Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tyrolia-Testleser*in:
Magicalia von Jennifer Bell
Testleser VALENTIN, Tyrolia-Filiale Innsbruck (9 Jahre, Telfs)
Testleser VALENTIN, Tyrolia-Filiale Innsbruck (9 Jahre, Telfs)
Im weit entfernten England leben Bitsy und ihr Freund Kosh in der Stadt Oddingham. Als die zwei gerade einen Podcast aufnehmen wollen, taucht plötzlich ein seltsames Geschöpf auf und frisst die ganze Wäsche. Kurz darauf verschwindet Bitsys Vater spurlos.
Kosh entdeckt ein Buch, das "Magicalia" heißt, mit dessen Hilfe man magische Wesen (genannt Magicore) heraufbeschwören kann. Um Bitsys Vater zu retten, müssen die zwei lernen, selbst Magicores hervorrufen. Können sie das schaffen?
Das Buch von Jennifer Bell hat mir sehr gut gefallen. Es ist witzig und spannend geschrieben. Sollte es einen zweiten Teil geben, würde ich ihn gerne lesen.
Rezensionen von Lese-Abenteurerin:
Ploatzlich tot von Tim Frühling
Cosy Crime mit Lokalkolorit
Meine Meinung
Dem Autor ist mit „Ploatzlich tot“ ein spannender Cosy Crime mit viel Lokalkolorit der Gegend um die Kuppenrhön gut gelungen.
Die beiden Bad Hersfelder Kommissare Daniel Rohde und Brigitte Schilling, die auch seit kurzem privat ein Paar sind, nehmen nach dem Tod an einem Ortsvorsteher die Ermittlungen auf.
Dabei müssen sie sich nicht nur gegen die Ermittler aus der benachbarten Stadt durchsetzen, die zu diesem Fall ebenfalls hinzugezogen wurden, sondern auch jede Menge Verdächtige befragen. Bald schon stecken sie in einem Geflecht von Seilschaften und Lügen und alten Geheimnissen und haben alle Hände voll zu tun, um den wahren Täter zu finden.
Was mir an diesem Cosy Crime besonders gefiel, war das Lokalkolorit und der in richtigem Maße einbezogene Dialekt der weiteren Umgebung. Das gab auch den mitwirkenden Personen noch mehr Authentizität. Die beiden Kommissare Rohde und Schilling wurden ebenfalls von ihrer privaten Seite gezeigt, was ich sympathisch fand.
Es wurde das oftmals umstrittene Thema der Errichtung von Solarparks mit den dazu existierenden Standpunkten geschickt in das Geschehen eingebaut, sodass der Krimi nicht nur Unterhaltung bot, sondern auch zum Überdenken der eigenen Meinung animierte.
Am Ende des Buches laden zwei Rezepte zum Nachkochen regionaler Spezialitäten ein, die in diesem Cosy Crime eine Rolle spielen.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem geschickt eingefädelten Cosy Crime mit einem aktuellen Thema als Leitmotiv und einem sympathischen Ermittlerpaar ist, dem wird „Ploatzlich tot“ gefallen. Ich verbrachte kurzweilige Lesestunden mit diesem Lokalkrimi.
Rezensionen von verhei:
Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln von Florian Schwiecker
moderner Cyberterrorismus - man vertraut auf KI
Berlin, an einem Sonntag um 16:05 und für einen kurzen Moment fallen flächendeckend die Navigationssysteme aus. Der Hintergrund – Cyberterroristen aus der Gruppe Time Out haben Kontrolle über die Galileo-Satelliten übernommen und erpressen die EU – natürlich mit möglichen drastischen Folgen.
Der Angriff ist massiv, so dass er auf bisher klassischem Weg wohl nicht abgewehrt werden kann – man möchte die KI bemühen. Dafür engagiert man die junge Hackerin Charlie mit ihrer selbst programmierten KI KIM. Doch welche Risiken tun sich damit auf für Charlie selbst und durch ihre KI KIM.
Ein definitiv spannender und moderner Ansatz, den ich so noch nicht kannte. Verknüpft werden die neuen technischen Möglichkeiten durch KI mit Elementen eines Politthrillers. Definitiv spannend und neu, und wahrscheinlich nicht so futuristisch wie man als Laie vielleicht denkt.
Der Schreibstil des Autors ist leicht und man kommt flüssig durch das Buch. Man spürt die beklemmende Stimmung der Situation. Unterstützt werden der Lesefluss und die Spannung durch kurze Kapitel aus Sicht der Behörden und der Erpresser – man ist mitten im Strudel der Erpressung und der Jagd.
Die technischen Hintergründe erscheinen mir als Laien, so weit ich das beurteilen kann, als schlüssig und gut recherchiert. Das ergibt sich natürlich aus dem beruflichen Hintergrund des Autors. Trotz der vielen Begriffe war es für mich verständlich und mir wurde umso klarer wie sehr man sowohl Nutzen als auch Gefahren bzw. generell Einsatzmöglichkeiten der KI unterschätzt. Jedoch lassen sich kleine Längen im Text durch die technischen Erklärungen auf Kosten der Spannung nicht wegdiskutieren – in meinen Augen jedoch in einem vertretbaren Maß.
Besonders ins Herz geschlossen habe ich Charlie, die neurodivergente Hackerin, die sich in der eher Männer dominierten Techbranche gut durchsetzen kann. Mutig und dennoch ruhig schreckt sie nicht davor zurück, sich auch selbst in Gefahr zu bringen und ab und an die Regeln zu brechen, selbst wenn sie neu in ihrem Job bei der Spezialeinheit für Cybersecurity ist.
Gespannt bin ich wie es mit der Serie weiter geht, denn rein aus dem Titel darf man nur mit Charlie und KIM fix rechnen. Wie wird es mit den Charakteren drum herum weitergehen. Nachdem sich Charlie und der Ermittler Lukas Philips einem Ermittler der CSA5 nach anfänglichen Schwierigkeiten gut zusammenarbeiten, würde ich hoffen auch ihm wieder zu begegnen.
Alles in allem kann ich den Thriller definitiv empfehlen, speziell wenn man gerne etwas mit einem modernen technischen Ansatz lesen möchte und dabei bietet sich die KI derzeit einfach an.
Rezensionen von Pearl:
Tage am Fluss von Jochen Mariss
Tage am Fluss in de Handlung spürt man sofort die Sommerhitze die Sara durchlebt, als sie ihre Fähre stilllegen muss, da der niedrige Wasserstand sie dazu zwingt. Die lebt in einem kleinen Dorf am Fluss und hat die Fähre ihres Vaters nach dessen -tod benommen. Nun machen sich im Dorf Stimmen breit die eine Brücke haben wollen, damit sie nicht mehr von der Fähre abhängig wären.
Das kann Sara jedoch verhindern, denn da wo die Brücke hin soll ist ihr Land. Sie ist ein starke Frau die sich gut zur Wehr setzten kann.Sie lebt allein auf ihrem Land mit ihren Tieren und führt ein sehr zurückgezogenes Leben bis Leon erscheint ein Umweltschützer auf der Flucht ist. Durch ihn lernt sie auch wieder am Leben teilzuhaben und über einen großen Verlust hinwegzukommen.
Fazit:
Eine schöne wie melancholische Geschichte die eine mitnimmt. Der Schreibstil ist sehr einfühlsam wie gefühlvoll. Einfach ein Wohlfühl- Roman der einem in eine schöne Natur eintauchen lässt, die sehr bildlich beschreiben wird.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Fischland-Geist von Corinna Kastner
Spannung an der Küste
Für mich ist es das erste Buch der Autorin, aber es ist der 11. Fall für Kassandra und Paul und ich frage mich, warum ich diese Reihe verpasst habe.
Schon das Cover mit dem wundervoll stimmigen Bald hat mich sehr angesprochen und ich bin ganz neugierig in das Buch gestartet:
Als erstes möchte ich den Schreibstil von Autorin Corinna Kastner erwähnen, der mich direkt eingenommen hat.
Flüssig, leicht und sehr authentisch beschreibt sie den aktuellen Fall um Pauls Ex-Freundin, die am Strand tot aufgefunden wird, als Kassandra und Paul gerade ihre Hochzeit am Strand feiern. Was zunächst wie ein Selbstmord aussieht, wird nach und nach zu einem so spannenden Fall, dass ich das Buch wirklich durchgesuchtet habe.
Gekonnt versteht es die Autorin, den Leser / die Leserin auf falsche Fährten zu locken und mit geschickten Wendungen den Spannungsbogen des Buches von Anfang bis Ende aufrecht zu erhalten.
Die Figuren haben mir allesamt sehr gefallen, realistisch und einer feinen Note von Humor hat die Autorin tolle Charaktere erschaffen, auf die man sich schon im nächsten Buch freut.
Für mich ein toller, gelungener Küsten-Krimi, dessen vorherige Bände ich mir ganz sicher auch kaufen werden ( als notwendig beim Lesen empfand ich es nicht, der Band bzw. der Fall war in sich abgeschlossen – aber mir hat das Buch so gut gefallen, dass ich die vorherigen Bände gerne lesen möchte ). Von mir gibt es dafür eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung !
Das Buch Fischland-Geist von Corinna Kastner ist am 28. Mai 2026 im Emons Verlag erschienen.
Rezensionen von Pearl:
Die Meerglas-Schwestern von Eleanor Buchanan
Auftakt einer Famliengeschichte
Die Mehrglasschwestern ist ein Auftakt auf eine mehrteilige Familiensaga. Eine Geschichte aus der Vergangenheit um 1931 bis in die Gegenwart,, wo sich Roz nach dem Mord an ihrer Mutter auf die Suche macht, um heraus zu finden, was es mit dem vererbten Ring der Mutter aus sich hat. Sie muss auch aus Australien nach England fliehen, da der Ehemann ihrer Mutter, der auch den Mord begangen hat, sich verfolgt ummus Rache zu nehmen, da sie ihn angezeigt hat.
Er ist Polizist und hat trotz allem die Möglichkeit sie nach seiner Entlassung zu verfolgen. In der Vergangenheit erfährt man, was es mit dem Ring auf sich hat und das es um vier verschwundenen Schwestern geht, die ihr Erbe daher nicht antreten können,. Mit einer Anwaltskanzlei versucht Roz hinter das Geheimnis der verschwunden Schwestern zu kommen und sie stoßen dabei auf einen alten Fluch. Im ersten Teil erfährt von der ersten verschwunden Schwester Iris, die nach Australien gegangen ist dort Fuß gefasst hat, aber immer Heimweh nach ihrer Heimat Schottland und den andern und ihren verschwundenen Schwestern hat..
Fazit:
Toller Schreibstil, tolles Cover, spannende Handlung. Jetzt will man nur noch wissen, was mit den anderen verschwundenen Geschwistern passiert ist.
Rezensionen von bine525:
All die Farben, all das Licht von Cora Wucherer
Schwestern in guten wie in schlechten Zeiten
Zwei junge Schwestern - die eine davon ist nicht nur äusserst hübsch und künstlerisch begabt, sondern auch mit einer schrecklichen Krankheit gesegnet, die sich immer weiter verschlimmern wird. Die zweite steht immer im Schatten und hat das Gefühl komplett übersehen zu werden. Zwei Schwestern, wie sie ungleicher nicht sein könnten.
Das Augenlicht zu verlieren ist für die eine ein fürchterlicher Schicksalsschlag wie er grausamer nicht sein könnte. Mit vielen tragischen aber auch schönen Momenten zeigt dieses Buch wieder einmal auf, dass egal wie hart es kommt, es auch ist immer einen zweiten Lösungsweg zur persönlichen Glückfindung und Erfüllung gibt.
Das Thema um das es in diesem Roman geht, ist absolut kein einfaches - aber das lesen kann ich trotzdem zu 100 % empfehlen. Es ist keine lockere Liebesgeschichte, kein spannender Kriminalfall , sondern fühlt sich wie mitten aus dem Leben gegriffen an. Und wie die meisten von uns wissen besteht das Leben nicht nur aus Glückseeligkeit und wunderbaren Momenten, sondern ist nur zu oft enttäuschend und grausam.
Geschwisterlos wie wie ich aufgewachsen bin war ich viele Jahrzehnte neidisch auf Schwestern, für mich war das immer der Inbegriff einer ähnlichen Seele, die in greifbarer Nähe ist. So war dieser Roman nun sehr tröstend für mich, da er in aller Deutlichkeit zeigt, wie viel Rivalität und Neid dahinter stecken kann.
Die ersten Buchseiten waren für mich etwas schleppend zu lesen, aber schon bald man mich das Buch mit seiner spezielle Schreibweise gefangen. Es fühlt sich nicht wie ein Roman an, sondern wie das echte Leben und brachte mich gedanklich auch oft wieder zurück in meine eigene Kindheit und Gedankengänge Zur damaligen Zeit. Gefühls,intensiv und äusserst berührend konnte ich es mit der Zeit kaum noch weg liegen sondern wollte immer nur noch weiterlesen. Von mir deshalb diese fünf Sterne Bewertung und eine ganz klare Leseempfehlung.
Rezensionen von Sheilo:
The Sea Spinner von Julie Johnson
Fesselnd bis zur letzten Seite
Nach dem verhängnisvollen Angriff, steht es nicht gut um Caeldera. Es gibt viele Verletzte, Tote und zerstörte Gebäude sowie einen König, der nur eines möchte - Rache. Rhya geht es in dieser Zeit nicht gut und es kommt zum Streit mit Pendefyre, der sich immer weiter zurückzieht. Und dann landet Rhya ausgerechnet bei Soren, dem Wasser-Verbliebenen.
Er hilft Rhya, ihre Kräfte zu kontrollieren, doch dabei geraten Rhyas Gefühle immer mehr ins Chaos.
"The Sea Spinner" ist die beeindruckende Fortsetzung der "Wind Weaver"-Reihe von Julie Johnson, ein Buch, welches man einfach nicht mehr aus der Hand legen möchte, sobald man mit dem Lesen begonnen hat. Die Spannung wird dabei bis zum letzten Kapitel aufrecht gehalten und ich kann es kaum erwarten, den dritten Band in den Händen zu halten.
Rhya entwickelt sich in diesem zweiten Teil der Reihe nicht nur charakterlich weiter, sondern sie lernt auch, wie sie mit ihrer Kraft umgehen muss. Soren ist ihr dabei eine sehr große Hilfe und die beiden kommen sich immer näher, was jedoch nicht allen gefällt. Die beiden verbindet etwas ganz besonderes, doch auch die Gefühle für Pendefyre sind immer noch vorhanden, trotz der Meinungsverschiedenheiten, die die beiden haben. Das entstehende Liebesdreieck sorgt für Eifersucht bei den Königen und ein großes Gefühlschaos bei Rhya.
Auch wenn wir in diesem Band wieder jede Menge Informationen zur magischen Welt erhalten, habe ich noch so einige Fragen im Kopf. Vor allem würde ich selbst gerne mehr zur vorherigen Windweberin und ihrer Beziehung zu Soren und Pendefyre erfahren, aber ich bin mir sicher, dass es noch viel mehr Geheimnisse zu entdecken gibt.
"The Sea Spinner" bietet eine fesselnde Romantasy mit tollem Worldbuilding und tiefgründigen Charakter, die ich sehr empfehlen kann. Ich freue mich schon sehr auf den Reihenabschluss und kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es weitergehen wird. Außerdem ist das Buch ein echter Hingucker im Bücherregal aufgrund des einzigartigen Covers und des tollen Farbschnitts.
Rezensionen von Streiflicht:
The Journey. Die Reise meines Lebens von Carina Amara Kruse
Lässt sich gut lesen
Auf dieses Buch war ich total gespannt, weil ich selbst gerne reise und als junge Frau auch eine für mich wichtige Beziehung zerbrochen ist, woran ich sehr zu knabbern hatte. Allerdings habe ich beim Lesen schon auch gemerkt, dass ich inzwischen deutlich älter bin und daher an der einen oder anderen Stelle dachte, dass das Mädchen ein bisschen naiv ist.
Aber das ist immer leicht zu sagen, wenn man es aus der Rückschau betrachtet und es sich nicht um das eigene Leben handelt.
Ich habe das Buch gerne gelesen, auch wenn ich mir die Tiefe, die ich am Ende gespürt habe, schon früher gewünscht hätte. Auch über die jeweiligen Länder hätte ich gerne noch mehr erfahren, aber auch das ist natürlich Geschmackssache. Und es ist ja ein Bericht, den die Autorin aus ihrer Sicht und ihren Erinnerungen über die Zeit damals geschrieben hat. Daher ist es eben eher eine Art Tagebuch als ein Reiseführer.
Interessant fand ich die spirituellen Ansätze. Das habe ich gerne gelesen, auch wenn ich die Gedankengänge nicht immer ganz nachvollziehen konnte. Das Thema Manifestation finde ich persönlich sehr schwierig, aber für die Autorin ist es offensichtlich wichtig und hat funktioniert. Daher fand ich es spannend und interessant, in die Reisen und das Gedankenleben dieser Frau Einblicke zu erhalten. Dass sie sich so für Indien begeistert hat, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Ich war vor rund zehn Jahren auch in Goa und dann noch weiter im Süden und fand es auch bezaubernd. Auch wenn natürlich die Gegensätze in diesem Land sehr schwer ertragbar sind - so wie auch Carina das empfunden hat.
Ein schönes Buch, das sich gut lesen lässt und Lust darauf macht, die Welt zu entdecken und Klarheit bei sich selbst zu finden - in welcher Art und Weise auch immer.
Rezensionen von Streiflicht:
Sturmkind. Mein Leben auf der Wavewalker von Suzanne Heywood
Im Traum anderer gefangen
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Man kann sich kaum vorstellen, dass eine komplette Kindheit wirklich so verlaufen kann. Da war und bin ich schon geschockt von den Eltern. Zumal die Autorin ja auch selbst schreibt, dass sie sich wundert, wie ihre Eltern, die selbst eine gute Ausbildung genossen haben, so gleichgültig der Ausbildung ihrer Kinder gegenüber sein können.
Und dass es auch sonst niemanden gab, den das interessiert hätte ...
Doch von vorne. Suzanne und ihr kleiner Bruder gehen mit den Eltern auf dem Segelschiff Wavewalker auf große Reise. Sie ist erst 7 und wäre viel lieber in der Schule geblieben, aber die Eltern - vor allem der Vater - erfüllen sich damit einen Herzenswunsch. Und eigentlich sollen es auch nur drei Jahre werden - am Ende sind es zehn und damit die gesamte Kindheit. Suzanne muss Stürme, Arbeitseinsätze - auch in der Nacht - und vieles mehr durchleben. Sie ist nie alleine an Bord, aber trotzdem unglaublich einsam. Das konnte man durch die Zeilen auch nach den Jahrzehnten noch spüren, genauso wie ihre Verletztheit über die Gleichgültigkeit ihrer Eltern, vor allem der Mutter. Diese Passagen haben mir sehr zu schaffen gemacht. Man fragt sich, warum solche Menschen Eltern geworden sind und warum sie die Kinder nicht bei Verwandten, im Internet, ... zurückgelassen haben. So ein Leben ist auf Dauer nicht für Kinder und Heranwachsene geeignet, die sozialen Kontakte zu Gleichaltigen fehlen und vieles mehr auch. Wobei ich mir selbst das auch nicht vorstellen könnte, denn man hat keinerlei Rückzugsraum für sich selbst.
Ich fand es mutig, dieses Buch zu schreiben - auch gegen die Widerstände der Eltern - und so offen über ihre Gefühle zu sprechen. Gerne hätte ich mehr über den Alltag erfahren. Auch so banale Probleme wie den Toilettengang oder die Müllentsorgung. Oder auch wie es ist, wenn man so eng zusammen essen muss etc. Man erfährt viel über gefährliche Situationen, gleichzeitig hatte ich aber auch immer mal wieder den Eindruck, dass sich was wiederholt. Die einzelnen Fahrten - gerade zum Ende hin, als es immer wieder die gleiche Region ist - wurden bei mir im Kopf zu einer bzw. zu einem Durcheinander und ich konnte es nicht mehr gut auseinander halten.
Auf jeden Fall ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie es ist, wenn Eltern ihre Träume wahr machen und die Kinder nur ein Anhängsel sind: "Er sah mich an, und in seinen Augen lag ein Ausdruck, den ich nur zu gut kannte - die Angst, im Traum eines anderen Menschen gefangen zu sein."











