißen Familie, die sparsam leben musste - entsprechend verständlich ist sein Unwohlsein angesichts luxuriöser Urlaube. Das bedeutet umgekehrt aber auch nicht, dass Kerus Familie in jeglicher Hinsicht über mehr Kapital verfügt. Ich fand die ganzen Ambivalenzen beim Lesen durchaus fordernd, aber ganz toll herausgearbeitet.

Die Ursprungsfamilien beider Hauptfiguren sind wirklich sehr furchtbar und nur dank Wangs bissigem Humor aushaltbar. Überpenibel, gewaltvoll und kühl auf der einen Seite, rassistisch und egozentrisch auf der anderen. Dass die jeweiligen Schwiegerkinder damit ihre Schwierigkeiten haben und nicht so recht wissen, was sie tun sollen, ist nicht nur äußerst authentisch portraitiert, sondern eskaliert auch auf überspitzte Art und Weise.

Der Erzählstil ist durchaus anspruchsvoll, weil die Perspektiven so fließend wechseln. Ich bin da eher Fan von klarerer Abgrenzung, konnte mich aber im Verlauf gut dran gewöhnen. Wang hat ein Talent für eine klare und direkte, zugleich aber auch einfühlsame Sprache, die einen tollen Lesesog entwickelt.

Dabei ist das Werk kein locker-flockiger Sommerroman, sondern regt durch seine sarkastischen und ehrlichen Stellen zum Nachdenken über Privilegien und familiäre Sozialisierung an. Der zweite Teil bricht noch einmal mit der vorherigen Erzählung. Das wirkt im ersten Moment unpassend, ich empfand es aber als eine interessante zusätzliche Sozialstudie - zumal sich die Fronten (Keru: Wohlstand, Nate: Einfachheit) über die Zeit weiter verhärtet haben, die Kinderfrage für sie aber wiederum klar und übereinstimmend geklärt ist.

Dadurch können die Konflikte innenfamiliär noch einmal neu betrachtet und zudem um eine Perspektive der gesellschaftlichen Sicht auf Kinderfreiheit ergänzt werden. Nichtsdestotrotz geht es am Ende unglaublich schnell und bleibt eher undeutlich, das war nicht ganz mein Fall. Insgesamt verbleibe ich aber positiv überrascht von diesem gleichzeitig komplexen und gut lesbaren Werk.

4,5 Sterne

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Die Ferien

Rezensionen von Petra Sch.:

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Schule mit Juli von Petra Eimer

tierische Projekttage in der Schule - mit Juli!

4,5 Sterne

Im 6. Band der Juli-Reihe muss die Tierische Bande eine Präsentation über Tiere halten, denn in der Projektwoche geht es um Tiere. Und für Max geht es um alles: wird er versetzt?

Es ist wieder so schön, auf die Freunde zu treffen - Paul, der die Geschichte aus seiner Sicht in ich-Form erzählt, seine Nachbarin Anna, die sehr fleißig in der Schule ist, und Max, der ein paar schulische Probleme hat.

Und der tierische Teil der Bande sind Pauls Pony Juli, ihr Fohlen Juno (das jetzt Anna gehört), und Max' Hund Watson. Die Nachbarskatze Emma ist auch ab und zu dabei.
Alle Charaktere werden zu Beginn vorgestellt, sodass auch neue Leser sofort in der Geschichte sind - und Geschehnisse aus den Vorgängerbänden werden immer wieder eingeworfen, sodass man Lust bekommt, diese zu lesen.

Anfangs war ich etwas zwiegespalten, einerseits ist die Projektwoche mit dem Thema "Tiere" total toll und lehrreich, andererseits glaube ich nicht, dass eine Gruppenpräsentation darüber entscheiden kann, ob ein Schüler versetzt wird oder nicht. Aber dieses Thema ist schön gewählt, da auch über Therapie- und Assistenz-Tiere gesprochen wird, die für viele Menschen Unterstützung und Hilfe im Alltag sind.
Großes Thema Ist Schule bzw. schulische Probleme im Alltag, und - ganz aktuell - die (missbräuchliche) Verwendung von KI.

Die Vorführung mit den Tieren war ganz bezaubernd, aber auch chaotisch, und das hat es so unterhaltsam und authentisch gemacht. Und danach erfährt man erst, warum der Direktor diese Aufführung unbedingt wollte, und dass Presse dabei ist.
Die Beziehung zwischen den Kindern und ihren Tieren ist herzerwärmend, und es wird viel Wert auf Tierwohl gelegt.
Gut fand ich, dass die Leser (ebenso wie die Kinder im Buch) von Herrn Hoppe lernen, wie man die "Sprache" der Tiere richtig deutet. Und dass man nichts erzwingen kann und lernen muss, wie die Tiere kommunizieren, um ihnen was beizubringen.
Und wieder sind auch die zentralen Themen Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt.
Und natürlich gibt es ein schönes Happy-End.
Toll sind auch wieder die Illustrationen, die finde ich ganz großartig!!


Fazit:
Band 6 der Reihe überzeugt wieder mit tollen Illustrationen und den tierischen Freunden. Hilfsbereitschaft, Freundschaft, Zusammenhalt sind große Themen. Denn die Tierische Bande muss Max' Versetzung mit Hilfe einer Präsentation über Tiere retten.

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Schule mit Juli

Rezensionen von Tara:

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Man sieht nur mit der Schnauze gut von Bernhard Aichner

Humorvolle Geschichten aus der Perspektive von Hundedetektiv Aspro

„Man sieht nur mit der Schnauze gut: Aspro ermittelt“ ist ein humorvolles Buch des österreichischen Autors Bernhard Aichner.

Nachdem der treuherzige Aspro von einem Moment auf den anderen sein Herrchen - für ihn sein Chef - durch eine Explosion verloren hat, findet er im nächsten Augenblick durch die junge, schwangere Polizistin vor Ort eine neue Chefin.

Damit wird Aspro auch direkt zum Polizeihund und hat eine Menge spannender Fälle zu lösen.

Das Buch besteht aus 26 kurzen Kapiteln. Diese werden aus der Perspektive von Aspro berichtet. Seine Sicht auf die Menschen und ihr Verhalten ist ausgesprochen amüsant und ich habe eine Menge gelacht. Gleichzeitig habe ich auch über Aspros Fähigkeiten gestaunt. Er ist ausgesprochen clever und mutig. Es macht Spaß ihm bei seinen Ermittlungen zu folgen.

Mit Aspro hat Bernhard Aichner einen ausgesprochen sympathischen Protagonisten erschaffen, dessen Gedanken und sein turbulentes Leben einfach zum Schmunzeln einladen.
Ich kann das Buch Hundeliebhabern nur empfehlen.

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Man sieht nur mit der Schnauze gut

Rezensionen von BarbaraM:

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Anna oder: Was von einem Leben bleibt von Henning Sußebach

Ein Leben zwischen Erinnerung und Geschichte

Henning Sußebach gelingt es in Anna oder: Was von einem Leben bleibt, das Leben seiner Urgroßmutter auf eindrucksvolle Weise nachzuzeichnen. Beim Lesen bin ich gerne in Annas Welt eingetaucht und habe die facettenreiche Darstellung ihres Lebens sehr geschätzt. Besonders bemerkenswert finde ich, wie klar und reflektiert Sußebachs Sprache ist.

Sie macht das Buch zugleich zugänglich und tiefgründig.
Hervorzuheben ist in meinen Augen auch die selbstkritische Reflexion des Autors: Er zeigt nicht nur, was er in Anna sehen möchte, sondern macht auch transparent, dass seine Deutung immer auch von eigenen Vorstellungen und Interpretationen geprägt ist. Dadurch entsteht eine Nähe, die die Geschichte lebendig und authentisch wirken lässt.
Ein weiterer großer Pluspunkt für mich ist die eingeflochtene geschichtliche Einordnung. Sie gibt dem Buch zusätzliche Tiefe und verortet Annas Lebensgeschichte in ihrem historischen Kontext. Dadurch entsteht ein rundes Gesamtbild, das nicht nur ein individuelles Leben erzählt, sondern auch einen Blick auf die Zeitgeschichte eröffnet.
Für mich ist „Anna oder: Was von einem Leben bleibt“ eine sehr bereichernde Lektüre – eindringlich, reflektiert und bewegend.

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Anna oder: Was von einem Leben bleibt

Rezensionen von nessabo:

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Monstergott von Caroline Schmitt

Caroline Schmitt did it again!

Caroline Schmitt hat mich schon mit ihrem Debüt „Liebewesen“ begeistern können und legt mit „Monstergott“ thematisch anders, aber nicht weniger genial nach. Ich bin und war schon immer Atheistin, stand einem Buch über die Dynamiken einer Freikirche daher interessiert und gleichzeitig wachsam gegenüber.

Ich erkenne in ihrem neuen Roman viel aus dem Vorgänger wieder und hoffe sehr darauf, dass sich dieser Stil auch in Zukunft verfestigt. Schmitt schreibt auf eine leise Art über ernste Dinge und setzt einen deutlichen Fokus auf Solidarität und menschliche Unterstützung. Dass sie es ohne extreme Dramaelemente trotzdem schafft, die sexistischen und queerfeindlichen Machtstrukturen religiöser Gemeinden am Beispiel einer Freikirche nicht nur abzubilden, sondern auch einzuordnen, spricht für ihr literarisches Talent.

Das Geschwisterpaar im Fokus, Ben und Esther, erzählt abwechselnd - ein Element, das ich sehr schätze, weil es Geschichten Vielschichtigkeit verleihen kann. Beide sind sehr fest in ihrem Glauben und der Gemeinde verwurzelt, Ben noch einmal mehr als Esther. Letztere begibt sich schon recht früh im Buch in ihren Abnabelungsprozess, weil ihr die patriarchale Auslegung der Bibel aufstößt.

Bens Prozess empfand ich als intensiver und um ein Vielfaches suggestiver. Schmitt deutet hier ganz viel nur an, wird am Ende aber doch klar genug. Auch generell würde ich sagen, dass der Roman seine finale Wirkung erst bei den Lesenden entfaltet und gar nicht einmal so viel klar vorgibt. Ich finde das insofern ausreichend, weil Schmitt es trotzdem schafft, ihre eigene Position zu vermitteln.

Ich habe noch nie Einblicke in religiöse Gemeinschaften gehabt, Kritik insbesondere an christlichen Institutionen aber natürlich zuhauf mitbekommen. Glaube sollte den einzelnen Personen vorbehalten sein, sobald Strukturen jedoch die Macht haben, das „richtiges“ Verhalten zu diktieren, richtet es meiner Meinung nach echten Schaden an. Und das sieht scheinbar auch die Autorin so.

Die Figuren sind vielschichtig und in ihrer teils tiefen Verzweiflung so greifbar, dass ich tatsächlich oft ergriffen war. Nicht zuletzt aufgrund der Liebe und Solidarität, die sich von Religionsvorgaben nicht begrenzen lässt - genau das braucht es, um Menschen von kirchlich geprägten Schuld- und Schamgedanken zu befreien. Außerdem stehen die Betroffenen und ihre Befreiungsgeschichte zu jedem Zeitpunkt im Zentrum - und nicht etwa Rache oder Abrechnung.

Caroline Schmitt schafft es erneut, mich restlos zu begeistern - und das bei einem Thema, dem ich durchaus skeptisch gegenüberstehe (der Glaube an Gott nimmt schon viel Raum ein). Sie schreibt auf eine beobachtende Art, die den Figuren Raum zum Fühlen und den Lesenden Raum für eigene Interpretationen lässt. Ihre Ironie setzt sie an den exakt richtigen Stellen ein, um die Schwere etwas aufzulockern. Ich würde jeden nächsten Roman der Autorin wieder ungesehen lesen!

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Monstergott

Rezensionen von Zaubermasu:

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Der Augenblick von Irene Matt

Dieses Buch hat eine so wichtige Botschaft !

Da ich die Bücher von Irene Matt sehr gerne mag, war ich sehr neugierig und gespannt auf „der Augenblick“.
Das Buch startet direkt und stark – eine junge Frau, die ihr eigenes Baby umgebracht hat. Ein entsetzliches Verbrechen und doch startet das Buch genau hier…..nach und nach schaut man als Leser/Leserin in die Abgründe von Täter und Täterinnen und.

Das Leben dieser Menschen wird beleuchtet und so ist es manchmal wirklich furchtbar, was manch Einer in seinem Leben mitmachen oder aushalten muss. Das macht etwas mit der Seele eines jeden Menschen und so kommen nach und nach Dinge ans Licht, die einen unheimlich nachdenklich und betroffen machen.
Mich hat dieses Buch emotional sehr berührt und mir gezeigt, dass ich oft Situationen nur von einer Seite aus betrachte – es aber immer mindestens 2 gibt.
Schreibstil und Klarheit von Irene Matt sind hier sehr präsent und toll ausgeführt und ich bin total begeistert, wie die Autorin sich auch Themen annimmt, die nicht immer einfach und bequem sind.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung – gerade, wenn man auch mal ernste Themen sucht und sich mit schwieriger Kost auseinandersetzen kann und möchte !

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Der Augenblick

Rezensionen von Laszlo Zoltan:

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Himmel ohne Ende von Julia Engelmann

Fader Bildungsroman

Dieser Coming of Age Roman ist über weite Strecken wie das Leben der Protagonistin. Trostlos, traurig und langweilig. Man muss schon ein Faible für diese Thematik haben, um in diese Geschichte wohlig einzutauchen.

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Himmel ohne Ende