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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Tara:

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Das glückliche Leben von David Foenkinos

Über das Leben und Veränderungen

„Das glückliche Leben“ ist ein ruhiges und Buch über das Leben und Neuanfänge des in Paris lebenden Autors David Foenkinos.

Der 40-jährige Éric Kherson hat seit zwanzig Jahren einen sicheren Posten bei Decathlon, fühlt sich dort nicht überlastet, leidet aber an einer gewissen Lebensmüdigkeit.

Genau zu diesem Zeitpunkt bietet ihm eine alte Schulkameradin - Amélie Mortiers - einen Posten an. Amélie muss als Staatssekretärin im Ministerium für Außenhandel ein Team zusammenstellen und braucht jemanden, den sie kennt und auf den sie sich verlassen kann.
Während einer Geschäftsreise nach Seoul sieht Éric eine Leuchtreklame: „Happy Life“. Neugierig erkundet er, was dahinter steckt. Dort werden Beerdigungen angeboten – eigene Beerdigungen. Éric meldet sich an und macht damit einen Schritt in ein neues Leben. Er kommt zur Ruhe und besinnt sich darauf, was im Leben wichtig ist. Diese Möglichkeit möchte er auch anderen Menschen eröffnen und bringt „Happy Life“ nach Frankreich.

Der Schreibstil von David Foenkinos liest sich leicht und flüssig.
Obwohl ich das Ritual selbst zunächst ein wenig befremdlich fand, konnte ich Érics Veränderung gut nachvollziehen und fand seine Verwandlung, seine Reise zu sich selbst und seine Gedankenexperimente schön zu lesen. Allein das hat dazu geführt, dass ich zur Ruhe gekommen bin und anfing über mein Leben nachzudenken.

Durch die Beschäftigung mit der Endlichkeit wird Lebensfreude geweckt, so dass die Protagonisten handeln und ihr Leben aktiv in die Hand nehmen. Dieser Funke überträgt sich beim Lesen und wird richtiggehend greifbar.

Allerdings dauert es ein wenig, bis die im Klappentext angekündigte Story startet und ich habe die Vorgeschichte als ein wenig langatmig empfunden.

Es ist ein ruhiges Buch über Selbstfindung und ein erfülltes Leben, das nachdenklich macht und seine Leser*innen zur Besinnung kommen lässt.

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Das glückliche Leben

Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

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Wolfstal von Alexander Oetker

Mitreissendes Finale

Der bereits neunte Band der "Luc Verlain"-Reihe spielt in der Ortschaft Espelette im französischen Baskenland. Das Dorf ist bekannt für seine Gorria-Schoten, gemahlen bekannt als Piment d'Espelette. Ausserdem geht hier eine Etappe des Jakobweges entlang.

Eine Pilgergruppe wird oberhalb des Dorfes von einem Schuss davon abgeschreckt, näher zu den Schafweiden von Jacques aufzuschliessen.

Auch im Tal haben sie Angst vor Jacques, weil, wie er selbst sagt, er kaum spricht und die Bewohner deshalb nicht wissen, was er denkt. Viel mehr, ausser, dass er wie ein Eremit lebt und Wolfsschützer ist, weiss man tatsächlich nicht über ihn.

In den ersten Kapiteln werden neben Jacques andere ausgewählte Einwohner von Espelette vorgestellt, dies sehr akkurat, so dass man diese Figuren gut kennenlernt.

Erst als jemand ermordet wird, kommt Luc - und nein, leider nicht Yacine - sondern Commissaire Gilen Etxeberra aus Biarritz - aber okay, Gilen hat sich total gewandelt und kann sogar nett sein plus gut mit Luc zusammenarbeiten - und eine neue Kommissarin namens Rose Schillinger ins Spiel. Die neue Kollegin, die nach einem Jahr Pause ihren Dienst wieder aufnimmt, ist schon älter und ein ziemliches Reibeisen. Man ist gespannt, wie sie sich entwickeln wird. In Luc und Gilen findet sie jedenfalls keine Freunde, so unlustig, harsch und sonderlich, wie sie sich gibt.

Vor Ort treffen Luc, Gilen und Rose nicht nur auf die anfangs vorgestellten Dorfbewohner, sondern auch auf die junge Brigadière Inaki, eine junge Dorfpolizistin, die leider öfters wegsieht. Einerseits versteht man ihre Beweggründe, andererseits sollte sie zumindest mit den Kommissaren kooperieren. Denn dieser Mordfall wird ohne Zusammenhänge zu erkennen nicht zu lösen sein. So tappen die Ermittler, am Ende verstärkt durch Anouk, lange im Dunkeln, bis es schon fast zu spät ist und vielleicht noch jemand getötet wird.

Alexander Oetker lässt die Spannungskurve in "Wolfstal" kontinuierlich aufsteigen. Er erläutert ausserdem aktuelle Probleme dieses Landstreifens, blickt auf alte Konflikte zurück wie zum Beispiel die ETA und nimmt uns mit ans Meer. Die Region Pyrénées-Atlantiques und der weite Ozean werden sehr anschaulich geschildert, so dass man unweigerlich Meerweh bekommt und die salzige Meeresluft fast schon riechen kann.

Im Epilog gibt es einen, trotz Mord-Tragik, humorvollen Ausblick auf Band 10, der bereits im Frühling 2026 erscheinen soll. Ein Toter am FKK-Strand und nur die Kommissare wissen, um wen es sich dabei handelt.

Fazit: "Wolfstal" ist längst nicht so mild wie Piment d'Espelette, sondern hat Würze und gipfelt in einem mitreissenden Finale.
5 Sterne.

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Wolfstal

Rezensionen von peppi:

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Amazonenbrüste von Reyhan Sahin

Krebs macht alle Menschen gleich

Ich kannte die Autorin, die sich bereits in der männerdominierten Welt des Deutschraps und der Wissenschaft als Frau of Colour behauptet hat, bisher noch nicht. Ich habe das Buch gelesen, weil mich das Thema interessierte.
Reyhan Şahin nimmt uns mit auf eine emotionale Reise vom Schock der Diagnose über die Strapazen der Chemotherapie bis hin zur Hoffnung der Heilung.

Sie schreibt mit einer Mischung aus Wut, Witz und Wärme. Ihre Sprache ist direkt, provokant und zugleich berührend.
Sie beleuchtet nicht nur die medizinische Seite der Erkrankung, sondern auch die gesellschaftlichen Herausforderungen, die sie als nicht-weiß gelesene Frau im deutschen Gesundheitssystem erfährt.
Sie lässt den Leser ganz nah an sich heran. Das macht das Buch intensiv, informierend, und inspirierend.
Das Buch ist eine Mischung aus persönlicher Geschichte und gesellschaftlicher Analyse.
Leseempfehlung!

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Amazonenbrüste

Rezensionen von Murksy:

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Sharkpedia - Die erstaunliche Welt der Haie von Daniel C. Abel

Faszinierende Haie

Ein Buch nicht nur für reine Hai-Freunde, sondern für jeden neugierigen Naturliebhaber. Als Spielberg mit dem weißen Hai das Tier für Generationen zum Monster gemacht hat (etwas, dass er heute zutiefst bereut), trauten sich Badegäste nicht mehr ins Meer und eine Vielzahl von Filmen prägte das Bild des Menschenfressers.

Das Sachbuch, das natürlich nicht allumfassend die ganze Welt der Haie abbilden kann, bietet die ideale Gelegenheit kurzweilig und informativ in die Weiten des Meeres abzutauchen. Und hier sind wir schon beim neuen Wissen, denn Haie können durchaus auch im Süßwasser vorkommen. Diese und viele weitere Fakten zu den Tieren liefert der Haiforscher fundiert und unterhaltsam. Das Buch ist alphabetisch geordnet, wie gesagt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ein idealer Einstieg für Interessierte, aber auf jeden Fall lesenswert für alle, die mehr wissen wollen. Leider hatte meine ebook-Ausgabe keine Zeichnungen, deren Fehlen habe ich oft bedauert.

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Sharkpedia - Die erstaunliche Welt der Haie

Rezensionen von Murksy:

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Kreuzfahrer von Dan Jones

Reise ins Mittelalter

Die Zeit, die oft romantisiert dargestellt wird und Vorlage für unzählige Filme und Bücher ist, wird in diesem umfassenden Sachbuch spannend wie ein Historienroman und sachlich fundiert wie eine wissenschaftliche Abhandlung bildgewaltig beschrieben. Wer in Kreuzfahrern die edlen Ritter sieht, die aus hehren Zielen in die weite Welt Reisen, um den Glauben ihrer Kirche zu verteidigen, wird hier bald eines Besseren belehrt.

Auch grausame Gräueltaten werden in dem Werk nicht verschwiegen, doch das gehörte zu dieser Epoche dazu, wie auch das politische und kalkulierte Taktieren. Besonders interessant finde ich, dass auch vor hunderten von Jahren Chronisten schon sehr genau das Geschehen festhielten und dabei detailliert analysierten, wie die Herrscher und Kriegsherren fragile Allianzen abschlossen und sich mit dem Feinde verbündeten, um ihre Macht zu festigen oder zu vergrößern. Lug, Betrug, Täuschung, Bestechung und weit schlimmere Werkzeuge waren an der Tagesordnung. Auf den über 500 Seiten, die natürlich auch nur ausreichen, eine, wenn auch sehr gute, Zusammenfassung der Kreuzfahrten zu geben erleben wir buchstäblich, wie Politik und Gier, Neid und Leid, Liebe und Hass die Geschicke der erforschten Welt beherrschten. Diverse Karten und Abbildungen ergänzen das rundherum hervorragende Leseerlebnis. Zugegeben, der unbedarfte Leser verliert oftmals den Überblick, wer mit wem welchen Handel abschließt und welche religiöse Gruppe mit welchem Herrscher im Streit ist. Aber all diese Daten und Fakten zeigen, wie ausgezeichnet das Buch recherchiert ist, welche enormen Informationen zusammengetragen wurden. Und in mir hat sich der Wunsch geäußert, mehr darüber zu lesen. Man verzeihe mir das Wortspiel, aber ich habe Blut geleckt. Es ist höchst interessant, zu erfahren welche Figuren bereits in der damaligen Zeit ihren Einfluss ausgeübt haben. Diese Liebe zum Detail hat mich auf jeder Seite begeistert und ich will mehr lesen von den Quellen dieses herausragenden Sachbuches.

Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt.

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Kreuzfahrer

Rezensionen von clematis:

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Der Wind von Yorkshire von Lia Scott

Unvollendet

Nach dem frühen Tod seiner Ehefrau zieht Robert Barlow mit seinen drei Töchtern June, Dahlia und Fern zu seiner Schwägerin, Tante Eliza, in die einsamen Hügel von Craven Dale. Der ehemalige Pfarrer findet keinen Trost mehr im Glauben und verdient sich ein wenig Geld als Lehrer und Schriftgelehrter.

Während Dahlia hübsche Kleidungsstücke näht und Fern sich mit der Schafzucht auskennt, begleitet June am liebsten ihre Tante Eliza zu den benachbarten Höfen, um der Heilerin und Hebamme zu helfen. Als Dahlia schwer erkrankt, entscheidet sich June, in die nächste Stadt – Bradford – zu gehen und ebenfalls zum gemeinsamen Einkommen beizutragen.

Recht anschaulich stellt Lia Scott ihre Figuren vor und passt ihren Schreibstil der idyllischen Landschaft des nordenglischen Yorkshire an. Malerisch ist das Land, die Leute so unterschiedlich wie nur möglich, denn Dahlia wartet, wie es sich gehört, auf die Hochzeit mit ihrem Verehrer, June ist bedacht darauf, viel zu lernen und Fern, die Jüngste, kann ein rechter Wildfang sein, besonders wenn sie um den Preis für ihre Schafwolle feilscht, was ganz und gar nicht den vorherrschenden Sitten um 1868 entspricht. Es dauert geraume Zeit, bis sich eine Handlung entspinnt und auch jetzt ist die betörende Atmosphäre das vorherrschende Element im Roman. Zu den wesentlichen Figuren gesellt sich irgendwann auch der Ire Franky hinzu, der schwere Schuld auf sich geladen zu haben scheint, so richtig greifbar wird dieses Thema nicht, dennoch erweckt er keinen unsympathischen Eindruck. Am Ende dieses Buches treffen wir mit June in einer gänzlich anderen Welt ein, nämlich in Bradford, wo die Schlote rauchen, der Schmutz den Himmel verdüstert und die Spinnräder und Webrahmen fast nie stillstehen. Dann reißt das mittlerweile spannende Geschehen abrupt ab und der Leser wird vertröstet auf den folgenden Band, das Bisherige bleibt unvollendet.

Ein schöner Start in die Welt zwischen Landleben und Stadtgefüge, sympathische Charaktere und viel Gefühl, leider wird der Roman erst in einigen Monaten komplett. Wer kann, sollte vielleicht warten? Lesenswert ist „Der Wind von Yorkshire“ aber jedenfalls.

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Der Wind von Yorkshire

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Dr. No von Percival Everett

Was ist so gefährlich wie nichts?

Wala Kitu ist ein schräger, genialer Mathematikprofessor, weltfremd und autistisch. Er wird vom Milliardär John Sill kontaktiert, der sich zum Ziel gesetzt hat, ein Schurke zu sein und dafür hinter „nichts“ her ist, das angeblich in einem Schuhkarton in Fort Knox aufbewahrt sei und für das Wala Kitu ein Experte ist.

Soweit zur bekannten und beworbenen Hintergrundstory.

„Dr. No“ ist ein satirisch-schräger Roman, eine James-Bond-Persiflage mit Schurken, Luxusanwesen, Helikoptern, Waffen, Haifischbecken, einer hochbegabten autistischen Mathematikerin, Eigen Vector, die als Bond-Girl entfremdet wird, einem einbeinigen Hund namens Trigo, der „Fettgesicht“ genannt wird und als imaginärer Berater für Wala Kitu dient, aber auch mit vielen Einschüben aus Logik und Mathematik:

„Die Lüge ist das arithmetische Axiom, demzufolge x für jedes x auf der Welt gleich x ist. Nur der Glaube lässt dies als unwiderlegbare Wahrheit zu. Selbst wenn ich x als das Ding definiere, das zu einer bestimmten Position in der Zeit eine bestimmte Position im Raum einnimmt.“ (S. 52)

Ganz ehrlich, am Anfang wusste ich gar nicht, was ich mit dieser Lektüre anfangen soll und es hat schon einige Dutzend Seiten gebraucht, bis ich in das Buch reingekommen bin. Das mag daran liegen, dass die mathematischen Referenzen mich nicht sonderlich interessiert haben und ich außerdem nichts das klassische James-Bond-Fangirl bin, auch wenn ich im Laufe meines Lebens durchaus schon ein paar dieser Filme gesehen habe.

Interessant ist, wie in dem Buch mit dem Konzept des „Nichts“ gespielt wird. Ist nichts wirklich nichts und was wäre, wenn wir nichts als etwas behandeln würden? Dazu gibt es viele humorvolle und gleichzeitig nachdenklich machende Dialoge und Einschübe, so wie diesen hier:

- „Wir wissen, dass Sill es auf irgendwas abgesehen hat. Sagen Sie uns einfach, was Sie wissen, und alles ist im Lack.“

- „Was?“

- „Sagen Sie mir, was Sie wissen.“

- „Nichts. Ich habe von nichts eine Ahnung. Ich weiß außerdem, dass Sill es auf nichts abgesehen hat.“

- „Sie sagen also, dass er nichts plant.“

- „Das habe ich nicht gesagt. Hören Sie diesmal genau zu. Sill interessiert sich für nichts. Er will nichts. Er plant, nichts zu stehlen. Er will oder vielmehr braucht mich, weil ich mich mit nichts auskenne.“ (S. 154)

Von diesen Wort- und Denkspielerein lebt der Roman hauptsächlich. Sind sie am Anfang sehr lustig, wurde mir das Konzept aber gegen Ende ein bisschen überstrapaziert. Ähnlich ging es mir mit einigen anderen Themen, die wieder und wieder erwähnt wurden: etwa die Mathematiker, die „am Asperger-Syndrom leiden“ würden (ein veralteter und in diesem Wortlauf in der autistischen Community umstrittener Ausdruck) oder auch die vielfache Erwähnung davon, dass die Polizei schwarze Menschen anhalten und erschießen würde, nur weil sie schwarz seien… was zweifellos den Tatsachen entspricht und wichtig zu kritisieren ist, aber eben auch sehr oft erwähnt wurde.

Humor ist etwas Subjektives und in manchen Bereichen hat dieser Roman sehr meinen Humor getroffen, in anderen gar nicht. Das hat sicherlich auch mit meiner Lebensumwelt und -erfahrung zu tun und damit, wie diese sich vom Autor unterscheidet.

Insgesamt ist es ein durchaus sehr humorvolles und gleichzeitig nachdenklich machendes Buch, mit dem insbesondere Mathematikinteressierte sowie James-Bond-Fans ihre Freude haben dürften.

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Dr. No

Rezensionen von PucKker:

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Protokoll eines Verschwindens von Alexander Rupflin

Wahr?

Das Cover hat mir sofort gefallen und auch das True-Crime-Thema hat mich direkt angesprochen. Als langjährige Hörerin von True-Crime-Podcasts war meine Neugier sofort geweckt.

Man merkt dem Buch an, dass der Autor sehr gründlich recherchiert hat – Interviews, Quellen, dazu eigene Ausschmückungen.

Das funktioniert insgesamt gut, auch wenn ich mich beim Lesen immer wieder gefragt habe, wie wohl die Betroffenen über diese Mischung aus Fakt und Fiktion denken. Der Reiz von True Crime liegt ja oft darin, möglichst nah an realen Ereignissen zu sein. Hier bewegt sich die Erzählung irgendwo dazwischen: teils Akte, teils zusammengereimte Geschichte. Dadurch entsteht zwar ein spannender Roman, aber eben nicht der ganz klassische True-Crime-Effekt.

Die verschiedene POVs, Einschübe aus Sicht des Autors und Auszüge gehören im Genre zwar dazu, haben mich hier aber manchmal aus dem Lesefluss gebracht.

Trotzdem: Insgesamt ein spannendes Buch, das man gut lesen kann. Gerade, wenn man Lust auf True Crime mit literarischer Note hat, ist es definitiv einen Blick wert.

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Protokoll eines Verschwindens

Rezensionen von Julchentim:

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Unbeugsam wie die See von Emilia Hart

Atmosphärisch und kraftvoll erzählt

Ich habe Emilia Harts erstes Buch Die Unbändigen geliebt, darum war ich sehr gespannt auf diesen Roman. Auch hier gelingt es ihr, historische Dramatik mit Geheimnissen und Familiengeschichten zu verbinden. Besonders die beiden Zeitebenen haben mich sofort gepackt. Ob auf dem rauen Meer des 19. Jahrhunderts oder an der australischen Küste der Gegenwart, ich fühlte mich in beide Welten hineingezogen und konnte keine bevorzugen.

Die Schwestern im Zentrum der Handlung sind geprägt von Verlust und schweren Erfahrungen, doch ihre Verbindung gibt ihnen Halt. Hart zeigt das mit viel Feingefühl. Die Beschreibungen der Küste und die unheimliche Stimmung rund um das Meer sind eindringlich und verstärken die Wirkung der Geschichte.

Mir gefiel, wie sich die Geheimnisse Stück für Stück enthüllen und die Vergangenheit Einfluss auf die Gegenwart nimmt. Dass beide Handlungsstränge gleich stark wirken, ist für mich ein Pluspunkt, da ich oft mit geteilten Geschichten hadere.

Das Buch ist intensiv, manchmal bedrückend, aber immer fesselnd. Ich habe es gern gelesen und werde noch länger daran denken. Ein kleiner Kritikpunkt: Einige Abschnitte waren sehr düster und belastend, dass mir das Lesen stellenweise etwas schwer fiel.

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Unbeugsam wie die See

Rezensionen von Katharina:

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Deep Cuts von Holly Brickley

Atmosphärisch

Mir hat Deep Cuts von Holly Brickley wirklich gut gefallen, die ganze Geschichte war wirklich toll und atmosphärisch geschrieben. Inhaltlich geht es um Percy und Joe, die in den 2000er Jahren in einer Bar zum ersten Mal aufeinander treffen und beide eine große Leidenschaft für Musik teilen. Joe ist selbst Musiker und zeigt Percy seine Songs, um ihre Meinung und Anmerkung zu hören.

Die Geschichte ist sehr nostalgisch und ich kann es sehr empfehlen, die Lieder, die im Buch zwischendurch genannt werden, auch nebenbei anzuhören. Die Autorin hat einen schönen Schreibstil und die Chemie der Charaktere stimmt. Percy und Joe haben mir sehr gefallen, sie sind authentisch und mit viel Tiefgang geschrieben. Besonders Percys Charakter ist wirklich realistisch aufgebaut, sie ist alles andere als perfekt und dadurch mochte ich sie umso mehr. Die ganze Story spielt über einige Jahre und es entwickelt sich eine interessante Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen. Insgesamt ein echt tolles Buch und ich habe die Musikaspekte sehr genossen, obwohl ich mit Musik sonst gar nicht so viel am Hut habe.

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Deep Cuts