Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lese:
Sturmland von Miriam Georg
Beeindruckender und wirkungsvoller Auftakt
Miriam Georgs erster Band des Zweiteilers hat mich tief beeindruckt. Die Autorin hat mich schon mit ihren letzten historischen Romanen begeistern können, deswegen habe ich mich sehr auf eine neue Reihe gefreut. Diesen habe ich als Hörbuch gehört, angenehm und einfühlsam gesprochen von Tanja Fornaro.
Cora flüchtet im Jahr 1860 vor ihrer Vergangenheit und nimmt auf Norderney eine Stelle als Gouvernante der kranken Emmi an. Dort lernt sie den Fischer Onnen kennen, der ebenfalls ein Geheimnis mit sich trägt. Zwischen den beiden entwickelt sich langsam eine zarte Liebesgeschichte.
Die komplexen und glaubwürdigen Charaktere sind individuell und facettenreich. Die sorgfältige Recherche der historischen Lebensumstände vom harten Leben auf den ostfriesischen Inseln, von Armut, Krankheiten, gesellschaftlichen Unterschieden und der schwierigen Stellung der Frau macht die Geschichte authentisch und spannend. Der Schreibstil ist angenehm und leicht zu hören. Der Auftakt dieser Dilogie hat mich berührt und gefesselt. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung der Geschichte, leider muss man sich noch bis Oktober gedulden.
Rezensionen von Arambol:
Totensee von Sophie Czerny
Gnadenlos abgründig
„Hör gut zu. Dein größter Feind wird nicht da draußen warten. Er steckt in dir…“
Die suspendierte Kommissarin Ada Sabel ist verzweifelt auf der Suche nach ihrer entführten 14-jährigen Tochter Mara. Als eine kopflose Leiche gefunden wird, auf deren Rücken Adas Name eingeritzt wurde, glaubt sie an einen Zusammenhang mit der Entführung.
Auf eigene Faust beginnt sie zu ermitteln und stößt dabei auf immer mehr dunkle Geheimnisse. Die Spuren führen sie schließlich tief in ihre eigene Vergangenheit.
Hamburg, Berlin, München, Wien und Salzburg, dazu mehrere Zeitebenen und zahlreiche Handlungsstränge: „Totensee“ verlangt dem Leser zunächst einiges ab. Der Einstieg ist überaus anstrengend und verwirrend. Selbst nach knapp 100 Seiten hatte ich noch keine wirkliche Vorstellung davon, welche Geschichte hier eigentlich erzählt werden soll. Das hat mir zunächst überhaupt nicht gefallen.
Auch mit den Figuren wurde ich anfangs nicht warm. Alle Charaktere, einschließlich Ada, wirkten auf mich unsympathisch oder zumindest schwer zugänglich. Ich musste mich tatsächlich dazu zwingen, das Buch an dieser Stelle nicht einfach abzubrechen.
Und was soll ich sagen: Das Durchhalten hat sich gelohnt.
Sobald die einzelnen Erzählstränge allmählich zusammenlaufen und die Geschichte ihren Rahmen findet, nimmt der Thriller deutlich an Fahrt auf. Es entwickelt sich eine rasante Achterbahnfahrt, die es stellenweise ordentlich in sich hat. „Totensee“ ist ein äußerst harter Thriller, der auch vor drastischen Details und expliziter Gewaltdarstellung nicht zurückschreckt. Definitiv kein Lesestoff für zart besaitete Seelen!
Je mehr Zusammenhänge sich erschließen, desto spannender wird die Geschichte. Auch Adas zunächst verstörendes Verhalten bekommt nach und nach einen nachvollziehbaren Hintergrund. Ihre Handlungen kann man zunehmend verstehen, sodass ich schließlich doch mit ihr mitgefiebert habe.
Die oftmals extrem kurzen Kapitel treiben die Handlung zusätzlich voran. Irgendwann möchte man das Buch kaum noch aus der Hand legen: nur noch ein kurzes Kapitel … und dann noch ein allerletztes.
Wer sich von der zunächst verwirrend komplexen Handlung nicht abschrecken lässt und gnadenlos abgründige Thriller mag, liegt mit „Totensee“ durchaus richtig.
Rezensionen von Lese:
Dracula & Töchter (Dracula & Töchter 1) von Emma Carroll
Ein gruseliges Abenteuer
Meine Töchter waren gleich magisch angezogen von dem ausdrucksstarken Cover. Das Buch war eine spannende Vampirgeschichte mit einer leicht düsteren, aber trotzdem kindgerechten Gruselatmosphäre. Ein wenig Humor lockert die unheimliche Stimmung immer wieder auf.
Als in Temstown merkwürdige Dinge auf einem Friedhof geschehen und ihr Freund Varney nach einem Biss in Gefahr gerät, müssen Mina, Buffy und Bella schnell handeln.
Dabei gibt es viele kleine Verweise auf bekannte Figuren und Geschichten aus der Welt der Vampire. Die drei Cousinen sind unterschiedlich und sympathisch und ergänzen sich mit ihren jeweiligen Stärken gut.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, die kurzen Kapitel passen gut zur Zielgruppe ab etwa 10 Jahren.
Auch für Erwachsene war das Buch noch unterhaltsam, ich hatte es in einem Rutsch gelesen.
Der Auftakt dieser Trilogie hat uns sehr gut gefallen, und wir sind neugierig auf die weiteren Abenteuer von Mina, Buffy und Bella.
Rezensionen von Lese:
Im Licht des neuen Tages von Jarka Kubsova
Geheimnisvolle Atmosphäre
Es geht um die Schriftstellerin Elli, die sich in ein Haus im Wald zurückzieht und dort über ihre tschechischen Wurzeln, ihre Großmutter und verdrängte Erinnerungen nachdenkt. Eine alte Geschichte über die geheimnisvolle Viktorka führt sie schließlich nach Tschechien und immer tiefer in ihre eigene Vergangenheit.
Ich mag Geschichten, in denen Vergangenheit und Gegenwart miteinander verwoben werden und nach und nach Geheimnisse ans Licht kommen. Auch die geheimnisvolle Atmosphäre und der angenehme Schreibstil haben mir gut gefallen. Es tauchen immer wieder Frauen auf, die in der Vergangenheit häufig falsch beurteilt oder zum Schweigen gebracht wurden, das fand ich sehr interessant.
Auch die Landschaft wurde sehr bildhaft und stimmungsvoll beschrieben und die märchenhaften und mystischen Elemente haben gut dazu gepasst. Ich habe etwas Zeit gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Es war kein klassischer Pageturner, aber sehr atmosphärisch und emotional geschrieben.
Rezensionen von yellowdog:
Nichts als heiße Luft von Yves Ravey
Ein spontaner Plan
Yves Ravey ist der Meister des Kurzromans. Nichts als heiße Luft hat den Hauch von Wenn der Postmann zweimal klingelt. Dazu gehören ein Loser, ein reicher Mann und eine Femme Fatal.
Noir-Elemente gibt es, aber ein Kriminalroman ist es kaum. Vorherrschend sind eine Stimmung, die sich aus der Situation heraus ergibt und ein nüchterner Ton des Icherzählers, der von Lakonie durchzogen ist.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:
Die Verdorbenen von Michael Köhlmeier
"Ein verdorbener Mensch und dennoch unschuldig. Das gibt es"
Es ist eine seltsame Geschichte, die der Autor uns hier erzählt. Er lässt einen ung 70 Jahre alten Mann auf seine Studienzeit in Marburg zurückblicken. Aber von jugendlichem Übermut, von Aufbruchstimmung oder Lebenslust ist hier absolut nichts zu spüren. Köhlmeier lässt seine Protagonisten in einer tristen Atmosphäre ohne Leidenschaft und voller Langeweile agieren.
Viele Reaktionen sind merkwürdig, oft rational kaum nachvollziehbar. Alle scheinen irgendwie verloren, ziel- und planlos in ihren Leben.
Einzig der Wunsch, den der Erzähler bereits im Alter von 6 Jahren formuliert hat, nämlich einmal in seinem Leben einen Mann zu töten, wirkt lebendig. Töten um des Tötens Willen? Moral? Gewissen? Innere Leere? Verdorbenheit?
Michael Köhlmeier skizziert hier das „Böse ohne jeden Sinn“ in wirklich meisterhafter Weise: lakonisch und spannungslos beschreibt er das Ende einer Jugend. Er lässt die Leserin oft ratlos zurück – so wenig Begründung oder Erklärung gibt es für die geschilderten Handlungen. Aber es sind zutiefst menschlich-existenzielle Fragen, mit denen man beim Lesen konfrontiert wird. 160 Seiten, die schnell gelesen werden können, aber nicht so schnell vergessen werden.
Lesenswert!
Rezensionen von askyfullofpages:
Seltsame Sally Diamond von Liz Nugent
Crazy, aber gut!
[Unbezahlte Werbung | Rezensionsexemplar]
Familie.
Geheimnisse.
Vergangenheit.
Wow! Was für ein crazy Buch.
Mit Seltsame Sally Diamond ist Liz Nugent ein richtig krasser Psychothriller gelungen. Das Buch hat mich absolut gefesselt und war bis zur letzten Seite spannend.
Auch diese Geschichte ist wieder wirklich krass und behandelt einige wirklich richtig harte Themen.
Ich fand die Geschichte einfach phänomenal und vor allem die Entwicklung unglaublich. Aber aufgrund der wirklich harten Themen möchte ich an dieser Stelle eine Triggerwarnung aussprechen. Bitte achtet beim Lesen oder Hören gut auf euch und informiert euch im Zweifel vorab über die ausführlichen Triggerwarnungen.
Liz Nugent hat mit Sally Diamond eine für mich perfekt funktionierende Figur geschaffen. Sie beschreibt ihren Charakter so vielschichtig, dass Sally für mich die ganze Geschichte trägt. Ihre Art und ihre Persönlichkeit haben sie für mich unglaublich interessant gemacht. Ich möchte aber nicht zu viel verraten.
Das im Gutkind Verlag erschienene Seltsame Sally Diamond war für mich wieder ein richtiges Highlight. Für mich hat die Geschichte toll funktioniert und unter Berücksichtigung der Triggerwarnung kann ich dieses Buch sehr empfehlen. Gerade wer auf der Suche nach außergewöhnlichen Psychothrillern ist, sollte sich dieses Buch gönnen.
Vielen Dank an den Gutkind Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.
Rezensionen von PucKker:
Die Ernährungs-Docs – Unsere 100 besten Protein-Power-Rezepte von Matthias Riedl; Jörn Klasen; Viola Andresen; Silja Schäfer
Vielfalt
Ein wirklich schönes Kochbuch mit einer Vielzahl an spannenden Gerichten. Besonders hervorheben möchte ich hier den Dinkelflammkuchen mit Lauch und Kürbis, die Hafer-Crêpes mit Linsengemüse und die Käsesuppe mit Pilz-Tofu-Topping. Spannend und definitiv nicht austauschbar.
Was man hier auch findet, sind Süßspeisen! Quark-Buttermilch-Waffeln mit Ingwer-Schoko-Sauce, Dinkel-Quark-Muffins mit Banane und Mandeln oder der vegane Gugelhupf mit Seidentofu und Zitrone klingen allesamt fantastisch! Ich freue mich schon sehr darauf, mich hier weiter durchzuprobieren.
Aber auch einfachere Gerichte sind dabei, sodass wirklich für verschiedene Geschmäcker und Gelegenheiten etwas dabei ist. Von Frühstück über Hauptspeisen bis hin zum Dessert ist alles vertreten. Insgesamt ein schönes Kochbuch mit vielen abwechslungsreichen Rezepten. So macht gesunde Ernährung Spaß!
Rezensionen von PucKker:
Taste of Asia von Viet Shao
Lange Zutatenlisten
Hach ja, eigentlich sind das allesamt schöne Gerichte. Aber obwohl ich in einer Großstadt mit Asialäden einkaufe, finde ich trotzdem so vieles nicht: getrocknete Lilienblüten, Macapuno, rote Palmfrüchte, grüne Palmfrüchte, Ube-Eiscreme, gesüßte weiße Bohnen aus der Dose, unreife Papaya, Bananenblätter … gar nicht so einfach! Da hätte ich mir mehr Alternativen und Erklärungen gewünscht.
Das macht das Buch für mich leider nicht unbedingt besonders nahbar und nimmt mir ehrlich gesagt auch etwas die Lust aufs Nachkochen. Wenn ich für ein Rezept erst fünf verschiedene Läden abklappern muss, wird es schwierig. Auch sind die Zutatenlisten wirklich lang. Hier muss man Geduld und viel Lust auf Kochen mitbringen. Für Kochanfänger oder Kochanfängerinnen ist das Buch nicht geeignet. Als Hinweis sollte man außerdem wissen, dass das meiste mit Fisch oder Fleisch ist. Für vegetarisch lebende Personen ist das Buch daher eher nicht das Richtige.
Was ich bisher ausprobiert habe, hat mich dann leider auch nicht wirklich umgehauen. Trotzdem sind einige spannende Rezepte dabei und gerade die Vielfalt der verschiedenen asiatischen Küchen finde ich interessant. Für mich ist es daher eher ein Buch zum Durchblättern und Inspirierenlassen als eines, aus dem ich tatsächlich regelmäßig nachkochen werde.
Rezensionen von Sheilo:
The Poison Daughter von Sheila Masterson
Eine Romantasy, die begeistert
Harlow wächst in einer Familie mit besonderen magischen Gaben auf, wobei sie selbst mit ihrem Kuss Menschen tödlich vergiften kann. Ihre Eltern setzen sie als Waffe ein und planen, sie mit dem Feind zu verheiraten. Doch der Plan gerät ins Wanken, als sie bemerkt, dass ihr Verlobter gegen ihren Kuss immun ist.
"The Poison Daughter" ist eine fesselnde und spicy Romantasy von Sheila Masterson, die für mich ein echtes Highlight ist. Der Schreibstil der Autorin nimmt einen beim Lesen quasi gefangen und die knapp 900 Seiten lesen sich wie im Flug. Die Spannung ist allgegenwärtig und die magische Welt voller Gefahren und Geheimnisse hat ihren ganz eigenen Charme. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, selbst mit zurätseln und es gab so manchen Plot-Twist, mit dem ich nicht gerechnet habe.
Harlow ist ein wahnsinnig stärker Charakter mit so vielfältigen Facetten. Sie steht für die ein, die sich selbst nicht wehren können, auch wenn sie dabei zu sehr brutalen Methoden greift. In ihrer Familie hat sie kaum Liebe erhalten, sodass sie selbst nach Freiheit jenseits der Stadtmauern strebt. Henry bietet ihr dabei den ersten Schritt, doch spürt sie schnell, dass sie ihn eigentlich nicht hassen kann. Doch warum will er sie wirklich heiraten?
Henry erfüllt mit seiner Hochzeit ebenfalls eine Rolle und Familienpflicht und kann sich somit sehr gut in Harlow und ihre Lage hineinzuversetzen. Eigentlich will er keine enge Bindung zu ihr aufbauen, doch die kratzbürstige Art von Harlow macht sie für ihn gerade interessant.
Man spürt schnell die einzigartigen Vibes zwischen Harlow und Henry und es gibt einige sehr spicy Szenen im Buch, die zum teilweisen düsteren Setting perfekt passen.
Mich hat "The Poison Daughter" absolut begeistert und ich liebe auch den Epilog am Ende sehr, der einfach einen wunderschönen Abschluss bildet. Wer etwas düstere, spicy Romantasy liebt, der sollte "The Poison Daughter" unbedingt lesen.











