Kunden em pfehlungen
Rezensionen von readpassion9:
Love, Mom von Iliana Xander
packender Thriller
Als Mackenzie Caspers Mutter bei einem Unfall zu Tode kommt, trauern viele ihrer treuen Fans um die bekannte Autorin von besonders perfiden Thrillern. Die Literaturwelt scheint in Schockstarre. Das Begräbnis wird zum Medienereignis, der Verlag nutzt den Tod von E. V. Renge für Publicity und noch mehr Umsatz.
Mackenzie fühlt weniger Trauer, da sie ihrer immer beschäftigten Mutter nicht nahe stand, nur eine Leere.
Als sie in ihrem Auto einen mysteriösen Brief von "Fan Nr. 1" findet ist Mackenzie schockiert. Im Umschlag befinden sich handgeschriebene Seiten, anscheinend aus dem Tagebuch ihrer Mutter. Und diese Botschaft ist direkt an ihre Tochter Mackenzie gerichtet. Zusammen mit ihrem platonischen besten Freund recherchiert sie in der Vergangenheit ihrer Mutter und deckt ein unglaubliches Geheimnis auf.
Wow, meine Erwartungen waren nicht so groß, aber die Geschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Der flapsige Schreibstil passt perfekt zur Figur Mackenzies, die im Gothic-Look unterwegs ist. Aus der Ich-Perspektive ist man an ihren Gefühlen ziemlich nah dran, begleitet sie und ihren Freund bei der Recherche. Ich fand die Wendungen krass, Wendungen mit denen ich nicht gerechnet hätte. Selbst bis zum Schluss gibt es noch Überraschungen.
Fazit: Fesselnder Thriller um ein großes Geheimnis. 4,5 Sterne, aufgerundet auf 5.
Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:
Organisch,2 Audio-CD, 2 MP3 von Giulia Enders
Uneingeschränkt empfehlenswert
"Ich habe einen Körper, aber ich bin nicht mein Körper" - das war eine der erste Lektionen, die ich in der Ausbildung zur Yogalehrerin gehört habe. Und dann waren da noch viele, für mich als Naturwissenschaftlerin sehr esoterische, Inhalte. Wobei mir ja die Kombination aus Spiritualität und Naturwissenschaft sehr gut gefällt.
Daher trifft dieses Buch nicht nur einen Nerv, sondern auch zu 100% meinen Geschmack.
Unseren größten Besitz einmal näher zu betrachten und die Organe ganzheitlich zu betrachten, sich mit deren Entstehungsgeschichte zu beschäftigten, hat mir, ganz besonders bei Lunge und Gehirn, sehr gut gefallen. Und es wird auch der Bogen zur Spiritualität gespannt, wenn es um die Lunge selbst, das Nervensystem aber auch um den Blutdruck geht. Atemübungen werden vorgeschlagen, Meditation thematisiert und neue Studienergebnisse gut aufbereitet präsentiert.
Die Idee, dass die Autorin ihr Buch selbst liest, hat mich anfänglich wenig begeistert. Denn häufig sind professionelle Sprecher:innen leichter über viele Stunden auszuhalten als der Autor oder die Autorin. In diesem Fall jedoch macht die Autorin einen guten Job - und ich hatte das Gefühl, irgenwo zwischen einer Yogafortbildung, einem Fachvortrag und dem Gespräch mit einer Freundin von mir zu sitzen. Das Zuhören war auch mit 1,5-facher Geschwindigkeit noch sehr angenehm möglich.
Besonders gelungen finde ich auch die Suchtthematik, die in diesem Buch aus Sicht der Organe beleuchtet wird und konkrete Hilfestellungen, wie man das Gehirn bei einer Umprogrammierung bestmöglich unterstützten kann. Gerade in Deutschland, wo "betreutes Trinken" ab 14 Jahren gesetzlich erlaubt ist und einer Jugendkultur, in der zwar weniger Menschen trinken und rauchen, aber dafür häufig vampen oder zu sehr gefährlichen neuen Drogen greifen ist es toll, dass auch diese Thematik Einzug gefunden hat.
Ich kann das Hörbuch also allen, die einen Körper haben, uneingeschränkt empfehlen. Auch Kinder können sich beim Zuhören viel mitnehmen und durch die autobiographischen Anteile eine Verbindung aufbauen.
Rezensionen von Skanus:
The Academy von Elin Hilderbrand; Shelby Cunningham
Ein Sprung ins Leben
Eine Geschichte voller Dramatik, menschlicher Schicksale und ersten Versuchen, einen Platz in der Gesellschaft zu finden. Eine Auseinandersetzung junger Menschen miteinander und den charakterlichen Eigenheiten eines jeden.
Hochgefühle, Tiefschläge, Enttäuschungen - alles mit dabei. Besonders hat mir gefallen, wie sensibel die Autorin Zwänge beschreibt, in die Menschen geraten, wenn ihre Existenz von der finanziellen Zuwendung dritter abhängt.
Dieses Phänomen fällt besonders in den USA auf, wo so Vieles über Spenden in Millionenhöhe läuft und die Empfänger dadurch auf Spur genbracht werden oder dort gehalten werden. Sie sind in ihrer freien Meinungsäußerung eingeschränkt, aus Angst, die Spenden zu verlieren. Recht wird gedehnt, Dinge kommen nicht zur Sprache, Entgleisungen werden nicht geahndet - Geld regiert die Welt.
Genauso wie Social Media einen immensen Einfluss auf das Handeln der Menschen hat. Auch hier werden sie in ihrer freien Entfaltung eingeschränkt, weil versierte Menschen sich in fremde Profile einhacken können und an sensible Daten gelangen, die sie gnadenlos gegen den User ausspielen und ihn der Lächerlichkeit anheimfallen lassen. Geheimnisse werden preisgegeben, Menschen an den Pranger gestellt und mit ihren intimsten Gefühlen an die Öffentlichkeit gezerrt.
Der Autorin und ihrer Tochter ist es hervorragend gelungen, die Bedrohungen unserer Zeit (besonders in den USA was Spenden angeht) offenzulegen und die Konsequenzen für die Menschen aufzuzeigen. Aber auch einen Ansatz zu liefern, wie man mit diesen Bedrohungen umgehen kann, um sich zu schützen. Die jungen Leute machen Erfahrungen und lernen fürs Leben. Und sie lernen, anderen zu vergeben und nicht Vorurteilen aufzusitzen, sondern das Verhalten des anderen zu analysieren und zu verstehen. Sie sind in der Lage, ihre Fehler einzugestehen und sich bei anderen zu entschuldigen.
Eine gelungene Lektüre, auch wenn ich mir ein geschlossenes Ende gewünscht hätte.
Rezensionen von Liselottchen:
Das mutige Mädchen von Lotte Römer
Eine junge Frau setzt sich durch
Elsa ist begeisterte Schneiderin und fabriziert auch eigene Kleider. Als ihr der alte Schneider Leopold anbietet, sein Geschäft in Innsbruck zu übernehmen, ist sie Feuer und Flamme. Doch für eine alleinstehende Frau ist dies nicht einfach, vor allem, da der Stiefvater bereits einen Bräutigam für sie ausgesucht hat und die Mutter zu schwach scheint, sich gegen ihren Mann durchzusetzen.
Hilfe bekommt Elsa vom Tuchhändler Clemens, mit dessen Schwester sie befreundet ist und der auch privat Gefühle für sie hegt. Doch Elsas Herz ist schon lange vergeben ...
Auf diesen zweiten Band der »Töchter aus Innsbruck«-Reihe habe ich sehnsüchtig gewartet und Lotte Römer hat wieder einmal alle meine Erwartungen erfüllt. Mit Elsa hat sie eine selbstbewusste junge Frau geschaffen, die für ihre Wünsche und ihr Talent einsteht. Am meisten beeindruckt hat mich die Wandlung der Mutter, die sich Schritt für Schritt in ein neues Leben, unabhängig von ihrem dominanten Ehemann erkämpft. Es gibt auch ein Wiedersehen mit der älteren Schwester Fannerl, es hat mich sehr gefreut, zu erfahren, wie es ihr weiter ergangen ist. Doch man kann diesen zweiten Band auch ohne Vorkenntnisse der ersten lesen.
Der Schreibstil ist wieder gut zu lesen, auch die Nebenfiguren bilden einen perfekten Rahmen für die Story – ein Buch, das ich von Herzen weiterempfehlen kann.
Rezensionen von Liselottchen:
Wenn die Sonne untergeht von Florian Illies
Ein Sommer der Familie Mann im französischen Exil
Eine Äußerung aus dem Zusammenhang gerissen und der berühmte Dichter und Nobelpreisträger Thomas Mann ist im Nazi-Deutschland nicht mehr willkommen. Weder Reichtum noch Ansehen retten ihn vor der Ächtung. Widerwillig verlässt er Deutschland, lebt zuerst in der Schweiz und danach verbringt er einen Sommer in Sanary, einem kleinen Küstenort Frankreichs.
Mit dabei ist seine Familie, seine Frau und meist auch seine sechs Kinder. Auch anderer Dichter und Künstler teilen sein Schicksal und es kommt zu einer Art Gemeinschaft in dem kleinen Ort.
Der Autor hat hier die Erlebnisse eines Sommers aus den Tagebucheinträgen verschiedener Personen zusammengefasst. Sowohl schrieb Thomas Mann selbst, als auch sein Bruder und seine Kinder, aber auch andere Personen, die eine Zeit lang Weggefährten des Dichters waren. Der Erzählstil ist distanziert, eher kühl gehalten und manchmal ein wenig ironisch. Es gibt keine durchgehende Handlung, es sind vielmehr aneinandergereihte Szenen und Erlebnisse, sowohl von den Mitgliedern der Familie Mann, aber auch von anderen Persönlichkeiten. So werden Aldous Huxley, Lion Feuchtwanger, Eva Herrmann, Arnold Zweig, Paul Valery und andere genannt, teilweise erhält man ebenfalls einen (kurzen) Einblick in deren Leben. Für mich war es teilweise mühsam, das Buch zu lesen, der Autor springt in der Perspektive, vieles wird nur angerissen. Als Beispiel möchte ich hier einen Hund erwähnen, der aus einem Flugzeug geworfen direkt neben Aldous Huxleys Geliebter landet. Eine Aufklärung, wer das getan haben könnte und ob damit ein bestimmtes Ziel verfolgt wurde, bleibt aus.
Bei einigen Szenen fragte ich mich, warum sie erwähnenswert waren, beispielsweise wenn Golo Mann ausnahmsweise nicht mit der Familie früh zu Bett geht, sondern lieber den Sonnenuntergang betrachtet. Denn es kam nichts Aufregendes, außer, dass »gegen 21 Uhr taucht der Sonnenball am fernen Horizont feurig in das Wasser ein ...«
Die Beziehungen untereinander werden ausgebreitet, alle Männer hatten Geliebte, weibliche und/oder männliche.
Das Bild, das hier von Thomas Mann gezeichnet wird, ist kein sympathisches. Er bedauert sein Schicksal, ist lange Zeit unschlüssig, welche Stellung er zum Deutschland der Nazi-Zeit einnehmen soll, und behandelt seine Kinder nicht gleich – hat Lieblingskinder und »Schwarze Schafe«. Von der Familie wurde er »Zauberer« genannt, das zeigt, dass er vermutlich manchmal weltfremd war. Bewundernswert fand ich seine Frau Katia, die felsenfest hinter ihm stand.
Es ist keine Lektüre, die man mal so zwischendurch lesen kann, empfehlen kann ich es auf jeden Fall Thomas Mann-Fans.
Rezensionen von Shilo:
Das unheimliche Herrenhaus von Lynn Messina
Ein leiser Nervenkitzel mit großer Wirkung
Ich habe das Buch mit wachsendem Interesse und leiser Neugier gelesen, denn schon früh spürte ich, dass hinter der glänzenden Fassade etwas Dunkles lauert. Die Geschichte beginnt damit, dass Beatrice Hyde-Clare glaubt, ihr Leben als Duchess of Kesgrave habe sich endlich gefügt – Hochzeit, Titel, Residenz.
Doch statt Ruhe und Sicherheit findet sie Labyrinthe, geheime Räume, seltsame Blicke der Bediensteten und vor allem den Butler Mr. Marlow, dessen Abneigung kaum zu übersehen ist.
Der Fall im Nachbarhaus – der schreckliche Tod des französischen Kochs – zieht sie heraus aus dem Alltag, hinein in Ermittlungen und Fragen, die sich sonst niemand stellt. Beatrice ringt mit Unsicherheit, mit dem Gefühl, nicht dazuzugehören, mit der Angst, man könnte sie belächeln – und gleichzeitig mit dem Drang, Licht ins Dunkel zu bringen.
Was ich besonders mochte, war, wie das Buch Spannung aufbaut, ohne Blut oder Schockeffekte. Stattdessen sind es die leisen Geräusche, Schatten, ein Blick, ein Vorfall im Dunkeln, die mich öfter zusammenzucken ließen. Auch Beatrices innere Stimme zu verfolgen war spannend – wie sie sich selbst hinterfragt, wie sie zwischen Pflicht und Furcht schwankt.
Die Charaktere sind fein gezeichnet: Beatrice, verletzlich und zugleich mutig; Mr. Marlow, unangenehm präsent; der Duke, bemüht, aber gefangen in seinen eigenen Geschäften; und das Herrenhaus selbst – fast wie ein eigener Charakter, mit langen Gängen, dunklen Ecken und Türen, die man nicht sofort öffnen will.
Einige Wendungen haben mich überrascht, andere Hinweise waren geschickt versteckt, sodass ich oft kurz innehielt, um zurückzublicken, ob ich etwas übersehen hatte. Diese Momente, in denen ich hoffte, dass etwas nur Einbildung sei, mochte ich besonders.
Insgesamt hat mich das Buch innerlich oft mitgenommen. Ich spürte Spannung, manchmal Unbehagen, aber auch Sympathie für Beatrice – und eine leise Bewunderung dafür, wie sie sich nicht davon abhalten lässt, nach Wahrheit zu suchen. Der Stil liest sich angenehm flüssig, das Setting ist stilvoll und detailreich, ohne überladen zu wirken.
Mein Fazit: Dieses Buch hat mich mit seiner dichten Atmosphäre gepackt und bis zur letzten Seite nicht losgelassen. Es ist kein lauter Krimi, sondern einer, der leise unter die Haut geht – mit Schatten, Zweifeln und einer Heldin, die man einfach mögen muss. Für mich ein Fünf-Sterne-Erlebnis, das nachklingt.
Rezensionen von Annaja:
Alles tanzt - Eine Maus wirbelt durch Stepp und Ballett von Kristina Scharmacher-Schreiber
Die Welt des Tanzens entdecken
Ein liebliches Cover für ein wundervolles Kinderbuch.
Die schönen Illustrationen untermalen und erklären bildlich hervorragend, was Tanz eigentlich ist. Es wird hier ein umfassender Einblick in die Welt der Tanzkünste,-Orte, der Stars und Wettbewerbe und vieles mehr gegeben. Spielerisch erfahren Kinder so viel Wissenswertes übers Tanzen.
Mäuse sind hier im Buch die Protagonisten, die uns mit einer lustigen Geschichte voller Energie rund um einen Tanzwettbewerb das besondere Lebensgefühl beim Tanz vermitteln und zum Erleben und Mitmachen animieren.
Das ganz besonders charmante Buch für Tanzbegeisterte bietet nicht nur für die Kleinen, sondern auch die Erwachsenen wertvolle Informationen. Tanzen hat die Menschen seit je her berührt und angefeuert und seine Faszination bis heute nicht verloren.
Eine klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Claudia H.:
Eine Dosis Liebe von Chris Zett
Wunderschöne romantische Lovestory
Worum es geht:
Maia ist überglücklich. Endlich hat die Fernbeziehung zu ihrem Freund ein Ende, denn auch sie hat einen Job als Radiologin in derselben Klinik bekommen, wie er. Doch bereits an ihrem ersten Tag erfährt sie, dass sie nicht die einzige Frau ist, mit dem sich der Herr Doktor das Bett teilt.
Enttäuscht von der Welt und der Liebe, zieht sie zu ihrer Tante aufs Land. Eine Übergangslösung, bis Maia weiß, was und wohin sie wirklich will. Als sie auf die gutaussehende Handwerkerin Rowan trifft, tritt der Schmerz des Betrugs durch ihren Ex immer mehr in den Hintergrund.
Mein Fazit:
Zunächst habe ich mich riesig darüber gefreut, endlich einen neuen Roman von Chris Zett lesen zu dürfen. Ich liebe ihre Wohlfühlgeschichten und dies ist ihr hier auch wieder richtig gut gelungen. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und die Story ist spannend genug, um sie in einem Rutsch durchzulesen, frau schwimmt hier einfach so mit. Maia und auch Rowan waren mir gleich sehr sympathisch und ich mochte es sehr, wie liebevoll die Beiden von Anfang an miteinander umgegangen sind. Ich finde, genau das macht dieses Buch auch zu etwas Besonderes. Bitte mehr davon.
Von mir gibt es für diese wunderschöne Wohlfühlstory eine klare Leseempfehlung und ich vergebe gerne 5 Sterne.
Rezensionen von Lesemama:
Löwe sucht einen Freund - oder: Ich hab dich zum Fressen gern von Lucy Astner
Sei du selbst oder wie man einen Freund findet
Zum Buch:
Der Löwe ist neu in der Stadt und als er fertig eingerichtet ist, fehlt ihm irgendwas. Aber was?
Nach einem Telefonat mit seiner Mama weiß er, eine Freundin oder ein Freund wäre fein, aber das ist gar nicht so einfach, wenn man ein Löwe ist.
Meine Meinung:
Das Zebra mit "Ich hab die zum Fressen gern" zu überfallen, war nicht die beste Idee vom Löwen.
Oder das Eichhörnchen anpusten. Egal was Löwe macht, er wird missverstanden und findet einfach keine Freundin und keinen Freund. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, man muss sich nur treu bleiben, nicht verstellen und den neuen, potentiellen Freunden zeigen dass man es wert ist. Oder so ähnlich (;
Löwe gibt sich jedenfalls große Mühe. Eine echt süße Story, total schön und bunt und vielfältig illustriert. Alleine schon auf der ersten Doppelseite, in Löwen neuer Wohnung, und natürlich auf jeder anderen auch, gibt es so viel zu entdecken. Das Kind findet auch bei dritten Vorlesen noch was neues.
Die Geschichte macht Spaß, Freunde finden kann leicht sein und es ist völlig egal, wie man aussieht oder in diesem Fall, was für ein Tier man ist.
Ein empfehlenswertes Bilderbuch.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Der Uhrenhändler von Birgit Hermann
Vom Schwarzwald nach Konstantinopel
"Der Uhrenhändler" von Birgit Hermann ist ein packender historischer Roman, der uns auf eine faszinierende Reise vom Schwarzwald nach London, Wien, Prag und das Osmanische Reich des 18. Jahrhunderts mitnimmt.
Matthias Faller gilt als schwarzes Schaf seiner Familie, die als Uhrmacher ihr Einkommen erzielt, weil er eigene Ideen hat und sich so gar nicht der strengen Hand seines Vaters unterordnen will.
Für ihn zählen nur Erfolg, Macht und Geld - doch bis er alles erreicht, dauert es eine Weile, Abstürze in tiefste Armut und Kerker inklusive.
Wir folgen allerdings nicht nur Matthias auf seinem Lebensweg sondern auch Resle, Matthias‘ Jugendliebe, die mit einer zerlegten Spieluhr den eigentlichen Grundstock für Matthias‘ Reichtum legen wird, sowie ihrem Bruder Pirmin, der als Strafgefangener in der Österreichischen Armee gegen die Osmanischen Truppen kämpfen muss, weil er als Dieb verurteilt worden ist. Natürlich darf der eine oder andere Widersacher auch nicht fehlen.
Meine Meinung:
Wie schon in „Die Apfelrose“ dem anderen historischen Roman, der ebenfalls die Schwarzwälder Uhrenmanufakturen als Thema hat, verbindet auch dieser geschickt historische Fakten mit fiktiven Elementen und bietet so ein lebendiges Bild jener Zeit. Matthias Faller ist eine historisch verbürgte Person, dessen Geschichte sich so ähnlich zugetragen haben kann. Geboren um 1745, hat er fünf Brüder mit denen er um 1770 eine Handelsgesellschaft gründet, aus der wenig später ausgeschlossen wird. 1794 wird er Opfer eines Raubüberfalls in der Türkei, worüber sogar die Zeitungen berichten.
Die Autorin bietet einen Einblick in die Lebensbedingungen der Frauen und ihrer kinderreichen Familien. Besonders schwierig ist es nach dem Tod des Ehemanns die Familie durchzubringen, ohne erneut zu heiraten, also eine Versorgungsehe einzugehen.
Wie schon in den anderen historischen Romanen wie „Die Suche nach der eigenen Farbe“ oder „Die Glasbläserin“ dürfen starke Frauen nicht fehlen. Hier sind es das Resle und Mutter Faller, die als Witwe in Abwesenheit der Söhne das Unternehmen inoffiziell leitet.
Brigitte Hermann hat penibel recherchiert und einen gelungenen historischen Roman geschaffen. Die Sprache ist dem Zeitalter gut angepasst. Hin und wieder sind einzelne Ausschmückungen für meinen Geschmack ein wenig zu ausführlich geraten. Aber, das ist Meckern auf höchstem Niveau.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem historischen Roman, der uns in die Welt der Uhrenmanufakturen des Schwarzwaldes im 18. Jahrhundert entführt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.











