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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von gerlisch:

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Honeybridge. All Mine von Pippa Nixon

Cozy Romance

„Honeybridge – All Mine“ verspricht auf den ersten Blick eine herbstlich-warme Liebesgeschichte mit Charme und Tiefe. Die Kulisse des kleinen Ortes Honeybridge bringt genau diese Gemütlichkeit mit.
Doch hinter der hübschen Fassade bleibt vieles leider blass. Das Worldbuilding wirkt stellenweise trocken.

Man spürt, dass die Autorin bemüht ist, einen stimmungsvollen Rahmen zu schaffen – aber die Tiefe, die das Setting lebendig machen würde, bleibt aus.
Was ich besonders an Isabella mag, ist ihr Ehrgeiz und Stärke, ihr eigenes Restaurant aufzubauen. Die Gefühle in der Beziehung zwischen Etienne und Isabella, erreichten mich leider nicht. Besonders die spicy-Szenen, die eigentlich Intimität und Nähe transportieren sollten, wirken oft deplatziert und losgelöst vom Rest der Geschichte. Die Dialoge in diesen Momenten sind eher unangenehm als berührend, was schade ist, da gerade hier viel Potenzial für echte Verbindung gelegen hätte.
Mit den liebevoll gezeichneten Neben-Charakteren hat die Autorin echte Wohlfühlmomente geschaffen. Die Freundschafts-Vibes sind das Herzstück des Romans und lassen einen trotz der Schwächen gerne in Honeybridge verweilen.
Für LeserInnen, die nach einer herbstlichen Story mit charmanten Nebenfiguren suchen, ist dieses Buch genau richtig. Wer jedoch auf emotionale Tiefe und glaubhafte Romantik hofft, findet diese hier leider nicht.

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Honeybridge. All Mine

Rezensionen von Ruth:

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Das Geschenk von Gaea Schoeters

Kluges und witziges Gedankenspiel

Die flämische Autorin hat letztes Jahr mit ihrem Erfolgsroman „Trophäe“ einen Bestseller gelandet. Auch für mich zählte er zu den eindrücklichsten Leseerlebnissen. Deshalb bin ich mit großen Erwartungen an ihr neuestes Buch herangegangen und wurde nicht enttäuscht.
Vom Umfang her weicht es vom Vorgänger ab.

„Das Geschenk“ ist ein schmales Buch, mehr Novelle als Roman. Thematisch allerdings bleibt sich die Autorin treu. War es dort ein Nashorn, so sind es hier Elefanten, die Probleme schaffen. Es steht mal wieder Tierwohl gegen menschliche Bedürfnisse. Auch postkoloniale Denkweisen und Strukturen werden verhandelt. Ebenso konfrontiert uns die Autorin mit ethischen und moralischen Fragen.
Schauplatz im neuen Roman ist aber nicht der afrikanische Kontinent, sondern Deutschland.
Die Geschichte beginnt mit einer filmreifen Szene: Am frühen Morgen nimmt ein Elefant ein Bad in der Spree, ein zweiter gesellt sich hinzu und weitere werden in der Stadt gesichtet. Damit hat Hans Christian Winkler, der amtierende Bundeskanzler, ein Problem. Ein Anruf des Präsidenten von Botswana klärt die Sachlage. Die Tiere sind nicht Teil eines Terrorangriffs oder einer Spionageaktion, sondern ein Geschenk aus Afrika: 20.000 Elefanten als Antwort auf eine Verschärfung des deutschen Importgesetzes von Elfenbein. ( Tatsächlich machte 2024 der botswanische Präsident Deutschland dieses Angebot. Die Pressemitteilung dazu war der Auslöser für dieses Gedankenexperiment von Gaea Schoeters.) Dank strikter Einfuhrregeln bleiben die Trophäenjäger aus und in Botswana wächst die Population von Elefanten. Die Hälfte des Landes ist Naturschutzgebiet und die dortige Bevölkerung sind die Opfer. „ Ihr Europäer wollt uns vorschreiben, wie wir zu leben haben. Vielleicht solltet ihr einfach mal selbst versuchen, mit Megafauna zurechtzukommen.“ so der afrikanische Präsident.
Was tun also? Ein Krisenstab wird gebildet. Abschießen ist keine Lösung. Tierschutzverbände würden dagegen Sturm laufen, denn die Tiere stehen unter Artenschutz. Doch die Dickhäuter sind eine Riesenherausforderung für das Land. Ein Elefant braucht täglich Unmengen an Futter und was passiert mit seinen riesigen Hinterlassenschaften? Lässt sich das als biologischer Dünger nutzen? Bald geht eine Schneise der Verwüstung durch Berlin und dessen Umland. Die rechtspopulistische Partei nützt das Szenario, um Stimmung im Land zu machen. Winkler sucht Rat bei seiner Vorgängerin im Amt. Die hat folgenden Vorschlag: „ Eine andere Person muss die Kastanien für dich aus dem Feuer holen. Wenn es klappt, kannst du den Ruhm einstreichen, wenn es schiefgeht, hast du einen Sündenbock, den du opfern kannst, wenn das Volk Köpfe rollen sehen will. Nicht gerade anständig, aber effizient.“ Folgerichtig fällt seine Wahl auf eine Frau. Denn nach der „Glass-Cliff-Theorie“ werden „ Frauen …nur in Krisenzeiten solche Spitzenjobs angeboten. Wenn das Risiko zu scheitern groß ist.“
Aber Hannelore Hartmann, die neue Ministerin für Elefantenangelegenheiten, geht ihre eigenen Wege.
Von Tag 1 bis Tag 435 verfolgt der Lesende die Entwicklung und der Autorin gelingt dabei eine großartige Politsatire. Gaea Schoeters kennt die Mechanismen des Politbetriebs, ist sie doch in einem Politikerhaushalt aufgewachsen. Sie beschreibt politisches Taktieren aus Machtkalkül heraus, immer im Blick auf die nächsten Wahlen. Dabei zeigt sie die Hilflosigkeit der demokratischen Parteien, die getrieben sind von ihrer Angst vor dem erstarkenden Rechtspopulismus. Nicht umsonst hat die Autorin ein fiktives Zitat von Hans Christian Winkler dem Text vorangestellt: „ Zur Rettung des Rechtsstaats bin ich bereit, alles zu opfern, sogar den Rechtsstaat.“ Doch der muss sich die Frage gefallen lassen: „Was bringt es dir, die Rechten zu bekämpfen, wenn du selbst genauso rechts wirst?“
Aber auch die zwiespältige Haltung der Bevölkerung wird offensichtlich. Einerseits verfolgt sie gerührt die medienwirksam inszenierte Geburt eines Elefantenbabys ( großartig beschrieben), andererseits weigern sich einige Bundesländer Elefanten aufzunehmen. Das Volk fordert vehement eine schnelle Lösung des Problems, doch einfache Lösungen gibt es auch hier nicht.
Der Elefant ist eine klug gewählte Metapher. Er steht nicht nur für den sprichwörtlichen „ Elefanten im Raum“, sondern meint natürlich auch die großen Herausforderungen unserer Zeit. Die Analogie zur Flüchtlingskrise drängt sich geradezu auf, werden doch ähnliche Lösungsvorschläge diskutiert. Welche Antwort haben demokratische Parteien auf unrealistische populistische Forderungen. Aber auch der Klimawandel, die größte Herausforderung unserer Zeit, ist Thema des Romans. „ Das Klima interessiert sich nicht für den Menschen. Man kann mit ihm nicht verhandeln….Es ist wichtiger als alles andere, weil ihm alles andere vollkommen egal ist.“ Deshalb sind die Politiker gefordert, nicht in Amtszeiten von vier Jahren zu denken, sondern Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen.
„ Das Geschenk“ ist ein ein kluges, bissiges und witziges Gedankenspiel, das trotz surrealer Elementen sehr realistisch wirkt. Es liest sich leicht und süffig und regt dabei zum Nachdenken an. Diskussionsstoff, der über den Roman hinausgeht, bietet er jede Menge und steht so dem erfolgreichen Vorgänger in nichts nach.

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Das Geschenk

Rezensionen von Lydia_Te:

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Im Leben nebenan von Anne Sauer

Toni oder Antonia

Toni und Antonia. Zwei Mal die selbe Person und doch grundverschiedene Leben.
Vom einen auf den anderen Tag wacht Toni auf und ist plötzlich Antonia: verheiratet mit ihrer Jugendliebe, frischgebackene Mutter und wohnt in dem Dorf in dem sie aufgewachsen ist. Ihr eigentliches Leben ist ruckartig wie ausradiert.

Ihre Stadtwohnung, ihr langjähriger Partner, der verzweifelte Versuch Schwanger zu werden.
Eine geniale Geschichte die mich sofort gefesselt hat. Man spürt die Verzweiflung von Antonia, weil sie überhaupt keinen Plan hat wie sie mit ihrer Tochter umgehen soll, welche Bedürfnisse sie hat oder wie sie überhaupt heißt. Gleichzeitig lebt sie aber ihr „normales“ Leben weiter, doch Überraschung: dort ist sie nicht glücklich.
Eine großartige Geschichte die aufzeigt wie ein Leben verlaufen könnte, wenn man in der Vergangenheit andere Entscheidungen getroffen hätte. Mir persönlich gefallen besonders der Schreibstil und die Sprache.

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Im Leben nebenan

Rezensionen von Tara:

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Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104 von Susanne Abel

Erschütternd & berührend

"Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104" ist ein sehr eindringlicher Roman der Autorin Susanne Abel.

1945 kommt ein kleiner Junge mit dem Kindertransport aus Danzig. Auf die Frage nach seinem Namen schweigt er und wird daraufhin Hartmut genannt. Er kommt in eine katholisches Kinderheim, in dem er Margret kennenlernt.

Sie ist einige Jahre älter als er, beschützt ihn und passt auf ihn auf.
Leider verlieren sich die beiden aus den Augen, finden sich wieder, heiraten, bekommen eine Tochter, eine Enkelin und eine Urenkelin - Emily -um die sie sich kümmern.
Emily ist es auch, die das Schweigen in ihrer Familie bemerkt und beginnt, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.

Der Schreibstil von Susanne Abel liest sich trotz der Schwere des Themas sehr leicht und angenehm. Sie berichtet im Wechsel aus der Vergangenheit und in der Gegenwart. Die Ereignisse nach dem Zweiten Weltkrieg, was Margret und Hardy damals erleben mussten, sind schon beim Lesen nur schwer zu ertragen. Auch wenn diese Geschichte fiktiv ist, die Ereignisse sind real und gehen unter die Haut.
Die Charaktere wirken authentisch und die Autorin versteht es sehr gut deutlich zu machen, wie sich die Vergangenheit auf die Gegenwart auswirkt. Traumatische Erlebnisse werden verschwiegen, kommen dennoch immer wieder hoch und machen das Leben auch für die nachkommenden Generationen schwierig.

Mich hat dieser Roman erschüttert und berührt. Es ist mir immer wieder unbegreiflich wie die Menschen miteinander umgehen und es ist erschreckend wie weitreichend die Folge sind.

Man merkt, dass Susanne Abel ausgiebig recherchiert haben muss und mit ihrem Nachwort rundet sie ihren Roman gelungen ab.

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Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104

Rezensionen von Schlafmurmel:

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Die kleine Villa am Gardasee (Sehnsucht nach Italien 1) von Hanna Holmgren

Zauberhafte Villa, Sommerfeeling und eine wunderschöne Liebesgeschichte

Das Cover hat mich sofort angesprochen – es versprüht Urlaubsstimmung pur und hat mich direkt an den Gardasee träumen lassen. In Kombination mit dem Klappentext und der Leseprobe war für mich schnell klar: Dieses Buch möchte ich unbedingt lesen. Als ich den Zuschlag bekommen habe, habe ich es keine Sekunde bereut.

Die Autorin Hanna Holmgren war mir vorher noch nicht bekannt, aber durch dieses Buch habe ich sie nun kennengelernt. Sie hat einen flüssigen, bildhaften Schreibstil, der mich sofort in die Geschichte hineingezogen hat.
Im Mittelpunkt steht Saskia, die ein Haus am Gardasee erbt. Eigentlich ist sie ein richtiger Workaholic und plant, nur kurz zu bleiben – gerade so lange, bis die Formalitäten geklärt sind und sie das Haus verkaufen kann. Doch es kommt alles anders als gedacht. Das vermeintliche Häuschen entpuppt sich als kleine, zauberhafte Villa, die mit ihrem Charme sofort verzaubert. Dazu kommen die freundlichen Menschen vor Ort, die Saskia herzlich aufnehmen. Besonders einer schafft es, ihr Herz im Sturm zu erobern: Stefano, der sympathische Restaurantbesitzer. Mit ihm erlebt Saskia unvergessliche Momente, und es entwickelt sich eine romantische Liebesgeschichte, die mein Herz beim Lesen erwärmt hat.
Ein zusätzlicher Spannungsfaktor ist die Suche nach einem geheimen Rezept, das Saskias Tante sorgfältig versteckt hat. Für das bevorstehende Dorffest ist dieses Rezept von großer Bedeutung – und natürlich rätselt man als Leserin mit, ob Saskia es rechtzeitig finden wird.
Mir persönlich hat die Geschichte unglaublich gut gefallen. Ich konnte meinen Reader kaum aus der Hand legen, so sehr haben mich die romantische Atmosphäre, die lebendig beschriebenen Schauplätze und die herzlichen Charaktere in den Bann gezogen. Die Seiten sind nur so dahingeflossen, und ich hatte beim Lesen das Gefühl, direkt am Gardasee zu sein.

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Die kleine Villa am Gardasee (Sehnsucht nach Italien 1)

Rezensionen von Normanfips:

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Emma und der traurige Hund von Sabine Rufener

Künstlerisch und inhaltlich wertvoll

Emma trifft einen etwas verwahrlosten Hund. Er ist traurig und sieht keinen Sinn im Leben. Emma möchte ihn davon überzeugen, dass es durchaus gute Gründe für das Leben gibt. Sie macht ihm viele positive Vorschläge, aber sie reichen dem Hund nicht. Emma holt sich Unterstützung bei ihrer Familie und unterbreitet dem Hund auch deren Ideen.

So geht das tagelang und langsam baut sich zwischen dem Schlecken von Erdbeereis und gemeinsamen Gesprächen eine Freundschaft auf. Schon das Einstiegsbild im strömenden Regen ist gelungen. Der in dunklen Brauntönen kompakt gezeichnete Hund steht der eher luftig dargestellten Emma mit ihrem gelb leuchtendem Regenschirm gegenüber. Es regnet und die Landschaft ist grau. Es kommen im Laufe des Buches hellere und zartere Töne hinzu und auch der Anblick des Hundes wirkt aufgelockert. Das Thema Depression wird hier auf den ersten Blick spielerisch, aber auf den zweiten Blick sehr tiefsinnig behandelt. Die Figur des Hundes verkörpert das Schwermütige und Niederdrückende sehr gut. Emma hingegen steht für Resilienz und Lebensfreude. Wobei ich sagen muss, dass die optische Darstellung von Emma im Gegensatz zum Hund nicht so ganz meinen Geschmack trifft. Als Erwachsene beeindruckt mich das Buch, allerdings frage ich mich, ob Kinder ab 6 Jahren mit dem Thema unbedingt konfrontiert werden sollten und ob es überhaupt in ihre Lebenswelt passt. Nun ja, vielleicht nehmen sie unbewusst die wichtige Botschaft auf. Freundschaft heißt das Schlüsselwort. Künstlerisch ist dieses Buch auf jeden Fall wertvoll.

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Emma und der traurige Hund

Rezensionen von SalMar:

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Die Sprache der Drachen von S. F. Williamson

Keine 0815-Geschichte

Vivien lebt in London in den 1920ern, aber ihre Welt ist bevölkert von Menschen und Drachen. Das Friedensabkommen, das nach dem verheerenden Krieg zwischen beiden geschlossen wurde, scheint nun aber immer weniger haltbar. Vivien beherrscht dank ihrer Eltern Kenntnisse in der Drachensprache, die sie bald einsetzen muss, um zu überleben.

..

Dieser Fantasyroman ist definitiv keine 0815-Geschichte und entsprechend vielleicht auch nicht ganz leicht zu lesen. Es gibt mehrere Wendungen, nach denen sich die Atmosphäre jedes Mal völlig wandelt, und man kann nie vorhersagen, wie es weitergeht. Mir hat das gut gefallen und deswegen konnte ich auch über die gelegentlichen Ecken und Kanten hinwegsehen.

Ich fand es insbesondere toll, welchen Stellenwert Sprache in der Geschichte tatsächlich einnimmt. Bewundernswert, wie die Autorin diesbezüglich völlig neue Ideen entwickelt hat.

Der Showdown am Ende hat mich völlig atemlos zurückgelassen, weil ich eigentlich von einem Einzelband ausgegangen war. Gottseidank geht die Geschichte aber noch weiter - ich bin dann auf jeden Fall wieder dabei!

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Die Sprache der Drachen

Rezensionen von fantasia:

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Aufsteiger von Peter Huth

Zwischen Sogwirkung und Überfrachtung

Cover und Klappentext haben mich neugierig gemacht. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und man taucht sehr schnell in das Geschehen ein, das schon eine gewisse Sogwirkung hat. Auch das Thema ist spannend und aktuell: neue Medien, Meinungsmache, News um jeden Preis oder doch nicht.
Aber nach etwa drei Vierteln des Buches wurde es mir zu viel.

(Aus)haltbar ist ja noch die auf einem Hausboot lebende Herausgeberfamilie, die sich mit ihrem neuen Reichtum von der rechten Szene lossagen will. Wenig überzeugt hat mich der Feminismus - das wirkt aufgesetzt und banal - und das Coming-out einer Protagonistin war mir zu viel. Dass dann noch diese Protagonistin sich mit dem männlichen Protagonisten einlässt, war zu vermuten, nach dem Coming-out allerdings recht gewagt.
Das Ende ist recht konstruiert, der Epilog überraschte und konnte noch positiv überzeugen.
Insgesamt ein Buch mit starken Momenten - das durch überzeichnete Szenen leider sehr verliert.

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Aufsteiger

Rezensionen von manu63:

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To Tempt a God von Anna Benning

Guter Auftakt

To tempt a God ist der erste Band der Götterlicht Trilogie geschrieben von der Autorin Anna Benning.

Die Autorin entführt undsauf eine Erde die seit vielen Jahren von Göttern besetzt ist welche unbarmherzig über die übrig gebliebene Menschheit regiert. Eine dieser Menschen ist Aurora, welche ausgewählt wird den Göttern zu diesen.

Als ausgerechnet Colden, der Sohn des gefürchteten Herrschergotts zu ihrem Herrn und Meister wird beginnt für Aurora eine schwere Zeit. Obwohl sich alles in Aurora dagegen sträubt fühlt sie sich zu Colden hingezogen und auch ihn lässt Aurora nicht kalt.

Die Geschichte wird flüssig erzählt und die Charaktere entwickeln sich unaufhaltsam im Laufe der Geschichte. Einige Wendungen sind zum Teil zu geschmeidig, aber in meinen Augen okay. Zu viel künstliches Drama mag ich nicht in einer Geschichte. Erzählt wird alles aus der Perspektive von Aurora und das erlaubt gute und tiefe Einblicke in ihre Gefühlswelt. Sie ist mir an einigen Stellen zu impulsiv, aber genau das bringt die Geschichte weiter.

Die Nebencharaktere ergänzen die Geschichte gut und sind teilweise Sympathieträger aber auch Bösewichte.

Mit dem Cliffhanger habe ich so gar nicht gerechnet und bin nun neugierig auf die Fortsetzung der Reihe.

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To Tempt a God

Rezensionen von clematis:

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Das Mädchen, das schwieg von Trude Teige

Stumme Sissel

Kajsa arbeitet zurzeit nur eingeschränkt als Journalistin, übersiedelt endlich in das renovierte Häuschen in Losvika und fühlt sich hier auf der westnorwegischen Insel sichtlich wohl. Ihr Mann Karsten ist schon länger vom Polizeidienst freigestellt, nachdem er seinen letzten Einsatz nur knapp überlebt hat.

Aber die Ruhe währt nicht lange, Sissel, eine etwa dreißigjährige Nachbarin, wird tot in ihrem Haus aufgefunden. Kaum jemand hatte näheren Kontakt zu ihr, denn sie sprach kein Wort, schrieb nur kurze Notizen in ihre Büchlein. Wenn auch nicht ganz freiwillig, so werden Kajsa und Karsten schnell in den Fall eingebunden.

Eine großartige Atmosphäre, voller Düsternis und scheinbarer Beschaulichkeit, empfängt den Leser im kleinen Dorf, wo jeder jeden kennt. Umso verwunderlicher, dass Sissel allen so fremd ist und aufgrund der Ermittlungen nach und nach unglaubliche Bösartigkeiten ans Tageslicht geraten. Viele lebendige Dialoge führen durchs Geschehen und lassen den Leser teilhaben an Journalistenarbeit, polizeilichen Amtshandlungen und privaten Problemen. Höchst verworrene Zustände können einen schon einmal irreleiten, einen unempfindlichen Magen braucht man, wenn es um häusliche Gewalt oder Missbrauch durch Respektspersonen geht – Achtung - dies passt vielleicht nicht für alle Leser. Geschickt aufgebaut ist auch dieser Kriminalfall, sodass das Rätsel um den wahren Täter lange andauert und bis zum Schluss spannend bleibt.

Auch dieses Mal hat man als Leser große Freude an der Seite von Kajsa, ihre spezielle Menschenkenntnis und ihre bisweilen gefährlichen Alleingänge zeichnen sie wie immer aus. Man darf gespannt sein, was die Fortsetzung bringt.

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Das Mädchen, das schwieg