Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Die Lieblinge der BilderBuchBande von Brigitte Weninger; Christa Kempter; Paul Friester; Moritz Petz; Rose Pflock; Katja Alves
Wundervolle Bilderbuchsammlung
Dieses tolle große Buch mit Lesebändchen, was ich ja liebe, ist eine Zusammenstellung von Bilderbüchern, die im NordSüd-Verlag erschienen sind. Auf dem Titelbild kann man sie schon erkennen, hier sitzen sie gemeinsam auf den gestapelten Büchern und höre den Kindern zu, die vorlesen.
„Der Regenbogenfisch“ mit seinen glänzenden Schuppen ist ein echter Klassiker, er muss erst erkennen, dass man viel glücklicher ist, wenn man seine Schätze mit anderen teilt.
Pauli der kleine Hase, den wir aus vielen Geschichten kennen, bekommt ein Geschwisterchen und obwohl er arge Bedenken hat, ist er am Ende der Beschützer des Kleinen. Warum die kleine „Heule Eule“ nun so geheult hat, werden wir leider nicht erfahren, aber die Tiere des Waldes haben sich sehr um sie gekümmert. In kleinen comicartigen Bildern erleben die Boris, der Kater einige kleine Abenteuer. „Herr Hase und Frau Bär“ leben zusammen, aber leider ist der Hase sehr ordentlich und Frau Bär krümelt gerne herum, da kommt es zum Streit. Ich weiß noch, wie ich Heide vor mehr als 60 Jahren zu Weihnachten bekam, die Geschichte kennen viele Kinder auch durch die Filme, aber hier wird die Geschichte aus den Schweizer Bergen mit etwas altmodischen doch schönen Bildern erzählt. Was passiert, wenn man morgens aufsteht und nicht besonders gut drauf ist, wird in dem Buch „Der Dachs hat heute schlechte Laune!“ erzählt. Nach einer russischen Legende wird die Geschichte von „Varenka“ schön illustriert von Bernadette erzählt. Der „Kleine Eisbär“ gehört zu dem bekanntesten Büchern des Verlages und hier trifft er auf einen kleinen Schlittenhund, den er nicht alleine lassen soll. Das letzte Buch handelt von der großen Familie Maus, die zusammen ein riesiges Frühstück bereitet, das dann um den großen Tisch gegessen wird.
Ein wahrer Bücherschatz findet sich in diesem Buch und der Preis von 25 € ist einfach unschlagbar, da lohnt sich die Anschaffung.
Rezensionen von verhei:
Das erstaunliche Leben des A.J. Fikry von Gabrielle Zevin
eine herzerwärmende Geschichte über zweite Chancen- garniert mit Büchern
A.J.Fikry ist Buchhändler auf einer kleinen Insel, Alice Island. Nach dem Unfalltod seiner Frau, schlittert er so durchs Leben geprägt vom Verlust und schlecht laufenden Geschäften. Er ist sehr rüpelig auch zur Vertreterin eines Verlages, Amelia. Nach einer durchzechten Nacht, ist sein wertvollster Besitz- eine Ausgabe eines seltenen Buches verschwunden.
Im Gegenzug findet er etwas anderes, überraschendes in seinem Laden, das sein Leben über den Kopf wirft.
Selten fiel mir eine Rezension zu einem Buch so schwer wie zu diesem, vor allem den Inhalt betreffend. Denn mit jeder Information nimmt man schon zu viel vorneweg. Also um es oberflächlich zu halten, wir folgen A.J. Fikrys Leben auch nach der Veränderung.
Vielen wird, so wie mir auch, gleich die gestalterische Ähnlichkeit des Covers zu „Morgen, morgen und wieder morgen“ auffallen, das von der gleichen Autorin Gabrielle Zevin stammt. Dieses ist ein früheres Werk der Autorin und dem bekannteren ähnlich, aber irgendwie auch wieder nicht, schon allein auf Grund des Umfanges. Es fühlt sich leichter und humorvoller an.
Der Länge oder kürze der Geschichte geschuldet, ergibt sich auch der Kritikpunkt, dass die Geschichte viele zum Teil große Zeitsprünge enthält. Es wäre sicher schöner gewesen, manche Situationen detaillierter geschildert zu bekommen, irgendwie macht dies aber auch den Charakter des Buches aus. Denn ist es nicht auch eine Kunst mit wenigen Worten, auf den Punkt gebracht zu arbeiten.
Ich fand die Charaktere grundsätzlich sehr gut gezeichnet. Es gibt skurrile Kunden und einen Polizisten der einen Polizisten-Leseclub gründet. Und so viele mehr.
Besonders schön, und passend zum Thema Bücher, waren auch die Kapiteleinleitungen – geschrieben von A.J.Fikry zu bekannten Werken und seiner Meinung bzw. Quintessenz daraus. Als spezieller Kunstgriff, da Zevin damit auch Hinweise auf die künftige Handlung streut.
Allgemein also ein Buch, das die Liebe zu Büchern zeigt und zweite Chancen, Verlust und die Wichtigkeit von Gemeinschaft thematisiert.
Rezensionen von Lesemama:
One Puck at a Time von Anna Caleena
Nichts als die Wahrheit
Zum Buch:
Die Investigativjournalistin Jaime ist undercover in einem Rotlichtclub unterwegs um den Besitzer bloßzustellen, aber an diesem Abend feiert ausgerechnet der Eishockeyclub von Miami dort und wird in den Skandal miteinbezogen. Die Thunderbirds werden aufgelöst, einige finden einen neuen Verein, einige bleiben auf der Strecke.
Für Tom McKennie klappt es in letzter Minute in Cincinnati bei einem ganz neu aufgestellten Eishockeyclub. Und ausgerechnet dort ist die Heimat von Jaime und die beiden treffen sich wieder
Meine Meinung:
Sportromance mal anders. Es beginnt mit dem Skandal, die Thunderbirds in einem Rotlichtclub, der Verein wird aufgelöst, alle geben der Journalistin die Schuld, nur weiß keiner, wer sie im wirklichen Leben ist. Außer Tom, der ihr zufällig in Cincinnati über den Weg läuft.
Die beiden kommen sich näher, aber es wird schnell klar, das Tom nicht nur den einen Skandal hat.
Schöner Schreibstil, abwechselnd aus Sicht von Tom und Jaime erzählt, das mag ich sehr, so bekommt man bessere Übersicht. Kurzweilig, unterhaltsam, aber auch romantisch und ziemlich Spicy kommen sich die beiden näher. Man spürt die Chemie, man spürt aber auch die Probleme von Tom, die lange auf ihre Aufklärung warten lassen. Manche Entscheidungen von ihm konnte ich nicht nachvollziehen, aber im großen und ganzen war es sehr unterhaltsam und kurzweilig. Hat mir schon sehr gefallen. Einfach mal eine etwas andere Sportromance.
Rezensionen von Lesemama:
A Kiss for Revenge von Leia Rose
Küss den Feind
Zum Buch:
Eliza wollte ihren Freund, den Footballer Blake überraschen, am Ende war sie überrascht, denn Blake fuhr mehrgleisig. Sie machte Schluss, er wollte sie zurück. Dann traf sie Riven, den größten Rivalen ihres Ex und küsste ihn.
Meine Meinung:
Sportromance geht immer und mit solch schruligen Charakteren macht es gleich nochmal so viel Spaß.
Da war einerseits die brave, stille Eliza, die sich viel zuviel gefallen lässt. Dann der umfeierte Quaterback Riven, den alle mögen, der aber keine feste Bezeihung eingeht, seine Schwester Maya ist da ein ganz anderes Kaliber. Frech, auffällig und doch so unsicher und ängstlich und Elizas Cousine Lexie, die so selbstbewusst scheint und doch manchmal auch einfach nur ein Mädchen sein möchte.
Kurzweilig, toller Schreisbtil, liebenswerte Caraktere und immer wieder ein sehr humorvoller Dialog. Einfach total süß zu lesen. Ich hätte mir ein bisschen mehr Gefühl gewünscht, wurde aber dennoch gut unterhalten. Macht Spaß.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Harald Schellander :
Himmel ohne Ende von Julia Engelmann
Doch keine verschwendete Zeit
Als ich auf Seite 60 ankam und las „… ich fühlte wenig, außer der leisen Gewissheit, dass ich meine Zeit verschwendete“, konnte ich der Protagonistin, der 15 jährigen Charlie, nur zustimmen. Doch ich hielt durch und wurde mehr und mehr mit Erinnerungen an meine eigenen Jugendjahre belohnt.
Genau so hat sich das manchmal angefühlt, nicht zu wissen, wozu ich auf der Welt bin und wo mein Platz ist. Die endlosen Gedankenschleifen und das alles. Die Sorgen der Eltern, die ebenso klugen wie banalen Ratschläge der älteren Generation. Freunde gewinnen und verlieren. Und die große Frage, wie man jemand für jemanden werden kann. Um die Erfahrungen und das Lebensgefühl aus der Sicht Charlies zu erzählen, verwendet Julia Engelmann in ihrem Debütroman „Himmel ohne Ende“ bewusst eine einfache, doch zu Herzen gehende Sprache. Es ist ihr zu wünschen, dass sie damit an ihre Erfolge als Poetry Slamerin, deren Stil sie in einigen Passagen treu bleibt, anknüpfen kann. Den jugendlichen LeserInnen lege ich das Buch besonders ans Herz … und nicht nur diesen. Denn jung waren wir alle einmal.
Rezensionen von Daggy:
Die drei Muckeltiere und der Wüterix von Laura Mattern
Liebevoller Umgang mit der Wut
Auf dem Cover sind drei rosa Gestalten zu sehen, ihnen gegenüber steht eine große dunkelrote Figur, die sehr böse auf sie herabschaut. Die kleinen sind die Muckeltiere, Mucki Mecki und Micki, sie wohnen im Emo-Wald und sind gute Zuhörer und sehr einfühlsam.
Es gibt viele Emos in diesem Wald und die spielen gerne miteinander.
Doch dann taucht der Wüterix auf und er macht seinem Namen alle Ehre. Sofort nachdem er so riesig im Wald auftaucht und zornig durch den Wald stapft, fliehen alle Emos vor ihm. Einige Emos, deren Eigenschaften sich von ihren Namen ableiten lassen, wie der Ignorus, versuchen den Wüterix zu beruhigen. Da nichts hilft, wenden sich die Emos an die Muckeltiere und die stellen die entscheidende Frage „Was macht dich denn so wütend! Erzählst du es uns?“ So kommt heraus, dass der Wüterix mitspielen möchte.
Am Ende des Buches wenden sich die Muckeltiere an uns und geben praktische Tipps zum Thema Wut. Ja, und wütend sind wir ja alle mal, wie schön, wenn sich dann alles so schön wieder einrenkt, wie in der Geschichte. Diese ungewöhnlichen Geschöpfe wurden so schön in den Illustrationen abgebildet, dass wir den Emo-Wald und seine Bewohner gerne besuchen würden. Auch wenn der Text etwas länger ausfällt, macht das Lesen dieses Buches Spaß und sicher findet sich der eine oder die andere in den Protagonisten wieder.
Rezensionen von gabiliest:
Das Lied des Vogelhändlers von Ralf H. Dorweiler
Von Mord, Intrige und Verrat: Ein spannender Historienkrimi
In seinem historischen Roman “Das Lied des Vogelhändlers” entführt Ralf H. Dorweiler die Lesenden in die Zeit des Hochmittelalters. Die auf zwei Zeitebenen angesiedelte Handlung zeigt, wie Verbrechen aus der Vergangenheit in die damalige Gegenwart fortwirken. Das stilvolle Cover betont die Wichtigkeit der Beizjagd mit Falken, die ein Statussymbol waren.
Anno domini 1190 ist ein erbitterter Thronstreit zwischen Philipp von Schwaben und Otto von Braunschweig entbrannt. Beide wurden zum König gekrönt. Zur selben Zeit befindet sich Kaiser Barbarossa auf dem dritten Kreuzzug ins heilige Land. An seiner Seite sind nicht nur Ritter, sondern auch Ärzte und Bader, denn die Schlachten sind gnadenlos. Eine junge Frau, Franziska von Hellenau, steht nach dem Tod ihres Onkels alleine da. Sie schließt sich dem Bader und den Nonnen aus dem Kloster der heiligen Hildegard von Bingen an und wird in der Krankenpflege bald unentbehrlich. So rettet sie auch Markgraf Hermann IV. von Baden das Leben und verliebt sich in ihn, obwohl er wesentlich älter ist. Ein nur kurzes Glück, denn der Graf findet durch die Hand eines Verräters den Tod. Wird Franziska späte Rache üben können?
Im Jahr 1200 richten die Söhne des getöteten Markgrafen ein Turnier auf Burg Hachberg aus. Auch Walther von der Vogelweide nimmt teil, als Bote des Königs Philipp. Doch geht es hier nicht nur um Minnegesang, Walther ist einer Intrige auf der Spur. Hilfe erhält er vom Vogelhändler Wigbert und dessen Mündel Almut, die nur die Voglersprache beherrscht. Nachdem Walther knapp dem Tod entgangen ist, wird klar, dass der Verräter aus der Vergangenheit auch ein vielfacher Mörder ist. Aber wie ihn finden und überführen?
Ralf H. Dorweiler hat einen historischen Roman geschrieben, der Spannung bis zum Schluss bietet. Neben der Krimihandlung erfahren die Lesenden viel über das Leben auf den Burgen im Mittelalter, über Turniere und Heiratspolitik. Man braucht jedoch nicht zu befürchten, trockene historische Fakten vorgesetzt zu bekommen, sondern alle Charaktere und Szenarien sind mit Leben erfüllt. Politische Ränkespiele, brutale Verbrechen und höfische Intrigen machen das Buch abwechslungsreich und bieten einen guten Einblick in das herrschaftliche Gepräge.
Zur besseren Orientierung bietet der Roman ein ausführliches Personenverzeichnis, jedes Kapitel trägt einen Vogelnamen und wird mit historischen Zitaten begonnen. Die geschilderten Protagonisten sind lebensnah dargestellt, die Umstände der damaligen Zeit möglichst authentisch wiedergegeben. Der Roman lebt von starken Charakteren: Franziska von Hellenau, die nicht vergisst, wer ihren Geliebten getötet hat und auch nach ihrem Leben trachtete; Der Falkner Rupert, Vertrauter des verstorbenen Markgrafen Hermann von Baden, der seine eigenen Ziele mit Rücksichtslosigkeit verfolgt; Wigbert, der Vogelhändler, der versucht, am Rande des Turniers Geschäfte zu machen sich liebevoll um sein Mündel Almut kümmert. Und nicht zuletzt Walther von der Vogelweide, dem es mit Wigbert zusammen gelingt, ein Mordkomplott aufzuklären und Franziska zu ihrem Recht zu verhelfen.
Mein Fazit:
Durch den bildhaften und flüssigen Schreibstil des Autors kommt selbst bei der geschichtlichen Einordnung der Ereignisse keine Langeweile auf. “Das Lied des Vogelhändlers” ist ein gelungener historischer Roman, der nicht nur geschichtlich Interessierten gefallen wird sondern der auch Krimifans durch die Schilderung der damaligen Lebensumstände, Ränkespiele und geheimnisvollen Mordanschläge überzeugen wird, wenn sie einen Blick in die Vergangenheit werfen wollen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.
Rezensionen von _Le4_:
Death at Morning House von Maureen Johnson
Tolle Charaktere aber leider schlechte Mystery
Im Buch geht es um Marlowe Wexler, die während eines Dates mit ihrer Kollegin aus Versehen das Haus ihrer Bekannten abbrennt. Um dem Klatsch in ihrer Stadt zu entgehen, nimmt sie einen Sommerjob am Morning House an. Im Morning House hat die berüchtigte Ralston Familie gelebt. Der Vater war ein bekannter Eugeniker, der seine Kinder mit Blick auf Gesundheit und Reinheit der Gene erzogen hat.
1932 ereignete sich dort ein tragischer Unfall, bei dem zwei der Kinder starben. Auch in der Gegenwart häufen sich mysteriöse Todesfälle und Marlowe nimmt sich vor, diese aufzuklären.
Die Geschichte hat mir anfangs sehr gut gefallen. Marlowe hat eine lustige innere Stimme, die dafür sorgt, dass das Buch unterhaltsam war. Mir hat gefallen, wie natürlich queer die ganzen Charaktere waren. Es gibt einige queere Charaktere und keiner davon wird dafür diskriminiert oder seltsam angesehen, was erfrischend war.
Die Geschichte rund um das Morning House hat mir gut gefallen. Wir lernen den notorischen Eugeniker Phillip Ralston kennen und seine Kinder kennen. Die Kinder setzen sich mit den Ansichten des eigenen Vaters auseinander und wir sehen die Spannungen zwischen den Familienmitgliedern, was spannend war. Jedes Mal, wenn wir wieder von der Vergangenheit gelesen haben, war ich vom Buch gefesselt.
Leider kann ich das nicht für den Zeitstrang in der Gegenwart sagen. Die Charaktere sind zwar sympathisch, aber das Mysterium ist außergewöhnlich schlecht aufgebaut. Im ersten Teil des Buches gibt es in der Gegenwart gar kein Mysterium. Im zweiten Teil gibt es dann eines, das sehr unbefriedigend war. Es gibt kaum Hinweise, die wir sammeln, um uns das Mysterium langsam aber sicher anzueignen, stattdessen reimt sich Marlowe irgendwann alles zusammen und rät quasi. Das Mysterium aus der Vergangenheit wird einfach so aufgelöst und die Charaktere in der Gegenwart kriegen es gar nicht selbst raus, sondern es wird einfach irgendwann für sie aufgelöst.
Ich war bereit, dieses Buch für seinen Humor und seine ungezwungene Queerness zu lieben, aber leider war das Mysterium sehr schlecht geschrieben.
Rezensionen von Daggy:
Elli Elefant reißt aus! von Laura Mattern
Nach der Wut kommt die Distanz
Fröhlich schaut uns Elli, das kleine Elefantenmädchen vom Cover entgegen. Doch schon auf der ersten Seite ist es Elli langweilig, denn der Zoo, in dem sie lebt, hat geschlossen und nicht passiert. Auch Mama hat keine Zeit für sie, denn sie muss sich um den kleinen Sohn Emil kümmern, den sie noch säugt.
Wütend beschließ Elli die anderen Zootriere zu besuchen in der Hoffnung, dass bei ihnen mehr los ist. Zunächst trifft sie den Clownfisch, der noch viel mehr Geschwister hat als Elli, nämlich 399 Stück. Nachdem sie bei den Löwen das Fleisch gekostet hat und findet „es schmeckt wie alte Socke auf Bananenkäse.“ geht es zu den Affen. Hier wird wild gespielt und Elli kann nicht auf den Baum klettern und macht sich auf den Weg zu den Flamingos. Doch auch dort ist sie unzufrieden, so geht es ihr auch bei den Pinguinen und den Fledermäusen. Da macht sie sich langsam auf den Heimweg, wo sie schon von ihrer Mama vermisst wird. Beide entschuldigen sich und so umarmen sich die beiden liebevoll auf dem letzten Bild.
Im Vorwort erklärt die Autorin, dass in Streitsituationen manchmal etwas Distanz notwendig ist, um dann in Ruhe wieder zusammen finden zu können. Am Ende des Buches gibt es dazu noch eine Psychologische Checkliste zum Thema Nähe & Distanz. Ich kann diese Ratschläge sehr gut verstehen, mir gefällt aber das „Ausreißen“ nicht. Sicher Elli blieb im Zoo und die Löwen hatten schon ihre Fleischration bekommen. Die Elefantenmutter spricht auch von ihren Sorgen und Elli weiß, dass es nicht richtig war. Trotzdem beunruhigt mich dieses Ausreißen. Der Text ist schon etwas länger, aber auf jeder Seite ist ein schönes großes Bild zu sehen, das lockert das Vorlesen auf.
Rezensionen von Daggy:
Leben, Sterben und Kaninchen von Dita Zipfel; Rán Flygenring
Sehr schöne Gedanken zum traurigen Thema
Auf dem Cover ist das Kind zu sehen, das im Text direkt angesprochen wird. Neben ihm das Kaninchen Miss Marple um dessen Tod es geht.
Zunächst sitz das Kind mit Miss Marple am Tisch und isst Erdbeermarmelade. Danach geht es um die Einzigartigkeit des Kindes, am Beispiel seines Ellenbogens und darum, dass es schon viele andere vor ihm auf dieser Erde gab.
Daraus entsteht die Aufforderung „Lern, was andere vor dir gelernt haben, und mach was Neues daraus.“ Unser Körper und die vielen Atome aus dem er besteht, führt zu der Frage „Wo waren deine Atome, als du noch nicht da warst?“ Dunkelblauer Hintergrund, das entsetzte Kind und Miss Marple am Boden mit leeren Augen. Der kurze Text besagt „Und das Ende ist immer der Tod.“ Miss Marple im Sarg liegen, danach sehen wir ein Kreuz und das Kind liegt am Boden mit der Schaufel in der Hand. Dann kehren die Buchstaben wieder ins Buch zurück und das Kind denkt über Beerdigungen nach. Dann folgt eine „Sammlung dessen, was ich weiß, was ich glaube…über den Tod zu wissen. Dann hören wir von den Verlusten der Autorin, da sind ihre Großeltern, aber auch ihre Schwester Nele.
„Du bist ein wichtiger Teil des Universums, es wäre ein völlig anderes ohne dich.“ So wunderschön tröstend und die Wichtigkeit des Lesenden herauskehrend endet dieses wundervolle Buch. Gerade gab es einen Todesfall im Freundeskreis und da fallen mir die Menschen ein, von denen ich mich schon verabschieden musste. Da hat mir das Lesen dieses Buches richtig gutgetan. Auch mir ist klar, ohne Tod gibt es kein neues Leben, das kann man sehr schön in der Natur beobachten. Der Text des Buches ist durch die direkte Ansprache und die persönlichen Erfahrungen des Autorin so ehrlich und klar und die Bilder sind so wunderbar passen und ansprechend gestaltet.











