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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gaby 2707:

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Die SexSchule - stille mein Verlangen | Erotischer Roman von Julia Ward

Eine ungewöhnliche Bildungsanstalt

Für Steena, ein einfaches Mädchen aus der Provinz, soll hier in der Akademie ein neuer Lebensabschnitt beginnen. In einem Zeitalter, wo die sozialen Kontakte und die körperliche Liebe im Zuge der Digitalisierung verloren gegangen sind, soll all das hier wieder neu erlernt werden. Doch gleich am ersten Tag begegnet sie ihrem ehemaligen Liebsten Alvar.

Die erste Zeit ist für Steena geprägt von Unsicherheit und sexueller Anpassung. Wird sie mit ihm die positiven Erfahrungen machen, die sich ihre Mutter so für sie wünscht?

Mir gefällt der leichte, lockere, sehr freizügige Erzählstil von Julia Ward ohne dass er anstößig wirkt oder derb unter die Gürtellinie geht, sehr gut. Mit ihrer Geschichte knipst sie mein Kopfkino an, das sofort anspringt, richtig heiß läuft und mir an- und aufregende Bilder in den Kopf zaubert. Von den 26 Kapiteln ist eines so anregend und lustvoll wie das andere. Ich habe die Zeit mit Steena, Alvar, und ihren neuen Freunden Caya und Even sehr gerne verbracht und ihnen und den anderen jungen bildungshungrigen Menschen bei ihrem Tun zugeschaut. Einmal ein so ganz anderes Szenario mit dem sie meinen Geschmack mit ihrem erotischen, abwechslungsreichen und sehr kreativen Zukunftsroman sehr gut getroffen hat.

Zum Abschluss bekomme ich als kleines Goodie noch einen Gutschein-Code, mit dem ich mir eine weitere heiße exklusive Geschichte von Julia Ward als E-Book aus dem Internet herunter laden kann. Und wie üblich ist auch hier ein Lesezeichen passend zum Buch mit dabei.

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Die SexSchule - stille mein Verlangen | Erotischer Roman

Rezensionen von KersG:

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Burnham Dynasty von Julie Marinello

Geheimnisse, Mord und Liebe

Ein toller Auftakt!
Schon das Cover wirkt geheimnisvoll, wie aus einer anderen Welt. Und irgendwie ist die Welt der Aristokraten ja auch eine andere.
Die Story hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Familiengeheimnisse und ein mysteriöser Mord, den es zu klären gilt und dazwischen eine zarte Liebe zwischen zwei Menschen aus unterschiedlichen Welten.

Cathy muss notgedrungen einige Zeit zu ihrem Vater ziehen, der als Stallmeister auf dem Anwesen der Burnhams arbeitet. Darauf hat sie so gar keine Lust, wo sie doch von dieser Welt der Reichen und Schönen nicht viel hält. Doch dann erschüttert ein Mordfall das Leben der Burnhams und plötzlich ist nichts mehr wie es war. Ein Geheimnis jagt das nächste und es scheint keine Ruhe einkehren zu wollen.
Ein packender Auftakt. Lügen und noch mehr Geheimnisse. Skandale und Drama. Alles, was in der High Society immer schön unter den Teppich gekehrt wird. Nichts darf an die Öffentlichkeit gelangen. Doch was, wenn das doch geschieht?
Ich konnte mich sehr gut in Cathy hineinversetzen. Ihre Abneigung gegen die High Society. Die Frage, wem sie vertrauen kann.
Auch Josh ist ein toller Charakter. Anfangs wirkt er eher oberflächlich, doch nach und nach beginnt auch er sich zu fragen, wer er wirklich ist und was er eigentlich vom Leben möchte.
Ein tolles Buch, das Einblick gibt in die Hintergründe der High Society.

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Burnham Dynasty

Rezensionen von praja:

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Girls of Dark Divine - Eine Tänzerin. Ein Fluch. Eine verzweifelte Liebe. von E. V. Woods

Es war wirklich unfassbar atmosphärisch!

Ich hab die Atmosphäre ja geliebt. Ich liebe es wenn Tänzerinnen in Büchern so rüberkommen, als könnte man sie wirklich sehen, wie sie der Magie der Tänze erliegen.
Und dann auch noch gepaart mit Magie und Flüchen? Hallo, i'm in.
Ich hab auch sehr mit Emberlyn mitgefühlt. Dieser Innere Konflikt zwischen Kontrolle und Kontrollverlust war für mich sehr gut greifbar.

Also das muss ich der Autorin definitiv lassen. Die düstere Eleganz eines verfluchten Tanzes einfangen, kann sie auf jeden Fall!

Das einzige, was mich gestört hat, war tatsächlich das Erzähltempo. Zwar nicht immer, aber manche Szenen haben sich schon sehr gedehnt angefühlt und ich kam auch nicht immer ganz mit, weil mir einfach auch mal Informationen gefehlt haben. Ich hätte mir schon früher ein paar klarere Einblicke gewünscht. Aber am Ende ist das ja Erzähler-Wahl, wann welche Informationen kommen. Mir hat es beim Lesen nur einen Dämpfer gegeben.

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Girls of Dark Divine - Eine Tänzerin. Ein Fluch. Eine verzweifelte Liebe.

Rezensionen von nil_liest:

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Hot Stuff von Anastasia Zampounidis

„Good-Vibes“-Begleiter für Frauen

Rund zwei Drittel aller Frauen spüren in den Wechseljahren körperliche oder seelische Veränderungen – doch wie stark wir diese Zeit erleben, hängt nicht nur von den Hormonen ab, sondern auch von unserem Lebensstil. Genau hier setzt Anastasia Zampounidis mit ihrem neuen Buch Hot Stuff – Natürlich und entspannt durch die Wechseljahre an.

Sie zeigt auf sympathische, bodenständige Weise, dass diese Lebensphase keine Schreckenszeit sein muss, sondern eine Chance, den eigenen Körper besser zu verstehen und ihm Gutes zu tun.
Die Autorin, bekannt durch ihre zuckerfreie Ernährungsphilosophie, nimmt ihre Leserinnen mit auf eine persönliche Reise durch die „heiße Phase“ des Lebens. Sie schreibt offen, humorvoll und mit spürbarer Lebensfreude über das, was sie selbst stark macht – und das ist ansteckend. Statt medizinische Fachbegriffe oder komplizierte Hormontheorien in den Vordergrund zu stellen, lädt Zampounidis dazu ein, mit Neugier und Gelassenheit den eigenen Alltag zu verändern. Dabei vermittelt sie das Gefühl: Wechseljahre sind kein Ende, sondern ein Neustart.
Besonders gelungen ist die Balance zwischen persönlichem Erfahrungsbericht, Ernährungstipps und Rezeptteil. Mit über 50 Rezepten – von Frühstücksideen über leichte Hauptgerichte bis zu kleinen Snacks – gibt sie praktische Impulse, wie man den Hormonhaushalt natürlich regulieren und Energie zurückgewinnen kann. Die Fotos sind ansprechend, die Gestaltung modern und freundlich. Man bekommt Lust, die Gerichte sofort auszuprobieren.
Auch wenn das Buch keine wissenschaftlichen Studien anführt und eher alltagstaugliche Ratschläge statt tiefgehender Analysen bietet, überzeugt es durch seine positive Haltung und seine motivierende Leichtigkeit. Gerade für Frauen, die sich erstmals mit dem Thema beschäftigen oder nach einem verständlichen Einstieg suchen, ist Hot Stuff ein idealer Begleiter.
Zampounidis gelingt es, das Tabuthema Wechseljahre zu entmystifizieren und mit Wärme, Witz und Empathie darüber zu sprechen. Ihr Credo lautet: Natürlichkeit, Bewegung, gesunde Ernährung – und vor allem Freude am eigenen Körper. Wer Inspiration sucht, statt trockene Theorie, findet hier ein Buch, das Mut macht und Lust auf Veränderung weckt.
Fazit:
Ein lebensfroher, motivierender Ratgeber, der zeigt, wie man die Wechseljahre mit Leichtigkeit, Selbstbewusstsein und einem guten Essen auf dem Teller meistern kann. Ein echter „Good-Vibes“-Begleiter für Frauen, die sich und ihren Körper wieder neu entdecken wollen.

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Hot Stuff

Rezensionen von Martha:

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Bussi Bussi - Kein Kind von Traurigkeit von Laura Roth

Einfach grandios!

Das Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen. Besonders spannend und witzig ist Carmens turbulentes Leben. Zwischen Familie, Affären und Karriere der Bussi-Bussi Gesellschaft herrscht Chaos. Alte Wunden reißen auf und Carmen muss sich diesen stellen. Von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich unterhaltsam.

Mit Gefühl, Tiefgang und Wortwitz ein sehr gelungener Roman von Laura Roth.

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Bussi Bussi - Kein Kind von Traurigkeit

Rezensionen von nil_liest:

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Der stille Freund von Ferdinand Schirach

Zwischen leisen Schatten und hellen Momenten – Schirachs Kunst des Hinsehens

Von Schirach bleibt seinem Stil treu: präzise, reduziert, manchmal fast asketisch – und doch voller Atmosphäre. Vierzehn Geschichten versammelt er hier, und sie führen an Orte, die nachklingen: Berlin, Kapstadt, Rom, Wien, die Côte d’Azur. Es sind Begegnungen, die sich wie zufällige Splitter eines Lebens anfühlen, aber immer etwas Größeres in sich tragen: die Verletzlichkeit des Menschen, seine Sehnsucht, seine Abgründe.

Der Autor erzählt von Menschen, die ihm begegnet sind, von Freunden, vergessenen Persönlichkeiten, Berühmten und Stillen. Einige dieser Figuren tragen historische Namen – Gottfried von Cramm, Adolf Loos, Egon Friedell – andere könnte man auch im Café nebenan treffen. Und wie so oft bei Schirach verschwimmen Realität und Fiktion in einem Ton, der nichts behauptet, nichts bewertet, sondern einfach beobachtet.
Wie in seinen früheren Bänden Schuld oder Verbrechen gibt es Geschichten, die sich festsetzen – Szenen, die blitzen wie ein unerwartetes Schlaglicht. Andere ziehen eher leise vorbei. Manche wirken intellektuell herausfordernder, vielleicht sogar etwas distanziert; andere treffen ohne Vorwarnung mitten ins Herz. Genau dieses Changieren macht seine Erzählbände für mich so reizvoll.
Ich gebe zu: In Schirachs jüngsten Veröffentlichungen empfand ich manchmal eine gewisse Müdigkeit. Dieses permanente Umgeben-Sein von berühmten, reichen Menschen, dieses weltläufige Flanieren von Hotelbar zu Hotelbar – das hatte für mich bisweilen einen „alte-weiße-Männer“-Vibe, der mich eher kaltließ. Doch Der stille Freund überrascht mich: Viele der Texte wirken wieder näher, menschlicher, wärmer. Die besten Geschichten sind jene über Bekannte und Freunde – da, wo er selbst ein Stück zurücktritt und seine Figuren leuchten lässt.
Gerade deshalb empfinde ich dieses neue Buch als Rückkehr zu jener Stärke, die ich an Schirach immer am liebsten mochte: die kunstvolle Einfachheit, die moralische Offenheit, das klare Sehen ohne Urteil. Es ist ein stilles Buch, ein schmaler Begleiter – aber einer, der lange nachhallt.

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Der stille Freund

Rezensionen von Claudia R.:

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Neun Leben von Elsa Wild

mit viel Tiefe

Klappentext / Inhalt:

NEUN LEBEN Kann eine Katze ein Menschenleben retten … und zu welchem Preis?
Ein tragischer Unfall in einer sternenklaren Nacht verwebt zwei Schicksale auf magische Weise. Während Julia, ein Mädchen, im Krankenhaus ums Überleben kämpft, wird Ginger, die verletzte Streunerkatze, von einer geheimnisvollen Heilerin versorgt, und vor eine alles verändernde Entscheidung gestellt.

In berührenden Bildern und poetischer Sprache erzählt dieses moderne Märchen von Hoffnung, Mut und dem Zauber bedingungsloser Verbundenheit. Eine Geschichte für Erwachsene und Jugendliche, die tief unter die Haut geht – und noch lange nachklingt.

Cover:

Das Cover ist sehr atmosphärisch und stimmungsvoll umgesetzt. Eine einsame Bank im Lichtschein der Laterne wird hier beleuchtet und er Blick auf unterschiedliche Fuß- und Tatzenspuren werden dabei Preis gegeben. Optisch und farblich ist es wunderschön umgesetzt.

Meinung:

Eine bewegende und sehr tiefgreifende Geschichte, die durchaus traurig, aber auch nachdenklich und hoffnungsvoll herüber kommt. Eine besondere Verbindung zwischen einem kranken Mädchen und einer Katze. Eine Opferbereitschaft, die alles verändert und nachdenklich stimmt.

Doch zu viel sei hier nicht verraten. Ein Blick hinein lohnt sich.

Eine Geschichte voller Mut, Verbundenheit und Hoffnung. Mit poetischer Sprache und wundervollen Illustrationen wird hier viel Raum für eigene Interpretationen gegeben und gelassen. Eine Geschichte, die berührt und nah ans Herz geht. Die Emotionen und Gedanken sind ganz nah und auch die Atmosphäre kommt sehr spürbar herüber. Die Geschichte wirkt noch nach und besitzt viel Tiefe, die zum Nachdenken anregt und zugleich auch stark berührt.

Das Text- Bild Verhältnis ist passend und ansprechend gewählt. Die bunten Illustrationen sind sehr detailreich umgesetzt und auch diese geben das Gelesene gut wieder lassen aber auch Raum für eigene Gedanken und Interpretationen. Die Schicksale und Verbindungen sind gut herausgearbeitet und es berührt und bewegt gleichermaßen. Eine wundervolle Geschichte für Klein und Groß, die mit viel Herzblut umgesetzt wurde.

Fazit:

Eine bewegende und sehr tiefgreifende Geschichte, die durchaus traurig, aber auch nachdenklich und hoffnungsvoll herüber kommt.

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Neun Leben

Rezensionen von lectrice:

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Heir of Illusion von Madeline Taylor

Überzeugende Fantasy

Ich muss es mir eingestehen, dass ich in der letzten Zeit sehr viele Fantasy-Romane gelesen habe und da fällt es natürlich schwerer, ein Buch zu finden, dass im positiven Sinne aus der Reihe tanzt. Aber das ist mir bei diesem Buch von Madeline Taylor passiert.
Die Protagonistin Ivy Pomeroy ist ein starker Charakter, aber sie hat viel gelitten.

Durch einen Halsring ist sie an den König gebunden und für ihn führt sie viele Aufträge mit ihrer Klinge aus. Der König hat sie missbraucht und misshandelt und die Zeit bei Baylor war wirklich heftig und da musste ich zwischendurch ganz schön schlucken. Aber da ist auch immer wieder ihr Kampfgeist und sie gibt nicht auf.
Der männliche Konterpart, der Schattenfänger Thorne hat mir sehr gefallen und ich liebe es ja, wenn es tolle Wortgefechte zwischen den Protagonisten gibt.
Die Welt mit ihren acht Inseln wurde ausführlich dargestellt, eine interessante Götterwelt.
Immer wieder gelungene Wendungen und ein hohes Spannungsniveau, ein dickes Buch, das dennoch zu schnell ausgelesen war. Und nun dauert es wohl noch, bis es weitergehen wird.

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Heir of Illusion

Rezensionen von nil_liest:

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Lázár von Nelio Biedermann

Eine ungarische Adelsfamilie in den Turbulenzen des 20. Jahrhunderts

Diesem Buch konnte man gar nicht entfliehen auf Bookstagram und überall wo viel über gute Bücher gesprochen und geschrieben wurde, daher hab auch ich es zur Hand genommen, obwohl Romane mit Pferden auf dem Cover sonst so gar nicht meines sind!
“ Der Schriftsteller fürchtet sich vor nichts mehr als vor dem Glück, was nur verständlich ist, denn Schreiben ist Konservieren, Festhalten, Ordnen, das Glück aber meidet die Sprache, entzieht sich den Wörtern, versteckt sich in der Vergänglichkeit und zerfällt, wenn man es zu erklären versucht.

” (S. 108)

Und ich muss das Fazit vorziehen: Es hat sich gelohnt! Was ein tolles Buch. Die unabhängigen Buchhändler:innen haben dieses Buch in 2025 zu ihrem Buch des Jahres erklärt. Gute Wahl!
Nelio Biedermann findet eine äußerst gute Sprache für so vieles unaussprechliches. Für Dinge und Umstände, für die man zur damaligen Zeit keine Worte fand. Geschickt springt er in der Zeit, erzählt episodenhaft, aber zeichnet ein rundes Bilder einer Familie über Generationen hinweg.
“Auch sie, die die Hoffnung nicht verloren hatten, hofften eigentlich nicht auf die Zukunft, sondern auf die Rückkehr der Vergangenheit.” (S. 290)
Es geht um eine adelige Familie in Ungarn, die zurückgezogen in einem Waldschloss lebt. Zunächst im Glauben, dass der Adel und die Lebensweise ohne Umbrüche immer so weiter geht, aber dann kommt der erste Weltkrieg, dann der Zweite und dann die Kommunisten. Eine tragische Verstrickung von Ereignissen.
Wieder ein Buch, dass schafft durch eine fiktionalisierte Geschichte einen emphatischen Raum zu öffnen und die Imagination antreibt sich auszumalen wie die vergangenen Zeiten die Gegenwart geprägt hat.
Ich habe es sehr gern gelesen und wünsche Lazár viele Leser. Ach ja, und ignorieren sie das Pferd, auch wenn ihnen beim Lesen klar wird, welche Rolle es spielt.

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Lázár

Rezensionen von nil_liest:

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Hustle von Julia Bähr

Rache ist buchbar!

Was für ein Spaß! Hustle ist so ein Buch, das man aufschlägt, „nur kurz reinlesen“ will – und plötzlich ist man auf Seite 200 und lacht Tränen über Leonies sarkastische Kommentare, bissige Beobachtungen und die absurden Situationen, in die sie sich hineinmanövriert. Julia Bähr hat hier einen Roman geschrieben, der gleichzeitig federleicht und messerscharf ist – Unterhaltung mit Köpfchen, Gesellschaftskritik mit Witz.

Im Mittelpunkt steht Leonie, Anfang 30, Biologin, moralisch flexibel und lebensklug. Nachdem ihr Chef ihre Forschung klaut und sie in einem legendären Wutanfall sein Büro verwüstet, findet sie sich ohne Job wieder – und mit einem Neuanfang in München, der teuersten Stadt Deutschlands. Dort stößt sie auf drei Frauen, die sich mit mehr oder weniger legalen „Nebenjobs“ über Wasser halten – und bald gründet Leonie ihr eigenes Business: Rache Inc. Wer Liebeskummer hat, zahlt, und Leonie sorgt mit raffinierten Aktionen für Gerechtigkeit auf ihre ganz eigene Art.
Was das Buch so großartig macht, ist der Ton. Julia Bähr schreibt herrlich trocken, mit einem Gespür für Timing und Situationskomik, das an Mareike Fallwickl oder Caroline Wahl erinnert – nur noch schärfer und urbaner. Ich habe selten so oft laut gelacht und gleichzeitig gedacht: Autsch, das trifft leider genau ins Schwarze. Zwischen überzogenen Mieten, Selbstoptimierung und moralischen Grauzonen erzählt Hustle von einer Generation, die gelernt hat, sich selbst zu hustlen, weil sonst niemand für sie sorgt.
Dabei bleibt der Roman warmherzig. Die Freundschaften zwischen den Frauen sind das emotionale Rückgrat der Geschichte – loyal, wild, solidarisch, und manchmal chaotisch. Es tut gut, dass hier einmal nicht die romantische Liebe im Zentrum steht, sondern weibliche Bündnisse, Wut und Witz.
Leonie ist keine Heldin im klassischen Sinne, sondern ein Mensch, der Fehler macht, flucht, zweifelt – und gerade deshalb so sympathisch ist. Dass Julia Bähr diese Figur nie moralisierend, sondern liebevoll ironisch zeichnet, macht Hustle zu etwas Besonderem.
Kurz gesagt: Hustle ist frech, modern, brillant beobachtet und einfach verdammt unterhaltsam. Ein Buch, das man verschlingt, weil es einen zum Lachen bringt – und danach noch lange zum Nachdenken.
Fazit:
Ein feministischer, hochkomischer Gesellschaftsroman über Geld, Moral und Freundschaft – mit Suchtfaktor!
???? 5/5 Sterne – und der dringende Wunsch, Leonie & Co. bald wiederzusehen.

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Hustle