Icon Kontrast wechseln
Logo Wagnersche Buchhandlung

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von manu63:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

To Tempt a God von Anna Benning

Guter Auftakt

To tempt a God ist der erste Band der Götterlicht Trilogie geschrieben von der Autorin Anna Benning.

Die Autorin entführt undsauf eine Erde die seit vielen Jahren von Göttern besetzt ist welche unbarmherzig über die übrig gebliebene Menschheit regiert. Eine dieser Menschen ist Aurora, welche ausgewählt wird den Göttern zu diesen.

Als ausgerechnet Colden, der Sohn des gefürchteten Herrschergotts zu ihrem Herrn und Meister wird beginnt für Aurora eine schwere Zeit. Obwohl sich alles in Aurora dagegen sträubt fühlt sie sich zu Colden hingezogen und auch ihn lässt Aurora nicht kalt.

Die Geschichte wird flüssig erzählt und die Charaktere entwickeln sich unaufhaltsam im Laufe der Geschichte. Einige Wendungen sind zum Teil zu geschmeidig, aber in meinen Augen okay. Zu viel künstliches Drama mag ich nicht in einer Geschichte. Erzählt wird alles aus der Perspektive von Aurora und das erlaubt gute und tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt. Sie ist mir an einigen Stellen zu impulsiv, aber genau das bringt die Geschichte weiter.

Die Nebencharaktere ergänzen die Geschichte gut und sind teilweise Sympathieträger aber auch Bösewichte.

Mit dem Cliffhanger habe ich so gar nicht gerechnet und bin nun neugierig auf die Fortsetzung der Reihe.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von manu63
To Tempt a God

Rezensionen von clematis:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Das Mädchen, das schwieg von Trude Teige

Stumme Sissel

Kajsa arbeitet zurzeit nur eingeschränkt als Journalistin, übersiedelt endlich in das renovierte Häuschen in Losvika und fühlt sich hier auf der westnorwegischen Insel sichtlich wohl. Ihr Mann Karsten ist schon länger vom Polizeidienst freigestellt, nachdem er seinen letzten Einsatz nur knapp überlebt hat.

Aber die Ruhe währt nicht lange, Sissel, eine etwa dreißigjährige Nachbarin, wird tot in ihrem Haus aufgefunden. Kaum jemand hatte näheren Kontakt zu ihr, denn sie sprach kein Wort, schrieb nur kurze Notizen in ihre Büchlein. Wenn auch nicht ganz freiwillig, so werden Kajsa und Karsten schnell in den Fall eingebunden.

Eine großartige Atmosphäre, voller Düsternis und scheinbarer Beschaulichkeit, empfängt den Leser im kleinen Dorf, wo jeder jeden kennt. Umso verwunderlicher, dass Sissel allen so fremd ist und aufgrund der Ermittlungen nach und nach unglaubliche Bösartigkeiten ans Tageslicht geraten. Viele lebendige Dialoge führen durchs Geschehen und lassen den Leser teilhaben an Journalistenarbeit, polizeilichen Amtshandlungen und privaten Problemen. Höchst verworrene Zustände können einen schon einmal irreleiten, einen unempfindlichen Magen braucht man, wenn es um häusliche Gewalt oder Missbrauch durch Respektspersonen geht – Achtung - dies passt vielleicht nicht für alle Leser. Geschickt aufgebaut ist auch dieser Kriminalfall, sodass das Rätsel um den wahren Täter lange andauert und bis zum Schluss spannend bleibt.

Auch dieses Mal hat man als Leser große Freude an der Seite von Kajsa, ihre spezielle Menschenkenntnis und ihre bisweilen gefährlichen Alleingänge zeichnen sie wie immer aus. Man darf gespannt sein, was die Fortsetzung bringt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von clematis
Das Mädchen, das schwieg

Rezensionen von manu63:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Shinwa. Stimmen der Nebelwälder von Christian Gerhard

Fesselnde Lektüre

Shinwa Stimmen der Nebelwälder ist der erste Band der Dilogie Der Traum der Samurai geschrieben vom Autor Christian Gerhard.

Die Geschichte entführt die Leserschaft nach Japan Ende des 18 Jahrhunderts. Das Land wird vom Shogun und Fürsten regiert und das Volk leidet unter dieser Herrschaft, als auch noch eine Hungersnot im Land ausbricht ist es nicht mehr weit bis zu einer Revolution.

Eher zufällig geraten die junge Frau Aoi und die Onna-Bugeisha Himari mitten hinein ins Geschehen.

Der Autor beschreibt flüssig und auf spannende Art das damalige Leben des Adels und des niederen Volkes und wie hart das Los der Bauern unter der Regierung der Fürsten war. Durch die verschiedenen Perspektiven erhält man einen guten Einblick in die Beweggründe der Charaktere und wie sie sich weiter entwickeln.

Mit Spannung bin ich der Geschichte gefolgt und fand das Ende der Geschichte traurig und hoffnungsvoll zugleich und bin nun gespannt wie es weiter geht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von manu63
Shinwa. Stimmen der Nebelwälder

Rezensionen von yellowdog:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Unter dem Nussbaum von Michael Donhauser

Naturlyrik

Ob Gedicht oder Prosa, Michel Donhauser feiert die Natur.
Blumen, Bäume, Gärten, selbst einen Misthaufen kann er ehren.

Unter den Nussbaum ist ein umfangreiches Buch, dass viel enthält. Neben langen Texten gibt es auch Dreizeiler.
Ein Text wie Zwischenjahreszeiten hingegen hat sogar mehrere Kapitel.

Auffällig und imponierend der komplexe Gedichtzyklus Sarganserland.
Dem steht auch Variationen in Prosa nicht nach.

Diese Sammlung umfasst so viel, dass man als Leser das kaum auf einmal verarbeiten kann. Das Buch wird mich noch lange begleiten.
Zusätzlich enthält es drei Teile, die erstmals veröffentlicht sind.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog
Unter dem Nussbaum

Rezensionen von NT:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Deep Cuts von Holly Brickley

Einfach nostalgisch

Es sind die frühen 2000er Jahre, als die Studentin Percy in einer Bar auf den Musiker Joe trifft. Sie wirft einen Blick auf seine Lyrics, schlägt eine kleine Veränderung vor, und dieser Moment setzt den Anfang einer Geschichte in Gang, die mich sofort gepackt hat.

Deep Cuts ist ein Buch, das man nicht schnell wegliest, sondern genießt.

Ich habe die Songs, die darin erwähnt werden, parallel auf der Spotify-Playlist gehört und konnte so noch tiefer eintauchen. Jedes Mal, wenn Percy (und Joe) einen Song analysierten, habe ich innerlich mitdiskutiert, zugestimmt oder widersprochen. Manche Songs haben mich so beschäftigt, dass ich sie danach noch einmal in Ruhe gehört habe. Ich glaube, die Autorin hat genau das beabsichtigt. Ein, zwei der Songs waren sogar schon vorher in meiner persönlichen Top-Liste, was das Ganze noch besonderer gemacht hat.

Holly Brickley schafft Figuren, die authentisch wirken, eigen, manchmal widersprüchlich, aber immer echt. Vor allem die Gespräche zwischen Percy und Joe stechen heraus: so realistisch und nah, dass man fast meint, im selben Raum zu sitzen. Dazu kommt dieses wunderbar nostalgische 2000er-Setting, in dem ich mich sofort wohlgefühlt habe. Besonders schön fand ich, dass die Geschichte die Protagonisten über mehrere Jahre hinweg begleitet. Es ist selten, dass ich einer Liebesgeschichte so mitgefiebert habe wie hier.

Deep Cuts ist ein besonderes Buch über die Liebe zur Musik, das mich durch seine Authentizität, die Songs und die Figuren noch lange begleiten wird.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von NT
Deep Cuts

Rezensionen von manu63:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Der Totengräber und die Pratermorde von Oliver Pötzsch

Wer war es?

Der Totengräber und die Pratermorde ist der vierte Band der Totengräber Reihe aus der Feder des Autors Oliver Pötzsch.

Dieses Mal geht es in den Prater, wo junge Frauen verschwinden die niemand vermisst. Nachdem bei dem Zaubertrick Die zersägte Jungfrau es tatsächlich zum Tod der jungen Frau in der Kiste führt entwickelt sich ein Fall der nicht nur Leopold von Herzfeld als Ermittler trifft, sondern auch Julia Wolf, eine junge Reporterin welche die unglückliche Liebe von Leopold ist.

Der Autor schreibt flüssig, wobei es jedoch an einigen Stellen Längen gibt, bei denen man einiges hätte kürzen können. Oftmals tritt eher das Privatleben der Protagonisten in den Vordergrund und verdrängt den eigentliche Kriminalfall. Ich kenne nur den ersten Band der Reihe, Band zwei und drei habe ich nicht gelesen. Daher kenne ich wohl einige Entwicklungen in den Charakteren nicht und schätze sie deshalb vielleicht nicht so gut ein.

Der Totengräber Augustin Rothmayer hat mir im ersten Band gut gefallen, hier im Band finde ich ihn zu grantig und gerade wie er seine Ziehtochter Anna behandelt finde ich grenzwertig. Er schimpft in einer Tour und wirkt dadurch recht jähzornig und aufbrausend.

Julia finde ich an etlichen Stellen eher zickig und unbedacht. Was sie als Emanzipation empfindet finde ich eher starrköpfig.

Leopold ist für mich in diesem Band recht blass und die Geschichte nicht tragend.

Die Auflösung des Falles hingegen fand ich spannend beschrieben und gut zusammen gestellt.

Trotz einiger Längen im Buch wurde ich gut unterhalten, auch wenn mir einige Charaktere nicht ganz so gut gefielen, aber für den Ablauf der Geschichte musste es einige dieser Charakterzüge geben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von manu63
Der Totengräber und die Pratermorde

Rezensionen von Nele33:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Die Sättigung von Elias Haller

genial

Die Sättigung ist der mittlerweile achte Fall für den Kryptologen Arne Stiller und es wird nicht langweilig, ihn bei seinen Ermittlungen zu begleiten.
Diesmal dreht sich im Fall alles um den Karneval bzw. um eine ganz bestimmte venezianische Karnevalsmaske. Stiller wird während den Vorbereitungen auf Karneval in Dresden zu seinem unbeliebten und nicht gerade arbeitsamsten Kollegen Plattner gesetzt, um diesen bei der Suche nach dem verschwundenen Karnevalsprinzen Dolph Gehrmann zu unterstützen.

Arne ist über die Untätigkeit seines Kollegen entsetzt und nimmt sich der Sache mit seinem bekannten Spürsinn an. Gleichzeitig wird er zu einem Mord an einem Imbissbetreiber gerufen und meint, einen Hinweis entdeckt zu haben. Doch wie passt der Imbissbesitzer mit dem verschwundenen Prinzen zusammen? Als weitere Hinweise auftauchen, ist Stiller klar, dass es sich um einen Serientäter handelt, der in immer kürzeren Abständen und auch immer grausamer mordet. Ihm läuft die Zeit davon und sein Kollege ist ihm wie erwartet keine Hilfe.

Seine Religion Armakuni und deren Weisheiten fehlen natürlich auch in diesem Band nicht und lassen mich bei einem Thriller doch manchmal schmunzeln. Inges Gastauftritt, ich danke dafür.

Elias Haller versteht sein Handwerk und darum lässt auch der achte Band keinerlei Wünsche offen. Die Handlung ist kurze, knackige Kapitel verpackt, die sich in der Spannung gekonnt steigern.
Ebenso ist die Auflösung schlüssig und lässt keinerlei Fragen offen. Wie auch mit den anderen Bänden hat mir Elias Haller mit "Die Sättigung" wieder einige spannende Lesestunden beschert.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nele33
Die Sättigung

Rezensionen von Nele33:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Seerauchen von Sabine Eschbach

brillant

Seerauchen der Autorin Sabine Eschbach spielt in einem kleinen Dorf am Bodensee in den 30-iger Jahren. Dort lebt Martha mit ihrem Sohn Josef. Josef ist anders als andere Kinder, heute würde er wahrscheinlich mit Autismus diagnostiziert werden. Seine ersten Worte spricht der Junge mit sieben Jahren, aber es sind nicht die Worte, die man als erstes von einem Kind erwartet.

Idiot ist da noch das harmloseste. Er gibt die Worte wieder, mit denen ihn die Umgebung seit er lebt betitelt. Durch seine Einschränkungen leben er und seine Mutter sehr isoliert von den anderen Dorfbewohnern. In der Schule dann der erste Lichtblick, als ein Lehrer seine Fähigkeiten entdeckt und diese fördert. Doch auch dieses Glück bleibt für Josef nicht von langer Dauer, da dieser in Laufe der Geschichte und des Krieges ersetzt wird.

Die Autorin versteht es in ihrem Debüt, die grausame Zeit des Nationalsozialismus mit dem Leben einfacher und wenig gebildeter Menschen zu verknüpfen, ohne dabei den Zeigefinger zu erheben. Das Hauptaugenmerk liegt dabei immer bei Martha und Josef und lässt den Leser an den innersten Gedanken und Gefühlen der beiden Protagonisten teilhaben.
Besonders berührt hat mich, dass Josef in Farben denkt, heute bekannt unter Synästhesie einem neurologischen Phänomen. Die Stärke der Mutter, die trotz ihrer immer größer werdender Überforderung zu ihrem Josef hält, beeindruckt mich tief.

Ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte, mit ausgefeilten Charakteren, brillant umgesetzt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Nele33
Seerauchen

Rezensionen von Meli:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Katabasis von R. F. Kuang

Wenig Spannung in der akademischen Hölle

Alice steht kurz vor ihrem Abschluss, als ihr Doktorvater Jacob Grimes plötzlich bei einem Unfall stirbt. Doch Alice studiert Analytische Magie und folgt ihrem Professor kurzerhand in die Hölle, um ihn zurückzuholen - unfreiwillig begleitet von ihrem Erzrivalen Peter.

Ich kenne schon die anderen Werke der Autorin und hatte daher schon recht hohe Erwartungen, die einfach nicht erfüllt wurden.

Den Schreibstil fand ich eigentlich ganz gut, auch wenn ich es auf Dauer ein wenig anstrengend fand, wie viel philosophiert wurde. Auch die Art der Magie fand ich faszinierend, da sie aus Sprache und Logik geschaffen wird.

Die Unterwelt hingegen fand ich enttäuschend, denn die verschiedenen Höfe waren mir zu ähnlich und konnten mich von ihrem Inhalt und ihren Herausforderungen kaum überzeugen. Dazu kam noch, dass Alice und Peter sich sehr viele Gedanken machen, aber die Realität fiel dann weniger komplex oder interessant aus.

Die Handlung fand ich insgesamt nicht besonders spannend, weil das meiste sehr leicht geht und die Spannung schon wieder abflacht, bevor sie richtig da war. Ein Buch muss auch nicht immer spannend sein, aber bei einem gefährlichen Abstieg in die Hölle, wo es um Leben und Tod geht, erwarte ich schon mehr.

Es gibt viele Rückblenden, die dabei helfen, Alice besser zu verstehen; ihre komplizierte Beziehung zum unzuverlässigen, aber genialen Peter, ihre Verehrung für den tyrannischen Professor Grimes und ihre Obsession mit Magie und ihren akademischen Leistungen. Sie ist nicht unbedingt eine sympathische Protagonistin, aber das hat mir auch nicht so viel ausgemacht. Die meisten ihrer Handlungen konnte ich trotzdem nachvollziehen, auch wenn sie sich manchmal selbst belügt.

Fazit
Am Ende bin ich nicht richtig zufrieden mit der Geschichte, da ich das Gefühl habe, gar nicht zu verstehen, worum es wirklich gehen sollte, obwohl ich darüber nachgedacht habe. Es ging schon um die Charakterentwicklung der Protagonistin, aber der ganze Abstieg in die Hölle war einfach enttäuschend für mich, sowohl von den Eigenschaften der Hölle her als auch von der Spannung bei der Reise hindurch.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Meli
Katabasis

Rezensionen von PeWie:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Rabenthron von Rebecca Gablé

Dänen und Angelsachsen

England im 11. Jahrhundert. Für uns heute eine schreckliche Zeit, grausame Überfälle, drakonische Strafen, die meisten Menschen Freiwild. Die Angelsachsen leiden unter den Überfällen der Wikinger, sie haben einen schwachen König der nichts tut um seine Untergebenen zu schützen, wie es eigentlich seine Aufgabe ist.

In zweiter Ehe mit Emma aus der Normandie verheiratet, die er nicht als Partnerin ansieht sondern als Zuchtstute betrachtet. Sie ist eine starke Frau die am liebsten die Zügel selbst in die Hand nehmen würde. Aber als Frau wird sie von niemanden anerkannt. Etwas Respekt bekommt sie von ihrem zweitältesten Stiefsohn Edmund. Sie selber hat mit dem König drei Kinder. Als sie zur Flucht in die Normandie gezwungen wird, stehen ihr die fiktiven Personen Ælfric ein junger Engländer, Hakon der Däne und Eilmer ein Mönch zur Seite. Die drei werden über Jahrzehnte ihre treuesten Begleiter und Ratgeber, Sie begleiten sie ungeachtet eigener Familie und Aufgaben ins Exil und zurück, sie beschützen ihre Kinder und stehen stets loyal zu ihr.

Die Autorin vermittelt leicht die komplizierten Herschafts- und Verwandschaftsverhältnisse der damaligen Zeit. Sie beschreibt das Leben und die Gefahren in den Dörfern und Städten in diesen unruhigen Zeiten. Die widersprüchlichen Entscheidungen der Herschenden entsprechen oft nicht der Gerechtigkeit sondern der eigenen Vorstellung vom Königsein und der politischen Notwendigkeit. Das sind die historischen Tatsachen.

Dazu gehört die fiktive Geschichte von Ælfric, seiner Familie und seinen Freunden. Ælfric ist eine besondere Figur, er entspricht nicht unbedingt den Zeitgeist. Er ist mitfühlend, überlegend in seinen Entscheidungen, am wichtigsten ist aber seine loyale Einstellung, denn er hängt nicht sein Mäntelchen in den Wind. Auch wenn es schwierig ist, gar gefährlich, er geht den steinigen Weg und gibt diese Einstellung auch an seine Kinder weiter..

Schade war an diesem spannenden starken Roman, das die Frauen in Ælfrics Umfeld zu kurz kamen, außer die historische Emma waren sie nur Nebenfiguren..

Es ist der dritte Band der Helmsby Reihe, sollte aber der Chronologie wegen als Erstes gelesen werden, dann das "Zweite Königreich" und abschließend "Hiobs Brüder"..

Man kann natürlich jedes Buch unabhängig als Einzelband lesen. Sie sind spannend, sehr gut recherchiert und bringen dem Leser auf unterhaltsame Art das englische Mittelalter nahe. Es geht in der Reihenfolge einfach darum das die Angelsachsen und Dänen vor den Normannen kamen..

im Shop ansehen weitere Rezensionen von PeWie
Rabenthron