Kunden em pfehlungen
Rezensionen von DoraLupin:
Suri, die Monsterjägerin von Jo Rioux
Gelungener Auftakt der Comic- Monsterjägergeschichte
Ich bin immer wieder auf der Suche nach gutem Lesestoff für meinen Sohn. Als ich von diesem Buch hier erfahren habe, war ich gleich sehr neugierig darauf, denn der Klappentext hat mich schon einmal überzeugt und da er alles rund um Fantasy, Monster und Comics liebt, ist diese Geschichte ein echter Pluspunkt.
Inhaltlich geht es um Suri, diese ist die ultimative Monsterexpertin! Sie verdient sich ihren Lebensunterhalt damit, die faszinierendsten Geschichten über Monster und wie man sie bändigen kann, zu erzählen. Aber Suri möchte nicht für immer von den Abenteuern anderer erzählen. Ihr Ziel ist es, selbst Monsterbändigerin zu werden und selbst einmal Teil der fantastischen Geschichten zu sein. Als sie im Wald ein goldenes Knäuel entdeckt, ahnt sie nicht, dass der goldene Faden ihr dabei helfen wird, Monster zu zähmen. Und auch nicht, dass der Faden einem gefährlichen Trio von Katzengeistern gehört, die ihn unbedingt wiederhaben möchten. Aber zum Glück hat Suri einen ganz besonderen Freund auf dem Jahrmarkt gefunden. Einen sehr großen, sehr lauten und sehr ungeheuerlichen Freund! Wird Suri es schaffen, den Katzengeistern zu entkommen und selbst zur berüchtigtsten Monsterbändigerin zu werden?
Bei diesem Reihenauftakt handelt es sich um einen Comic, es finden sich auf jeder Seite viele bunte Zeichnungen die betrachten einladen und die Illustrationen sind ausserdem sehr schön anzusehen und unterstützen die Geschichte gut. Der Text lässt sich gut lesen und das Bild-Textverhältnis passt gut zu etwas geübteren Lesern so ab Klasse 2-3. Mein Sohn und ich haben ein paar Seiten gebraucht um ganz in die Geschichte reinzufinden aber als der rote Faden dann gefunden war, konnten wir das Buch nicht mehr aus der Hand legen und haben die Geschichte in einem Rutsch verschlungen. Suri ist eine sympathische Protagonistin, die für ihre Träume einsteht und sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Dabei ist sie aber auch klug und hinterfragt auch mal sich selbst. Generell bleibt dieser Comic, wenn man hineingefunden hat, bis zum Ende spannend und mitreißend zu lesen. Wir wurden davon wirklich gut unterhalten und würden uns auf weitere Bände freuen, vorallem da dieser Comic mit einem kleinen Cliffhanger endet. Wir vergeben 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung für Fans von Comics und Fantasygeschichten.
Rezensionen von verhei:
Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste von Kelly Mullen
Agatha Christie trifft Computerspiel- ein etwas anderer Cozy-Crime
Rosemary MacLaine, 77jährig auch Mimi genannt, wird von ihrer reichen und extravaganten Nachbarin Jane zu einer Party und Auktion im Stile der Zwanzigerjahre geladen. Eigentlich möchte Mimi absagen, doch die Gastgeberin lässt ihr keine Wahl. Mimis Enkelin Addie, Computerspieldesignerin, soll sie begleiten.
Im Herrenhaus treffen sie auf eine illustre Schar aus Gästen und Angestellten. Nach der Auktion überschlagen sich die Dinge- Jane wird tot aufgefunden und ein Schneesturm gigantischen Ausmaßes schließt die Gäste und das Personal im Haus ein. Mimi und Addie machen sich auf die Suche nach dem Täter, da die Polizei wohl für einige Stunden nicht auftauchen wird.
Das Ermittlerduo aus Mimi und Addie ist definitiv gelungen. Passend zu Miss Marple- eine ältere souveräne und grantelnde Mimi, die sehr scharfsinnig ist. Unterstützt von ihrer Enkelin, die nach der Trennung von ihrem Freund und dem Verlust ihres „Babys“, dem gemeinsam entwickelten Computerspiels, sehr an sich zweifelt. Ein sehr unterschiedliches Ermittlerduo, das im Zuge der Untersuchung und natürlich auf Grund der nahen Gefahr, auch seine eigenen Differenzen versucht zu lösen. Die weiteren Charaktere muten vielleicht etwas skurril und klischeehaft an. Jedoch wir alles sehr plastisch beschrieben. Besonders gelungen fand ich in diesem Zusammenhang jedoch vor allem die Gestaltung des Covers, in dem die jeweiligen Personen abgebildet sind.
Generell wird die Geschichte mit sehr viel Humor erzählt. Der Text nimmt Anlehnungen an Agatha Christies Ermittlern und greift auch weitere berühmte Ermittler immer wieder im Text auf. Außerdem gibt es etliche Referenzen zu Popkulturthemen. Spannend ist auch das Theorien des Storytellings und der Spielentwicklung durch Addie erklärt werden. Ermittlungstechnisch ein klassischer Cozy-Crime-Roman, bei dem man dem Ermittlerduo auf seinen Befragungen folgt. Passend zu einem Computerspiel befindet man sich auch in einem Haus, das vor Geheimgängen nur so strotz.
So manches muss man meiner Meinung nach mit Humor nehmen und darf es nicht zu ernst sehen. Beispielsweise die vielleicht etwas klischeehaften, Charaktere, die dadurch jedoch erst wieder unterhaltsam sind. Auch der übermäßige Alkoholkonsum, der doch sehr fraglich ist, sollte einen wohl nicht zu sehr stören, sondern vielleicht passend sehen, denn immerhin befindet man sich in einem Herrenhaus, das den Alkoholschmugglern aus Prohibitionszeiten gehörte.
Für mich ein gutes Cozy-Crime Buch, mit Rätseln, Wendungen und Seitenhieben.
Rezensionen von ReiShimura:
Spookily Yours Pleasant Grove von Jennifer Chipman
Pleasant Grove: Ein Hexendorf mit Potenzial, das im Bett verloren ging
Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, da der Klappentext nach einer zauberhaften Geschichte klang. Denn versprochen wurde ein Hexenstädtchen, Herbststimmung und eine romantische Liebesgeschichte. In Ansätzen habe ich das alles auch bekommen, aber eben nur in Ansätzen. Denn der Großteil des Buches besteht aus einer fadenscheinigen Handlung und ganz viel schlechter Bettgeschichten.
Doch fangen wir ganz von vorne an. Der Einstieg ins Buch hat mir gut gefallen, man lernt Willow, ihre Schwester Luna und das Hexendorf Pleasant Grove kennen. Die Stimmung hat mir gut gefallen und ich war neugierig, wie es weitergehen würde. Ein wenig irritiert war ich aber bereits an diesem Punkt, weil ich das Gefühl hatte, dass die Autorin ein wenig durch die Handlung hetzt. An vielen Stellen hätte ich gern mehr Details und Beschreibungen der Örtlichkeiten oder der Personen gehabt. Dennoch war ich noch guter Dinge und dachte mir, dass dies später sicher noch kommen würde.
Allerdings musste ich recht schnell feststellen, dass dies nicht der Fall ist. Denn nach ca. einem Drittel des (Hör-)Buches war der Großteil der im Klappentext angekündigten Handlung bereits erledigt. Natürlich gab es noch den einen oder andere Handlungsstrang, der nicht vorangekündigt war. Ich hatte aber nicht damit gerechnet, dass die Verwandlung vom Dämonenkater Damien bereits so früh und vor allem ohne Schwierigkeiten von der Bühne gehen würde.
An diesem Punkt kamen bei mir die ersten Befürchtungen auf in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln wird. Und leider habe ich damit genau ins Schwarze getroffen. Denn ungefähr zwei Drittel des Buches geht es nur darum wie heiß sich die beiden finden und wann sie es endlich tun können. Abgesehen von der Tatsache, dass dies über lange Zeit die einzige Handlung in dem Buch war, waren diese Szenen auch noch wirklich grauenvoll. Für mich war da keine Romantik und keine Liebe spürbar und Wortwahl war einfach unterirdisch. Spätestens an dem Punkt, wo Damien seine Körperflüssigkeiten wieder in Willow zurückschiebt, war es dann endgültig vorbei.
Vor dem Lesen hatte ich die Erwartung, dass Willow eine sympathische und lustige Hexe sein würde, die auf der Suche nach sich selbst und ihrer Bestimmung eben auch zufällig noch ihre große Liebe findet. Leider war davon in dem Buch absolut nichts zu spüren. Verwirrend fand ich auch, dass immer wieder thematisiert wurde, dass sich Hexen nicht mit Dämonen einlassen sollen, Willow aber mehr als bereitwillig mit Damien ins Bett geht, ohne einmal weiter darüber nachzudenken. Warum Damien überhaupt in eine Katze verwandelt wurde, ist mir nach Abschluss des Buches auch noch immer nicht klar.
Ich bin von dem Buch besonders enttäuscht, weil in der Geschichte Potenzial gewesen wäre. Die Charaktere hätten interessant sein können, wenn sich Jennifer Chipman die Mühe gemacht hätte, den beiden etwas Tiefe zu geben und eine Charakterentwicklung im Laufe der Geschichte. Auch das Drum herum, mit dem Hexendorf und der Dämonenwelt hätte man stärker in die Handlung einbinden können.
Positiv hervorheben möchte ich an dieser Stelle aber die Stimmen von Marie Langenfeldt und Leon Wander die das Hörbuch gesprochen haben. Auch wenn die mit dem, was sie gesagt haben, nicht glücklich bin, haben mir zumindest ihre Stimmen gefallen. Dafür gibt es auf jeden Fall Pluspunkte und bewahrt das Hörbuch vor einer 1 Sterne Rezension.
Rezensionen von Michael150:
Peggy Guggenheim von Mona Horncastle
Lesenswert
Ich habe mich schon öfters mit Peggy Guggenheim beschäftigt und bin regelmäßiger Besucher der Guggenheim-Collection in Venedig. Umso neugieriger war ich auf dieses Buch und ob ich etwas Neues über Peggy-Guggenheim erfahren würde.
Nach dem Lesen dieses Buches muss ich zugeben, dass ich in keinster Weise enttäuscht wurde.
Ganz im Gegenteil, ich habe völlig neue und unbekannte Seiten an Peggy Guggenheim kennengelernt und kann sie nun als Kunstmäzenin noch besser einordnen.
Das Buch schafft es sehr gut, die Person Peggy Guggenheim in all ihren Facetten darzustellen. Es erzählt von ihrer Geburt, ihrer Kindheit, ihr schwieriges Verhältnis zu Männern sowie ihrer Leidenschaft, der Kunst.
Ich kann dieses Buch zweifellos weiterempfehlen, sowohl an Kenner Guggenheims sowie an Menschen, die die wichtige Kunstmäzenin erst kennenlernen wollen.
Rezensionen von Merri:
tiptoi® - Die Erde: Ozeane, Wetter und Vulkane von Luise Terstegen
Einblicke in die Themenbereiche der physischen Geographie
Das Tiptoi-Buch "Die Erde" präsentiert eine vielfältige Sammlung verschiedenster Themen der Physischen Geographie.
Kinder entdecken spielerisch die Geheimnisse der Ozeane, lernen etwas über Klimatologie und ihnen wird Vulkanologie näher gebracht. Auch komplexe Themen wie Gesteinskreislauf, Kohlenstoffkreislauf, Plattentektonik werden behandelt.
Einigen Klimazonen, wie den Tropen und der Polarzone werden ganze Seiten gewidmet.
Die interaktiven Elemente machen schwierige Zusammenhänge verständlich. Die detailreichen Zeichnungen und Grafiken veranschaulichen vieles, auch wenn echte Fotos fehlen. Der Tiptoi-Stift ergänzt dies mit spannenden Erklärungen und Spielen. Das Buch richtet sich an Kinder ab 6 Jahren und setzt echtes Interesse voraus - die vielen Fachbegriffe und komplexen Zusammenhänge erfordern Konzentration. Man muss schon der auditive Lerntyp sein, um alles nachvollziehen zu können. Für naturwissenschaftlich begeisterte Kinder ein faszinierendes Lernerlebnis.
Rezensionen von Ruth:
Schwanentage von Zhang Yueran
Kritischer Blick auf die chinesische Gesellschaft
Zhang Yueran, 1982 geboren, gilt als eine der wichtigsten Stimmen der jungen chinesischen Literatur. Mit „Schwanentage“ kann sie nun der deutsche Leser entdecken und es ist zu hoffen, dass auch ihr Roman „ Cocoon“, den die New York Times zu den besten Büchern des Jahres 2022 gewählt hat, ins Deutsche übersetzt wird.
Im Zentrum von „ Schwanentage“ steht die dreißigjährige Yu Ling, die als Kindermädchen bei einer wohlhabenden und einflussreichen Familie in Peking angestellt ist. Sie kümmert sich liebevoll um den siebenjährigen Sohn Kuan Kuan. Die Eltern, er ein erfolgreicher Geschäftsmann, sie eine ambitionierte, aber wenig erfolgreiche Künstlerin, haben wenig Zeit für ihr einziges Kind und so wundert es kaum, dass der Junge eine intensive Bindung zu seinem Kindermädchen entwickelt hat. Diese aber plant nun mit ihrem Freund zusammen die Entführung des Kindes. Das Lösegeld soll ihnen beiden eine gemeinsame Zukunft ermöglichen. Doch, das ist Yu Ling wichtig, dem Kind soll nichts geschehen. Die Entführung wird als vergnüglicher Ausflug getarnt, aber dann bringt eine Radiodurchsage die Pläne zum Platzen. Der Großvater des Jungen, ein hochrangiges Parteimitglied, wird wegen Korruption verhaftet, der Vater zum Verhör abgeholt und die Mutter taucht unter.
Yu Ling kehrt mit dem Kind in die Villa im noblen Golden Lake Viertel zurück und ist nun ganz allein auf sich gestellt. Den Jungen im Stich zu lassen kommt für sie nicht in Frage. Doch wie soll es weitergehen?
Der Roman wirft einen kritischen Blick auf die chinesische Gesellschaft. Unrechtsbewusstsein scheint es auf allen Ebenen wenig zu geben. So rechtfertigen Yu Ling und ihr Freund die geplante Entführung damit, dass das Geld der reichen Familie von den einfachen Leuten kommt, „ was ist schon dabei, wenn wir uns etwas davon zurückholen?“ Auch ist Yu Ling nicht sehr überrascht über die Anschuldigung gegen ihren Arbeitgeber, viel Geld veruntreut zu haben. „Machen das nicht alle Staatsfunktionäre so? Warum sonst wird man das denn?“
Überall herrscht das Prinzip „ Eine Hand wäscht die andere.“ Reich zu sein bedeutet Einfluss zu haben. Schnell aber kann sich das Blatt wenden.
Allerdings gelten nicht für alle die gleichen Regeln. Wie stark die Klassenunterschiede in der chinesischen Gesellschaft sind, auch das zeigt ausdrucksvoll dieser Roman. Yu Ling hat wenig Chancen auf eine Veränderung ihrer Lebenssituation. Ihre einfache Herkunft und ihre mangelhafte Schulbildung sowie ein dunkler Fleck in ihrer Vergangenheit verhindern dies. Obwohl ihre Arbeitgeber zufrieden sind mit ihrer Leistung, so bekommt sie doch keine Anerkennung dafür. Ein Dienstmädchen oder Kindermädchen mag noch so sehr in den Alltag ihrer wohlhabenden Arbeitgeber eingebunden sein, deren intimsten Geheimnisse kennen, ihre Rolle ist die einer Dienenden, nicht mehr.
Und China mag noch so sehr eine moderne Großmacht sein, Frauen stehen immer noch in der Hierarchie an zweiter Stelle. Yu Ling kämpfte vergebens um die Anerkennung ihres Vaters, ihre Mutter bevorzugt stets den Sohn und ihr Chef behandelt seine eigene Frau mit einer gewissen Herablassung. „ Früher hatte sie (Yu Ling) sich immer gefragt, woher diese Männer eigentlich ihre Autorität nahmen. Sie saßen auf den Stühlen der Macht, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.“
Der Titel „Schwanentage“ ist bewusst mehrdeutig gehalten. Er bezieht sich zum einen auf eine Episode bei dem eingangs geschilderten Ausflug. Der Junge Kuan Kuan befreit dort eine Gans aus einem Tiertransport und hält die Gans fälschlicherweise für einen Schwan. Er richtet ihr ein Zuhause in der Villa ein und für ihn und Yu Ling beginnen die „Schwanentage“, einen Zeitraum, in dem die alten Hierarchien außer Kraft gesetzt sind. Doch so wenig wie aus einer Gans je ein fliegender Schwan werden kann, so wenig kann Yu Ling aus der ihr zugewiesenen Rolle ausbrechen.
Die Autorin überzeugt aber nicht nur mit ihrem Blick auf die chinesische Gesellschaft, sondern auch mit einer Sprache, die zugleich präzise und klar ist, dabei aber Platz für Zwischentöne lässt. Bis zum Ende gibt es immer wieder überraschende Wendungen.
Durch Rückblicke in die Vergangenheit bekommt die Hauptfigur Tiefe und Profil. Aber auch die anderen Charaktere sind wiedersprüchlich und komplex.
Intertextuelle Bezüge schafft Zhang Yueran mit einem Verweis auf den Roman „ Was vom Tage übrig blieb“ vom Literaturnobelpreisträger Kazuo Ishiguro. Titel und Autor werden zwar nicht genannt, aber eine Parallele gezogen.
„Schwanentage“ liest sich leicht, bietet aber viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren. Ich empfehle den Roman allen, die sich für chinesische Literatur und die Machtstrukturen innerhalb der chinesischen Gesellschaft interessieren.
Rezensionen von ikatzhorse2005:
Der Tote im Kamin von Denzil Meyrick
Krimikomödie nach Art von Grasby
Der Tote im Kamin - Ein Fall für Inspector Frank Grasby von Denzil Meyrick (Dumont)
„Was für ein hübscher Kerl“, bemerke ich lächelnd.
„Wie bitte?“, fragt Wally einigermaßen verdutzt.
„Ihr Hund. Er heißt Bill, nicht wahr?“
„Meine Güte, Inspector, Sie sind ja auf Zack. Kaum hier angekommen, und Sie kennen schon die Namen der Haustiere im Dorf.
Jemanden wie Sie haben wir gebraucht.“
„Was meinen Sie damit?“
„Na ja, hier herrscht ein ausgewachsenes Chaos, und Bleakly ist wohl kaum in der Lage, allein einen Mord aufzuklären.“ S.183
Ja, schnell eingelebt hat sich der Inspector ins beschauliche Elderby. Doch die all zu schnell aus dem Kamin gepurzelte Leiche bestätigt den Anschein vom beschaulichen Landleben keineswegs. Denn Grasby, seine amerikanische Praktikantin Miss Dean oder einfacher Deedee und der allzeit müde Sergeant Bleakly haben alle Hände voll zu tun, als kurze Zeit später eine zweite Leiche auftaucht. In dieser ruhigen vorweinachtlichen Atmosphäre im Jahr 1952 ist reichlich kriminelle Energie vorhanden. Hier gilt es den Dorfbowohnern einmal genauer auf die Finger zu schauen.
Mit gewieften Dailogen, einer Portion schwarzhumoriger Episoden und liebenswert schrägen Charakteren erzählt Denzil Meyrick einen spannenden Cozy-Crime-Roman. In einem angemessenen Tempo und der Zeit entsprechend besticht die Geschichte durch angenehmen Lokalkolotit. Man spürt den Zeitgeist und erkennt beim Lesen gesellschaftliche Besonderheiten und Probleme.
Die Figuren konnten mich voll überzeugen und bestechen durch ihre typischen Charaktereigenschaften und teils schrägen Besonderheiten. Genauer der Inspektor mit seiner liebenswert tollpatschigen und doch direkten Art konnte mich mit seinen Aktionen fesseln.
Der Autor wählt Grasby bewusst als Ich-Erzähler aus. Basierend auf Tagebucheinträgen, Notizen, Polizeiberichten und Erinnerungen sowie Erzählungen entfaltet sich das abenteuerliche Leben des Frank Grasby nun vor den Augen der Leserschaft. Und zum Glück hat das alles Denzil Meyrick in seinen Roman zusammengefasst. Denn der leicht sonderbare Ich- Erzähler verleiht dem Gesagten einen besonderen Stil, den ich sehr mag.
Fazit: Ein wunderbarer Fall! Sehr lesenswert! Und einen Dank an den britischen bsw. schottischen Humor!
Danke und Chapeau Denzil Meyrick!
Rezensionen von Merri:
Cosmix von Laurent Schafer
Ein wilder Ritt durch die Geschichte des Universums
"Cosmix - Vom Urknall bis zum Menschen" von Laurent Schafer ist für mich der erste Ausflug in die Welt der Graphic Novels. Und was für einer! Das Buch nimmt einen mit auf einen wilden Ritt, der beim Urknall beginnt und bis zur Entwicklung des Menschen reicht. Das Cover spiegelt genau das wieder, was einen erwartet: Ein farbenfroher Comic.
Das Buch erzählt eine beeindruckend lange Geschichte in kompakter Form, was an sich schon eine Leistung ist - wenngleich mich doch die 224 Seiten etwas schockiert hatten, aber es ist auch wirklich viel Inhalt!
Nicht alles, was wissenschaftlich erklärt wird, habe ich auf Anhieb verstanden. Die Themen sind komplex und werden in einem rasanten Tempo präsentiert. Doch das hat dem Lesespaß keinen Abbruch getan. Im Gegenteil, ich war durchgehend gut unterhalten. Der feine Humor macht die Lektüre kurzweilig.
Die Geschichte wird durch die Zeichnungen erst wirklich greifbar und veranschaulicht hier die Naturwissenschaft. Die Verbindung von Text und Bild ist sehr gut gelungen und trägt maßgeblich dazu bei, dass man auch dann am Ball bleibt, wenn man den wissenschaftlichen Erklärungen nicht immer folgen kann.
Ich könnte mir vorstellen, dass das Buch bei dem einen oder anderen das Interesse geweckt, sich mit einem Thema noch genauer zu beschäftigen.
Fazit: Eine klare Empfehlung für alle, die eine unterhaltsame Einführung in die Geschichte des Universums suchen. Cosmix ist ein gutes Beispiel dafür, wie man komplexe Themen mit Humor und eindrucksvollen Bildern verpacken kann.
Rezensionen von M:
Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat von Marc-Uwe Kling; Astrid Henn
So komisch
Marc-Uwe Kling hat ein neues Buch über die Familie von Tiffany, Luisa, Max, den Eltern und Oma und Opa geschrieben. Dieses Mal sind sie gemeinsam im Auto unterwegs zur Hochzeit von Tante Ilse. Aus unterschiedlichen Gründen beginnt die Fahrt nach Wuppertal schon mit keiner guten Laune bei allen Familienmitgliedern.
Etwas überspitzt kennen viele Eltern solche gemeinsame Autofahrten. Zusammen mit einem 10 jährigen Mädchen habe ich dieses Buch gelesen und wir beide haben von Anfang an sehr gelacht. Für jüngere Kinder ist manches im Buch nicht so einfach ohne Erklärung zu verstehen. Wir kennen alle Kinderbücher von Marc-Uwe Kling und dieses ist unserer Meinung nach das lustigste. Die sehr schönen Illustrationen von Astrid Henn tragen dazu bei, dass es ein rundum schönes Kinderbuch ist,an dem auch Erwachsene viel Spaß haben.
Rezensionen von M:
Drei Tage im Schnee von Ina Bhatter
Hannah und Sophie
Im Buch Drei Tage im Schnee wird von Hannah erzählt, die ein Wochenende fernab der Zivilisation in einer Hütte im Schnee verbringt. Dort trifft sie das Kind Sophie, die ihr zeigt, wie Schneeengel gemacht werden und die Ansichten und Situationen in Hannas Leben in Frage stellt. Durch Sophie blickt Hannah zurück auf ihr Leben und die Lebensvorstellung, die sie als Kind hatte und begegnet in ihrer Gedanken dem Kind Hannah wieder.
Ob Sophie tatsächlich existiert oder nur in Hannahs Gedanken bleibt unklar. Das Buch von Ina Bhatter ist nicht sehr umfangreich, es regt aber dazu an, über das eigene Leben nachzudenken und zurück zu blicken. Das Buch lässt sich leicht lesen und ist in relativ kurzen Kapiteln unterteilt. Es hat bei mir einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen und ich kann es jedem empfehlen, besonders jenen, die in der ständigen Tretmühle von Beruf, Familie und Freizeitstress leben.











