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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von morlin:

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No Way Home von T.C. Boyle

Toller Schreibstil, mir hat aber das besondere Etwas gefehlt

Bethany hat sich gerade von ihrem Freund Jesse getrennt. Die zweijährige Beziehung war alles andere als einfach gewesen, da wurde sich nichts geschenkt. Nun steht Bethany buchstäblich auf der Straße und hat keine Bleibe. Da kommt Terry gerade recht, der auf Kurzbesuch in der Stadt ist, um die Hinterlassenschaft seiner Mutter zu klären.

Bethany wittert ihre Chance und quartiert sich im Haus von Terrys Mutter ein. Und damit beginnt das Drama zwischen Bethany, Jesse und Terry.
Mir hat stilistisch gut gefallen, dass hier alles drei Protagonisten zu Wort kommen. Alle paar Kapitel wechselt die Erzählstimme. Trotzdem konnte ich die Geschichte nur bedingt packen.
T.C. Boyle kann definitiv Schreiben, sprachlich war es wieder toll. Mir hat aber dieses Mal das besondere Etwas gefehlt. Die ungewöhnliche Idee oder skurrile Charaktere. Leider war es einfach nur eine toxische Dreieckgeschichte. Wie gesagt, wieder sehr gut erzählt. Aber für mich war es kein T.C. Boyle wie ich ihn bisher kennen gelernt habe. Daher gibt es von mir dieses Mal nur vier Sterne.

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No Way Home

Rezensionen von Lerchie:

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Jane Austen – Stolz und Leidenschaft von Maxine Wildner

Ein interessantes Buch

Jane Austen wächst in einem Pfarrhaus in Steventon, einem wunderschönen Ort in Hampshire mit sieben Geschwistern auf. Die Bibliothek ihres Vaters darf sie immer benutzen und erhält eine ungewöhnlich umfassende Bildung. Schon früh entwickelt sie sich zu einer bemerkenswerten jungen Frau, die für sich das Recht beansprucht, ihren Partner frei wählen zu dürfen.

Männer gibt es drei in ihrem kurzen Leben. Da ist ihre große Liebe Tom Lefroy, den sie aber nicht heiraten darf. Dann der reiche Mister Witherton, zu dem sie keine Zuneigung empfindet. Und dann noch der intrigante Philipp Trevelyan, der sie begehrt, aber verrät.


Meine Meinung
Das buch ließ sich leicht und flüssig lesen da es keine Unklarheiten im Text gab, die meinen Lesefluss gestört hätten. In die Geschichte bin ich gut hineingekommen und konnte mich auch in die Protagonisten gut hineinversetzen. Lange Zeit interessierte ich mich nicht für Biographien bzw. Romanbiographien, so wie dies hier eine ist. Dann bin ich vor einiger Zeit den Geschmack gekommen. Jane Austen ist eine junge erwachsene Frau als ich sie kennenlerne. Sie schreibt Romane nur zum Vergnügen. Ihre große Liebe Tom kann sie nicht heiraten, da er im Grunde arm ist und von der Gnade seines Onkels abhängig. Und der macht ihm natürlich Vorschriften. Mr. Witherton ist zwar nett, aber sie empfindet nichts für ihn, wie es ja bereits im Klappentext steht., Und dann ist da noch Philipp Trevelyan, der den Korb, den sie ihm gegeben hat, nicht akzeptieren will. Er will Jane durch eine Intrige zur Heirat zwingen. Wird ihm das gelingen? Der Mensch war mir sofort unsympathisch, wogegen mir Mr. Witherton ein bisschen leid tat. Aber auch der Mann ihrer Träume, Tom Lefroy, war mir unsympathisch geworden, da er in meinen Augen ein jämmerlicher Feigling war. Die näheren Umstände erfährt der geneigte Leser beim Lesen dieses Buches. Es ist schön geschrieben, war spannend, hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten . Von mir eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

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Jane Austen – Stolz und Leidenschaft

Rezensionen von Anndlich:

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Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten von Davide Morosinotto

Der rätselhafte Findling

1829, Nürnberg: Greta Grimaldi und ihr Vater erreichen Nürnberg. Zusammen wollen sie den mysteriösen Fall um Kaspar Hausers Drohbriefe lösen.

Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten von Davide Morosinotto beschäftigt sich mit dem realen Fall des Kaspar Hausers’ und verbindet wahre Begebenheiten mit fiktiven Rätseln und Lösungen.

Die Idee einen wahren, mysteriösen Fall in eine fiktive Geschichte umzugestalten hat mir sehr imponiert, vor allem weil mir Kaspar Hauser bis dato nicht geläufig war und ich mir im Nachgang noch einiges, interessantes anlesen konnte. Die Einbindung der wahren Begebenheiten finde ich sehr gut gelungen und die Abweichungen sind natürlich dem Kriminalfall geschuldet, unter dessen Deckmantel die Geschichte entsteht. Dieser Fall findet im Buch seinen Abschluss, das Rätsel um Kaspar Hausers Herkunft wird aber auch hier nicht gelöst, was ich sehr passend finde.

Der Schreibstil passt zu einem Detektivroman und ist eher etwas unterkühlt, weswegen auch die Charaktere unnahbar bleiben. Ich hätte mir gerne ein paar Szenen mehr mit Kaspar Hauser gewünscht, um seinen Charakter etwas besser auszuarbeiten, so wurde viel von ihm gesprochen, aber selbst wenig von/mit ihm erlebt.
Greta Grimaldi wirkte auf mich nicht ganz stimmig, während sie in der Vergangenheit als cleveres Mädchen beschrieben wurde, fällt sie hier doch eher durch undurchdachte Aktionen auf und auch die Ermittlungen laufen eher beiläufig, wohingegen anderen Dingen ein größerer Fokus gegeben wird. Diese sind zwar ein Teil der Lösung, nehmen für mich dennoch etwas zu viel Platz ein.

Das Ende selbst war für mich dann leider eine kleinere Enttäuschung. Nicht weil man die Lösung relativ schnell erahnen kann, das finde ich - auch im Anbetracht der Zielgruppe - nicht weiter tragisch, allerdings wirkt der Grund absurd und sehr konstruiert.

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Greta Grimaldi und der Junge aus dem Schatten

Rezensionen von clematis:

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Dunkelnah von Roman Klementovic

Waldhotel

Simon Winter staunt nicht schlecht, als er das abgeschieden im Wald gelegene Kurhotel erblickt, in welchem er als Handwerker und Hausmeister an der baldigen Neueröffnung mitwirken soll. Denn was er sieht, gleicht eher einem verfallenden Koloss als einem prunkvollen Ort der Erholung. Zweifel ergreifen ihn, da außer den Besitzern, Eleonora und Alfred Reiter, deren Tochter Sienna und einem Rottweiler niemand sonst anwesend zu sein scheint.

Dann erfährt er noch vom Verschwinden einer jungen Frau, woraufhin alles in ihm nach Flucht schreit, dennoch entschließt er sich zu bleiben und die Polizei zu unterstützen.

Raffiniert als eine Art innerer Monolog beginnt dieses düstere Schauspiel, Roman Klementovic versteht es aufs Prächtigste, seine Leser durch geheimnisvolle Schauplätze und Stimmungen für seine Geschichten einzunehmen. Simons Sicht der Dinge überwiegt für lange Zeit, sowohl er als auch der Leser rätseln ob der vermissten Person und haben Schwierigkeiten, sich mit dem dubios wirkenden Ehepaar Reiter anzufreunden, denn Eleonora trinkt nur allzu gern ein Schnapserl – oder auch mehr – und Alfred trifft man nie ohne Gewehr und seinen scharfen Rottweiler an. Durch die geringe Zahl an Figuren meint man, schnell alle zu kennen, aber gemach, so manche Erkenntnis stellt sich alsbald als Irrtum heraus. Wer führt wen an der Nase herum, wer hütet ein furchtbares Geheimnis? Nichts ist, wie es scheint und doch kommt am Ende nochmals alles anders.

Roman Klementovic ist ein Meister der Täuschung, auf ruhige und dennoch stets packende Weise stellt er das Geschehen dar, wobei nicht nur der Leser kaum zu unterscheiden vermag, ob es sich um Realität oder Illusion handelt. Allerdings vermisse ich diesmal ein paar wirklich gruselige Momente, welche direkt unter die Haut gehen, die Rahmenhandlung mit dem schlussendlich offenbarten Motiv bewegt sich nur knapp an der Grenze der Glaubwürdigkeit entlang.

Nichtsdestotrotz punktet auch dieser Psychothriller wieder durch den gekonnten Schreibstil, der oft genug Beklemmung auslöst und durch die großartige Atmosphäre im Hotel Waldhof, welche bestens eingefangen und zu Papier gebracht worden ist. Der letzte Satz trifft meine Erwartungen wieder voll und ganz. Leseempfehlung!

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Dunkelnah

Rezensionen von Anno:

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Warum schlafen wir ? von Cathy Evans

Schäfchen, Schlaf und Träume

Warum schlafen wir? Diese Frage fasziniert Klein wie Groß und hat fast schon etwas Mystisches an sich. Hierauf fachlich richtige und trotzdem kindgerechte Antworten zu finden, fällt schwer. Doch diesem Buch gelingt genau das! Zwar begegnet man im Abschnitt, der sich mit den körperlichen Vorgängen beschäftigt durchaus auch Fachbegriffen, wie REM-Schlaf oder die Bezeichnung von Hirnregionen, dennoch bleibt die Erklärung auch für Kinder noch gut verständlich.

Die Themen des Buch greifen aber auch noch einiges andere auf. Die erklären den Unterschied von Nachtschreck und Schlafwandeln, Eigenheiten aus der Tierwelt und mögliche Schlafstörungen. Auch Mythen und die Deutung der gängigsten Träume sind im Buch zu finden. Die Texte hierbei sind kurz, informativ und interessant formuliert und äußerst zielführend. Der Schlaf wird dabei immer positiv und mögliche Probleme nicht abschreckend dargestellt. Und ein Diagramm zur Verbesserung des eigenen Schlafs hilft das Gelernte für sich selbst zu nutzen. Nur die Gestaltung des Buches mag dem ein oder anderen etwas ungewöhnlich erscheinen. Die Illustrationen erinnern an Collagen und Kinderbüchern aus den 70ern und 80ern. Sie sind bunt, auffällig und kleine Schäfchen verstecken sich darin. Das muss man mögen, aber wir tun es!

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Warum schlafen wir ?

Rezensionen von @lust_auf_literatur:

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Hundesohn von Ozan Zakariya Keskinkiliç

Queere, kafkaeske Liebesgeschichte

Okay, ich kann nicht wirklich behaupten, dass ich dem Roman komplett folgen konnte. Sagen wir, ich war vielleicht zu 50% on board, davon hauptsächlich bei den Grindr Chats und den Sex-Szenen.
Bei den vielen Zeit- und Ländersprüngen habe ich dann doch eher in den Overflow-Modus geschaltet.

„Hundesohn“ wird als Liebesroman der Gegenwart beworben und in der Tat erzählt der Debütroman des Politikwissenschaftlers und bereits ausgezeichneten Schriftstellers Keskinkılıç einen Countdown der Sehnsucht.

Zeko liebt Hassan und zählt die Tage bis zu ihrem Wiedersehen.
Der junge Mann lebt in Berlin und hat sich in seinem Heimatort Adana in den Nachbarsjungen Hassan verliebt. In Hassan, der immer nach Orangen und Salz riecht und der von Zekos Großvater Hundesohn genannt wird.

Jetzt ist der Großvater tot und Zeko sucht in Berlin in jedem Mann, den er für casual sex trifft, nach Hassan. Schon bald wird er ihn wiedersehen.

Ich denke schon, dass ich das Grundgerüst grob erfassen konnte. Klar, der Ich-Erzähler ist irgendwie komplett lost auf die junge Berliner Art mit Grindr Dates und Filzläusen.

„Hör zu, sage ich. Ich führe ein Leben im Schmutz und im Dreck und im Hass und ein Leben, das nach altem Sperma riecht, das sich unter der Bettdecke ansammelt. Ein Leben in vertrockneten Kondomen, Blutstropfen, auch ein wenig Scheiße am Finger, am Schwanz, so ein Leben führe ich, und es lässt mich die Angst vergessen.“

Ich könnte jetzt natürlich ChatGPT um ein paar geschliffene Interpretationsansätze bitten, in denen dann safe die Worte „kulturelle und religiöse Identität“ und „poetisch und radikal“ vorkommen, aber das möchte ich eigentlich nicht.

Du liest hier, wie immer, meine eigene, vorsichtige Annäherung an einen Text, der sich mir nicht ganz erschlossen hat.

Keskinkılıçs Erzähler ist von innerer Leere und Sehnsucht getrieben und versucht sich mit häufigen und wechselnden Sexpartnern abzulenken und zu betäuben. Außerdem fühlt er sich zwischen den Kulturen und Ländern verloren und hin- und hergerissen, seine sexuellen Vorlieben sind eine Konstante. Mir gefällt auch der krasse Kontrast von Vulgarität und Intellektualität, die beide in dem Roman miteinander konkurrieren aber auch ergänzen.
Und wenn Yannik vom Suhrkamplesermarketing schreibt „Er vermisst unsere zerrissene Gegenwart - über alle Grenzen von Ländern, Sprache und Körper hinweg.“, ist ganz wörtlich zu nehmen. Ich finde Keskinkılıçs Roman und Schreibweise innovativ und literarisch grenzüberschreitend.


Aber bei den unzähligen Kafka Referenzen bin ich raus. Ich weiß aber, dass es hier viele Liebhaber*innen des Prager Schriftstellers gibt, die kommen mit „Hundesohn“ bestimmt mehr auf ihre Kosten.

„Ich weiß, dieses Buch ist die Axt für das gefrorene Meer in dir, sagte Pari.“

Für mich war es das offensichtlich nicht, und gemeint ist in diesem Fall auch Zeko und „Das Schloss“. Für mich war der “Hundesohn” ein interessantes Stück zeitgenössischer und moderner Literatur, das ich nicht hätte verpassen wollen.

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Hundesohn

Rezensionen von Emmmbeee:

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Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten von Anna Maschik

In wenigen Worten viel erzählt

In diesem Roman ist vieles ungewohnt: der Titel, das Cover, der locker gestreute Text und natürlich die Personen und die Vorgänge. Es ist eine eher ungewohnte Art des Erzählens, wenn auch Rückblenden in der Gegenwart geschrieben sind. Das alles hat mich von Beginn an mitgerissen, und ich habe an einem Stück von A bis Z gelesen.

Schon dass mit der Schlachtung eines Schafes begonnen wird, nimmt einem rasch gefangen. Ich habe das dampfende Blut förmlich gerochen. Der Roman kommt in Zitaten, Aufzählungen, Sprüchlein, Listen daher, in zwei Fällen bleibt es auch beim Titel und einer vielsagenden leeren Seite darunter. Oder mit gänzlich weißen Seiten.
Viele Szenen sind natürlich auch zeitversetzt. Was die Erzählerin Alma uns wissen lässt, klingt manchmal sehr unwahrscheinlich, ja märchenhaft, dann wieder bestechend real. Aber das Wahrscheinliche ist eigentlich gar nicht so wichtig, denn es geht um das Erzählen und damit das Tätigwerden der Fantasie des Lesers. Doch durchaus der Wirklichkeit entsprechend sind die politischen Veränderungen und dadurch ihr Einwirken auf die Familie.
Mir ist aufgefallen, dass auch viel Kälte aus den Zeilen strömt. Sogar das Saure der Tropfen der Zitronen ist in der Geschichte immer wieder deutlich spürbar. Sowohl als Einsprengsel der Schilderung gewisser Härten als auch als Verbindungselement zwischen den Szenen. Manche Geschehnisse hätten mich jedoch noch weiter interessiert.
Karg wie der geschilderte Alltag ist auch die klare, schlichte und schnörkellose Sprache. Die formale Gestaltung des Buches gestattete es einer schon sehbehinderten Seniorin wie mir, den Text leicht zu lesen, wegen der lockeren Kapitelführung und dem großen Druck. Die Kapitelabstände laden den Leser ein, weiße Stellen mit eigenen Fantasien zu füllen.
Ich habe erwartet, einen vier-Generationenroman mit bedeutend mehr Text vorzufinden. Doch auch mit wenigen Worten, manchmal nur Andeutungen, ist außerordentlich viel erzählt. Bravo, das muss man erst einmal können! Es braucht sicher Mut, damit einen Erstlingsroman vorzulegen und Erfolg anzustreben. Dieser wird der Autorin Anna Maschik ganz bestimmt gelingen.
Die Covergestaltung finde ich genial, das Buch fällt in Auslage und Büchertisch sofort ins Auge. Eine Lese-Empfehlung!

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Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten

Rezensionen von Lesemama:

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Tell Me Secrets (Harrington University) von Ava Rubin

Das L.A.P. und seine Folgen

Bewertet mit 4.5 Sternen

Zum Buch:

Livs Vater ist Hausmeister in der Harrington University und Liv schleicht sich gerne in Vorlesungen, für die sie nicht eingeschrieben ist. Denn die Elite Uni kann ihr Vater sich nicht leisten und ein Stipendium hat Liv nicht bekommen. Dann stolpert sie über Aufzeichnungen ihrer verstorbenen Mutter über ein Leistungsausgleichprogramm, kurz L.

A.P., und fängt an nachzuforschen. Hilfe bekommst ausgerechnet vom unbekannten König der Uni, Alex Wellington, dessen Vater ein wichtiger Geldgeber der Uni ist.

Meine Meinung:

Zuerst dachte ich ja es ist ein typischer reicher Schnösel trifft auf arme Angestelltentochter, es knistert, aber er ist zu arrogant. Das übliche halt. Aber diese Story ist so anders.
Ja, Alex ist arrogant, er hat mehr Frauengeschichten als Hemden im Schrank, er feiert Partys, er lässt es sich gutgehen. Aber er ist auch ein Mensch, der sich selbst reflektiert und feststellt, das es so nicht leben möchte. Er möchte nicht in die vorgefertigte Zukunft seines Vaters, er möchte sein eigenes Leben leben und dafür braucht er Liv, aber auch jede Menge Mut. Und dieser Aspekt macht die Geschichte einfach anders als das übliche Geplänkel.
Liv, die sich so sehr ein Stipendium wünscht, damit sie endlich offiziell an Vorleseungen teilnehmen darf, die ihren Vater unterstützt und ihre Mutter, die bei einem Unfall, der vielleicht auch gar keiner war, verloren hat, ist ein toller Mensch, den man gerne zum Freund hat. Zusammen mit ihren Kindheitsfreunden Maya und Akio sind sie ein gelungenes Trio. Allesamt sehr sympathisch und bodenständig. Auch Alex mochte ich sehr gerne, nur mit seinen Snobfreunden konnte ich nicht viel anfangen.
Jedenfalls war es eine spannende Story, die die Ungerechtigkeit des L.A.P. an den Prangee stellt und aufklärt was alles vertuscht wurde. Hat mit sehr gefallen, war unterhaltsam, spannend und auch ein bisschen romantisch.

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Tell Me Secrets (Harrington University)

Rezensionen von ReiShimura:

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Vegan backen! Das Goldene von GU von GU

Eierlos glücklich – Vegane Backkunst für alle

Vor einigen Jahren war vegane Ernährung für die meisten noch etwas ganz Außergewöhnliches und Exotisches. Zum Einkaufen musste man den meist recht teuren Bioladen aufsuchen und essen gehen im Lokal war fast ein Ding der Unmöglichkeit. In den letzten Jahren hat sich in dem Bereich zum Glück sehr viel zum Positiven verändert und die Bandbreite an so genannten Ersatzprodukten im Supermarkt ist stark gewachsen.

Ich denke dieser Trend ist darauf zurückzuführen, dass sich immer mehr Menschen bewusst mit ihrer Ernährung auseinandersetzen. Für manche ist es eine bewusste Entscheidung komplett auf tierische Produkte zu verzichten, manch einer verzichtet einfach mal hin und wieder und für einige ist es aus gesundheitlichen und medizinischen Gründen eine Notwendigkeit. Meiner Erfahrung nach, ist für die meisten die Umstellung beim Kochen eher weniger ein Problem, denn sehr viele Gerichte sind von Natur aus vegan und braucht nicht auf Ersatzprodukte zurückgreifen.
Anders schaut die Sache aber beim Backen aus. Denn in den meisten Rezepten werden Milchprodukte und Eier verlangt. Ersteres lässt sich noch recht unkompliziert durch Milchersatzprodukte ersetzen, bei Eiern wird es allerdings schon etwas schwieriger. Genau an diesem Punkt kommt dieses Buch ins Spiel.
Das Buch richtet sich an alle, die auf der Suche nach schmackhaften und tierfreien Rezepten sind. Durch eine sehr gut strukturierte und informative Einleitung in das Thema kann jeder die Rezepte leicht nachbacken, sowohl bereits erfahrene Bäckerinnen und Bäcker wie auch Neulinge. Gerade dieser Teil hat mich persönlich besonders angesprochen, da hier Grundrezepte gezeigt und erklärt werden.
Der Verlag hat sich zu meiner großen Freude dafür entschieden, die Gestaltung und den Aufbau im gewohnten Design zu machen. Daher ähnelt dieses Buch sehr stark dem schon länger erhältlichem "Backen - Das goldene von GU". Wer beide Bücher besitzt wird feststellen, dass man auch das eine oder andere Rezept jetzt in zwei verschiedenen Varianten hat, einmal konventionell und einmal vegan.
Die Rezeptauswahl finde ich sehr gelungen und es wird die gesamte Bandbreite abgedeckt. So findet man neben süßen Kleinigkeiten, Torten, Kuchen mit und ohne Obst auch noch pikante Dinge wie Pizza, Brot oder Kleingebäck. Die meisten Zutaten bekommt man in einem gut sortieren Supermarkt oder Discounter. Ein Besuch im Spezialgeschäft oder Bioladen ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Wie bereits erwähnt gibt es viele klassische Rezepte, die man auch aus anderen Backbüchern bereits kennt. Somit muss niemand der sich vegan ernährt auf seinen Lieblingskuchen verzichten. Zusätzlich gibt es aber auch viele moderne und neuartige Rezepte die Lust aufs Nachbacken machen.
Die einzelnen Rezepte sind gewohnt übersichtlich gestaltet und man findet sich schnell zurecht. Die appetitanregenden und sehr ansprechend gemachten Fotos ergänzen das Buch wundervoll.
Dieses Buch ist meiner Meinung nach für all jene geeignet die, so wie ich leidenschaftlich gerne backen oder es gerne lernen wollen.

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Vegan backen! Das Goldene von GU

Rezensionen von Julchentim:

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Die Spur der Vertrauten von Christelle Dabos

Ein Universum voller Ideen und Fragen


Dieses Buch hat mich sofort gepackt. Christelle Dabos entwirft eine Welt, die gleichermaßen vertraut und fremd wirkt. Der Gedanke, dass jeder Mensch einem Instinkt unterliegt, eröffnet spannende Möglichkeiten und Konflikte. Gerade die Konsequenzen, die daraus entstehen, haben mich oft zum Nachdenken gebracht.

Die Figuren sind vielfältig und lebendig. Claire und Goliath sind mir besonders nahegegangen. Ihre Entwicklung zieht sich durch die Geschichte und hat mich immer wieder überrascht. Auch Nebenfiguren wie Modeste tragen viel zur Intensität des Romans bei.

Der Aufbau des Buches ist anspruchsvoll, denn es gibt viele Perspektivwechsel. Doch genau das macht die Geschichte so reich. Ich musste aufmerksam lesen, wurde dafür aber mit Tiefe und Komplexität belohnt. Manche Szenen haben mich schmunzeln lassen, andere waren bedrückend. Dieses Wechselspiel hat den Lesefluss nie langweilig werden lassen.

Besonders beeindruckt hat mich die zweite Hälfte des Romans. Dort stellt sich die große Frage, was ein Kollektiv und was ein Individuum ausmacht. Dabos schafft es, diese Themen literarisch zu verweben, ohne die Spannung zu verlieren.

Für mich ist „Die Spur der Vertrauten“ ein Roman, den ich gerne noch einmal lesen möchte, um weitere Nuancen zu entdecken. Eine klare Empfehlung für alle, die Welten mögen, die sowohl Kopf als auch Herz fordern.

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Die Spur der Vertrauten