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Rezensionen von Eternal-Hope:

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Die echtere Wirklichkeit von Raphaela Edelbauer

Wie viele Wahrheiten gibt es?

Die österreichische Autorin Raphaela Edelbauer ist mit ihrem Roman "Das flüssige Land" auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises gelandet und hat für "DAVE" den Österreichischen Buchpreis gewonnen. Das lässt auf eine Autorin schließen, die anspruchsvolle Literatur verfasst.

Doch wie sieht es mit Unterhaltungsfaktor, Spannung und Lesbarkeit aus?

Tatsächlich beginnt das neueste Werk der Autorin, "Die echtere Wirklichkeit" sehr anspruchsvoll, denn wir haben es mit einer philosophischen Terrorgruppe zu tun, die erst einmal Jahre lang gemeinsam philosophische Werke liest und diskutiert, bevor es daran gehen könnte, mit konkreten Aktionen zur Tat zu schreiten.

So finden wir gleich am Anfang der Lektüre ein Manifest der Gruppe, das folgendermaßen beginnt:

"Es gibt nur eine Wahrheit und sie ist absolut. Diese Wahrheit ist weder eine soziale Konstruktion noch subjektiv oder bloß eine unter vielen Perspektiven auf die Dinge. Mögen sich im Laufe der Zeiten auch die Sicht auf die Wahrheit oder die Methoden, zu jener zu gelangen, geändert haben, und mag in vielen Fällen die Sinnesbeschränkung der Lebewesen nicht hinreichen, zu ihr zu gelangen, so ist doch hinter den Phänomenen die absolute Wahrheit jenseits allen Meinens vorhanden."

Eine gewisse Affinität zur Philosophie ist dem Lesegenuss bei diesem Buch also durchaus zuträglich. Aber, keine Sorge, so kompliziert, wie oben zitiert, formuliert zwar die philosophische Terrorgruppe, doch nicht die Autorin selbst im Hauptteil des Buches. Die philosophischen Ergüsse der Gruppe werden nur gelegentlich zitiert, ansonsten ist es ein gut lesbares und humorvoll geschriebenes Buch.

Die Charaktere sind sehr schräge Gestalten, die sonst an ihren Ansprüchen ans Leben gescheitert sind. Da gibt es Byproxy, eigentlich Petra, die junge, nach einem Unfall im Rollstuhl sitzende Ich-Erzählerin, die aus ihrer Wohngruppe geschmissen wurde und auf der Suche nach einem Obdach zufällig auf die Gruppe stößt. Diese bestand zuvor aus vier Personen: ein promovierter Philosoph, dem die Festanstellung verwehrt wurde, eine reiche Erbin, die sich von ihrer Familie distanziert hat, ein Vorbestrafter und eine weitere Person. Gemeinsam haben sie eine Wohnung in einem Wiener Abbruchhaus besetzt, lesen und diskutieren philosophische Werke und unterwerfen sich selbst einem strikten Regelwerk, so darf etwa jedes Mitglied der Gruppe nur einmal in der Woche die Wohnung verlassen. Byproxy muss sich die Aufnahme in die Gruppe und deren Vertrauen erst erarbeiten, doch mit Intelligenz, Charme und Gerissenheit schafft sie das, wird eine treibende Kraft der Geschehnisse und so nehmen die Dinge ihren Lauf.

Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, in die Lektüre hineinzukommen, doch war der Einstieg einmal geschafft und hatte ich mich mit dem philosophischen Rahmen und den schrägen Figuren vertraut gemacht, war es eine höchst vergnügliche und spannende, ungewöhnliche Lektüre. Sowohl das Thema als auch die Art, wie es behandelt wird, sind sehr innovativ - so etwas auf diese Art habe ich noch nicht gelesen. Wie nebenbei regt es außerdem zum Nachdenken über Wirklichkeit, Konstruktivismus, Fake-News, die Verantwortung von Universitäten und Medien und viele weitere Themen an. Man merkt, dass die Autorin sich tiefgehend damit beschäftigt hat. Örtlich ist die Geschichte in Wien und Umgebung angesiedelt, was man am Vokabular und an vielen Ortsbezügen deutlich merkt.

Insgesamt ist es ein Buch, das ich jenen, die sich für anspruchsvolle Lektüre, unkonventionelle Konzepte und schräge Charaktere interessieren, sehr empfehlen kann. Philosophisch vorgebildete oder interessierte Menschen können von diesem Buch ganz besonders profitieren, bei allen anderen kann es Interesse an diesem Thema wecken, oder man liest über die stark philosophisch geprägten Passagen einfach hinweg, auch dann ist es noch eine unterhaltsame und kohärente Erzählung. Ich jedenfalls freue mich darauf, weitere Bücher dieser talentierten und vielseitigen Autorin zu lesen.

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Die echtere Wirklichkeit

Rezensionen von yellowdog:

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Familienkörper von Michèle Yves Pauty

Die Verletzung aus dem Familienkörper schreiben

Familienkörper von Michèle Yves Pauty ist ein Familienroman mit Schwerpunkt Krankheitsgeschichte, die sich durch die Familie zieht. Auch bei der Mutter, der Erzählerin, die zu Beginn des Romans noch ein kleines Kind war. Es wird über viele Jahre erzählt, bis sie Teenager und Erwachsene ist.
Es beginnt Anfang der Achtziger Jahre.

Der Unfall bei Tschernobyl erschüttert alle. Weitere geschichtliche Ereignisse werden immer mal wieder eingeflochten.
Die Krankheiten bestimmen das Leben in der Familie mit, auch die junge Protagonistin wird nicht verschont. Sie berichtet vom Medical Gaslightning, wenn die Ärzte nicht an die Krankheiten ihrer Patienten glauben, nur weil sie nicht auf Anhieb eine Diagnose haben.
Das Krankheitsthema ist interessant, aber vielleicht ein wenig zu viel. Manche Leser könnten sich davon getriggert fühlen. Dem Gegenüber steht die große Sensibilität der Autorin.

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Familienkörper

Rezensionen von yellowdog:

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Chamäleon von Yishai Sarid

Der Weg zum Mitläufer

Yishai Sarid ist ein Autor, der in seinen Büchern über gesellschaftspolitische Themen in Israel schreibt. So auch hier in seinem neuen Roman über einen durchschnittlichen Mann, der sich zur falschen Seite hin verführen lässt.
Shai ist ein Journalist, der nach kurzen Erfolg in die Mittelmäßigkeit versank.

Durch einen Zufall bekommt er Kontakt in politische Kreise und ist von der Aufmerksamkeit begeistert. Er ist bereit sich dem rechtsgerichteten Premierminister anzudienen und in dessen Sinne zu agieren. Er wird ein Mitläufer.

Der Autor zeigt diesen Prozess langsam, Schritt für Schritt und daher gründlich und nachvollziehbar. Da man als Leser dicht bei der Figur ist, lernt man, dessen Handeln zu verstehen, ohne es akzeptieren zu müssen.
Das ist meisterhaft gemacht. Ein intensives Buch eines klugen Autors!

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Chamäleon

Rezensionen von liesmal:

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Kleine Wunder in der Mitternachtskonditorei von Lee Onhwa

Ganz persönlich und warmherzig

Yeonhwa erbt von ihrer Großmutter das „Hwawoldang“, eine kleine Konditorei für koreanisches Gebäck. Sie muss das Geschäft mindestens vier Wochen lang weiterführen und es darf nur von 22 Uhr bis Mitternacht geöffnet haben.

Es ist eine ungewöhnliche Aufgabe, auf die Yeonhwa sich einlässt, denn ihre Kunden sind Verstorbene, die nicht nur kleine Küchlein kaufen, sondern Yeonhwa damit beauftragen, die Gebäckstücke und dazu kleine Nachrichten an ihre lieben Hinterbliebenen zu liefern.

Die Kunden bringen ihre eigenen Geschichten mit, die sie Yeonhwa erzählen. Durch diese ganz persönlichen Geschichten bekommt der Roman Lebendigkeit und einen ganz besonderen Reiz. Das hört sich jetzt vielleicht paradox an, weil ja Verstorbene erzählen und ich von Lebendigkeit spreche, aber genauso wirkt es auf mich.

Die Autorin Lee Onwha schreibt, wenn es um Yeonhwa und das Hwawoldang geht, in einem – so empfinde ich es – eher nüchternen Ton. Nüchtern war wohl auch das Verhältnis zwischen Yeonhwa und ihrer Oma, denn warum wusste Yeonhwa nichts über das Geschäft und warum hatten die beiden sich so wenig zu sagen?

Ganz anders ist der Schreibstil, wenn Lee Onwha die Toten ihre Lebensgeschichte erzählen lässt. Er ist von großer Warmherzigkeit geprägt, ist ergreifend und steckt voller Liebe. Diese persönlichen Geschichten gefallen mir ausnahmslos, und wie wichtig es den Verstorbenen ist, ihren Liebsten noch unbedingt bestimmte Dinge sagen zu wollen, ist total berührend.

Neben dem Cover, das ein Bild des Hwawoldang zeigt (aber was macht die Katze dort?), sind auch die Innenseiten des Umschlags liebevoll gestaltet. Mit einem orangefarbenen Hintergrund, den Lampions, den Kirschblüten und dem herzlichen Willkommensgruß fühle ich mich sehr wohl auf meiner Reise in eine fremde Welt. Lesenswert!

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Kleine Wunder in der Mitternachtskonditorei

Rezensionen von DoraLupin:

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Heimat von Hannah Lühmann

Regt zum eigenen Denken an, Bravo!

Mittlerweile findet man immer mehr (Hör-) Bücher, die einem ihre Meinung richtigehend aufdrängen wollen und man das Gefühl hat, eigenes Denken ist nicht mehr erwünscht. Dieses Buch ist erfrischend anders und ich habe die Geschichte deshalb wirklich von Anfang bis Ende genossen!

Das Hörbuch dreht sich um Jana, die mit ihrer Familie aufs Land zieht, dort merkt sie schnell: Hier gelten andere Regeln.

Hinter der bürgerlichen Fassade lauert ein höchst problematisches Weltbild, wie selbstverständlich wird hier AfD gewählt. Auch Janas charismatische Nachbarin Karolin hat sich ganz der Rolle als Hausfrau und Mutter verschrieben. Je mehr Zeit Jana mit Karolin verbringt, desto klarer wird ihr, dass sie auf eine sehr zeitgemäße Weise ultrakonservativ ist – sie kämpft als »Tradwife« im Namen der Tradition gegen alles, wofür Jana eigentlich steht. Jana versucht, sich gegen ihre Faszination zu wehren, und ertappt sich doch immer wieder bei dem verstörenden Gedanken, dass sie Karolin um ihr Leben beneidet.

Ich habe sehr gut in die Geschichte hineingefunden, der Schreibstil ist unheimlich fesselnd, dabei aber so locker, dass ich mich gut auf die Geschichte konzentrieren konnte. Ich wollte in jeder Minute weiterhören, denn die Geschichte ist sehr realistisch erzählt und könnte genau so irgendwo passieren mitten in Deutschland. Die Themen Tradewife und Mutter werden hier eingehend behandelt und es werden einen Sätze mitgegeben, die nachdenklich machen, ohne mit erhobenen Zeigefinger zu kommen. Das habe ich allgemein an diesem Buch sehr geschätzt! Die Autorin erzählt von unterschiedlichen Lebensmodellen ohne diese direkt als gut oder schlecht abzutun. Das lädt ein selbst über verschiedene Themen im Leben nachzudenken, ohne das man sich gleich zu einer Meinung oder einem Lebensstil gedrängt sieht. So entsteht eine sehr lebendige Geschichte, die faszinieren kann und die auch nachdenklich stimmt.

Die Sprecherin hat gut zur Geschichte gepasst und hat diese schön vorgelesen. Sehr lebendig wurden die Handlung vorgetragen und hat mir wirklich gut gefallen.

Fazit: Faszinierendes Buch, das zum selberdenken einlädt, ohne jemandem eine Meinung aufdrücken zu wollen. Ganz klare Lese/Hörempfehlung

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Heimat

Rezensionen von HEYN Leserunde, Ingrid Weilharter:

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Himmel ohne Ende von Julia Engelmann

Soziale Kontakte als Identitätsgewinn

Julia Engelmann beschreibt in ihrem Coming-of-Age-Roman auf subtile Weise die Ängste und Nöte von sensiblen Jugendlichen.
Dem Verzweifeln nahe findet die Protagonistin Charlie über einen neuen Mitschüler einen Ansprechpartner für ihre diffuse Gedankenwelt und ihre oft überboardenden Emotionen.

"Pommes" ist mehr als nur eine freundschaftliche Beziehung, er ist ein Halt, ein Anker, mit dem Charlie ihre Lebenswelt teilen kann und so an Identität gewinnt.
Mit gefällt die Herangehensweise der Autorin, die Bedeutung von produktiven sozialen Kontakten als heilsam und identitätsstiftend hervorzuheben. Engelmann kann sich offensichtlich gut in die Lebenswelt Jugendlicher einfühlen. Ihre Sprache ist unverblümt und poetisch zugleich, gewürzt mit sinnigen Aussagen. Und so wird dieser Roman zu einem Schatzkästchen ganz banaler Lebensweisheiten.
Sehr lesenswert!

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Himmel ohne Ende

Rezensionen von DoraLupin:

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Im Leben nebenan  von Anne Sauer

Zwei Leben

Gleich als ich den Klappentext gelesen habe war ich auf diese Geschichte mehr als gespannt und wollte unbedingt mehr darüber erfahren. Ich wurde auch wirklich gut von der Handlung unterhalten, lediglich die Auflösung und das Ende fand ich ein wenig schwach.

Die Geschichte dreht sich um Toni, die eines Morgens nicht wie gewohnt neben ihrem langjährigen Freund aufwacht, in ihrer kleinen Altbauwohnung, weil die Dielen knarren und die Nachbarn viel zu laut sind.

Nein. Zu ihrer Verwunderung befindet sie sich in einer großzügig geschnittenen Wohnung. Alles hell, ordentlich, teuer eingerichtet. Und der Blick aus dem Fenster? Seltsam vertraut. Antonia versteht: Sie ist wieder in dem Dorf ihrer Kindheit. Nach und nach erfährt sie, dass sie hier ein beschauliches Leben führt, bürgerlich geordnet, mit Auto vor der Tür, Schwiegermutter nebenan und Kind auf dem Schoß. Kind auf dem Schoß? Antonia kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ist das etwa ihr Baby? Und der Vater dazu? Offenbar ihre erste große Liebe – ein Mann, den sie nie ganz vergessen konnte.

Ich habe gut in die Geschichte reingefunden, der Schreibstil ist locker und leicht und ich konnte mich deshalb ganz auf die Geschichte konzenrieren und darin eintauchen. Bildhaft wird von zwei ganz unterschiedlichen Paralellwelten erzählt, einmal an der Seite ihres Freundes, in der Toni mehr Freiheiten erlebt, aber eben auch einen unerfüllten Kinderwunsch hat, andererseits das Leben als Mutter mit einem Baby, viel Stress und wenig Zeit für Freiheit und eigene Interessen. Die Geschichte wird mitreißend erzählt, sodass ich in jeder freien Minute weiterhören wollte. Dennoch hat das Buch für mich nicht ganz für die volle Punktzahl gereicht. Einmal weil ich das Leben der Toni ohne Kinder noch etwas glamouröser und freiheitlicher erwartet hatte und nicht von dem immer unerfüllten Wunsch eines Kindes abgelenkt, und zudem hatte ich auf eine Auflösung gehofft warum sie plötzlich in ihrem zweiten Leben aufwacht. Auch das Ende war etwas abrupt und konnte mich nicht ganz begeistern.

Die Sprecherin hatte eine sehr angenehme Stimme, die mich immer unterhalten und mitgerissen hat. Lebendig hat sie das Hörbuch vorgelesen und hat die Figuren darin lebendig werden lassen.

Fazit: Mitreißende und interessante Geschichte, aber ohne Auflösung und mit etwas abruptem Ende.

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Im Leben nebenan 

Rezensionen von DoraLupin:

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Der verschwundene Buchladen von Evie Woods

Wirklich toll geschrieben

Bereits das Cover dieses Romans ist mir direkt ins Auge gestoßen und nach dem Lesen des Klappentextes war für mich klar: Dieses Buch muss ich auf jeden Fall lesen. Und ich muss sagen, dass ich von der Handlung so mitgerissen wurde, dass ich das Buch nicht mehr zur Seite legen konnte.

Inhaltlich waren Opaline, Martha und Henry´zu lange nur Nebenfiguren in ihrem eigenen Leben.

Doch als diese drei ahnungslosen Fremden einen mysteriösen, verschwundenen Buchladen entdecken, wird alles anders. Dieser magische Ort zieht sie in ihren Bann und lässt sie erkennen, dass ihre eigenen Geschichten genauso außergewöhnlich sind wie die auf den Seiten ihrer geliebten Bücher. Während sie Geheimnisse lüften, tauchen sie in eine Welt voller Wunder ein, in der nichts so ist, wie es scheint.

In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil gefällt mir absolut gut. Er ist leicht und schön bildlich zu lesen. Ich habe mich die ganze Zeit inmitten des Geschehens gefühlt und es ist auch ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Die einzelnen Charaktere wurden interessant beschrieben und ich habe sehr gerne mit ihnen mitgefiebert und sie auf ihrem Weg begleitet. Langweilig wurde es bei dem Buch nie. Im Gegenteil: Mitreißend wird die Handlung erzählt und wartet mit einigen überraschenden Wendungen auf, die ich so nicht erwartet hätte. Ich wurde auf jeden Fall unglaublich gut von dem Roman unterhalten und vergebe ganz klar 5 von 5 Sternen.

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Der verschwundene Buchladen

Rezensionen von DoraLupin:

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Das Polarlichtcafé von Christine Kabus

Auf nach Norwegen

Ich lese sehr gerne Bücher mit einem schönen Setting und interessanten Charakteren, die mich mit ihren Geschichten fesseln können. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch, nachdem ich den Klappentext dazu gelesen habe. Vorallem Norwegen und die Hurtigruten haben es meinem Mann angetan und er möchte unbedingt einmal mit einem der Postschiffe fahren, mich reizt das natürlich auch und deshalb habe ich schnell die Gelegenheit ergriffen zumindest in Buchform nach Norwegen zu reisen.

Die Geschichte handelt von Jule, eine junge Töpferin aus Erfurt, diese entdeckt im Nachlass ihres Großvaters den Bericht über seine Norwegentour aus dem Jahr 1961, der sie sofort fesselt. Keiner in der Familie wusste, dass er als Reisejournalist für einen Ostberliner Verlag schrieb. Jule begibt sich auf Spurensuche – auf einer Fahrt mit der legendären Postschifflinie, mit der damals schon ihr Opa unterwegs war. In einem Café weit hinter dem Polarkreis kann sie sein Geheimnis lüften, das auch ihr Leben gehörig durcheinanderbringt.

Ich habe ohne Probleme in die Geschichte hineingefunden. Der Schreibstil ist dabei sehr angenehm und auch bildlich. Vor allem das Setting hat mir sehr gut gefallen. Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitebenen und aus verschiedenen Perspektiven, was ich interessant finde, da man die Charaktere so besser kennenlernt und sich mit ihrem Denken und Handeln besser identifizieren kann. Ausser Jule in der Gegenwart und Janne in der Vergangenheit, erzählt auch Jules Opa anhand von Reisetagebüchern seine Sicht der Dinge zur Zeit der DDR. Ich fand es eine sehr schöne Idee, dass man die Reise praktisch zu verschiedenen Zeiten miterleben kann und man erhält deshalb auch allerlei Eindrücke von Norwegen in der Zeit damals und in der Zeit von heute. Teilweise gab es ein paar langatmige Passagen, vor allem in der Mitte des Buches, dies hätte noch ein wenig gestrafft werden dürfen um mitreißender zu sein. Dafür fand ich beide Protagonistinnen auf ihre Art sympathisch und ich habe gerne diese Reise mit ihnen erlebt. Dabei fand ich den Erzählstrang um Janne etwas spannender und mitreißender als den von Jule.

Das Buch macht auf jeden Fall Lust selbst einmal nach Norwegen zu Reisen und an Bord der Hurtigruten zu gehen. Ich wurde von dem Roman gut unterhalten und vergebe deshalb auch 4 Sterne.

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Das Polarlichtcafé

Rezensionen von tonton:

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Waschbär Willi Wunderquatsch - Die Erfindung der Trompetenwurst und weitere verrückte Abenteuer von Markus Hennig

Wunderschöne Quatschgeschichten; Mein Vierjähriger hat viel gelacht

Wer schräge, fantasievolle Geschichten mag, wird dieses Buch lieben! Der Waschbär backt Aufläufe mit Kartoffeln und Fahrradklingeln (knusprig!), isst versehentlich eine Gummistiefel, baut Rennautos aus alten Dingen für einen Wettbewerb, und erlebt weitere verrückte Abenteuer mit seinen Freunden.

Die Geschichten haben keine eigentliche Moral, zeigen aber immer wieder die wunderbare Freundschaft, die unter den Tieren herrscht. 

Das Buch enthält sieben Geschichten. Zwischen jeweils zwei Geschichten gibt es immer eine Doppelseitige Vorstellung eines Ortes im Park in dem Waschbär Willi wohnt. Am Anfang des Buches findet sich außerdem eine Karte des Parks, und alle Figuren werden vorgestellt. 

Meine Kinder fanden das Buch superwitzig. Interessanterweise hat mein Vierjähriger sogar mehr gelacht als sein großer Bruder (7).

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Waschbär Willi Wunderquatsch - Die Erfindung der Trompetenwurst und weitere verrückte Abenteuer