Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Katzenmicha:
Düsteres Tal von Ruth Lillegraven
Super spannend und fesselnd
Clara Lofthus lebt mit ihren Zwillingssöhnen Andreas und Nikolai und ihrem Lebensgefährten Alex in Nairobi, wo sie ein Hilfsprojekt leitet.Dort baut sie für UNICEF eine Schule auf,während eines Terroranschlags stirbt der norwegische Entwicklungshilfeminister .Clara rettet die meisten Kinder,Clara kehrt darauf als Heldin nach Oslo zurück.
Die Ministerpräsidentin bietet ihr den Posten als Justizministerin an, den sie schon einmal bekleidete.Sie nimmt den Posten an,es taucht plötzlich eine Leiche auf.Die hat Auswirkungen auf Claras Leben, den der Podcaster Erik Heier kommt Claras dunkler Vergangenheit immer näher……
Die Autorin Ruth Lillegraven hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Die Charaktere und die Schauplätze sind sehr gut und authentisch beschrieben,man meint dabei zu sein.Für mich war es das erste Buch der Reihe,was aber nichts machte ich bin gut in die Geschichte gekommen.Das Cover zeigt ein alleinstehendes Haus in einem Tal mit einem düsteren Himmel -es passte super zu dem Thriller.Und war sehr spannend erzählt -5 Sterne.
Rezensionen von Harakiri:
Elbnächte. Schatten über St. Pauli von Henrike Engel
Gelungene Fortsetzung
Die Fortsetzung von Elbnächte – Die Lichter über St. Pauli
Man sollte den 1. Band gelesen haben bevor man den 2. zur Hand nimmt, denn sonst fehlt einiges an Verständnis. Auch wenn die Autorin zu Beginn einige Geschehnisse aus Band 1 noch einmal Revue passieren lässt.
Das Buch startet direkt im Anschluss an seinen Vorgänger mit der Gerichtsverhandlung gegen Louises Exmann.
Und dann ist da ja auch noch der Bruder von Paul – der diesen in Gewissensnöte bringt.
Viel Spannung vor historischem Hintergrund also. Der Genre-Mix aus Histo und Krimi ist wirklich gut gelungen. Zudem gefällt mir, dass die Autorin zwei starke Frauen in den Vordergrund stellt, die sich nicht unterkriegen lassen. Da muss sogar manch ein Mann hintanstehen.
Was sich im ersten Band schon angedeutet hat, wird in diesem vertieft: Ella und Louise finden ihr neues Glück. Vorher müssen aber einige Hindernisse und Gefahren überwunden werden.
Fazit: der neue Roman von Henrike Engel besticht durch den historischen Hintergrund, die Spannungselemente und zwei starken Frauen.
Rezensionen von Nele33:
Sieben Gräber für den Winter von Christoffer Petersen
guter Auftaktband
" Sieben Gräber für den Winter" des Autors Christoffer Petersen ist der Auftaktband um Constable David Maratse und spielt im grönländischen Inussuk .
David Maratse wird nach einem Folterangriff mit einem Elektroschocker auf ihn in den Vorruhestand geschickt und zieht sich nach Inussuk zurück.
Dort will er fischen und die Einsamkeit genießen. Bei seiner Ankunft wird er von einem übermütigen Huskywelpen begrüßt, der ihn an seinem Traum von einem Hundegespann näher kommt.
Gleichzeitig verschwindet Tinka, die Tochter der Ministerpräsidentin Nivi Winther, die sich gerade im Wahlkampf gegen den in der Wählergunst vorne liegenden Malik Uutaaq .
Als eine Frauenleiche gefunden wird, nimmt die Geschichte bizarre und erschreckende Formen an, die Kreise bis in die höchsten Etagen der Politik ziehen.
David möchte die Ermittlungen unterstützen, doch der ermittelnde Beamte hält nicht viel von ihm und wirft ihm Steine in den Weg.
Mir hat der Auftaktband sehr gut gefallen, besonders die interessant gestalteten Charaktere, die vielseitig agieren und ein hohes Entwicklungspotential haben, machen mich neugierig auf die Folgebände.
Rezensionen von Ameland:
Nordseerätsel von Heike Denzau
Tödliches Spiel
Hermann Suhrkamp bekommt seltsame Postkarten zugeschickt, die vom Tenor her immer gefährlicher klingen. Freersen wird von der Nichte für die Aufklärung engagiert. Aber Suhrkamp spannt den Detektiv für sein Ratespiel à la Agatha Christie mit einem ausgelobten Gewinn von 100.00 Euro ein. Angeblich hat ein Familienmitglied es nämlich auf seinen vorzeitigen Tod abgesehen und Freersen soll ein Auge auf alle haben und dem Alten Bericht erstatten.
Was als lustiges Rätselraten beginnt, entwickelt sich zu einem gefährlichen Spiel mit überraschenden Wendungen.
Diese Reihe mit dem Inseldetektiv Raphael Freersen von Heike Denzau kannte ich bisher noch nicht und war daher gespannt, ob Raphael Freersen Lyn Harms aus der anderen Reihe das Wasser reichen kann. Er ist ein ganz anderer Typ und bedient einige Klischees: er raucht, trinkt, immer knapp bei Kasse und Frauen sind für ihn ein reiner Zeitvertreib. Nicht gerade ein sympathischer Zeitgenosse. Aber gerade diese Eigenheiten machen ihn für mich greifbar und ich habe eine konkrete Vorstellung von diesem Mann. Aber auch die anderen Protagonisten sind lebendig und damit realistisch beschrieben.
Unangenehm überrascht hat mich der Prolog, in dem es um Verschickungskinder aus den 60-er Jahren geht. Über dieses düstere Kapitel in der deutschen Vergangenheit habe ich schon einiges gelesen und jedes Mal blieb ich betroffen und mit Tränen in den Augen zurück. Diese Taten dürfen nicht unter den Teppich gekehrt werden und daher finde ich es gut, dass es auch in diesem Krimi zur Sprache kommt.
Der Schreibstil ist locker und mit einer guten Prise Humor gewürzt. Spannung ist von Beginn an gegeben und hält auch bis zum Ende an. Bei der Lösung der gestellten Rätsel konnte ich leider nicht viel beitragen, da man Insiderwissen benötigte bzw. eine Recherche vor Ort notwendig war. Als absoluter Nordseefan hat mir natürlich die Meereskulisse besonders gefallen.
Ein gut gemachter Krimi mit einem verrückten Plan, der mich gut unterhalten hat, aber ein wirklicher Fan vom Inseldetektiv bin ich noch nicht.
Rezensionen von robertp:
Adama - Thriller (Maror-Trilogie 2) von Lavie Tidhar
„Die Patinnen“ aus Isael
Das Titelbild wird erst auf dem zweiten Blick erkennbar. Es zeigt prominent eine Getreideähre, gehalten von einer, rot, behandschuhten Hand. Schaut man genauer, bemerkt man, dass die Ähre aus einem Maschinengewehr entspringt. Ein Synonym für Palästina, das seine wirtschaftlichen Erfolge nur durch ständige Militärpräsenz und Landwirtschaft erzielt? Jedenfalls ein aktuelles Buch, angesichts des Krieges in Israel.
Es ist eine Familensaga aus der Sicht der weiblichen Familienmitglieder über die Jahrzehnte hinweg er zählt. Die Geschichte ist getränkt in Blut und Tod, der seit Anbeginn des Staates Israel das Leben ihrer BewohnerInnen prägt.
Als Staat im Staat steht hier der Kibbuz Trashim, eine Siedlung mit gemeinschaftlichem Eigentum und basisdemokratischer Verwaltung, dessen Entwicklung sich im Roman entdecken lässt. Wozu brauchen Menschen Geld fragen die Kinder sich hier. Sie werden den Müttern nach der Geburt entzogen, wachsen in einer eigenen Sozietät – überwacht von der Metapelet (Kindergärtnerin) – auf und sind aller Sorgen enthoben. Eltern – meist die Mütter – kennen sie nur von flüchtigen Besuchen, sie spielen keine Rolle. Dementsprechend schwierig ist es die Gemeinschaft zu verlassen, Beziehungen zu „Fremden“ aufzubauen, weil sich alles innerhalb des kleinen Kosmos Kibbuz abspielt. Im Roman schaffen das nur einige Männer (und kommen dabei auf die „schiefe Bahn“). Innerhalb des Kibbuz kennen alle jedes Geheimnis der anderen, auch wenn es noch so tief vergraben wird (Tote, Folterkammern, Waffenverstecke u.a.m.).
Der Roman beschreibt anhand einer Familie (kann man diese losen Verbindungen überhaupt Familie nennen?) die Entstehung Israels aus der Perspektive der Kibbuzim. Diese Geschichte ist gewalttätig, Liebe und Verrat spielen Hauptrollen in der Beziehung zwischen den Menschen.
Die Frauen im Kibbuz bestimmen den Fortschritt der Kommune, sie sind die „Gründerinnen“ und gehen dabei auch über Leichen. Das Lesen des Buches erforderte von mir enorme Anstrengung. Die handelnden Personen werden erst nach und nach in ihren Positionen zueinander erkennbar. Die Lebensgeschichten werden ineinander verschachtelt abgehandelt und als LeserIn muss man auf jedes Detail achten, es kann wichtig in einem anderen Buchabschnitt sein. Die Gewalt, die die agierenden Personen ausüben scheint ihnen immanent, sie kennen kaum ein Gewissen.
Anmerkung: Eine Art Stammbaum der Familie um Hanna, Esther und Ruth wäre hilfreich. Ich habe ihn mir beim Lesen angefertigt, um den Überblick zu bewahren.
Für alle die das heutige Israel besser kennenlernen wollen. Wir erfahren die Leiden und Freuden einer Generation von Siedlern, die ein neues Leben in gemeinschaftlicher Verantwortung führen wollen und erkennen beim Lesen, dass Probleme sich bis in die Neuzeit nicht lösen lassen. Überaus spannend zu lesen, aber man muss verdammt aufpassen um nichts zu versäumen.
Rezensionen von Petra Sch.:
The Final Wife von Jenny Blackhurst
Der Mörder von Luke ist glasklar - oder?
Detective Rebecca Dance wird eines frühen morgens zu einem Ferienhaus in den Cotswolds gerufen. Der Schönheitschirurg Luke Whitney liegt erstochen in der Küche, neben ihm seine Frau Anna. Sie gesteht die Tat sofort. Somit scheint der Fall gelöst. Oder?
Vorab: Jenny Blackhurst weiß nach wie vor mit ihrem Schreibstil zu fesseln.
Man fliegt regelrecht durch die Seiten, saugt alle Infos, die man bekommt, auf und will unbedingt wissen, wie es weiter- bzw. ausgeht. Die abwechselnde Erzählweise aus Sicht von Rebecca und Anna, jeweils in ich-Form, machen es spannend.
Vor allem, weil man wie Rebecca sofort merkt: hier stimmt etwas nicht.
Obwohl der Fall auf den ersten Blick glasklar scheint, gibt es einige Ungereimtheiten, was Rebecca sofort aufgefallen ist.
Und Rose, die Ex-Frau von Luke, tritt natürlich verbal gegen Anna; auch Lukes Partner in der Schönheitsklinik verhält sich eigenartig.
Diesmal fand ich leider vieles unglaubwürdig, einige Dinge nicht schlüssig, etliches wurde nicht mehr weiterverfolgt bzw. aufgelöst. Leider kann ich auf keinen Kritikpunkt näher eingehen, sonst würde ich alles spoilern.
Ich konnte auch absolut nicht nachvollziehen, warum sich Luke von seiner ersten Frau Rose scheiden hat lassen und dafür Anna geheiratet hat, die aus einer unteren Sozialschicht kommt und als Kellnerin gearbeitet hat. Somit keine Ahnung hat, wie man sich in gehobenen (Ärzte-)Kreisen verhält, worüber man spricht etc. Und Luke war ja ambitioniert.
Ebenso fragwürdig fand ich Rebeccas Liebesleben; dieses war mMn sehr unnötig, da es sich "wie hingeschmissen" angefühlt hat und keinerlei Bezug zum Fall und dem Ausgang der Geschichte hat.
Die Auflösung konnte mich leider auch nicht überzeugen.
Trotzdem ich (zumindest zu Beginn) gut unterhalten wurde und gerne mitgerätselt habe, fand fand "The Final Wife" leider bisher das schwächste Buch der Autorin.
Fazit:
Das Buch ist wie von der Autorin gewohnt fesselnd geschrieben, man möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Leider gab es viele Dinge, die unglaubwürdig bzw. nicht schlüssig waren und die Auflösung konnte mich auch nicht überzeugen.
Rezensionen von Anndlich:
Cassandra Morgan, Band 1 - Der goldene Schlüssel von Skye McKenna
Die Haghexe
Cassandra ‚Cassie‘ Morgan lebt seit sieben Jahren im Internat, seitdem Tag an dem ihre Mutter Rose spurlos verschwand. Angekommen ist Cassie dort nie, ihre Mitschülerin Lizzie macht ihr das Leben schwer, sie findet keine Freunde und unter der Leiterin, die alle nur die Grimmige nennen, darf Cassie sich auch nicht in die Welt ihrer liebsten Bücher träumen, denn das Lesen solcher Bücher ist strengstens verboten.
Doch die sieben Jahre warten auf ihre Mutter sollen eine Veränderung bringen, Rose wird für tot erklärt und Cassie soll vom Internat in ein Waisenhaus umziehen. Einen Ort, der noch viel schlimmer ist als das Internat jemals sein könnte und so beschließt Cassie zu fliehen. Auf ihrer Flucht gerät sie in Gefahr und wird von einem besonderen Kater gerettet. Montague bringt Cassie zu ihrer Tante Miranda nach Hartwood Hall, einem Ort, der Cassies Leben drastisch verändern soll. Denn dort erfährt sie, dass ihre Vorfahren Hexen sind und dass das Leben voller Magie steckt. Nur lauern auch Gefahren in ihrem neuen Leben, am Rande des gefährlichen Walds dem Hag, passieren ungewöhnliche Dinge.
Der goldene Schlüssel von Skye McKenna ist der erste Band der Reihe der jungen Hexe Cassandra Morgan. McKenna hat eine wunderschöne Welt erschaffen, die sich während des Lesens direkt aufbaut und mit ihren Wesen ein ganz besonderes Abenteuer erschafft. Kater Montague als tierischer Begleiter fällt durch einen besonderen Humor auf, ist aber auch nicht zu überspitzt dargestellt, so dass er sich ganz langsam ins Herz schleicht. Besonders gelungen fand ich jedoch auch jene Wesen, die nicht durchweg böse oder gut dargestellt wurden und dadurch einen tollen Platz in der Geschichte gefunden haben, so u.a. der Goblin Burdock.
Der Schreibstil der Autorin ist detailliert und macht den Weltenaufbau sehr leicht, an einigen Stellen wurde dadurch das Tempo jedoch auch sehr langsam und die Geschichte etwas langatmiger und erst im letzten Viertel kommt richtig Spannung auf, bis dahin ist der Fokus eher auf das Ankommen in der Welt und dem System gelegt. Dies gelingt gut, denn schnell versteht man das Weltensystem, das dem Alter der Rezipienten entsprechend auch nicht zu komplex ist. Auch die Protagonistin Cassie wird toll eingeführt, sodass man sie nicht nur sehr schnell mag, sondern auch ihre Ängste und Wünsche nachvollziehen kann und dadurch auch ihre zukünftigen Handlungen versteht. Die drei Junghexen Rue, Tabitha und Ivy sorgen für die perfekte Mischung an Spannung untereinander, die Fragen bezüglich Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt aufweisen.
Das Buch selbst ist ein phänomenaler Hingucker, der Erwartungen schürt, das Cover, der Farbschnitt, aber vor allem die Seitengestaltung sind unglaublich detailverliebt und passen hervorragend zur Geschichte. Ein Äußeres, das definitiv anlockt und der Inhalt hält, was das Äußere verspricht. Cassandra Morgan - Der goldene Schlüssel ist ein toller Start einer fantastischen Reihe für Kinder ab zehn Jahren. Eine Geschichte, die jedoch auch Erwachsene verzaubern kann, vor allem, wenn man ruhigere, atmosphärischere Einstiege bevorzugt.
Rezensionen von spozal89:
The Pumpkin Spice Latte Disaster (Lower Whilby 1) Lower Whilby von Kyra Groh
Pumpkin Spice Liebe
"Pumpkin Spice Latte Disaster" hat mich sowohl vom Buchtitel, als auch vom Cover schon mal auf den ersten Blick überzeugt. (Ich selbst liebe ja auch alles rund um Pumpkin Spice.) Aber auch der Inhalt hat mir richtig gut gefallen.
Ich bewerte die Hörbuch-Variante und ich muss sagen, die beiden Sprecher haben einen großartigen Job gemacht.
Sowohl die Cozy-Vibes, als auch die Spicy-Vibes kamen gut rüber.
Sowohl James, als auch Jude mochte ich sehr gerne, auch wenn ich Jude und ihren Fluchtreflex manchmal sehr anstrengend fand. Aber das wurde ja gegen Ende des Buches nochmal gut aufgeklärt. Ich fand auch die Dynamik der beiden genial und mochte es, wie sich die Lovestory entwickelte. Highlight war für mich auf jeden Fall auch alles rund um die Eltern von James. Das fand ich einen coolen Twist und hat mir gut gefallen. Die Herbst- und Kleinstadtvibes, welche mir bei solchen Büchern sehr wichtig ist, kamen gut rüber und ich würde jederzeit wieder nach Lower Whilby reisen wollen. Habe schon gesehen, dass noch Bücher um Eleonore und Olive folgen werden. Beides interessante Charaktere, wobei ich Olive bisher am wenigsten mochte.
Für mich eine gelungene Kleinstadt-Charme Romance, der ich gerne gelauscht habe und auf jeden Fall empfehlen würde.
Rezensionen von ReiShimura:
The Pumpkin Spice Latte Disaster von Kyra Groh
Von Unterarmen und Erwartungen – eine enttäuschte Romanze
Über den Namen Kyra Groh bin ich im letzten Jahr öfter gestolpert und ihre Bücher klangen eigentlich immer sehr vielversprechend. Dennoch hat es ein wenig gedauert, bis eines davon auf meiner Leseliste gelandet ist und im Nachhinein bin ich mir nicht sicher, ob das nicht ein Fehler war.
Dabei klang der Klappentext so vielversprechend und ich war eingestellt auf Herbststimmung und romantische Gefühle.
Der Anfang des Buches war auch wirklich vielversprechend und ich habe mich schnell in der Geschichte zurechtgefunden. Doch dann ging es mit meiner Lesemotivation bergab und ich habe gefühlt ewig gebraucht, um das Buch zu beenden. Mehrmals habe ich mit dem Gedanken gespielt, das Buch abzubrechen. Glücklicherweise habe ich es nicht getan, denn das Ende hat mich wieder ein wenig mit der Geschichte versöhnt. Wobei ich mir unsicher bin, ob ich die weiteren Bücher, dieses ist nämlich der Auftakt der "Lower Whilby" Reihe.
Mein größtes Problem mit dem Buch war die Liebesgeschichte zwischen Jude und James. Dies ist natürlich besonders fatal, da es sich hierbei um das zentrale Thema des Buches handelt. Leider hat es Autorin Kyra Groh nicht geschafft mir die Chemie zwischen den beiden glaubhaft zu vermitteln. Das die beiden sich körperlich anziehend finden war nicht zu übersehen bzw. überlesen, immerhin wird die Autorin nicht müde zu betonen, wie unglaublich scharf Jude James Unterarme findet oder James ihren Hintern. Dieses ständige Gedankenkreisen um die körperliche Anziehung war für mich einfach ein wenig zu viel des Guten. Eine kleine positive Überraschung gab es aber auch, denn die Autorin hat es sich zumindest verkniffen James mit einem überproportionalen "besten Stück" auszustatten.
Die versprochene Herbststimmung und die Gilmore Girl Vibes waren leider auch nicht in dem Maße spürbar, wie ich es mir nach der Ankündigung des Verlages erwartet hatte. Eventuell waren hierbei aber auch nur meine Erwartungen ein wenig zu hoch.
Sowohl Jude als auch James waren mir nur bedingt sympathisch. Jude beklagt sich immer, dass alle Menschen in ihrer Umgebung Probleme mit ihrem Charakter haben und niemand sie so akzeptiert wie sie ist und sie angepasster sein, und der Norm entsprechen soll. Umgekehrt kann sie aber James Wünsche auch nicht akzeptieren, versucht immer mit dem Kopf durch die Wand zu gehen und ist dabei auch noch furchtbar aufdringlich.
Mit den Nebencharakteren konnte ich mich weitaus besser identifizieren und da waren einige dabei, die mir sympathischer waren als die beiden Hauptcharaktere. Schade fand ich es, dass ich nicht mehr erfahren durfte, wie Olives Geschichte ausgeht. Mittlerweile weiß ich aber, dass im zweiten Teil der Reihe Nore und im dritten Teil dann Olive die Hauptperson der Geschichte sein wird. Daher verstehe ich, dass Kyra Groh zu den Geschichten der beiden Damen in diesem Teil nur vage Andeutungen macht.
Das Buch ist für mich kein kompletter Reinfall, aber auch keine Offenbarung. Den Hype um das Buch kann ich aber nicht wirklich nachvollziehen. Für mich hat sich wieder einmal bewahrheitet, dass gehypte Bücher nicht gleichzeitig auch gute Bücher sein müssen. Was das betrifft, werde ich in Zukunft noch vorsichtiger sein.
Die Grundidee des Buches hat mir gut gefallen und auch Whilby als Schauplatz finde ich ansprechend. Meiner Meinung nach ist dies aber kein Buch, das in dem Genre besonders hervorsticht. Als zwischendurch Zeitvertreib ganz okay, man verpasst, aber auch nicht viel, wenn man die Finger davonlässt.
Rezensionen von spozal89:
House of Rayne von Harley Laroux
sehr spannende Story, aber die Gefühle blieben bei mir aus
Ersteinmal das positive vorweg. Die Autorin hatte von Anfang an einen Schreibstil, der mich irgendwie gecatcht hat. Sie umschreibt sehr spannend und das ganze Setting und die Umgebung sind zum teil leicht gruselig und mysteriös (passt aktuell hervorragend zu Halloween) und es zieht einen richtig in den Bann von Blackridge Island.
Salem und Rayne sind beides sehr interessante Charaktere und ich konnte den Verlauf der Story absolut nicht vorhersehen.
Aber nun kommt der große Kritikpunkt, weshalb ich persönlich nur drei Sterne vergebe. Ich konnte die Beziehung und die Gefühle der beiden leider überhaupt nicht fühlen. Für mich hat einfach irgendwas gefehlt und die Liebesgeschichte fühlte sich nicht echt an. Mir persönlich waren es auch zuviele spicy Szenen, da ich sowas eher weniger gern lese. Das hat mir auch leider ein wenig die Lesefreude genommen, weshalb ich mit dem Buch nicht wirklich voran gekommen bin.











