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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von REM444:

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Die Sekundenochs von Markus Hennig

Nur noch ein Moment

Bereits der Titel des Buches hat mich schmunzeln lassen – beim Blick ins Buch wollte das Schmunzeln dann gar nicht mehr aufhören. Die Sekundenochs machen ihrem Namen alle Ehre!

Der Titel spielt augenzwinkernd mit dem vertrauten Satz „Eine Sekunde noch!“, den Kinder, aber auch der ein oder andere Erwachsene, nur allzu gern benutzen, wenn sie sich nicht trennen, nicht beeilen oder einfach noch ein bisschen weitermachen wollen.

Aus dieser Redewendung wurde hier eine süße, witzige Geschichte gesponnen, mit liebevollen, kleinen Wichteln, die keine Eile kennen und zeigen, dass eine Sekunde manchmal ganz schön lang sein kann und darf.
Das Buch lädt zum Schmunzeln, Vorlesen und Wiederholen ein.

Zwischen dem Ganzen Chaos und und einer ordentlichen Portion Unsinn steckt aber auch ein Funken Wahrheit: Manchmal tut es einfach gut, die Zeit mit einem Augenzwinkern zu betrachten.

Eine Sekunde noch…. Ja ich kann es weiterempfehlen!! Ein humorvoller Begleiter für alle, die gern mal ein kleines bisschen länger brauchen.

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Die Sekundenochs

Rezensionen von Meli:

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Gym von Verena Keßler

Entsprach überhaupt nicht meinen Erwartungen

"Clever, witzig und wild" - so beginnt die Inhaltsbeschreibung des Buches, aber wenn es clever ist, dann bin ich vielleicht nicht clever genug, es zu verstehen, und ich fand es auch kaum witzig. Der größte Teil der Inhaltsbeschreibung versprach für mich Unterhaltung und dabei Kritik an der Gym-Kultur, aber da habe ich einem Wort wohl zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt und die Rolle im Buch unterschätzt: Obsession.

Als jemand, der selbst einigermaßen regelmäßig ins Fitnessstudio geht, hat mich der Titel schon etwas angesprochen und dann fand ich auch die Leseprobe recht vielversprechend, aber die Handlung hat sich danach ganz anders entwickelt als erwartet.

Meiner Meinung nach ging es gar nicht um Fitness und Schönheit; das titelgebende Gym ist nur die Kulisse für die Obsession der namenlosen Protagonistin. Es werden zwischendurch mal neue Themen und Details aus der Gym-Kultur eingebracht und die fand ich auch realistisch. Die Erfahrungen und Entwicklung der Protagonistin fand ich zwar plausibel, aber am Ende bin ich mir gar nicht so sicher, was die Autorin mir eigentlich sagen will.

Die Handlung hatte für mich nicht immer einen roten Faden, aber insgesamt ergibt schon alles Sinn, man kann verstehen, was im Kopf der Protagonistin vor sich geht und warum alles so kommt, wie es kommt. Es gibt einige Blicke in die Vergangenheit, die mehr Licht auf ihr Verhalten werfen. Der Schreibstil war für mich etwas ungewohnt, aber hat mich eigentlich nicht weiter gestört, ich fand, dass er gut zur Gedankenwelt der Protagonistin passte.

Fazit
Insgesamt ist die Geschichte schon in sich schlüssig, aber mir hat sie überhaupt nicht gefallen, was wohl auch zu einem großen Teil an meinen Erwartungen lag. Ich erwartete unterhaltsame Gesellschaftskritik, stattdessen ging es um Obsession und selbst auferlegten Leistungsdruck und ich fand das Buch zunehmend unangenehm und verstörend.

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Gym

Rezensionen von C. P.:

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Die Bibliothek meines Großvaters von Masateru Konishi

Asian Healing trifft auf Whodunnit-Krimi

Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, schon die Aufmachung mit den roten Blüten auf dem Buchschnitt verleiht dem Roman optisch das gewisse Etwas. Ebenso mag ich die Covergestaltung, auf dem die junge Lehrerin Kaede zusieht, wie ihr Großvater sich langsam von ihr entfernt.
Das Entfernen kann hier sinnbildlich betrachtet werden, denn beim Großvater wurde eine Demenzerkrankung diagnostiziert, durch welche er beginnende körperliche Einschränkungen erfährt sowie für ihn lebensechte Halluzinationen.

So empfängt einen der Roman auch gleich mit der Information, er hätte vorhin einen blauen Tiger gesehen. Ein ungewöhnlicher Einstieg ins Buch, die dahinterliegende Erkrankung wird nach und nach verständlich erklärt, ohne zuviel Raum einzunehmen. Wie ihr Großvater ist Kaede Liebhaberin klassischer Krimis, die hier zu einem Bindeglied zwischen den beiden sowie zu weiteren Charakteren werden. Wie in Asian Healing Romanen werden hier neben gebotenen menschlichen Schicksalen episodenhaft Rätsel und Kriminalfälle gelöst. Und hierbei kann Kaede jeweils erleben, wie geistig fit ihr Großvater noch ist. Einem kleinen Ritual gleich lässt er zunächst seine Enkelin ihre Vermutungen erzählen, bevor er anhand kleiner Details die richtigen Schlüsse zieht und ihr eine Auflösung bietet.
Ich würde den Roman als eine wunderschöne Mischung aus Asian Healing Elementen und Whodunnit-Krimis bezeichnen, alles recht gemütlich erzählt. Es gibt Szenen aus Kaedes Leben und was sie mit ihren Freunden Zeit erlebt, die Besuche bei ihrem Großvater und eben besagte Fälle. Einige Rätsel wirken zunächst unlösbar, zum Schluss hin habe ich um Kaede und ihren Großvater regelrecht bangen müssen, da sie selbst involviert waren.
Ein einfühlsamer Cozy Krimi mit sympathischen Charakteren, emotionale Szenen und rätselhafte Fälle werden hier erfolgreich miteinander kombiniert. Laut der Angabe im Buch ist dies der erste Teil einer in Japan erfolgreichen Trilogie. Auf weitere Bände mit Kaede, ihrem Großvater sowie deren Freunde bin ich gespannt.

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Die Bibliothek meines Großvaters

Rezensionen von peedee:

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Küsse im Gepäck von Catherine Bybee

Wie immer wunderbar

Ein Milliardär fürs Glück, Band 2: Sarah McNeilly ist Reporterin und wurde auf eine Story aufgrund eines anonymen Hinweises angesetzt: Sie soll exklusive Details über Max Smith liefern. Wer ist er und weshalb soll sie über ihn berichten? Max Smith führt ein einfaches, zurückgezogenes Leben, er arbeitet hart für seinen Lebensunterhalt.

Plötzlich tauchen ihm wildfremde Menschen auf, die ihm mitteilen, dass er deren Halbbruder sein soll und ein Vermögen geerbt habe. Sicher doch, passiert einem ja jeden Tag! Aber nein, es stimmt! Auf Max warten unruhige Zeiten…

Erster Eindruck: Wie immer ein sehr schönes Cover bei den Büchern von Catherine Bybee.

Dies ist Band 2 einer Reihe, kann aber ohne Kenntnis des Vorgängerbandes gelesen werden (aber es wird dadurch auch eine Menge Lesegenuss verpasst!).

Was tun, wenn man unverhofft zu Geld kommt? Zu sehr viel Geld… Milliarden! So etwas kann man sich gar nicht wirklich vorstellen. Sicherlich, einen kleinen Gewinn beim Lotto oder einen Geldpreis bei einer Verlosung, das ist plausibel. Aber von jetzt auf gleich zu Milliarden? Das schüttelt einen total durch. Was tun mit diesem Geld? Wem kann man überhaupt noch trauen. Plötzlich muss man sich neuer „Freunde“ wehren. Und auch in Sachen Liebe kann es schwierig werden: Wem gilt die Liebe? Dem Geld oder einem selbst?
Sarah ist ehrgeizig: Sie will gute Artikel schreiben, keine Lügen und bösartige Vermutungen. Ihr Boss sieht das aber ganz anders: Er will Klatsch und Tratsch. Und diesen will er nun über Max Smith. Doch was soll sie über Max Smith herausfinden, was so interessant ist? Max‘ Leben ändert sich von einem Tag auf den anderen: An einem Tag ist er noch der Bauarbeiter, der harte Arbeit gewohnt ist, am nächsten Tag ist er Milliardär! Zudem hat er neuerdings eine Familie! Er, der von einer Pflegefamilie zur nächsten weitergereicht wurde und in verschiedenen Wohngruppen untergebracht war. Keine einfache Ausgangslage für ihn.

Mir haben Sarah und Max sehr gut gefallen. Die anderen, Chase und Piper sowie Alex, waren mir schon aus dem Vorgängerband bekannt. Das Wiedersehen hat mir sehr gefallen. Und es war wieder eine Menge los bei den Stones. Warum sind Catherine Bybees Bücher immer so schnell ausgelesen? Ich habe keine Ahnung, warum sich 429 Seiten bei ihr wie eine Kurzgeschichte anfühlen. Von mir gibt es 5 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Küsse im Gepäck

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Heimat von Hannah Lühmann

Authentische Schilderung eines gewissen Milieus

Jana ist vor kurzem mit ihrem Mann Noah und den beiden Kindern Louis und Ella aufs Land gezogen. In der Stadt und im Speckgürtel war Wohnen immer teurer geworden und sie sehnten sich nach einem schönen grünen Umfeld für die Kinder und Erholung für sich. In ihrem städtischen Umfeld war es üblich, dass beide Eltern Vollzeit oder vollzeitnah arbeiten und die Kinder schon früh ganztags in der Kindertagesstätte sind, dort wurde niemand dafür schief angeschaut.

Doch nun ist Jana eine der letzten, die nachmittags ihre beiden Kinder von dort abholt... und das, obwohl sie vor kurzem ihren Job gekündigt hat, nachdem es von ihrer Chefin nicht sehr wohlwollend aufgenommen wurde, dass sie nun mit dem dritten Kind schwanger ist. So ganz angekommen ist Jana auch noch nicht auf dem Dorf.

Doch das wird sich bald ändern, als sie die charismatische, strahlende, hübsche Karolin kennen lernt. Karo hat sogar fünf Kinder, doch sie wirkt immer entspannt und gut gelaunt, bastelt fröhlich mit den Kindern, hält das Haus blitzblank und macht mit Freude Apfelkuchen mit selbstgemachter Vanillesauce mit echter Vanille. Sie ist bewusst bei den Kindern zu Hause und stolz darauf, diese Botschaft verbreitet sie auch als Influencerin auf Social Media.

Sie wohnt mit ihrem Mann in einem Haus mitten im Wald, die jüngeren Kinder sind ganztags zu Hause und die älteren gehen nur deshalb in die Schule, weil der Staat das leider so verlangen würde. Jana ist erst einmal beeindruckt von Karos Freundlichkeit und Selbstbewusstsein, folgt ihr nur zu gerne auf Instagram und freundet sich mit ihr an.

So lernt sie auch Karos Freundinnen kennen und wird Teil einer Frauenleserunde, in der Erziehungsratgeber diskutiert werden, die Fremdbetreuung verteufeln. Stück für Stück taucht Jana immer mehr in dieses neue Milieu ein, in dem sehr simple Lösungen für gesellschaftliche Probleme propagiert werden, wie selbstverständlich AfD gewählt wird und die Frau dem Mann untertan sein soll, während gleichzeitig ihre eigene Ehe immer mehr in Schieflage gerät.

Das Buch liest sich leicht und unterhaltsam, mit vielen Dialogen und bildhafter Schilderung eines ganz bestimmten, oft ländlichen Milieus, in das auch die Lesenden damit tief eintauchen können. Ich kenne solche Milieus auch und empfinde die Darstellung als sehr authentisch, es verkommt auch nicht zum Klischee, sondern wird durchaus differenziert dargestellt, einschließlich seiner Schattenseiten und der oft großen Unterschiede zwischen der Außendarstellung, speziell auf Social Media, und dem, was wirklich gelebt wird.

Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen, denn es bietet interessanten Stoff zum Nachdenken und Diskutieren über verschiedene gesellschaftliche Milieus, die Prägung des jeweiligen Umfeldes und den Sog, den ein neues Umfeld auf Menschen ausüben kann, speziell, wenn sie gerade sozial noch nicht gut angebunden sind und sich einsam fühlen.

Außerdem macht die Beschäftigung mit den im Buch skizzierten Themen und Milieus nachdenklich über die große Herausforderung der mangelnden Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die auch in der aktuellen Müttergeneration viele moderne und gut ausgebildete Frauen so deutlich spüren und für die unsere Gesellschaft bis jetzt nur unzureichende Antworten und Lösungen bietet, was mit ein Faktor dafür sein könnte, dass rechte Parteien in den letzten Jahren so viel an Zulauf gewonnen haben und das Modell der traditionellen Hausfrau für manche junge Frauen wieder attraktiv geworden ist.

Es ist ein kluges und gut geschriebenes Buch, das ich einer breiten Leserschaft empfehlen kann. Schade habe ich nur das Ende gefunden, das für mich zu abrupt kam und einige Handlungsstränge offen gelassen hat, etwas, was ich nicht so schätze.

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Heimat

Rezensionen von Vobabooks:

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Heart of Night and Fire von Nisha J. Tuli

Tolle indische/südasiatische Romantasy!

In „Heart of Night and Fire“ von Nisha Tuli geht es um die 20jährige Zarya. Nach dem Tod ihrer Eltern wächst sie abgeschieden und isoliert bei Row auf, und träumt von der weiten Welt, Freiheit und Liebe. Row sagt, dass niemand ihre Magie sehen darf - doch warum eigentlich? Eines Tages gelingt ihr die Flucht und sie begegnet Kommandant Vikram, der gegen Dämonen kämpft - und muss ihm in die Stadt folgen.

Zarya kämpft mit den Verteidigern, als die Stadt von bedrohlichen Kreaturen heimgesucht wird. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Fremde in ihren Visionen…
Eine schöne, unterhaltsame und spannende Romantasygeschichte. Besonders mochte ich, dass sie inspiriert ist von indischen und südasiatischen Überlieferungen, sehr interessant und erfrischend zu lesen. Insgesamt sowieso gut und schnell zu lesen, und sehr atmosphärisch und bildhaft beschrieben. Zarya als Hauptfigur fand ich in ihrer Entwicklung und ihren Gefühlen auch gut greifbar. Ein schöner Auftakt der Geschichte mit tollem Slow Burn Trope, ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzungen der Reihe!

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Heart of Night and Fire

Rezensionen von REM444:

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Müde und geborgen von Herbert Renz-Polster; Bernd Penners

Schlaf gut mein Schatz

Das Buch ist ein gelungenes Gesamtwerk. Das Cover gefällt mir bereits sehr gut und verkörpert sehr gut, worum es in dem Buch geht.
Die Zeichnungen sind zuckersüß. Sie sind sehr kindgerecht, wirken überaus harmonisch, sanft und zart gezeichnet so dass man gerne in ihnen versinkt.
Besonders gut gefällt mir die Kombination aus den dunklen Zeichnungen und der hellen Schrift.

Zauberhaft!
Der Schreibstil in Reimform ist ebenfalls sehr gelungen. Die Worte wirken genau wie die Zeichnungen sehr präzise ausgewählt und sind leicht verständlich, auch für die durchaus noch recht junge Zielgruppe. Alles wirkt sehr harmonisch und stimmig. Die Extra-Notizen des Kinderarztes sind für den ein oder anderen sicherlich hilfreich. Sie sind dank einer anders gewählten Schriftart direkt erkennbar und zudem gut zwischen die Reime eingebettet, sodass sie beim durchblättern nicht stören und man sie gut ausblenden kann, wenn man sie gerade nicht lesen möchte.

Alles in allem eine klare Empfehlung!

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Müde und geborgen

Rezensionen von Katyleh:

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Deep Cuts von Holly Brickley

Melodien der Liebe

Ich bin total begeistert von diesem Buch! Die Geschichte von Percy und Joe ist elektrisierend und tief berührend. Die Musik spielt eine Hauptrolle und die Kapitelüberschriften, die nach Songs benannt sind, passen perfekt zur Handlung. Die Beziehung zwischen den beiden ist komplex und realistisch, mit all ihren Höhen und Tiefen.

Ich habe mich in die Geschichte und die Charaktere verliebt. Die Themen Freundschaft, Liebe und Selbstentdeckung sind perfekt miteinander verwoben.

Die Autorin hat es geschafft, eine Atmosphäre zu schaffen, die mich sofort in die Welt der 2000er Jahre in Berkeley versetzt hat. Die Musik ist ein wichtiger Teil der Geschichte und ich habe mich dabei ertappt, wie ich die Songs, die erwähnt werden, gegoogelt habe, um sie besser zu verstehen. Die Charaktere sind authentisch und realistisch, mit all ihren Stärken und Schwächen.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gerne über Musik und Liebe liest! Es ist eine Geschichte, die dich berührt und dir zeigt, dass Liebe und Musik alles überwinden können. Die Schreibweise der Autorin ist fesselnd und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen.

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Deep Cuts

Rezensionen von REM444:

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Der OktoBus auf großer Fahrt von Sven Gerhardt; Nina Dulleck

Wer will mit?

Der OktoBus auf großer Fahrt gefällt mir richtig gut. Das Buch ist sehr liebevoll und farbenfroh illustriert, die Zeichnungen wirken weich und harmonisch.
Der OktoBus entführt Kinder ab ca. 4 Jahren auf eine kunterbunte Reimreise. In einer Strandgarage startet Otto, ein Busfahrer-Oktopus mit acht Armen, seinen OktoBus – Ziel? Das geheimnisvolle „große Etwas“.

Auf ihrer Fahrt sammeln sie allerlei tierische Freunde ein: von Giraffe Gerlinde und Faultier Fanni bis zum Dackel Rudi. Gemeinsam überwinden sie Tunnel, erklimmen Berge und erleben überraschende Abenteuer. Denn am Ende merken sie: Nicht das Ziel zählt, sondern das gemeinsame Unterwegssein. Die Story ist sehr gelungen! Die humorvollen Verse animieren zum Mitsprechen, die detailreichen Illustrationen laden zum Entdecken ein. Ein charmantes Bilderbuch voller Freundschaft, Fantasie und der schönen Botschaft: Der Weg ist das Ziel!

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Der OktoBus auf großer Fahrt

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Onigiri von Yuko Kuhn

Wenn bei aller Dunkelheit ein Zauber bleibt

… dann weiß ich, ich habe ein besonderes Buch gelesen. Von Herausforderungen und schwierigen Lebensthemen sind die Halbjapanerin Aki und ihre Familie nicht verschont geblieben.

Ihre Mutter Keiko ist als junge Frau mutig und voller Hoffnung alleine ins unbekannte Deutschland ausgewandert, hat die Sprache gelernt, in engen Unterkünften gewohnt, sich mit Aushilfsjobs durchgeschlagen und dann einen Deutschen aus alteingesessener, sehr wohlhabender Familie geheiratet und mit ihm zwei Kinder bekommen.

Doch ihren Mann, Akis Vater, jagen seine ganz eigenen Dämonen: aufgewachsen in einem eher kühlen Elternhaus mit oft abwesendem Vater und einer distanzierten Mutter mit Promotion in Biologie, scheitert er selbst an den internalisierten Ansprüchen seiner Herkunftsfamilie, schafft seine eigene Promotion nicht, fühlt sich am Leben gescheitert und unternimmt einen Suizidversuch, während er seine Babytochter im Kinderwagen in einem Kaufhaus stehen lässt. Zeitlebens wird er unter psychischen Problemen leiden. So kommt es auch zur Trennung der Eltern und die Kinder werden den Vater nur noch gelegentlich sehen.

Aki wächst in diesem Milieu auf, zwischen zwei Kulturen, mit einer ursprünglich so starken Mutter, die nun immer erschöpft zu sein scheint und Ruhe braucht. Zwischen den Eltern und den durchaus die Enkelin sehr liebenden Großeltern väterlicherseits, deren ambivalentes Verhältnis zur japanischen Schwiegertochter, Akis Mutter, sich aber auch auf sie auswirkt. Dann gibt es noch die sehr sympathischen und warmherzigen Verwandten in Japan und deren gelegentliche Besuche.

Vor diesem Hintergrund unternimmt die erwachsene Aki eine letzte Japanreise mit ihrer Mutter, die leider schon relativ jung an Demenz erkrankt ist, zu deren Wurzeln und zu den dort lebenden Verwandten.

Diese Reise ist ein Teil des Buches, aber bei weitem nicht der einzige: die meisten Kapitel sind in zwei Teile geteilt: zuerst gibt es einen biografischen Rückblick auf bedeutende Kapitel aus Akis und Keikos Leben und dann aktuelle Szenen aus der Japan-Reise.

Das Buch ist insgesamt in einem mosaikhaften Stil geschrieben: viele kleine, scheinbar unverbundene Szenen, aus denen sich nach und nach das komplexe Bild der Familie zusammensetzt. Zentrale Themen des Buches sind die Demenzerkrankung der Mutter und der Umgang der Angehörigen damit, aber auch interkulturelle Identitäten zwischen Japan und Deutschland.

Für mich war es ein sehr leicht zu lesendes und angenehmes Buch, das trotz der Schwere der beschriebenen Themen immer wieder auch seine eigene Leichtigkeit mit sich brachte: in liebevollen Begegnungen, in der Beziehung zueinander und zum Essen, in der Art, wie sich aus den vielen kleinen Teilen dann doch ein für mich sehr kohärentes Ganzes einer Familie, die trotz allem auch über sehr viel Resilienz verfügt, zusammengesetzt hat. Zurück bleibt bei mir ein warmes Gefühl im Bauch und die Hoffnung, dass sich bei aller Schwere und allen Herausforderungen immer auch Schönes, Gutes und Verbindendes finden lässt.

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Onigiri