Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
The Journey. Die Reise meines Lebens von Carina Amara Kruse
Lässt sich gut lesen
Auf dieses Buch war ich total gespannt, weil ich selbst gerne reise und als junge Frau auch eine für mich wichtige Beziehung zerbrochen ist, woran ich sehr zu knabbern hatte. Allerdings habe ich beim Lesen schon auch gemerkt, dass ich inzwischen deutlich älter bin und daher an der einen oder anderen Stelle dachte, dass das Mädchen ein bisschen naiv ist.
Aber das ist immer leicht zu sagen, wenn man es aus der Rückschau betrachtet und es sich nicht um das eigene Leben handelt.
Ich habe das Buch gerne gelesen, auch wenn ich mir die Tiefe, die ich am Ende gespürt habe, schon früher gewünscht hätte. Auch über die jeweiligen Länder hätte ich gerne noch mehr erfahren, aber auch das ist natürlich Geschmackssache. Und es ist ja ein Bericht, den die Autorin aus ihrer Sicht und ihren Erinnerungen über die Zeit damals geschrieben hat. Daher ist es eben eher eine Art Tagebuch als ein Reiseführer.
Interessant fand ich die spirituellen Ansätze. Das habe ich gerne gelesen, auch wenn ich die Gedankengänge nicht immer ganz nachvollziehen konnte. Das Thema Manifestation finde ich persönlich sehr schwierig, aber für die Autorin ist es offensichtlich wichtig und hat funktioniert. Daher fand ich es spannend und interessant, in die Reisen und das Gedankenleben dieser Frau Einblicke zu erhalten. Dass sie sich so für Indien begeistert hat, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Ich war vor rund zehn Jahren auch in Goa und dann noch weiter im Süden und fand es auch bezaubernd. Auch wenn natürlich die Gegensätze in diesem Land sehr schwer ertragbar sind - so wie auch Carina das empfunden hat.
Ein schönes Buch, das sich gut lesen lässt und Lust darauf macht, die Welt zu entdecken und Klarheit bei sich selbst zu finden - in welcher Art und Weise auch immer.
Rezensionen von Streiflicht:
Sturmkind. Mein Leben auf der Wavewalker von Suzanne Heywood
Im Traum anderer gefangen
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Man kann sich kaum vorstellen, dass eine komplette Kindheit wirklich so verlaufen kann. Da war und bin ich schon geschockt von den Eltern. Zumal die Autorin ja auch selbst schreibt, dass sie sich wundert, wie ihre Eltern, die selbst eine gute Ausbildung genossen haben, so gleichgültig der Ausbildung ihrer Kinder gegenüber sein können.
Und dass es auch sonst niemanden gab, den das interessiert hätte ...
Doch von vorne. Suzanne und ihr kleiner Bruder gehen mit den Eltern auf dem Segelschiff Wavewalker auf große Reise. Sie ist erst 7 und wäre viel lieber in der Schule geblieben, aber die Eltern - vor allem der Vater - erfüllen sich damit einen Herzenswunsch. Und eigentlich sollen es auch nur drei Jahre werden - am Ende sind es zehn und damit die gesamte Kindheit. Suzanne muss Stürme, Arbeitseinsätze - auch in der Nacht - und vieles mehr durchleben. Sie ist nie alleine an Bord, aber trotzdem unglaublich einsam. Das konnte man durch die Zeilen auch nach den Jahrzehnten noch spüren, genauso wie ihre Verletztheit über die Gleichgültigkeit ihrer Eltern, vor allem der Mutter. Diese Passagen haben mir sehr zu schaffen gemacht. Man fragt sich, warum solche Menschen Eltern geworden sind und warum sie die Kinder nicht bei Verwandten, im Internet, ... zurückgelassen haben. So ein Leben ist auf Dauer nicht für Kinder und Heranwachsene geeignet, die sozialen Kontakte zu Gleichaltigen fehlen und vieles mehr auch. Wobei ich mir selbst das auch nicht vorstellen könnte, denn man hat keinerlei Rückzugsraum für sich selbst.
Ich fand es mutig, dieses Buch zu schreiben - auch gegen die Widerstände der Eltern - und so offen über ihre Gefühle zu sprechen. Gerne hätte ich mehr über den Alltag erfahren. Auch so banale Probleme wie den Toilettengang oder die Müllentsorgung. Oder auch wie es ist, wenn man so eng zusammen essen muss etc. Man erfährt viel über gefährliche Situationen, gleichzeitig hatte ich aber auch immer mal wieder den Eindruck, dass sich was wiederholt. Die einzelnen Fahrten - gerade zum Ende hin, als es immer wieder die gleiche Region ist - wurden bei mir im Kopf zu einer bzw. zu einem Durcheinander und ich konnte es nicht mehr gut auseinander halten.
Auf jeden Fall ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie es ist, wenn Eltern ihre Träume wahr machen und die Kinder nur ein Anhängsel sind: "Er sah mich an, und in seinen Augen lag ein Ausdruck, den ich nur zu gut kannte - die Angst, im Traum eines anderen Menschen gefangen zu sein."
Rezensionen von Tara:
Die gute Fee mit der schlechten Laune (1). Der Wunschperlen-Auftrag von Emma Flint
Einfach zauberhaft!
„Die gute Fee mit der schlechten Laune: Der Wunschperlen-Auftrag“ ist der erste Band einer neuen Reihe für junge Leser*innen ab acht Jahren, der in Köln lebenden Autorin Emma Flint.
Molli ist eine Fee, aber sie ist anders als andere Feen. Sie findet ihr Feenleben einfach schnarchlangweilig und möchte Action und Abenteuer erleben.
Für etwas Abwechslung wäre ein Ausflug mit den anderen Feenschülerinnen in die Menschenwelt perfekt, aber da Mollis Teilnahme am Unterricht nicht gerade vorbildlich ist, steht dieser auf der Kippe.
Molli ist eine ganz zauberhafte Protagonistin. Sie ist witzig, lebendig und nimmt es mit den Regeln nicht so genau. Obwohl sie das Chaos mit sich bringt, ist sie liebenswert und hat uns mit ihren kleinen Grenzüberschreitungen zum Lachen gebracht.
Die Welt der Feen macht einfach Spaß. Diese großherzigen Wesen, deren Aufgabe es ist, mit ihrer immer guten Laune Glück und Freude in die Welt zu bringen und stets die Wahrheit zu sagen, vermitteln eine positive Grundstimmung.
Die kurzen Kapitel sind optimal für junge Leser, die kreativen Bandwurmwörter allerdings eine kleine Herausforderung, die wir mit viel Spaß gemeistert haben.
Die dänische Characterdesignerin und Illustratorin Pernille Ørum hat das gesamte Buch mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Auf jeder Seite finden sich zahlreiche Zeichnungen und farbig hervorgehobene Wörter, die das Lesen abwechslungsreich machen.
Das Buch ist wirklich ein gelungenes Gesamtwerk, das mir beim Lesen große Freude bereitet hat. Wir sind nun schon sehr gespannt auf weitere Erlebnisse von Molli in der Menschenwelt.
Rezensionen von Tina:
Where We Belong von Wiktoria A. Wieczorek
Zwischen Vergangenheit und Neuanfang
Als ich „Where We Belong“ von Wiktoria A. Wieczorek gelesen habe, war ich sehr schnell in der Geschichte drin. Der Roman begleitet die Protagonistin Nessy, die versucht, ihren Platz im Leben zu finden und mit ihrer Vergangenheit abzuschließen. Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, dass hier eine sehr persönliche und emotionale Geschichte erzählt wird.
Besonders gefallen hat mir, wie authentisch die Hauptfigur wirkt. Nessy ist keine perfekte Heldin – sie zweifelt, macht Fehler und wirkt dadurch sehr menschlich. Beim Lesen konnte ich viele ihrer Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Gerade dieses Gefühl, nicht ganz dazuzugehören und sich selbst immer wieder neu finden zu müssen, zieht sich spürbar durch das Buch und macht die Geschichte sehr berührend.
Der Schreibstil ist angenehm leicht und gleichzeitig sehr bildhaft. Dadurch lässt sich das Buch schnell lesen, ohne dass die emotionalen Momente an Tiefe verlieren. Immer wieder gibt es Szenen, die zum Schmunzeln bringen, aber auch solche, die nachdenklich stimmen. Diese Mischung hat mir persönlich sehr gut gefallen, weil sie die Geschichte lebendig wirken lässt.
Auch die Nebenfiguren tragen viel zur Atmosphäre des Buches bei. Sie geben der Handlung zusätzliche Dynamik und sorgen dafür, dass sich Nessys Welt glaubwürdig und vielseitig anfühlt. Besonders die Dialoge wirken oft sehr natürlich, was das Lesen noch angenehmer macht.
Das Cover passt meiner Meinung nach sehr gut zum Buch. Es wirkt modern, gefühlvoll und ein bisschen melancholisch, genau die Stimmung, die ich auch während des Lesens wahrgenommen habe. Schon beim ersten Blick hatte ich das Gefühl, dass sich dahinter eine emotionale Geschichte verbirgt, und dieses Gefühl hat sich beim Lesen bestätigt. Das Cover macht neugierig und spiegelt die Atmosphäre des Romans sehr passend wider.
Insgesamt hat mir „Where We Belong“ wirklich gut gefallen. Es ist eine emotionale Geschichte über Identität, Neuanfänge und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Besonders die authentischen Gefühle der Protagonistin und der angenehme Schreibstil haben das Buch für mich zu einer sehr schönen Leseerfahrung gemacht.
Rezensionen von Tina:
The Iced Caramel Coffee Agreement von Kyra Groh
Für mich ein echtes Highlight
Ich habe dieses Buch unglaublich gern gelesen. Ich liebe die Autorin und ihren Schreibstil einfach, und auch hier hat sie mich wieder vollkommen überzeugt. Die Geschichte verbindet Humor, Gefühl und Tiefe auf eine sehr natürliche Art, sodass ich mich schnell in den Figuren und ihrem Alltag verloren habe.
Eleanore ist eine Protagonistin, die mir besonders ans Herz gewachsen ist. Ihre Gedanken sind ehrlich, selbstkritisch und oft zum Schmunzeln, gleichzeitig aber auch berührend. Dex bringt eine ganz andere, ruhigere und verletzlichere Ebene in die Geschichte, die dem Buch zusätzliche Tiefe verleiht. Die Dynamik zwischen den beiden entwickelt sich angenehm authentisch und ohne Hektik, was mir sehr gefallen hat.
Auch das Setting und die Nebenfiguren tragen viel zur Atmosphäre bei. Die Kleinstadt wirkt lebendig, das Café spielt eine schöne Rolle im Alltag der Figuren und alles fühlt sich stimmig und liebevoll ausgearbeitet an. Die Dialoge sind lebendig, der Humor sitzt, und selbst die ernsteren Themen sind sensibel und glaubwürdig umgesetzt.
Das Cover passt für mich perfekt zur Geschichte. Es ist modern, warm und verspielt und spiegelt genau die Stimmung wider, die das Buch beim Lesen vermittelt. Schon optisch macht es Lust, zur Geschichte zu greifen, und nach dem Lesen kann ich sagen: Es hält, was es verspricht.
Für mich ist The Iced Caramel Coffee Agreement ein rundum gelungenes Romance-Buch mit Herz, Humor und Tiefe. Wer gefühlvolle Geschichten mit starken Charakteren und einem besonderen Schreibstil mag, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Absolute Empfehlung.
Rezensionen von PMelittaM:
Fables, Band 6 - Finstere Jahreszeiten von Bill Willingham
Manches ändert sich in Fabletown
Bevor die Hauptstory weitergeführt wird, erleben wir mit Bigby Wolf ein Abenteuer im Zweiten Weltkrieg. Danach erfahren wir dann das Ergebnis der Bürgermeisterwahlen von Fabletown, was zu einigen Änderungen führt. Snow White kommt mit mehr Kindern nieder als erwartet, und das ist nicht die einzige Überraschung.
Hier ändert sich tatsächlich einiges, und wir lernen auch neue Charaktere kennen, vor allem den sehr beeindruckenden Vater Bigbys. Gespannt bin ich darauf, wie sich Snows Kinder weiterentwickeln und, ob wir demnächst wieder in die Heimat der Fables gehen werden, denn ein Protagonist hat sich in diese Richtung aufgemacht.
Band 6 der Reihe führt die Geschichte interessant weiter und man darf gespannt sein, wie es weitergeht.
Rezensionen von Gute_Laune:
Bestes für die Party von Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben
Rezepte von Leserinnen und Lesern!
Für jede Gelegenheit leckere Rezepte für Gäste sind in den Kapiteln Aus dem Suppentopf; Bunte Salat-Ideen; Fingerfood; Alles rund um Brot; Kochen für Freunde; Nachspeisen zusammengestellt. Für mich persönlich ist dabei Fingerfood immer klasse, da vielseitig einsetzbar und immer gern genommen. Da alle Rezepte von Lesern und Leserinnen des Wochenblattes für Landwirtschaft und Landleben stammen, sind sie nicht abgehoben und wirklich gut umsetzbar.
Sehr schön finde ich, dass es zu jedem Rezept nicht nur ein Foto des Gerichts, sondern auch der Leserin bzw. des Lesers, von der oder dem es stammt, gibt.
Nährwertangaben werden zwar keine genannt, doch dafür Tipps und Anregungen zum Rezept, das klassisch aufgebaut ist. Nach dem Titel folgen die Personenzahl, für die es ausgelegt ist, nach Komponente sortierte Zutatenlisten, daneben die Arbeitsschritte, die gut verständlich formuliert sind. Dass jedes Kapitel mit einer kleinen Übersicht der dazugehörigen Rezepte startet, finde ich sehr gut gelöst.
Die Rezepte sind abwechslungsreich und querbeet durch Klassiker und moderne Küche. Sie haben alle einen kleinen Pep und verführen zum Zugreifen. Es werden nie viele Zutaten benötigt und schon gar keine exotischen. Alles ist leicht zu bekommen und liegt dann nicht ewig herum, weil man die Reste nicht wieder verwendet. Hier wird mit einfachen, aber guten Lebensmitteln gearbeitet. Genau das gefällt mir, denn es zeigt, dass für großen Geschmack keine extravaganten Zutaten nötig sind.
Eine große Hilfe ist die Tabelle am Ende des Buches. Hier kann man gut planen, wie viel man für die Anzahl der Personen, die man bewirten möchte, benötigt. So muss man nicht schätzen, alle werden satt und es bleibt nicht so viel übrig. Mich überzeugt das Buch rundum! Fünf Sterne!
Rezensionen von ekiam:
Ignite (New Beginnings at Cloverleigh Farms 1) von Melanie Harlow
Hatte mir mehr erhofft
Ignite hatte auf dem Papier eigentlich vieles, was ich gerne lese: Age Gap, grumpy Love Interest, alleinerziehender Vater und dazu noch ein Feuerwehrmann als Protagonist. Leider hat die Umsetzung für mich am Ende nicht ganz gehalten, was ich mir davon versprochen hatte.
Direkt vorweg: Wer wegen des Feuerwehr-Settings zugreift, sollte die Erwartungen etwas anpassen.
Dass Dex Feuerwehrmann ist, bleibt über weite Strecken eher nebensächliches Beiwerk und wird aus meiner Sicht ziemlich stiefmütterlich behandelt. Die Geschichte hätte mit kleinen Anpassungen fast genauso gut in einem anderen beruflichen Umfeld stattfinden können.
Positiv hervorheben möchte ich auf jeden Fall den Schreibstil. Das Buch liest sich angenehm flüssig, locker und unkompliziert weg – ich bin gut durch die Seiten gekommen und hatte nie das Gefühl, sprachlich irgendwo hängenzubleiben.
Nicht überzeugen konnte mich dagegen das Tempo der Geschichte. Für meinen Geschmack zieht sich die Handlung zu sehr und dreht immer wieder Schleifen, ohne wirklich neue Entwicklungen einzubringen. Irgendwann war ich an dem Punkt angekommen, an dem ich mich ernsthaft gefragt habe, was auf den letzten fünfzig Seiten überhaupt noch passieren soll, weil die Geschichte für mich gefühlt schon erzählt war. Dadurch wurde das Leseerlebnis zunehmend träge.
Den Age-Gap-Trope lese ich eigentlich sehr gerne. Hier ist es für mich aber stellenweise in eine Richtung gekippt, die ich unangenehm fand. Dass Figuren sich Gedanken über den Altersunterschied machen, gehört für mich dazu. Schwieriger wurde es für mich dadurch, dass Dex immer wieder betont, wie süß und wie kindlich Winnie sei. Das hat bei mir nicht die Dynamik erzeugt, die ich mir von diesem Trope wünsche, sondern eher einen seltsamen Beigeschmack hinterlassen.
Der Punkt, der für mich das Buch letztlich am stärksten überschattet hat, war allerdings die erste intime Szene zwischen den beiden. Auch wenn Dex vorher ankündigt, nicht sanft zu sein – in dem Moment, in dem Schmerzen geäußert werden, war für mich persönlich eine Grenze erreicht. Diese Szene hat meinen Blick auf die Beziehung danach deutlich beeinflusst und sich leider nicht mehr richtig aus dem Leseerlebnis lösen lassen.
Ein echtes Highlight waren dagegen Dex’ Kinder. Für mich haben sie einen großen Teil der Geschichte getragen und waren mit Abstand die stärksten Nebencharaktere – lebendig, sympathisch und oft deutlich interessanter als die eigentliche Liebesgeschichte.
Insgesamt ist Ignite für mich ein solides Buch mit angenehmem Schreibstil und starken Nebenfiguren, das aber bei Tempo, Romance-Dynamik und einigen inhaltlichen Entscheidungen deutlich hinter meinen Erwartungen geblieben ist.
Rezensionen von Lilli33:
Red Star Rebels von Amie Kaufman
Mix aus Science-Fiction und Romance
Mix aus Science-Fiction und Romance
Wir schreiben das Jahr 2067 und befinden uns auf der Mars-Basisstation der UN. Die siebzehnjährige Cleo hält sich seit Monaten versteckt, da auf der Erde Kopfgeldjäger:innen hinter ihr her sind. Auch Hunter Graves, Sohn einer reichen Familie, der große Anteile auf dem Mars gehören, befindet sich in der Station.
Beide haben gemeinsam, dass sie nicht als Bewohner registriert sind und deshalb bei einer Notfall-Evakuierung zurückgelassen werden. Schnell stellen sie fest, dass der Notfall fingiert war und die Station durch Kriminelle zerstört werden soll. Ein Wettrennen gegen die Zeit beginnt.
Das ganze Buch umfasst nur etwa acht Stunden, in denen so unglaublich viel geschieht. Cleo und Hunter stehen im Leben eigentlich auf verschiedenen Seiten, doch hier müssen sie zusammenarbeiten um zu überleben. Ich fand es sehr schön dargestellt, wie sie sich zunächst misstrauen, dann aber doch langsam Vertrauen fassen, nur um es wieder zu verlieren. Es ist tatsächlich kein geradliniger Weg zum Ziel, aber ein glaubwürdig beschriebener.
Mir haben sowohl Cleo als auch Hunter sehr gut gefallen. Beide haben ihr Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen, das heute noch ihr Verhalten beeinflusst und prägt. Nach und nach dürfen wir immer mehr hinter ihre Fassaden blicken. Beeindruckend ist auch, wie sie mit dieser verzwickten Situation in der Mars-Station umgehen. Beide haben besondere Skills, die ihnen dabei helfen. Hier bewies die Autorin viel Einfallsreichtum und auch ein bisschen Humor. So lässt sich das Buch mit viel Spaß lesen. Noch ein wenig mehr Tiefe hätte den Protas nicht geschadet.
Fazit:
„Red Star Rebels“ überzeugt durch eine gelungene Mischung aus Spannung, Gefühl und Gesellschaftskritik, sympathische Hauptfiguren und eine temporeiche Handlung.
Rezensionen von PMelittaM:
Was zum Tode führt von Nicole Eick
Krimi mit berührender Hintergrundgeschichte
Im Bamberger Hauptsmoorwald wird ein Skelett gefunden. Zuerst muss die Identität festgestellt werden, bevor man ermitteln kann, wie es zum Tod kam. Auf Kriminalhauptkommissar Alfred Meister und sein Team wartet keine leichte Aufgabe.
Es handelt sich hier um den dritten Band einer Reihe, für mich war es allerdings der erste Band, den ich gelesen habe.
Das Setting spricht mich als gebürtige Bambergerin natürlich sofort an und im Laufe der Handlung gibt es auch einiges Lokalkolorit. Tatsächlich ergeben sich aber auch Verknüpfungen in die ehemalige DDR, und zwar eher ungute, man erfährt einiges über deren dunkle Seiten, Dinge, die sicher nicht jedem bekannt sind, und die auch mich betroffen gemacht haben.
In der Regel macht es mir wenig aus, mitten in eine Reihe zu springen, auch hier fand ich mich bald zurecht. Allerdings hatte ich ein bisschen Probleme mit dem Ermittlungsteam, keine:r von ihnen kam mir wirklich nahe. Alfred Meister zeigt zudem einen Charakterzug, der ihn mir nicht gerade sympathisch machte. Das fand ich ein bisschen schade, den ich fühle gerne mit den Protagonist:innen, und hier wurde mir das, zumindest bei diesem Team, eher verwehrt.
Dafür gab es einen anderen Erzählstrang, betitelt mit „Die Familie“, der mich mehr berührte. Man fragt sich beim Lesen schnell, was es mit dieser Familie auf sich haben könnte. Die Familie hat eine ganze Reihe von Problemen.
Am berührendsten aber fand ich das Tagebuch des Opfers. Was diese Person bis zu ihrem Ende erleben musste, hat mich regelrecht mitgenommen, zudem hat der Inhalt des Tagebuchs nicht nur die Ermittlungen sondern auch meine Überlegungen zum Hintergrund weiter vorangebracht.
Die Auflösung hatte ich schon ein bisschen vorausgeahnt, und ich kann sie auch nachvollziehen, dennoch hätte ich mir eine andere erhofft. Am Ende passt sie aber zur Geschichte, ein paar Dinge kamen mir aber nicht ganz logisch vor..
Der Roman lässt mich ein bisschen zwiegespalten zurück. Die Geschichte hat mich schon auf ihre Art fesseln können, ich hätte mir aber gewünscht, den Ermittler.innen nähergekommen zu sein, in anderen Kriminalromanen oder -reihen spüre ich da meist mehr Verbindung. Ich finde es auch wichtig, Geschichten die solch traurige Vergangenheiten betreffen, zu erzählen, solche Dinge sollten nicht in Vergessenheit geraten, zumal sie viel zu viele Menschen betroffen haben beziehungsweise noch betreffen. Trotzdem hat mich der Roman nicht ganz so erreichen können, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich, wo nötig, aufrunde.











