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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von cosmea:

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Dius von Stefan Hertmans

Eine ungewöhnliche Freundschaft

Anton ist Kunstprofessor, Aegidius de Blaeser genannt Dius ein ungewöhnlich talentierter Student. Eines Tages steht Dius vor seiner Tür und bittet ihn um seine Freundschaft. Er bietet ihm an, in seinem Dorfhaus in Ganzevliet in den Poldern im nördlichen Teil Belgiens in Ruhe an seiner Dissertation zu arbeiten.

Anton geht auf den Vorschlag ein. Es entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen Anton, Anfang 30 und dem etwa 10 Jahre jüngeren Dius. Sie arbeiten im Dorfhaus, machen lange Spaziergänge in der wunderschönen Natur und diskutieren über Kunst, Philosophie und Musik. Anton verliebt sich in die verheiratete Fotografin Lys, doch eine Lüge von Dius zerstört für lange Zeit die Beziehung mit Antons großer Liebe und die Freundschaft der beiden Männer.
Erzählt wird die Geschichte über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren auf zwei Zeitebenen. Anton blickt von der Erzählgegenwart zurück auf vergangene Ereignisse. Es geht um Liebe und Freundschaft, um die Wirkung großer Kunst auf den Betrachter, um die Wirkung klassischer Musik auf den Zuhörer, aber auch um die Zerstörung der Natur durch den Menschen. Antons Einsicht, dass die Jahre mit Dius seine glücklichsten waren und er es – anders als Dius – nie geschafft hat, seine Wünsche und Vorstellungen aktiv in die Tat umzusetzen, kommt spät. Wird er es schaffen, über den schmerzlichen Verlust seines Freundes hinwegzukommen und ein neues, glücklicheres Leben zu beginnen?
Mir hat der Roman gut gefallen, auch wenn die detailverliebten Ausführungen über Kunst, Philosophie und Musik und die daraus resultierende Handlungsarmut für mich etwas gewöhnungsbedürftig waren. Dennoch sehr empfehlenswert.

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Dius

Rezensionen von Harakiri:

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Dunkler Sog von Leo Born

Salus I

Ein neuer Fall für die Krähe
Und wer Mara Billinsky kennt, weiß, dass ihre Fälle anders ablaufen als in normalen Krimis. Aber das ist beileibe kein Fehler. Im Gegenteil. Ein Buch von Leo Born in der Hand zu halten ist immer wie eine tickende Zeitbombe. Man weiß nie, was einen erwartet. Und weglegen kann man die Bücher eh nicht.

Maras Partner wurde auf eigenen Wunsch in die Recherche-Abteilung versetzt und so braucht Mara einen neuen Partner. In Tobias scheint der gefunden. Allerdings kommen die beiden anfangs kaum klar miteinander. Ist ja klar – mit der Krähe ist es nicht einfach. Dennoch habe ich sie in mein Herz geschlossen. Denn Mara ist tough. Und löst ihre Fälle auf ihre Art.
In ihrem neuen Fall hat sie es mit einem mehr als ebenbürtigen Gegner zu tun und Mara verzweifelt fast. Mehr als einmal ist sie nahe davor, ihn zu stellen – aber er entkommt jedes Mal. Und die Zeugen schweigen aus Angst. Was Mara dann aufdeckt hat es wirklich in sich. Die Lösung liegt tief verborgen in der DDR-Vergangenheit.
Ich habe das Buch wieder an einem Tag durchgesuchtet, weil ich immer noch wissen wollte, wie es weitergeht. Die Kapitelenden sind Pageturner und Born macht noch neugierig auf Klimmts Krankheit. Sowieso wird meist erst im übernächsten Kapitel dann aufgelöst, wer überlebt. Das sorgt für ein wahnsinnig hohes Tempo.
Fazit: einmal begonnen, nicht wieder aufgehört. Spricht für Born – und die Krähe.

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Dunkler Sog

Rezensionen von nanu?!:

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Meine Sticker + Karten + Box - Gruselspaß, m. 1 Beilage von

Gruseliger Stickerspaß

Nachdem der Sechsjährigen die Osterbox schon so gut gefallen hatte, musste nun eine neue Box her.
Auch diese Box zum Thema "Halloween" kam super beim Kind an, es wurde gleich losgebastelt. Der große Bruder wollte auch wieder mithelfen, auch wenn er "offiziell" schon viel zu groß fürs Stickern ist.

Das Highlight dieser Boxen sind wie immer die vielen bunten Sticker, von denen es gleich satte 150 Stück gibt.
Die kann man auf Karten mit verschiedenen Hintergründen kleben, auf vorgezeichnete Aussparungen oder man muss Dinge vervollständigen.
Auch gibt es wieder Aufgaben zu lösen wie verwunschene Labyrinthe oder Bilder zum Ausmalen.
Die Motive sind wirklich liebevoll gestaltet worden und passen ganz wunderbar zum Thema. Es gibt Geister und Hexen, Fledermäuse und Kürbisgesichter, Spinnen und Monster, alles ein bisschen gruselig, aber auch ein bisschen süß, damit sich kein Kind ernsthaft fürchten muss.

Insgesamt gibt es 30 Karten aus relativ stabilen Papier. Auf jeder Karte kann auf der Rückseite ein Empfänger notiert werden, so sind sie ideal zum Verschenken und Verschicken.
Die Box ist super für lange Autofahrten oder superlangweilige Abende geeignet.
Eine tolle Beschäftigung für alle Kinder ab 6 Jahren.

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Meine Sticker + Karten + Box - Gruselspaß, m. 1 Beilage

Rezensionen von Minangel:

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Der Weihnachtssee von Angelika Schwarzhuber

Weihnachtsfeeling vom Feinsten

Meine Meinung: Angelika Schwarzhuber trifft genau meinen Geschmack, wie ich einen Weihnachtsroman mag.
Dieses Mal verschlägt es Jana in einen Schneesturm und auch weitere Menschen finden sich am Haus am See ein, um dort ungewollt die Tage vor dem Heiligen Abend auszuharren, bis die Straße wieder frei ist.

Im Haus am See ist der Verlust der geliebten Mutter von Finn und Schwester von Toni spürbar. Unterschiedliche Lebensgeschichten und Schicksale treffen aufeinander und alle gemeinsam dürfen sich aneinander reiben und dann wachsen und es darf auch wieder an Wunder geglaubt werden.
Ich mag das Setting, sowie die einzelnen Protagonisten, ich mag die genauen Erzählungen des gemeinsamen Schmückens und Essens und auch die zwischenmenschlichen Emotionen und Gefühle. Alte Geschichten und Versprechen werden aufgewühlt, Geheimnisse werden gelüftet und auch verwundete Seelen dürfen schön langsam beginnen zu heilen.
Gerne hätte es ruhig mehr „Lovestory“ sein dürfen, doch es hat mich rundum glücklich gemacht, dieses Buch zu lesen. Daher gibt es von mir 5 zauberhafte Schneesterne mit Extraglitzer.

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Der Weihnachtssee

Rezensionen von begine:

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Der fünfte Advent von Blanca Imboden

Adventszeit in Luzern



Den Roman, Der fünfte Advent, von Blanca Imboden, hätte ich fast übersehen, das wäre schade gewesen.
Sie schreibt herzlich und ich kann mich bei dieser Lektüre richtig erholen..
Doris und ihr 85jährige Vater führen einen Souvenirladen in Luzern. Das hat die Autorin so schön erzählt, das ich gerne mal Luzern besuchen möchte.

Die Idee, das sich Wegmitbewohner nach 40 Jahren wieder treffen fand ich witzig.
Die Weihnachtszeit wurde toll beschrieben und ich war von der Geschichte gefesselt.

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Der fünfte Advent

Rezensionen von booklover3:

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Das Dreizehnte Kind von Erin A. Craig

Die perfekte Mischung aus Medizin und Göttersage

Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen, weil der Schreibstil so locker, poetisch und schön war. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es so spannend war. Ich wollte ständig wissen wie es weitergeht.

Für mich war es die perfekte Mischung aus Medizin und Göttersage.

Mit Charakteren die moralisch auf die Probe gestellt werden und große Entscheidungen treffen müssen. Das Worldbuilding und auch das Magiesystem waren beide fantastisch aufgebaut. Es war für mich etwas ganz anderes, was das ich zuvor noch nie gelesen habe.

Diese wundervolle poetische und fantastische Geschichte hat mich ganz in ihren Bann gezogen und verzaubert. Es hat mich so viel fühlen lassen. Ich habe Hazel gerne begleitet wie sie sich mit ihrer Gabe arrangieren muss und auch die Bürde tragen muss, die ihre Gabe mit sich bringt. Und sich auch irgendwie fragt, wer sie eigentlich ist und welche Seiten ihrer Gabe sie noch nicht kennt. Es war einfach nur ein wunderschönes Buch. Sowohl innen als auch außen. Das Cover wurde wunderschön und passend gestaltet und auch das Buch ohne den Duskjacket war wunderschön gestaltet.

Abschließend kann ich es jedem empfehlen, der sich in einer neuen Welt verlieren möchte, der darin eintauchen und mitfühlen möchte. Der sich mit auf die Reise zusammen mit der Protagonistin Hazel begeben möchte und sie bei ihren Entscheidungen und ihrer Entwicklung begleiten möchte. Für jeden, der Göttergeschichten mag und sich auch für Medizin interessiert.

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Das Dreizehnte Kind

Rezensionen von Ele:

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Stonehenge - Die Kathedrale der Zeit von Ken Follett

Der Steinkreis


Stonehenge - die Kathedrale der Zeit, historischer Roman von Ken Follett, EBook, Lübbe Verlag.
Ein Symbol für die Ewigkeit
Seft ist ein begnadeter Feuersteinhauer, zusammen mit seinem grausamen Vater und seinen bösartigen Brüdern, macht er Werkzeuge. Zum Mittsommerritus, der den Beginn des neuen Jahres anzeigt kommt er zur großen Ebene, dort hofft er Neen zu treffen, die Frau die er liebt.

Nachdem ihm seine Angehörigen aufs Übelste mitgespielt haben, wird er in der Hirtenfamilie von Neen aufgenommen. Neens Schwester Joia ist eine der Priesterinnen, nachdem ein feindlicher Bauernstamm, das hölzerne Ritus-Denkmal der Priesterinnen zerstört hat, beschließen Joia und Seft, beide Visionäre, ein vorher noch nie gesehenes Monument aus Stein zu errichten. Gegen alle Hindernisse gegen Sabotagen und Schwarzsehereien, erschaffen die Beiden, mitsamt den Menschen der Ebene eine Kathederale aus Stein, die die Ewigkeit überdauern wird.
Schon allein der Gedanke an Stonehenge ließ mich stets staunend innehalten. Wie es gebaut wurde, konnte ich mir nicht vorstellen, deshalb wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Ich finde die Erklärungen von Ken Follett nachvollziehbar. So muss es nicht, könnte aber so gewesen sein. Ein weiteres Buch von einem meiner Lieblingsschriftsteller, über ein Bauwerk welches die Menschen auch heute noch ehrfurchtsvoll den Atem anhalten lässt.
Das Buch teilt sich in drei Zeitabschnitte, es beginnt 2500 v.Chr., es folgen größere Zeitspannen die einen Zeitraum von etwa 25 Jahren umfassen, ob Stonehenge in einem Menschenalter entstehen konnte, wage ich zu bezweifeln. Aufgeteilt in 36 Kapitel in angenehmer Leselänge. Der Schreibstil ist auktorial, somit kann der Leser die Geschehnisse von allen Seiten gut beobachten. Den steten Wechsel, zwischen den Ereignissen im Leben der verschiedenen Stämme, die die große Ebene bevölkerten, fand ich sehr unterhaltsam. Lesefluss hat sich von Anfang an eingestellt. Doch im Vergleich zu „Die Säulen der Erde“ hat mich das Buch nicht so sehr gefesselt. Die Hauptfiguren sind gut charakterisiert, die guten wie die Bösen, das hat mir gefallen. Die große Dürre und auch das Schicksal der Waldmenschen sind ergreifend und nachvollziehbar geschildert. Meine Lieblingsfiguren Joia, Seft und auch Pia haben sich gut entwickelt, die Bösen z.B. Sefts Brüder, sein Vater, oder auch Troon, waren verabscheuungswürdig, sie haben mich zornig gemacht. So war die Lektüre abschnittsweise wirklich emotional. Dazwischen immer wieder Abschnitte die ruhiger waren, dennoch habe ich hier viel über das Leben in der damaligen Zeit erfahren. Bücher die in der Vorgeschichte spielen gibt es nicht so viele, auch die Ayla-Reihe hat mich fasziniert, dieses Buch hier jedoch finde ich um einiges authentischer. Eine gründliche Recherche möchte ich Follett hier aussprechen.
Ein Muss für die Fans von Follett, wer sich für Stonehenge interessiert und etwas über die mögliche Art der Erbauung wissen möchte, sollte hier zugreifen. Wer sich allgemein für die Lebensumstände in der Steinzeit informieren will, wird es mögen.
Der Autor hat es auch hier geschafft, bei mir Kopfkino entstehen zu lassen. So atemberaubend wie „Die Säulen der Erde“ fand ich es allerdings nicht. Deshalb von mir 4 Sterne.

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Stonehenge - Die Kathedrale der Zeit

Rezensionen von Schlafmurmel:

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Stonehenge - Die Kathedrale der Zeit von Ken Follett

Ein Thriller mit Gänsehaut-Garantie – nichts für schwache Nerven!


Der vierte Teil der Tatort Boston-Reihe, „Tea Party“ von Roman Just, war wieder ein absoluter Hammer-Thriller! Zum Glück ist das Ganze nur Fiktion, denn allein die Vorstellung, dass so etwas wirklich passieren könnte, jagt mir Angst und Schweißperlen über den Rücken. Schon beim Lesen hofft man, dass so etwas niemals Realität wird.

Ich möchte gar nicht zu viel verraten, um nicht zu spoilern – aber eins ist sicher: Die Gänsehaut, die ich beim Lesen hatte, blieb noch eine ganze Weile bestehen. Was hier passiert, ist wirklich krass! Detektiv Waterspoon und sein Team sind diesmal wieder voll gefordert, und besonders das Thema Hypnose hat mich total gefesselt – und ehrlich gesagt auch ziemlich erschreckt.
Wie viel man mit Hypnose bewirken (oder besser gesagt: anrichten) kann, wenn man sie gezielt einsetzt, ist einfach nur gruselig. Nach dieser Lektüre weiß ich jedenfalls, dass ich mich niemals hypnotisieren lassen würde – egal bei welcher Krankheit. Die Beschreibungen der Hypnoseszenen waren so detailliert und lebendig, dass man richtig mitfiebert und Gänsehaut bekommt.
Roman Just versteht es einfach, Spannung aufzubauen und den Leser komplett in die Geschichte hineinzuziehen. Ich konnte meinen Reader nicht mehr aus der Hand legen, bis ich die letzte Seite gelesen hatte.
Mein Fazit:
Ein großartiger, nervenaufreibender Thriller mit echtem Gänsehaut-Feeling! Für schwache Nerven ist dieses Buch sicher nichts – aber für alle Thriller-Fans: absolute Leseempfehlung

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Stonehenge - Die Kathedrale der Zeit

Rezensionen von Rinoa:

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Die Ausweichschule von Kaleb Erdmann

Behutsame Annäherung

Amokläufe, insbesondere auch solche, die in Bildungseinrichtungen geschehen, sind bei uns in Deutschland zwar recht selten, lassen jedoch nicht nur die Betroffenen immer besonders fassungs- und ratlos zurück. So zumindest meine persönliche Beobachtung. Es ist auf jeden Fall ein Thema, das berührt, dementsprechend war ich sehr gespannt, wie Kaleb Erdmann sich diesem annähert.

Während des Lesens habe ich mich immer mal wieder gefragt, wie viel Autobiographisches in dem steckt, was der namenlose Erzähler uns mitteilt, nur um dann festzustellen, dass es darum gar nicht geht und diese Frage eigentlich völlig belanglos ist. Irgendwann bin ich dann einfach davon ausgegangen, dass die Fakten rund um den Amoklauf stimmen und der Rest unter künstlerische Freiheit fällt.

Ich mochte den Schreibstil sehr gerne, er war trotz des schweren Themas irgendwie leichtfüßig und unterhaltsam, ohne dabei ins Triviale abzugleiten; an der ein oder anderen Stelle musste ich sogar schmunzeln. Stattdessen wird sich der Thematik sehr behutsam und wie ich finde angemessen angenommen.

Eine Sache hat mich allerdings schon gestört und ich weiß, dass das nur ein kleiner Nebenkriegsschauplatz ist, aber warum gibt es immer wieder Bücher, die bei wörtlicher Rede keine Anführungszeichen verwenden? Vielleicht stört das viele andere auch nicht, mich allerdings schon. Hier fand ich es dann am Ende zwar nicht ganz so schlimm, da nicht so viel wörtliche Rede vorkommt und man relativ gut erkennen konnte, wann jemand spricht und wann nicht. Trotzdem werde ich dieses Weglassen der Anführungszeichen wohl nie verstehen.

Womit ich auch so ein wenig meine Probleme hatte, waren die verschiedenen Zeitebenen, in die man immer mal wieder hineingeworfen wird, da hatte ich manchmal Mühe, mich gleich zurechtzufinden, was denn jetzt zeitlich wohin gehört. Allerdings muss ich nach Ende der Lektüre auch konstatieren, dass es vielleicht gar nicht so wichtig war, wann genau was passiert ist. Wichtig ist eher der Prozess, den der Ich-Erzähler durchlebt und eine persönliche Entwicklung verläuft in der Regel ja auch nicht linear.

Insgesamt hat mir „Die Ausweichschule“ wirklich gut gefallen, es wird dem schwierigen Thema gerecht und ist trotzdem unterhaltsam, ganz ohne Effekthascherei.

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Die Ausweichschule

Rezensionen von Krani:

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Die Knef von Moritz Stetter

Beeindruckend

Hildegard Knef (*1925) war als Schauspielerin, Sängerin und Autorin sehr erfolgreich. Dieses Buch schildert ihr Leben als Bildergeschichte in Form künstlerischer Comics. Zahlreiche Zitate sind eingebaut.
Hier werden die emotionalsten Momente aus dem Leben der Knef künstlerisch dargestellt. Die Zeichnungen deuten die Personen nur an, im Mittelpunkt stehen Erlebnisse und Emotionen.

Es ist hilfreich, dass die wichtigsten Personen am Anfang schon gezeigt und vorgestellt werden.
Die Darstellung folgt der Chronologie. Der Schwerpunkt auf Knefs Gefühlswelt wird der Künstlerin gerecht. Die Bilder zeigen ihre Wahrnehmung und deuten Konflikte an. Sie ist eine sehr selbstständige Persönlichkeit, aber das gesteht man Frauen in der Nachkriegszeit nicht zu. Dennoch hat sie Erfolg in der Rolle als „moderne, unabhängige Frau“. Und später auch als Sängerin und mit eigenen Liedern.
Das Buch ist auch handwerklich richtig schön: Ein fester Einband, ein großes Format und dickes Papier, das sich gut anfühlt. Comic ist heute eine eigene Kunstform. Dies ist ein beeindruckendes Beispiel.

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Die Knef