Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bibibabby:
Abenteuer ohne Ende - Im Land der verlorenen Dinge von Andy Griffiths
Unser Highlight des Jahres. Meine Kinder streiten sich, um dieses Buch zu lesen!
Ich war zunächst überrascht, wie dick dieses Buch ist. Das Lesen geht aber sehr schnell, da es viele Illustrationen und relativ wenig Text pro Seite gibt. Und was für Illustrationen! Lustig und detailreich! Durch sie wirkt das Buch mal wie ein Comic, mal wie ein Graphic Novel, und mal wie ein Wimmelbuch.
Das Buch ist unglaublich abwechslungsreich und die Handlung absolut unvorhersehbar.
Die lustigen Landkarten waren besonders beliebt und die schrägen Figuren haben meine Kinder immer wieder zum Lachen gebracht.
Auch mein Kleiner (4) hat viel durchgeblättert und kennt einige Zeilen auswendig, da der große Bruder ihm vorgelesen hat. Es gibt am Ende eine Anleitung, um einen Abenteuerhelm zu basteln, und mein Kleiner hat es auch gleich gemacht.
So ein unterhaltsames Buch haben wir bisher nie gehabt.
Rezensionen von atlaentis:
Heart of the Damned - Ihr Versprechen ist sein Untergang von Julia Pauss
Potential war da
Das Buch wäre für mich ein absoluter Fall für fünf Sterne gewesen, wenn die letzten zehn Seiten nicht alles ruiniert hätten. Aber erst einmal von ganz vorne. Das Cover ist bezaubernd und passt perfekt zur Geschichte. Diese selbst startet rasant, indem man sofort in Scars Einbruch katapultiert wird und dann von einem spannenden Moment in den nächsten begleitet wird.
Die verschiedensten Personen, unvorhersehbaren Wendungen und fesselnden Gespräche überzeugen vollkommen, auch wenn das Worldbuilding weiter ausgebaut werden könnte. Ren und Scar sind zwei absolut sympathische Protagonisten, deren Anziehung von Beginn an nicht zu verleugnen ist. Griffin und Vesper fand ich auch spitze und mit ihren so verschiedenen Charakterzügen sehr unterhaltsam. Einen ruhigen Moment gab es in diesem Roman eher weniger, aber das finde ich super, denn so fliegt man geradewegs durch die Seiten. Der Schreibstil hatte dafür genau das richtige Tempo zwischen ausführlichen Beschreibungen und atemberaubenden, schnellen Kampfszenen. Und dann kam das Ende. Als Leser sucht man doch immer wieder nach Hinweisen, doch so sehr ich auch darüber nachdenke, hätte ich das Ende niemals kommen sehen. Mir ist es lieber, wenn man immer wieder kleine Hinweise bekommt, die man sich selbst zusammenpuzzelt und überlegt, was daraus entstehen könnte, doch mit Scars sturem Schweigen über ihre Vergangenheit wirkte es, als würde da die ganze Zeit das wichtige Puzzleteil fehlen. So war es letztendlich auch und daher wirkt die Geschichte für mich nicht wirklich rund und der Cliffhanger am Ende eher nach Willkür. Schade, da ich mir doch das ein oder andere Szenario zu einem ebenso spannenden Ende hätte ausmalen können, zumal das Potential dafür definitiv gegeben war. So bleibt das Buch für mich leider mit einem enttäuschenden Ende in Erinnerung und ich muss gestehen, dass ich mir genau überlege, ob es mir das wert ist, einen Blick in die Fortsetzung zu werfen.
Rezensionen von Tara:
Entführung im Himmelreich von Andreas Winkelmann
Humorvoller Camping-Krimi
„Entführung im Himmelreich“ ist nach „Mord im Himmelreich“ der zweite Cosy Camping-Krimi des Autors Andreas Winkelmann. Das Buch lässt sich ohne Vorkenntnisse lesen, aber es macht Spaß die altbekannten Charaktere wiederzutreffen und deren Entwicklung zu verfolgen.
Handlungsort ist wieder der Campingplatz Himmelreich sowie die umliegende Umgebung.
Zum Schrecken der Camper ist der Bäcker verschwunden.
Wo sollen sie nun ihre Brötchen herbekommen?
Schnell geht die Polizei von einem Selbstmord aus, aber danach sieht es für den Dauercamper und Ex-Schauspieler Björn Kupernikus und die Künstlerin Annabelle Schäfer nicht aus. Nachdem sie bereits gemeinsam einen Fall lösen konnten, beginnen sie nun erneut zu ermitteln.
Andreas Winkelmann beschreibt die Atmosphäre des Campingplatzes ausgesprochen authentisch. Auch die Charaktere passen perfekt dorthin, da hat jeder seine Eigenheiten und mit ihnen wird es nicht langweilig. Mit den lebendigen Dialogen fängt der Autor den Umgangston der Camper perfekt ein und sorgt dafür, dass ich beim Lesen einfach lachen musst.
Hier steht weniger der Kriminalfall im Vordergrund, sondern vielmehr das Setting, die Atmosphäre und die Charaktere.
Das Buch hat nur drei Kapitel, die in einzelne Szenen unterteilt sind. Diese habe treffende Überschriften, die neugierig machen und damit zum stetigen Weiterlesen verleiten. Zudem sind diese mit Ort und Tageszeit betitelt, so dass man sich gut orientieren kann.
Wer gerne rätselt, schmunzelt und gemütlichen Cosy-Crime mag, der liegt mit diesem Buch genau richtig.
Rezensionen von PMelittaM:
Frostnacht von John Gwynne
Band 2 der Trilogie hat mich genauso gepackt wie Band 1
Die komplexe Geschichte der Trilogie wird mit diesem Band noch komplexer. Zu den bisherigen drei Protagonist:innen kommen zwei weitere hinzu.
Orka gehörte früher zu den Blutgeschworenen, hat diese aber mit ihrem Mann verlassen, um mit dem gemeinsamen Kind sicherer leben zu können. Die Blutgeschworenen sind alles sogenannte Besessene, das heißt, in ihnen fließt Götterblut, in Orkas Fall ist dies das Blut des Wolfsgottes.
Nachdem ihr Mann ermordet und ihr Sohn entführt wurde, geht Orka auf die Jagd nach dem Entführer und Mörder, und gleichzeitig auf die Suche nach ihrem Sohn.
Die Götter hatten in früheren Zeiten gegeneinander gekämpft, und werden mittlerweile größtenteils für tot gehalten. Einige ihrer Gebeine wurden von den Menschen in ihre Städte eingebaut.
Elvar ist die Tochter eines Jarl, doch sie wollte ein anderes Leben als das ihr vorbestimmte und schloss sich den Schlachtgrimmen, einer Söldnergruppe, an.
Varg hat ebenfalls das Blut des Wolfsgottes in sich, und war lange ein Sklave, ein Schicksal, das er vielen sogenannten Besessenen teilte. Doch er konnte sich befreien und hat sich den Blutgeschworenen angeschlossen.
Biórr kennt man bereits aus dem Vorgänger, nun wird er zum Protagonisten. In seinen Adern fließt das Blut des Rattengottes. Er hatte sich bei den Schlachtgrimmen eingeschlichen, und ist nun wieder bei seiner eigentlichen Gruppe, den Rabenfütterer. Diese haben es sich zu Aufgabe gemacht, die Drachengöttin Lik-Rifa zu befreien, viele in ihren Reihen sind Drachengeborenen, in denen das Blut Lik-Rifas fließt.
Guðvarr ist der Neffe einer Jarl und vertritt die Seite derjenigen, die die Herrschaft über das Land haben. Er ist hinterlistig und eher feige, und tut wirklich alles dafür, am Leben zu bleiben.
Ich liebe solche Geschichten, in denen es mehrere Hauptcharaktere gibt, aus deren Perspektiven das Geschehen erzählt wird. Jedes Kapitel wird mit dem entsprechenden Namen betitelt, so dass man immer weiß, bei wem man gerade ist. Es gibt einige Überschneidungen, was ich besonders spannend finde, da sich das auch in der Erzählung wiederspiegelt, nicht nur darin, dass sich verschiedene Charaktere treffen, man sieht auch aufeinanderbauendes Geschehen, und somit auch die jeweils anderen Charaktere aus verschiedenen Blickwinkeln.
Die Welt in der die Protagonist:innen leben, ist der nordischen Mythologie angelehnt. In diesem Band wird erstmals auch der südliche Teil bereist, den man allerdings nicht genauer kennenlernt.
Ansonsten ist die Geschichte wieder äußerst spannend, ich habe viel mitgelitten und meinen Favoriten die Daumen gedrückt. Es gibt einige Kämpfe und einige Verluste, aber auch interessante neue Charaktere. Die wichtigsten Charaktere, auch über die Protagonist:innen hinaus, sind im übrigen alle gut gezeichnet und bleiben in Erinnerung. Der Band endet mit einem Cliffhanger, zum Glück ist der Abschlussband bereits erschienen.
Auch der Mittelband der Trilogie konnte mich wieder sofort packen, er hat alles, was für mich eine gelungene Fantasygeschichte braucht, Charaktere, die einen emotional ansprechen, im negativen wie im positiven, eine gut gebaute Welt und eine sehr spannende Geschichte.
Rezensionen von Tara:
Zwei Leben: Das Versprechen von Astrid Korten
Auf Spurensuche – intensiv & eindringlich
„Zwei Leben: Das Versprechen“ ist nach „Zwei Leben: Hinter dem Schweigen“ der zweite Familienroman der Autorin Astrid Korten. Beide sind intensiv und eindringlich, aber vollkommen unabhängig voneinander zu lesen.
Die Handlung beginnt in der Gegenwart, 2014 in Brügge.
Die 32-jährige Juna muss nach einem Burn-out eine berufliche Pause einlegen.
Sie möchte die Zeit sinnvoll nutzen und sich ehrenamtlich engagieren. Sie wird dem alleinstehendem, 93-jährigen Vincent Molen als Buddy zugeteilt. Obwohl Vincent alles andere als gesprächig ist, beginnt er nach und nach doch Juna mehr aus seinem Leben zu erzählen.‘
Ein zweiter Handlungsstrang führt in die Vergangenheit in das Jahr 1942 nach Antwerpen. Durch die Besatzung der Deutschen in Belgien wird es für die Jüdin Esther gefährlich. Esther ist die große Liebe von Vincent.
Die Handlung wird im Wechsel in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt. Die Kapitel sind kurz - insgesamt 69 auf gerade einmal 316 Seiten. Dadurch lesen sich die Ereignisse abwechslungsreich und spannend. Juna und Vincent begeben sich gemeinsam auf Spurensuche. Diese ist emotional, aufwühlend und lässt die Vergangenheit lebendig werden.
Die beiden Zeitebenen werden gut miteinander verwoben. Gegenwart und Vergangenheit greifen ineinander und rufen schon beim Lesen intensive Emotionen hervor. Die Ereignisse sind nicht immer leicht zu ertragen und gehen unter die Haut, so dass ich beim Lesen fast das Atmen vergessen habe.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und ich konnte mit ihnen mitfühlen, sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit.
Die Handlung beruht auf wahren Begebenheiten, auf Erinnerungen der Großmutter und Mutter der Autorin. Mich hat das Buch sehr berührt und ich hoffe, dass es von vielen gelesen wird, damit nichts in Vergessenheit gerät.
Rezensionen von wolkenbücherwelt / Mythynk:
Heart of Night and Fire von Nisha J. Tuli
Zwischen Magie, Dämonen und Verwirrung
Ok, ich gebe zu: Nach der Ouranos-Reihe von Nisha J. Tuli waren meine Erwartungen an ihr neues Werk schon ziemlich hoch … – leider konnte es für mich jedoch nicht an die Begeisterung der anderen Reihe anschließen. Vielleicht auch (m)ein Fehler – da ihr anderes Werk einfach noch zu frisch in meinen Gedanken war.
Auch optisch konnte mich das Buch diesmal nicht abholen – weder Cover noch Farbschnitt haben mir gefallen. Die Farbgestaltung wirkte eher „beißend“ als harmonisch – nur das reine Motiv an sich finde ich ganz ok.
Dass die Geschichte in eine südasiatische Richtung geht, fand ich spannend, weil es mal etwas anderes ist. Aber … ja, mhh – dabei bleibt es auch. Ein großes Mhh.
Die Grundidee an sich fand ich interessant, und den Schreibstil mag ich immer noch: bildhaft, stimmungsvoll, detailreich – perfekt! Das hat das indisch inspirierte Setting nochmal schön hervorgehoben. Aber der Spannung hat es diesmal an vielen Stellen nicht gutgetan. Hier hatte ich schon in Band 1 meine Problemchen, die ich bei der Ouranos-Reihe erst in Band 3 hatte. (Also entweder geht es ab Band 2 so richtig los … oder – wovor ich mehr Bedenken habe – es bleibt so …). Kurz gesagt: Die Handlung kam nicht so recht in Fahrt.
Auch mit Zarya bin ich immer noch nicht wirklich warm geworden. Ihre naive, fast schon wirre Art wirkte in manchen Szenen etwas viel, sodass einiges einfach fast unglaubwürdig rüberkam. Deutlich spannender fand ich Yasen.
Und ja, Vikram … da fehlt mir doch auch wieder einiges – aber gut, es ist Band 1, da ist noch fast alles drin :‘) Wir haben ja noch den geheimnisvollen Unbekannten, den Fremden aus dem Wald – der hat die Spannung für mich wieder etwas hochgezogen.
Aber ja, da wären wir wieder beim Mhh: Es ist viel – und dann wieder nicht – und dann wieder viel. Viele Magiearten, Spezies, viele Begriffe, viele Beschreibungen, viel, viel … Das führte für mich stellenweise zu einer unnötig überladenen Handlung. Hier war ich echt dankbar für das Glossar – das hat mir zwei, drei Mal den Frust genommen. :‘)
Auch einige Entwicklungen konnte ich vorhersehen – und normalerweise mindert das meinen Lesespaß nicht. Aber nur, wenn das Buch nicht ohnehin schon schwächelt.
Ende vom Lied: Heart of Night and Fire war für mich ein eher schwacher Auftakt. Ein paar schöne Ansätze, bildhafte Momente, sprachlich wieder schön, wie man es von Nisha J. Tuli kennt – aber eine klarere Handlung und das gewisse Etwas haben mir gefehlt. Das Gefühl, sofort zu Band 2 greifen zu wollen, es herbeizusehnen, blieb komplett aus. Für mich kommt es an ihre erste Reihe vorerst nicht ran. Daher eher 3 von 5 Sternen.
Leider werde ich den zweiten Band vermutlich nicht direkt lesen, sondern erstmal nach hinten schieben, ein wenig Zeit vergehen lassen und es dann nochmal probieren – denn neugierig bin ich trotz all meiner Punkte.
Rezensionen von mybookiverse:
The Witch Collector von Charissa Weaks
Super interessante Welt aber mit ein paar Längen
The Witch Collector ist ein außergewöhnliches Buch. Nicht nur durch das interessante Magiesystem (das ist wirklich spannend und nichts was man schon drölftausend Mal gelesen hat) sondern vor allem weil die Protagonistin stumm ist und die Magie, welche eigentlich ausgesprochen wird, dennoch mittels Gebärdensprache wirken kann - und das nicht gerade schwach!
Raina ist eine unglaublich starke Protagonistin.
Nicht nur was ihre Magie angeht sondern auch die Charakterstärke. Hier haben wir mal eine starke weibliche Protagonistin ohne die der Witch Collector sicher das ein oder andere Mal sicher aufgeschmissen wäre :D
Auch die Welt fand ich fantastisch konstruiert, vor allem wie die Magie dort eingewoben wurde. Aber es war eine sehr düstere Story und leider hatte die Handlung zwischendurch ein paar Längen. Auch wenn dies manchmal sicher für die Plots nötig war hätte es an der ein oder anderen Stelle sicher nicht geschadet wenn es ein bisschen weniger zäh gewesen wäre. Das Ende hingegen war mir irgendwie etwas zu einfach, aber da bin ich noch etwas skeptisch ob im zweiten Teil nicht noch etwas folgt was man jetzt noch nicht ahnt.
Ich kann The Witch Collector definitiv weiterempfehlen und freue mich schon auf Band 2!
Rezensionen von Bibibabby:
Bedürfnisse von Antje Bohnstedt
Wertvoll, umfangreich und leicht zu verstehen
Mein Sohn ist sechs und fängt langsam an, seinen eigenen Willen durchsetzen zu wollen. Dieses Buch war für uns ein wertvolles Hilfsmittel, um mit ihm über seinen Körper, seine Bedürfnisse und Gefühle zu sprechen und ihm den Unterschied zwischen dem, was man machen WILL, und dem, was man machen MUSS, zu erklären.
Im Buch werden 14 Bedürfnisse erklärt, von den grundlegenden wie Essen und Trinken bis hin zu höherliegenden Themen wie "Ich-Sein" und "Sinn". Das Format ist täuschend simpel: Auf jeder Doppelseite wird ein Bedürfnis vorgestellt. Es wird erklärt, warum es wichtig ist, wie man merkt, dass es einem fehlt, wie man das Bedürfnis erfüllen kann, und es gibt auch einige Fragen zum Nachdenken.
Der Schreibstil ist leicht verständlich und die Texte sind kurz und zielgerichtet. Das Buch ist sehr süß illustriert und das kleine Monster Ella begleitet den Leser durch das ganze Buch.
Mein Sohn hat das Buch ganz alleine gelesen, aber mein Ziel ist es, mit ihm die Bedürfnisse einzeln durchzugehen, damit er seine Körpersignale besser interpretieren kann.
Wir sind richtig froh, dieses Buch zu haben!
Rezensionen von Lilli33:
No Way Home von T. C. Boyle
Diese Dreiecksgeschichte konnte mich leider nicht abholen
Diese Dreiecksgeschichte konnte mich leider nicht abholen
Inhalt:
Nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter fährt der Assistenzarzt Terrence Tully, Anfang 30, von seinem Wohnort Los Angeles in die Wüste Nevadas, wo seine Mutter ein Haus besitzt, um die Beerdigung und alles Weitere zu regeln. In einem Café trifft er auf Bethany, die mit ihm die Nacht verbringt.
Als Terrence wieder nach Los Angeles zurückkehrt, nistet Bethany sich unerlaubt im Haus ein. Terrence schafft es nicht, sich ihrer zu erwehren. Als dann auch noch Bethanys Ex-Freund Jesse auf den Plan kommt, eskaliert die Sache.
Meine Meinung:
Ich kenne bereits „Sprich mit mir“ und „Blue Skies“ von T. C. Boyle, die mich beide begeistern konnten. Daher freute ich mich sehr auf sein neues Werk, das im September 2025 im Hanser Verlag in der Übersetzung von Dirk van Gunsteren veröffentlicht wurde. Leider hat mir dieses nicht wirklich gefallen.
Sämtliche Figuren blieben für mich bis zum Schluss unnahbar. Alle sind dermaßen unsympathisch und handeln für mich kaum nachvollziehbar. Das Geschehen empfand ich oftmals als nicht authentisch. Jede*r manipuliert jede*n und lässt sich manipulieren. Die Beziehungen der Beteiligten sind absolut toxisch. Der Autor konnte mir aber nicht vermitteln, warum die Protagonist*innen alles Mögliche mit sich machen lassen und sich nicht zur Wehr setzen.
Mir fehlten hier einfach die Emotionen, denn erzählt wird eher sachlich-nüchtern. Allerdings ist der Schreibstil richtig toll, weswegen ich auch noch 3 Sterne gebe. Auch die im Hintergrund eingebaute Gesellschaftskritik ist ein Pluspunkt.
Der Schluss konnte mich leider auch nicht überzeugen, denn es ist eigentlich keiner. Alles ist offen; ich fühle mich als Leserin allein gelassen.
Rezensionen von Lydia_Te:
Inside von Boris Becker
Tiefe Einblicke
Das Cover von "Inside" wirkt bereits sehr eindrucksvoll. Darauf zu sehen ist Boris Becker, um genau zu sein eine Nahaufnahme von seiner rechten Gesichtshälfte. Besonders sticht dabei sein Auge und die Lichtreflexion heraus, dadurch bekommt das Titelbild einen emotionalen Touch.
Nimmt man den Schutzumschlag ab, ist der Buchumschlag in einem satten schwarz gehalten, wirkt mysteriös und passt zum Buch.
Auch interessant zu wissen: die Originalausgabe erschien im Englischen und wurde von Dieter Fuchs ins Deutsche übersetzt.
Zum Inhalt: Boris Becker erzählt von seiner eigenen Geschichte. Als Ausnahmetalent steigt er in den Olymp der Tennisspieler auf und ist bereits als Teenager ein Wimbledonsieger. Wie er mit diesem frühzeitigen Ruhm umgegangen ist, wer ihm dabei stehts unterstützt hat und welche Rückschläge er erlitten hat, werden im Buch behandelt.
Es ist immer wieder erstaunlich, welche Sicht man auf die Dinge bekommt, wenn man eine Biografie liest. Sehr beeindruckend.











