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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Claudia H.:

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Copenhagen Cinnamon 1. Delicate von Stefanie Neeb

Schatten der Vergangenheit

Worum es geht:
Jonna ist in betuchten und behüteten Verhältnissen aufgewachsen. Nach dem Abi weiß sie nun leider nicht so genau, was sie nun machen soll. Ihr Vater hat ihr auch einige Monate gegeben, um genau dies herauszufinden. Ihr neuste Idee ist es, in die Lehre bei einem Schreiner zu gehen. Dabei hat ihr Vater immer gehofft, dass sie mal, genau wie er, Jura studieren wird.

Um sein Töchterchen auf den Fußboden der Tatsachen zurückzubringen, dreht er ihr ab sofort den Geldhahn zu. Als sie auf den Schreck in einem Café eine Latte trinken möchte, verletzt sich der Besitzer und sie springt spontan für ihn ein. Nichts ahnend, das dies ihr und das Leben von dem total süßen Besitzer Mads für immer verändern wird.

Mein Fazit:
Jonna und Mads sind beide echt süß und mir gleich ans Herz gewachsen. Die Story wird abwechselnd aus der Sicht der beiden erzählt. Und beide haben so ihr Päckchen mit sich zu tragen. Was genau, das erfährt man so nach und nach, wodurch die Story die ganze Zeit über interessant und spannend bleibt. Da der Roman vom Sommer in den Herbst hinein erzählt wird, handelt es sich um einen schönen Roman, der einen in Herbstlaune versetzt. Eine sehr schöne Lovestory mit spannendem Inhalt. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil, wobei die Lovestory von Joanna und Mads in diesem Teil eine abgeschlossene Geschichte ist.

Von mir gibt es für diese interessante herbstliche Lovestory eine klare Leseempfehlung und ich vergebe gerne 4 Sterne.

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Copenhagen Cinnamon 1. Delicate

Rezensionen von Gaby 2707:

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Mörder unter uns von Hariett Drack

Auf der Anklagebank

Autorin Hariett Drack ist Gerichtsreporterin und nimmt mich in diesem Buch mit zu den bizarrsten und spektakulärsten Kriminalfällen aus dem Kölner Landgericht. Sie beschreibt aber auch Fälle, bei denen ich immer wieder den Kopf geschüttelt habe. Soviel Dummheit bzw. soviel Kleinkram mit denen sich die Gerichte beschäftigen müssen.

Da sind z.B. die beiden Männer, die eine Psychologin entführen; ein Mann, der in einem abgehörten Selbstgespräch den Mord an seiner Frau zugibt, aber nicht belangt werden kann; eine Mutter, die keinen anderen Ausweg sieht, als sich und ihr Baby umzubringen oder eine Frau, die gleich zweimal versucht ihre Mutter aus Mitleid zu töten.
Alle diese Fälle sind so verstörend, haben mich so mitgenommen, dass ich nach jeder Geschichte erst mal eine kleine Pause einlegen musste, um das Gelesene zu verdauen.
Es gibt aber auch die anderen Fälle. Da ist z.B. der total uneinsichtige Vater, der weder Unterhalt zahlt, noch sich an das Kontaktverbot hält; eine Influencerin, die auf ihrer Suche nach einer schnellen Story mit vielen Likes das Persönlichkeitsrecht zweier Ordnungshüter verletzt; eine Hundehalterin, die für ihren Rottweiler eine aufwendige Rehabehandlung erstreiten will oder ein junger Kassierer, der an der Kasse eines Supermarktes auf das unmoralische Angebot eines Harzt-VI-Empfänger eingeht.
An diesen und 20 weiteren teils kuriosen, teils schwer zu ertragenden Fällen lässt mich die Autorin teilhaben und tief in die Psyche der Menschen auf der Anklagebank blicken. Sie erzählt sachlich und eindringlich von den Menschen, die hinter den Fällen stehen und ich bin hier und da geneigt, sogar Mitleid zu empfinden.

Ein Buch mit Fällen, die mich erschüttert und gefesselt haben. Über andere konnte ich sogar ein bisserl schmunzeln. Fälle, bei denen ich mir auch die Frage nach der Schuld und der Verantwortlichkeit der Angeklagten gestellt habe. Ein Buch, das mich trotz aller Schrecklichkeiten auch sehr gut unterhalten hat.

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Mörder unter uns

Rezensionen von Vobabooks:

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Flapp lernt fliegen von Lu Fraser

Schönes Mutbuch

„Flapp lernt Fliegen“ ist eine Geschichte von Lu Fraser mit Illustrationen von Sarah Warburton. Im Buch lernen wir Flapp, die Fledermaus kennen und seine beste Freundin Motte. Flapp träumt vom Fliegen, doch gleichzeitig hat er auch Angst davor und zögert, den Ast loszulassen. Als seine beste Freundin Motte während eines Unwetters in Not gerät, da wächst Flapp über sich hinaus.

Ein schönes Bilderbuch zum Thema Ängste, Mut, Selbstvertrauen und Freundschaft. Es ist eine kurze Geschichte und recht schnell vorgelesen. Die Texte sind kurz und in Reimform gehalten. Die Message wird deutlich. Die Illustrationen sind wunderschön zum Anschauen und passen gut zur Geschichte. Sie sind aber durch die Nachtthematik eher dunkel gehalten. Wer ein Mutbuch für jüngere Kinder sucht, der kann hier fündig werden. Ich kann es mir besonders fürs (jüngere) Kindergartenalter vorstellen.

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Flapp lernt fliegen

Rezensionen von carola1475:

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Organisch von Giulia Enders

Über die unglaubliche Intelligenz des Lebens

Begegnungen mit Patienten, deren Symptome andeuten, dass sie mit sich und ihrer Lebenssituation unzufrieden sind, lassen die Ärztin Giulia Enders darüber nachdenken, ob der Mensch nicht von der Interaktion seines Körper mit der Außenwelt lernen kann. Unsere Organe zeigen uns, welche Bedürfnisse da sind und wie sie sie befriedigen.

Für medizinische Laien verständlich, lebendig, unterhaltsam und streckenweise sogar spannend erzählt die Autorin von erstaunlichen evolutionären Entwicklungen, aktuellen Forschungsergebnissen, flicht dabei persönliches ein und die Illustrationen ihrer Schwester Jill Enders setzen eigene Akzente.
Giulia Enders zieht Vergleiche, um das Verständnis komplexer Vorgänge zu erleichtern und bricht diese vielschichtigen Prozesse der Zusammenarbeit im Körper bis auf die Zellebene herunter, zeigt aber auch, wie alles mit allem zusammenhängt und dass, was für den Körper gut ist, es auch für die Umwelt ist.
Nach dem Bestseller 'Darm mit Charme' ist der Autorin mit 'Organisch' erneut ein unbedingt lesenswertes Buch gelungen, reifer und tiefgründiger als der Vorgänger, ein Plädoyer für das Verstehen und Wertschätzen der Fähigkeiten unseres Körpers und für Vertrauen in uns selbst.

Giulia Enders neues Buch ist mehr als ein Sachbuch, ich habe nicht nur Neues und Erstaunliches über die Lunge, das Immunsystem, die Haut, Muskeln und vor allem das Gehirn gelernt, sondern verstehe 'Organisch' auch als Anstoß. Es wird ein spannender Versuch sein, aus der Perspektive meines Körpers herauszufinden, was mir in der Außenwelt gut tut und was eher nicht.

Das schöne, überraschend gestaltete Cover zeigt für mich ein Raumschiff, das aus zarten, einander stabilisierenden menschlichen Organen besteht. Wer weiß, wohin die Reise geht...

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Organisch

Rezensionen von clematis:

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Das Fräulein Buchhändlerin von Martina Bergmann

Unabhängig

Amanda ist fleißig, hat als Beste im Jahrgang ihre Ausbildung zur Buchhändlerin abgeschlossen und freut sich, mit ihrem Chef Otto und ihrem Kollegen Horst so gut zusammenzuarbeiten. Das ist in Bielefeld im Jahre 1960 schon viel, denn der Platz einer Frau ist bei Kindern und am Herd, aber daran denkt Amanda noch nicht.

Während sie über eine Hochzeit mit Gisbert nachdenkt, verstirbt der Chef und für Amanda ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. Ob das den Herren rund um sie passt?

Beschwingt erzählt Martina Bergmann vom Leben in den 1960er-Jahren, vom Wirtschaftsaufschwung und von den Schreibfräulein, von Männern in gehobenen Positionen und von Frauen in Feinstrumpfhosen. Amanda fügt sich nicht in diese Konventionen, blüht auf in ihrem Beruf und ist zuversichtlich, auch als verheiratete Frau und Mutter nicht im Haushalt zu versauern. Was vielleicht nicht einmal ein Traum war, kann sich nun, nach Ottos Tod, verwirklichen lassen, denn ist es nicht eine logische Konsequenz, dass Amanda den Buchladen weiterführt? In lockerem Schreibstil erzählt die Autorin, wie Amanda Pläne schmiedet und mit Hilfe ihrer Oma Schritt für Schritt vorwärts wagt. Sie ist keine, die wütend auf Gleichberechtigung pocht, sondern leise und zielstrebig handelt. Das ist es auch, was sie im Laufe der Kapitel so sympathisch werden lässt und darlegt, warum sich Henriette aus ganzem Herzen über die Freundschaft mit ihr freut. Liebevoll fügt Bergmann Details aus dem Handwerk einer Buchhändlerin ins Geschehen ein, umhüllt vom Flair der damaligen Zeit und der Erwartungshaltung der Gesellschaft. Unabhängig will Amanda sein und passend für die Gegenwart, vielleicht auch für die Zukunft – modern nennt man es zurzeit. Schön, dass wir diese tüchtige Frau dabei begleiten dürfen.

Ein ruhiger, stimmungsvoller Roman, der auf unterhaltsame Weise erzählt, wie auch eine Frau in den 1960ern neidische Männer auf ihre Plätze verweist.

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Das Fräulein Buchhändlerin

Rezensionen von Schlafmurmel:

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Eric Holler: Mord auf Schalke von Roman Just

ein ungewöhnlicher Fall für Holler – spannend, witzig und absolut lesenswert!

Privatdetektiv Holler hat es in Mord auf Schalke mit einem sehr ungewöhnlichen Auftrag zu tun. Sein neuer Mandant entdeckt mitten auf dem Schalker Spielfeld eine Leiche. Aus Angst, selbst unter Verdacht zu geraten, lädt er sie kurzerhand auf einen Karren und versteckt sie. Als er sich dann an Holler wendet, ist die Leiche jedoch spurlos verschwunden.

Nur ein paar Schleifspuren und abgebrochene Zweige zeugen noch von ihrem Transport. Ich musste dabei richtig schmunzeln, denn die Szene ist herrlich skurril beschrieben.
Ein paar Tage später taucht Heinz Keller aus Siegen auf, der seinen Bruder als vermisst meldet. Ein merkwürdiger Zufall? Holler bittet seinen alten Freund Kommissar Werthofen um Unterstützung. Doch der traut der ganzen Geschichte nicht so recht – für ihn klingt das alles viel zu unglaubwürdig. Als dann noch eine tiefgefrorene Wasserleiche auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse. Hängt wirklich alles miteinander zusammen?
Die Geschichte ist spannend aufgebaut, voller Wendungen und gleichzeitig mit einer Prise Humor versehen. Roman Just versteht es wieder einmal, den Leser von der ersten bis zur letzten Seite mitzunehmen. Für mich war Mord auf Schalke ein richtiges Lesehighlight – fesselnd, unterhaltsam und absolut empfehlenswert!

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Eric Holler: Mord auf Schalke

Rezensionen von CanYouSeeMe:

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Deep Cuts von Holly Brickley

Deep Cut

"Deep Cuts" von Holly Brickley wurde von Stephan Kleiner ins Deutsche übersetzt. Für die Handlung ist relevant zu wissen, dass ein Deep Cut ein weniger bekannter Song eines Künstlers, der nicht zu den Hits gehört, sondern "tief" im Album vergraben ist und oft erst nach genauerem Hören entdeckt wird, ist.

Bekannte Hits und Vielgehörtes wird man hier eher nicht finden (wenn man nicht gerade Musik-Nerd wie Protagonistin Percy ist).
Die Handlung spielt in den 2000-er Jahren, und ich habe mich vollends in diese Zeit zurückversetzt gefühlt. Auch wenn ich selbst zu der Zeit ein bisschen jünger war als die Protagonistin, konnte ich die Szenerie sehr gut nachempfinden, vor allem als Mensch, der sich damals auch sehr viel über Musik identifiziert hat. Mein Herz ist bei der Erwähnung von Hot Chip besonders vor Nostalgie übergeschäumt, die Band habe ich damals sehr sehr sehr viel gehört. Und MySpace - es war essentiell wichtig, welche Musik dem Profil unterlegt war, hier kamen viele Erinnerungen zurück! Kurzum: das Feeling kam vollends an.
Der Fokus auf die Musik hat mir gut gefallen, dass es nicht die bekanntsten Stücke der Bands sind, erklärt sich durch den Titel. Auch durch die Spotify-Playlist zum Buch war mir die Musik noch näher - auch wenn ich gar nicht so wenige Titel bereits kannte. Tatsächlich gibt es noch eine zweite Playlist, die alle im Buch erwähnten Lieder umfasst - eine noch tollere Ergänzung!

Etwas schade finde ich, dass die Charakterdarstellungen etwas hinter der Auseinandersetzung mit der Musik zurück blieben, viele Charaktere blieben Randfiguren und damit eher oberflächlich dargestellt. Nimmt man den musikalischen Kontext weg, bleibt nicht mehr viel an Story und Charakteren übrig. Da wird für Menschen, die mit dem musikalischen Kontext wenig anfangen können, sicherlich eher eine belanglose und wenig emotional greifbare Handlung übrig bleiben.

Ich habe "Deep Cuts" sehr gern gelesen, Sprache und Schreibstil haben sich angenehm und flüssig lesen lassen. Die Handlung hat mir persönlich gut gefallen, es braucht aber eine gewisse Musikaffinität in speziellen Genres, um sich hier wirklich wohl zu fühlen.

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Deep Cuts

Rezensionen von Meli:

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Sword Catcher - Die Chroniken von Castellan von Cassandra Clare

Wenig Macht über das eigene Leben

Kel wurde als Kind als Schwertfänger für Prinz Conor ausgewählt; nicht nur, weil er Conor ähnlichsieht, sondern auch, weil ihn als Straßenkind sowieso niemand vermissen würde. Jahre später stehen sie einander so nah wie Brüder, aber am Ende dreht sich Kels ganzes Leben nur um Conor, während Conor noch Geheimnisse vor ihm zu haben scheint.

Lin ist Heilerin aus Leidenschaft, doch da sie zu den Ashkar gehört und dazu eine Frau ist, sind ihre Möglichkeiten sehr eingeschränkt. Sie darf einige Bücher gar nicht lesen, obwohl sie hofft, dort Antworten zu finden, um auch ihre beste Freundin heilen zu können. Sie steht zwischen den Regeln ihres Volkes und dem Wunsch, ihre Fähigkeiten einsetzen zu dürfen, das macht sie schon zu einer kleinen Rebellin, die sich für das Gute einsetzen will.

Sie leben in einer Welt, in der es fast keine Magie mehr gibt, außer der wenigen Magie, über die die Ashkar verfügen. Kel hat einen Talisman, der ihn wie Conor aussehen lässt, und ein wenig Magie sieht man durch Lin sowie durch die kleinen Schnipsel am Anfang der Kapitel, in denen man in die alten Geschichten der Magier-Könige eintaucht. Ansonsten geht es um Politik, Machtkämpfe und Intrigen, aber das ist auch schon spannend genug.

Im Vordergrund stehen Kel und Lins Charakterentwicklung und wie es für sie ist, in dieser Welt zu leben. Sie geraten ein wenig auf Abwege und lernen den König der Lumpensammler kennen, der schon Pläne für sie hat und ihnen außerdem dabei hilft, die Dinge in neuem Licht zu sehen.

Insgesamt fand ich ihr Abenteuer schon spannend, aber im Mittelteil hat sich die Geschichte schon ein wenig gezogen. Etwas schade fand ich auch, dass der Klappentext nicht so ganz zu dem Buch passt, aber die Handlung hat mir auch ohne große Liebesgeschichte gut gefallen.

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Sword Catcher - Die Chroniken von Castellan

Rezensionen von Petra Sch.:

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Der Trailer von Linus Geschke

düsterer Auftakt der Thriller-Trilogie über Camp Donkerbloem

Vor 15 Jahren ist die junge Studentin Lisa Martin spurlos vom Camp Donkerbloem in den belgischen Ardennen verschwunden.
Dieser Fall lässt auch in der Gegenwart die suspendierte Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke nicht los, da sie Lisa aus ihrer Jugend kannte, weshalb sie in einem True-Crime-Podcast darüber spricht.

Doch was sie nicht weiß: dies löst weitere Morde aus.
Wout Meertens, ein verurteilter Stalker, der in Köln eine Bar betreibt, meldet sich daraufhin anonym bei Frieda, denn er war damals zur gleichen Zeit auf dem Campingplatz.
Doch irgendwann hat Frieda die Identität des anonymen Anrufers ermittelt - und nur gemeinsam können sie herausfinden, was der Campingplatzbesitzer Vince Jacobs über die damaligen Geschehnisse weiß und nur so den Fall lösen. Doch sie geraten dabei selbst in Gefahr.

Ich fand die Geschichte, die anfangs eher wie ein ruhiger Krimi daherkommt, sehr düster. Nicht nur die Vorstellung des Campingplatzes, auf dem nicht so schöne Dinge vorgehen, sondern vor allem Wout. Sein Leben ist so deprimierend aus meiner Sicht, dass die ganze Atmosphäre des Buches so gefärbt wurde, denn man liest viel aus seiner Sicht.
Seinen türkischen Freund Tayfun mochte ich hingegen sehr, auch wenn er manchmal etwas dümmlich daherkommt (vielleicht ein Boxer/Bodybuilder-Vorurteil?). Aber er ist loyal, empathisch, mutig und hilfsbereit.
Kathinka, Wouts Untermieterin, fand ich anfangs gewöhnungsbedürftig, doch "die Kleine" hat echt was drauf.
Frieda konnte ich zuerst nicht so richtig fassen, sie ist für mich auch eher blass geblieben bis zum Showdown. Dieser war sehr actionfilmmäßig.
Das Setting fand ich sehr schön - Camp Donkerbloem ist ja ein sehr gepflegter, heimeliger Campingplatz, wo man sich wohlfühlt. Die vielen Erwähnungen, dass es ein schlimmer Ort ist, konnte ich eigentlich nicht so ganz nachvollziehen, denn die Partys, die Vince Jacobs dort veranstaltet, sind nicht illegal.

Das Rätsel um das Verschwinden von Lisa Martin wurde gelöst; ich fand die Erklärung hingegen nicht so ganz zufriedenstellend. Ich konnte es einfach nicht so ganz nachvollziehen.
Für belastete Frauen wäre in diesem Buch eine spezielle Triggerwarnung gut gewesen (auch wenn das für Thriller unüblich ist).

Es gibt auch noch eine Nebenhandlung; der Grund, warum Frieda suspendiert wurde: ein Immobilienmogul, der angeblich mit der kriminellen Clans zusammenarbeitet und vor nichts zurückschreckt. Und die Gruppe einflussreicher Menschen um ihn herum, die nur ihre (materiellen) Vorteile im Sinn haben. Hier bleibt die Geschichte noch offen und ich bin schon auf die Fortsetzung im nächsten Band gespannt.


Fazit:
Auftakt der Thriller-Trilogie über Camp Donkerbloem mit drei total unterschiedlichen Protagonisten. Ich fand es sehr düster.

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Der Trailer

Rezensionen von clematis:

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Die verschwundenen Jahre von Astrid Töpfner

Krieg, Schuld, Vergebung

1936 steht Spanien kurz vor einem Bürgerkrieg, welcher das Leben von Clara und Daniel grundlegend verändert. Sogar Marina, Claras Enkelin, ist von den damaligen Ereignissen und der tragischen Familiengeschichte achtzig Jahre später noch betroffen. Mittlerweile 102 Jahre alt, gibt Clara traurige Erinnerungen preis.

Mit einer passenden Rahmenhandlung – Marina soll eine Reportage rund um die Exhumierung des spanischen Diktators vorbereiten – beginnt Astrid Töpfner eine so großartige wie schockierende Geschichte, welche einen großen Bogen spannt vom Putschversuch Francisco Francos über eine emotionale Liebesgeschichte bis hin zu verletzenden Schuldzuweisungen und Versuchen der Vergebung.

Aus verschiedenen Blickwinkeln und über zwei abwechselnde Zeitschienen verknüpft die empathische Autorin einzelne Szenen zu einem bewegenden Ganzen, welchem man sich, einmal mit dem Lesen begonnen, kaum noch entziehen kann. Die Spannung nimmt sogar dann noch zu, wenn man meint, der Gipfel sei schon erreicht, bis zuletzt bekommt man immer wieder Gänsehaut und wird mitgerissen von aufwühlenden Gefühlen. Nach akribischer Recherche fließen eine Menge historischer Fakten in die Handlung ein und lassen dadurch keinen Zweifel an der Tatsache, dass sich vieles so oder recht ähnlich abgespielt haben könnte. Eine sorgfältige Wortwahl garantiert ein unmittelbares Leseerlebnis, auch scheußliche Dramen während des Krieges werden behutsam erwähnt, um den geschichtlichen Zusammenhang herzustellen, ohne jedoch den Fokus auf diese Details zu legen. Vielmehr steht Claras Familiengeschichte im Mittelpunkt, handelt der Roman von verpassten Chancen, Missverständnissen, Neid, Trauer, Liebe, Schuld und Vergebung. Wie sehr Familie und Umgebung (Nachbarn, Schule) den Charakter eines Heranwachsenden prägen, zeigt die Person von Ivo, welche mir neben einigen anderen besonders nahe gegangen ist.

Ich kann dieses besondere Buch mit vielen berührenden Momenten nur jedem ans Herz legen, der sich für die spanische Geschichte interessiert und harte Fakten gerne eingebettet in eine bewegende Romanhandlung vorfindet. Großartig!

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Die verschwundenen Jahre